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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Mittelstandsrating</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Rating der Resilienz im Ernstfall</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Cybersicherheitsrating]]></category>
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		<description><![CDATA[„Resilienz im Ernstfall: Psychophysiologische Grundlagen und strukturierte Entwicklung von Soft Skills in Hochbelastungskontexten“ &#8211; Tanja Gatzke zeigt in ihrem Beitrag zum Buch „Soft Skill Rating“, dass Resilienz und Soft Skills nicht nur für die persönliche Belastbarkeit von Beschäftigten relevant sind, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Dimension erhalten. Für das Credit Rating ist dieser Zusammenhang besonders [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„<span style="font-weight: 400;">Resilienz im Ernstfall: Psychophysiologische Grundlagen und strukturierte Entwicklung von Soft Skills in Hochbelastungskontexten</span>“ &#8211; Tanja Gatzke zeigt in ihrem Beitrag zum Buch „<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-50268-3" target="_blank">Soft Skill Rating“</a>, dass Resilienz und Soft Skills nicht nur für die persönliche Belastbarkeit von Beschäftigten relevant sind, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Dimension erhalten.</p>
<p>Für das Credit Rating ist dieser Zusammenhang besonders interessant: Die Bonität eines Unternehmens hängt nicht allein von Bilanzkennzahlen, Liquidität und Verschuldung ab, sondern auch davon, wie belastbar die Organisation ist und ob sie in Krisen handlungsfähig bleibt. Gatzke weist darauf hin, dass zwei Unternehmen mit vergleichbarer fachlicher Leistung unterschiedlich bewertet werden können, wenn eines über nachweislich resiliente Strukturen und gezielte Soft-Skill-Förderung verfügt.</p>
<p>Damit wird Resilienz zu einem möglichen Indikator für operative Stabilität und damit mittelbar auch für die Fähigkeit eines Unternehmens, seine finanziellen Verpflichtungen zuverlässig zu erfüllen. Gerade im Operational Risk zeigt sich die Verbindung: Können Führungskräfte und Teams auch unter hohem Druck Entscheidungen treffen, kommunizieren und Prozesse aufrechterhalten, kann dies entscheidend dafür sein, ob aus einer operativen Störung tatsächlich ein finanziell relevantes Risiko wird.</p>
<p>Der Beitrag von Tanja Gatzke ist im Buch „<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-50268-3" target="_blank">Soft Skill Rating</a>“ von Dr. Oliver Everling und Dominik Wever bei Springer Gabler veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, diese Zusammenhänge aus der Praxis der Krisenprävention und Resilienz weiter zu diskutieren, bietet die <a href="https://www.bvmw.de/de/hessen/internet-und-digitalisierung/veranstaltungen/kritis-check-up-das-praeventionsfruehstueck" target="_blank">von Tanja Gatzke veranstaltete BVMW-Veranstaltung „KRITIS-Check-up: Das Präventionsfrühstück“</a> am 3. November 2026 in Wiesbaden. Im Mittelpunkt stehen dort physische Sicherheit, Cyber Resilienz und die Frage, wie Unternehmen ihre Handlungsfähigkeit auch in Krisensituationen sichern können.</p>
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		<title>Entscheidungsqualität von Unternehmen messbar machen</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 09:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Integration künstlicher Intelligenz in die Unternehmenssteuerung verändert zunehmend die Frage, wie gute Entscheidungen in Unternehmen entstehen und wie ihre Qualität nach außen nachgewiesen werden kann. Besonders interessant ist dabei das Konzept eines KI-Beirats: Mehrere spezialisierte KI-Perspektiven analysieren eine strategische Fragestellung unabhängig voneinander, hinterfragen die Argumente der jeweils anderen und verdichten die Ergebnisse zu einer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Integration künstlicher Intelligenz in die Unternehmenssteuerung verändert zunehmend die Frage, wie gute Entscheidungen in Unternehmen entstehen und wie ihre Qualität nach außen nachgewiesen werden kann. Besonders interessant ist dabei das Konzept eines KI-Beirats: Mehrere spezialisierte KI-Perspektiven analysieren eine strategische Fragestellung unabhängig voneinander, hinterfragen die Argumente der jeweils anderen und verdichten die Ergebnisse zu einer strukturierten Entscheidungsgrundlage. <a href="https://data2space.com/2026/08/24/integrating-an-ai-advisory-board-into-immersive-finance-through-data2space/" target="_blank">Der von Data2Space beschriebene Ansatz des immersiven Umgangs mit Daten eröffnet hierfür eine zusätzliche Dimension</a>. Daten werden nicht mehr nur in Dashboards dargestellt, sondern können in einem gemeinsamen digitalen Raum kontextualisiert, visualisiert und mit unterschiedlichen Perspektiven interpretiert werden. <a href="https://rating-evidence.com/2026/08/24/ai-advisory-boards-and-their-implications-for-corporate-credit-ratings/" target="_blank">Für RATING EVIDENCE GmbH stellt sich damit eine zentrale Frage</a>: Welche Bedeutung kann ein solcher KI-gestützter Entscheidungsprozess künftig für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens haben?</p>
<p>Ein KI-Beirat ist dabei zunächst nicht als Ersatz für Managemententscheidungen oder als automatisierte Ratinginstanz zu verstehen. Sein Wert liegt vielmehr darin, Entscheidungsprozesse systematischer, nachvollziehbarer und kritischer zu gestalten. Der Ausgangspunkt des im zugrunde liegenden Artikel beschriebenen Konzepts ist genau diese Funktion: Der KI-Beirat soll nicht einfach eine Mehrheitsentscheidung produzieren, sondern unterschiedliche Denkweisen zusammenbringen und sichtbar machen, welches Argument trägt und unter welchen Bedingungen es seine Gültigkeit verliert. Der beschriebene Ablauf reicht vom Briefing über die Trennung von Fakten und Annahmen und die Auswahl geeigneter Beiratsmitglieder bis zu unabhängigen Erstvoten, Kreuzkritik, einer möglichen Gegenrunde und einer abschließenden Synthese.</p>
<p>Für die Kreditwürdigkeitsanalyse ist dieser Ansatz deshalb interessant, weil Credit Rating nicht ausschließlich eine Frage vergangenheitsbezogener Finanzkennzahlen ist. Die Fähigkeit eines Unternehmens, Risiken frühzeitig zu erkennen, unterschiedliche Szenarien zu analysieren, Kapital sinnvoll einzusetzen und auf Veränderungen zu reagieren, kann für seine zukünftige finanzielle Stabilität von erheblicher Bedeutung sein. Ein Unternehmen kann heute solide Bilanzkennzahlen aufweisen und dennoch erhebliche Risiken eingehen, wenn strategische Entscheidungen ohne ausreichende Gegenprüfung getroffen werden. Umgekehrt kann ein Unternehmen seine Widerstandsfähigkeit erhöhen, wenn es systematisch unterschiedliche Perspektiven in seine Entscheidungsprozesse integriert und dadurch Fehlentscheidungen frühzeitig erkennt.</p>
<p>Genau an dieser Stelle entsteht eine Verbindung zwischen dem KI-Beirat und dem von Data2Space beschriebenen immersiven Datenraum. Data2Space kann als Umgebung verstanden werden, in der komplexe Unternehmens- und Finanzinformationen nicht isoliert betrachtet werden, sondern in ihren Zusammenhängen sichtbar werden. Ein KI-Beirat könnte auf diesem gemeinsamen Informationsraum aufsetzen und unterschiedliche Perspektiven auf dieselben Daten anwenden. Ein Risiko-Agent könnte beispielsweise Liquiditätsrisiken und Konzentrationen untersuchen, ein strategischer Agent die langfristigen Auswirkungen einer Investition bewerten, ein regulatorischer Agent mögliche Compliance- und Governance-Risiken analysieren und ein bewusst konträr angelegter Agent die zentralen Annahmen der Unternehmensstrategie infrage stellen.</p>
<p>Damit verändert sich auch die Rolle der Daten. Sie sind nicht mehr lediglich Grundlage eines Reports, sondern werden zum Ausgangspunkt eines strukturierten Dialogs zwischen verschiedenen analytischen Perspektiven. Eine solche Architektur könnte insbesondere bei komplexen Finanzierungs-, Investitions- oder Transformationsentscheidungen einen Mehrwert schaffen. Entscheidend ist dabei, dass alle relevanten KI-Perspektiven zunächst auf einer vergleichbaren Informationsbasis arbeiten. Auch im beschriebenen KI-Beiratsmodell erhalten die Mitglieder dasselbe Sitzungspaket und geben zunächst unabhängig voneinander ihr Urteil ab, bevor die Kreuzkritik beginnt.</p>
<p>Aus Sicht von RATING EVIDENCE ist dabei weniger interessant, ob ein Unternehmen fünf, zehn oder zwölf KI-Agenten einsetzt. Entscheidend ist vielmehr, welche Qualität der daraus entstehende Entscheidungsprozess besitzt. Die bloße Existenz eines KI-Beirats sollte daher kein positiver Ratingfaktor sein. Erst wenn nachweisbar ist, dass ein solcher Beirat tatsächlich zu einer besseren Identifikation von Risiken, einer fundierteren Kapitalallokation, einer höheren Transparenz von Entscheidungsprozessen oder einer verbesserten Widerstandsfähigkeit des Unternehmens beiträgt, entsteht daraus relevante Evidenz für die Beurteilung der Unternehmensqualität.</p>
<p>Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang der Umgang mit Dissens. Ein leistungsfähiger KI-Beirat sollte nicht darauf ausgerichtet sein, möglichst schnell Konsens herzustellen. Im Gegenteil: Der zugrunde liegende Ansatz sieht ausdrücklich eine Kreuzkritik und bei zu großer Einigkeit eine erzwungene Gegenrunde vor. Für die Beurteilung eines Unternehmens kann genau diese dokumentierte Auseinandersetzung wertvoll sein. Wenn beispielsweise ein Unternehmen eine große Akquisition plant, könnte der KI-Beirat nicht nur die erwarteten Synergien analysieren, sondern gleichzeitig Verschuldungsrisiken, Liquiditätsbelastungen, Integrationsrisiken, regulatorische Risiken und alternative Verwendungsmöglichkeiten des Kapitals untersuchen. Besonders relevant wäre dann nicht nur die abschließende Empfehlung, sondern auch die Frage, welche Risiken von einzelnen Perspektiven identifiziert wurden und unter welchen Bedingungen die ursprüngliche Entscheidung revidiert werden müsste.</p>
<p>Das führt zu einem möglichen neuen Verständnis von Evidenz. Traditionell stehen finanzielle Kennzahlen, Geschäftsmodell, Marktposition, Verschuldung, Liquidität und andere quantitatize und qualitative Faktoren im Mittelpunkt. Mit zunehmender Verbreitung von KI könnte eine zusätzliche Evidenzebene entstehen: die Qualität der unternehmerischen Entscheidungsarchitektur. Ein dokumentierter KI-Beiratsprozess könnte beispielsweise zeigen, welche Informationen zum Zeitpunkt einer Entscheidung vorlagen, welche Annahmen getroffen wurden, welche Gegenargumente bestanden, welche Risiken als wesentlich erkannt wurden und welche Bedingungen zu einer späteren Neubewertung führen würden.</p>
<p>Der im Data2Space-Kontext beschriebene immersive Ansatz könnte diese Evidenz zusätzlich visualisieren und kontextualisieren. Statt lediglich eine Entscheidungsvorlage zu archivieren, könnte nachvollziehbar werden, auf welche Datenpunkte, Zusammenhänge und Szenarien sich die einzelnen KI-Perspektiven bezogen haben. Damit ließe sich eine Art digitaler Entscheidungsraum schaffen, in dem nicht nur das Ergebnis, sondern auch der Weg zu diesem Ergebnis nachvollziehbar bleibt. Für eine evidenzbasierte Beurteilung von Management- und Governance-Qualität könnte dies langfristig interessant werden.</p>
<p>Allerdings entsteht daraus nicht automatisch bessere Governance. Ein KI-Beirat kann ebenso neue Risiken erzeugen. Wenn unterschiedliche Agenten auf denselben fehlerhaften Daten beruhen, kann scheinbarer Dissens nur eine Variation desselben Fehlers sein. Wenn alle Agenten auf demselben Grundmodell basieren, ist ihre Unabhängigkeit möglicherweise nur scheinbar gegeben. Und wenn KI-Systeme ungeprüfte Annahmen oder fehlerhafte Informationen übernehmen, kann ein formal komplexer Beratungsprozess sogar eine trügerische Sicherheit erzeugen. Der Ausgangstext weist selbst auf diese Problematik hin: Ein großer gemeinsamer Prompt kann dazu führen, dass sich die Personas gegenseitig beeinflussen, während ein Multi-Agenten-System eine stärkere Trennung der einzelnen Stimmen ermöglicht.</p>
<p>Aus Sicht von RATING EVIDENCE wäre deshalb nicht die Anzahl der KI-Agenten entscheidend, sondern deren Governance. Ein relevanter Bewertungsrahmen müsste beispielsweise untersuchen, wie unabhängig die Perspektiven tatsächlich sind, auf welche Daten sie zugreifen, wie Quellen und Annahmen dokumentiert werden, ob Ergebnisse reproduzierbar sind, wie mit widersprüchlichen Einschätzungen umgegangen wird und ob das Management weiterhin eindeutig für die Entscheidung verantwortlich bleibt. Auch die Fähigkeit des Systems, seine Einschätzung bei neuen Informationen zu revidieren, wäre relevant. Das zugrunde liegende KI-Beiratsmodell sieht hierfür ausdrücklich Revisionsregeln vor und verlangt, dass eine Mehrheitsmeinung allein kein Grund für einen Positionswechsel sein soll.</p>
<p>Damit könnte sich langfristig ein neues Feld zwischen Corporate Governance, Artificial Intelligence und Credit Rating entwickeln. Nicht die Frage, ob ein Unternehmen KI einsetzt, wäre entscheidend, sondern wie es KI in seine Governance integriert und ob daraus nachweisbar bessere Entscheidungen entstehen. Ein Unternehmen, das KI lediglich zur Automatisierung einzelner Prozesse nutzt, ist anders zu beurteilen als ein Unternehmen, das KI systematisch in seine Risiko- und Entscheidungsarchitektur integriert, die Ergebnisse dokumentiert, Gegenpositionen zulässt und die Qualität seiner KI-Systeme kontinuierlich überprüft.</p>
<p>Der Multi-Agenten-Ansatz bietet hierfür eine besonders interessante Grundlage. Der im Ausgangstext beschriebene Orchestrator übernimmt die zentrale Steuerung, während die einzelnen Persona-Agenten unabhängig voneinander arbeiten. Der Vorsitz sammelt die Ergebnisse, organisiert die Kreuzkritik und verdichtet sie zu einer Beschlussvorlage. Übertragen auf Unternehmen könnte daraus eine digitale Governance-Schicht entstehen, die wesentliche strategische Entscheidungen strukturiert begleitet und gleichzeitig eine nachvollziehbare Dokumentation des Entscheidungsprozesses erzeugt.</p>
<p>Für RATING EVIDENCE liegt darin eine mögliche neue Form von Evidence. Die entscheidende Frage wäre nicht, ob die KI eine Entscheidung getroffen hat, sondern ob das Unternehmen in der Lage ist, seine Entscheidungsqualität anhand nachvollziehbarer Informationen zu belegen. Ein solcher Nachweis könnte insbesondere bei strategischen Entscheidungen mit erheblichen Auswirkungen auf Verschuldung, Liquidität, Cashflow oder Geschäftsmodell relevant werden.</p>
<p>Die Verbindung von Data2Space und KI-Beiräten eröffnet dabei eine besonders interessante Perspektive. Data2Space kann den gemeinsamen digitalen Informationsraum bereitstellen, in dem Unternehmensdaten, Szenarien und Abhängigkeiten sichtbar und explorierbar werden. Der KI-Beirat kann diese Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven analysieren, Gegenargumente formulieren und Unsicherheiten sichtbar machen. RATING EVIDENCE kann wiederum die Frage stellen, welche dieser Informationen und Entscheidungsprozesse als belastbare Evidenz für die Beurteilung von Unternehmens- und Managementqualität geeignet sind.</p>
<p>Damit entsteht eine mögliche Kette von Daten zu Evidenz: Unternehmensdaten werden in einem immersiven Raum kontextualisiert, durch unterschiedliche KI-Perspektiven analysiert, in einem strukturierten Entscheidungsprozess kritisch hinterfragt und anschließend als nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage dokumentiert. Erst diese Kombination könnte aus der Nutzung von KI einen für das Credit Rating relevanten Mehrwert schaffen.</p>
<p>Dabei sollte jedoch eine klare Grenze gezogen werden. Ein KI-Beirat ersetzt weder ein Credit Rating noch die professionelle Analyse eines Ratinganalysten. Ebenso wenig kann ein gut dokumentierter KI-Prozess allein eine höhere Kreditwürdigkeit begründen. Kreditqualität zeigt sich letztlich in der Fähigkeit eines Unternehmens, seine finanziellen Verpflichtungen auch unter belastenden Bedingungen zu erfüllen. Der KI-Beirat kann hierzu lediglich zusätzliche Evidenz über die Qualität der Entscheidungs-, Risiko- und Governance-Prozesse liefern.</p>
<p>Aus Sicht von RATING EVIDENCE könnte genau darin die langfristige Bedeutung liegen. In einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Wirtschaft wird es für Investoren, Kreditgeber und Ratingagenturen zunehmend relevant sein, nicht nur die Ergebnisse unternehmerischer Entscheidungen zu betrachten, sondern auch deren Entstehungsprozess. Die Qualität der Entscheidungsarchitektur könnte damit zu einem zusätzlichen Indikator für die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens werden.</p>
<p>Die Verbindung von Data2Space und dem Konzept des KI-Beirats weist somit über eine reine Technologieanwendung hinaus. Sie eröffnet die Perspektive auf einen digitalen Entscheidungsraum, in dem Daten, Szenarien, unterschiedliche KI-Perspektiven und menschliche Verantwortung zusammengeführt werden. Für RATING EVIDENCE entsteht daraus die Möglichkeit, eine neue Dimension von Evidenz zu untersuchen: nicht „Wie viel KI nutzt ein Unternehmen?“, sondern „Wie gut nutzt und governt ein Unternehmen KI, um bessere, nachvollziehbarere und resilientere Entscheidungen zu treffen?“</p>
<p>Genau diese Unterscheidung dürfte entscheidend sein. KI-Adoption allein ist noch kein Zeichen für bessere Kreditqualität. Nachweisbar bessere Entscheidungsprozesse, wirksame Risikosteuerung, transparente Governance und eine belastbare Evidenzbasis könnten dagegen zunehmend zu Faktoren werden, die für die Einschätzung der zukünftigen Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens relevant sind. Der nächste sinnvolle Schritt wäre daher, aus diesen Überlegungen ein konkretes Bewertungsmodell für „AI Governance &amp; Decision Quality“ als mögliche neue Evidence-Dimension im Credit Rating zu entwickeln.</p>
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		<title>Das Vermächtnis der praktischen Vernunft im Mittelstand</title>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2026 11:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Während viele Diskussionen über die Zukunft des Mittelstands von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz oder geopolitischen Risiken dominiert werden, erinnert der Unternehmerberater Carl-Dietrich Sander an etwas Grundlegendes: Unternehmen scheitern oft nicht an spektakulären Fehlentscheidungen, sondern an ungelösten Alltagsfragen der Führung, Finanzierung und Organisation. Mit der Veröffentlichung kostenloser Praxistipps und Checklisten zur Unternehmensführung zieht Sander eine Bilanz seines [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Während viele Diskussionen über die Zukunft des Mittelstands von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz oder geopolitischen Risiken dominiert werden, erinnert der Unternehmerberater Carl-Dietrich Sander an etwas Grundlegendes: Unternehmen scheitern oft nicht an spektakulären Fehlentscheidungen, sondern an ungelösten Alltagsfragen der Führung, Finanzierung und Organisation.</p>
<p>Mit der Veröffentlichung kostenloser Praxistipps und Checklisten zur Unternehmensführung zieht Sander eine Bilanz seines jahrzehntelangen Berufslebens – und schafft zugleich ein Vermächtnis für kommende Unternehmergenerationen. Nach „20 Jahren leitender Tätigkeit in Banken und 27 Jahren Beratungstätigkeit“ wolle er „gegen Ende meiner aktiven Selbstständigkeit meine Erfahrungen allen Unternehmen zur Verfügung stellen“, erklärt Sander in seiner Mitteilung.</p>
<p>Gerade in einer Zeit, in der kleine und mittlere Unternehmen zwischen Auftragsrückgängen, steigenden Kosten, Fachkräftemangel und restriktiver Kreditvergabe stehen, gewinnt diese Form praktischer Wissensweitergabe besondere Bedeutung. Sanders Ansatz unterscheidet sich dabei bewusst von theoretischen Managementkonzepten oder abstrakten Strategiedebatten. Im Mittelpunkt stehen konkrete „unternehmerische Chefaufgaben“: Liquidität sichern, Finanzierung strukturieren, Ziele definieren, Mitarbeiter führen und die eigene Organisation beherrschbar halten.</p>
<p>Bemerkenswert ist dabei die Nüchternheit seiner Beobachtung. „Oft sind es gar nicht die großen Hürden vor denen Unternehmen bei diesen Themen stehen“, betont Sander. Häufig reichten bereits „kurze Hinweise und auch Checklisten“, um Führung und Steuerung eines Unternehmens spürbar zu verbessern. Gerade darin liegt das Besondere seines Ansatzes: Er versteht Unternehmensführung nicht als elitäre Managementdisziplin, sondern als praktisches Handwerk, das erlernbar und strukturierbar bleibt.</p>
<p>Dieses Denken prägt auch die von ihm kostenlos bereitgestellten Inhalte. Die Praxistipps behandeln Themen der Unternehmensführung jeweils auf „zwei bis drei Seiten“. Entscheidend sei für ihn, „dass Unternehmerinnen und Unternehmer sofort mit der Umsetzung der Hinweise loslegen können“. Damit widersetzt sich Sander zugleich einem Trend zu immer komplexeren Beratungsmodellen und überfrachteten Managementsystemen. Sein Vermächtnis ist die Konzentration auf Umsetzbarkeit.</p>
<p>Besonders charakteristisch ist die Verbindung von Analyse und Handlung. Die Checklisten sollen Unternehmen ermöglichen, „das eigene Unternehmen kurz selbstkritisch auf den Prüfstand zu stellen“. Daraus sollen anschließend konkrete Schlussfolgerungen entstehen. „Beide Seiten ergänzen sich aus meiner Sicht“, erklärt Sander. Erkenntnisse aus den Checklisten könnten anschließend „durch Praxistipps zu diesem Thema in der Umsetzung unterstützt werden“.</p>
<p>Darin zeigt sich eine Haltung, die über klassische Beratung hinausgeht. Sander positioniert Wissen nicht als exklusives Gut, sondern als Verantwortung gegenüber dem Mittelstand. Sein Schritt, Erfahrungen frei zugänglich zu machen, ist zugleich ein stiller Gegenentwurf zu einer Wirtschaftswelt, in der Expertise zunehmend hinter Paywalls, Beratungsverträgen und komplexen Plattformmodellen verschwindet.</p>
<p>Das Vermächtnis von Carl-Dietrich Sander besteht daher nicht nur aus fachlichen Hinweisen zu Finanzierung oder Führung. Es besteht vor allem aus einer Haltung: Unternehmerische Verantwortung beginnt bei Klarheit, Selbstprüfung und konsequenter Umsetzung. Gerade weil viele Mittelständler heute unter wachsender Unsicherheit stehen, könnte genau diese pragmatische Orientierung langfristig wertvoller werden als manche kurzfristige Managementmode.</p>
<p><a href="http://www.praxistipps.cd-sander.de/" target="_blank">http://www.praxistipps.cd-sander.de/</a></p>
<p><a href="http://www.checklisten.cd-sander.de/" target="_blank">http://www.checklisten.cd-sander.de/</a></p>
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		<title>Vorsichtige Kreditvergabepolitik und steigende Insolvenzen</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Feb 2025 16:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen bei ihrer Unternehmensfinanzierung vor wachsenden Herausforderungen. Banken und Sparkassen agieren zunehmend vorsichtig bei der Vergabe von Krediten. „Bei dieser Ausgangslage müssen Unternehmen mit einer sinkenden Risikobereitschaft bei ihren Kreditgebern rechnen. Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung auf anstehende Kreditgespräche“, erklärt Carl-Dietrich Sander, KMU-Berater und Mitglied der Fachgruppe Finanzierung-Rating im [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen bei ihrer Unternehmensfinanzierung vor wachsenden Herausforderungen. Banken und Sparkassen agieren zunehmend vorsichtig bei der Vergabe von Krediten. „Bei dieser Ausgangslage müssen Unternehmen mit einer sinkenden Risikobereitschaft bei ihren Kreditgebern rechnen. Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung auf anstehende Kreditgespräche“, erklärt Carl-Dietrich Sander, KMU-Berater und Mitglied der Fachgruppe Finanzierung-Rating im Bundesverband Die KMU-Berater.</p>
<p>Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind angespannt. Laut der Bundesbank führt die zunehmende Zahl von Insolvenzen zu „weiter ansteigenden Kreditausfallrisiken“, was sich „eher negativ“ auf die Ertragslage von Banken und Sparkassen im Jahr 2025 auswirken könnte. Tatsächlich berichtet das Statistische Bundesamt, dass die Zahl der Firmeninsolvenzen im Jahr 2024 um 16,8 Prozent gestiegen ist – ein Höchststand seit fast zehn Jahren.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund empfiehlt Sander Unternehmen, sich intensiv auf Kreditgespräche vorzubereiten. „Zu dieser Vorbereitung gehört vor allem, die eigene Verhandlungsposition realistisch einschätzen zu können. Unternehmen sollten daher zum Beispiel ihr Rating durch die Bank kennen und ihre Sicherheitenposition beurteilen können“, betont er. Zur Unterstützung bietet die Fachgruppe Finanzierung-Rating eine kostenlose Checkliste an, die Unternehmen online abrufen können. „Die Mitglieder der Fachgruppe haben daher aus ihren Beratungserfahrungen mit Kreditgesprächen eine Checkliste für Unternehmen entwickelt“, erläutert Sander. Anhand von zwölf Aussagen können Unternehmen ihre eigene Verhandlungssituation schnell bewerten und daraus konkrete Handlungsimpulse ableiten. „Aus Sicht der KMU-Berater sollten Unternehmen diese Checkliste einmal im Jahr bearbeiten, um ihre Entwicklung zu verfolgen und ggf. weitere Verbesserungsschritte umzusetzen“, fügt Sander hinzu.</p>
<p>Die rund 200 Mitglieder des Bundesverbands Die KMU-Berater bringen vielseitige Beratungskompetenzen mit und verstehen die speziellen Herausforderungen des Mittelstands. Sie wissen, dass Investitions- und Finanzierungsentscheidungen im Mittelstand besonders kritische Entscheidungen sind. „Sie können großen Erfolg bringen und die gesamte Existenz gefährden“, heißt es im Verband. Dank ihres tiefen Verständnisses für die Situation mittelständischer Unternehmen leisten die Berater des Verbands eine gezielte und praxisnahe Unterstützung. </p>
<p>Weitere Informationen sowie die Checkliste finden Unternehmen unter: www.checkliste-unternehmensfinanzierung.kmu-berater.de. Für Presseanfragen steht Carl-Dietrich Sander, Mitglied der Fachgruppe Finanzierung-Rating, unter www.cd-sander.de zur Verfügung.</p>
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		<title>Private Markets: Chancen und Perspektiven für 2025</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jan 2025 11:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Beteiligungsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Fondsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Technologierating]]></category>

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		<description><![CDATA[Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital, sieht das Jahr 2025 als vielversprechenden Jahrgang für Investitionen in Private Markets. In seinem aktuellen Private Markets Outlook betont er: „Das Jahr 2025 könnte sich als besonders vielversprechender Jahrgang für Private-Markets-Investitionen erweisen, der Potenzial sowohl für Renditen als auch für die Ertragsgenerierung bietet.“ Laut Rode fällt die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital, sieht das Jahr 2025 als vielversprechenden Jahrgang für Investitionen in Private Markets. In seinem aktuellen Private Markets Outlook betont er: „Das Jahr 2025 könnte sich als besonders vielversprechender Jahrgang für Private-Markets-Investitionen erweisen, der Potenzial sowohl für Renditen als auch für die Ertragsgenerierung bietet.“  </p>
<p>Laut Rode fällt die Attraktivität der Anlageklasse mit drei wichtigen Zyklen zusammen: dem Finanzierungszyklus, dem technologischen Disruptionszyklus und dem Konjunkturzyklus. Besonders der Finanzierungszyklus eröffnet Chancen, wie er ausführt: „Nach dem pandemiebedingten Überschwang sehen wir Anzeichen dafür, dass das Fundraising nach einer Korrektur die Talsohle erreicht hat. Dadurch ergibt sich eine günstige Dynamik, gekennzeichnet durch einen geringeren Wettbewerb um neue Investitionen, attraktivere Einstiegsbewertungen und damit ein größeres Performancepotenzial.“  </p>
<p>Auch der technologische Fortschritt spielt eine entscheidende Rolle. Rode nennt die künstliche generative Intelligenz als „Beginn eines neuen Zyklus technologischer Innovation, der sich über mehrere Jahre erstrecken wird“. Ergänzend dazu erwartet er positive Impulse aus der globalen Konjunkturentwicklung.  </p>
<p>Innerhalb der Private Markets identifiziert Rode bestimmte Segmente mit überdurchschnittlichem Potenzial. „Die Korrektur beim Fundraising war bei Venture Capital sowie kleinen bis mittelgroßen Buyouts am stärksten ausgeprägt, was diese Segmente für neue Investitionen besonders attraktiv macht“, erklärt er.  </p>
<p>Er hebt die Vorteile kleiner und mittlerer Buyouts hervor, die durch direkten Kontakt mit Gründern und Familien sowie niedrigere Einstiegsbewertungen geprägt sind: „Das bietet mehr Möglichkeiten, eine ‚Komplexitätsprämie‘ zu erzielen.“ Ähnlich dynamisch zeigt sich der Sektor künstlicher Intelligenz, bei dem der Anteil der Venture-Capital-Investitionen von 2 % im Jahr 2022 auf geschätzte 15 % im Jahr 2024 gestiegen ist.  </p>
<p>Ein weiteres spannendes Segment sieht Rode in Fortsetzungsfonds, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. „Fortsetzungsfonds – auch bekannt als GP-geführte Sekundärtransaktionen – machen heute etwa die Hälfte des jährlichen Marktvolumens aus, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 24 % von 2016 bis 2023“, erläutert er.  </p>
<p>Die geringere Kreditvergabe durch Banken eröffnet Chancen im Bereich Private Debt und alternative Kreditanlagen. „Private Debt und alternative Kreditanlagen weisen weiterhin verlockende Risikoprämien auf“, so Rode. Besonders interessant seien aktuell Gewerbeimmobilienkredite, Infrastrukturfinanzierungen und Collateralized Loan Obligations (CLOs).  </p>
<p>Der Fokus auf Dekarbonisierung bleibt ein zentraler Anlagetrend. Rode betont: „Private Markets spielen eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung erneuerbarer Energien, nachhaltiger Infrastruktur und innovativer Klimatechnologien.“ Besonders neue Technologien wie „grüner“ Wasserstoff und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bieten attraktive Investitionsmöglichkeiten.  </p>
<p>Die langfristige Perspektive und Diversifikation machen Private Markets zu einem stabilen Bestandteil von Portfolios. „Aufgrund ihrer strukturellen und strategischen Merkmale, ihrer differenzierten Risikoprämien und ihres langfristigen Horizonts erweisen sich die Private Markets als einzigartig widerstandsfähig“, fasst Rode zusammen.  </p>
<p>Mit diesen Perspektiven scheinen Private Markets 2025 nicht nur Renditen, sondern auch Resilienz und Diversifikation zu bieten – eine vielversprechende Aussicht für Anleger/-innen.  </p>
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		<title>Regulierung: Fluch für Kleine, Segen für Große?</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Nov 2024 14:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Länderrating]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>
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		<description><![CDATA[Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer (CIO) der apoBank, beleuchtet in seinen aktuellen Einschätzungen die Lage an den internationalen Finanzmärkten und hebt dabei die unterschiedlichen Entwicklungen in den USA und Europa hervor. Während die US-Wirtschaft weiter boomt, kämpft Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, weiterhin mit konjunkturellen Schwächen. Pfingsten betont die Risiken durch die von Donald Trump [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer (CIO) der apoBank, beleuchtet in seinen aktuellen Einschätzungen die Lage an den internationalen Finanzmärkten und hebt dabei die unterschiedlichen Entwicklungen in den USA und Europa hervor. Während die US-Wirtschaft weiter boomt, kämpft Deutschland, die größte Volkswirtschaft Europas, weiterhin mit konjunkturellen Schwächen. Pfingsten betont die Risiken durch die von Donald Trump angekündigten Strafzölle: „Die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump angekündigten Strafzölle hängen dabei wie ein Damoklesschwert über Europa, und Deutschland als traditionell exportorientierte Volkswirtschaft hat darunter besonders zu leiden.“</p>
<p>Ein besonderes Augenmerk legt Pfingsten auf die Rolle der Regulierung und deren Auswirkungen auf unterschiedliche Unternehmensgrößen. „Was die Bewertungen von US-Aktien betrifft, sehen wir bei amerikanischen Small Caps einen Bewertungsvorsprung vor Blue Chips,“ so der CIO. Die Ernennung von Elon Musk zum Deregulierungs-Beauftragten der US-Regierung könnte laut Pfingsten speziell kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) Rückenwind geben. „Wir erwarten, dass die Ernennung von Tech-Milliardär Elon Musk [&#8230;] vor allem die Aktienkurse von kleinen und mittleren Unternehmen befeuern wird, denn diese leiden viel stärker unter den finanziellen Lasten von staatlicher Bürokratie und von Regulierung als amerikanische Großkonzerne.“</p>
<p>Diese Beobachtungen lassen sich auch auf Deutschland übertragen. Hierzulande scheint die Regulierungslandschaft ebenfalls eher den Großkonzernen zu dienen. Komplexe Regularien und bürokratische Anforderungen erfordern umfangreiche Ressourcen, die größere Unternehmen leichter aufbringen können als kleinere. Während für Großkonzerne Compliance-Abteilungen selbstverständlich sind, geraten KMU durch den gleichen Regulierungsdruck oftmals an ihre Belastungsgrenzen. In der Praxis resultiert dies in einem Wettbewerbsnachteil für kleinere Marktteilnehmer, während große Unternehmen von standardisierten Prozessen und Skalen-Effekten profitieren.  </p>
<p>Die Frage, ob Regulierung tatsächlich zum Schutz aller Marktteilnehmer beiträgt oder am Ende die Marktposition der ohnehin mächtigen Konzerne stärkt, bleibt somit auch in Deutschland hochaktuell. Pfingstens Analyse der US-Märkte könnte also auch ein Spiegelbild für die Situation in Europa sein. Ein Umdenken in der Regulierungsstrategie könnte notwendig sein, um die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer Unternehmen zu sichern und Innovationen zu fördern.</p>
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		<title>Small Cap-Effekt und Unternehmen ohne Ratings</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 14:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Weniger &#8222;offizielles&#8220; Rating, dafür höheres Risiko und höhere Renditen &#8211; diese Zusammenhänge zu beachten, kann sich für Investoren lohnen. Im Vergleich zu Mid und Large Caps bieten Aktien von Small Cap-Unternehmen auf lange Sicht in fast allen Märkten die attraktivere Alternative. Zu diesem Ergebnis kommt Desiree Sauer, Investmentstrategin bei Lazard Asset Management, in einer aktuellen Studie. Neben [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Weniger &#8222;offizielles&#8220; Rating, dafür höheres Risiko und höhere Renditen &#8211; diese Zusammenhänge zu beachten, kann sich für Investoren lohnen. Im Vergleich zu Mid und Large Caps bieten Aktien von Small Cap-Unternehmen auf lange Sicht in fast allen Märkten die attraktivere Alternative. Zu diesem Ergebnis kommt Desiree Sauer, Investmentstrategin bei Lazard Asset Management, in einer aktuellen Studie. Neben der attraktiveren risikoadjustierten Rendite gibt es ihrer Meinung nach noch weitere spannende Aspekte, die für das Anlagesegment sprechen.</p>
<p>Von dem oft beklagten Mangel an Ratings für kleine und mittlere Unternehmen können Anleger bei entsprechendem Knowhow profitieren. Auch das, was diese Unternehmen an Gebühren für Ratings unabhängiger Agenturen einsparen, landet dann in den Taschen fachkundiger Investoren. Während öffentliches Rating und Research jedermann zugänglich ist und damit zwangsläuig die Hoffnung dämpfen muss, im Vergleich zu anderen Anlegern eine bessere Rendite zu erreichen, stehen bei nicht gerateten Unternehmen die Chancen gut, im Nebel der Uninformiertheit Überrenditen zu vereinnahmen.</p>
<p>Nach Ansicht Sauers ist es nämlich zunächst einmal der gut erforschte Small Cap-Effekt, der niedrig kapitalisierte Werte attraktiv macht. „Wissenschaftliche Studien konnten wiederholt zeigen, dass Small Cap-Aktien im Laufe der Zeit besser abschnitten als ihre Large Cap-Pendants“, erläutert die Expertin. Bei der Betrachtung der vergangenen Performance hat sich etwa der MSCI Welt Small Cap-Index von 2000 bis 2022 mehr als vervierfacht, während der MSCI Welt Large Cap sich noch nicht einmal ganz verdoppelte. Grunderkenntnis: Small Caps seien zwar volatiler und generell riskanter als Large Caps, für das höhere Risiko werde der Anleger jedoch mit einer langfristig höheren Performance entschädigt.</p>
<p>Doch Small Caps konnten in der Vergangenheit nicht nur höhere risikobereinigte Renditen im Vergleich zu Large Caps erzielen, sondern boten auch Vorteile bei der Gesamtportfoliokonstruktion. „In einem Umfeld, in dem die Korrelationen zwischen den einzelnen Anlageklassen immer weiter zugenommen haben, können Small Caps zur Diversifizierung eines Portfolios beitragen“, sagt Desiree Sauer. Denn es habe sich gezeigt, dass die Rendite von Small Caps sich im Vergleich zu anderen Marktsegmenten durchaus unterschiedlich entwickle. „Das liegt daran, dass Small Cap-Unternehmen im Allgemeinen stärker inländisch orientiert sind als ihre Large Cap-Vergleichsgruppe. Sie sind insgesamt weniger von Auslandsverkäufen abhängig; das kann bei globalen Schocks zur Diversifizierung der Performance beitragen“, erläutert Desiree Sauer.</p>
<p>Ein weiteres Argument für kleinere Werte sei die niedrige Research-Abdeckung und die geringere Verfügbarkeit von Informationen. Sauer weist darauf hin, dass etwa 25 % der Small und Micro Cap-Aktien weltweit keine Research-Coverage aufweisen. Dies sei im Large-/Mega-Cap-Bereich undenkbar. Insgesamt führe das wenig vorhandene Research bei Small Caps zu Marktineffizienzen, was aktiven Managern Raum zur Alphagenerierung biete. „Die Bottom-up-Analyse ist entscheidend, um die Chancen und Risiken von Small Cap-Unternehmen zu verstehen. Das macht aktives Management unabdingbar“, fasst Desiree Sauer zusammen.</p>
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		<title>Creditreform Bilanzrating als High-End-Bonitätsrating</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2022 14:26:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilanzrating]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzrating]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>
		<category><![CDATA[Creditreform]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Ich benutze manchmal die Metapher: Wenn jemand einen Führerschein hat, ist das kein Grund, ihm getrost einen neuen Ferrari zu schenken&#8220;, schreibt Fritz Witt in den Niederlanden auf seinem neuen Blog zu Ratingfragen. Es funktioniere identisch mit dem Creditreform Bilanzrating: &#8222;Dieses High-End-Bonitätsprüfungssystem zwang uns dazu, eine Infrastruktur aus Beratung, Schulung und Online-Support zu entwickeln, die es [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Ich benutze manchmal die Metapher: Wenn jemand einen Führerschein hat, ist das kein Grund, ihm getrost einen neuen Ferrari zu schenken&#8220;, schreibt <a href="https://www.wittratingadvisory.nl/blog/creditreform-balansrating-het-high-end-kredietbeoordelingssysteem" target="_blank">Fritz Witt</a> in den Niederlanden auf seinem neuen <a href="https://www.wittratingadvisory.nl/blog/creditreform-balansrating-het-high-end-kredietbeoordelingssysteem" target="_blank">Blog zu Ratingfragen</a>. Es funktioniere identisch mit dem Creditreform Bilanzrating: &#8222;Dieses High-End-Bonitätsprüfungssystem zwang uns dazu, eine Infrastruktur aus Beratung, Schulung und Online-Support zu entwickeln, die es dem Benutzer ermöglicht, die korrekte Bonitätsprüfung durchzuführen und das Beste aus dem System herauszuholen. Und das ist ziemlich viel.&#8220;</p>
<p>Fritz Witt, CRA (Certified Rating Analyst), berät zum Nutzen eines Ratings und unterstützt Unternehmer und Manager während und nach dem Rating ihres Unternehmens dabei, den Ratingprozess zu verbessern und alle Vorteile eines Ratings nutzen zu lassen. Fritz Witt ist spezialisiert auf Rating- und Businessanalysen sowie auf die Qualitätsverbesserung von Bonitätseinstufungen, Ratingsystemen und -prozessen.</p>
<p>&#8222;Mit einem Creditreform Bilanzrating durchgeführte Bonitätsprüfungen liefern kalkulierbare Verlustschätzungen, die alle innerhalb der prognostizierten Margen bleiben. Die auf Basis dieser Ratings berechneten Zinssätze sind marktgerecht und damit wettbewerbsfähig. Vor allem aber sind Kredite (bewertet mit einem Creditreform-Bilanzrating) transparent und damit leichter an den europäischen Kapitalmärkten refinanzierbar&#8220;, macht Fritz Witt klar. Dies erleichtere den Risikotransfer von Unternehmenskrediten zu Investmentfonds, die dann an den Kapitalmärkten platziert werden. Diese Investmentfonds werden laufend überwacht und einem Benchmarking unterzogen. Der Anleger schätze die Transparenz, die nur durch die Abwicklung des gesamten Prozesses (von der Kreditvergabe bis zur Geldanlage) mit den akkreditierten Ratingsystemen von Creditreform möglich sei.</p>
<p>&#8222;Ein Creditreform Bilanzrating ist ein High-End-Bonitätsrating der neuesten Generation. Dieses sogenannte GAM-System (General Added Model) passt sich an jedes spezifische Unternehmen an,&#8220; stellt Fritz Witt die Vorteile des Systems heraus, &#8222;indem es berücksichtigt, in welchem ​​Land das Unternehmen tätig ist, welcher Branche es angehört, welche Unternehmensform es hat und wie groß es ist. Abhängig von dieser Kategorisierung wählt das System automatisch eine Reihe von Risikotreibern aus, die für dieses Unternehmen spezifisch sind. Dadurch kann das System 72 Bewertungsformeln verwenden. Diese Methode geht über eine Einheitsgröße für alle herkömmlichen Bewertungssysteme hinaus.&#8220;</p>
<p>Quellen: <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/beleggingsfondsen">beleggingsfondsen</a>; <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/risicotransfer">risicotransfer</a>; <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/creditreform-balansrating">Creditreform balansrating</a>; <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/kredietbeoordelingssysteem">kredietbeoordelingssysteem</a>; <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/kredietoordeel">kredietoordeel</a>; <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/kredietbeoordelingen">kredietbeoordelingen</a>; <a class="label label-info" href="https://www.wittratingadvisory.nl/component/tags/tag/ondernemingskredieten">ondernemingskredieten</a>.</p>
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		<title>Mittelstand: Mit Kreditgebern auf Augenhöhe verhandeln</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 18:29:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[„Unternehmen müssen ihre Verhandlungsposition realistisch einschätzen können, um erfolgreich Kreditgespräche zu führen.“ Das ist die Kernaussage des Buches „Mit Kreditgebern auf Augenhöhe verhandeln“ des UnternehmerBeraters Carl-Dietrich Sander. Das Praxishandbuch zur Bankenkommunikation liefert Unternehmern und Beratern das dafür notwendige Hintergrundwissen und praktische Handlungsempfehlungen. Das Buch ist jetzt in einer vollständig überarbeiteten und erweiterten dritten Auflage im [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Unternehmen müssen ihre Verhandlungsposition realistisch einschätzen können, um erfolgreich Kreditgespräche zu führen.“ Das ist die Kernaussage des Buches „Mit Kreditgebern auf Augenhöhe verhandeln“ des UnternehmerBeraters <a href="http://www.kreditverhandlungen.de" target="_blank">Carl-Dietrich Sander</a>. Das Praxishandbuch zur Bankenkommunikation liefert Unternehmern und Beratern das dafür notwendige Hintergrundwissen und praktische Handlungsempfehlungen. Das Buch ist jetzt in einer vollständig überarbeiteten und erweiterten dritten Auflage im NWB Verlag erschienen.</p>
<p>„Es gibt drei entscheidende Kriterien für eine positive Kreditentscheidung: eine gute Ratingnote, eine Kapitaldienstfähigkeitsberechnung mit klarer Überdeckung und von der Bank als werthaltig eingeschätzte Sicherheiten“ sagt Carl-Dietrich Sander, der seit 20 Jahren Unternehmen zu Liquidität und Finanzierung berät.</p>
<p>In seinem Buch schildert er die Hintergründe von Bankentscheidungen in ihrer ganzen Breite. „Mit meinem Praxishandbuch will ich Unternehmen eine Vorstellung davon geben, wie Banker ticken“, so Sander. Das helfe beim Vorbereiten und Führen von erfolgreichen Kreditverhandlungen sowie bei der Nachbereitung. Für alle drei Aspekte gibt der Autor in seinem Buch konkrete Handlungstipps.</p>
<p>Eine zentrale Empfehlung des Autors ist dabei: „Kein Unternehmen sollte von nur einer kreditgebenden Hausbank abhängig sein!“ Daher stellt er dar, wie Unternehmen eine für sie passende Finanzierer-Landschaft aufbauen können und beschreibt die ganze Palette der Finanzierungsarten, die sich in den letzten Jahren besonders durch die Portale im Internet stark erweitert haben.</p>
<p>Auch aktuelle Veränderungen in der Praxis von Banken und Sparkassen sind Thema des Buches: Reduzierung der persönlichen Betreuung, Einsatz elektronischer Kommunikationskanäle, automatisierte Kreditentscheidungen, zunehmende Bedeutung der Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Kreditentscheidungen sowie die Auswirkungen der Corona-Krise.</p>
<p>Die Basis für das „Praxishandbuch“ sind die 20-jährige Bankerfahrung des Autors sowie seine 20-jährige Erfahrung aus Training und Beratung von Unternehmen zu Liquidität und Finanzierung. Sein Praxishandbuch hat er als Nachschlagewerk aufgebaut: Die Leser:innen finden nach jedem Abschnitt konkrete Handlungstipps, ergänzende Arbeitshilfen im Download-Bereich zum Buch, viele Querverweise, ein ausführliches Stichwortverzeichnis und Hinweise auf vertiefende Quellen im Internet. Verständliche Texte ohne Fachchinesisch und erläuternde Abbildungen erleichtern den Zugang zu den vielfältigen Themen. Sander’s Credo dazu: „Mir ist wichtig, dass Unternehmen mit den Impulsen aus dem Buch direkt in die Umsetzung von Verbesserungen starten können.“</p>
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		<title>Pleiten in der Pipeline</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2021 08:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Debitorenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Unternehmen haben nach den Wirtschaftskrisen 2002 und 2009 mehr Eigenkapital aufgebaut. 2009 wurde in Deutschland eine schwarz-gelbe Bundesregierung gewählt. In der Koalition mit den Freien Demokraten waren deutliche Steuererhöhungen nicht durchsetzbar. Die FDP ging damals sogar mit dem Slogan &#8222;Mehr Netto vom Brutto&#8220; in den Bundestagswahlkampf. Angesichts der globalen Finanzkrise konnte damals das Versprechen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Unternehmen haben nach den Wirtschaftskrisen 2002 und 2009 mehr Eigenkapital aufgebaut. 2009 wurde in Deutschland eine schwarz-gelbe Bundesregierung gewählt. In der Koalition mit den Freien Demokraten waren deutliche Steuererhöhungen nicht durchsetzbar. Die FDP ging damals sogar mit dem Slogan &#8222;Mehr Netto vom Brutto&#8220; in den Bundestagswahlkampf.</p>
<p>Angesichts der globalen Finanzkrise konnte damals das Versprechen einer breiten Entlastung aller Einkommen nicht gehalten werden. So musste sich die FDP in der Koalition mit der CDU/CSU mit der Entlastung niedriger Einkommen begnügen. Immerhin wurden aber den Unternehmen nicht mit Mittel genommen, um mehr Eigenkapital aufzubauen. Dies zahlte sich jetzt in der Corona-Pandemie aus.</p>
<p>Da die Wirtschaft nach den Krisen 2002 und 2009 mehr Eigenkapital aufbaute, gingen die Unternehmen stabiler in die aktuelle Krise, berichtet der Kreditversicherer Coface. „Aber irgendwann sind diese Reserven aufgebraucht. Für viele wird der aktuelle Lockdown zu lange andauern, sie werden es nicht schaffen“, sagt Coface-Volkswirtin Christiane von Berg und Coface meldet: &#8222;Insolvenzen in Deutschland: Der Schein trügt, mehr Pleiten in der Pipeline&#8220;.</p>
<p>Darauf deutet auch die Zahl der Anmeldungen für ein Regelinsolvenzverfahren hin. Seit April 2020 war sie rückläufig, der Trend änderte sich im Oktober 2020. Seitdem steigen die Zahlen – mit einer Ausnahme im Januar 2021 – wieder. Im Februar 2021 registrierte das Statistische Bundesamt 30% mehr Insolvenzanträge als im Vormonat, im März wurde mit +37% der höchste Stand seit März 2017 erreicht.</p>
<p>Im April gingen die neuen Anträge etwas zurück, bleiben aber auf hohem Niveau. Laut einer Simulation von Coface hätten die Gesamtinsolvenzen im Jahr 2020 auf Grundlage des Konjunktureinbruchs um 6% gegenüber 2019 ansteigen müssen. In der Realität sind sie um 15,5% gesunken. Daher könnte ein Anteil von bis zu 21,5% (bzw. 4.030 Insolvenzen) in der Pipeline stecken und sich 2021 und 2022 materialisieren. Das Gros dürfte aus dem Gastgewerbe kommen, wo Coface bis zu 660 „versteckte“ Insolvenzen erwartet, gefolgt von Transport und Bau mit jeweils bis zu 420, dem Verarbeitenden Gewerbe (230) und dem Einzelhandel (190).</p>
<p>Während die pandemiebedingte Insolvenzwelle einerseits durch Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, andererseits durch die relativ gute Vorsorge der Unternehmen mit Eigenkapital abgeschwächt wurde, könnte die nächste Krise &#8211; gleich welcher Art &#8211; dramatischere Folgen haben: Sieht man einmal von der FDP ab, ist die Erhöhung der Belastung von Unternehmen bei allen Parteien Programm, sei es, um soziale Versprechen zu erfüllen, sei es, um mehr Nachhaltigkeit zu erzwingen und diese Aufgaben nicht lediglich durch geeignete rechtliche Rahmenbedingungen und mit ausgeglichenen öffentlichen Haushalten zu erreichen.</p>
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