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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Biotechrating</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Wagniskapital für neuartige Zelltherapie</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2021 09:51:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Biotechrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Team um Prof. Andrea Tüttenberg und Dr. Helmut Jonuleit aus der Mainzer Hautklinik will eine neuartige Zelltherapie weiter optimieren und klinisch testen. Die dazu erfolgte Biotech-Ausgründung der Universitätsmedizin Mainz, ActiTrexx GmbH, berichtet nun über ihre erfolgreiche Serie A Finanzierung: Ein Konsortium unter der Führung der LBBW Venture Capital GmbH mit Beteiligung der MediVentures GmbH, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Team um Prof. Andrea Tüttenberg und Dr. Helmut Jonuleit aus der Mainzer Hautklinik will eine neuartige Zelltherapie weiter optimieren und klinisch testen. Die dazu erfolgte Biotech-Ausgründung der Universitätsmedizin Mainz, ActiTrexx GmbH, berichtet nun über ihre erfolgreiche Serie A Finanzierung: Ein Konsortium unter der Führung der LBBW Venture Capital GmbH mit Beteiligung der MediVentures GmbH, dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) und der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) investiert insgesamt 3,5 Millionen Euro.</p>
<p>Die ActiTrexx entwickelt den Produktkandidaten ATreg, aktivierte regulatorische T-Zellen (Tregs), die mittels eines proprietären Verfahrens stimuliert werden, um Abstoßungsreaktionen bei Transplantationspatienten und überschießende Immunantworten bei Autoimmunerkrankungen zu verhindern. Hierzu werden die regulatorischen T-Zellen als natürliche Wächterzellen des Immunsystems durch eine patentgeschützte Methode außerhalb des Körpers aktiviert und den Patienten als Infusion verabreicht.</p>
<p>Erste klinische Studien zur Behandlung von Leukämiepatienten nach Stammzelltransplantation, bei denen das Risiko einer lebensbedrohenden Transplantatabstoßung, der Graft-versus-Host-Disease (GvHD), besonders hoch ist, sollen bereits 2021 in Kooperation mit der III. Med. Klinik der Universitätsmedizin Mainz starten. Die präklinischen Daten konnten zeigen, dass ATreg eine bereits existierende GvHD deutlich abschwächen kann. Eine vorbeugende Behandlung kann sogar die Entstehung der Erkrankung weitgehend verhindern. „Sollten sich diese Beobachtungen in der Klinik bei Patienten bestätigen lassen, kann ATreg der Grundstein für eine neue, effektive und nebenwirkungsarme GvHD-Therapie sein“, sagte Prof. Tüttenberg, CEO der ActiTrexx.</p>
<p>In der Vergangenheit wurden regulatorische T-Zellen bereits erfolgreich in akademischen Studien zur GvHD-Therapie eingesetzt. „Der von uns verwendete Ansatz bedeutet jedoch durch die einzigartige Aktivierung der Tregs eine deutliche Verbesserung der bisher existierenden Protokolle. Das Produkt ATreg verkürzt den Herstellungsprozess für Treg-basierte Zelltherapien von Wochen auf Stunden, ein Einsatz des Zellpräparates kann somit innerhalb kürzester Zeit erfolgen“, erklärte Dr. Jonuleit, CSO der ActiTrexx. „Hiervon profitieren vor allem die Patienten mit akuter GvHD, die dringend eine Therapie benötigen.“</p>
<p>„Die Entwicklung von Therapeutika zur Unterdrückung einer unerwünschten Immunantwort bei Stammzell- und Organtransplantationen sowie Autoimmunerkrankungen steht aktuell weltweit im Fokus verschiedener Biotechunternehmen. Die therapeutische Anwendung von regulatorischen T-Zellen in diesem Bereich ist jedoch bisher durch zeitaufwendige und kostenintensive Verfahren eingeschränkt. Der auf langjähriger Forschung basierte ActiTrexx-Ansatz überwindet diese Limitationen und wird den flächendeckenden Einsatz von Tregs ermöglichen. Die Therapie mit ATreg soll bereits in diesem Jahr der klinischen Prüfung unterzogen werden und soll in wenigen Jahren den ersten Patienten zur Verfügung stehen. Wir freuen uns, ActiTrexx dabei unterstützen zu können“, kommentierte Dr. Stefanie Wojciech, Investment Manager bei der LBBW VC, die Finanzierungsrunde.</p>
<p>„Mit dem Konsortium um die LBBW VC konnten wir erfahrene Investoren mit einem breiten Netzwerk gewinnen“, sagte Prof. Dr. Tüttenberg, Geschäftsführerin von ActiTrexx. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Entwicklungsansatz überzeugen konnten und die nächsten Schritte der präklinischen und klinischen Phase finanziert werden können.“</p>
<p>Unternehmensfinanzierung ist in Deutschland weiter zunehmend staatlich kontrolliert, indem öffentliche Mittel benutzt werden, um Risiken zu übernehmen. So erhält ActiTrexx zum Unternehmensstart zusätzlich Mittel aus dem GO-Bio Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Gründer hatten bereits 2016 im Rahmen der GO-Bio Gründungsinitiative 4 Millionen Euro Fördermittel eingeworben.</p>
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		<title>Fondskategorien Gesundheit und Biotechnologie besetzen Spitzenpläte</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2021 16:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Biotechrating]]></category>
		<category><![CDATA[Health Care Rating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Finanzenverlag hat die Gesundheitsfonds der Apo Asset Management GmbH (apoAsset) und der Medical Strategy GmbH, an der die apoAsset beteiligt ist, elf Mal mit den €uro FundAwards 2021 ausgezeichnet. Zwei Awards erhält der globale Aktienfonds apo Digital Health in der Kategorie „Gesundheit“ für seine Wertentwicklung über ein Jahr und drei Jahre. Dieser Fonds investiert [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Finanzenverlag hat die Gesundheitsfonds der Apo Asset Management GmbH (apoAsset) und der Medical Strategy GmbH, an der die apoAsset beteiligt ist, elf Mal mit den €uro FundAwards 2021 ausgezeichnet. Zwei Awards erhält der globale Aktienfonds apo Digital Health in der Kategorie „Gesundheit“ für seine Wertentwicklung über ein Jahr und drei Jahre.</p>
<p>Dieser Fonds investiert als erster Publikumsfonds nur in digitale Medizin und ist seit seiner Auflage vor drei Jahren auf rund 500 Mio. Euro angewachsen. Die Fonds von Medical Strategy haben in der Kategorie „Biotechnologie“ in diesem Jahr neun €uro FundAwards erhalten. Ausgezeichnet wurden hierbei die Fonds MEDICAL BioHealth und RIM Global BioScience für ihre Wertentwicklung in verschiedenen Zeiträumen von einem Jahr bis zu zwanzig Jahren.</p>
<p>„Für viele Digital-Health-Unternehmen wirkt die derzeitige Pandemie wie ein Katalysator, der die digitale Weiterentwicklung im Gesundheitswesen beschleunigt“, sagt Hendrik Lofruthe, Portfolio Manager Healthcare der apoAsset. „Der Boom der Telemedizin ist nur ein Beispiel von vielen. Die Chancen von Digital Health reichen langfristig wesentlich weiter und umfassen nahezu den gesamten Gesundheitsmarkt, sei es bei elektronischen Patientenakten, Gesundheits-Apps, in der Robotik oder der Medikamenten-Entwicklung mit Künstlicher Intelligenz. Wir investieren in Unternehmen, die die ganze Bandbreite dieser Möglichkeiten langfristig am besten erschließen und sehen hier weiter starkes Wachstumspotenzial.“</p>
<p>Diese Themen stehen auch im Mittelpunkt des <a href="https://webinaranmeldungen.de/apoAsset/Expertenzirkel">4. Expertenzirkels von apoAsset am 17. März 2021</a>, an dem Interessierte per Live-Streaming online teilnehmen können. Unter dem Titel „Braucht die Künstliche Intelligenz uns Menschen noch?“ diskutieren renommierte Wissenschaftler, darunter der wissenschaftliche Beirat von apoAsset, mit Fondsmanagern und Investoren. Dabei geht es um den aktuellen Stand der medizinischen KI, künftige Chancen und reale Investments, die bereits heute stattfinden. Moderatorin ist Sabrina Marggraf von n-tv.</p>
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		<title>Die Biotechnologie-Industrie</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2021 11:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Biotechrating]]></category>
		<category><![CDATA[Technologierating]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch von Dr. Julia Schüler &#8222;Die Biotechnologie-Industrie: Ein Einführungs-, Übersichts- und Nachschlagewerk&#8220; im Springer-Verlag gibt angehenden Ratinganalysten einen schnellen Einstieg in das Verständnis einer Branche, die Investoren und Manager vor große Herausforderungen stellt. Erfolgreiches Investieren stetzt in dieser Industrie nicht nur ein breites, sondern auch ein tiefes Wissen voraus, ohne das biotechnologische Entwicklungen nicht [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch von Dr. Julia Schüler &#8222;Die Biotechnologie-Industrie: Ein Einführungs-, Übersichts- und Nachschlagewerk&#8220; im Springer-Verlag gibt angehenden Ratinganalysten einen schnellen Einstieg in das Verständnis einer Branche, die Investoren und Manager vor große Herausforderungen stellt. Erfolgreiches Investieren stetzt in dieser Industrie nicht nur ein breites, sondern auch ein tiefes Wissen voraus, ohne das biotechnologische Entwicklungen nicht beurteilt werden kann.</p>
<p>Von 2001 bis 2009 verfasste Dr. Julia Schüler bei Ernst &amp; Young acht Deutsche Biotechnologie-Reports, die – wie ihre Nachfolgeberichte – Grundlage von Teilen dieses Buches sind. Es stellt eine Art &#8222;Mutter aller Biotech-Reports&#8220; dar, indem es Tausende Seiten Biotechnologie-Reports zusammenfasst. Dr. Julia Schüler studierte Biologie und promovierte in Betriebswirtschaft bereits über ökonomische Aspekte der Biotechnologie. Seit mehr als 20 Jahren analysiert sie die Entwicklung der Biotechnologie-Industrie.</p>
<p>Der bunte Begriff der &#8222;Biotechnologie&#8220; bedarf der Erläuterung, was darunter zu verstehen ist. Daher nimmt Dr. Julia Schüler Abgrenzungen zu den ähnlichen Begriffen Biotechnik und Bionik vor, leg gängige Definitionen zur Biotechnologie dar und gibt Erklärungen zu den Begriffen Genetik, Gentechnologie und Molekularbiologie als Teilgebiete der Biotechnologie und Biologie. Wer die Meilensteinen der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung kennenlernen will, wird in diesem Buch fündig.</p>
<p>Aus den Rahmenbedingungen, die während der Entstehung der Biotech-Industrie insbesondere in den USA vorherrschten, lässt sich verstehen, wie interdisziplinär geforscht wurde und einige der wissenschaftlichen Grundlagen der Biotechnologie entstanden. Das politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Umfeld trug zum Aufkommen einer von kleinen und mittleren Unternehmen geprägten Biotech-Industrie bei.</p>
<p>&#8222;Neue Gesetze ab Mitte der 1970er-Jahre, wie der Bayh-Dole Act, der Stevenson-Wydler Act oder der Economic Recovery Tax Act, schufen Rahmenbedingungen, die die wirtschaftliche Nutzung biowissenschaftlicher Forschungsergebnisse sehr unterstützten&#8220;, schreibt Dr. Julia Schüler. &#8222;Auch das Risikokapital, ein Lebenselixier für Firmengründungen, wurde sozusagen in den USA erfunden und Investoren interessierten sich früh und intensiv für die Biotechnologie.&#8220;</p>
<p>Ein investitionsfreundlicher Kapitalmarkt war der Schlüssel dafür, die wichtigen Entwicklungen der Biotechnologie zu ermöglichen und sie ausreichend zu finanzieren, um hochrisikoreiche, teure und langwierige Arzneimittel-Entwicklungen an den Markt zu bringen. &#8222;Mittlerweile verschwimmen die Grenzen zwischen Biotech- und Pharma-Firmen zu einer neuen biopharmazeutischen Industrie. Auch andere Industrien, wie die Chemische Industrie,&#8220; zeigt Dr. Julia Schüler auf, &#8222;werden in Zukunft zunehmend &#8218;biologisiert&#8216; werden&#8220;. Dazu gibt die praxiserfahrene Autorin eine Reihe von Beispielen.</p>
<p>Als Querschnittstechnologie wirkt die Biotechnologie beziehungsweise ihre wirtschaftliche Anwendung breit in verschiedene Einsatzfelder. Diese reichen von der pharmazeutischen über die chemische Industrie, den Agrar- und Lebensmittelsektor bis hinein in den Umweltschutz. &#8222;Dadurch können wiederum viele andere produzierende Gewerbe indirekt aus der Biotechnologie Nutzen ziehen,&#8220; schreibt Dr. Julia Schüler, &#8222;wie zum Beispiel die Automobilindustrie. Den Anwendungsbereichen wurden nach und nach &#8218;passende&#8216; Farben zugeordnet&#8220;, erklärt Dr. Julia Schüler die farbenfrohe Vielfalt der Branche. Die Farben, die man sich merken muss, sind rot, weiß, grau und grün.</p>
<p>Die &#8222;Rote Biotechnologie&#8220; für die Anwendungen im Bereich der Medizin (hauptsächlich Pharmazeutika und Diagnostika), die &#8222;Weiße Biotechnologie&#8220; für den Einsatz in der industriellen, vor allem chemischen Produktion, die &#8222;Graue Biotechnologie&#8220; für den Umweltschutz sowie die &#8222;Grüne Biotechnologie&#8220; für Produkte oder Problemlösungen im Agrarsektor.</p>
<p>Neben Beispielen zu Anwendungen und Marktdaten der Roten Biotechnologie bietet Dr. Julia Schüler einen Exkurs zur Medikamenten-Entwicklung. Es wird vor allem auf die Faktoren Kosten, Dauer sowie Risiko eingegangen. Zudem behandelt sie ausführlich aktuelle Themen wie Biosimilars, Immun- und Gentherapie oder die personalisierte Medizin ausführlich. Die Ausführungen zur Weißen Biotechnologie umfassen unter anderem Erläuterungen zu Bioplastik und Biosprit. Zu Letzteren kann sie aufzeigen, dass die Biotechnologie Lösungen bereithält, die eine &#8222;Tank versus Teller&#8220;-Diskussion im Keim ersticken kann. &#8222;Auch in der Grünen Biotechnologie&#8220;, unterstreicht Dr. Juila Schüler, &#8222;ermöglicht der technische Fortschritt neuartige Ansätze, die die bisherigen Verfahren der Pflanzenzüchtung erweitern.&#8220;</p>
<p>Eine der Stärken des Buches besteht darin, dem Leser ein Verständnis der deutschen, von kleinen und mittleren Unternehmen geprägten Biotech-Industrie zu vermitteln. Dr. Julia Schüler beleuchtet insbesondere die Situation der Forschung und Lehre vor den 1970er-Jahren sowie politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen in den 1970er- bis 1990er-Jahren: &#8222;Bis in die 1930er-Jahre galt Deutschland als Vorreiter in der biochemischen Forschung. In den späten 1930er- bis 1950er-Jahren setzten sich dann die USA bei der biochemischen und molekularbiologischen Forschung an die Spitze. Neben Zwangsemigration und Vertreibung von Wissenschaftlern durch das Nazi-Regime hatte auch der Zweite Weltkrieg eine internationale Isolation und Selbstisolation deutscher Forscher zur Folge. Hinzu kam, dass Universitätsstrukturen bzw. Institutsabgrenzungen interdisziplinäre Zusammenarbeit erschwerten. Die Lage änderte sich erst langsam in den 1960er- und 1970erJahren sowie verstärkt in den 1980er-Jahren mit der Gründung der Genzentren ab 1982 in Heidelberg, Köln und München sowie 1987 in Berlin.&#8220;</p>
<p>Gleichzeitig habe der Bund verschiedene Förderprogramme aufgesetzt, Kommissionen ins Leben gerufen und 1990 das Gentechnik-Gesetz verabschiedet. &#8222;Danach folgten 1995/1996 der BioRegio-Wettbewerb, der als Initialzündung für die deutsche Biotech-Branche gilt,&#8220; rekapituliert Dr. Julia Schüler, &#8222;sowie weitere mit einem Wettbewerbsanreiz ausgestattete Förderinstrumente. Schließlich wurde auch versucht, Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und -finanzierungen zu verbessern, was allerdings laut einem Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) bis heute noch nicht zufriedenstellend gelöst ist.&#8220; Dr. Julia Schüler präsentiert einen zusammenfassenden Vergleich &#8222;biotech-relevanter&#8220; Rahmenbedingungen in den USA und Deutschland sowie eine Übersicht zu frühen Bio- und Gentech-Aktivitäten der etablierten Industrie.</p>
<p>Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches standen Firmen, die in der Arzneimittel-Entwicklung tätig sind, vor dem Markteintritt und andere, wie Diagnostika-Hersteller oder Vertreter der Weißen Biotechnologie sowie Dienstleister, befinden sich bis heute schon am Markt. &#8222;Ihre Wahrnehmung als Teil einer innovativen Industrie könnte ausgeprägter sein&#8220;, mahnt Dr. Julia Schüler an. &#8222;Ein großes Manko für diejenigen Gesellschaften, die das große Risiko auf sich nehmen, neue Medikamente zu entwickeln, sind vorherrschende Rahmenbedingungen der Eigenkapital-Finanzierung. Ihre Wettbewerber in den USA finden dort ganz andere Verhältnisse vor, die ihnen in gewisser Weise Vorteile verschaffen.&#8220;</p>
<p>Zu den Vorteilen US-amerikanischer Unternehmen gehört unter anderem eine über ein Jahrhundert gewachsene Ratingbranche, die von wenigen, führenden Ratingagenturen wie Moody&#8217;s Investors Service, S&amp;P Global Ratings oder Fitch Ratings beherrscht wird. Arzneimittelhersteller haben aus Sicht der Ratingagenturen im Allgemeinen ein unterdurchschnittliches Risikoprofil. Das Risikoprofil des Sektors kann bis zur Ratingkategorie &#8222;AA&#8220; reichen, wobei der Marken-Teilsektor ein geringeres Risiko aufweist als der Teilsektor der Biotechnologie und Generika. Die Risikobeurteilung des Pharmasektors spiegelt seine langfristigen Wachstumschancen, seine relativ geringe wirtschaftliche Sensibilität, seine erhebliche staatliche Regulierung und sonstigen rechtlichen Überlegungen wider, die im Rating eine Rolle spielen.</p>
<p>Das in großer Fließarbeit entstandene Buch von Dr. Julia Schüler liefert ein Feuerwerk von Fakten und Einsichten in die Branche der Biotechnologie, das sich jeder anschauen will, der sich hier einen Überblick über die Geschichte und die Entwicklung bis zu den heute noch am Markt führenden Unternehmen verschaffen will. In der Dokumentation der Historie bleibt das Buch zeitlos und ein wichtiger Grundstein für jeden, der im Biotech-Sektor investieren will.</p>
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		<title>Kapitalanlage Gesundheit</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2021 09:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Biotechrating]]></category>
		<category><![CDATA[Fondsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Einschränkungen der Corona-Krise musste Beate Sander noch erleben. Sie durfte allerdings auch noch erleben, wie aus ihrem bescheidenen Anfangsvermögen aus den 1990er Jahren ein Millionenwert im Jahre 2020 wurde. Zu ihren letzten guten Investments gehörten Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit. Ihre glückliche Hand in der Auswahl der Aktien dieser Branche lag aber nicht an [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Einschränkungen der Corona-Krise musste Beate Sander noch erleben. Sie durfte allerdings auch noch erleben, wie aus ihrem bescheidenen Anfangsvermögen aus den 1990er Jahren ein Millionenwert im Jahre 2020 wurde. Zu ihren letzten guten Investments gehörten Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit. Ihre glückliche Hand in der Auswahl der Aktien dieser Branche lag aber nicht an besonderen Erkenntnissen oder Einsichten aufgrund ihrer eigenen Erfahrung ihrer schweren Erkrankung, der sie schließlich erlag, sondern darin, einen Trend frühzeitig richtig erkannt zu haben.</p>
<p>Beleg dafür ist ein Buch, das sie gemeinsam mit Jürgen Hannemann im FinanzBuch Verlag schon 2014 vorlegte: &#8222;Mit Biotech, Medtech und Pharma erfolgreich an der Börse investieren -Kapitalanlage Gesundheit&#8220;. Das Buch schließt heute noch eine Lücke in der Literatur, da es doch wenige Buchtitel gibt, die sich dem Thema in einer für jedermann verständlichen Sprache widmen. Die Stärke der als &#8222;Börsen Omi&#8220; bekannt gewordenen Autorin lag insbesondere darin, mit gesundem Menschenverstand sich dem Thema Börse zuzuwenden und leicht verständlich zu erklären.</p>
<p>Die Pandemie hat vor Augen geführt, welche Bedeutung Investitionen in den Gesundheitssektor haben. Es geht nicht nur um Erkrankte, sondern insbesondere auch um Prävention. Monatelang gab es im Jahr 2020 keine Nachrichtensendung mehr, in der es nicht auch um Impfstoffe ging. Die Namen von Biotechnologieunternehmen gelangen in das Bewusstsein von vielen Sparern und Anlegern, die sich sonst kaum mit diesem Wirtschaftssektor &#8211; und damit auch Börsensegment &#8211; befasst hätten. Die erfolgreichen Anbieter von Impfstoffen erzielten sprunghaft steigende Bewertungen an den Börsen.</p>
<p>Das Buch von Jürgen Hannemann und Beate Sander ist klar und übersichtlich strukturiert. Im ersten Kapitel geht es um Chancen und Risiken, im zweiten werden wichtige Biotech, Medtech und Pharmafirmen vorgestellt. Schließlich gibt es noch einen Anhang mit einem kleinen Gesundheitslexikon und der Würdigung eines Nobelpreisträgers für Medizin. Da das Buch nicht in elektronischer Version angeboten wird, sondern mit einem stabilen Hardcover-Umschlag gut in der Hand liegt, kann es nicht elektronisch durchsucht werden, deshalb macht das Sachwortverzeichnis viel Sinn.</p>
<p>Biotechnologie hat nichts mit Bioprodukten zu tun, bei denen für leicht verderbliche Lebensmittel sowohl Dünger als auch Konservierungsstoffe gespart, zugleich aber auch den Konsumenten höhere Kaufpreise abverlangt werden &#8211; was für Investoren durchaus interessant sein kann. Bei der Biotechnologie geht es dagegen um die Geißeln der Menschheit, wie insbesondere dem Krebs, der in seinen vielen Varianten Jahr für Jahr mehr Menschenleben fordert, oder nun, seit der Pandemie, um das Virus Covid 19.</p>
<p>&#8222;Das erste Produkt der modernen Biotechnologie war Insulin, quasi der Abgleich, die Kopie eines menschlichen Hormons&#8220;, schreiben Beate Sander und Prof. Dr. Jürgen Hannemann, der an der Hochschule Biberach lehrt. Auf der Suche nach dem Jungbrunnen konnte die Menschheit bereits viele Erfolge erzielen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts konnten die Lebenserwartungen der Menschen jährlich um etwa drei Monate gesteigert werden. &#8222;Bezüglich der Lebenserwartung klafft die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander. Männer mit einem niedrigen Einkommen profitieren von der in Deutschland gestiegenen Lebenserwartung weniger als ihre einkommensstärkeren Altersgenossen&#8220;, berichten die Autoren aus einer Studie des Max-Planck-Instituts in Rostock und skizzieren die Rahmenbedingungen, unter denen Biotech-Unternehmen tätig sind.</p>
<p>Arbeits- und Lebensgewohnheiten verändern sich. &#8222;Die mit dem Alterungsprozess einhergehenden Veränderungen sollten im Blick bleiben: der tägliche Kalorienbedarf singt. Er ist mit 75 Jahren um ein Viertel geringer als mit 25. Wer beharrlich seine bisherigen Essensportionen beibehält, wird zwangsläufig dicker.&#8220;</p>
<p>Neben der sogenannten roten oder pharmazeutischen Biotechnologie geht es im Buch auch um die Gefahren in der Biotechnologie, die von der sogenannten grünen Biotechnologie oder Gentechnik ausgehen. &#8222;Für vorurteilslos denkende und handelnde Fachleute erscheinen beide Richtungen berechtigt und nachvollziehbar: zum einen ist das gezielte erzeugen von Erregertypen mit neuen Eigenschaften wichtig, um gegen deren Auftreten besser gewappnet zu sein. Zum anderen gilt das für die Bevölkerung bestehende Risiko im Falle einer Freisetzung hoch pathogener Erreger als untragbar. Diese Konflikte machen es nicht gerade leichter, eine eindeutige Position für oder gegen derartige Forschungsprojekte zu beziehen.&#8220; Diese Ausführungen der Autoren sind vor dem Hintergrund der aktuellen Corona Krise zu bedenken, in der die Herkunft des Virus noch immer ungeklärt ist.</p>
<p>Das Buch hilft, die Geschichte der Biotechnologie zu verstehen, angefangen bei Friedrich Miescher aus Tübingen, der 1869 aus den weißen Blutkörperchen eine Substanz namens &#8222;Nuclein&#8220;, den Grundstein für die Erforschung der Nukleinsäuren, gewann, und Robert Koch, dessen Name wohl kein Schulkind mehr vergessen wird. &#8222;1878 entwickelt Robert Koch die auch heute weitgehend noch gültigen Verfahren zur Kultivierung von Bakterien, den Erregern vieler schwerer Krankheiten. Seitdem verliert die Tuberkulose (Schwindsucht) einiges von ihrem Schrecken.&#8220;</p>
<p>Den größten Teil des Buches machen in großer Fleißarbeit zusammengetragene Daten über Biotechnologieunternehmen aus. Im Unterschied zur Schnelllebigkeit in anderen Branchen sind die meisten der 2014 führenden Unternehmen auch heute noch für Investoren interessant. Manche mit Charts abgebildete Kursverläufen zeigen Erfolgsgeschichten, die bis heute fortgeschrieben werden konnten, während weniger erfolgreiche Adressen vom Kurszettel verschwanden.</p>
<p>Jürgen Hannemann und Beate Sander befassen sich detailliert mit einzelnen Werten und liefern daher eine Fundgrube für Stockpicker, die auf den Erfolg einzelner Aktien mit guten Ratings setzen wollen. Das direkte Investment in Aktien einzelner Biotech-Unternehmen passt jedoch nicht zu jedem Anleger, insbesondere dann nicht, wenn der Gesamtwert des Depots noch nicht die dafür notwendige Größenordnung erreicht.</p>
<p>Für solche Sparer empfehlen sich Investmentfonds, mit denen auf den für Unternehmen des Gesundheitssektors günstigen langfristigen Trend gesetzt werden kann. Daher bieten Jürgen Hannemann und Beate Sander auch eine gute Übersicht über Investmentfonds, die praktisch für jeden Geldbeutel passen. Die Autoren leiten den Leser mit einer Auflistung der Vor- und Nachteile von Aktienfonds auch zu dieser diversifizierten Form von Investment in Biotech-Unternehmen an und stellen relevante Kriterien vor. Konkrete Fonds, die allerdings zum Teil ebenso zwischenzeitlich vom Kurszettel verschwunden sind wie manche Biotech-Aktie, werden mit ihren Sternen, also den Fondsratings, benannt, vorgestellt und analysiert.</p>
<p>Das Internet liefert heutzutage zwar aktuelle Informationen, schneller und besser, als es jedes Printmedium schaffen könnte. Die Stärke des Buches liegt also darin, die Situation bis zum Jahr 2014 zu dokumentieren und damit dem Leser die Chance zu geben, damalige Einschätzungen mit zwischenzeitlich eingetretenen Entwicklungen zu vergleichen und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.</p>
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