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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Immobilienrating</title>
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		<title>Wirtschaftliche Anbindung an Immobilieninvestment visualisieren</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2026 08:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
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		<description><![CDATA[Die am 21. August 2026 veröffentlichte Meldung der Paribus Finance zur Unternehmensanleihe 2026/2030 zeigt beispielhaft, wie sich ein modernes Anleiherating entwickeln lässt, wenn nicht nur Emittent, Kupon und Laufzeit betrachtet werden, sondern die gesamte wirtschaftliche Struktur hinter einem Wertpapier. Paribus Finance beschreibt die neue Anleihe als „besicherte und nicht nachrangige Inhaberschuldverschreibung“ mit einer festen Verzinsung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die am 21. August 2026 veröffentlichte Meldung der Paribus Finance zur Unternehmensanleihe 2026/2030 zeigt beispielhaft, wie sich ein modernes Anleiherating entwickeln lässt, wenn nicht nur Emittent, Kupon und Laufzeit betrachtet werden, sondern die gesamte wirtschaftliche Struktur hinter einem Wertpapier. Paribus Finance beschreibt die neue Anleihe als „besicherte und nicht nachrangige Inhaberschuldverschreibung“ mit einer festen Verzinsung von 5,5 Prozent p. a. und einem Emissionsvolumen von bis zu 10 Millionen Euro. Die Laufzeit endet planmäßig am 20. März 2030; gleichzeitig besteht eine Verlängerungsoption bis längstens 20. März 2032. Während dieser Verlängerungsphase soll der Zinssatz auf 6,5 Prozent p. a. steigen.</p>
<p>Für ein Anleiherating sind solche Eckdaten wichtig, aber sie erzählen noch nicht die ganze Geschichte. Interessant wird die Anleihe gerade durch ihre wirtschaftliche Anbindung an einen konkreten Sachwert. Der Nettoemissionserlös von rund 9,5 Millionen Euro soll nach Angaben von Paribus Finance für den Erwerb von Anteilen am Publikums-AIF Paribus Technologiezentrum Berlin eingesetzt werden. Die Fondsanteile werden zugunsten der Anleihegläubiger verpfändet. Damit entsteht neben dem Rückzahlungsanspruch gegenüber der Emittentin „eine zusätzliche, auf einem Immobilieninvestment basierende Sicherheit“.</p>
<p>Für ein Rating eröffnet sich dadurch eine mehrdimensionale Analyse. Zu beurteilen ist nicht nur die Bonität der Paribus Finance GmbH. Ebenso relevant sind die Qualität des Immobilieninvestments, die Struktur des Fonds, die Verpfändung der Fondsanteile, die Vermietungssituation, die Laufzeit des Mietvertrags, die Bonität des Mieters, die Entwicklung des Standorts und die Fähigkeit des Investments, über die Laufzeit der Anleihe hinweg stabile wirtschaftliche Werte zu erzeugen.</p>
<p>Der zugrunde liegende Sachwert ist dabei bemerkenswert konkret. Der Fonds hält einen rund 37.000 Quadratmeter großen Büro-, Forschungs- und Laborcampus am Wohlrabedamm in Berlin-Spandau. Mieter ist die BSH Hausgeräte GmbH, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Robert Bosch GmbH. BSH nutzt den Standort als Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Bereich Wäschepflege. Der Mietvertrag läuft bis zum 31. August 2036 und sieht laut Mitteilung eine vollständige jährliche Anpassung der Miete an die Entwicklung des Verbraucherpreisindex vor.</p>
<p>Für ein Rating bedeutet dies: Zwischen dem Wertpapier und dem zugrunde liegenden Immobilieninvestment bestehen zahlreiche Verbindungen, die gemeinsam beurteilt werden müssen. Der Anleger kauft wirtschaftlich betrachtet nicht einfach eine Forderung mit 5,5 Prozent Verzinsung. Er investiert in ein strukturiertes Finanzierungsmodell, dessen Risiko- und Ertragsprofil durch Emittent, Sicherheitenstruktur, Fonds, Immobilie, Mieter und Standort beeinflusst wird.</p>
<p>Genau an dieser Stelle gewinnt die immersive Visualisierung durch <a href="https://data2space.com" target="_blank">Data2Space</a> eine neue Bedeutung. Die verschiedenen Ebenen einer solchen Anleihe können in einem gemeinsamen Datenraum miteinander verbunden werden. Der Ausgangspunkt ist die Anleihe. Von dort führt die Datenstruktur zur Emittentin, zur Mittelverwendung, zu den erworbenen Fondsanteilen und zur Verpfändung. Von den Fondsanteilen führt der Datenraum weiter zum Immobilienobjekt, zum Standort, zum Mietvertrag und zum Mieter. Jede dieser Ebenen kann wiederum mit weiteren Informationen verbunden werden.</p>
<p>Das klassische Rating verdichtet diese Informationen zu einer Beurteilung. Data2Space kann dagegen die Entstehung des Risikoprofils sichtbar machen. Der Nutzer kann sich gewissermaßen durch die wirtschaftliche Architektur des Investments bewegen. Dadurch wird die Frage „Wie sicher ist die Anleihe?“ durch die wesentlich präzisere Frage ergänzt: „Welche Beziehungen und Abhängigkeiten bestimmen die Sicherheit der Anleihe?“</p>
<p>Auch die Standortdimension lässt sich immersiv darstellen. Paribus weist darauf hin, dass sich das Technologiezentrum nur rund 600 Meter von der „Siemensstadt Square“ entfernt befindet, die als eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Berlins beschrieben wird. Für die Bewertung eines Immobilieninvestments ist diese Information nicht isoliert zu betrachten. Infrastruktur, Nachbarschaft, Stadtentwicklung, Arbeitsmarkt, Mietmarkt und wirtschaftliche Dynamik können miteinander verknüpft werden. Data2Space kann solche Informationen in einen räumlichen Kontext stellen und dadurch eine klassische Finanzanalyse um eine Standortanalyse erweitern.</p>
<p>Hinzu kommt die operative Erfahrung des Anbieters. Paribus erklärt, das Unternehmen betreue die Immobilie bereits seit 2011 und verfüge damit über „langjährige operative Erfahrung mit dem Objekt, dem Mieter und dem Standort“. Auch dieser Faktor lässt sich in ein umfassendes Ratingmodell integrieren. Historische Daten über Vermietung, Objektmanagement, Investitionen, Instandhaltung und Entwicklung können mit dem aktuellen Ratingobjekt verbunden werden.</p>
<p>Besonders interessant ist die Zinsstruktur. Die reguläre Verzinsung beträgt 5,5 Prozent p. a.; für einen möglichen Verlängerungszeitraum steigt sie auf 6,5 Prozent p. a. Damit entsteht eine zeitliche Dimension, die sich in einem immersiven Datenraum darstellen lässt. Die Anleihe kann in verschiedene Phasen zerlegt werden: Emission, laufende Verzinsung, planmäßige Rückzahlung und gegebenenfalls Verlängerungsphase. Gleichzeitig können die jeweiligen Risiken und wirtschaftlichen Voraussetzungen den einzelnen Zeitabschnitten zugeordnet werden.</p>
<p>Die Meldung selbst beschreibt das Produkt als „Auftakt“ einer Produktreihe mit „klarem Sachwertbezug“. Genau dieser Sachwertbezug ist für die Weiterentwicklung des Ratings besonders interessant. Je stärker ein Finanzprodukt mit einem realen Vermögenswert verbunden ist, desto wichtiger wird die Fähigkeit, Finanz- und Sachwertdaten gemeinsam zu analysieren. Eine Immobilienanleihe lässt sich nicht vollständig verstehen, wenn die Immobilie lediglich als Fußnote im Wertpapierprospekt erscheint.</p>
<p>Die RATING EVIDENCE GmbH beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der systematischen Bewertung von Finanzinstrumenten, Unternehmen, Vermögensanlagen und Sachwerten. Die gemeinsam mit Mitherausgebern herausgegebenen Werke wie „Handbuch Rating“, „Rating von Vermögensverwaltungen“, „Transparenzrating“ und „Rating von Finanzinstituten“ zeigen die Entwicklung von der klassischen Bonitätsbeurteilung hin zu einer immer umfassenderen Betrachtung von Risiko, Transparenz, Management und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Gerade diese Verbindung verschiedener Ratingdimensionen ist für strukturierte Sachwertfinanzierungen besonders relevant.</p>
<p>Die Paribus-Anleihe verdeutlicht damit eine grundsätzliche Entwicklung des Ratings. Ein Wertpapier lässt sich nicht mehr nur über seine isolierten Produkteigenschaften beurteilen. Entscheidend ist zunehmend das Netzwerk dahinter: Wer emittiert? Wofür werden die Mittel verwendet? Welche Vermögenswerte stehen dahinter? Welche Sicherheiten bestehen? Wer nutzt diese Vermögenswerte? Wie lange laufen Verträge? Welche Standortfaktoren wirken? Welche Abhängigkeiten entstehen? Und wie verändern sich diese Faktoren während der Laufzeit?</p>
<p>Data2Space bietet hierfür eine neue Form der Evidenz. Die immersive Visualisierung ersetzt weder Wertpapierprospekt noch Ratingmethodik noch rechtliche Prüfung. Sie schafft vielmehr eine zusätzliche Ebene, auf der komplexe Informationen miteinander verbunden und räumlich erfahrbar werden. Gerade bei Anleihen mit Sachwertbezug kann dies einen erheblichen Erkenntnisgewinn schaffen.</p>
<p>Aus einer Anleihe wird damit ein navigierbares Wirtschaftsmodell. Der Kupon ist nur ein Punkt darin. Emittent, Immobilie, Fonds, Mieter, Standort, Vertragslaufzeiten, Sicherheiten und Zahlungsströme werden zu miteinander verbundenen Elementen. Das ermöglicht eine neue Perspektive auf Anleihe- und Zertifikateratings: Nicht nur die Bewertung steht im Mittelpunkt, sondern die immersive Evidenz der wirtschaftlichen Struktur, die diese Bewertung begründet.</p>
<p>Für Anleger entsteht dadurch eine zusätzliche Möglichkeit, Chancen und Risiken zu verstehen. Für Analysten entsteht ein Instrument, um komplexe Zusammenhänge schneller zu erkennen. Und für Emittenten entsteht die Möglichkeit, die Qualität und Struktur eines Investments wesentlich anschaulicher zu vermitteln. Gerade bei Sachwertanleihen kann die Verbindung von Ratingmethodik und Data2Space deshalb zum nächsten Entwicklungsschritt einer evidenzbasierten Finanzanalyse werden.</p>
<p>Die Angaben zur Paribus Finance Unternehmensanleihe 2026/2030 stammen aus der vorgelegten Werbemitteilung. Sie stellen keine eigene Bonitäts- oder Anlageempfehlung dar. Die Meldung weist selbst darauf hin, dass der Erwerb mit Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden ist und das öffentliche Angebot ausschließlich auf Grundlage des gebilligten Wertpapierprospekts einschließlich etwaiger Nachträge erfolgt.</p>
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		<title>Immobilienrating: Von der Einzelimmobilie zur vernetzten Immobilienwelt</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2026 14:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Immobilien sind keine statischen Vermögenswerte. Ihr wirtschaftlicher Erfolg hängt von einer Vielzahl miteinander verbundener Faktoren ab: Standort, Nutzung, Mieter, Mietverträge, Finanzierung, baulicher Zustand, Marktumfeld, Nachhaltigkeit und zukünftige Entwicklungsperspektiven. Je komplexer ein Immobilienbestand wird, desto wichtiger wird eine systematische Bewertung, die über den reinen Marktwert eines Objekts hinausgeht. Die Entwicklung des Immobilienratings zeigt, wie sich diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Immobilien sind keine statischen Vermögenswerte. Ihr wirtschaftlicher Erfolg hängt von einer Vielzahl miteinander verbundener Faktoren ab: Standort, Nutzung, Mieter, Mietverträge, Finanzierung, baulicher Zustand, Marktumfeld, Nachhaltigkeit und zukünftige Entwicklungsperspektiven. Je komplexer ein Immobilienbestand wird, desto wichtiger wird eine systematische Bewertung, die über den reinen Marktwert eines Objekts hinausgeht.</p>
<p>Die Entwicklung des Immobilienratings zeigt, wie sich diese Betrachtung über die vergangenen Jahre ausdifferenziert hat. Für unterschiedliche Immobilienarten und Fragestellungen sind spezialisierte Ratingansätze entstanden. Drei Bücher verdeutlichen diese Entwicklung besonders anschaulich: „Rating von Einzelhandelsimmobilien“, „Rating von Immobilienportfolios“ und „Rating von Industrieimmobilien“. Sie stehen für unterschiedliche Perspektiven auf die Bewertung von Immobilien und zeigen zugleich, wie vielseitig Rating als Instrument für Investition, Finanzierung und Management eingesetzt werden kann.</p>
<p>„Rating von Einzelhandelsimmobilien“ von Oliver Everling, Olaf Jahn und Elisabeth Kammermeier erschien 2009 bei Gabler und widmet sich der Frage, wie Qualität, Potenziale und Risiken von Einzelhandelsimmobilien systematisch bewertet werden. Das umfangreiche Werk behandelt unter anderem Shopping-Center, Fachmärkte, Standortfaktoren, Markt- und Objektratings, Finanzierung, Asset Management, Nachhaltigkeit sowie rechtliche und technische Aspekte.</p>
<p>Gerade bei Einzelhandelsimmobilien zeigt sich, dass der Wert eines Objekts nicht allein aus seiner baulichen Substanz entsteht. Entscheidend sind auch die Lage, die Wettbewerbssituation, die Attraktivität des Standorts, die Mieterstruktur und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Nutzungskonzepts. Ein Einkaufszentrum kann beispielsweise über eine hochwertige Immobilie verfügen und trotzdem wirtschaftlich unter Druck geraten, wenn sich Kundenströme, Wettbewerbsstrukturen oder das lokale Umfeld verändern.</p>
<p>Das Buch „Rating von Immobilienportfolios“ von Oliver Everling und Raphael Slowik richtet den Blick auf die nächste Ebene. Hier steht nicht mehr die einzelne Immobilie im Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel zahlreicher Objekte innerhalb eines Portfolios. Das 2009 erschienene Praxishandbuch behandelt Grundlagen der Beurteilung und Bewertung von Immobilienportfolios, Marktdaten und Bewertungsrisiken sowie den Nutzen von Ratings für verschiedene Bereiche der Immobilienwirtschaft.</p>
<p>Ein Portfolio bringt zusätzliche Komplexität. Die Qualität eines einzelnen Objekts sagt noch nichts über die Qualität des gesamten Bestands aus. Regionale Konzentrationen, unterschiedliche Nutzungsarten, Mietvertragsstrukturen, Finanzierungen und Marktzyklen beeinflussen das Gesamtrisiko. Ein professionelles Immobilienrating muss deshalb sowohl die einzelnen Objekte als auch deren Beziehungen zueinander betrachten.</p>
<p>Mit „Rating von Industrieimmobilien“ von Oliver Everling und Peter Salostowitz kommt eine weitere wichtige Perspektive hinzu. Das 2023 bei Springer Gabler erschienene Werk beschäftigt sich mit Industrie- und Logistikimmobilien und berücksichtigt dabei unter anderem Markt- und Standortentwicklung, Finanzierung, Bewertungsstandards, künstliche Intelligenz, Machine Learning, Smart Data, ESG, technische Gebäudeausrüstung und die Perspektive der Fondsbranche.</p>
<p>Gerade bei Industrieimmobilien zeigt sich, wie stark sich die Anforderungen an Immobilien verändern. E-Commerce, Automatisierung, Robotik, Elektromobilität, neue Lieferketten und veränderte Produktionsstrukturen beeinflussen die Anforderungen an Standorte und Gebäude. Eine Immobilie, die heute optimal für einen bestimmten Nutzer geeignet ist, muss nicht automatisch auch langfristig zukunftsfähig sein. Das Rating muss deshalb neben der aktuellen Situation auch die Anpassungsfähigkeit und Zukunftsperspektive einer Immobilie erfassen.</p>
<p>Die drei Bücher machen deutlich, dass Immobilienrating längst mehr ist als die Vergabe einer einzelnen Note. Rating strukturiert komplexe Informationen, macht unterschiedliche Objekte vergleichbar und unterstützt Entscheidungen in den Bereichen Investition, Finanzierung und Management. Gleichzeitig wird deutlich, dass unterschiedliche Immobilienarten unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe benötigen.</p>
<p>Genau an diesem Punkt eröffnet <a href="https://data2space.com" target="_blank">Data2Space</a> eine neue Dimension. Der Service verbindet Immobilien-, Finanz- und Unternehmensdaten mit immersiver Visualisierung und macht komplexe Strukturen in interaktiven dreidimensionalen Umgebungen sichtbar. Damit lassen sich die Informationen hinter einem Immobilienrating nicht nur in Tabellen und Berichten darstellen, sondern als zusammenhängende Informationswelt erkunden.</p>
<p>Bei einer Einzelhandelsimmobilie können beispielsweise Standort, Einzugsgebiet, Wettbewerb, Mieterstruktur, Umsätze und wirtschaftliche Kennzahlen miteinander verbunden werden. Bei einem Immobilienportfolio können zahlreiche Objekte räumlich und wirtschaftlich in Beziehung gesetzt werden. Bei Industrieimmobilien lassen sich Standortqualität, Gebäudeeigenschaften, technische Ausstattung, Nutzerstruktur und weitere Faktoren gemeinsam betrachten.</p>
<p>Damit entsteht ein Wechsel von der isolierten Bewertung zur vernetzten Analyse. Der Nutzer sieht nicht nur, dass eine Immobilie eine bestimmte Ratingbewertung erhält. Er kann auch nachvollziehen, welche Faktoren zu dieser Bewertung beitragen und wie diese Faktoren mit anderen Informationen verbunden sind.</p>
<p>Data2Space wird dadurch zum Gamechanger für die nächste Generation des Immobilienratings. Der Service ersetzt weder die Immobilienbewertung noch die Ratingmethodik. Er erweitert vielmehr den Zugang zu den Daten und Zusammenhängen, auf denen die Bewertung basiert.</p>
<p>Besonders relevant wird dies bei Immobilienportfolios. Ein klassischer Bericht kann hunderte Objekte mit zahlreichen Kennzahlen enthalten. Die Herausforderung besteht darin, daraus ein Gesamtbild zu entwickeln. Eine immersive Datenvisualisierung schafft eine zusätzliche Perspektive, indem sie einzelne Objekte, Regionen, Nutzungsarten und wirtschaftliche Merkmale in einen gemeinsamen Raum bringt.</p>
<p>Auch Veränderungen lassen sich dadurch anders betrachten. Ein Portfolio kann nicht nur hinsichtlich seines aktuellen Zustands analysiert werden. Entwicklungen bei Standorten, Mietern, Nutzungsarten oder wirtschaftlichen Kennzahlen können in den größeren Zusammenhang gestellt werden. Damit wird das Rating zu einem Instrument für kontinuierliche Beobachtung und strategische Steuerung.</p>
<p>Die drei Bücher zeigen zugleich eine Entwicklung des Ratinggedankens: von der spezialisierten Betrachtung einzelner Immobilienarten über die Analyse von Portfolios bis hin zur Berücksichtigung neuer technologischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Anforderungen. „Rating von Einzelhandelsimmobilien“ schafft eine detaillierte Perspektive auf Handelsimmobilien, „Rating von Immobilienportfolios“ erweitert den Blick auf Bestände und deren Risiken, während „Rating von Industrieimmobilien“ aktuelle Herausforderungen der Industrie- und Logistikimmobilien aufgreift.</p>
<p>Data2Space setzt an der Schnittstelle dieser Entwicklungen an. Der Service macht aus einer Vielzahl von Immobilieninformationen eine interaktive Datenlandschaft. Dadurch können Einzelobjekte, Portfolios und unterschiedliche Immobilienklassen innerhalb eines gemeinsamen Informationsmodells betrachtet werden.</p>
<p>Der eigentliche Gamechanger liegt deshalb nicht allein in der dreidimensionalen Darstellung. Entscheidend ist die Verbindung von Ratingmethodik, Daten und Visualisierung. Das Rating liefert die strukturierte Bewertung, die Daten liefern die Grundlage und Data2Space macht die Beziehungen zwischen den Informationen sichtbar.</p>
<p>So entwickelt sich Immobilienrating von einer statischen Bewertung zu einem dynamischen Analyseinstrument. Die Immobilie wird nicht mehr isoliert betrachtet, sondern als Teil eines wirtschaftlichen, räumlichen und strukturellen Zusammenhangs. Aus einzelnen Objekten werden Portfolios, aus Kennzahlen werden Beziehungen und aus einem Rating wird eine interaktive Perspektive auf die gesamte Immobilienwelt.</p>
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		<title>Wenn Kreditrisiken zusammenhängen: Wie Data2Space die neue Realität des Immobilienratings sichtbar macht</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 11:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Analyse von Scope Ratings zum europäischen Immobilienmarkt zeigt ein Problem, das für das moderne Kreditrating immer wichtiger wird: Die entscheidenden Risiken liegen häufig nicht in einzelnen Kennzahlen, sondern in den Beziehungen zwischen ihnen. Genau hier setzt Data2Space an. Data2Space macht komplexe Finanz- und Unternehmensdaten räumlich sichtbar und schafft damit eine Umgebung, in der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die aktuelle Analyse von Scope Ratings zum europäischen Immobilienmarkt zeigt ein Problem, das für das moderne Kreditrating immer wichtiger wird: Die entscheidenden Risiken liegen häufig nicht in einzelnen Kennzahlen, sondern in den Beziehungen zwischen ihnen. Genau hier setzt <a href="https://data2space.com" target="_blank">Data2Space</a> an. Data2Space macht komplexe Finanz- und Unternehmensdaten räumlich sichtbar und schafft damit eine Umgebung, in der Zusammenhänge nicht nur beschrieben, sondern unmittelbar untersucht werden können.</p>
<p>Scope beschreibt den europäischen Immobilienmarkt als zunehmend zweigeteilt. Nachhaltigkeitsbezogene Investitionen in Immobilien dienen demnach immer weniger allein der Wertsteigerung, sondern zunehmend dem Werterhalt. Für Immobilienunternehmen wird die Frage entscheidend, wie viel Kapital erforderlich ist, um bestehende Gebäude attraktiv, vermietbar und finanzierbar zu halten. Diese Entwicklung zeigt exemplarisch, warum klassische Einzelkennzahlen für die Beurteilung von Kreditqualität an Grenzen stoßen.</p>
<p>Ein sogenanntes „stranded asset“ ist dabei keineswegs nur ein leerstehendes Gebäude. Gemeint sind Immobilien, die aufgrund mangelnder Energieeffizienz, veralteter Ausstattung oder eines ungünstigen Standorts Schwierigkeiten bekommen, vermietet oder verkauft zu werden. Entscheidend ist also nicht nur der aktuelle Zustand eines Objekts, sondern die Beziehung zwischen Immobilie, Mietern, Investoren, Kreditgebern und regulatorischen Anforderungen. Genau diese Beziehungen sind für Data2Space der zentrale Anwendungsfall.</p>
<p>Ein herkömmlicher Ratingbericht kann beispielsweise feststellen, dass steigende Investitionen in die Energieeffizienz erforderlich sind. Er kann die daraus resultierenden Auswirkungen auf Cashflow, Verschuldung und Immobilienwerte analysieren. Die Informationen bleiben jedoch häufig über verschiedene Tabellen, Kennzahlen und Textpassagen verteilt. Data2Space führt diese Informationen in einem gemeinsamen räumlichen Modell zusammen.</p>
<p>Eine Immobilie kann mit ihrem Standort, ihrem Energiezustand, ihren Mietern, ihrer Bewertung, ihren Finanzierungen und ihren notwendigen Investitionen verbunden werden. Gleichzeitig lässt sich die Immobilie der Kapitalstruktur des Eigentümers zuordnen. Damit wird sichtbar, wie ein zunächst als ESG-Thema erscheinendes Problem unmittelbar zu einem Kreditrisiko werden kann. Diese Verbindung ist für das Rating besonders relevant.</p>
<p>Die Scope-Analyse verweist darauf, dass strengere Regulierung, veränderte Anforderungen der Mieter und eine stärkere Prüfung durch Kreditgeber den Investitionsbedarf erhöhen. Gleichzeitig konzentriert sich die Nachfrage zunehmend auf hochwertige und energieeffiziente Immobilien. Ineffizientere Objekte in sekundären Lagen geraten dagegen unter Druck und werden mit einem zunehmenden Abschlag gehandelt. Data2Space kann diese Marktaufspaltung räumlich darstellen.</p>
<p>Auf einer Ebene erscheinen die einzelnen Immobilien. Auf einer anderen Ebene lassen sich Standortqualität, Energieeffizienz und Nachfrageentwicklung abbilden. Eine weitere Ebene zeigt die Eigentümer- und Finanzierungsstruktur. Der Nutzer kann zwischen diesen Ebenen wechseln und erkennen, wie Veränderungen eines Faktors auf andere Bereiche wirken. Damit wird aus „ESG-Risiko“ ein vernetztes Kreditrisiko.</p>
<p>Besonders deutlich wird dies beim erforderlichen Capex. Nach der zitierten Analyse können umfassende Energieeffizienzmaßnahmen und Renovierungen bei europäischen Büroimmobilien einen erheblichen Anteil des Immobilienwerts erreichen. Bei stärkerer funktionaler oder physischer Überalterung können sogar sehr umfangreiche Repositionierungen oder Neubauentwicklungen erforderlich werden. Für das Rating ist aber nicht allein die Höhe des Capex entscheidend. Entscheidend ist die Frage, wer diesen Kapitalbedarf finanzieren kann.</p>
<p>Data2Space macht genau diese Beziehung sichtbar. Die erforderlichen Investitionen werden mit Liquidität, Verschuldung, Cashflow und Zugang zu Kapital verbunden. Der Nutzer sieht dadurch unmittelbar, ob ein Immobilienunternehmen über ausreichende finanzielle Flexibilität verfügt, um die notwendigen Investitionen zu stemmen. Das führt zu einer wesentlich differenzierteren Betrachtung der Kreditqualität.</p>
<p>Zwei Immobilienunternehmen können beispielsweise ein vergleichbares Immobilienportfolio besitzen und dennoch ein völlig unterschiedliches Kreditprofil aufweisen. Das eine Unternehmen verfügt über hohe Liquiditätsreserven, moderates Leverage und guten Kapitalmarktzugang. Das andere ist hoch verschuldet und besitzt nur begrenzte finanzielle Spielräume. Der gleiche Capex-Bedarf erzeugt deshalb bei beiden Unternehmen ein völlig unterschiedliches Kreditrisiko. In einer klassischen Tabelle muss diese Beziehung zunächst gedanklich hergestellt werden. In Data2Space wird sie Bestandteil der Informationsstruktur.</p>
<p>Auch die Auswirkungen auf die Vermögenswerte lassen sich miteinander verbinden. Sinkende Attraktivität eines Gebäudes kann die Vermietbarkeit beeinträchtigen. Eine geringere Vermietung kann den Cashflow reduzieren. Sinkende Cashflows können die Verschuldungskennzahlen verschlechtern. Gleichzeitig kann ein sinkender Immobilienwert die Besicherung von Finanzierungen schwächen und die Refinanzierung erschweren. Aus einem einzelnen Problem entsteht eine Kette von Kreditrisiken. Data2Space macht diese Kette sichtbar.</p>
<p>Gerade für Immobilienratings ist dies entscheidend. Die eigentliche Frage lautet nicht nur, ob ein Gebäude energieeffizient ist. Die entscheidende Ratingfrage lautet vielmehr: Welche wirtschaftlichen Konsequenzen hat die fehlende Energieeffizienz für Mieter, Mieteinnahmen, Immobilienwert, Cashflow, Verschuldung, Refinanzierung und Recovery? Diese Faktoren lassen sich in Data2Space als miteinander verbundene Elemente einer gemeinsamen Ratinglandschaft darstellen.</p>
<p>Auch der sogenannte „brown discount“ erhält dadurch eine andere Bedeutung. Ein Preisabschlag für weniger effiziente Immobilien ist zunächst ein Marktphänomen. Für einen Kreditgeber wird daraus ein potenzielles Sicherheiten- und Recovery-Risiko. Sinkt der Wert einer Immobilie, verändert sich möglicherweise die Beleihungssituation. Bei einer Refinanzierung kann dies wiederum die Finanzierungsmöglichkeiten des Eigentümers beeinflussen.</p>
<p>Data2Space verbindet Marktwert, Sicherheiten und Finanzierung in einer gemeinsamen Struktur. Damit wird auch verständlicher, warum finanzielle Flexibilität nach der Scope-Analyse zunehmend zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal der Kreditqualität wird. Nicht jede Immobiliengesellschaft muss dieselben Risiken tragen. Entscheidend ist ihre Fähigkeit, auf diese Risiken zu reagieren. Data2Space stellt deshalb nicht nur Risiken dar, sondern auch Handlungsspielräume.</p>
<p>Liquidität, Verschuldung, Cashflow, verfügbare Finanzierung und erwarteter Investitionsbedarf können gemeinsam betrachtet werden. Der Nutzer erkennt, wo finanzielle Puffer vorhanden sind und wo sich Engpässe entwickeln. Diese Perspektive ist insbesondere für die Zukunftsanalyse eines Ratings relevant.</p>
<p>Ein Immobilienunternehmen kann heute noch ein solides Kreditprofil aufweisen. Wenn jedoch in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen erforderlich werden und gleichzeitig große Finanzierungen fällig werden, kann sich die Situation erheblich verändern. Das Risiko liegt dann nicht in einer einzelnen aktuellen Kennzahl, sondern in der zeitlichen Überlagerung mehrerer Entwicklungen. Data2Space bildet solche Überlagerungen ab.</p>
<p>Investitionsbedarf, Refinanzierungstermine, Mietvertragslaufzeiten und erwartete Cashflows können innerhalb einer zeitlichen Informationsstruktur dargestellt werden. Damit wird sichtbar, wann mehrere Belastungen gleichzeitig auftreten. Dies führt zu einer wichtigen Erweiterung des Ratingverständnisses: Kreditrisiko ist nicht nur eine Eigenschaft, sondern eine Entwicklung.</p>
<p>Auch Szenarioanalysen werden dadurch besonders anschaulich. Ein Analyst kann beispielsweise untersuchen, wie sich ein höherer Investitionsbedarf auf Verschuldung und Liquidität auswirkt. Ebenso lässt sich analysieren, welche Folgen eine sinkende Vermietungsquote oder ein Rückgang der Immobilienwerte für das gesamte Kreditprofil hat. Die einzelnen Szenarien erscheinen nicht als isolierte Tabellen, sondern als Veränderungen innerhalb derselben räumlichen Struktur. Damit wird die Ratingmethodologie interaktiv erfahrbar.</p>
<p>Die Analyse von Scope zeigt zudem, dass Nachhaltigkeitsinvestitionen zunehmend eine Voraussetzung für die langfristige Werterhaltung werden. Das bedeutet für das Rating eine wichtige Verschiebung: ESG-Capex ist nicht mehr ausschließlich eine Frage langfristiger Nachhaltigkeitsziele. Er wird zu einem unmittelbaren Bestandteil der kurzfristigen und mittelfristigen Kreditqualität. Data2Space macht diese Verschiebung sichtbar, weil ESG-Faktoren direkt mit finanziellen Faktoren verbunden werden.</p>
<p>Energieeffizienz steht dann neben Mietentwicklung, Mietentwicklung neben Cashflow, Cashflow neben Verschuldung und Verschuldung neben Refinanzierung. Die Verbindung zwischen diesen Faktoren wird nicht erst im Text erklärt, sondern als Teil der Datenstruktur dargestellt. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer bloßen Visualisierung und einem räumlichen Analysemodell.</p>
<p>Die Stärke von Data2Space besteht nicht darin, einen Ratingbericht dreidimensional abzubilden. Die eigentliche Leistung besteht darin, die Beziehungen zwischen den Daten sichtbar und interaktiv untersuchbar zu machen. Damit erhält auch die Aussage über die zunehmende Zweiteilung des europäischen Immobilienmarktes eine zusätzliche Dimension. Auf der einen Seite stehen Immobilien, die ausreichend Kapital erhalten, um ihre Attraktivität und Liquidität zu bewahren. Auf der anderen Seite stehen Objekte, bei denen der erforderliche Investitionsaufwand die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Eigentümers übersteigt.</p>
<p>Diese beiden Welten lassen sich in einer Data2Space-Umgebung als unterschiedliche Bereiche einer Immobilien- und Kreditlandschaft darstellen. Für Investoren und Kreditgeber entsteht dadurch eine neue Form der Analyse. Sie sehen nicht nur, welche Immobilien oder Unternehmen heute ein bestimmtes Rating besitzen. Sie erkennen auch, welche Faktoren dieses Rating stabilisieren oder gefährden und wie sich diese Faktoren gegenseitig beeinflussen. Das ist der entscheidende Mehrwert für das Kreditrating.</p>
<p>Data2Space macht aus der statischen Ratingaussage ein interaktives Modell der Kreditqualität. Gerade bei Immobilien, wo technische Eigenschaften, regulatorische Anforderungen, Mietmärkte, Investitionsbedarf, Immobilienwerte und Finanzierungsstrukturen eng miteinander verbunden sind, wird dadurch eine wesentliche Eigenschaft moderner Kreditrisiken sichtbar: Das Risiko befindet sich nicht in einem einzelnen Datenpunkt. Es entsteht aus dem Zusammenspiel der Datenpunkte.</p>
<p>Die aktuelle Diskussion über europäische Immobilien und stranded assets zeigt, wie wichtig diese Perspektive geworden ist. Data2Space liefert dafür die passende Informationsarchitektur: Nicht nur Daten werden sichtbar, sondern ihre Beziehungen. Damit wird aus ESG-Risiko Kreditrisiko, aus Kreditrisiko eine vernetzte Struktur und aus der Ratinganalyse eine interaktive Landschaft, in der Investoren und Kreditgeber die Entstehung und Veränderung von Kreditqualität unmittelbar untersuchen können.</p>
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		<title>Gemeinschaftliches Wohnen zwischen europäischer Plattformstrategie und lokaler Realität</title>
		<link>http://www.everling.de/gemeinschaftliches-wohnen-zwischen-europaeischer-plattformstrategie-und-lokaler-realitaet/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2026 08:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Start von NestFrame entsteht eine neue europäische Plattform für gemeinschaftsorientierte Wohnformen. Das in Stockholm ansässige Unternehmen beschreibt sich als „pan-European investment and operating platform dedicated exclusively to community living operators“ und will regionale Betreiber vollständig übernehmen, ohne deren Identität aufzugeben. „Our ambition is permanent ownership“, sagt CEO Niklas Andersson. Man baue „not to [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Start von NestFrame entsteht eine neue europäische Plattform für gemeinschaftsorientierte Wohnformen. Das in Stockholm ansässige Unternehmen beschreibt sich als „pan-European investment and operating platform dedicated exclusively to community living operators“ und will regionale Betreiber vollständig übernehmen, ohne deren Identität aufzugeben. „Our ambition is permanent ownership“, sagt CEO Niklas Andersson. Man baue „not to flip“, sondern für langfristige Trägerschaft. Der Anspruch ist klar formuliert: „The opportunity is structural. The ownership is permanent. The strategy is to compound, region by region.“</p>
<p>Überträgt man diesen Ansatz auf eine Gemeinde wie Rodenbach, stellt sich die Frage, ob das Modell eines europaweit skalierenden Community-Living-Investors auch in einer kleineren Kommune nachhaltig und wirtschaftlich tragfähig sein kann. Rodenbach steht exemplarisch für viele Gemeinden im suburbanen Raum Deutschlands: stabile Eigentümerstrukturen, moderate Mietniveaus, alternde Bevölkerung und zugleich der Wunsch nach zeitgemäßen Wohnformen. Urbanisierung und Mobilität, die NestFrame als Treiber beschreibt, wirken hier abgeschwächt, doch gesellschaftliche Themen wie Vereinsamung im Alter oder veränderte Haushaltsstrukturen sind durchaus präsent.</p>
<p>NestFrame argumentiert, Europa leide nicht an fehlenden Betreibern, sondern an fehlender „coordinated scale and long-term alignment“, wie Chairman Jonas Häggqvist formuliert. In einer Gemeinde wie Rodenbach wäre jedoch weniger die Skalierung über Ländergrenzen hinweg entscheidend als vielmehr die lokale Einbettung. Nachhaltigkeit bemisst sich hier nicht nur an CO₂-Bilanzen oder ESG-Reports, sondern an sozialer Integration, langfristiger Bezahlbarkeit und kommunaler Akzeptanz.</p>
<p>Ein zentraler Aspekt der wirtschaftlichen Tragfähigkeit ist das Mietniveau. Community Living mit professionellem Management, Gemeinschaftsflächen und Serviceelementen erzeugt höhere Betriebskosten als klassischer Wohnungsbau. In Metropolen lassen sich diese Kosten durch hohe Nachfrage und Zahlungsbereitschaft kompensieren. In Rodenbach hingegen müsste sorgfältig geprüft werden, ob die Zielgruppen – etwa Senioren, Alleinerziehende oder Berufspendler – bereit und in der Lage sind, einen Aufpreis für Gemeinschaft und Services zu zahlen. Die von NestFrame betonte „resilient unit economics“ müssen sich im ländlich geprägten Markt erst beweisen.</p>
<p>Gleichzeitig kann das Modell strukturelle Vorteile bieten. Die Plattform verspricht „stability, growth capital and shared capabilities“, also Stabilität, Kapital und professionelle Strukturen. Gerade kleinere Gemeinden profitieren oft von erfahrenen Betreibern, die Governance, Datenanalyse und Finanzierung beherrschen. Wenn ein Projekt in Rodenbach beispielsweise als Mehrgenerationenquartier mit 40 bis 60 Einheiten konzipiert würde, könnte ein langfristig orientierter Eigentümer tatsächlich Planungssicherheit schaffen. Die Aussage „We are building a platform of regional leaders designed for long-term stewardship“ verweist auf einen Ansatz, der nicht auf kurzfristige Exit-Strategien setzt, sondern auf dauerhafte Bewirtschaftung. Das ist aus kommunaler Sicht grundsätzlich positiv.</p>
<p>Die ökologische Nachhaltigkeit hängt stark von der konkreten Ausgestaltung ab. Gemeinschaftliches Wohnen kann Flächen effizienter nutzen, Ressourcen teilen und durch geteilte Infrastruktur – von Gemeinschaftsräumen bis zu Mobilitätsangeboten – den individuellen Verbrauch senken. Entscheidend ist jedoch, dass Neubauten energieeffizient errichtet und langfristig instand gehalten werden. Ein kapitalstarker Plattformbetreiber könnte hier Vorteile haben, sofern ESG-Kriterien nicht nur marketingseitig, sondern operativ umgesetzt werden.</p>
<p>Sozial nachhaltig wäre ein solches Projekt in Rodenbach vor allem dann, wenn es lokale Strukturen stärkt statt ersetzt. Gemeinschaftliches Wohnen darf nicht als abgeschlossene Insel entstehen, sondern sollte Vereine, Nachbarschaften und kommunale Einrichtungen einbeziehen. Nur dann kann das Versprechen eingelöst werden, zur „more connected urban housing landscape“ beizutragen – auch wenn Rodenbach kein urbaner Hotspot ist.</p>
<p>Wirtschaftlich tragfähig wird das Modell letztlich, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: ausreichende Nachfrage, tragfähige Baukosten und langfristige Finanzierung zu stabilen Konditionen. Das von NestFrame propagierte „asset-light model“ mit Add-on-Akquisitionen und operativer Optimierung zielt auf Skaleneffekte. In einer einzelnen Gemeinde sind diese Effekte jedoch begrenzt. Die Tragfähigkeit würde steigen, wenn Rodenbach Teil einer regionalen Strategie wäre, die mehrere Standorte in Rheinland-Pfalz oder im angrenzenden Rhein-Main-Gebiet umfasst. Dann könnte die Plattformidee tatsächlich greifen.</p>
<p>Zusammenfassend zeigt das Beispiel Rodenbach, dass der Ansatz von NestFrame nicht automatisch übertragbar ist, aber Potenzial birgt. Seine Nachhaltigkeit hängt weniger von der europäischen Dimension als von der lokalen Anpassungsfähigkeit ab. Wenn dauerhafte Eigentümerschaft, professionelle Bewirtschaftung und echte soziale Integration zusammenkommen, kann gemeinschaftliches Wohnen auch in einer kleineren Gemeinde wirtschaftlich funktionieren. Bleibt es hingegen bei einem auf Metropolen zugeschnittenen Skalierungsnarrativ, dürfte die strukturelle Logik zwar überzeugend klingen – in Rodenbach jedoch nur eingeschränkt tragen.</p>
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		<title>Immobilienpreise und ihre Bedeutung für Credit Ratings</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>
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		<description><![CDATA[Die jüngsten Daten des vdp-Immobilienpreisindex senden aus Sicht der Kreditrisikoanalyse ein differenziertes, insgesamt aber leicht positives Signal. Der bestätigte Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland im Jahr 2025 hat mehrere Implikationen für Credit Ratings von Banken, Immobilienunternehmen, Pfandbriefemittenten und immobiliennahen Projektentwicklern. Zunächst wirkt der breit abgestützte Preisanstieg stabilisierend auf die Qualität der Besicherungen in den Bankbilanzen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngsten Daten des vdp-Immobilienpreisindex senden aus Sicht der Kreditrisikoanalyse ein differenziertes, insgesamt aber leicht positives Signal. Der bestätigte Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland im Jahr 2025 hat mehrere Implikationen für Credit Ratings von Banken, Immobilienunternehmen, Pfandbriefemittenten und immobiliennahen Projektentwicklern.</p>
<p>Zunächst wirkt der breit abgestützte Preisanstieg stabilisierend auf die Qualität der Besicherungen in den Bankbilanzen. Steigende Immobilienwerte verbessern rechnerisch die Loan-to-Value-Quoten bestehender Finanzierungen. Für Ratingagenturen ist dies ein relevanter Faktor, da niedrigere Beleihungsausläufe das Verlustpotenzial im Ausfallfall reduzieren. Dass der vdp-Index auf realen Transaktionsdaten aus mehr als 700 Kreditinstituten basiert, erhöht dabei die Aussagekraft für die Einschätzung systemischer Risiken im Immobilienkreditportfolio.</p>
<p>Besonders positiv für das Kreditprofil vieler Institute ist die stärkere Dynamik bei Wohnimmobilien. Wohnfinanzierungen weisen historisch sehr niedrige Ausfallraten auf, was auch in der Pressemitteilung ausdrücklich betont wird. Der Anstieg der Preise um 4,2 Prozent, getragen vor allem von Mehrfamilienhäusern mit plus 5,3 Prozent, stützt die Cashflow-Stabilität vieler Investoren und reduziert den Druck auf Covenants in bestehenden Finanzierungen. Für Banken mit einem hohen Anteil an Wohnimmobilienkrediten kann dies zu einer Stabilisierung oder leichten Verbesserung der Asset-Quality-Indikatoren führen, was sich mittelbar positiv auf Ratings auswirken kann.</p>
<p>Gleichzeitig zeigt der Rückgang der Renditen, gemessen an den Liegenschaftszinsen, eine Kehrseite der Entwicklung. Wenn Kaufpreise schneller steigen als Mieten, sinken die laufenden Erträge. Für Ratingagenturen erhöht dies die Aufmerksamkeit auf die Tragfähigkeit von Geschäftsmodellen, insbesondere bei hoch fremdfinanzierten Investoren in Mehrfamilienhäusern. Zwar bleiben die Risiken kurzfristig überschaubar, doch mittelfristig kann eine anhaltende Renditekompression die Schuldendienstfähigkeit schwächen, vor allem wenn Refinanzierungen zu höheren Zinsen erfolgen müssen.</p>
<p>Im Gewerbeimmobiliensegment fällt die Bewertung aus Ratingsicht vorsichtiger aus. Die Preiszuwächse von 3,5 Prozent im Jahresvergleich signalisieren zwar eine gewisse Stabilisierung nach der Zinswende, doch bleiben Büro- und Einzelhandelsimmobilien stärker konjunktur- und strukturabhängig. Die höheren Wachstumsraten bei Büroimmobilien können Ratingagenturen dazu veranlassen, das Segment differenzierter zu betrachten, etwa nach Lagequalität, Vermietungsstand und Mieterbonität. Die weiterhin moderaten Mietsteigerungen im Einzelhandel unterstreichen hingegen, dass dieses Teilsegment aus Risikosicht anfälliger bleibt.</p>
<p>Für Pfandbriefemittenten ist die Entwicklung grundsätzlich unterstützend. Steigende Immobilienpreise erhöhen die Deckungswerte im Deckungsstock und können die Überdeckung verbessern. In Kombination mit den traditionell konservativen Beleihungsansätzen im Pfandbriefsystem wirkt der Preisanstieg daher eher ratingstabilisierend als -treibend, da Pfandbriefe ohnehin auf sehr hohen Bonitätsniveaus angesiedelt sind.</p>
<p>Von besonderem Interesse für zukünftige Ratingeinschätzungen ist der politische Ausblick, den der vdp skizziert. Staatliche Bürgschaften für den Wohnungsneubau könnten, sofern umgesetzt, das Risikoprofil neuer Finanzierungen deutlich verändern. Für Ratingagenturen wäre dies ein kreditpositiver Faktor, da staatliche Garantien das Ausfallrisiko für Banken reduzieren und gleichzeitig den Neubau stimulieren könnten. Allerdings würde eine stärkere staatliche Rolle auch eine genaue Analyse der konkreten Ausgestaltung erfordern, um mögliche Fehlanreize oder langfristige fiskalische Risiken zu bewerten.</p>
<p>Insgesamt deutet die Pressemitteilung auf ein Umfeld hin, das kurzfristig eher stabilisierend für Credit Ratings wirkt, insbesondere im Wohnimmobiliensektor. Gleichzeitig mahnen die sinkenden Renditen, die Unsicherheiten bei Gewerbeimmobilien und die Abhängigkeit von wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zu einer weiterhin selektiven und differenzierten Ratingbetrachtung. Für Ratingagenturen bleibt der deutsche Immobilienmarkt damit kein homogener Risikoanker, sondern ein Markt mit klaren Gewinnern, aber auch Segmenten, die weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.</p>
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		<title>vdp-Studie zeigt: Wohneigentum in Deutschland wird wieder erschwinglicher</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 08:53:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Pfandbriefrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hat mit seiner neuen Studie „vdp-Spotlight: Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2025“ aktuelle Entwicklungen am Markt für Wohnimmobilienfinanzierungen analysiert. Das zentrale Ergebnis lautet: Der Erwerb von Wohneigentum ist wieder spürbar erschwinglicher als unmittelbar nach Beginn der Zinswende im Jahr 2022. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die positive Einkommensentwicklung und stabile Finanzierungsbedingungen. Wie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) hat mit seiner neuen Studie „vdp-Spotlight: Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung 2025“ aktuelle Entwicklungen am Markt für Wohnimmobilienfinanzierungen analysiert. Das zentrale Ergebnis lautet: Der Erwerb von Wohneigentum ist wieder spürbar erschwinglicher als unmittelbar nach Beginn der Zinswende im Jahr 2022. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die positive Einkommensentwicklung und stabile Finanzierungsbedingungen. Wie der vdp feststellt, zeigen sich die Strukturen der Wohneigentumsfinanzierung in Deutschland weiterhin solide, auch wenn sich Marktbedingungen und Käuferprofile seit der Zinswende deutlich verändert haben.</p>
<p>vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt erklärte, dass sich der Wohnimmobilienmarkt „weiterhin von der abrupten Zinswende im Jahr 2022 erholt“. Seit Mitte 2024 sei „bei Preisen und Finanzierungsvolumina wieder ein Aufwärtstrend zu beobachten – in kleinen Schritten, aber fortwährend“. Gleichzeitig hätten steigende Realeinkommen und das Ende der Zinserhöhungsphase dazu beigetragen, dass „der Erwerb von Wohneigentum heute leistbarer ist als vor zwei bis drei Jahren“. Da die Neuvertragsmieten aufgrund der angespannten Lage am Wohnungsmarkt weiter steigen, werde der Erwerb von Wohneigentum für viele Haushalte erneut attraktiver.</p>
<p>Laut der Studie sank der durchschnittliche Zinssatz für Wohnimmobilienfinanzierungen zwischen 2023 und 2025 von 3,96 auf 3,50 Prozent. Die Kreditbelastungsquote blieb mit rund 26 Prozent nahezu konstant, während sich die durchschnittliche Laufzeit der Darlehen leicht von 26,6 auf 28,1 Jahre verlängerte. Auch bei den Zinsbindungen zeigt sich eine langfristige Orientierung: Im Durchschnitt liegt die Zinsbindungsfrist bei zwölf Jahren. Die Studie belegt, dass nach der Zinswende viele potenzielle Käufer zunächst aus dem Markt gedrängt wurden, weil steigende Zinsen und hohe Inflation die Finanzierungskosten in die Höhe trieben. Nun aber kehren zunehmend jene Einkommensgruppen zurück, die sich zuvor zurückgezogen hatten – begünstigt durch stabile Zinsen, geringere Inflation und gestiegene Einkommen.</p>
<p>Eine entscheidende Rolle spielen laut vdp auch die hohen Transaktionskosten, insbesondere die Grunderwerbsteuer. Diese mindere die Eigenmittelquote der Haushalte und erhöhe damit den Fremdmittelbedarf. Thomas Hofer, Bereichsleiter Immobilienmarkt und Immobilienfinanzierung Inland beim vdp und Autor der Studie, betonte: „Eine geringere Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer würde insbesondere jungen Familien den Zugang zu Wohneigentum erleichtern.“ Er hob hervor, dass Banken trotz gestiegener Nachfrage weiterhin großen Wert auf einen angemessenen Eigenkapitaleinsatz und eine tragfähige Haushaltsfinanzierung legten. Die Prüfung der Kreditwürdigkeit erfolge strikt nach den Vorgaben der Wohnimmobilienkreditrichtlinie.</p>
<p>Tolckmitt lobte in diesem Zusammenhang die Stabilität der Kreditvergabestandards. „Das Bank Lending Survey der Bundesbank zeigt, dass die Banken ihre Kreditvergabestandards nicht aufweichen. Die Kreditbelastungsquote präsentiert sich dementsprechend stabil.“ Auch der Anstieg der Darlehenslaufzeiten und Fremdmittelquoten sei kein Zeichen erhöhter Risikobereitschaft, sondern Ausdruck einer Marktöffnung für breitere Einkommensschichten. „Darlehensgeber und -nehmer agieren nach wie vor sicherheitsorientiert“, betonte Tolckmitt. Insgesamt kommt die vdp-Studie zu dem Schluss, dass der Markt für Wohneigentumsfinanzierungen in Deutschland strukturell gesund bleibt und die Bedingungen für Selbstnutzer sich gegenüber den Jahren 2022 und 2023 deutlich verbessert haben.</p>
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		<title>Verlässlichkeit in der Wohnungspolitik gefordert</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Nov 2024 09:47:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktuelle Zahlen zum Programm „Wohneigentum für Familien – Bestand“ sind ernüchternd – Verband fordert auch nach der Wahl ein Wohnungsbauministerium sowie Neuausrichtung der Wohnbauförderung Der Verband der Privaten Bausparkassen („VdPB“) kritisiert mit Blick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen die Ausrichtung des Programms „Wohneigentum für Familien – Bestand“ und hofft auf eine Neuausrichtung der Wohnbauförderung nach [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuelle Zahlen zum Programm „Wohneigentum für Familien – Bestand“ sind ernüchternd – Verband fordert auch nach der Wahl ein Wohnungsbauministerium sowie Neuausrichtung der Wohnbauförderung</p>
<p>Der Verband der Privaten Bausparkassen („VdPB“) kritisiert mit Blick auf die jüngst veröffentlichten Zahlen die Ausrichtung des Programms „Wohneigentum für Familien – Bestand“ und hofft auf eine Neuausrichtung der Wohnbauförderung nach der anstehenden Bundestagswahl.</p>
<p>Christian König, Hauptgeschäftsführer des VdPB, kommentiert: „Das im September 2024 gestartete Programm ‚Wohneigentum für Familien – Bestand ‘ stellte hohe energetische Anforderungen an die Sanierung einer gekauften Bestandsimmobilie; gleichzeitig wurden jedoch die Einkommensgrenzen bei der Förderberechtigung so niedrig gesetzt, dass viele Haushalte sich diese Investitionen nicht leisten konnten.“</p>
<p>Das erklärt auch die ernüchternden Zahlen: „Die Bilanz per 31. Oktober 2024 macht sich mit 92 bewilligten Anträgen (Kreditvolumen: 10,2 Mio. Euro) eher bescheiden aus. Ein ähnliches Schicksal hatte zuvor das Programm ‚Wohneigentum für Familien – Neubau‘ erlitten; hier wurden zwischen dem 1. Oktober und dem 31. Oktober bisher nur 17 Anträge im Volumen von 7,7 Mio. Euro bewilligt“, fügt König hinzu.</p>
<p>Um das Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr nicht vollständig aus den Augen zu verlieren, formuliert der Verband eine klare Forderung: „Der Auftrag an die Bundespolitik ist daher in erster Linie, für Verlässlichkeit in der Wohnungspolitik zu sorgen. Vor diesem Hintergrund ist es dringend geboten, die Kompetenzen zum Wohnen, Bauen und Sanieren in einem Ministerium zu bündeln“, so König. Verlässlichkeit schließt das Bekenntnis zum selbstgenutzten Wohneigentum ausdrücklich ein. Denn es trägt zur Wohnraumversorgung bei, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist der Schlüssel zum Gelingen der Energiewende im Gebäudesektor.</p>
<p>Zwar ist die höhere Dotierung der sozialen Wohnraumförderung ein Schritt in die richtige Richtung, wirkt jedoch symptomatisch und hat nur homöopathisch zum Wohnungsbau beigetragen.</p>
<p>Die Haushalte müssen sich darauf verlassen können, dass die Beschlüsse aus verschiedenen Kommissionen zur Baukostensenkung und zur Bereitstellung von Bauland endlich umgesetzt werden – viele Ideen liegen seit Jahren auf den Tischen der Bundes- und Landesministerien.</p>
<p>„Eine Wiederauflage des Baukindergelds in schlankerer Form sowie eine Verbesserung bei der Ansparförderung, die auf den zweckgerichteten Aufbau von Eigenkapital zum Eigentumserwerb abzielt, bietet sich an. Denn die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmer-Sparzulage haben nachweislich eine hohe Hebelwirkung auf den dringend benötigten Eigenkapitalaufbau für den Erwerb von Wohneigentum. Sie helfen (bei überschaubarer Belastung für die öffentlichen Haushalte) in hohem Maße private Mittel, die eine notwendige Voraussetzung für den privaten Immobilienkauf darstellen, zu mobilisieren“, schließt Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen. „Alle Maßnahmen könnten gemeinsam dazu beitragen, den gelähmten Wohnungsbau zu entfesseln.“</p>
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		<title>Quo vadis Immobiliengeschäft: Chancen und Risiken für nachhaltige Geschäftsmodelle in einem zyklischen Markt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Sep 2024 12:51:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel 2024 sprach Thomas Groß, CEO der Helaba, im Interview über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Immobiliengeschäft. Unter dem Titel „Quo vadis Immobiliengeschäft: Chance und Risiken für nachhaltige Geschäftsmodelle in einem zyklischen Markt“ teilte Groß seine Einschätzungen zu den gegenwärtigen Marktentwicklungen, den Wohnimmobilien, den strukturellen Veränderungen im Gewerbeimmobiliensektor und den Möglichkeiten, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel 2024 sprach Thomas Groß, CEO der Helaba, im Interview über die aktuellen Herausforderungen und Chancen im Immobiliengeschäft. Unter dem Titel „Quo vadis Immobiliengeschäft: Chance und Risiken für nachhaltige Geschäftsmodelle in einem zyklischen Markt“ teilte Groß seine Einschätzungen zu den gegenwärtigen Marktentwicklungen, den Wohnimmobilien, den strukturellen Veränderungen im Gewerbeimmobiliensektor und den Möglichkeiten, die sich durch die energetische Sanierung von Immobilien ergeben.</p>
<p>Thomas Groß beschrieb die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt als eine Phase der Marktbereinigung, die bereits viele Projektentwickler aus dem Markt gedrängt habe. Auch die Helaba sei von Insolvenzen in diesem Bereich betroffen gewesen. &#8222;Der Peak der Belastungen, der schon verarbeitet wurde, ist jedoch überwunden&#8220;, erklärte Groß. Trotzdem werde das Jahr 2024 weiterhin als ein Jahr des Übergangs betrachtet, in dem noch weitere Insolvenzen zu erwarten seien. „Wir wussten, dass das Immobiliengeschäft zyklisch ist“, so Groß weiter. Er zeigte sich jedoch optimistisch, dass auch wieder Jahre kommen werden, in denen der Anteil des Immobiliengeschäfts an den Gewinnen der Bank ein Grund zur Freude sein werde.</p>
<p>Groß hob hervor, dass der Markt für Gewerbeimmobilien nicht nur von der natürlichen Zyklizität beeinflusst werde, sondern auch von tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. &#8222;Es geht nicht nur um Zyklizität, sondern auch um strukturelle Effekte&#8220;, betonte er. So sei beispielsweise ein Rückgang der benötigten Verkaufsfläche im Einzelhandel zu beobachten, während gleichzeitig der Bedarf an Logistikflächen wachse. Diese Verschiebungen im Markt bieten laut Groß sowohl Herausforderungen als auch Chancen, die es zu nutzen gilt.</p>
<p>Ein zentrales Thema des Gesprächs war die energetische Sanierung von Immobilien. Groß bezeichnete diese als eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre. „Die benötigten Finanzierungsvolumina sind riesig“, erklärte er. Gleichzeitig sieht er in der Sanierung eine bedeutende Geschäftschance. Die Helaba könne durch die Bereitstellung von Finanzierungen für energetische Sanierungsprojekte nicht nur zur Erreichung der Klimaziele beitragen, sondern auch eine starke Marktposition einnehmen. Die Sanierung von Bestandsimmobilien ist ein komplexer und kostenintensiver Prozess, bietet aber langfristige Wertsteigerungen und entspricht den wachsenden Anforderungen an Nachhaltigkeit.</p>
<p>Die GWH Wohnungsgesellschaft Hessen mbH, eine Tochtergesellschaft der Helaba, spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit mehr als 50.000 Wohneinheiten habe die GWH die Möglichkeit, bedeutende Impulse in der Branche zu setzen, so Groß. Durch die Sanierung und Modernisierung dieses großen Bestands an Wohnungen könne die Helaba einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks leisten und gleichzeitig die Qualität und den Wert ihrer Immobilien steigern.</p>
<p>Thomas Groß sieht die aktuelle Situation als eine Phase der Transformation für das Immobiliengeschäft. Während kurzfristige Risiken durch Marktbereinigungen und Insolvenzen bestehen bleiben, bieten sich langfristig erhebliche Chancen. Die strukturellen Veränderungen im Gewerbeimmobilienmarkt und die Notwendigkeit energetischer Sanierungen könnten als Treiber für neue, nachhaltige Geschäftsmodelle dienen. Für die Helaba bedeutet dies nicht nur Risiken, sondern auch die Möglichkeit, ihre Position im Markt zu stärken und von den langfristigen Wachstumsperspektiven zu profitieren. </p>
<p>Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu sehen, wie gut die Bank und die Branche insgesamt auf diese Herausforderungen reagieren und wie sie die Chancen nutzen können, die sich aus einem nachhaltigeren und effizienteren Immobiliengeschäft ergeben.</p>
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		<title>Dekarbonisierung von Gebäuden durch CO₂-Speicherzertifikate</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Aug 2024 10:45:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeitsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gebäudesektor trägt mit rund 37% erheblich zu den weltweiten CO₂-Emissionen bei. Angesichts der ehrgeizigen Netto-Null-Ziele besteht ein dringender Bedarf an innovativen Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen. Eine besonders vielversprechende Methode ist der moderne Holzbau, insbesondere in Kombination mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Diese Ansätze werden als Negativemissionstechnologien angesehen, da sie CO₂ nicht nur vermeiden, sondern aktiv [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gebäudesektor trägt mit rund 37% erheblich zu den weltweiten CO₂-Emissionen bei. Angesichts der ehrgeizigen Netto-Null-Ziele besteht ein dringender Bedarf an innovativen Lösungen zur Reduzierung dieser Emissionen. Eine besonders vielversprechende Methode ist der moderne Holzbau, insbesondere in Kombination mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Diese Ansätze werden als Negativemissionstechnologien angesehen, da sie CO₂ nicht nur vermeiden, sondern aktiv aus der Atmosphäre entfernen. Ein neuer Akteur in diesem Bereich ist das Zürcher PropTech Startup Timber Finance, das erstmals eine anerkannte Methodologie entwickelt hat, mit der Bauherren und Immobilien-Investoren die Klimaleistung ihrer Holzbauprojekte durch CO₂-Zertifikate monetarisieren können. Unterstützt wird diese Innovation unter anderem durch den Migros-Pionierfonds.</p>
<p>Während viele Industrien bereits von Einnahmen aus dem Verkauf von CO₂-Zertifikaten profitieren, gibt es nun auch für die Immobilienwirtschaft ein neues Instrument zur Förderung des Holzbaus. &#8222;Seit 2022 ist der Holzbau von internationalen Organisationen wie die UNFCCC oder der EU wie auch in der Schweiz als CO₂-Speicherlösung anerkannt&#8220;, heißt es in dem Bericht. Dies bedeutet, dass CO₂ durch Wälder der Atmosphäre entzogen und dauerhaft in den Tragkonstruktionen von Holzbauten gespeichert werden kann, sofern kein Zerfall durch Käfer, Sturm oder Feuer eintritt. Darüber hinaus ersetzt Konstruktionsholz emissionsintensive Materialien wie Stahl oder Beton und kann daher doppelt zur Dekarbonisierung beitragen.</p>
<p>Die Schweiz ist bereits als weltweit führendes Land im Ingenieurholzbau bekannt und setzt diese Tradition fort, indem sie die internationale Methodologie auf nationale Verhältnisse anpasst. Timber Finance hat kürzlich die Pilotphase gestartet, bei der rund 20 innovative Holzbauprojekte teilnehmen können, um durch CO₂-Speicherzertifikate zusätzlichen Wert zu schaffen. Auch Schweizer Forstreviere beteiligen sich an der Pilotphase und erhalten für nachhaltige Waldbewirtschaftung Vergütungen aus den Zertifikatserlösen. &#8222;Bauherren und Waldbewirtschafter sind eingeladen, sich mit Holzbauprojekten bei Timber Finance zu melden,&#8220; wird in dem Bericht hervorgehoben. Eine Ausweitung auf internationale Märkte ist für 2025 geplant.</p>
<p>Frank Vasek, Verantwortlicher für Carbon Solutions bei Timber Finance, betont die Bedeutung dieser Innovation: „Wir haben es geschafft, ein Instrument zu entwickeln, das zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors beiträgt und durch die Monetarisierung der Klimaleistung neue Werte im Bausektor schafft.&#8220; Die CO₂-Zertifikate können entweder auf den CO₂-Märkten gehandelt (Offsetting) oder von institutionellen Bauherren an der eigenen CO₂-Bilanz auf dem Weg zu Netto Null angerechnet werden (Insetting). Diese Flexibilität macht die Zertifikate besonders attraktiv für Investoren und Bauherren, die sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Ziele verfolgen.</p>
<p>Ein  Beispiel für die Umsetzung dieser Strategie soll das Projekt Pünt der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund in Egg sein, im Kanton Zürich. Der Ersatzneubau mit einer Hauptnutzfläche von 7’050 m² verwendet regionales und zertifiziertes Holz und speichert so 1.462 Tonnen CO₂ in der Holztragkonstruktion. Zusätzlich werden durch den Ersatz emissionsintensiver Materialien weitere 508 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie klimafreundliches Bauen wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.</p>
<p>Neben Bauherren spielen auch Forstreviere eine zentrale Rolle in der Dekarbonisierungsstrategie durch Holzbau. Im Rahmen des Pilotprojekts beteiligen sich Forstreviere aus der ganzen Schweiz an der klimaoptimierten Bewirtschaftung von 15.000 Hektar Waldflächen. &#8222;Ziel ist es, die CO₂-Aufnahme zu steigern sowie die Ökosystemleistungen der Wälder zu entschädigen,&#8220; heißt es in dem Bericht. Durch eine gezielte Waldbewirtschaftung kann das Holzerntepotenzial optimal genutzt und das darin gespeicherte CO₂ langfristig gebunden werden, was einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leistet.</p>
<p>Die Einführung von CO₂-Speicherzertifikaten durch Timber Finance stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und klimafreundlichen Bauwirtschaft dar. Durch die Verbindung von Holzbau und nachhaltiger Waldbewirtschaftung entsteht ein neuer Markt, der sowohl ökologisch als auch ökonomisch attraktiv ist. Dies könnte nicht nur die Dekarbonisierung des Gebäudesektors vorantreiben, sondern auch als Modell für andere Länder dienen, die ähnliche Wege zur Erreichung ihrer Klimaziele suchen.</p>
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		<title>Zukunft der Baufinanzierung: Herausforderungen und Perspektiven</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jul 2024 15:44:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Tomas Peeters, CEO von Baufi24, sprach auf der Handelsblatt Tagung &#8222;Zukunft Retail Banking&#8220; über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Baufinanzierung, darunter strauchelndes Neugeschäft, stockender Wohnungsbau und Sanierungsbedarf. Peeters prognostiziert, dass das politisch ausgerufene Ziel des Wohnungsbaus nicht erreicht werden kann, zumal der Neubau praktisch zum Stillstand gekommen ist. &#8222;Was heute gebaut wird, ist zwei Jahre [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Tomas Peeters, CEO von Baufi24, sprach auf der Handelsblatt Tagung &#8222;Zukunft Retail Banking&#8220; über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Baufinanzierung, darunter strauchelndes Neugeschäft, stockender Wohnungsbau und Sanierungsbedarf. </p>
<p>Peeters prognostiziert, dass das politisch ausgerufene Ziel des Wohnungsbaus nicht erreicht werden kann, zumal der Neubau praktisch zum Stillstand gekommen ist. &#8222;Was heute gebaut wird, ist zwei Jahre her, Genehmigungen von früher,&#8220; betont er. Mit einer Eigentumsquote von kaum 50 % fließt Wohngeld größtenteils in die Taschen großer Vermieter.</p>
<p>Um den Wohnbau und die Sanierung zu fördern, zitiert Peeters Prof. Dr. Stephan Paul von der Ruhr-Universität Bochum, seine mehr als 200 Milliarden Euro als notwendigen Finanzbedarf errechnet worden. Politisch sei es jedoch ausgeschlossen, dass eine solche Summe zur Verfügung gestellt wird. Peeters kritisiert, dass Banken ihre Beratungsangebote zurückgefahren haben, obwohl der Bedarf bei Immobilienkäufern weiterhin hoch ist.</p>
<p>Seit 2020 ist Tomas Peeters Geschäftsführer der Baufi24 Baufinanzierung GmbH, einer der drei größten Baufinanzierungsvermittler in Deutschland, und seit April 2022 CEO der Bilthouse-Gruppe, zu der auch Hüttig &#038; Rompf, Creditweb und das Fintech-Unternehmen FinLink gehören. Vor seiner Tätigkeit bei Baufi24 war Peeters Vorstandsmitglied der Interhyp-Gruppe und hatte verschiedene Positionen innerhalb der ING-Gruppe inne, zuletzt als Chief Strategy Officer der ING Deutschland. Als Experte für Bank- und Baufinanzierung ist Peeters ein gefragter Ansprechpartner für Journalisten und bewertet regelmäßig Trends am Markt, die Bauzinsentwicklung sowie die Aussichten für den Immobiliensektor.</p>
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