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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; ELTIF-Rating</title>
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		<title>ELTIF-Rating: Transparenz für langfristige Investments</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 18:20:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[ELTIF-Rating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der European Long-Term Investment Fund, kurz ELTIF, eröffnet Anlegern den Zugang zu langfristig ausgerichteten Investments, die traditionell vor allem institutionellen Investoren vorbehalten waren. Dazu zählen beispielsweise Private Equity, Private Debt, Infrastruktur, Immobilien und andere illiquide Vermögenswerte. Mit der zunehmenden Bedeutung des ELTIF stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Wie lassen sich die unterschiedlichen Chancen und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der European Long-Term Investment Fund, kurz ELTIF, eröffnet Anlegern den Zugang zu langfristig ausgerichteten Investments, die traditionell vor allem institutionellen Investoren vorbehalten waren. Dazu zählen beispielsweise Private Equity, Private Debt, Infrastruktur, Immobilien und andere illiquide Vermögenswerte. Mit der zunehmenden Bedeutung des ELTIF stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Wie lassen sich die unterschiedlichen Chancen und Risiken solcher Fonds systematisch vergleichen?</p>
<p>Ein ELTIF-Rating schafft dafür eine strukturierte Bewertungsgrundlage. Es betrachtet nicht nur die historische Rendite eines Fonds, sondern die gesamte Konstruktion des Investments. Dazu gehören die Qualität und Diversifikation des Portfolios, die Auswahl der Assets, die Strategie des Fondsmanagements, die Liquiditätsstruktur, die Verschuldung, die Kosten, die Bewertung der zugrunde liegenden Vermögenswerte und die Fähigkeit des Fonds, seine langfristigen Anlageziele umzusetzen.</p>
<p>Gerade bei ELTIFs ist die isolierte Betrachtung einzelner Kennzahlen problematisch. Ein Fonds mit einer hohen erwarteten Rendite kann gleichzeitig eine hohe Illiquidität, Konzentrationsrisiken oder eine komplexe Bewertungsstruktur aufweisen. Ein ELTIF-Rating verbindet deshalb unterschiedliche Dimensionen zu einem Gesamtbild.</p>
<p><a href="https://data2space.com" target="_blank">Data2Space</a> eröffnet hierfür eine neue Form der Darstellung. Die einzelnen Bestandteile eines ELTIF können in einem interaktiven räumlichen Modell miteinander verbunden werden. Der Anleger sieht damit nicht nur die Bewertung des Fonds, sondern auch die Strukturen, die zu dieser Bewertung führen.</p>
<p>Ein Private-Equity-ELTIF lässt sich beispielsweise als räumliches Portfolio darstellen. Die einzelnen Beteiligungen bilden Knotenpunkte, die nach Branchen, Ländern, Unternehmensgröße, Entwicklungsphase oder Beteiligungsvolumen angeordnet werden. Dadurch wird unmittelbar sichtbar, ob ein Fonds breit diversifiziert ist oder erhebliche Konzentrationen aufweist.</p>
<p>Bei einem Infrastruktur-ELTIF kann die geografische Dimension besonders wichtig sein. Projekte lassen sich auf einer dreidimensionalen Landkarte darstellen und mit Informationen über Länder, Regionen, Betreiber, Laufzeiten, Investitionsvolumen und erwartete Cashflows verbinden. Dadurch wird sichtbar, ob Risiken räumlich konzentriert sind oder über verschiedene Märkte verteilt werden.</p>
<p>Auch die Illiquidität kann räumlich dargestellt werden. Vermögenswerte mit unterschiedlichen erwarteten Haltedauern, Exit-Möglichkeiten oder Liquiditätsprofilen können in verschiedenen Bereichen des Informationsraums angeordnet werden. Der Anleger erhält dadurch eine intuitive Vorstellung davon, wie schnell oder langsam sich die einzelnen Bestandteile eines Portfolios verändern lassen.</p>
<p>Eine weitere Dimension betrifft die Verschuldung. Fremdkapital kann mit den jeweiligen Assets und Beteiligungen verbunden werden. Dadurch wird sichtbar, wo Leverage entsteht und welche Vermögenswerte besonders stark von Finanzierungsbedingungen abhängen. Veränderungen von Zinsen oder Refinanzierungskosten können anschließend als Szenarien dargestellt werden.</p>
<p>Besonders interessant ist die Verbindung von ELTIF-Rating und Due Diligence. Statt zahlreiche Dokumente getrennt zu analysieren, kann Data2Space die relevanten Informationen in einem gemeinsamen Informationsraum zusammenführen. Fondsunterlagen, Portfolioinformationen, Finanzkennzahlen, Beteiligungsstrukturen und externe Datenquellen können miteinander verbunden werden.</p>
<p>Damit wird auch die Analyse der Fondsmanager stärker sichtbar. Die Erfahrung des Managements, frühere Investments, Branchenkenntnisse und die Beziehungen zu Portfoliounternehmen können Bestandteil des Bewertungsmodells werden. Ein ELTIF erscheint dadurch nicht mehr als isoliertes Finanzprodukt, sondern als Netzwerk aus Fondsmanagement, Kapital, Assets, Unternehmen und Märkten.</p>
<p>Für Family Offices und andere professionelle Anleger entsteht dadurch eine zusätzliche Möglichkeit, verschiedene ELTIFs miteinander zu vergleichen. Nicht nur die Fonds selbst, sondern auch deren zugrunde liegende Investmentstrukturen können gegenübergestellt werden. Ein Ranking kann beispielsweise um räumliche Vergleichsansichten ergänzt werden, in denen Rendite, Risiko, Liquidität, Diversifikation und Kosten gleichzeitig betrachtet werden.</p>
<p>Auch die Kommunikation mit Anlegern verändert sich. Ein komplexer ELTIF muss nicht mehr ausschließlich über umfangreiche Verkaufsunterlagen erklärt werden. Stattdessen kann der Anleger den Fonds interaktiv erkunden und von der Gesamtstruktur bis zu einzelnen Investments navigieren. Das Rating wird damit nachvollziehbarer, weil die wesentlichen Ratingtreiber direkt mit den zugrunde liegenden Informationen verbunden sind.</p>
<p>Ein ELTIF-Rating mit Data2Space verbindet deshalb Bewertung und Visualisierung. Die Ratingnote bleibt der kompakte Ausdruck des Ergebnisses. Der räumliche Informationsraum macht dagegen sichtbar, warum ein Fonds diese Bewertung erhält und welche Faktoren seine Qualität bestimmen. Gerade bei langfristigen und komplex strukturierten Investments entsteht damit ein entscheidender Vorteil: Der Anleger erhält nicht nur eine Zahl, sondern eine interaktive Perspektive auf das Investment. ELTIF-Rating wird so von einer statischen Produktbewertung zu einer räumlich erfahrbaren Analyse von Rendite, Risiko, Liquidität, Diversifikation und langfristiger Wertentwicklung.</p>
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		<title>Warum ELTIFs ohne Rating zur Orientierungsillusion werden</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 13:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[ELTIF-Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Diskussion um ELTIFs zeigt exemplarisch, warum der Markt heute stärker denn je auf belastbare Ratings angewiesen ist. Stephan Appel beschreibt im CHECK-Standpunkt „Die Branche im D-Zug &#8211; die KI im ICE &#8211; Vertriebsgipfel 2026“ die aktuelle Situation der Finanz- und Versicherungsbranche treffend als eine Bewegung mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Die Marktteilnehmer säßen „wie in [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion um ELTIFs zeigt exemplarisch, warum der Markt heute stärker denn je auf belastbare Ratings angewiesen ist. Stephan Appel beschreibt im CHECK-Standpunkt „Die Branche im D-Zug &#8211; die KI im ICE &#8211; Vertriebsgipfel 2026“ die aktuelle Situation der Finanz- und Versicherungsbranche treffend als eine Bewegung mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Die Marktteilnehmer säßen „wie in einer Fahrt in einem D-Zug, neben dem auf dem Nebengleis ein Hochgeschwindigkeits-ICE in gleicher Richtung vorbeifegt“. Dieses Bild verdeutlicht, dass sich Produktinnovation, Regulierung, Vertrieb und Analyse längst nicht mehr synchron entwickeln. Gerade bei komplexen, langfristig ausgerichteten Anlagevehikeln wie ELTIFs entsteht daraus ein erhebliches Orientierungsproblem.</p>
<p>Mit der Liberalisierung des ELTIF wurde der Zugang für Privatanleger erleichtert, zugleich aber die Produktvielfalt massiv ausgeweitet. Appel verweist darauf, dass in der Diskussion um den eigentlichen Zweck des ELTIF deutlich wurde, dass es „im Kern um die private Finanzierung des Green Deal und nicht um eine Neuverpackung für Private Equity-, Infrastruktur- oder Immobilienprojekte ohne Nachhaltigkeitsbezug“ gehen solle – eine Sichtweise, die ausdrücklich strittig blieb. Genau diese Uneinigkeit über Zielsetzung, Nachhaltigkeitsqualität und wirtschaftliche Substanz macht deutlich, dass Anleger und Vermittler ohne strukturierte Bewertung kaum in der Lage sind, Anspruch und Wirklichkeit auseinanderzuhalten.</p>
<p>Hinzu kommt, dass der Vertrieb zunehmend von KI getrieben wird und Entscheidungen immer schneller getroffen werden. Gleichzeitig mahnt Appel, dass es entscheidend sei, „ScienceFacts against FakeNews“ zu erkennen und „von der Wissenschaft zu profitieren“. Ein Rating erfüllt hier eine zentrale Übersetzungsfunktion: Es bringt wissenschaftlich fundierte Analyse in eine Form, die im Vertrieb und in der Anlageentscheidung tatsächlich nutzbar ist. Ohne diese Einordnung droht der ELTIF zum Projektionsschirm für Marketingversprechen zu werden, statt ein nachvollziehbares Finanzierungsinstrument zu bleiben.</p>
<p>Besonders brisant wird dies vor dem Hintergrund der Haftungsrisiken im Vertrieb. Appel schildert eindrücklich, wie die vermeintliche Sicherheit der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung im Ernstfall häufig nicht greift, weil Anlagen rückwirkend als unzulässig eingestuft werden. Wenn der Versicherungsschutz faktisch leerläuft, gewinnt die Frage an Bedeutung, auf welcher Grundlage eine Produktauswahl erfolgt ist. Ein transparentes, unabhängiges Rating kann hier dokumentieren, dass die Entscheidung nicht auf Bauchgefühl oder Verkaufsargumenten beruhte, sondern auf nachvollziehbaren Kriterien.</p>
<p>Schließlich verweist Appel selbst auf die Ambivalenz von Ratings, wenn er deren „Aussagekraft“ kritisch beleuchtet und die Frage stellt, ob sie Orientierung oder Illusion bieten. Gerade daraus ergibt sich jedoch nicht die Überflüssigkeit, sondern die Verantwortung für qualitativ hochwertige Ratings bei ELTIFs. In einem Markt, in dem Produkte durch KI schneller verglichen, gewechselt und neu kombiniert werden, braucht es stabile analytische Bezugspunkte. Ein fundiertes ELTIF-Rating wird damit zum notwendigen Gegenpol zur Beschleunigung: Es schafft Transparenz, reduziert Fehlanreize und hilft, den Hochgeschwindigkeits-ICE der Innovation mit der notwendigen analytischen Kontrolle zu begleiten.</p>
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		<title>Private Markets für alle – warum NAO den Zugang zu alternativen Anlagen neu definiert</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2025 10:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bankenrating]]></category>
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		<category><![CDATA[Fondsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vortrag von Robin Binder auf der Handelsblatt-Konferenz BankenTech 2025 widmete sich einer Frage, die derzeit viele Marktteilnehmer beschäftigt: Sind Private Markets ein kurzfristiger Hype oder bilden sie das Fundament einer neuen Investmentära? Binder, Gründer und CEO des Fintechs NAO, ließ in seinem Impuls keinen Zweifel daran, dass alternative Anlagen für Endverbraucher weit mehr als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vortrag von Robin Binder auf der Handelsblatt-Konferenz BankenTech 2025 widmete sich einer Frage, die derzeit viele Marktteilnehmer beschäftigt: Sind Private Markets ein kurzfristiger Hype oder bilden sie das Fundament einer neuen Investmentära? Binder, Gründer und CEO des Fintechs NAO, ließ in seinem Impuls keinen Zweifel daran, dass alternative Anlagen für Endverbraucher weit mehr als ein Trend sind – sie markieren einen strukturellen Wandel, der durch Regulierung, Technologie und ein verändertes Anlegerverhalten zugleich ermöglicht und beschleunigt wird.</p>
<p>Binder sprach aus einer doppelten Erfahrung heraus: aus seiner Zeit bei der UniCredit, in der er MidCap-Unternehmen begleitete, und aus seinen Jahren als Gründer des Neo-Family-Office ZEITGEIST GROUP sowie als Managing Director des Venture-Capital-Fonds Zeitgeist X Ventures. Er hat Fintech-Entwicklungen aus nächster Nähe erlebt, an Investments in Bling, Timeless oder UnitPlus mitgewirkt und gleichzeitig die strukturellen Hürden beobachtet, die Privatanleger am Zugang zu privaten Märkten hindern. Aus dieser Erkenntnis entstand NAO – eine Multi-Asset-Plattform, die per App Investitionen ab einem Euro in Private Equity, Venture Capital, Infrastruktur oder Hedgefonds ermöglicht und dafür auf Co-Investments setzt. Das Ziel ist klar: eine Welt institutioneller Anlagemöglichkeiten für alle zugänglich machen, unabhängig vom Vermögen.</p>
<p>Binder erinnerte daran, dass Private Markets in institutionellen Portfolios bereits heute eine dominante Rolle spielen: 44 Prozent ihrer Anlagen sind dort gebunden. Für Privatanleger hingegen waren sie lange nahezu unzugänglich – aufgrund hoher Mindestbeträge, komplexer Strukturen und fehlender technischer Lösungen. Dies hat sich mit dem regulatorischen Rahmen von ELTIF 2.0 grundlegend verändert. Während ELTIF 1.0 noch von hohen Einstiegshürden, komplexen Geeignetheitsprüfungen, strengen Portfolioquoten und begrenzter Flexibilität geprägt war, bringt ELTIF 2.0 deutlich vereinfachte Zugangsvoraussetzungen, eine breitere Palette zulässiger Vermögenswerte, mehr Handlungsspielraum im Portfolioaufbau sowie eine deutlich verbesserte Vertriebsfähigkeit für Retail-Anleger. Die Mindestanforderungen an das investierbare Vermögen und die Beschränkung auf bestimmte Investorengruppen sind entfallen, gleichzeitig lassen die neuen Regeln eine diversifiziertere Struktur, Zwischenliquidität und moderne Fondsmechanismen zu. Für den Markt bedeutet das: Was früher ein Produkt für Wohlhabende war, wird nun massentauglich.</p>
<p>Diese Öffnung verbindet NAO mit einer besonders niedrigen Einstiegsbarriere: dem „Drei-Klick-Einstieg“ in Private Markets. Binder betonte, dass es nicht genügt, lediglich Zugang zu schaffen. Private Markets allein seien nicht die Zukunft; entscheidend sei die richtige Guidance. Anleger benötigen Transparenz, Einordnung, eine klare Navigation durch Anlageklassen, Risiken und Chancen. Genau hier setzt NAO an: Die Plattform verspricht institutionelle Qualität, vollständige Portfoliotransparenz, einen nachweisbaren Track Record des Fondsmanagements, faire und verständliche Kostenstrukturen, technologische Innovation und größtmögliche Flexibilität für Retail-Investoren.</p>
<p>Binder formulierte sein Fazit in einem einfachen Gedanken: Die Demokratisierung der Private Markets funktioniert nur, wenn man deren Qualität, die zuvor wenigen vorbehalten war, mit echter Nutzerorientierung verbindet. Private Markets werden so nicht zu einem Hype, sondern zu einem natürlichen Bestandteil einer modernen Anlegerwelt. Entscheidend sei, dass Menschen nicht nur investieren können, sondern auch verstehen, wie und warum sie investieren. Mit diesem Anspruch positioniert NAO sich als Wegbereiter für eine neue Ära des Retail-Investierens – niedrigschwellig, transparent und qualitativ auf institutionellem Niveau.</p>
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		<title>Technologie schafft einfachere Investmentmöglichkeiten</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 09:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[ELTIF-Rating]]></category>
		<category><![CDATA[PE-Rating]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahrzehnten ist Private Equity eine Anlage für institutionelle Investoren, um langfristige, illiquide Vermögenswerte zu verwalten. Diese Exklusivität schwindet jedoch zunehmend. „Die Kombination von Technologie, Regulierung und Investorennachfrage verändert die privaten Märkte und ermöglicht es einem breiteren Spektrum von Anlegern, an der Wertschöpfung teilzuhaben.“, schreibt Jérôme Marie, Director Private Assets bei ODDO BHF AM, in [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Jahrzehnten ist Private Equity eine Anlage für institutionelle Investoren, um langfristige, illiquide Vermögenswerte zu verwalten. Diese Exklusivität schwindet jedoch zunehmend. „Die Kombination von Technologie, Regulierung und Investorennachfrage verändert die privaten Märkte und ermöglicht es einem breiteren Spektrum von Anlegern, an der Wertschöpfung teilzuhaben.“, schreibt Jérôme Marie, Director Private Assets bei ODDO BHF AM, in einem aktuellen Marktkommentar.</p>
<p>Technologie sei dabei der sichtbarste Katalysator. Digitale Plattformen und Tokenisierung senken die Mindestinvestitionssummen, vereinfachen die Compliance und ermöglichen es Einzelpersonen, kleinere Beträge in diversifizierte Private-Equity-Portfolios zu investieren. Änderungen in der Regulierung wie der ELTIF 2.0 in der EU erweitern den Zugang und führen außerdem strengere Transparenz- und Berichtsstandards ein. „Gleichzeitig schaffen Vertriebsinnovationen durch Wealth-Plattformen und Partnerschaften mit Asset Managern neue Kanäle für Engagement“, fährt Marie fort.</p>
<p>Die Vorteile liegen auf der Hand. „Eine breitere Beteiligung kann die Kapitalbildung vorantreiben, Innovationen in privaten Unternehmen fördern und Anlegern, die in volatilen öffentlichen Märkten nach unkorrelierten Renditen suchen, eine verbesserte Portfoliodiversifizierung ermöglichen“, schreibt der Director Private Assets.</p>
<p>Allerdings bringt diese Entwicklung auch ernsthafte Herausforderungen mit sich. Private Equity bleibt komplex und illiquide, eine risikobehaftete Anlageklasse. Dies erfordert, dass Anleger aufgeklärt werden und der Regulator Wachsamkeit walten lässt. „Liquiditätslösungen – wie GP-geführte Secondaries, semiliquide Fondsstrukturen und tokenisierte Plattformen – wurden geschaffen, können jedoch die Langfristigkeit privater Vermögenswerte nicht vollständig beseitigen“, hebt Marie hervor. Die Demokratisierung von Private Equity könne, bei kluger Umsetzung, die Kapitalmärkte neu definieren und Private Equity zu einer Ergänzung für die globale Vermögensbildung machen.</p>
<p>Von einer einst unscheinbaren Anlageklasse sind Secondaries heute zu einer wichtigen Säule der Private Markets geworden, die Private Equity größere Flexibilität ermöglicht. In den 2010er Jahren haben sich Sekundärtransaktionen fest etabliert. Fonds für Secondaries, die von großen Investmenthäusern aufgelegt wurden, wuchsen hinsichtlich ihrer Größe und Komplexität.  Anstatt darauf zu warten, dass Investoren verkaufen, begannen General Partner (GPs) selbst Transaktionen zu initiieren, um Liquidität zu bieten, die Laufzeit von Fonds zu verlängern oder wertvolle Vermögenswerte in sogenannte Continuation-Fonds zu übertragen. Diese Transaktionen verwischen nun die Grenze zwischen Primärfondsauflegung und Sekundärmarkt. „Der einstige Nischeninstrument für Liquidität komplettiert das Private-Equity-Angebot und wird zentraler denn je“, fasst Marie zusammen.</p>
<p>Nach einem Höchststand 2024 prognostizieren Analysten für 2025 ein weiteres Rekordjahr, in dem das Transaktionsvolumen bei anhaltender Aktivität die Marke von 200 Milliarden US-Dollar überschreiten dürfte. In einer Zeit, die durch längere Fondslaufzeiten, höhere Zinsen und rückläufige IPO-Aktivitäten gekennzeichnet ist, signalisiert der Aufstieg des Sekundärmarktes nicht nur Wachstum, sondern auch Reife. „Angesichts längerer Haltedauern und weiterhin eingeschränkter Exit-Optionen ermöglichen Sekundärmärkte jene Liquidität und Handlungsmöglichkeiten, die Private-Equity-Fonds zunehmend benötigen“, schreibt der Experte.</p>
<p>Private-Equity-Sekundärmärkte sind erwachsen geworden und verändern langsam die Art und Weise, wie die illiquideste Anlageklasse der Welt funktioniert. „Darüber hinaus beginnen digitale Plattformen, den Zugang und die Transparenz neu zu gestalten“, fügt Marie hinzu. Diese Technologien öffnen Secondaries einem breiteren Anlegerkreis – darunter Hochvermögende und wohlhabende Privatanleger – und setzen damit die Demokratisierung der privaten Märkte fort.</p>
<p>Was Sekundärmärkte heute besonders attraktiv macht, ist ihre Kombination aus Transparenz, Diversifizierung und disziplinierter Preisgestaltung. Investoren kaufen Anteile an Portfolios ein, die weitgehend investiert sind und Cashflow generieren. „In einem Markt, in dem sich die Primärbewertungen noch immer neu kalibrieren, können Sekundärmärkte Zugang zu hochwertigen Vermögenswerten mit einem Preisabschlag bieten“, ergänzt Marie.</p>
<p>Für Investoren haben Sekundärmärkte einen weiteren unterschätzten Vorteil: Da Sekundärportfolios bereits investiert sind und oft Ausschüttungen generieren, können sie früher Barrenditen erzielen. Die ausgewiesene Performance ist weniger volatil. In einer Zeit, in der Liquidität und Portfoliokonstruktion stärker unter die Lupe genommen werden, wird diese Vorhersehbarkeit immer mehr geschätzt.</p>
<p>Secondaries vervollständigen das Angebot von Private Equity: „Vorhandenes Kapital wird transparent genutzt und ermöglicht eine andere Preisgestaltung“, fasst Marie zusammen. Ohne dieses Ökosystem wäre es schwieriger, das Versprechen der privaten Märkte einer langfristigen, auf Illiquidität basierenden Outperformance aufrechtzuerhalten. Da sich das globale Privatkapital zu einer 13-Billionen-Dollar-Branche entwickelt hat, sind Sekundärmarktinvestitionen kein Nebenschauplatz, sondern ermöglichen den effizienten Handel von Private-Equity-Beteiligungen und sind darüber hinaus attraktiv für Anleger.</p>
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		<title>Ratings als Schlüssel zu Private-Equity-Chancen</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 09:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die überarbeitete Verordnung zu europäischen Long-Term Investment Funds (ELTIF), die im Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat einen tiefgreifenden Wandel auf den Kapitalmärkten angestoßen – insbesondere für Privatanleger. Erstmals erhalten diese nun in breiterem Maße Zugang zu Anlageformen, die zuvor nahezu ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten waren: Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Diese Anlageformen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die überarbeitete Verordnung zu europäischen Long-Term Investment Funds (ELTIF), die im Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat einen tiefgreifenden Wandel auf den Kapitalmärkten angestoßen – insbesondere für Privatanleger. Erstmals erhalten diese nun in breiterem Maße Zugang zu Anlageformen, die zuvor nahezu ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten waren: Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Diese Anlageformen versprechen nicht nur neue Renditechancen, sondern auch einen besseren Zugang zur wirtschaftlichen Realität jenseits börsennotierter Unternehmen. Doch wie können Privatanleger fundierte Entscheidungen treffen, wenn es um diese komplexen, nicht transparenten Märkte geht? Hier kommt dem Rating eine zentrale Rolle zu.</p>
<p>Ein Rating ist kein bloßes Zahlenurteil – es ist ein Instrument der Aufklärung, Einordnung und Risikotransparenz. Es schafft Orientierung in einem Markt, der durch geringe Informationsdichte, hohe Komplexität und eingeschränkte Liquidität geprägt ist. Gerade weil Private Markets nicht an der Börse gehandelt werden, fehlt die tägliche Kursfeststellung als Spiegel des Marktvertrauens. Ratings füllen diese Leerstelle, indem sie qualitative und quantitative Kriterien zu einem strukturierten Urteil verdichten. Die Ratingagentur Scope zeigt exemplarisch, wie dieser Beitrag in der Praxis aussieht: Laut Scope kamen im Jahr 2024 allein 55 neue ELTIFs auf den Markt – ein Zeichen für die Dynamik, aber auch für die Herausforderung, aus einer wachsenden Zahl von Angeboten die passenden zu identifizieren. Ratings helfen, Risiken zu klassifizieren und die Seriosität sowie die Erfolgswahrscheinlichkeit von Anlagevehikeln und Strategien einzuschätzen.</p>
<p>Doch die Herausforderung geht tiefer: Private-Equity-Anlagen erfordern ein grundsätzliches Verständnis des Marktes. Wie Marc Tavakolian, Head of Investor Relations bei ODDO BHF Private Assets, betont, sei die Bedeutung von Private-Equity-Investments für Anleger heute noch stark unterschätzt. „Das potenzielle Anlageuniversum auf den privaten Märkten ist größer als das an der Börse gehandelte“, so Tavakolian. Der Unterschied ist enorm: Während in Deutschland nur rund 438 börsennotierte Unternehmen existieren, die bestimmte Größenkriterien erfüllen, liegt die Zahl entsprechender privater Unternehmen bei über 16.000. Dieses Reservoir an unternehmerischem Potenzial kann durch klassische Aktienkäufe nicht erschlossen werden – hier beginnt die Relevanz von Private Equity und damit auch der Bedarf an fundierten, ratingsgestützten Entscheidungen.</p>
<p>Ein Rating beleuchtet nicht nur den Fonds als Vehikel, sondern auch die zugrunde liegende Strategie. Denn Private Equity ist nicht gleich Private Equity. Tavakolian verweist auf die vier typischen Phasen eines Fonds: Kapitalbeschaffung, Investmentperiode, Ausschüttungsphase und Liquidation. Jede Phase birgt andere Risiken – etwa Liquiditätsengpässe in der Anfangsphase oder Bewertungsunsicherheiten in der Investmentperiode. Hier kann ein Rating systematisch Transparenz schaffen: Welche Strategie wird verfolgt? In welchem Unternehmensstadium wird investiert? Sind es Venture-Capital-Investments in Startups ohne getestetes Geschäftsmodell? Oder Buyouts in reife Unternehmen mit stabilem Cashflow? Handelt es sich um Turnaround-Fonds, die mit hohen Risiken, aber auch entsprechendem Renditepotenzial verbunden sind?</p>
<p>Zentral ist dabei laut Tavakolian: „Daher geht es den Unternehmen bei der Entscheidung für Private Equity nicht allein um die Deckung des Kapitalbedarfs, der unter Umständen auch durch Kredite gedeckt werden könnte. Private-Equity-Investitionen bringen neben Geld auch Know-how, ohne dass Zinsen anfallen. Das macht sie nicht nur für die Anleger, sondern auch für die Unternehmen attraktiv.“ Genau hier schließt sich der Kreis zur Rolle des Ratings. Denn je stärker Know-how, Netzwerkqualität, Managementkompetenz und strategische Fokussierung eines Fonds in die Bewertung einfließen, desto besser können Anleger beurteilen, ob das Vehikel zu ihren Zielen und Risikoprofilen passt.</p>
<p>In einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen institutionellem und privatem Kapital auflösen und regulatorische Neuerungen wie die ELTIF-Novelle diesen Prozess beschleunigen, wird die Rolle von Ratingagenturen unverzichtbar. Sie fungieren als Brücke zwischen Transparenzanspruch und Intransparenzrealität, zwischen Anlegerinteresse und Anbieterverantwortung – und letztlich zwischen Hoffnung auf Rendite und Kontrolle des Risikos. Wer die Potenziale privater Märkte nutzen will, sollte daher Ratings nicht als Zusatzinformation betrachten, sondern als Voraussetzung für informierte Entscheidungen.</p>
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		<title>Schroders Capital semi-liquider Private-Equity-ELTIF</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2025 09:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[ELTIF-Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Fondsrating]]></category>
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		<description><![CDATA[Schroders Capital, die Private-Markets-Sparte des britischen Vermögensverwalters Schroders mit einem verwalteten Vermögen von 99,3 Milliarden US-Dollar, bringt einen neuen European Long-Term Investment Fund (ELTIF) auf den Markt. Der „Schroders Semi-Liquid Global Private Equity ELTIF“ richtet sich explizit auch an Privatanleger und vereint die Expertise institutioneller Investments mit einem flexiblen Fondsdesign, das regelmäßige Einzahlungen sowie vierteljährliche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Schroders Capital, die Private-Markets-Sparte des britischen Vermögensverwalters Schroders mit einem verwalteten Vermögen von 99,3 Milliarden US-Dollar, bringt einen neuen European Long-Term Investment Fund (ELTIF) auf den Markt. Der „Schroders Semi-Liquid Global Private Equity ELTIF“ richtet sich explizit auch an Privatanleger und vereint die Expertise institutioneller Investments mit einem flexiblen Fondsdesign, das regelmäßige Einzahlungen sowie vierteljährliche Rücknahmen erlaubt. Der Fonds nutzt den neuen ELTIF-2.0-Rahmen, der seit Anfang 2024 gilt und es erlaubt, Private-Markets-Anlagen einer breiteren Anlegerbasis zugänglich zu machen. Georg Wunderlin, CEO von Schroders Capital, unterstreicht diese Entwicklung: „Es gibt ein stark steigendes Interesse an Privatmarkt-Investments bei Privatanlegern in Deutschland, die in der Vergangenheit jedoch keine oder nur sehr begrenzte Anlagemöglichkeiten in diesem Bereich vorfanden. Das ändert sich nun glücklicherweise.“</p>
<p>Der neue Fonds investiert vor allem in Buyouts von kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Europa und Nordamerika und wird sich stark auf Co-Investments sowie GP-geführte Sekundärtransaktionen stützen – eine Strategie, die laut Anbieter kosteneffizient und wachstumsorientiert ist. Mit dem Launch des ELTIF knüpft Schroders Capital an den Erfolg seines bestehenden „Schroders Capital Semi-Liquid Global Private Equity Fund“ an, der seit seiner Auflegung im Jahr 2019 eine annualisierte Rendite von 14,3 Prozent erzielt hat und mittlerweile ein Volumen von über 2,4 Milliarden US-Dollar verwaltet. Benjamin Alt, Head of Global Private Equity Portfolios bei Schroders Capital, betont das Potenzial von Private-Equity-Investments gerade im Small- und Mid-Market-Bereich: „Private Equity hat in der Vergangenheit sowohl unter guten als auch herausfordernden Marktbedingungen hohe Renditen erzielt. Unsere Analysen zeigen, dass Private-Equity-Anlagen im Small- und Mid-Market-Segment im Allgemeinen die Aktienmärkte übertroffen haben. Die Outperformance verdoppelte sich sogar in schwachen Börsenphasen.“</p>
<p>Auch Alexander Prawitz, Country Head für Deutschland, Österreich, CEE und Mittelmeerregion bei Schroders, sieht im neuen ELTIF-Fonds einen wichtigen Schritt zur Demokratisierung des Zugangs zu Private Markets: „Mit der flexiblen Struktur unseres neuen ELTIF-Fonds tragen wir zur weiteren Demokratisierung von Private-Markets-Anlagen in Deutschland und Europa bei.“ Besonders hebt er hervor, dass der Fonds direkt in ein bereits bestehendes institutionelles Portfolio investiert: „Ein besonderes Merkmal des Fonds liegt in seiner Struktur: Der ELTIF wird direkt in ein bereits seit drei Jahren bestehendes institutionelles Portfolio investieren. Das Fondsvolumen liegt bereits bei 60 Mio. € und umfasst bereits mehr als zehn Private-Equity-Investitionen. Klarer Vorteil für die Anleger: Eine Aufbauphase („ramp up“) entfällt, wodurch von Tag 1 eine höhere Wertentwicklung erzielt werden kann.“</p>
<p>Die Mindestanlagesumme beträgt 10.000 Euro, und der Fonds erfüllt die Kriterien von Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR), womit auch das Thema nachhaltiges Investieren adressiert wird. In Großbritannien hat Schroders Capital bereits eine führende Marktstellung bei semi-liquiden und Evergreen-Strukturen im Private-Markets-Bereich erreicht – eine Erfahrung, die nun auch dem europäischen Privatkundensegment zugutekommen soll.</p>
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		<title>Demokratisierung der Private Assets</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Mar 2023 08:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Inflation treibt die Preise, aber auch ganze Märkte: Die Private Markets entwickeln sich weiter, und die Investorenbasis wird immer breiter. Insbesondere zwei neue Anlegertypen spielen eine immer größere Rolle: Zum einen die vermögenden Anleger oder auch High-Net-Worth Investoren (Nettovermögen von mindestens 1.000.000 US-Dollar in hochliquiden Vermögenswerten) und zum anderen die wohlhabenden Anleger (Nettovermögen unter [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Inflation treibt die Preise, aber auch ganze Märkte: Die Private Markets entwickeln sich weiter, und die Investorenbasis wird immer breiter. Insbesondere zwei neue Anlegertypen spielen eine immer größere Rolle: Zum einen die vermögenden Anleger oder auch High-Net-Worth Investoren (Nettovermögen von mindestens 1.000.000 US-Dollar in hochliquiden Vermögenswerten) und zum anderen die wohlhabenden Anleger (Nettovermögen unter 1.000.000 US-Dollar).</p>
<p>„Für vermögende Anleger erwarten wir, dass jede Investition bzw. jedes ‚Ticket‘ ungefähr 100.000 bis 200.000 Euro beträgt“, so Georg Wunderlin, Globaler Leiter Private Assets bei Schroders. „Wohlhabende Investoren dürften rund 10.000 Euro investieren.“</p>
<p>Verändert diese „Demokratisierung“ die Natur von Private Assets selbst? Die Aufsichtsbehörden haben sich intensiv mit der Frage der Komplexität von Private Assets von Kleinanlegern beschäftigt.</p>
<p>Die Richtlinie über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFMD) wurde vor einigen Jahren eingeführt, um unter anderem den sogenannten „grauen Kapitalmarkt“ im Wesentlichen auszumerzen, das unregulierte Ende des Privatkunden-Kapitalmarktes, oftmals verbunden mit Private Assets.</p>
<p>Wunderlin dazu: „Die Branche ist heute viel stärker reguliert, und es wurden neue Fondsstrukturen geschaffen, die einer viel strengeren Kontrolle unterliegen.“ Dazu gehören Kriterien wie ein Mindestmaß an Diversifikation oder ein maximales Fremdwährungsengagement. Das hat zu neuen Formaten wie Long-Term Asset Funds (LTAF) in Großbritannien und European Long-Term Investment Funds (ELTIF) in Europa geführt.</p>
<p>„Weitere Fortschritte sind unseres Erachtens bei der Aufklärung der Anleger erforderlich“, meint Wunderlin. „Für uns als Vermögensverwalter ist es eine große Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Anleger die benötigten Auskünfte erhalten – und für auf Großkundengeschäfte spezialisierte Unternehmen wie Privatbanken ist dies eine noch größere Aufgabe. Es ist wichtig, dass die Kunden vollständig verstehen, was sie tun, und sich darüber im Klaren sind, inwieweit sie die Illiquidität einer Anlage in Privatmärkten aushalten können.“</p>
<p>Das Anlageuniversum wird weiter wachsen. Wunderlin meint: „Die Private Markets waren während eines Großteils ihrer Geschichte auf Private Equity und Immobilien beschränkt. In den letzten 15 Jahren wurden auch verstärkt Private Debt und Infrastruktur eingesetzt.“</p>
<p>Die nächsten Wachstumsmärkte könnten Naturkapital und verschiedene digitale Vermögenswerte sein. „Da digitalisierte oder tokenisierte Vermögenswerte an Bedeutung gewinnen, werden viel mehr Vermögenswerte ‚auf der Blockchain‘ eingerichtet“, stellt Wunderlin fest.</p>
<p>Eine Folge davon wäre, dass die Branche zunehmend das Problem der „mundgerechten Größe“ überwindet, was Investitionen in kleineren Schritten erleichtert. Auch die Kosten für die Übertragung von Vermögenswerten von A nach B würden sinken.</p>
<p>Im Moment sind die Transaktionen sehr umfangreich, und es ist sehr teuer, einen Private Asset zu kaufen und zu verkaufen. Wunderlin hierzu: „Wenn man sich vorstellt, dass der Handel reibungsloser und „fraktionierter“ wird, ist die Kombination beider Trends – Demokratisierung und Digitalisierung – sehr interessant. Über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren könnten sich die Private Markets verdoppeln.“</p>
<p>Wie unterscheiden sich private und institutionelle Kundenansätze? „Bei Privatanlegern sehen wir eine Nachfrage nach stärker diversifizierten Portfolios – zum Beispiel Private Equity, Private Debt und Infrastruktur in einem Portfolio vereint“, erklärt Wunderlin. „Das Portfolio kann auch innerhalb einer Anlageklasse diversifiziert sein, beispielsweise ein Asien-Fonds oder ein Themenfonds. Dies gilt weniger für institutionelle Anleger, die in der Regel Bausteine benötigen, die zu ihren – oft regulierten – Allokationskörben passen.“</p>
<p>Das Kapital von Privatanlegern wird weiterhin höchstens etwa 10 % bis 15 % des Gesamtkapitals ausmachen, das jährlich in die Private Markets fließt. Aber der Anteil wächst jedes Jahr. Es ist zu erwarten, dass mehr Kapital in Megathemen wie Nachhaltigkeit oder Innovation fließen wird. Historisch gesehen gab es bei Privatanlegern immer viel Appetit auf Technologie und Risikokapital, beispielsweise in Bezug auf Fortschritte im Gesundheitswesen oder bei der Energiewende. Investitionen über beitragsorientierte Pensionsfonds auf eine Weise, die sowohl die finanzielle Rendite als auch die Nachhaltigkeitsergebnisse erzielt, sind eher bei Privatkunden der Fall.</p>
<p>Auch die Wrapper unterscheiden sich. Wunderlin hält hierzu abschließend fest: „Privatanleger haben nämlich spezifische Anforderungen und verwenden daher möglicherweise einen ELTIF oder einen halbliquiden Fonds und keine LP-Struktur, wie es traditionell üblich war. Dann ist er thematischer im Ansatz, diversifizierter und oft eingebettet in ein Multi-Private-Asset-Produkt.“</p>
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