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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; ELTIF-Rating</title>
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		<title>Warum ELTIFs ohne Rating zur Orientierungsillusion werden</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 13:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um ELTIFs zeigt exemplarisch, warum der Markt heute stärker denn je auf belastbare Ratings angewiesen ist. Stephan Appel beschreibt im CHECK-Standpunkt „Die Branche im D-Zug &#8211; die KI im ICE &#8211; Vertriebsgipfel 2026“ die aktuelle Situation der Finanz- und Versicherungsbranche treffend als eine Bewegung mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Die Marktteilnehmer säßen „wie in einer Fahrt in einem D-Zug, neben dem auf dem Nebengleis ein Hochgeschwindigkeits-ICE in gleicher Richtung vorbeifegt“. Dieses Bild verdeutlicht, dass sich Produktinnovation, Regulierung, Vertrieb und Analyse längst nicht mehr synchron entwickeln. Gerade bei komplexen, langfristig ausgerichteten Anlagevehikeln wie ELTIFs entsteht daraus ein erhebliches Orientierungsproblem.</p>
<p>Mit der Liberalisierung des ELTIF wurde der Zugang für Privatanleger erleichtert, zugleich aber die Produktvielfalt massiv ausgeweitet. Appel verweist darauf, dass in der Diskussion um den eigentlichen Zweck des ELTIF deutlich wurde, dass es „im Kern um die private Finanzierung des Green Deal und nicht um eine Neuverpackung für Private Equity-, Infrastruktur- oder Immobilienprojekte ohne Nachhaltigkeitsbezug“ gehen solle – eine Sichtweise, die ausdrücklich strittig blieb. Genau diese Uneinigkeit über Zielsetzung, Nachhaltigkeitsqualität und wirtschaftliche Substanz macht deutlich, dass Anleger und Vermittler ohne strukturierte Bewertung kaum in der Lage sind, Anspruch und Wirklichkeit auseinanderzuhalten.</p>
<p>Hinzu kommt, dass der Vertrieb zunehmend von KI getrieben wird und Entscheidungen immer schneller getroffen werden. Gleichzeitig mahnt Appel, dass es entscheidend sei, „ScienceFacts against FakeNews“ zu erkennen und „von der Wissenschaft zu profitieren“. Ein Rating erfüllt hier eine zentrale Übersetzungsfunktion: Es bringt wissenschaftlich fundierte Analyse in eine Form, die im Vertrieb und in der Anlageentscheidung tatsächlich nutzbar ist. Ohne diese Einordnung droht der ELTIF zum Projektionsschirm für Marketingversprechen zu werden, statt ein nachvollziehbares Finanzierungsinstrument zu bleiben.</p>
<p>Besonders brisant wird dies vor dem Hintergrund der Haftungsrisiken im Vertrieb. Appel schildert eindrücklich, wie die vermeintliche Sicherheit der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung im Ernstfall häufig nicht greift, weil Anlagen rückwirkend als unzulässig eingestuft werden. Wenn der Versicherungsschutz faktisch leerläuft, gewinnt die Frage an Bedeutung, auf welcher Grundlage eine Produktauswahl erfolgt ist. Ein transparentes, unabhängiges Rating kann hier dokumentieren, dass die Entscheidung nicht auf Bauchgefühl oder Verkaufsargumenten beruhte, sondern auf nachvollziehbaren Kriterien.</p>
<p>Schließlich verweist Appel selbst auf die Ambivalenz von Ratings, wenn er deren „Aussagekraft“ kritisch beleuchtet und die Frage stellt, ob sie Orientierung oder Illusion bieten. Gerade daraus ergibt sich jedoch nicht die Überflüssigkeit, sondern die Verantwortung für qualitativ hochwertige Ratings bei ELTIFs. In einem Markt, in dem Produkte durch KI schneller verglichen, gewechselt und neu kombiniert werden, braucht es stabile analytische Bezugspunkte. Ein fundiertes ELTIF-Rating wird damit zum notwendigen Gegenpol zur Beschleunigung: Es schafft Transparenz, reduziert Fehlanreize und hilft, den Hochgeschwindigkeits-ICE der Innovation mit der notwendigen analytischen Kontrolle zu begleiten.</p>
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		<title>Ratings als Schlüssel zu Private-Equity-Chancen</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 09:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die überarbeitete Verordnung zu europäischen Long-Term Investment Funds (ELTIF), die im Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat einen tiefgreifenden Wandel auf den Kapitalmärkten angestoßen – insbesondere für Privatanleger. Erstmals erhalten diese nun in breiterem Maße Zugang zu Anlageformen, die zuvor nahezu ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten waren: Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Diese Anlageformen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die überarbeitete Verordnung zu europäischen Long-Term Investment Funds (ELTIF), die im Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat einen tiefgreifenden Wandel auf den Kapitalmärkten angestoßen – insbesondere für Privatanleger. Erstmals erhalten diese nun in breiterem Maße Zugang zu Anlageformen, die zuvor nahezu ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten waren: Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Diese Anlageformen versprechen nicht nur neue Renditechancen, sondern auch einen besseren Zugang zur wirtschaftlichen Realität jenseits börsennotierter Unternehmen. Doch wie können Privatanleger fundierte Entscheidungen treffen, wenn es um diese komplexen, nicht transparenten Märkte geht? Hier kommt dem Rating eine zentrale Rolle zu.</p>
<p>Ein Rating ist kein bloßes Zahlenurteil – es ist ein Instrument der Aufklärung, Einordnung und Risikotransparenz. Es schafft Orientierung in einem Markt, der durch geringe Informationsdichte, hohe Komplexität und eingeschränkte Liquidität geprägt ist. Gerade weil Private Markets nicht an der Börse gehandelt werden, fehlt die tägliche Kursfeststellung als Spiegel des Marktvertrauens. Ratings füllen diese Leerstelle, indem sie qualitative und quantitative Kriterien zu einem strukturierten Urteil verdichten. Die Ratingagentur Scope zeigt exemplarisch, wie dieser Beitrag in der Praxis aussieht: Laut Scope kamen im Jahr 2024 allein 55 neue ELTIFs auf den Markt – ein Zeichen für die Dynamik, aber auch für die Herausforderung, aus einer wachsenden Zahl von Angeboten die passenden zu identifizieren. Ratings helfen, Risiken zu klassifizieren und die Seriosität sowie die Erfolgswahrscheinlichkeit von Anlagevehikeln und Strategien einzuschätzen.</p>
<p>Doch die Herausforderung geht tiefer: Private-Equity-Anlagen erfordern ein grundsätzliches Verständnis des Marktes. Wie Marc Tavakolian, Head of Investor Relations bei ODDO BHF Private Assets, betont, sei die Bedeutung von Private-Equity-Investments für Anleger heute noch stark unterschätzt. „Das potenzielle Anlageuniversum auf den privaten Märkten ist größer als das an der Börse gehandelte“, so Tavakolian. Der Unterschied ist enorm: Während in Deutschland nur rund 438 börsennotierte Unternehmen existieren, die bestimmte Größenkriterien erfüllen, liegt die Zahl entsprechender privater Unternehmen bei über 16.000. Dieses Reservoir an unternehmerischem Potenzial kann durch klassische Aktienkäufe nicht erschlossen werden – hier beginnt die Relevanz von Private Equity und damit auch der Bedarf an fundierten, ratingsgestützten Entscheidungen.</p>
<p>Ein Rating beleuchtet nicht nur den Fonds als Vehikel, sondern auch die zugrunde liegende Strategie. Denn Private Equity ist nicht gleich Private Equity. Tavakolian verweist auf die vier typischen Phasen eines Fonds: Kapitalbeschaffung, Investmentperiode, Ausschüttungsphase und Liquidation. Jede Phase birgt andere Risiken – etwa Liquiditätsengpässe in der Anfangsphase oder Bewertungsunsicherheiten in der Investmentperiode. Hier kann ein Rating systematisch Transparenz schaffen: Welche Strategie wird verfolgt? In welchem Unternehmensstadium wird investiert? Sind es Venture-Capital-Investments in Startups ohne getestetes Geschäftsmodell? Oder Buyouts in reife Unternehmen mit stabilem Cashflow? Handelt es sich um Turnaround-Fonds, die mit hohen Risiken, aber auch entsprechendem Renditepotenzial verbunden sind?</p>
<p>Zentral ist dabei laut Tavakolian: „Daher geht es den Unternehmen bei der Entscheidung für Private Equity nicht allein um die Deckung des Kapitalbedarfs, der unter Umständen auch durch Kredite gedeckt werden könnte. Private-Equity-Investitionen bringen neben Geld auch Know-how, ohne dass Zinsen anfallen. Das macht sie nicht nur für die Anleger, sondern auch für die Unternehmen attraktiv.“ Genau hier schließt sich der Kreis zur Rolle des Ratings. Denn je stärker Know-how, Netzwerkqualität, Managementkompetenz und strategische Fokussierung eines Fonds in die Bewertung einfließen, desto besser können Anleger beurteilen, ob das Vehikel zu ihren Zielen und Risikoprofilen passt.</p>
<p>In einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen institutionellem und privatem Kapital auflösen und regulatorische Neuerungen wie die ELTIF-Novelle diesen Prozess beschleunigen, wird die Rolle von Ratingagenturen unverzichtbar. Sie fungieren als Brücke zwischen Transparenzanspruch und Intransparenzrealität, zwischen Anlegerinteresse und Anbieterverantwortung – und letztlich zwischen Hoffnung auf Rendite und Kontrolle des Risikos. Wer die Potenziale privater Märkte nutzen will, sollte daher Ratings nicht als Zusatzinformation betrachten, sondern als Voraussetzung für informierte Entscheidungen.</p>
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		<title>Schroders Capital semi-liquider Private-Equity-ELTIF</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2025 09:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schroders Capital, die Private-Markets-Sparte des britischen Vermögensverwalters Schroders mit einem verwalteten Vermögen von 99,3 Milliarden US-Dollar, bringt einen neuen European Long-Term Investment Fund (ELTIF) auf den Markt. Der „Schroders Semi-Liquid Global Private Equity ELTIF“ richtet sich explizit auch an Privatanleger und vereint die Expertise institutioneller Investments mit einem flexiblen Fondsdesign, das regelmäßige Einzahlungen sowie vierteljährliche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schroders Capital, die Private-Markets-Sparte des britischen Vermögensverwalters Schroders mit einem verwalteten Vermögen von 99,3 Milliarden US-Dollar, bringt einen neuen European Long-Term Investment Fund (ELTIF) auf den Markt. Der „Schroders Semi-Liquid Global Private Equity ELTIF“ richtet sich explizit auch an Privatanleger und vereint die Expertise institutioneller Investments mit einem flexiblen Fondsdesign, das regelmäßige Einzahlungen sowie vierteljährliche Rücknahmen erlaubt. Der Fonds nutzt den neuen ELTIF-2.0-Rahmen, der seit Anfang 2024 gilt und es erlaubt, Private-Markets-Anlagen einer breiteren Anlegerbasis zugänglich zu machen. Georg Wunderlin, CEO von Schroders Capital, unterstreicht diese Entwicklung: „Es gibt ein stark steigendes Interesse an Privatmarkt-Investments bei Privatanlegern in Deutschland, die in der Vergangenheit jedoch keine oder nur sehr begrenzte Anlagemöglichkeiten in diesem Bereich vorfanden. Das ändert sich nun glücklicherweise.“</p>
<p>Der neue Fonds investiert vor allem in Buyouts von kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Europa und Nordamerika und wird sich stark auf Co-Investments sowie GP-geführte Sekundärtransaktionen stützen – eine Strategie, die laut Anbieter kosteneffizient und wachstumsorientiert ist. Mit dem Launch des ELTIF knüpft Schroders Capital an den Erfolg seines bestehenden „Schroders Capital Semi-Liquid Global Private Equity Fund“ an, der seit seiner Auflegung im Jahr 2019 eine annualisierte Rendite von 14,3 Prozent erzielt hat und mittlerweile ein Volumen von über 2,4 Milliarden US-Dollar verwaltet. Benjamin Alt, Head of Global Private Equity Portfolios bei Schroders Capital, betont das Potenzial von Private-Equity-Investments gerade im Small- und Mid-Market-Bereich: „Private Equity hat in der Vergangenheit sowohl unter guten als auch herausfordernden Marktbedingungen hohe Renditen erzielt. Unsere Analysen zeigen, dass Private-Equity-Anlagen im Small- und Mid-Market-Segment im Allgemeinen die Aktienmärkte übertroffen haben. Die Outperformance verdoppelte sich sogar in schwachen Börsenphasen.“</p>
<p>Auch Alexander Prawitz, Country Head für Deutschland, Österreich, CEE und Mittelmeerregion bei Schroders, sieht im neuen ELTIF-Fonds einen wichtigen Schritt zur Demokratisierung des Zugangs zu Private Markets: „Mit der flexiblen Struktur unseres neuen ELTIF-Fonds tragen wir zur weiteren Demokratisierung von Private-Markets-Anlagen in Deutschland und Europa bei.“ Besonders hebt er hervor, dass der Fonds direkt in ein bereits bestehendes institutionelles Portfolio investiert: „Ein besonderes Merkmal des Fonds liegt in seiner Struktur: Der ELTIF wird direkt in ein bereits seit drei Jahren bestehendes institutionelles Portfolio investieren. Das Fondsvolumen liegt bereits bei 60 Mio. € und umfasst bereits mehr als zehn Private-Equity-Investitionen. Klarer Vorteil für die Anleger: Eine Aufbauphase („ramp up“) entfällt, wodurch von Tag 1 eine höhere Wertentwicklung erzielt werden kann.“</p>
<p>Die Mindestanlagesumme beträgt 10.000 Euro, und der Fonds erfüllt die Kriterien von Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR), womit auch das Thema nachhaltiges Investieren adressiert wird. In Großbritannien hat Schroders Capital bereits eine führende Marktstellung bei semi-liquiden und Evergreen-Strukturen im Private-Markets-Bereich erreicht – eine Erfahrung, die nun auch dem europäischen Privatkundensegment zugutekommen soll.</p>
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		<title>Demokratisierung der Private Assets</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 08:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Inflation treibt die Preise, aber auch ganze Märkte: Die Private Markets entwickeln sich weiter, und die Investorenbasis wird immer breiter. Insbesondere zwei neue Anlegertypen spielen eine immer größere Rolle: Zum einen die vermögenden Anleger oder auch High-Net-Worth Investoren (Nettovermögen von mindestens 1.000.000 US-Dollar in hochliquiden Vermögenswerten) und zum anderen die wohlhabenden Anleger (Nettovermögen unter [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Inflation treibt die Preise, aber auch ganze Märkte: Die Private Markets entwickeln sich weiter, und die Investorenbasis wird immer breiter. Insbesondere zwei neue Anlegertypen spielen eine immer größere Rolle: Zum einen die vermögenden Anleger oder auch High-Net-Worth Investoren (Nettovermögen von mindestens 1.000.000 US-Dollar in hochliquiden Vermögenswerten) und zum anderen die wohlhabenden Anleger (Nettovermögen unter 1.000.000 US-Dollar).</p>
<p>„Für vermögende Anleger erwarten wir, dass jede Investition bzw. jedes ‚Ticket‘ ungefähr 100.000 bis 200.000 Euro beträgt“, so Georg Wunderlin, Globaler Leiter Private Assets bei Schroders. „Wohlhabende Investoren dürften rund 10.000 Euro investieren.“</p>
<p>Verändert diese „Demokratisierung“ die Natur von Private Assets selbst? Die Aufsichtsbehörden haben sich intensiv mit der Frage der Komplexität von Private Assets von Kleinanlegern beschäftigt.</p>
<p>Die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFMD) wurde vor einigen Jahren eingeführt, um unter anderem den sogenannten „grauen Kapitalmarkt“ im Wesentlichen auszumerzen, das unregulierte Ende des Privatkunden-Kapitalmarktes, oftmals verbunden mit Private Assets.</p>
<p>Wunderlin dazu: „Die Branche ist heute viel stärker reguliert, und es wurden neue Fondsstrukturen geschaffen, die einer viel strengeren Kontrolle unterliegen.“ Dazu gehören Kriterien wie ein Mindestmaß an Diversifikation oder ein maximales Fremdwährungsengagement. Das hat zu neuen Formaten wie Long-Term Asset Funds (LTAF) in Großbritannien und European Long-Term Investment Funds (ELTIF) in Europa geführt.</p>
<p>„Weitere Fortschritte sind unseres Erachtens bei der Aufklärung der Anleger erforderlich“, meint Wunderlin. „Für uns als Vermögensverwalter ist es eine große Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Anleger die benötigten Auskünfte erhalten – und für auf Großkundengeschäfte spezialisierte Unternehmen wie Privatbanken ist dies eine noch größere Aufgabe. Es ist wichtig, dass die Kunden vollständig verstehen, was sie tun, und sich darüber im Klaren sind, inwieweit sie die Illiquidität einer Anlage in Privatmärkten aushalten können.“</p>
<p>Das Anlageuniversum wird weiter wachsen. Wunderlin meint: „Die Private Markets waren während eines Großteils ihrer Geschichte auf Private Equity und Immobilien beschränkt. In den letzten 15 Jahren wurden auch verstärkt Private Debt und Infrastruktur eingesetzt.“</p>
<p>Die nächsten Wachstumsmärkte könnten Naturkapital und verschiedene digitale Vermögenswerte sein. „Da digitalisierte oder tokenisierte Vermögenswerte an Bedeutung gewinnen, werden viel mehr Vermögenswerte ‚auf der Blockchain‘ eingerichtet“, stellt Wunderlin fest.</p>
<p>Eine Folge davon wäre, dass die Branche zunehmend das Problem der „mundgerechten Größe“ überwindet, was Investitionen in kleineren Schritten erleichtert. Auch die Kosten für die Übertragung von Vermögenswerten von A nach B würden sinken.</p>
<p>Im Moment sind die Transaktionen sehr umfangreich, und es ist sehr teuer, einen Private Asset zu kaufen und zu verkaufen. Wunderlin hierzu: „Wenn man sich vorstellt, dass der Handel reibungsloser und „fraktionierter“ wird, ist die Kombination beider Trends – Demokratisierung und Digitalisierung – sehr interessant. Über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren könnten sich die Private Markets verdoppeln.“</p>
<p>Wie unterscheiden sich private und institutionelle Kundenansätze? „Bei Privatanlegern sehen wir eine Nachfrage nach stärker diversifizierten Portfolios – zum Beispiel Private Equity, Private Debt und Infrastruktur in einem Portfolio vereint“, erklärt Wunderlin. „Das Portfolio kann auch innerhalb einer Anlageklasse diversifiziert sein, beispielsweise ein Asien-Fonds oder ein Themenfonds. Dies gilt weniger für institutionelle Anleger, die in der Regel Bausteine benötigen, die zu ihren – oft regulierten – Allokationskörben passen.“</p>
<p>Das Kapital von Privatanlegern wird weiterhin höchstens etwa 10 % bis 15 % des Gesamtkapitals ausmachen, das jährlich in die Private Markets fließt. Aber der Anteil wächst jedes Jahr. Es ist zu erwarten, dass mehr Kapital in Megathemen wie Nachhaltigkeit oder Innovation fließen wird. Historisch gesehen gab es bei Privatanlegern immer viel Appetit auf Technologie und Risikokapital, beispielsweise in Bezug auf Fortschritte im Gesundheitswesen oder bei der Energiewende. Investitionen über beitragsorientierte Pensionsfonds auf eine Weise, die sowohl die finanzielle Rendite als auch die Nachhaltigkeitsergebnisse erzielt, sind eher bei Privatkunden der Fall.</p>
<p>Auch die Wrapper unterscheiden sich. Wunderlin hält hierzu abschließend fest: „Privatanleger haben nämlich spezifische Anforderungen und verwenden daher möglicherweise einen ELTIF oder einen halbliquiden Fonds und keine LP-Struktur, wie es traditionell üblich war. Dann ist er thematischer im Ansatz, diversifizierter und oft eingebettet in ein Multi-Private-Asset-Produkt.“</p>
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