<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Branchenrating</title>
	<atom:link href="http://www.everling.de/category/ratings/branchenrating/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.everling.de</link>
	<description>Dr. Oliver Everling</description>
	<lastBuildDate>Tue, 04 Aug 2026 10:24:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=4.2.7</generator>
	<item>
		<title>Rubios Kurswechsel-Narrativ und seine Bedeutung für Credit Ratings</title>
		<link>http://www.everling.de/rubios-kurswechsel-narrativ-und-seine-bedeutung-fuer-credit-ratings/</link>
		<comments>http://www.everling.de/rubios-kurswechsel-narrativ-und-seine-bedeutung-fuer-credit-ratings/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 13:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Länderrating]]></category>
		<category><![CDATA[Ratings]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=14902</guid>
		<description><![CDATA[Die heutige Rede von Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz dürfte an den Finanzmärkten vor allem deshalb Aufmerksamkeit erregen, weil sie eine klare ideologische und wirtschaftspolitische Stoßrichtung signalisiert, die stärker auf nationale Interessen, Reindustrialisierung und strategische Autonomie setzt. Märkte reagieren nicht nur auf konkrete Maßnahmen, sondern auf Narrative, die zukünftige Politik vorwegnehmen, und genau hier [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die heutige Rede von Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz dürfte an den Finanzmärkten vor allem deshalb Aufmerksamkeit erregen, weil sie eine klare ideologische und wirtschaftspolitische Stoßrichtung signalisiert, die stärker auf nationale Interessen, Reindustrialisierung und strategische Autonomie setzt. Märkte reagieren nicht nur auf konkrete Maßnahmen, sondern auf Narrative, die zukünftige Politik vorwegnehmen, und genau hier setzt Rubio an, wenn er den historischen Rahmen betont: „Wir versammeln uns heute hier als Mitglieder eines historischen Bündnisses – eines Bündnisses, das die Welt gerettet und verändert hat.“ Solche Formulierungen unterstreichen die Bedeutung transatlantischer Beziehungen, was grundsätzlich stabilisierend auf europäische Risikoassets wirken kann, weil Investoren Kontinuität in der sicherheitspolitischen Kooperation erwarten.</p>
<p>Gleichzeitig enthält die Rede deutliche Kritik an Globalisierung und Freihandel, was potenziell volatilitätssteigernd wirkt. Wenn Rubio sagt, man habe „eine dogmatische Vision von freiem und uneingeschränktem Handel“ verfolgt, die zur Deindustrialisierung geführt habe, signalisiert das eine mögliche Unterstützung für protektionistischere Maßnahmen oder industriepolitische Eingriffe. Für Aktienmärkte bedeutet das typischerweise eine Sektorrotation: Industriewerte, Rüstungsunternehmen und Infrastruktur könnten profitieren, während exportabhängige Branchen und global integrierte Lieferketten unter Druck geraten könnten. Auch Währungen reagieren sensibel auf solche Töne, weil sie langfristig Handelsströme beeinflussen.</p>
<p>Besonders aufmerksam dürften Anleihemärkte zuhören, wenn Rubio die Notwendigkeit betont, wirtschaftliche und militärische Stärke wieder aufzubauen. Seine Aussage, man wolle „unsere Wirtschaften neu industrialisieren und unsere Fähigkeit wiederaufbauen, unser Volk zu verteidigen“, deutet auf höhere Staatsausgaben hin, insbesondere für Verteidigung und Industriepolitik. Das kann langfristig zu höheren Renditen führen, weil Investoren steigende Haushaltsdefizite einpreisen. Gleichzeitig könnten europäische Staatsanleihen unterschiedlich reagieren, je nachdem, ob Märkte mehr fiskalische Integration oder nationale Alleingänge erwarten.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Punkt für die Märkte ist die geopolitische Dimension. Rubio betont mehrfach die enge Verbindung zwischen den USA und Europa und sagt: „Wir wollen, dass Europa stark ist.“ Das kann als Signal interpretiert werden, dass die USA weiterhin sicherheitspolitisches Engagement zeigen, was tendenziell risikofreudige Marktstimmung unterstützt, weil geopolitische Unsicherheit ein zentraler Risikofaktor ist. Gleichzeitig erhöht seine Forderung nach mehr Eigenverantwortung Europas den Druck auf europäische Regierungen, Verteidigungsausgaben zu steigern, was wiederum positive Impulse für den europäischen Rüstungssektor bedeuten kann.</p>
<p>Deutlich kritischer sehen Märkte die Passagen, in denen Rubio internationale Institutionen infrage stellt. Wenn er sagt, die Vereinten Nationen hätten „bei den dringendsten Fragen, die vor uns liegen, keine Antworten“, könnte das als Hinweis auf eine stärker unilateral geprägte Außenpolitik interpretiert werden. Solche Signale erhöhen normalerweise die geopolitische Risikoprämie, was Gold, den US-Dollar und andere sichere Häfen kurzfristig stützen kann, während Aktienmärkte nervöser reagieren.</p>
<p>Auch Energie- und Klimapolitik spielen eine Rolle für die Marktbewertung. Rubios Kritik an Politik, die „unser Volk verarmen“ lasse, während andere Länder fossile Energien nutzen, deutet auf eine mögliche Verschiebung der Prioritäten hin. Für Energieunternehmen, insbesondere im fossilen Bereich, wären solche Signale positiv, während erneuerbare Energien stärker politischem Risiko ausgesetzt sein könnten, zumindest aus Sicht globaler Investoren, die politische Trends antizipieren.</p>
<p>Langfristig entscheidend ist der Ton der Rede, der stark auf Zivilisation, Souveränität und industrielle Basis abzielt. Seine Aussage, man wolle „für kritische Notwendigkeiten nicht von anderen abhängen“, passt in den globalen Trend zu strategischer Autonomie und Deglobalisierung. Märkte interpretieren solche Aussagen häufig als strukturellen Wandel hin zu regionaleren Wirtschaftsblöcken, was die Bewertung globaler Lieferketten, Logistikunternehmen und multinationaler Konzerne beeinflussen kann.</p>
<p>Schließlich wirkt auch der politische Kontext rund um Donald Trump auf die Marktreaktionen, da Rubio explizit auf dessen Agenda verweist. Wenn Investoren erwarten, dass diese Linie konkrete Politik wird, reagieren sie oft frühzeitig mit Anpassungen in Portfolioallokationen, insbesondere zugunsten von US-Industrie, Verteidigung und heimmarktorientierten Unternehmen.</p>
<p>Unterm Strich dürfte die Rede kurzfristig gemischte Reaktionen hervorrufen: unterstützend für Risikoassets durch das Bekenntnis zum transatlantischen Bündnis, aber gleichzeitig volatilitätssteigernd durch protektionistische und systemkritische Töne. Mittel- bis langfristig verstärkt sie das Narrativ einer Welt mit stärkerem geopolitischem Wettbewerb, mehr Industriepolitik und weniger Vertrauen in reine Marktintegration – ein Umfeld, in dem politische Signale wieder stärker zu den zentralen Treibern der Finanzmärkte gehören. Wenn du willst, kann ich dir auch konkret aufschlüsseln, welche Branchen und Anlageklassen historisch am stärksten auf solche politischen Signale reagieren.</p>
<p>Für Credit Ratings ist die in der Rede skizzierte wirtschaftspolitische Stoßrichtung vor allem deshalb relevant, weil sie auf höhere Staatsausgaben, stärkere Industriepolitik und eine mögliche Abkehr von multilateralen Strukturen hindeutet. Ratingagenturen achten besonders auf fiskalische Nachhaltigkeit, institutionelle Stabilität und die Vorhersehbarkeit der Politik. Wenn Regierungen im Zuge von Reindustrialisierung und höheren Verteidigungsausgaben ihre Haushaltsdefizite ausweiten, könnte das mittelfristig Druck auf die Bonitätsprofile ausüben, insbesondere bei Staaten mit ohnehin hoher Verschuldung. Gleichzeitig könnten strategische Investitionen in Infrastruktur und industrielle Basis von Agenturen auch positiv bewertet werden, sofern sie das langfristige Wachstumspotenzial erhöhen und die wirtschaftliche Resilienz stärken.</p>
<p>Das wahrscheinliche Verhalten großer Agenturen wie S&#038;P Global Ratings, Moody’s Investors Service und Fitch Ratings wäre zunächst vorsichtig abwartend, begleitet von stärkerem Fokus auf politische Risiken in ihren Ausblicken. Sie dürften genauer analysieren, ob eine stärker nationale Ausrichtung der Wirtschaftspolitik zu Handelskonflikten, geringerer wirtschaftlicher Integration oder erhöhter Volatilität führt, was typischerweise negative Ratingfaktoren sind. Gleichzeitig könnten sie in Szenarioanalysen stärker gewichten, ob eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und der industriellen Kapazitäten die strukturelle Kreditwürdigkeit verbessert, etwa durch stabilere Lieferketten und geringere externe Abhängigkeiten.</p>
<p>Auf der Ebene von Unternehmensratings könnten insbesondere Branchen mit Bezug zu Verteidigung, Infrastruktur und strategischen Industrien von stabileren oder verbesserten Ausblicken profitieren, während exportorientierte Sektoren stärker unter Beobachtung geraten dürften, falls protektionistische Maßnahmen zunehmen. Insgesamt würden Ratingagenturen wahrscheinlich stärker qualitative Faktoren wie geopolitische Risiken, politische Kohärenz und institutionelle Effektivität betonen, weil die Rede klar signalisiert, dass wirtschaftliche Entscheidungen stärker politisch motiviert sein könnten. Für Investoren bedeutet das ein Umfeld, in dem Ratingänderungen häufiger durch politische Richtungswechsel ausgelöst werden könnten als durch rein konjunkturelle Entwicklungen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/rubios-kurswechsel-narrativ-und-seine-bedeutung-fuer-credit-ratings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Contraintuitive Expansion: UNIQLO eröffnet neuen Store in Frankfurt trotz Onlinehandel-Boom</title>
		<link>http://www.everling.de/contraintuitive-expansion-uniqlo-eroeffnet-neuen-store-in-frankfurt-trotz-onlinehandel-boom/</link>
		<comments>http://www.everling.de/contraintuitive-expansion-uniqlo-eroeffnet-neuen-store-in-frankfurt-trotz-onlinehandel-boom/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2025 09:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=14640</guid>
		<description><![CDATA[Die Eröffnung eines neuen stationären Geschäfts erscheint in Zeiten, in denen der Onlinehandel stetig wächst, fast kontraintuitiv. Dennoch zeigt das Beispiel von UNIQLO, dass der physische Einzelhandel noch lange nicht obsolet ist, sondern vielmehr eine strategische Ergänzung zum digitalen Geschäft darstellen kann. Am 16. Oktober 2025 wird die japanische Modekette in der Frankfurter Biebergasse ihren [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Eröffnung eines neuen stationären Geschäfts erscheint in Zeiten, in denen der Onlinehandel stetig wächst, fast kontraintuitiv. Dennoch zeigt das Beispiel von UNIQLO, dass der physische Einzelhandel noch lange nicht obsolet ist, sondern vielmehr eine strategische Ergänzung zum digitalen Geschäft darstellen kann. Am 16. Oktober 2025 wird die japanische Modekette in der Frankfurter Biebergasse ihren ersten Store in der Mainmetropole eröffnen. „Das Geschäft wird in der Biebergasse 6-10 eröffnet und über zwei Etagen das gesamte LifeWear-Sortiment für Damen, Herren, Kinder und Babys anbieten“, so die Mitteilung des Unternehmens. Die Entscheidung ist bemerkenswert, weil sie in einer Zeit getroffen wird, in der viele Wettbewerber ihre Präsenz im stationären Handel reduzieren.</p>
<p>Die Herausforderung für Ratingagenturen liegt darin, solche Schritte angemessen zu bewerten. Einerseits sind steigende Mietkosten, Personalausgaben und die Abhängigkeit von lokalen Konsumgewohnheiten klare Risiken. Andererseits kann die physische Präsenz die Markenbindung stärken, Kundenerlebnisse schaffen und digitale Angebote sinnvoll ergänzen. „Frankfurt ist nicht nur ein globaler Finanzstandort, sondern auch ein kultureller Knotenpunkt mit einer wachsenden, stilbewussten Bevölkerung“, erklärt Kohsuke Kobayashi, COO von UNIQLO Deutschland und Polen. Für Analysten bedeutet das, dass nicht nur Zahlen des Onlinehandels, sondern auch qualitative Faktoren wie die lokale Markteinbindung in ihre Prognosen einfließen müssen.</p>
<p>Mit speziellen Angeboten, die weit über den bloßen Verkauf hinausgehen, will UNIQLO seine Position absichern. „UTme! ist ein Service, bei dem Kundinnen und Kunden ihre eigenen einzigartigen T-Shirts entwerfen können“, heißt es in der Ankündigung. Solche personalisierten Dienstleistungen, ebenso wie das RE.UNIQLO Studio zur Reparatur und Individualisierung von Kleidung, passen zum Zeitgeist von Nachhaltigkeit und Individualität. Für Ratingagenturen gilt es daher, in der Bewertung von Handelsunternehmen neue Dimensionen zu berücksichtigen: den Wert von Markenerlebnissen, das Potenzial lokaler Kooperationen und den Einfluss nachhaltiger Geschäftsmodelle.</p>
<p>Gerade weil die Expansion in den stationären Handel dem dominanten Trend zum E-Commerce widerspricht, wird sie zur Bewährungsprobe für klassische Bewertungsmodelle. Sie zwingt Ratingagenturen, über herkömmliche Kennzahlen hinauszudenken und die Frage zu stellen, ob mutige strategische Entscheidungen – wie die Eröffnung eines Flagship-Stores in Frankfurt – nicht langfristig die Stabilität und Kreditwürdigkeit eines Unternehmens stärken können. UNIQLO selbst betont, dass „die Eröffnung einen spannenden neuen Abschnitt für UNIQLO in Deutschland markiert und die Relevanz des deutschen Marktes für das Europageschäft der Firma“ unterstreicht. Für Analysten und Investoren ist diese Botschaft ein Signal: Der Einzelhandel mag sich wandeln, aber er verschwindet nicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/contraintuitive-expansion-uniqlo-eroeffnet-neuen-store-in-frankfurt-trotz-onlinehandel-boom/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zwischen Amüsement und Sorge: Volkswirte über Trumps Wirtschaftspolitik</title>
		<link>http://www.everling.de/zwischen-amuesement-und-sorge-volkswirte-ueber-trumps-wirtschaftspolitik/</link>
		<comments>http://www.everling.de/zwischen-amuesement-und-sorge-volkswirte-ueber-trumps-wirtschaftspolitik/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2025 11:02:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Länderrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=14281</guid>
		<description><![CDATA[Wenn die Meinungen von Donald Trump keine reale Möglichkeit praktischer Einflussnahme mit sich brächten, könnten Volkswirte sie wohl mit einem Schmunzeln quittieren. Doch der Ernst der Lage, den seine Ansätze mit sich bringen, lässt den Humor schnell verschwinden. Carsten Mumm, Chefvolkswirt der Privatbank DONNER &#038; REUSCHEL, sieht in Trumps Wirtschaftspolitik zahlreiche Widersprüche, die die US-Wirtschaft [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Meinungen von Donald Trump keine reale Möglichkeit praktischer Einflussnahme mit sich brächten, könnten Volkswirte sie wohl mit einem Schmunzeln quittieren. Doch der Ernst der Lage, den seine Ansätze mit sich bringen, lässt den Humor schnell verschwinden. Carsten Mumm, Chefvolkswirt der Privatbank DONNER &#038; REUSCHEL, sieht in Trumps Wirtschaftspolitik zahlreiche Widersprüche, die die US-Wirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen könnten.  </p>
<p>Trump setzt seit seiner Amtsübernahme auf klare und unverblümte Ansagen. Ausländische Unternehmen, die Waren in die USA exportieren, sollen gezwungen werden, im Inland zu produzieren, andernfalls drohen Strafzölle. Die OPEC wird aufgefordert, für niedrigere Ölpreise zu sorgen. Besonders hartnäckig kritisiert Trump jedoch die US-Notenbank Fed und deren Präsidenten Jerome Powell. Er behauptet, besser zu wissen, auf welchem Niveau die Leitzinsen liegen sollten, und fordert energisch Zinssenkungen.  </p>
<p>Diese Forderungen stehen allerdings in deutlichem Widerspruch zu den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Fed wird bei ihrer nächsten Zinssitzung kaum auf Trumps Ansinnen eingehen. Die Markterwartung deutet auf eine abwartende Haltung hin, da sowohl das Wirtschaftswachstum als auch der Inflationsdruck weiterhin hoch sind. Die Inflationsrate lag zuletzt bei 2,9 Prozent und damit deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent. Sollte Trumps Wirtschaftspolitik das Wachstum weiter ankurbeln, könnte die Inflation auf hohem Niveau verharren, was Zinssenkungen weiterhin unwahrscheinlich macht.  </p>
<p>Auch die Entwicklungen am Markt schaffen Fakten, die Trumps Vorhaben nicht unterstützen. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind seit Sommer 2024 um etwa 100 Basispunkte gestiegen und nähern sich der Marke von 5 Prozent jährlich. Gleichzeitig liegen 30-jährige Hypothekenzinsen aktuell bei über 7 Prozent jährlich. Neben den gestiegenen Inflationserwartungen tragen auch Befürchtungen über die wachsenden US-Staatsschulden aufgrund geplanter Steuersenkungen zu diesen Entwicklungen bei. Das hohe Zinsniveau wirkt bremsend auf die Wirtschaft und dürfte nicht in Trumps Interesse sein.  </p>
<p>Die gestiegenen Verbraucherpreise, die wesentlich zur Wahlniederlage der Demokraten im letzten Jahr beitrugen, könnten bei anhaltender oder steigender Inflation auch Trumps politische Position schwächen. Die Forderung, die Wirtschaft zu stimulieren und gleichzeitig Inflation und Zinsen niedrig zu halten, offenbart ein grundlegendes Dilemma. „Gleichzeitig die Wirtschaft anzukurbeln und dabei Inflation und Zinsen niedrig zu halten, wird nicht funktionieren“, erklärt Mumm. Trump wird gezwungen sein, Prioritäten zu setzen, um eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu vermeiden. Andernfalls könnten die wirtschaftlichen Folgen seiner Politik schneller sichtbar werden, als ihm lieb ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/zwischen-amuesement-und-sorge-volkswirte-ueber-trumps-wirtschaftspolitik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nutzen von Ratings in Zeiten schwächelnder Wirtschaft: Ein Blick auf China</title>
		<link>http://www.everling.de/nutzen-von-ratings-in-zeiten-schwaechelnder-wirtschaft-ein-blick-auf-china/</link>
		<comments>http://www.everling.de/nutzen-von-ratings-in-zeiten-schwaechelnder-wirtschaft-ein-blick-auf-china/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Jul 2024 06:21:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Länderrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=13977</guid>
		<description><![CDATA[Ratings spielen eine entscheidende Rolle in der globalen Finanzwelt. Ein Credit Rating dient als Indikator für die Kreditwürdigkeit von Staaten, Unternehmen und anderen Schuldnern. In diesem Kontext ist es besonders interessant, die jüngsten Entwicklungen in der chinesischen Volkswirtschaft zu betrachten, da diese erhebliche Auswirkungen auf internationale Investitionen und globale Marktstabilität haben. Im zweiten Quartal fiel [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ratings spielen eine entscheidende Rolle in der globalen Finanzwelt. Ein Credit Rating dient als Indikator für die Kreditwürdigkeit von Staaten, Unternehmen und anderen Schuldnern. In diesem Kontext ist es besonders interessant, die jüngsten Entwicklungen in der chinesischen Volkswirtschaft zu betrachten, da diese erhebliche Auswirkungen auf internationale Investitionen und globale Marktstabilität haben.</p>
<p>Im zweiten Quartal fiel das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft mit 0,7 Prozent enttäuschend aus. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren. Diese Diskrepanz ist für Ratings von großer Bedeutung, da sie die Stabilität und die Risiken innerhalb verschiedener Wirtschaftsbereiche aufzeigt. Ein differenziertes Bild ergibt sich beispielsweise aus den Anlageinvestitionen, die im Juni um 3,9 Prozent stiegen, während die Industrieproduktion um 5,3 Prozent und die Exporte um 8,6 Prozent zulegten. Diese Zuwächse signalisieren eine Stabilisierung im verarbeitenden Gewerbe, was für die Nachfrage nach Industriegütern, insbesondere bei deutschen Unternehmen, positiv sein könnte. Ein stabiler Industriesektor kann das Rating positiv beeinflussen, da er als Rückgrat der Wirtschaft gilt.</p>
<p>Im Gegensatz dazu entwickelte sich der private Konsum weiterhin schwach. Einzelhandelsumsätze legten lediglich um 2,0 Prozent zu, und die Importe gaben um 2,3 Prozent nach. Ein schwacher Konsum kann negative Auswirkungen auf das Rating haben, da er auf geringes Verbrauchervertrauen und Kaufkraft hinweist, was langfristig die wirtschaftliche Dynamik bremst.</p>
<p>Zusätzlich sorgt der seit Mitte 2022 immer stärker sinkende Immobilienmarkt für Besorgnis. Einer der wichtigsten Hauspreisindizes gab zuletzt um 4,5 Prozent nach, was den stärksten Einbruch seit rund neun Jahren darstellt. Ein schwächelnder Immobiliensektor kann das Vertrauen der Investoren beeinträchtigen und somit das Rating negativ beeinflussen. </p>
<p>Vor diesem Hintergrund rückt diese Woche das dritte Plenum der Kommunistischen Partei Chinas in den Fokus. Hier wird jedoch eher mit langfristigen Wachstums- und Technologieplänen sowie Reformvorhaben zur Bekämpfung der steigenden Verschuldung gerechnet. Kurzfristige Stützungsmaßnahmen, die das Rating kurzfristig verbessern könnten, dürften hingegen ausbleiben.</p>
<p>Die niedrige Inflation von 0,2 Prozent und ein sehr schwaches Wachstum der Kreditvolumina könnten zur Verhinderung deflationärer Tendenzen geldpolitische Maßnahmen notwendig machen. Allerdings dürfte die People&#8217;s Bank of China nur zögerlich die Leitzinsen senken, um eine zu deutliche Abwertung der chinesischen Währung Yuan und eine mögliche Kapitalflucht zu verhindern. Solche geldpolitischen Maßnahmen könnten jedoch das Vertrauen in die wirtschaftliche Stabilität Chinas stärken und somit das Rating stabilisieren.</p>
<p>Insgesamt bleiben die Wachstumsperspektiven Chinas verhalten, glaubt Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank DONNER &#038; REUSCHEL. Carsten Mumm fasst es so zusammen: „Insgesamt bleiben die Wachstumsperspektiven Chinas verhalten. Die Kernproblemfelder – wie der schwächelnde Immobiliensektor, die flaue Konsumbereitschaft und die alternde Gesellschaft – dürften die Wirtschaft vorerst weiter ausbremsen.“ Auch zur politischen Lage äußert er sich: „Die zunehmende Machtkonzentration auf die Person Xi Jinping und damit hohe politische Risiken sowie eine fehlende Reformbereitschaft werden sich kurzfristig wohl kaum ändern.“</p>
<p>Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Rating Chinas von einer Vielzahl komplexer und miteinander verknüpfter Faktoren abhängt. Die wirtschaftlichen Indikatoren, politische Entscheidungen und strukturellen Herausforderungen müssen kontinuierlich beobachtet und analysiert werden, um fundierte Bewertungen und Prognosen abgeben zu können. In diesem dynamischen Umfeld bleibt die Rolle von Ratingagenturen und Finanzexperten wichtig, um Investoren und Marktteilnehmern Orientierung und Sicherheit zu bieten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/nutzen-von-ratings-in-zeiten-schwaechelnder-wirtschaft-ein-blick-auf-china/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Industrie nochmals mit realem Umsatzminus</title>
		<link>http://www.everling.de/industrie-nochmals-mit-realem-umsatzminus/</link>
		<comments>http://www.everling.de/industrie-nochmals-mit-realem-umsatzminus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2024 16:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Feri]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=13252</guid>
		<description><![CDATA[Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft schlägt sich in zurückhaltenden Prognosen für viele Wirtschaftsbereiche und Branchen für das Jahr 2024 nieder. Axel D. Angermann analysiert als Chef-Volkswirt der FERI Gruppe die konjunkturellen, geldpolitischen und strukturellen Entwicklungen aller für die Asset Allocation wesentlichen Märkte: Eine kraftlose Weltwirtschaft, steigende Zinsen und zunehmend sichtbare Standortnachteile lassen die Wirtschaft [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft schlägt sich in zurückhaltenden Prognosen für viele Wirtschaftsbereiche und Branchen für das Jahr 2024 nieder. Axel D. Angermann analysiert als Chef-Volkswirt der FERI Gruppe die konjunkturellen, geldpolitischen und strukturellen Entwicklungen aller für die Asset Allocation wesentlichen Märkte: Eine kraftlose Weltwirtschaft, steigende Zinsen und zunehmend sichtbare Standortnachteile lassen die Wirtschaft in Deutschland auch im kommenden Jahr auf der Stelle treten. </p>
<p>&#8222;Die Industrie befindet sich bereits seit 2018 in einem Abwärtstrend. Die Produktionszahlen liegen aktuell noch immer um rund 6 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Zwar besteht Hoffnung, dass im zweiten Halbjahr ein verbessertes weltwirtschaftliches Umfeld wieder einen Zuwachs der Industrieproduktion ermöglicht. Insgesamt dürfte die Produktion im Jahr 2024 aber wieder um etwa 2 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen&#8220;, so die Erwartung von Axel D. Angermann. </p>
<p>Die Chemiebranche kann sich dabei nach dem drastischen Rückgang der vergangenen Jahre auf niedrigem Niveau stabilisieren. Mit deutlichem Gegenwind muss die Autoindustrie rechnen, so die Warnung des Chef-Volkswirten: &#8222;Der Wegfall staatlicher Förderungsmaßnahmen für den Kauf von Elektrofahrzeugen und starke internationale Konkurrenz mit wachsenden Marktanteilen für chinesische Hersteller lassen für das Jahr eine um etwa 3,6 Prozent geringere Produktion erwarten als im Jahr 2023. Negativ sind auch die Aussichten für den Maschinenbau, der unter der allgemeinen Investitionsschwäche leidet. Stabilere Erwartungen hinsichtlich der Rahmenbedingungen, mit denen Unternehmen mittelfristig planen können, wären hier ein wesentlicher Faktor für eine Verbesserung der Perspektiven, sind aber aus heutiger Sicht eher Wunsch als beobachtbare Realität.&#8220;</p>
<p>Bei ihrem Amtsantritt vor zwei Jahren trat die Ampel-Regierung mit dem Versprechen an, pro Jahr 400.000 neue Wohneinheiten schaffen zu wollen. &#8222;Dieses Ziel ist in weite Ferne gerückt. Tatsächlich ist die Bauproduktion in den beiden zurückliegenden Jahren jeweils um 4 bzw. 3,5 Prozent geschrumpft, und ein Ende der Talfahrt ist noch nicht in Sicht. Das gilt insbesondere für Bauträger und Projektentwickler, deren Geschäft unter gestiegenen Zinsen und hohen Baukosten massiv leidet. Abhilfe könnten hier die Vereinfachung von Bauvorschriften, eine umfassende Entbürokratisierung und die massive Förderung seriellen Bauens schaffen. Dass das Minus im Baugewerbe insgesamt nicht noch höher ausfällt, liegt an einer guten Auftragslage für Vorhaben innerhalb des Bestands und an der positiven Entwicklung des Tiefbaus. Die langfristigen Perspektiven hängen hier allerdings wesentlich von der zuverlässigen Finanzierung der Straßen- und Schienenbauprojekte ab.&#8220;</p>
<p>Mit der sinkenden Inflation verbindet sich die Erwartung eines moderaten Zuwachses des privaten Konsums im Jahr 2024. Vor diesem Hintergrund sollte sich der Umsatz des Einzelhandels nach dem deutlichen Minus im Jahr 2023 zumindest stabilisieren, heißt es aus dem Hause der FERI. &#8222;Reisebüros und -veranstalter haben im Jahr 2023 stark zugelegt und dürften 2024 ebenfalls gut abschneiden. Auch nachdem die Tourismusbranche 2023 ein preisbereinigtes Umsatzplus von 14 Prozent erzielen konnte, liegen die Umsätze noch immer um mehr als 10 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019. Damit sind weitere Aufholeffekte möglich, auch wenn sich die Dynamik des Wachstums spürbar abschwächen sollte. Mit Umsatzrückgängen ist dagegen im Gastgewerbe zu rechnen, weil der Wegfall der Mehrwertsteuerbegünstigung zu höheren Preisen und sinkender Nachfrage führen wird.&#8220;</p>
<p>Positiv bleibt die Umsatzentwicklung im IT-Sektor und damit verbundenen Branchen: &#8222;Der Umsatz mit Dienstleistungen der Informationstechnologie ist inzwischen ein Drittel höher als vor der Pandemie, für die Datenverarbeitung und Webportale beträgt das Plus 19 Prozent. Auch im Jahr 2024 dürften beide Sektoren vom anhaltenden Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung profitieren. Es gilt aber weiterhin das bereits im vergangenen Jahr Gesagte: Um die Potenziale dieser Sektoren voll ausschöpfen zu können, braucht es mehr Impulse auch aus dem politischen Bereich. Mehr Engagement von Kommunen und Ländern in der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und Bürgerdienstleistungen wären hier hilfreich.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/industrie-nochmals-mit-realem-umsatzminus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Metaversen übertreffen die Erwartungen</title>
		<link>http://www.everling.de/metaversen-uebertreffen-die-erwartungen/</link>
		<comments>http://www.everling.de/metaversen-uebertreffen-die-erwartungen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2023 08:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=13042</guid>
		<description><![CDATA[Eine Studie von Nokia und EY will es belegen: In allen Anwendungsfällen berichten frühe Metaverse-Anwender häufiger von Vorteilen als Unternehmen, die sich noch in der Planungsphase befinden, wobei die CAPEX-Reduzierung (15 %) und die Nachhaltigkeit (10 %) den größten Unterschied aufweisen. Unternehmen glauben an die Macht des Metaversums, denn nur 2 % der Befragten halten das [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.nokia.com/metaverse/industrial-metaverse/the-metaverse-at-work-research/" target="_blank">Eine Studie von Nokia und EY will es belegen:</a> In allen Anwendungsfällen berichten frühe Metaverse-Anwender häufiger von Vorteilen als Unternehmen, die sich noch in der Planungsphase befinden, wobei die CAPEX-Reduzierung (15 %) und die Nachhaltigkeit (10 %) den größten Unterschied aufweisen. Unternehmen glauben an die Macht des Metaversums, denn nur 2 % der Befragten halten das Metaversum für ein Schlagwort oder eine Modeerscheinung. Das industrielle Metaversum schafft erheblichen Geschäftswert, denn 80 % der Early Adopters sagen, dass getestete Anwendungsfälle erhebliche oder sogar transformative Auswirkungen haben werden.</p>
<p>In Bezug auf die tatsächliche Erfahrung sind die USA und das Vereinigte Königreich führend. 65 % bzw. 64 % der Befragten dort hatten ein Pilotprojekt oder haben mindestens einen industriellen oder geschäftlichen Metaversum-Anwendungsfall vollständig umgesetzt, während der asiatisch-pazifische Raum weniger fortgeschritten ist (Japan, 49 %; Südkorea, 49%). Cloud Computing (72 %), KI/ML (70 %) und Netzwerkkonnektivität, einschließlich privatem 5G/6G (70 %), Glasfaserbreitband (68 %) sowie öffentliches 5G/6G (67 %) werden als wichtigste technische Schlüsselfaktoren für Metaverse-Anwendungsfälle angesehen.</p>
<p>In die Studie fließen die Meinungen von 860 Unternehmensvertretern aus vier Branchen in den USA, Brasilien, Großbritannien, Deutschland, Japan und Südkorea ein. Die Sektoren sind Automobil, Industriegüter und Fertigung, Transport, Lieferkette und Logistik sowie Strom und Versorgung.</p>
<p>Das Metaversum wird im Bericht als eine Verschmelzung der digitalen und physischen Welt definiert. Das Unternehmens-Metaversum wird durch die Nachfrage nach besseren digitalen Kollaborations- und Kommunikationstools angetrieben. Es wird die zentralen Produktivitätsanwendungen umfassen, die das Funktionieren von Unternehmen ermöglichen, und die nächste Generation virtueller Verbindungen ermöglichen. Das industrielle Metaversum zeichnet sich durch physisch-digitale Fusion und menschliche Erweiterung mit Schwerpunkt auf industriellen Anwendungen aus; Dazu gehören digitale Darstellungen physischer Industrieumgebungen, Systeme, Prozesse, Vermögenswerte und Räume, die die Teilnehmer steuern, überwachen und mit denen sie interagieren können.</p>
<p>Hier im Detail: Unternehmen, die bereits industrielle Metaversum-Anwendungsfälle implementiert haben, verzeichnen mehr gemeldete Vorteile als diejenigen, die sich noch in der Planungsphase befinden, und erwarten Vorteile, insbesondere in Bezug auf die Reduzierung der Investitionsausgaben (15 %), die Nachhaltigkeit (10 %) und die Verbesserung der Sicherheit (9 %). Das geht aus einer heute von Nokia und EY veröffentlichten Studie hervor. Die Studie „Metaverse at Work“, in der 860 Wirtschaftsführer in sechs Ländern befragt wurden, untersucht den aktuellen Zustand des Unternehmens- und Industrie-Metaversums und zeigt, dass insbesondere das Industrie-Metaversum voraussichtlich die Erwartungen erfüllen und sogar übertreffen wird.</p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen an die Macht des Metaversums glauben und dass Metaversum-Technologien von Dauer sein werden. Nur 2 % der Befragten halten das Metaverse für ein Schlagwort oder eine Modeerscheinung, während 58 % der Unternehmen mit zukünftigen Metaverse-Plänen bereits mindestens einen Metaverse-bezogenen Anwendungsfall implementiert oder getestet haben. Fast alle (94 %) derjenigen, die ihre Metaverse-Reise noch nicht begonnen haben, planen, dies in den nächsten zwei Jahren zu tun.</p>
<p>Unternehmen sagen auch, dass das industrielle Metaversum einen erheblichen Geschäftswert schafft. Im Durchschnitt glauben 80 % derjenigen, die bereits Metaverse-Anwendungsfälle implementiert haben, dass diese einen erheblichen oder transformativen Einfluss auf ihre Geschäftsabläufe haben werden. Fast alle (96 %) Befragten sehen, wie das Metaversum durch die Mischung physischer und virtueller Anwendungsfälle zusätzliche innovative Möglichkeiten bietet, die es ihnen ermöglichen, die Bereitstellung, Einführung und Monetarisierung von Industrie 4.0 für ihr Unternehmen zu beschleunigen.</p>
<p>Geografisch gesehen sind die USA (65 %), das Vereinigte Königreich (64 %) und Brasilien (63 %) derzeit führend, wenn es darum geht, mindestens einen industriellen oder unternehmensweiten Metaverse-Anwendungsfall bereitgestellt oder getestet zu haben. Der Durchschnitt in Deutschland lag bei 53 %, während der asiatisch-pazifische Raum weniger fortgeschritten ist (Japan, 49 %; Südkorea, 49 %).</p>
<p>Auf die Frage, von welchen Anwendungsfällen sie sich am meisten einen transformativen Mehrwert versprechen, sahen Unternehmen das größte Potenzial im Einsatz von Extended Reality für Schulungen zur Einarbeitung und Weiterqualifizierung der Belegschaft, während drei der vier befragten Branchen sich für den Einsatz virtueller Forschung und Entwicklung zur Produktverbesserung entschieden haben.</p>
<p>Bei der Bereitstellung von Metaverse-Anwendungsfällen wissen Unternehmen, dass eine ausreichende Infrastruktur und robuste Analysefunktionen erforderlich sind. Die Befragten legten größten Wert auf die wichtigsten technischen Voraussetzungen, die für die Erfüllung der Anforderungen solcher Anwendungsfälle wirklich grundlegend sind: Cloud Computing (72 %), Künstliche Intelligenz/Maschinenlernen (70 %) und Netzwerkkonnektivität (68–70 %). Angesichts des Bedarfs an weiterem technischem Fachwissen im eigenen Unternehmen verlassen sich Unternehmen derzeit auf eine Reihe von Partnern, um Leistungslücken zu schließen und Anwendungsfälle bereitzustellen.</p>
<p>Vincent Douin, Executive Director, Business Consulting and Business Transformation, Ernst &amp; Young LLP, sagte: &#8222;Die Industrie- und Unternehmensmetaversen sind da, diese Studie zeigt den klaren Bedarf an diesen Technologien wie Extended Reality und Digital Twins, um Geschäftsziele zu erreichen. Wir sehen bereits, dass viele Organisationen über die Planungsphase hinausgehen und greifbare Vorteile aus ihren ersten Implementierungen erkennen.&#8220;</p>
<p>Thierry E. Klein, Präsident von Bell Labs Solutions Research, Nokia, sagte: &#8222;Es ist großartig zu sehen, dass Unternehmen eindeutig an die Leistungsfähigkeit des Metaversums für die Schaffung von Geschäftswert sowohl in Unternehmens- als auch in industriellen Anwendungsfällen glauben. Dies steht im Einklang mit unserer auf mehr als acht Jahren Forschung bei Nokia Bell Labs basierenden Vision, dass das Industrial Metaverse eine Erweiterung von Industrie 4.0 ist. Folglich sind diejenigen, die bereits geschäftskritische Kommunikationsnetzwerke für Industrie 4.0 implementiert haben, jetzt gut aufgestellt, um die Vorteile des Metaverse zu erleben, die einige Unternehmen offensichtlich bereits sehen.&#8220;</p>
<p>Mehr zum Thema auf <a href="http://rating.watch/" target="_blank" data-saferedirecturl="https://www.google.com/url?q=http://rating.watch&amp;source=gmail&amp;ust=1686644907332000&amp;usg=AOvVaw1-TDgBIN_2BTpJNt5G5sJf">RATING©WATCH</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/metaversen-uebertreffen-die-erwartungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Subventionen für „alte“ Branchen nicht zielführend</title>
		<link>http://www.everling.de/subventionen-fuer-alte-branchen-nicht-zielfuehrend/</link>
		<comments>http://www.everling.de/subventionen-fuer-alte-branchen-nicht-zielfuehrend/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 12:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Feri]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12969</guid>
		<description><![CDATA[Massive Subventionen für „alte“ Branchen und etablierte Problemlösungen seien nicht der richtige Weg, den Strukturwandel zu begleiten, sagte Dagmar Kirsten, Leiterin der Branchenanalyse bei der FERI beim 36. FERI-Konjunktursymposium in Bad Homburg. &#8222;Weil dadurch bestehende Strukturen zu stark konserviert werden und die dort gebundenen Ressourcen auch für innovative Prozesse fehlen&#8220;, macht die Branchenexpertin klar. Stattdessen sollten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Massive Subventionen für „alte“ Branchen und etablierte Problemlösungen seien nicht der richtige Weg, den Strukturwandel zu begleiten, sagte Dagmar Kirsten, Leiterin der Branchenanalyse bei der FERI beim 36. FERI-Konjunktursymposium in Bad Homburg.</p>
<p>&#8222;Weil dadurch bestehende Strukturen zu stark konserviert werden und die dort gebundenen Ressourcen auch für innovative Prozesse fehlen&#8220;, macht die Branchenexpertin klar. Stattdessen sollten die Kosten der De-Karbonisierung für die Unternehmen generell begrenzt werden.</p>
<p>Möglich sei dies, indem etwa der Strompreis vom Gaspreis entkoppelt werde. Grundsätzlich sollten die Rahmenbedingungen für den Strommarkt neu geordnet und die europäische Integration der Strommärkte vorangetrieben werden.</p>
<p>Um bestehende Abhängigkeiten von China zu verringern, seien Abschluss und Umsetzung neuer Handelsabkommen hilfreich. Neben dem Abbau von überbordenden Regulierungen und einer grundsätzlichen Beschleunigung vieler Prozesse komme es entscheidend darauf an, den Entwicklungspfad offen zu halten und nicht durch Festlegungen auf bestimmte Technologien von vorneherein künstlich zu verengen. Dies sei eine Aufgabe nicht nur für die Politik, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes.</p>
<p>Im Jahr 2024 dürften Sondereffekte aus Lieferengpässen und der Energiekrise auslaufen, sagte Dagmar Kirsten, dafür belasten die hohen Zinsen. Das Rating ist im aktuellen Quartal stabil, allerdings sei das Ausfallrisiko in vielen Branchen erhöht. Zuletzt gab es nur wenige Änderungen im Rating. Kritischere Einschätzungen gab es insbesondere im Baugewerbe und bei baunahen Industriebranchen.</p>
<p>Das Gesamtbild sei noch immer kritischer als im 1. Quartal 2020 vor Ausbruch der Coronakrise. Dabei hatten sich die Ausfallrisiken bis zum Frühjahr 2022 erholt, um dann in den Sog der durch den Einmarsch in die Ukraine ausgelösten Energiekrise, der Verschärfung der geopolitischen Risiken sowie der restriktiven Geldpolitik erneut anzusteigen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/subventionen-fuer-alte-branchen-nicht-zielfuehrend/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Automobilindustrie akut gefährdet</title>
		<link>http://www.everling.de/automobilindustrie-akut-gefaehrdet/</link>
		<comments>http://www.everling.de/automobilindustrie-akut-gefaehrdet/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2023 12:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Feri]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12967</guid>
		<description><![CDATA[Die vielfach befürchtete De-Industrialisierung Deutschlands ist kein unabwendbares Schicksal. Der notwendige strukturelle Wandlungsprozess der deutschen Wirtschaft sollte aber ergebnisoffen gestaltet und auf massive Subventionen zugunsten einzelner Wirtschaftszweige verzichtet werden. Das ist das zentrale Ergebnis einer lebhaften Diskussion, die die FERI-Experten im Rahmen des 36. FERI-Konjunktursymposiums gemeinsam mit ihren zahlreichen Gästen aus verschiedenen Teilen der Wirtschaft [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die vielfach befürchtete De-Industrialisierung Deutschlands ist kein unabwendbares Schicksal. Der notwendige strukturelle Wandlungsprozess der deutschen Wirtschaft sollte aber ergebnisoffen gestaltet und auf massive Subventionen zugunsten einzelner Wirtschaftszweige verzichtet werden. Das ist das zentrale Ergebnis einer lebhaften Diskussion, die die FERI-Experten im Rahmen des 36. FERI-Konjunktursymposiums gemeinsam mit ihren zahlreichen Gästen aus verschiedenen Teilen der Wirtschaft führten.</p>
<p>Die Produktion energieintensiver Industriezweige werde in den kommenden Jahren weiter sinken: Für die Grundstoffchemie rechne FERI mit einem kumulierten Rückgang um mehr als 20 Prozent bis zum Jahr 2030, für die Stahlerzeugung und die Papierherstellung um mehr als 10 Prozent. „Dies ist jedoch keineswegs neu, sondern die Fortsetzung eines bereits seit Jahren laufenden strukturellen Wandels, den es in der Vergangenheit auch in anderen Sektoren wie der Bekleidungsbranche gab“, machte Dagmar Kirsten, Leiterin der Branchenanalyse bei der FERI, deutlich.</p>
<p>Kritisch zu sehen sei allerdings die Entwicklung in der Automobilindustrie infolge der Elektrifizierung und grundsätzlich veränderter Anforderungen an ihre Produkte. Besonders der Verlust von Marktanteilen in China, als dem wichtigsten Markt für die deutschen Hersteller, sei in diesem Zusammenhang besorgniserregend. Auch eine wichtige Branche wie der Maschinenbau werde auf seinen globalen Absatzmärkten immer stärker durch chinesische Anbieter herausgefordert.</p>
<p>Schrumpfenden Branchen stünden allerdings Bereiche mit einem positiven Wachstumspotenzial gegenüber. Dazu zähle die Informations- und Kommunikationsbranche, die in den kommenden Jahren vier- bis fünfmal so stark wachsen könne wie die Gesamtwirtschaft.</p>
<p>Um dieses Potenzial stärker zu nutzen, benötige Deutschland allerdings generell eine deutlich konstruktivere Einstellung zur Digitalisierung sowie konsequente und schnelle Maßnahmen wie beispielsweise eine umfassende Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung. Erforderlich seien auch eine grundlegende Überarbeitung der Datenschutzgrundverordnung und verbesserte Rahmenbedingungen für digitale Geschäftsmodelle.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/automobilindustrie-akut-gefaehrdet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Digitale Wirtschaft relativ robust</title>
		<link>http://www.everling.de/digitale-wirtschaft-relativ-robust/</link>
		<comments>http://www.everling.de/digitale-wirtschaft-relativ-robust/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2023 10:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Feri]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12788</guid>
		<description><![CDATA[Die deutsche Wirtschaft sieht Axel D. Angermann, Chef-Volkswirt der FERI Gruppe, zu Beginn des Jahres 2023 in einer Rezession, die vor allem auf die Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation zurückzuführen ist: &#8222;In diesem Umfeld müssen sich die meisten Branchen im Jahr 2023 auf sinkende preisbereinigte Umsätze einstellen. Das gilt in besonderem Maße für den Einzelhandel, wo sich [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Wirtschaft sieht Axel D. Angermann, Chef-Volkswirt der FERI Gruppe, zu Beginn des Jahres 2023 in einer Rezession, die vor allem auf die Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation zurückzuführen ist: &#8222;In diesem Umfeld müssen sich die meisten Branchen im Jahr 2023 auf sinkende preisbereinigte Umsätze einstellen. Das gilt in besonderem Maße für den Einzelhandel, wo sich die Konsumzurückhaltung der Haushalte bereits in den letzten Monaten des Jahres 2022 spürbar bemerkbar machte. Im Jahresverlauf dürften rückläufige Inflationsraten zwar eine leichte Besserung bringen, unter dem Strich schrumpft der preisbereinigte Umsatz jedoch um 3,5 Prozent.&#8220;</p>
<p>Für die Industrie sind seine Perspektiven gemischt: &#8222;Viele Betriebe der chemischen Industrie drosselten bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 deutlich ihre Produktion, weil manche Anlagen infolge der hohen Rohstoff- und Energiekosten unrentabel wurden. Ob die Gaspreisbremse für Unternehmen diesen Niedergang aufhalten oder gar umkehren kann, ist eine der spannenden Fragen für das Jahr 2023. Selbst wenn sich die Lage im Jahresverlauf verbessert, muss für das Gesamtjahr 2023 mit einem Rückgang der Chemieproduktion um mehr als 10 Prozent gegenüber dem schon schwachen Jahr 2022 gerechnet werden.&#8220;</p>
<p>In der deutschen Automobilindustrie sind die Aussichten für das kommende Jahr nicht so positiv, so der Chef-Volkswirt, wie es das erwartete Produktionsplus von mehr als 7 Prozent nahelegen würde: &#8222;Dieses Plus ist nämlich dem Umstand geschuldet, dass die Hersteller dank einer besser werdenden Versorgung mit Speicherchips ihren hohen Auftragsstand sukzessive abarbeiten können. Perspektivisch müssen sich die Hersteller von Fahrzeugen aber auf schlechtere Zeiten einstellen, denn in der Rezession dürfte die Nachfrage nach Autos spürbar sinken, und auch weltwirtschaftlich muss die stark exportorientierte Branche mit Gegenwind rechnen. Die geringere Förderung von Elektrofahrzeugen ist ein Faktor, der die Erwartungen zusätzlich dämpft.&#8220;</p>
<p>Vor einem Jahr hatte Axel Angermann geschrieben, das deutsche Baugewerbe könne zu den Gewinnern des Regierungswechsels gehören. Inzwischen ist klar: &#8222;Das Ziel, bis zu 400.000 Wohneinheiten pro Jahr neu zu errichten, wird auch im Jahr 2023 deutlich verfehlt. Steigende Zinsen und hohe Baukosten haben viele private Bauherren dazu gebracht, ihre Bauvorhaben nicht weiter zu verfolgen, und auch öffentliche Auftraggeber zeigen sich zunehmend zurückhaltend. Auch für den Gewerbebau ist in einer Rezession nicht mit positiven Impulsen zu rechnen. Insgesamt wird die Bauproduktion nach dem deutlichen Minus im Jahr 2022 auch 2023 weiter zurückgehen.&#8220;</p>
<p>Die hohen Umsatzzuwächse von fast 100 Prozent für die Reisebüros und -veranstalter und von mehr als 40 Prozent für das Gastgewerbe im Jahr 2022 ordnet er vor dem Hintergrund eines pandemiebedingt sehr geringen Ausgangsniveaus ein: &#8222;In beiden Bereichen liegt der Umsatz damit noch erheblich unter dem Niveau des Jahres 2019. Nachdem die pandemiebedingten Aufholeffekte im Wesentlichen abgeschlossen sind, wird die Entwicklung des privaten Konsums zum wichtigsten Bestimmungsfaktor der weiteren Umsatzentwicklung, und das lässt für beide Bereiche ein Minus des preisbereinigten Umsatzes von etwa 4 Prozent im Jahr 2023 erwarten.&#8220;</p>
<p>Positiv bleibt die Umsatzentwicklung im IT-Sektor und damit verbundenen Branchen, so der Chef-Volkswirt: &#8222;Der Umsatz mit Dienstleistungen der Informationstechnologie liegt ebenso wie der in der Datenverarbeitung und mit Webportalen um mehr als 10 Prozent über dem Niveau des Jahres 2019 und wird im Jahr 2023 weiter steigen, wenn auch mit deutlich geringerer Dynamik als zuletzt. Dass sich Deutschland in Sachen Digitalisierung weiterhin eher auf dem Niveau eines Entwicklungslandes befindet, eröffnet den Unternehmen in diesen Bereichen prinzipiell weiterhin positive Perspektiven. Damit sich diese realisieren können, braucht es allerdings mehr Impulse auch aus dem politischen Bereich. Mehr Engagement von Kommunen und Ländern in der Digitalisierung von Verwaltungsabläufen und Bürgerdienstleistungen wäre hier hilfreich.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/digitale-wirtschaft-relativ-robust/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>FERI sieht neue Chancen auf Kapitalerhalt</title>
		<link>http://www.everling.de/feri-sieht-neue-chancen-auf-kapitalerhalt/</link>
		<comments>http://www.everling.de/feri-sieht-neue-chancen-auf-kapitalerhalt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2022 10:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Branchenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Länderrating]]></category>
		<category><![CDATA[Feri]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12739</guid>
		<description><![CDATA[Der perfekte Sturm an den Kapitalmärkten hat zu einigen Schocks und auch zu einer hohen Inflation geführt, sagt Marcel Renné, Vorstandsvorsitzender der FERI Gruppe anlässlich der 35. FERI Tagung in Bad Homburg. Die neue Weltordnung zwingt zum Überdenken der Anlagestrategien. 2022 gab es den schärfsten Einbruch bei den amerikanischen 10jährigen Anleihen, den US Treasuries, seit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der perfekte Sturm an den Kapitalmärkten hat zu einigen Schocks und auch zu einer hohen Inflation geführt, sagt Marcel Renné, Vorstandsvorsitzender der FERI Gruppe anlässlich der 35. FERI Tagung in Bad Homburg. Die neue Weltordnung zwingt zum Überdenken der Anlagestrategien. 2022 gab es den schärfsten Einbruch bei den amerikanischen 10jährigen Anleihen, den US Treasuries, seit 1788. Es war für Anleger mit Investments in diesen Anleihen das schlechteste Jahr seit mehr als zwei Jahrhunderten. „Unsere Multi-Asset-Strategien basieren auf langfristigen Allokationen und liefern einen sinnvollen Beitrag zur Diversifikation“, macht er klar.</p>
<p>Carsten Hermann, Geschäftsführer und Leiter Investment Management der FERI Trust GmbH, diskutiert mit Experten der FERI, Marcus Zasada, Leiter Portfolio Management, und Axel Angermann, Chef-Volkswirt, über den Performance-Überblick. Marcus Zasada zeigt auf, dass sowohl Aktien als auch Renten keinen sicheren Hafen geboten hätten. Die sonst als &#8222;sicher&#8220; geltenden Rentenpapiere hätten ebenfalls gelitten. Die Rohstoffpreisentwicklung war die fast einzige Ausnahme.</p>
<p>Die Rohstoffpreise werden nicht einfach sinken, aber ihr Beitrag zur Inflation werde im Zeitablauf geringer, kündigt Axel Angermann an. Angebotsengpässe werden geringer, sieht der Chef-Volkswirt. Die Inflation werde spürbar sinken, aber keineswegs auf 2 %. Bis Ende des Jahres 2022 bleiben die USA bei mindestens 7 % Inflation, rechnet Axel Angermann aus. Im nächsten Jahr könne es bis 3 % heruntergehen.</p>
<p>Die Notenbanken hätten mit Verzögerung, aber deutlich reagiert. Der Zinserhöhungszyklus sei noch nicht vorbei. Die FED könne möglicherweise auch über die 5 % hinausgehen, dies würde es ihr aber auch erlauben, im nächsten Jahr auch die Zinsen wieder zu senken. Der gegenwärtige Status der USA sähe robust aus, immer noch im positiven Bereich, wenn auch die Hausverkäufe nach unten gehen, weil sich die hohen Zinsen bemerkbar machen.</p>
<p>Eine hohe Zahl offener Stelle würde sich selbst bei Abkühlung des Arbeitsmarktes nicht sofort in einer hohen Arbeitslosigkeit niederschlagen. Die Notenbank hebt die Zinsen an, die Inflation geht herunter und die Welt kehre zum Zustand vor der Corona-Krise zurück &#8211; &#8222;das wäre ein Szenario, was wir für wenig wahrscheinlich halten&#8220;, so Axel Angermann.</p>
<p>Szenario 1 ist für die FERI eine abwartende FED mit vorerst keiner Senkung der Zinsen. Eine taubenhafte FED wäre Szenario 2, eine falkenhafte Szenario 3. Die BIP-Entwicklung bleibe in jedem Fall schwach, der Zeitpunkt einer Rezession bleibe unklar. Wichtigster Punkt sei, dass die Geldpolitik der FED zunehmend restriktiv wurde und realwirtschaftliche Wirkung mit Zeitverzögerung zeige.</p>
<p>Marcus Zasada zeigt auf, wie das &#8222;Makrobild&#8220; verdichtet werden und zu Anlageentscheidungen geführt werden muss. Arbeitsmarkt, Lohnstückkosten, Energie- und Rohstoffpreise und Inflationsdynamik seien die wichtigen Stichworte, denen bei der Frage nachgegangen werden muss, wie die Notenbank reagieren werde. &#8222;Die ganz restriktive Haltung geht schon ein stückweit zurück&#8220;, sagt Marcus Zasada.</p>
<p>25 % bis 30 % Verluste habe man in Rezessionen immer wieder an den Aktienmärkten gesehen. Die ständige Liquiditätszufuhr habe während der Corona-Krise ja die Kurse nach oben getrieben. Der Gewinnrückgang preise aber noch keine Rezession ein, warnt Marcus Zasada. Die Gewinndynamik habe abgenommen, aber in den KGVs sei noch nicht abgebildet, dass die Unternehmen mit einem scharfen Gewinneinbruch zu rechnen hätten.</p>
<p>Die Corona-Prämie sei klar abgebaut, insofern sehe man nun eine historisch neutrale Bewertung. Wenn ein Zins-Peak zu sehen wäre, könne es zu einer Trendwende kommen. Die Margen seien stabil oder ansteigend, wenn man die Sektoren Health Care, Cons Staples, IT und Energy betrachte.</p>
<p>Der Blick auf China zeige vorerst eine anhaltend schwache Wirtschaftsentwicklung. Die Inflation ist vergleichsweise niedrig, allerdings haben die Produzentenpreise starke Schwankungen gesehen. Das offizielle Wachstumsziel werde deutlich verfehlt. Die Notenbank hätte aufgrund der niedrigen Inflation eigentlich den Spielraum, stimulierend zu wirken. China exportiere derzeit eher deflatorische Effekte in die Weltwirtschaft, was natürlich positiv zu beurteilen sei. China werde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Gegenstand zunehmender Konflikte und Risiken. In der chinesischen Führung sei das Risiko von Politikfehlern gestiegen, warnt Axel Angermann.</p>
<p>Marcus Zasada würde China nicht einfach mehr über einen Index kaufen. Strategische Allokationen mit einem Portfolioanteil in China seien erst einmal weniger im Fokus, aber selektive Investments können dennoch sinnvoll sein. Der Markt insgesamt sei deutlich skeptischer zu sehen.</p>
<p>Axel Angermann skizziert, wie Inflationsdruck, Ukrainekrieg und starker Dollar in unterschiedlichem Maße die Emerging Markets belasten. Indonesien, Indien, Korea oder Thailand seien stark von der Entwicklung in China abhängig.</p>
<p>Für alle Coupon-Sammler skizziert Marcus Zasada eine gute Nachricht: Durationen von 3, das habe dann praktisch keine Effekte mehr, so könne man mit Kurzläufern realen Kapitalerhalt erzielen. Hohe Bonitäten zeigten kurzfristige Gewinnmöglichkeiten. Am Rentenmarkt gäbe es insofern durchaus noch einen Weißen Ritter.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/feri-sieht-neue-chancen-auf-kapitalerhalt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
