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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Immobilienrating</title>
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		<title>Gemeinschaftliches Wohnen zwischen europäischer Plattformstrategie und lokaler Realität</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 08:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Start von NestFrame entsteht eine neue europäische Plattform für gemeinschaftsorientierte Wohnformen. Das in Stockholm ansässige Unternehmen beschreibt sich als „pan-European investment and operating platform dedicated exclusively to community living operators“ und will regionale Betreiber vollständig übernehmen, ohne deren Identität aufzugeben. „Our ambition is permanent ownership“, sagt CEO Niklas Andersson. Man baue „not to [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Start von NestFrame entsteht eine neue europäische Plattform für gemeinschaftsorientierte Wohnformen. Das in Stockholm ansässige Unternehmen beschreibt sich als „pan-European investment and operating platform dedicated exclusively to community living operators“ und will regionale Betreiber vollständig übernehmen, ohne deren Identität aufzugeben. „Our ambition is permanent ownership“, sagt CEO Niklas Andersson. Man baue „not to flip“, sondern für langfristige Trägerschaft. Der Anspruch ist klar formuliert: „The opportunity is structural. The ownership is permanent. The strategy is to compound, region by region.“</p>
<p>Überträgt man diesen Ansatz auf eine Gemeinde wie Rodenbach, stellt sich die Frage, ob das Modell eines europaweit skalierenden Community-Living-Investors auch in einer kleineren Kommune nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig sein kann. Rodenbach steht exemplarisch für viele Gemeinden im suburbanen Raum Deutschlands: stabile Eigentümerstrukturen, moderate Mietniveaus, alternde Bevölkerung und zugleich der Wunsch nach zeitgemäßen Wohnformen. Urbanisierung und Mobilität, die NestFrame als Treiber beschreibt, wirken hier abgeschwächt, doch gesellschaftliche Themen wie Vereinsamung im Alter oder veränderte Haushaltsstrukturen sind durchaus präsent.</p>
<p>NestFrame argumentiert, Europa leide nicht an fehlenden Betreibern, sondern an fehlender „coordinated scale and long-term alignment“, wie Chairman Jonas Häggqvist formuliert. In einer Gemeinde wie Rodenbach wäre jedoch weniger die Skalierung über Ländergrenzen hinweg entscheidend als vielmehr die lokale Einbettung. Nachhaltigkeit bemisst sich hier nicht nur an CO₂-Bilanzen oder ESG-Reports, sondern an sozialer Integration, langfristiger Bezahlbarkeit und kommunaler Akzeptanz.</p>
<p>Ein zentraler Aspekt der wirtschaftlichen Tragfähigkeit ist das Mietniveau. Community Living mit professionellem Management, Gemeinschaftsflächen und Serviceelementen erzeugt höhere Betriebskosten als klassischer Wohnungsbau. In Metropolen lassen sich diese Kosten durch hohe Nachfrage und Zahlungsbereitschaft kompensieren. In Rodenbach hingegen müsste sorgfältig geprüft werden, ob die Zielgruppen – etwa Senioren, Alleinerziehende oder Berufspendler – bereit und in der Lage sind, einen Aufpreis für Gemeinschaft und Services zu zahlen. Die von NestFrame betonte „resilient unit economics“ müssen sich im ländlich geprägten Markt erst beweisen.</p>
<p>Gleichzeitig kann das Modell strukturelle Vorteile bieten. Die Plattform verspricht „stability, growth capital and shared capabilities“, also Stabilität, Kapital und professionelle Strukturen. Gerade kleinere Gemeinden profitieren oft von erfahrenen Betreibern, die Governance, Datenanalyse und Finanzierung beherrschen. Wenn ein Projekt in Rodenbach beispielsweise als Mehrgenerationenquartier mit 40 bis 60 Einheiten konzipiert würde, könnte ein langfristig orientierter Eigentümer tatsächlich Planungssicherheit schaffen. Die Aussage „We are building a platform of regional leaders designed for long-term stewardship“ verweist auf einen Ansatz, der nicht auf kurzfristige Exit-Strategien setzt, sondern auf dauerhafte Bewirtschaftung. Das ist aus kommunaler Sicht grundsätzlich positiv.</p>
<p>Die ökologische Nachhaltigkeit hängt stark von der konkreten Ausgestaltung ab. Gemeinschaftliches Wohnen kann Flächen effizienter nutzen, Ressourcen teilen und durch geteilte Infrastruktur – von Gemeinschaftsräumen bis zu Mobilitätsangeboten – den individuellen Verbrauch senken. Entscheidend ist jedoch, dass Neubauten energieeffizient errichtet und langfristig instand gehalten werden. Ein kapitalstarker Plattformbetreiber könnte hier Vorteile haben, sofern ESG-Kriterien nicht nur marketingseitig, sondern operativ umgesetzt werden.</p>
<p>Sozial nachhaltig wäre ein solches Projekt in Rodenbach vor allem dann, wenn es lokale Strukturen stärkt statt ersetzt. Gemeinschaftliches Wohnen darf nicht als abgeschlossene Insel entstehen, sondern sollte Vereine, Nachbarschaften und kommunale Einrichtungen einbeziehen. Nur dann kann das Versprechen eingelöst werden, zur „more connected urban housing landscape“ beizutragen – auch wenn Rodenbach kein urbaner Hotspot ist.</p>
<p>Wirtschaftlich tragfähig wird das Modell letztlich, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: ausreichende Nachfrage, tragfähige Baukosten und langfristige Finanzierung zu stabilen Konditionen. Das von NestFrame propagierte „asset-light model“ mit Add-on-Akquisitionen und operativer Optimierung zielt auf Skaleneffekte. In einer einzelnen Gemeinde sind diese Effekte jedoch begrenzt. Die Tragfähigkeit würde steigen, wenn Rodenbach Teil einer regionalen Strategie wäre, die mehrere Standorte in Rheinland-Pfalz oder im angrenzenden Rhein-Main-Gebiet umfasst. Dann könnte die Plattformidee tatsächlich greifen.</p>
<p>Zusammenfassend zeigt das Beispiel Rodenbach, dass der Ansatz von NestFrame nicht automatisch übertragbar ist, aber Potenzial birgt. Seine Nachhaltigkeit hängt weniger von der europäischen Dimension als von der lokalen Anpassungsfähigkeit ab. Wenn dauerhafte Eigentümerschaft, professionelle Bewirtschaftung und echte soziale Integration zusammenkommen, kann gemeinschaftliches Wohnen auch in einer kleineren Gemeinde wirtschaftlich funktionieren. Bleibt es hingegen bei einem auf Metropolen zugeschnittenen Skalierungsnarrativ, dürfte die strukturelle Logik zwar überzeugend klingen – in Rodenbach jedoch nur eingeschränkt tragen.</p>
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		<title>Immobilienpreise und ihre Bedeutung für Credit Ratings</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die jüngsten Daten des vdp-Immobilienpreisindex senden aus Sicht der Kreditrisikoanalyse ein differenziertes, insgesamt aber leicht positives Signal. Der bestätigte Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland im Jahr 2025 hat mehrere Implikationen für Credit Ratings von Banken, Immobilienunternehmen, Pfandbriefemittenten und immobiliennahen Projektentwicklern. Zunächst wirkt der breit abgestützte Preisanstieg stabilisierend auf die Qualität der Besicherungen in den Bankbilanzen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngsten Daten des vdp-Immobilienpreisindex senden aus Sicht der Kreditrisikoanalyse ein differenziertes, insgesamt aber leicht positives Signal. Der bestätigte Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland im Jahr 2025 hat mehrere Implikationen für Credit Ratings von Banken, Immobilienunternehmen, Pfandbriefemittenten und immobiliennahen Projektentwicklern.</p>
<p>Zunächst wirkt der breit abgestützte Preisanstieg stabilisierend auf die Qualität der Besicherungen in den Bankbilanzen. Steigende Immobilienwerte verbessern rechnerisch die Loan-to-Value-Quoten bestehender Finanzierungen. Für Ratingagenturen ist dies ein relevanter Faktor, da niedrigere Beleihungsausläufe das Verlustpotenzial im Ausfallfall reduzieren. Dass der vdp-Index auf realen Transaktionsdaten aus mehr als 700 Kreditinstituten basiert, erhöht dabei die Aussagekraft für die Einschätzung systemischer Risiken im Immobilienkreditportfolio.</p>
<p>Besonders positiv für das Kreditprofil vieler Institute ist die stärkere Dynamik bei Wohnimmobilien. Wohnfinanzierungen weisen historisch sehr niedrige Ausfallraten auf, was auch in der Pressemitteilung ausdrücklich betont wird. Der Anstieg der Preise um 4,2 Prozent, getragen vor allem von Mehrfamilienhäusern mit plus 5,3 Prozent, stützt die Cashflow-Stabilität vieler Investoren und reduziert den Druck auf Covenants in bestehenden Finanzierungen. Für Banken mit einem hohen Anteil an Wohnimmobilienkrediten kann dies zu einer Stabilisierung oder leichten Verbesserung der Asset-Quality-Indikatoren führen, was sich mittelbar positiv auf Ratings auswirken kann.</p>
<p>Gleichzeitig zeigt der Rückgang der Renditen, gemessen an den Liegenschaftszinsen, eine Kehrseite der Entwicklung. Wenn Kaufpreise schneller steigen als Mieten, sinken die laufenden Erträge. Für Ratingagenturen erhöht dies die Aufmerksamkeit auf die Tragfähigkeit von Geschäftsmodellen, insbesondere bei hoch fremdfinanzierten Investoren in Mehrfamilienhäusern. Zwar bleiben die Risiken kurzfristig überschaubar, doch mittelfristig kann eine anhaltende Renditekompression die Schuldendienstfähigkeit schwächen, vor allem wenn Refinanzierungen zu höheren Zinsen erfolgen müssen.</p>
<p>Im Gewerbeimmobiliensegment fällt die Bewertung aus Ratingsicht vorsichtiger aus. Die Preiszuwächse von 3,5 Prozent im Jahresvergleich signalisieren zwar eine gewisse Stabilisierung nach der Zinswende, doch bleiben Büro- und Einzelhandelsimmobilien stärker konjunktur- und strukturabhängig. Die höheren Wachstumsraten bei Büroimmobilien können Ratingagenturen dazu veranlassen, das Segment differenzierter zu betrachten, etwa nach Lagequalität, Vermietungsstand und Mieterbonität. Die weiterhin moderaten Mietsteigerungen im Einzelhandel unterstreichen hingegen, dass dieses Teilsegment aus Risikosicht anfälliger bleibt.</p>
<p>Für Pfandbriefemittenten ist die Entwicklung grundsätzlich unterstützend. Steigende Immobilienpreise erhöhen die Deckungswerte im Deckungsstock und können die Überdeckung verbessern. In Kombination mit den traditionell konservativen Beleihungsansätzen im Pfandbriefsystem wirkt der Preisanstieg daher eher ratingstabilisierend als -treibend, da Pfandbriefe ohnehin auf sehr hohen Bonitätsniveaus angesiedelt sind.</p>
<p>Von besonderem Interesse für zukünftige Ratingeinschätzungen ist der politische Ausblick, den der vdp skizziert. Staatliche Bürgschaften für den Wohnungsneubau könnten, sofern umgesetzt, das Risikoprofil neuer Finanzierungen deutlich verändern. Für Ratingagenturen wäre dies ein kreditpositiver Faktor, da staatliche Garantien das Ausfallrisiko für Banken reduzieren und gleichzeitig den Neubau stimulieren könnten. Allerdings würde eine stärkere staatliche Rolle auch eine genaue Analyse der konkreten Ausgestaltung erfordern, um mögliche Fehlanreize oder langfristige fiskalische Risiken zu bewerten.</p>
<p>Insgesamt deutet die Pressemitteilung auf ein Umfeld hin, das kurzfristig eher stabilisierend für Credit Ratings wirkt, insbesondere im Wohnimmobiliensektor. Gleichzeitig mahnen die sinkenden Renditen, die Unsicherheiten bei Gewerbeimmobilien und die Abhängigkeit von wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zu einer weiterhin selektiven und differenzierten Ratingbetrachtung. Für Ratingagenturen bleibt der deutsche Immobilienmarkt damit kein homogener Risikoanker, sondern ein Markt mit klaren Gewinnern, aber auch Segmenten, die weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.</p>
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		<title>vdp-Studie zeigt: Wohneigentum in Deutschland wird wieder erschwinglicher</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 08:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Pfandbriefrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hat mit seiner neuen Studie „vdp-Spotlight: Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2025“ aktuelle Entwicklungen am Markt für Wohnimmobilienfinanzierungen analysiert. Das zentrale Ergebnis lautet: Der Erwerb von Wohneigentum ist wieder spürbar erschwinglicher als unmittelbar nach Beginn der Zinswende im Jahr 2022. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die positive Einkommensentwicklung und stabile Finanzierungsbedingungen. Wie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hat mit seiner neuen Studie „vdp-Spotlight: Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2025“ aktuelle Entwicklungen am Markt für Wohnimmobilienfinanzierungen analysiert. Das zentrale Ergebnis lautet: Der Erwerb von Wohneigentum ist wieder spürbar erschwinglicher als unmittelbar nach Beginn der Zinswende im Jahr 2022. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die positive Einkommensentwicklung und stabile Finanzierungsbedingungen. Wie der vdp feststellt, zeigen sich die Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung in Deutschland weiterhin solide, auch wenn sich Marktbedingungen und Käuferprofile seit der Zinswende deutlich verändert haben.</p>
<p>vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt erklärte, dass sich der Wohnimmobilienmarkt „weiterhin von der abrupten Zinswende im Jahr 2022 erholt“. Seit Mitte 2024 sei „bei Preisen und Finanzierungsvolumina wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten – in kleinen Schritten, aber fortwährend“. Gleichzeitig hätten steigende Realeinkommen und das Ende der Zinserhöhungsphase dazu beigetragen, dass „der Erwerb von Wohneigentum heute leistbarer ist als vor zwei bis drei Jahren“. Da die Neuvertragsmieten aufgrund der angespannten Lage am Wohnungsmarkt weiter steigen, werde der Erwerb von Wohneigentum für viele Haushalte erneut attraktiver.</p>
<p>Laut der Studie sank der durchschnittliche Zinssatz für Wohnimmobilienfinanzierungen zwischen 2023 und 2025 von 3,96 auf 3,50 Prozent. Die Kreditbelastungsquote blieb mit rund 26 Prozent nahezu konstant, während sich die durchschnittliche Laufzeit der Darlehen leicht von 26,6 auf 28,1 Jahre verlängerte. Auch bei den Zinsbindungen zeigt sich eine langfristige Orientierung: Im Durchschnitt liegt die Zinsbindungsfrist bei zwölf Jahren. Die Studie belegt, dass nach der Zinswende viele potenzielle Käufer zunächst aus dem Markt gedrängt wurden, weil steigende Zinsen und hohe Inflation die Finanzierungskosten in die Höhe trieben. Nun aber kehren zunehmend jene Einkommensgruppen zurück, die sich zuvor zurückgezogen hatten – begünstigt durch stabile Zinsen, geringere Inflation und gestiegene Einkommen.</p>
<p>Eine entscheidende Rolle spielen laut vdp auch die hohen Transaktionskosten, insbesondere die Grunderwerbsteuer. Diese mindere die Eigenmittelquote der Haushalte und erhöhe damit den Fremdmittelbedarf. Thomas Hofer, Bereichsleiter Immobilienmarkt und Immobilienfinanzierung Inland beim vdp und Autor der Studie, betonte: „Eine geringere Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer würde insbesondere jungen Familien den Zugang zu Wohneigentum erleichtern.“ Er hob hervor, dass Banken trotz gestiegener Nachfrage weiterhin großen Wert auf einen angemessenen Eigenkapitaleinsatz und eine tragfähige Haushaltsfinanzierung legten. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit erfolge strikt nach den Vorgaben der Wohnimmobilienkreditrichtlinie.</p>
<p>Tolckmitt lobte in diesem Zusammenhang die Stabilität der Kreditvergabestandards. „Das Bank Lending Survey der Bundesbank zeigt, dass die Banken ihre Kreditvergabestandards nicht aufweichen. Die Kreditbelastungsquote präsentiert sich dementsprechend stabil.“ Auch der Anstieg der Darlehenslaufzeiten und Fremdmittelquoten sei kein Zeichen erhöhter Risikobereitschaft, sondern Ausdruck einer Marktöffnung für breitere Einkommensschichten. „Darlehensgeber und -nehmer agieren nach wie vor sicherheitsorientiert“, betonte Tolckmitt. Insgesamt kommt die vdp-Studie zu dem Schluss, dass der Markt für Wohneigentumsfinanzierungen in Deutschland strukturell gesund bleibt und die Bedingungen für Selbstnutzer sich gegenüber den Jahren 2022 und 2023 deutlich verbessert haben.</p>
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		<title>Verlässlichkeit in der Wohnungspolitik gefordert</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 09:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktuelle Zahlen zum Programm „Wohneigentum für Familien – Bestand“ sind ernüchternd – Verband fordert auch nach der Wahl ein Wohnungsbauministerium sowie Neuausrichtung der Wohnbauförderung Der Verband der Privaten Bausparkassen („VdPB“) kritisiert mit Blick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen die Ausrichtung des Programms „Wohneigentum für Familien – Bestand“ und hofft auf eine Neuausrichtung der Wohnbauförderung nach [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuelle Zahlen zum Programm „Wohneigentum für Familien – Bestand“ sind ernüchternd – Verband fordert auch nach der Wahl ein Wohnungsbauministerium sowie Neuausrichtung der Wohnbauförderung</p>
<p>Der Verband der Privaten Bausparkassen („VdPB“) kritisiert mit Blick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen die Ausrichtung des Programms „Wohneigentum für Familien – Bestand“ und hofft auf eine Neuausrichtung der Wohnbauförderung nach der anstehenden Bundestagswahl.</p>
<p>Christian König, Hauptgeschäftsführer des VdPB, kommentiert: „Das im September 2024 gestartete Programm ‚Wohneigentum für Familien – Bestand ‘ stellte hohe energetische Anforderungen an die Sanierung einer gekauften Bestandsimmobilie; gleichzeitig wurden jedoch die Einkommensgrenzen bei der Förderberechtigung so niedrig gesetzt, dass viele Haushalte sich diese Investitionen nicht leisten konnten.“</p>
<p>Das erklärt auch die ernüchternden Zahlen: „Die Bilanz per 31. Oktober 2024 macht sich mit 92 bewilligten Anträgen (Kreditvolumen: 10,2 Mio. Euro) eher bescheiden aus. Ein ähnliches Schicksal hatte zuvor das Programm ‚Wohneigentum für Familien – Neubau‘ erlitten; hier wurden zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Oktober bisher nur 17 Anträge im Volumen von 7,7 Mio. Euro bewilligt“, fügt König hinzu.</p>
<p>Um das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr nicht vollständig aus den Augen zu verlieren, formuliert der Verband eine klare Forderung: „Der Auftrag an die Bundespolitik ist daher in erster Linie, für Verlässlichkeit in der Wohnungspolitik zu sorgen. Vor diesem Hintergrund ist es dringend geboten, die Kompetenzen zum Wohnen, Bauen und Sanieren in einem Ministerium zu bündeln“, so König. Verlässlichkeit schließt das Bekenntnis zum selbstgenutzten Wohneigentum ausdrücklich ein. Denn es trägt zur Wohnraumversorgung bei, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist der Schlüssel zum Gelingen der Energiewende im Gebäudesektor.</p>
<p>Zwar ist die höhere Dotierung der sozialen Wohnraumförderung ein Schritt in die richtige Richtung, wirkt jedoch symptomatisch und hat nur homöopathisch zum Wohnungsbau beigetragen.</p>
<p>Die Haushalte müssen sich darauf verlassen können, dass die Beschlüsse aus verschiedenen Kommissionen zur Baukostensenkung und zur Bereitstellung von Bauland endlich umgesetzt werden – viele Ideen liegen seit Jahren auf den Tischen der Bundes- und Landesministerien.</p>
<p>„Eine Wiederauflage des Baukindergelds in schlankerer Form sowie eine Verbesserung bei der Ansparförderung, die auf den zweckgerichteten Aufbau von Eigenkapital zum Eigentumserwerb abzielt, bietet sich an. Denn die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmer-Sparzulage haben nachweislich eine hohe Hebelwirkung auf den dringend benötigten Eigenkapitalaufbau für den Erwerb von Wohneigentum. Sie helfen (bei überschaubarer Belastung für die öffentlichen Haushalte) in hohem Maße private Mittel, die eine notwendige Voraussetzung für den privaten Immobilienkauf darstellen, zu mobilisieren“, schließt Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen. „Alle Maßnahmen könnten gemeinsam dazu beitragen, den gelähmten Wohnungsbau zu entfesseln.“</p>
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		<title>Quo vadis Immobiliengeschäft: Chancen und Risiken für nachhaltige Geschäftsmodelle in einem zyklischen Markt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 12:51:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel 2024 sprach Thomas Groß, CEO der Helaba, im Interview über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Immobiliengeschäft. Unter dem Titel „Quo vadis Immobiliengeschäft: Chance und Risiken für nachhaltige Geschäftsmodelle in einem zyklischen Markt“ teilte Groß seine Einschätzungen zu den gegenwärtigen Marktentwicklungen, den Wohnimmobilien, den strukturellen Veränderungen im Gewerbeimmobiliensektor und den Möglichkeiten, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel 2024 sprach Thomas Groß, CEO der Helaba, im Interview über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Immobiliengeschäft. Unter dem Titel „Quo vadis Immobiliengeschäft: Chance und Risiken für nachhaltige Geschäftsmodelle in einem zyklischen Markt“ teilte Groß seine Einschätzungen zu den gegenwärtigen Marktentwicklungen, den Wohnimmobilien, den strukturellen Veränderungen im Gewerbeimmobiliensektor und den Möglichkeiten, die sich durch die energetische Sanierung von Immobilien ergeben.</p>
<p>Thomas Groß beschrieb die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt als eine Phase der Marktbereinigung, die bereits viele Projektentwickler aus dem Markt gedrängt habe. Auch die Helaba sei von Insolvenzen in diesem Bereich betroffen gewesen. &#8222;Der Peak der Belastungen, der schon verarbeitet wurde, ist jedoch überwunden&#8220;, erklärte Groß. Trotzdem werde das Jahr 2024 weiterhin als ein Jahr des Übergangs betrachtet, in dem noch weitere Insolvenzen zu erwarten seien. „Wir wussten, dass das Immobiliengeschäft zyklisch ist“, so Groß weiter. Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass auch wieder Jahre kommen werden, in denen der Anteil des Immobiliengeschäfts an den Gewinnen der Bank ein Grund zur Freude sein werde.</p>
<p>Groß hob hervor, dass der Markt für Gewerbeimmobilien nicht nur von der natürlichen Zyklizität beeinflusst werde, sondern auch von tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. &#8222;Es geht nicht nur um Zyklizität, sondern auch um strukturelle Effekte&#8220;, betonte er. So sei beispielsweise ein Rückgang der benötigten Verkaufsfläche im Einzelhandel zu beobachten, während gleichzeitig der Bedarf an Logistikflächen wachse. Diese Verschiebungen im Markt bieten laut Groß sowohl Herausforderungen als auch Chancen, die es zu nutzen gilt.</p>
<p>Ein zentrales Thema des Gesprächs war die energetische Sanierung von Immobilien. Groß bezeichnete diese als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre. „Die benötigten Finanzierungsvolumina sind riesig“, erklärte er. Gleichzeitig sieht er in der Sanierung eine bedeutende Geschäftschance. Die Helaba könne durch die Bereitstellung von Finanzierungen für energetische Sanierungsprojekte nicht nur zur Erreichung der Klimaziele beitragen, sondern auch eine starke Marktposition einnehmen. Die Sanierung von Bestandsimmobilien ist ein komplexer und kostenintensiver Prozess, bietet aber langfristige Wertsteigerungen und entspricht den wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit.</p>
<p>Die GWH Wohnungsgesellschaft Hessen mbH, eine Tochtergesellschaft der Helaba, spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit mehr als 50.000 Wohneinheiten habe die GWH die Möglichkeit, bedeutende Impulse in der Branche zu setzen, so Groß. Durch die Sanierung und Modernisierung dieses großen Bestands an Wohnungen könne die Helaba einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks leisten und gleichzeitig die Qualität und den Wert ihrer Immobilien steigern.</p>
<p>Thomas Groß sieht die aktuelle Situation als eine Phase der Transformation für das Immobiliengeschäft. Während kurzfristige Risiken durch Marktbereinigungen und Insolvenzen bestehen bleiben, bieten sich langfristig erhebliche Chancen. Die strukturellen Veränderungen im Gewerbeimmobilienmarkt und die Notwendigkeit energetischer Sanierungen könnten als Treiber für neue, nachhaltige Geschäftsmodelle dienen. Für die Helaba bedeutet dies nicht nur Risiken, sondern auch die Möglichkeit, ihre Position im Markt zu stärken und von den langfristigen Wachstumsperspektiven zu profitieren. </p>
<p>Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu sehen, wie gut die Bank und die Branche insgesamt auf diese Herausforderungen reagieren und wie sie die Chancen nutzen können, die sich aus einem nachhaltigeren und effizienteren Immobiliengeschäft ergeben.</p>
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		<title>Dekarbonisierung von Gebäuden durch CO₂-Speicherzertifikate</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 10:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeitsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gebäudesektor trägt mit rund 37% erheblich zu den weltweiten CO₂-Emissionen bei. Angesichts der ehrgeizigen Netto-Null-Ziele besteht ein dringender Bedarf an innovativen Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen. Eine besonders vielversprechende Methode ist der moderne Holzbau, insbesondere in Kombination mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Diese Ansätze werden als Negativemissionstechnologien angesehen, da sie CO₂ nicht nur vermeiden, sondern aktiv [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gebäudesektor trägt mit rund 37% erheblich zu den weltweiten CO₂-Emissionen bei. Angesichts der ehrgeizigen Netto-Null-Ziele besteht ein dringender Bedarf an innovativen Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen. Eine besonders vielversprechende Methode ist der moderne Holzbau, insbesondere in Kombination mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Diese Ansätze werden als Negativemissionstechnologien angesehen, da sie CO₂ nicht nur vermeiden, sondern aktiv aus der Atmosphäre entfernen. Ein neuer Akteur in diesem Bereich ist das Zürcher PropTech Startup Timber Finance, das erstmals eine anerkannte Methodologie entwickelt hat, mit der Bauherren und Immobilien-Investoren die Klimaleistung ihrer Holzbauprojekte durch CO₂-Zertifikate monetarisieren können. Unterstützt wird diese Innovation unter anderem durch den Migros-Pionierfonds.</p>
<p>Während viele Industrien bereits von Einnahmen aus dem Verkauf von CO₂-Zertifikaten profitieren, gibt es nun auch für die Immobilienwirtschaft ein neues Instrument zur Förderung des Holzbaus. &#8222;Seit 2022 ist der Holzbau von internationalen Organisationen wie die UNFCCC oder der EU wie auch in der Schweiz als CO₂-Speicherlösung anerkannt&#8220;, heißt es in dem Bericht. Dies bedeutet, dass CO₂ durch Wälder der Atmosphäre entzogen und dauerhaft in den Tragkonstruktionen von Holzbauten gespeichert werden kann, sofern kein Zerfall durch Käfer, Sturm oder Feuer eintritt. Darüber hinaus ersetzt Konstruktionsholz emissionsintensive Materialien wie Stahl oder Beton und kann daher doppelt zur Dekarbonisierung beitragen.</p>
<p>Die Schweiz ist bereits als weltweit führendes Land im Ingenieurholzbau bekannt und setzt diese Tradition fort, indem sie die internationale Methodologie auf nationale Verhältnisse anpasst. Timber Finance hat kürzlich die Pilotphase gestartet, bei der rund 20 innovative Holzbauprojekte teilnehmen können, um durch CO₂-Speicherzertifikate zusätzlichen Wert zu schaffen. Auch Schweizer Forstreviere beteiligen sich an der Pilotphase und erhalten für nachhaltige Waldbewirtschaftung Vergütungen aus den Zertifikatserlösen. &#8222;Bauherren und Waldbewirtschafter sind eingeladen, sich mit Holzbauprojekten bei Timber Finance zu melden,&#8220; wird in dem Bericht hervorgehoben. Eine Ausweitung auf internationale Märkte ist für 2025 geplant.</p>
<p>Frank Vasek, Verantwortlicher für Carbon Solutions bei Timber Finance, betont die Bedeutung dieser Innovation: „Wir haben es geschafft, ein Instrument zu entwickeln, das zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors beiträgt und durch die Monetarisierung der Klimaleistung neue Werte im Bausektor schafft.&#8220; Die CO₂-Zertifikate können entweder auf den CO₂-Märkten gehandelt (Offsetting) oder von institutionellen Bauherren an der eigenen CO₂-Bilanz auf dem Weg zu Netto Null angerechnet werden (Insetting). Diese Flexibilität macht die Zertifikate besonders attraktiv für Investoren und Bauherren, die sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Ziele verfolgen.</p>
<p>Ein  Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie soll das Projekt Pünt der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund in Egg sein, im Kanton Zürich. Der Ersatzneubau mit einer Hauptnutzfläche von 7’050 m² verwendet regionales und zertifiziertes Holz und speichert so 1.462 Tonnen CO₂ in der Holztragkonstruktion. Zusätzlich werden durch den Ersatz emissionsintensiver Materialien weitere 508 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie klimafreundliches Bauen wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.</p>
<p>Neben Bauherren spielen auch Forstreviere eine zentrale Rolle in der Dekarbonisierungsstrategie durch Holzbau. Im Rahmen des Pilotprojekts beteiligen sich Forstreviere aus der ganzen Schweiz an der klimaoptimierten Bewirtschaftung von 15.000 Hektar Waldflächen. &#8222;Ziel ist es, die CO₂-Aufnahme zu steigern sowie die Ökosystemleistungen der Wälder zu entschädigen,&#8220; heißt es in dem Bericht. Durch eine gezielte Waldbewirtschaftung kann das Holzerntepotenzial optimal genutzt und das darin gespeicherte CO₂ langfristig gebunden werden, was einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leistet.</p>
<p>Die Einführung von CO₂-Speicherzertifikaten durch Timber Finance stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Bauwirtschaft dar. Durch die Verbindung von Holzbau und nachhaltiger Waldbewirtschaftung entsteht ein neuer Markt, der sowohl ökologisch als auch ökonomisch attraktiv ist. Dies könnte nicht nur die Dekarbonisierung des Gebäudesektors vorantreiben, sondern auch als Modell für andere Länder dienen, die ähnliche Wege zur Erreichung ihrer Klimaziele suchen.</p>
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		<title>Zukunft der Baufinanzierung: Herausforderungen und Perspektiven</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 15:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tomas Peeters, CEO von Baufi24, sprach auf der Handelsblatt Tagung &#8222;Zukunft Retail Banking&#8220; über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Baufinanzierung, darunter strauchelndes Neugeschäft, stockender Wohnungsbau und Sanierungsbedarf. Peeters prognostiziert, dass das politisch ausgerufene Ziel des Wohnungsbaus nicht erreicht werden kann, zumal der Neubau praktisch zum Stillstand gekommen ist. &#8222;Was heute gebaut wird, ist zwei Jahre [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Tomas Peeters, CEO von Baufi24, sprach auf der Handelsblatt Tagung &#8222;Zukunft Retail Banking&#8220; über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Baufinanzierung, darunter strauchelndes Neugeschäft, stockender Wohnungsbau und Sanierungsbedarf. </p>
<p>Peeters prognostiziert, dass das politisch ausgerufene Ziel des Wohnungsbaus nicht erreicht werden kann, zumal der Neubau praktisch zum Stillstand gekommen ist. &#8222;Was heute gebaut wird, ist zwei Jahre her, Genehmigungen von früher,&#8220; betont er. Mit einer Eigentumsquote von kaum 50 % fließt Wohngeld größtenteils in die Taschen großer Vermieter.</p>
<p>Um den Wohnbau und die Sanierung zu fördern, zitiert Peeters Prof. Dr. Stephan Paul von der Ruhr-Universität Bochum, seine mehr als 200 Milliarden Euro als notwendigen Finanzbedarf errechnet worden. Politisch sei es jedoch ausgeschlossen, dass eine solche Summe zur Verfügung gestellt wird. Peeters kritisiert, dass Banken ihre Beratungsangebote zurückgefahren haben, obwohl der Bedarf bei Immobilienkäufern weiterhin hoch ist.</p>
<p>Seit 2020 ist Tomas Peeters Geschäftsführer der Baufi24 Baufinanzierung GmbH, einer der drei größten Baufinanzierungsvermittler in Deutschland, und seit April 2022 CEO der Bilthouse-Gruppe, zu der auch Hüttig &#038; Rompf, Creditweb und das Fintech-Unternehmen FinLink gehören. Vor seiner Tätigkeit bei Baufi24 war Peeters Vorstandsmitglied der Interhyp-Gruppe und hatte verschiedene Positionen innerhalb der ING-Gruppe inne, zuletzt als Chief Strategy Officer der ING Deutschland. Als Experte für Bank- und Baufinanzierung ist Peeters ein gefragter Ansprechpartner für Journalisten und bewertet regelmäßig Trends am Markt, die Bauzinsentwicklung sowie die Aussichten für den Immobiliensektor.</p>
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		<title>Der KI-Standort Deutschland: Chancen und Entwicklungen im Rheinischen Revier</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2024 09:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Roland Bloch von der ECO Association of the Internet Industry moderierte auf der Expo eine Podiumsdiskussion über den KI-Standort Deutschland. Themen waren nachhaltige Rechenzentren und Entwicklungen im Rheinischen Revier, mit Teilnehmern wie Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg, Michael Frenzel von der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH und Gerd J. Simon, Analyst und Autor der &#8222;Machbarkeitsstudie &#8211; [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Roland Bloch von der ECO Association of the Internet Industry moderierte auf der Expo eine Podiumsdiskussion über den KI-Standort Deutschland. Themen waren nachhaltige Rechenzentren und Entwicklungen im Rheinischen Revier, mit Teilnehmern wie Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg, Michael Frenzel von der Wirtschaftsförderung Rhein-Erft GmbH und Gerd J. Simon, Analyst und Autor der &#8222;Machbarkeitsstudie &#8211; Dateninfrastrukturen im Rheinischen Revier&#8220;.</p>
<p>Gerd J. Simon berichtete, wie Prof. Pinkwart den Anstoß gab, um die Attraktivität des Standorts in NRW zu prüfen. Anfangs schien es, als würde ein Rechenzentrum nur wenig Arbeitsplätze schaffen. Besonders während der Corona-Zeit, die durch erzwungene Technologieerfahrungen geprägt war, gab es einen Schub.</p>
<p>Margarethenhöhe und andere Reviere hatten bereits Erfahrung gesammelt. Simon verwies auf Dubai, wo man es vormacht: &#8222;15 Minuten statt 30 Minuten&#8220;, als er das Leben und Arbeiten in einem Hyperscale-Rechenzentrum mit Digitalpakt beschrieb.</p>
<p>Michael Frenzel sprach über die politische Entscheidung, aus der Braunkohle auszusteigen, und wie dies zehntausende Familien betrifft und die Landschaft in Deutschland verändert, da dadurch u.a. auch der zweitgrößte Binnensee in Deutschland entsteht.</p>
<p>Sascha Solbach, Bürgermeister von Bedburg, betonte die Offenheit seiner Bürger für neue Technologien und erwähnte, dass hier einer der größten Windparks in Deutschland steht. Er erzählte: &#8222;Eine der kuriosesten Ansiedlungsgeschichten begann mit einer Verschwiegenheitserklärung. Vor mir stand ein Entwicklungsteam von Microsoft.&#8220; Diese Veränderung der Industrie- und Jobstruktur sei eine große Chance. 1,2 Millionen Menschen werden von einem Konzern auf eigene Rechnung weitergebildet, und ein 18 Hektar großes Hyperscale-Zentrum entsteht.</p>
<p>Gerd J. Simon skizzierte Dubai als eine der internationalsten Städte der Welt, die aus der Wüste entstanden ist, und verwies darauf, dass über 60 Millionen Menschen vom Rheinischen Revier aus erreichbar seien. Er sagte: &#8222;Noch heißt es Amsterdam am Rhein, vielleicht irgendwann mal Amsterdam im Rhein. Aufgrund der Höhenlage des Rheinischen Reviers kann das hier nicht passieren.&#8220;</p>
<p>Michael Frenzel erläuterte, wie &#8222;Brown Field&#8220; dazu zwingt, Ansiedlungen schneller vorzunehmen, als die Kraftwerke abgeschaltet werden. Er betonte: &#8222;Wir sind an den Backbone-Trassen, wir haben die höchste Dichte an Umspannwerken, der Standort hat enorm viel Potenzial.&#8220;</p>
<p>Gerd J. Simon schilderte die Bedeutung der sozialen Beziehungen: &#8222;Im Rheinischen Revier ist man sofort im Gespräch, wenn man ein Kölsch trinkt. Völkerverständigung pur beim Rheinischen Karneval.&#8220;</p>
<p>Sascha Solbach berichtete von der &#8222;Verkündung des Neuen Testaments&#8220;, als Microsoft seine Entscheidung verkündete. Seitdem gehe es nur noch darum, die vielen Anfragen zu sortieren. Er sagte: &#8222;Die Hyperscaler hatte keiner auf der Rechnung&#8220;, und sieht eine Wiederholung der Geschichte der Industrialisierung in seiner Region. Solbach erklärte: &#8222;Man sieht jetzt, dass wirklich was passiert. Die Kraftwerke zu Wasserstoffkraftwerken umgebaut, die Grundlast ist da. Wir haben mutige Kommunen und eine mutige Unternehmerschaft.&#8220; Bedburg habe den zweitgrößten Windpark in NRW.</p>
<p>Michael Frenzel sprach von einer irreführenden Studie, die behauptete, die Internetwirtschaft brauche keine Flächen. &#8222;Man war drauf und dran, diesen Zug komplett zu verpassen. Wenn ein großer Pinguin springt, springt ein anderer großer hinterher. Springt ein kleiner, kommen nur kleine hinterher. Die psychische Stimmung herumzudrehen, hier ist ein neuer Zug, das war eigentlich das, was Gegenstand der neuen Studie war.&#8220;</p>
<p>Sascha Solbach unterstrich die Bedeutung, nicht an irgendwelchen Fördertöpfen zu hängen. Gerd J. Simon skizzierte die vielen Dienste und Leistungen, die mit einer neuen Ansiedlung einhergehen müssen, zum Leben, Arbeiten, Shopping und Entertainment.</p>
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		<title>Ronald Slabke: Appell für gerechte und nachhaltige Wohnungspolitik</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 11:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem engagierten Appell hat Ronald Slabke, der CEO der Hypoport SE, auf die Unstimmigkeiten im deutschen Sozial- und Wohnungsbau hingewiesen, die junge Familien in eine prekäre Lage bringen. Seine scharfe Kritik beleuchtet ein System, das paradoxerweise diejenigen belohnt, die es möglicherweise nicht benötigen, und zugleich eine langfristige finanzielle Unsicherheit für kommende Generationen schafft. &#8222;Es [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In einem engagierten Appell hat <a href="https://www.linkedin.com/in/ronaldslabke/" target="_blank">Ronald Slabke, der CEO der Hypoport SE</a>, auf die Unstimmigkeiten im deutschen Sozial- und Wohnungsbau hingewiesen, die junge Familien in eine prekäre Lage bringen. Seine scharfe Kritik beleuchtet ein System, das paradoxerweise diejenigen belohnt, die es möglicherweise nicht benötigen, und zugleich eine langfristige finanzielle Unsicherheit für kommende Generationen schafft.</p>
<p>&#8222;Es ist nicht normal, dass wir jungen Familien 1.000 € Einkommensteuer im Monat abnehmen, sie aber gleichzeitig zu Berechtigten für hoch subventionierte Sozialwohnungen erklären,&#8220; bemängelt Slabke. Diese Praxis, so der CEO, führe dazu, dass in Hamburg nun zwei von drei Haushalten anspruchsberechtigt für eine Sozialwohnung sind – eine Zahl, die er mit etwa 650.000 Haushalten beziffert.</p>
<p>Ein weiterer Kritikpunkt Slabkes richtet sich gegen die mangelnde Nachprüfung der Bedürftigkeit bei der Vergabe von Sozialwohnungen. &#8222;Es ist nicht normal, dass die schon anfängliche absurde &#8218;Bedürftigkeit&#8216; während der 30-jährigen Subvention nie mehr geprüft wird. Die Fehlbelegung ist vorprogrammiert,&#8220; erklärt er.</p>
<p>Die Situation wird noch prekärer durch die stark regulierte Mietpreisentwicklung, die nach seiner Aussage nicht der wirtschaftlichen Realität entspricht. &#8222;Es ist nicht normal, dass die Miete nur um max. 0,10€ pro Jahr steigen darf, egal was die Familie zwischenzeitlich verdient, wie viele Menschen überhaupt noch in der Wohnung leben, was freie Wohnungen in Hamburg alle anderen jungen Familien kosten oder wie teuer die Instandhaltung zwischenzeitlich ist,&#8220; führt Slabke aus.</p>
<p>Besonders kritisch sieht der Hypoport-CEO die Auswirkungen dieser Politik auf den Erwerb von Wohneigentum. Die hohen Einkommensgrenzen für Sozialwohnungen in Kombination mit einer überregulierten Bauwirtschaft und steigenden Grunderwerbsteuern erschweren es einkommensstarken Familien zunehmend, Eigentum zu erwerben. &#8222;Es ist nicht normal, dass sich diese überdurchschnittlich einkommensstarken jungen Familien kein Wohneigentum mehr leisten (können), weil wir den freien Wohnungsbau tot reguliert haben,&#8220; kritisiert er.</p>
<p>Slabke warnt vor langfristigen Folgen dieser Politik für die Alterssicherung und die finanzielle Stabilität des Staates. &#8222;Es ist nicht normal, dass wir ihren und unseren Kindern durch diese kurzsichtige Wohnungsbaupolitik einen verschuldeten Staat und arme Privathaushalte hinlassen,&#8220; mahnt er.</p>
<p>Abschließend fordert der CEO eine dringende Kurskorrektur: &#8222;Es ist nicht normal, dass wir nicht endlich die in weiten Teilen unnötige und zu teure Regulierung des Wohnungsbaus abbauen.&#8220; Ronald Slabkes Standpunkt unterstreicht die Dringlichkeit, mit der ein Umdenken in der deutschen Wohnungspolitik erfolgen muss, um faire und nachhaltige Bedingungen für alle Bürger zu schaffen.</p>
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		<title>Jens Tolckmitt warnt: Immobilienmarkt und Zinswende als Prüfsteine</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Mar 2024 14:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bankenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Handelsblatt Jahrestagung Bankenaufsicht 2024 hat Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdK), deutliche Worte gefunden. Die Bankenregulierung sei administrativ kaum noch zu beherrschen, ein Problem, das auch seine Vorrednerinnen und Vorredner auf der Tagung thematisierten. Doch Tolckmitt lenkte die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Entwicklungen am Immobilienmarkt, die für die Bankenbranche von entscheidender [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Handelsblatt Jahrestagung Bankenaufsicht 2024 hat Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VdK), deutliche Worte gefunden. Die Bankenregulierung sei administrativ kaum noch zu beherrschen, ein Problem, das auch seine Vorrednerinnen und Vorredner auf der Tagung thematisierten. Doch Tolckmitt lenkte die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Entwicklungen am Immobilienmarkt, die für die Bankenbranche von entscheidender Bedeutung sind.</p>
<p>Er prognostiziert eine mögliche Stabilisierung der Preise auf dem Wohnimmobilienmarkt ab dem Sommer, während er bei den Gewerbeimmobilienpreisen keine Beruhigung vor Ende des Jahres erwartet. Angesichts dieser Situation könnten Banken gezwungen sein, ihre Risikovorsorge weiter zu erhöhen. Die Entwicklung des Immobilienmarktes sei maßgeblich vom Handeln der Europäischen Zentralbank (EZB) abhängig, deren Zinswende laut Tolckmitt viel zu spät erfolgt sei und eine unvermeidlich hohe geldpolitische Dynamik nach sich zog.</p>
<p>Die EZB und politische Akteure scheinen von den Folgen ihrer Zinspolitik auf die Immobilienmärkte überrascht worden zu sein – eine Tatsache, die Tolckmitt mit einiger Verwunderung zur Kenntnis nimmt.&#8220;Es überrascht etwas, dass politische Akteure, aber auch Institutionen wie die EZB das offenbar überrascht.&#8220;</p>
<p>Er stellt die Frage nach den richtigen Implikationen für die Bankenregulierung, die Regulierungsbehörden und die Politik. &#8222;Wir haben die Corona-Krise und andere Krisen bei stabilen Banken bewältigt&#8220;, betont Tolckmitt und fordert, dass sich die Bankenregulierung anderen Bereichen des Finanzsystems zuwenden solle, in die das traditionelle Bankgeschäft aufgrund einseitiger Regulierung zunehmend abwandert. Niemand wisse genau, was Schattenbanken sind. &#8222;Politik und Regulieren gehen den Weg, einfach weiter zu regulieren.&#8220;</p>
<p>Besonders kritisch sieht Tolckmitt die erhöhten Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung und die Einführung makroprudenzieller Kapitalpuffer für Klima- und Umweltrisiken, die er sachlich nicht gerechtfertigt findet. Er hebt hervor, dass seit 1988 insgesamt 5077 Regeln zur Bankenregulierung auf 50077 Seiten veröffentlicht wurden, allein für Basel III 4001 Regeln. Tolckmitt kritisiert, dass es 15 Jahre Dauerregulierung ohne nennenswerte Wirkungsprüfung gegeben hat, und mahnt zu mehr Besonnenheit und Effektivität in der regulatorischen Praxis.</p>
<p>Diese Aussagen werfen ein Schlaglicht auf die Spannungsfelder, in denen sich die Bankenregulierung derzeit bewegt: zwischen dem Bestreben, das Finanzsystem stabil und sicher zu halten, und der Notwendigkeit, Innovation nicht zu behindern und das Wachstum nicht zu gefährden. Die Debatte um die richtige Balance zwischen Regulierung und Freiraum für die Finanzindustrie dürfte in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.</p>
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