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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Sozialkreditrating</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Einseitige Nachrichten und die Gefahr für die Meinungsvielfalt in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 05:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine neue Studie von Felix Schläpfer Economic Research in Zusammenarbeit mit gfs.bern zeigt auf, wie stark Schweizer Medien in internationalen Themen von ausländischen Quellen beeinflusst werden – und welche Folgen das für die öffentliche Meinungsbildung hat. „Nachrichten aus ausländischen Quellen, die wirtschaftlichen und strategischen Interessen der USA nahe stehen, prägen über Schweizer Medien die Meinungen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine neue Studie von Felix Schläpfer Economic Research in Zusammenarbeit mit gfs.bern zeigt auf, wie stark Schweizer Medien in internationalen Themen von ausländischen Quellen beeinflusst werden – und welche Folgen das für die öffentliche Meinungsbildung hat. „Nachrichten aus ausländischen Quellen, die wirtschaftlichen und strategischen Interessen der USA nahe stehen, prägen über Schweizer Medien die Meinungen in der Schweizer Bevölkerung in wichtigen internationalen Themen einseitig“, heisst es in der Medienmitteilung.</p>
<p>Die Untersuchung, die unter dem Titel „Einseitigkeit in Nachrichtenmedien“ veröffentlicht wurde (DOI: 10.5281/zenodo.17224633), basiert auf einer Medienanalyse und einer repräsentativen Umfrage mit 1590 Personen in der deutschsprachigen Schweiz. Dabei wurden 20 häufig verbreitete Aussagen zu internationalen Themen überprüft – von der Corona-Pandemie über den Ukraine-Krieg bis zu geopolitischen Fragen rund um China und die USA.</p>
<p>Das Ergebnis ist deutlich: In den grossen Medienhäusern – SRF, Tamedia und NZZ-Medien – zeigen sich laut Studie „nur geringe Unterschiede in der Übernahme einseitiger Sichtweisen“. Hingegen weichen kleinere Medien wie Die Weltwoche oder Die Republik teils deutlich ab. Besonders brisant: Viele der untersuchten Aussagen spiegeln Perspektiven wider, die direkt den Kommunikationslinien westlicher, insbesondere US-amerikanischer, Akteure entsprechen.</p>
<p>Ein Beispiel: 50 % der Befragten stimmten der Aussage „Russland unter Putin ist eine Gefahr für ganz Europa“ voll und ganz zu, während 47 % die Aussage „Der Überfall Russlands auf die Ukraine ist ein unprovozierter Angriffskrieg“ ohne Einschränkung bejahten. „Die Aussagen entsprechen Sichtweisen der einen Kriegspartei – der Ukraine und ihrer Unterstützer“, heisst es in der Studie. Schweizer Medien hätten diese Sichtweisen „nicht nur übernommen, sondern Bemühungen um Objektivität sogar ausdrücklich abgelehnt und regelmässig verunglimpft.“</p>
<p>Auch in anderen Themenbereichen zeigt sich laut Schläpfer ein ähnliches Muster: „Sichtweisen, die durch neuere Information ganz oder teilweise widerlegt wurden, blieben für Meinungen bestimmend, möglicherweise auch, weil die Medien frühere Fehlinformation nur selten korrigierten.“ So glauben noch immer 36 % der Befragten uneingeschränkt an das in westlichen Medien geprägte Narrativ eines chinesischen Sozialkreditsystems mit umfassender Überwachung, obwohl dieses in der ursprünglichen Form nicht nachweisbar ist.</p>
<p>Interessant ist auch der soziodemografische Befund: Ältere Personen und Männer stimmen einseitigen Aussagen häufiger zu, während jüngere Befragte und Frauen tendenziell kritischer reagieren. Zudem steigt die Zustimmung mit der täglichen Nachrichtenzeit – wer mehr als 30 Minuten pro Tag Medien konsumiert, übernimmt einseitige Sichtweisen signifikant häufiger.</p>
<p>Die Schlussfolgerung fällt entsprechend deutlich aus: „Die einseitige Abhängigkeit stellt eine autonome und souveräne Gestaltung der internationalen Beziehungen und der Aussenpolitik der Schweiz in Frage.“ </p>
<p>Studienautor Felix Schläpfer, ehemals Professor an der Kalaidos Fachhochschule, betont, dass die Untersuchung keine externen Auftraggeber oder finanzielle Unterstützung hatte. Ziel sei es gewesen, „die strukturellen Ursachen einer wachsenden Einseitigkeit in der Medienlandschaft empirisch sichtbar zu machen“.</p>
<p>Damit stösst die Studie eine Grundsatzdebatte an: In welchem Masse kann ein Land wie die Schweiz, das auf Unabhängigkeit und Neutralität baut, seine außenpolitische Selbstbestimmung bewahren, wenn seine Medien die Perspektiven ausländischer Akteure unreflektiert übernehmen?</p>
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		<title>Klingende Sachwert-Investition</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2022 08:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Charityrating]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstrating]]></category>
		<category><![CDATA[Produktrating]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftungsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Wohltätigkeitsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Hochwertige Streichinstrumente können eine interessante, weil wertbeständige Sachanlage sein. „Spitzeninstrumente sind außerordentlich wertstabil“, sagt Christian Reister, der sich auf die Beratung zu hochwertigen Streichinstrumenten spezialisiert hat. Ein großer Vorteil: Der Wert von Streichinstrumenten entwickelt sich nahezu abgekoppelt von anderen Anlageklassen wie Aktien, Renten, Gold oder Immobilien. Zudem sei der Instrumentenmarkt weitgehend von langfristig orientierten Investoren [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: 400;">Hochwertige Streichinstrumente können eine interessante, weil wertbeständige Sachanlage sein. „Spitzeninstrumente sind außerordentlich wertstabil“, sagt <a href="mailto:info@maezena.de" target="_blank">Christian Reister</a>, der sich auf die Beratung zu hochwertigen Streichinstrumenten spezialisiert hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ein großer Vorteil: Der Wert von Streichinstrumenten entwickelt sich nahezu abgekoppelt von anderen Anlageklassen wie Aktien, Renten, Gold oder Immobilien. Zudem sei der Instrumentenmarkt weitgehend von langfristig orientierten Investoren geprägt. Das ist sicherlich ein Grund dafür, dass man bei Spitzeninstrumenten sogar eine klare Tendenz zur Wertsteigerung erkennen kann. Laut der maßgeblichen „Fuchs-Taxe“ haben hochwertige Streichinstrumente in den vergangenen einhundert Jahren einen durchschnittlichen Wertzuwachs von zwischen 5-8 Prozent p.a. verzeichnet. Besonders exponierte Einzelstücke liegen deutlich darüber.</span></p>
<p><b>Investition und Mäzenatentum</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vom Investor zum Mäzen ist es dann nur ein kleiner Schritt. Denn hochbegabte Nachwuchskünstler oder schon etablierte Virtuosen haben großen Bedarf an Spitzeninstrumenten. Viele Eigentümer von Meistergeigen, -bratschen oder -celli stellen deshalb ihr Instrument einem Ausnahmekünstler leihweise zur Verfügung.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Kapitalanlage Streichinstrument eignet sich für private Investoren, aber auch für Stiftungen, sofern eines der Stiftungsziele im Bereich Kunst/Kultur oder der Exzellenzförderung liegt und damit die Investition im Einklang mit der Satzung und den Förderzwecken steht. Aus Anlagegesichtspunkten erfüllt ein hochwertiges Instrument die für Stiftungen maßgeblichen Kriterien Rendite und Sicherheit. Die Preise für moderne Instrumente beginnen bei etwa 50.000 Euro, historische Instrumente lohnen sich ab etwa 150.000 Euro als Kapitalanlage. </span></p>
<p><b>Exzellenzförderung</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ganz konkret wird die Exzellenzförderung derzeit für das „Parzival-Quartett“. Die vier jungen Musiker, die gemeinsam ein Studium für Kammermusik an der HMT Leipzig absolvieren, haben große Ambitionen und verfügen über Empfehlungsschreiben renommierter Professoren.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben, an Meisterkursen und vor allem für ihre Konzerttätigkeit, sind die Musiker auf die Leihgabe besonders hochwertig klingender Instrumente angewiesen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Diese ermöglichen den Künstlern die gemeinsame Feinabstimmung des Klanges und sorgen für die Präzision des Klangbildes des Quartetts. Solche für diese Arbeit notwendigen exzellent klingenden und aufeinander abgestimmten Instrumente haben Sie jetzt im Geigenhandel gefunden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Kultur-Plattform Maezena (</span><a href="http://www.maezena.de" target="_blank"><span style="font-weight: 400;">www.maezena.de</span></a><span style="font-weight: 400;">) hilft an dieser Stelle und vermittelt Kontakte zwischen Mäzenen und Musikern. Die Musiker stellen sich mit diesem Video-Portrait selbst vor: </span></p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=hQcRx0ClGYA" target="_blank"><span style="font-weight: 400;">https://www.youtube.com/watch?v=hQcRx0ClGYA</span></a></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Musiker des Parzival-Quartetts bewerben sich damit gemeinsam bei einem zukünftigen Mäzen um die langfristige Leihgabe der Instrumente. Daß es sich bei den Instrumenten um eine echte Rarität handelt, da es so gut wie keine Quartette von renommierten Geigenbauern gibt, die &#8222;aus einem Guss&#8220; für einen Auftraggeber gebaut wurden, ist nicht nur für einen langfristig orientierten Investor hochattraktiv. Auch als Mäzen, hat er damit ein wirkungsvolles „Instrument“, um mit der Leihgabe an die Musiker eine <a href="http://www.maezena.de" target="_blank">außergewöhnliche kulturelle Wirkung</a> zu erzielen.</span></p>
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		<title>Biometrische Verfahren zur geldwäscherechtlichen Kundenidentifikation in Österreich</title>
		<link>http://www.everling.de/biometrische-verfahren-zur-geldwaescherechtlichen-kundenidentifikation-in-oesterreich/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2021 11:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Privatkundenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA schafft durch eine Novelle der Online-Identifikationsverordnung (Online-IDV) künftig die Möglichkeit, rein biometrische Verfahren zur geldwäscherechtlichen Fernidentifikation von Neukunden von Finanzdienstleistern anzuwenden. Bei diesen Verfahren erfolgt die Identifizierung eines Kunden grundsätzlich allein algorithmisch, ohne dass ein Mitarbeiter des Finanzdienstleisters im persönlichen Kontakt eingebunden ist. Voraussetzung ist, dass der Kunde der biometrischen Identifikation [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA schafft durch eine Novelle der Online-Identifikationsverordnung (Online-IDV) künftig die Möglichkeit, rein biometrische Verfahren zur geldwäscherechtlichen Fernidentifikation von Neukunden von Finanzdienstleistern anzuwenden.</p>
<p>Bei diesen Verfahren erfolgt die Identifizierung eines Kunden grundsätzlich allein algorithmisch, ohne dass ein Mitarbeiter des Finanzdienstleisters im persönlichen Kontakt eingebunden ist.</p>
<p>Voraussetzung ist, dass der Kunde der biometrischen Identifikation zustimmt, das Verfahren dem aktuellen Stand der Technik entspricht und eine gleichwertige Sicherheit wie bei der Identifikation durch Mitarbeiter garantiert sowie mittels Video überprüft wird, dass die Person tatsächlich physisch am Endgerät an der Identifikation teilnimmt. Überdies muss der Lichtbildausweis ab 1. Januar 2023 auch durch Auslesen des elektronischen Sicherheitschips (NFC-Chip) überprüft werden. Bis dahin sind auch videogestützte Ausweisprüfungen zulässig.</p>
<p>„Im Zuge des digitalen Wandels gewinnt der Einsatz biometrischer Identifikationsverfahren wie etwa Fingerprint, Iris- und Gesichtserkennung immer mehr an Bedeutung. Diese digitalen Lösungen zur Kundeidentifikation verwenden auf künstlicher Intelligenz basierende elektronische Videosysteme, die heute bereits eine derartige Systemsicherheit aufweisen, dass sie einer persönlichen physischen Identifikation gleichzustellen sind,“ so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Da die FMA grundsätzlich einen technologieneutralen Regulierungs- und Aufsichtsansatz verfolgt, war es uns daher ein großes Anliegen, nach der bereits erfolgten Ermöglichung der Video-Fernidentifikation, so rasch wie möglich auch biometrische Verfahren zur Identifizierung von Neukunden zuzulassen. Wir stehen Innovationen offen gegenüber und fördern diese, wo dies ohne Einbußen der regulatorischen und aufsichtlichen Sicherheit möglich ist.“</p>
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		<title>Sozialkreditsystem und Datenkapitalismus</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2021 14:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Veranstaltungshinweis: &#8222;Sozialkredit-System in China und Datenkapitalismus im Westen &#8211; Herrschaft durch Scoring und datengestützte Simulation von Gesellschaft&#8220; 18.06.2021, 09:00 &#8211; 19.06.2021, ca. 18:00 Wir alle nutzen soziale Medien im Internet, lassen uns durch Karten-, Spiele- oder Wetter-Apps orten, mit Wearables vermessen und befragen Suchmaschinen nach allem, was wir wissen wollen. Wie weit sind wir bereits [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Veranstaltungshinweis</strong>: &#8222;Sozialkredit-System in China und Datenkapitalismus im Westen &#8211; Herrschaft durch Scoring und datengestützte Simulation von Gesellschaft&#8220;</p>
<p>18.06.2021, 09:00 &#8211; 19.06.2021, ca. 18:00</p>
<p>Wir alle nutzen soziale Medien im Internet, lassen uns durch Karten-, Spiele- oder Wetter-Apps orten, mit Wearables vermessen und befragen Suchmaschinen nach allem, was wir wissen wollen. Wie weit sind wir bereits abhängig, werden manipuliert und kontrolliert? Welche Konzerne und politischen Interessengruppen nutzen die Einfluss-Möglichkeiten des Internets für kommerzielle oder politische Zwecke in liberalen Gesellschaften? Wie nutzen autoritäre Regierungen diese Einfluss-Möglichkeiten zum Machterhalt gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürger? In welcher Art von Gesellschaft wollen wir leben? Wie ist das enorme Machtgefälle zwischen betroffenen Usern und datenverarbeitenden Organisationen zu bewerten, vielleicht sogar zu ändern, zumal die städtische Lebensumgebung in Form von Smart Cities komplett datafiziert werden wird? Wie unterscheiden sich fernöstliche Indoktrination mittels ubiquitärer Überwachung und Steuerung vom datenbasierten Manipulationskapitalismus im Westen?</p>
<p>Chinas Sozialkredit-System erscheint als Realisierung dystopischer Simulationen, Prognosen oder als moderne staatliche Kybernetik. Wir untersuchen, was Kredit-Scoring, Schufa, Creditreform, Facebook, Bonussysteme von Krankenkassen, Payback-Systeme, Videoüberwachung, staatliche und private Datensammlungen in Europa voneinander unterscheidet und wie der Zusammenhang zwischen dem Internet als Kommunikations-Infrastruktur und als rezenter Herrschaftstechnik zu beschreiben ist. Die Tagung erörtert, welches Gewicht digitalisierte Systeme erlangen, wenn sie etwa in automatisierter Rechtsprechung eingesetzt werden.</p>
<p>Auf der Konferenz erörtern Sinologen, Informatikerinnen, Kommunikations-, Medien-, Politik- und Kulturwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen diese Fragen anhand von Beispielen innerhalb und außerhalb Chinas. Die Wissenschaftlerinnen bieten vielfältige Perspektiven auf ein globales Phänomen an, sie diskutieren auch Fragen um die sogenannte Smart-City als Ziel von (Alb-)Träumen digitalisierter Kontrolle.</p>
<p>Mit Vorträgen von Andreas Bernard, Marianne von Blomberg, Wolfgang Coy, Doris Fischer, Andrea Knaut, Linus Neumann, Antonia Hmaidi, Katika Kühnreich, Rainer Rehak, Martin Warnke, Thomas Winklmeier und Martin Woesler.</p>
<p>Die Tagung wird online stattfinden. Alle Teilnehmerinnen und Interessenten werden im Voraus über den Zugang zum Datenschutz-konformen Online-Tagungssystem informiert.</p>
<p>Die Teilnahme ist <strong>kostenfrei</strong>.</p>
<p>Tagungsprogramm und Anmeldung finden Sie unter:</p>
<p><a href="https://fg-internet.gi.de/veranstaltung/sks21" target="_blank">https://fg-internet.gi.de/veranstaltung/sks21</a></p>
<p><strong>Veranstalter</strong>: Fachgruppe „Internet und Gesellschaft“ der Gesellschaft für Informatik, Institute for Advanced Study „Medienkulturen der Computersimulation“,(MECS) an der Leuphana Universität Lüneburg, Deutsche China-Gesellschaft.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nach dem Score leben oder nach dem Score sterben</title>
		<link>http://www.everling.de/nach-dem-score-leben-oder-nach-dem-score-sterben/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2021 12:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Ausländische Unternehmen dürften gegenüber lokalen Konkurrenten grundsätzlich benachteiligt sein, da Letztere Vorteile aus ihren engeren Verbindungen zur Regierung ziehen können&#8220;, schreibt Jörg Wuttke in seinem Geleitwort zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220;, in dem es um das neue System in China geht. Jörg Wuttke ist Chefrepräsentant eines grossen deutschen Dax-Konzerns in China. Er ist zudem Präsident [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Ausländische Unternehmen dürften gegenüber lokalen Konkurrenten grundsätzlich benachteiligt sein, da Letztere Vorteile aus ihren engeren Verbindungen zur Regierung ziehen können&#8220;, schreibt Jörg Wuttke in seinem Geleitwort zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220;, in dem es um das neue System in China geht. Jörg Wuttke ist Chefrepräsentant eines grossen deutschen Dax-Konzerns in China. Er ist zudem Präsident der EU-Handelskammer in China – ein Amt, das er bereits von 2007 bis 2010 sowie von 2014 bis 2017 besetzt hatte. Wuttke ist Chairman der China Task Force des Business and Industry Advisory Committee der OECD (BIAC) sowie Mitglied des Beratergremiums des Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin. Er lebt seit mehr als drei Jahrzehnten in Peking.</p>
<p>Trotz Heimvorteils für Chinas Unternehmen &#8222;stellt das Corporate-SCS auch für chinesische Unternehmen eine große Compliance-Herausforderung dar&#8220;, schreibt Wuttke. &#8222;Viele von ihnen haben in der Vergangenheit Vorschriften – beispielsweise rund um das Thema Emissionen – umgangen, weil sie auf den Schutz lokaler Behörden zählen konnten.&#8220;</p>
<p>In diesem Licht betrachtet können ausländische Unternehmen positive Aspekte aus dem Corporate-SCS ziehen, so sieht Wuttke auch den Nutzen des Systems: &#8222;Wenn die leidenschaftslosen Algorithmen transparent und diskriminierungsfrei funktionieren, dann kann das neue System dazu beitragen, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.&#8220;</p>
<p>Internationale Konzerne können sich sogar im Vorteil sehen, hofft Wuttke da sie in der Einhaltung strenger Vorschriften in den verschiedensten Märkten über einen reicheren Erfahrungsschatz verfügen. Viele von ihnen folgen ohnehin globalen Standards, die die aktuellen Anforderungen in China übertreffen.</p>
<p>&#8222;Ich kann aus eigener Erfahrung berichten: Nachdem ich einen gründlichen Audit meines eigenen Unternehmens durchgeführt hatte,&#8220; schreibt Wuttke, &#8222;war ich zunächst schockiert und überwältigt von der Grösse des Corporate-SCS und den Veränderungen, die das System notwendig macht. Aber das Gedeihen in China hat von ausländischen Unternehmen schon immer Geschicklichkeit, Flexibilität und einen pragmatischen Ansatz verlangt.&#8220;</p>
<p>Das Corporate Social Credit System wird nicht verschwinden, ist sich Wuttke sicher: &#8222;Je früher alle Unternehmen auf dem chinesischen Markt dies erkennen und beginnen, ihre internen Prozesse und externen Lieferanten zu überprüfen, desto besser. Sobald das System vollständig implementiert ist, wird es kein Zurück mehr geben: Alle Marktteilnehmer werden entweder nach dem Score leben oder nach dem Score sterben.&#8220;</p>
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		<title>Menschen bewerten und entwickeln?</title>
		<link>http://www.everling.de/menschen-bewerten-und-entwickeln/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 12:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Der Mensch ist intelligent, er kann täuschen und lügen, vieles kopieren, alles instrumentalisieren und er kommuniziert bereits als Baby niemals ohne eine Absicht. Dabei ist ihm seine Absicht nicht immer bewusst. Während sich danach rein absichtsloses Handeln in Aktivitäten ausdrücken würde, die sich selbst genügen, könnten alle anderen, vom Menschen als Subjekt mit freiem Willen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Der Mensch ist intelligent, er kann täuschen und lügen, vieles kopieren, alles instrumentalisieren und er kommuniziert bereits als Baby niemals ohne eine Absicht. Dabei ist ihm seine Absicht nicht immer bewusst. Während sich danach rein absichtsloses Handeln in Aktivitäten ausdrücken würde, die sich selbst genügen, könnten alle anderen, vom Menschen als Subjekt mit freiem Willen beabsichtigte Aktivitäten also durchaus einer Bewertung unterliegen.&#8220; Das schreiben Andreas Fornefett, Gerd Rupprecht und Uwe J. Schacher im Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220; des Springer-Verlags.</p>
<p>Andreas Fornefett ist Senior Advisor der plenum AG, ein Beratungsunternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main. Er ist zudem Aufsichtsratsvorsitzender der i.EPC AG, Kelkheim. Seine Schwerpunkte liegen heute in der Komplexitäts- und Risikomanagementberatung. Fornefett besitzt langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Modellen und verfügt, nach Ausbildung zum Kriminalkommissar und Rechts- und Volkswirtschaftsstudium in Göttingen, inzwischen auch über ein breites naturwissenschaftliches Bildungsspektrum.</p>
<p>Gerd Rupprecht ist Vorstand der i.EPC AG, Kelkheim. Er ist zudem Gründungspartner der Rupprecht &amp; Partner Consulting mit heutigem Sitz in Leipzig und verfügt über langjährige Erfahrung in der Initiierung und Moderation von Veränderungsprozessen als kreativem Teamprozess in verschiedenen DAX-Unternehmen und Start-Ups. Nach Studium der Volks- und Betriebswirtschaft an den Universitäten Tübingen und Augsburg war er zunächst in der Markt- und Meinungsforschung sowie Marketingberatung der Young &amp; Rubicam Group tätig.</p>
<p>Uwe J. Schacher ist freiberuflicher Markt- und Sozialforscher. Die Schwerpunkte seines Forschungs- und Entwicklungsunternehmens Schacher &amp; Partner aus Oberursel im Taunus liegen in der Konzeption und Umsetzung von Befragungen, auch mittels eigens entwickelter Testverfahren und Tools, sowie in den Bereichen Polykontexturale Logik, Strukturgenese und Sentimentanalyse. Schacher studierte in Nürnberg Soziale Arbeit und in Frankfurt Soziologie, Psychologie und Erziehungswissenschaft.</p>
<p>Als Träger seiner Aktivitäten in Form von bewusstem oder unbewusstem Entscheiden und Handeln (Tun oder Unterlassen) ist der Mensch Sender und direkter oder indirekter Empfänger auch seiner eigenen Signale. &#8222;Will man Einfluss nehmen auf sein Verhalten und eine gewünschte soziale Entwicklung über Bewusstseins-, Einstellungs- oder Haltungskontrolle erreichen,&#8220; schreiben die drei Autoren, &#8222;muss man ihn als Subjekt betrachten und behandeln. Das bedeutet unter anderem ihn so zu fragen, dass er sich fragt, sprich: dass er sein Wissen hinterfragt und Bewusstsein darüber erlangt. So kann er seine Einstellung und darüber auf längere Sicht seine Haltung nachhaltig ändern oder aber sich in seinem Denken und Handeln bestätigt fühlen. Nur mittels Vorgaben, Bewertungen, Strafen oder Belohnungen lässt sich sein vom freien Willen getragenes Verhalten weder gesichert steuern noch entwickeln.&#8220;</p>
<p>Jede Arithmetik, Logik, Methode, jedes Regelwerk, kurz: jede Moral, besitze einen jeweils definierten Geltungsbereich, innerhalb dessen richtige oder falsche Aussagen ‚existieren‘ bzw. gutes oder böses Verhalten, Glück oder Unglück, &#8211; aber eben nicht darüber hinaus. &#8222;Deshalb helfen Bewertungen im Rahmen nur eines Bezugssystems,&#8220; folgern die drei Autoren, &#8222;wie eben nur einer Moral, in komplexen Welten für sich kaum weiter. Um einer ethischen Gesinnung des Einzelnen im Sinne des Hinterfragens diverser Moralen unterschiedlicher Bezugssysteme, denen er angehört, gerecht zu werden, ist es als Anspruchsteller an ein gewünschtes Verhalten notwendig, zunächst selbst in den verschiedenen Bezugssystemen zu denken. Denn jedes organisierte System besitzt oder folgt seiner eigenen, teils sehr speziellen Moral im Sinne eines Regelwerks und hält für seine Mitglieder gerne die passenden Antworten parat. Fragen dekonstruieren aber nicht etwa solche Antworten. Sie binden rück, indem sie uns eigene Antworten oder die von Anderen besser verstehen lassen. Dafür stellen Wissenschaft und Praxis verschiedene Methoden zur Disposition.&#8220;</p>
<p>Der Beitrag Andreas Fornefett, Gerd Rupprecht und Uwe J. Schacher im Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220; bietet hierfür einen neuen Denkansatz bzw. eine universell über Raum und Zeit gültige Methode für die Bewertung und Entwicklung einer Organisation, hoch integriert in deren Aufbau und Abläufen. Der Blick richtet sich dabei gerade nicht ausschließlich auf die Bewertung der Einhaltung spezieller Normen, Gebote, Gesetze etc. beispielsweise durch ein Social Credit Rating oder System.</p>
<p>&#8222;Ergänzend finden das strukturelle Niveau der moralisch-ethischen Urteilskompetenz sowie die ethische Gesinnung von Mitgliedern oder Mitarbeitern Berücksichtigung als auch eine mit dem jeweiligen Gruppen- oder Organisationsniveau abgestimmte Umgebung sowie deren Neigungen wiederum hinsichtlich ihrer Ziele und Werte. Die Abstimmung dieser verschiedenen Niveaus und Umgebungen bedarf eines besonderen Modells,&#8220; zeigen die Autoren auf, &#8222;wie dem im Beitrag vorgestellten mehrdimensionalen System aus vier miteinander verknüpften Koordinatensystemen, das zugleich die Grundlage für eine wirksame Organisations- und Mitgliederentwicklung durch Maßnahmen bildet, die im Beitrag beispielhaft aufgezeigt werden.&#8220;</p>
<p>&#8222;Das Management von Risiken kommt danach eher ohne die sonst propagierten Maßnahmen aus,&#8220; folgern die Autoren, &#8222;wie eine Erhöhung der Kontrolldichte, Sanktionsandrohungen oder die Verstärkung einer Anreizstruktur.&#8220; Denn der Mensch sei nach Nietzsche das „nicht festgestellte Tier“. Gerade weil er sich neben sich selbst stellen kann, sei er in der Lage, die Kräfte, die ihn treiben und die er selbst besitzt und ausübt, zielgerichtet zu nutzen. &#8222;Spätestens die Neuzeit hat uns auf diesen Stand der Reflexion gehoben. Lassen wir uns und unsere Mitmenschen diese individuellen schöpferischen Kräfte jedes einzelnen Menschen nutzen, die uns und die Dynamik der Neuzeit weiter antreiben. Aber ohne dabei die jeweils gewünschte oder erwünschte Moral aus den Augen zu verlieren.&#8220;</p>
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		<title>Europäisches Datenschutzrecht und Bonitätssysteme in China</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 12:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Barbara Kirchberg-Lennartz geht in ihrem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220; auf datenschutzrechtliche Aspekte von Sozialkreditsystemen ein: &#8222;Bonitätssysteme in China sind zum einen auf in China tätige Unternehmen gerichtet und sammeln Informationen über das Geschäftsgebaren, die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen insbesondere zu Compliance oder auch zu Umweltschutz. Die daraus abgeleiteten Bewertungen qualifizieren Unternehmen als [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Barbara Kirchberg-Lennartz geht in ihrem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220; auf datenschutzrechtliche Aspekte von Sozialkreditsystemen ein: &#8222;Bonitätssysteme in China sind zum einen auf in China tätige Unternehmen gerichtet und sammeln Informationen über das Geschäftsgebaren, die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen insbesondere zu Compliance oder auch zu Umweltschutz. Die daraus abgeleiteten Bewertungen qualifizieren Unternehmen als gute oder schlechte Geschäftspartner oder Wirtschaftsakteure. Damit sind entsprechende Vor- oder Nachteile für die Unternehmen verbunden.&#8220;</p>
<p>&#8222;Zum anderen gibt es zahlreiche Ansätze,&#8220; schreibt Kirchberg-Lennartz, &#8222;das Verhalten von natürlichen Personen auf der Grundlage umfassender Informationssammlung aus allen Lebensbereichen zu bewerten und ihnen entsprechend der Ergebnisse den Zugang zu sozialen Leistungen zu erschweren oder zu erleichtern und im Allgemeinen ihre Stellung in der Gesellschaft durch den generierten „Score“ zu beeinflussen.&#8220;</p>
<p>Dr. Barbara Kirchberg-Lennartz publiziert seit 2009 in Form von Vorträgen, Fachpublikationen und Kommentierungen von Datenschutzgesetzen zu rechtlichen und operativen Fragestellungen des Datenschutzes. Sie ist als Datenschutzbeauftragte eines großen deutschen DAX-Konzerns tätig.</p>
<p>Die europäischen Datenschutzgesetze stellen an alle Unternehmen, Behörden und öffentlichen Einrichtungen umfangreiche Anforderungen, wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden. &#8222;Ziel ist es,&#8220; rekapituliert Kirchberg-Lennartz, &#8222;den natürlichen Personen ein Selbstbestimmungsrecht über sie betreffende Informationen zu gewähren. Voraussetzung dafür ist eine hohe Transparenz über die Verarbeitung personenbezogener Daten und umfangreiche Rechte der Betroffenen auf Auskunft, Widerspruch und Löschung ihrer Daten.&#8220;</p>
<p>Die europäischen Datenschutzgesetze binden in der EU ansässige Unternehmen vor allem auch hinsichtlich der Übermittlung von personenbezogenen Daten in Länder außerhalb der EU, stellt Kirchberg-Lennartz zweifelsfrei fest. &#8222;Die Anforderungen des europäischen Datenschutzes gelten deshalb für eine Übermittlung von personenbezogenen Daten an Bewertungssysteme in China in vollem Umfang. Das hat zur Folge, dass ein in der EU ansässiges Unternehmen für ein Bewertungssystem relevante Daten über seine Geschäftstätigkeit in China nur dann zur Verfügung stellen kann, wenn diese Informationen keinerlei Bezug zu natürlichen Personen aufweisen. Ein Rückschluss auf in den Unternehmen agierende Personen muss also völlig ausgeschlossen sein.&#8220;</p>
<p>Chinesische Unternehmen, die in der EU Produkte und Dienstleistungen natürlichen Personen anbieten oder deren Tätigkeit auf die Beobachtung natürlicher Personen ausgerichtet ist, sind im Hinblick auf die damit im Zusammenhang stehende Verarbeitung von Kundendaten ebenfalls an die europäischen Gesetze gebunden, warnt Kirchberg-Lennartz und unterstreicht: &#8222;Dies schließt die Weitergabe personenbezogener Daten an Bewertungssysteme in China völlig aus.&#8220;</p>
<p>Das neue Social Credit System in China wirft also Probleme auf. &#8222;Die Lösung dieser Problematik könnte in der Schaffung einer in der EU wirksamen gesetzlichen Grundlage für die Informationsbereitstellung an Bonitätssysteme in China sein. Voraussetzung dafür wäre&#8220;, so Kirchberg-Lennartz, &#8222;eine Etablierung von Datenschutzregeln in der Struktur der chinesischen Bewertungssysteme, die ein EU-adäquates Datenschutzniveau garantieren.&#8220;</p>
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		<title>Nutzen und Grenzen eines multidimensionalen Sozialkreditmodells für Unternehmen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 11:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;In einer Welt der schnellen Transaktionen mit sehr vielen unterschiedlichen Interaktionspartnern verbessert die Zusammenlegung vieler unterschiedlicher Informationen zu einem Gesamtprofil die Einschätzung über dessen Verhalten und erleichtert damit den Handel&#8220;, urteilen Bernhard Kessler und Kaifei Jin in ihrem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220; des Springer-Verlags. Bernhard Kessler ist Leiter der Competence Unit Risk &#38; [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;In einer Welt der schnellen Transaktionen mit sehr vielen unterschiedlichen Interaktionspartnern verbessert die Zusammenlegung vieler unterschiedlicher Informationen zu einem Gesamtprofil die Einschätzung über dessen Verhalten und erleichtert damit den Handel&#8220;, urteilen Bernhard Kessler und Kaifei Jin in ihrem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220; des Springer-Verlags.</p>
<p>Bernhard Kessler ist Leiter der Competence Unit Risk &amp; Compliance, sowie Managing Partner und Mitglied der Geschäftsleitung bei der plenum AG, einer mittelständischen Unternehmensberatung in der DACH Region. Zudem ist er im Fachbeirat des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) und in mehreren Arbeitskreisen der Risk Management Association (RMA) tätig. Er beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der Weiterentwicklung von Ratingverfahren, Risikomanagementmethoden – und deren Implementierung sowie der Weiterentwicklung von in- und externen Normen.</p>
<p>Kaifei Jin ist selbstständiger Unternehmensberater für europäische und chinesische Kreditinstitute. Seit über 14 Jahren ist er in den Bereichen Meldewesen und Risikomanagement tätig. Er lebt seit mehr als zwei Jahrzehnten in Deutschland.</p>
<p>&#8222;Die von Internetgiganten teilweise betriebene soziale Einschätzung zur Erstellung von Kaufinteressen im Internet unterscheidet sich von einem zentral betriebenen Sozialkreditsystem &#8211; wie es in China geplant ist &#8211; massiv&#8220;, zeigen Kessler und Jin auf. &#8222;Der Erwartung an den Informationsgewinn und der technologischen Machbarkeit stehen diverse gesellschaftliche Kosten gegenüber, die zu verstehen und abzuwägen sind.&#8220; In ihrem Beitrag werden der Nutzen und die Kosten eines sozialen Unternehmensratings für Unternehmen verschiedener Größenordnung, Banken und Staaten untersucht. &#8222;Dies hilft den Umgang mit einem Sozialkreditsystem für sich selbst, aber auch die Wirkung auf andere Beteiligte zu verstehen.&#8220;</p>
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		<title>Veränderung der relationalen Vorstellungen, des Sozialverhaltens und der Moralvorstellungen durch Social Credit Systeme</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2021 11:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu Gruppen und Gemeinschaften. Wenn sie sich mit der Gemeinschaft identifizieren,&#8220; schreiben Bernhard Streicher und Johannes F. W. Arendt in ihrem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220;, &#8222;verhalten sie sich freiwillig kooperativ und engagieren sich für Gemeinschaftsziele.&#8220; Bernhard Streicher ist Universitätsprofessor für Sozial- und Persönlichkeitspsychologie und Leiter des [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu Gruppen und Gemeinschaften. Wenn sie sich mit der Gemeinschaft identifizieren,&#8220; schreiben Bernhard Streicher und Johannes F. W. Arendt in ihrem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220;, &#8222;verhalten sie sich freiwillig kooperativ und engagieren sich für Gemeinschaftsziele.&#8220;</p>
<p>Bernhard Streicher ist Universitätsprofessor für Sozial- und Persönlichkeitspsychologie und Leiter des Departments für Psychologie und medizinische Wissenschaften an der Privatuniversität Hall in Tirol. Seine Forschungsinteressen umfassen die psychologischen Mechanismen von Entscheidungen unter Risiko und Unsicherheit; die Risikokultur von Unternehmen und Gruppen; und die Verbesserung der Risikokompetenz. Zusätzlich zu seiner wissenschaftlichen Forschung arbeitet er als Redner und Berater zum Thema Risiko für profit und non-profit Unternehmen.</p>
<p>Johannes Arendt promovierte an der LMU München zu relationalen Modellen am Arbeitsplatz und ist seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Psychologie und medizinische Wissenschaften an der Privatuniversität Hall in Tirol. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit verschiedenen Aspekten sozialer Beziehungen wie Gerechtigkeitswahrnehmung, Hilfeverhalten und interpersonellen Risiken im Arbeitskontext.</p>
<p>&#8222;Zur Steuerung der sozialen Interaktion mit anderen verwenden Menschen unterschiedliche kognitive Modelle,&#8220; schreiben die beiden Experten, &#8222;die ihr Verhältnis zum Interaktionspartner und ein situativ angemessenes Verhalten bestimmen. Wir argumentieren, dass die Einführung eines allgemeingültigen Social Credit Systems nachhaltig die soziale Wahrnehmung und das soziale Denken so verändert, dass die Betroffenen sich in sozialen Interaktionen nur noch dann kooperativ verhalten, wenn dies für sie von Vorteil ist und vom Beurteilungssystem honoriert wird.&#8220;</p>
<p>Freiwilliges, aus innerem Antrieb motiviertes, kooperatives Verhalten und Engagement wird abnehmen, befürchten die Autoren mit Blick auf Sozialkreditsysteme, wie sie in der Praxis bereits eingesetzt werden. &#8222;Dies wird sich mittelbar nicht nur negativ auf die soziale Interaktion zwischen einzelnen Personen, sondern auch auf Unternehmen auswirken, weil die Kreativität und damit die Innovationsfähigkeit abnehmen. Zusätzlich sind flächendeckende Social Credit Systeme aus unserer Sicht unvereinbar mit demokratischen Grundprinzipien.&#8220;</p>
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		<title>Diskriminierung im Sozialkreditsystem</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 11:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Sozialkreditrating]]></category>

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		<description><![CDATA[In Sozialkreditsystemen (SKS) spielen vor allem vier Arten von Diskriminierung eine Rolle: staatliche Präferenzen für das Verhalten seiner Bürger, das Ausnutzen von Marktmacht durch Preisdifferenzierung, Irrtumsdiskriminierung und statistische Diskriminierung. Mit diesen Diskriminierungsarten befasst sich Dr. Dirk Schlotböller in seinem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220;. Schlotböller hat seit dem Jahr 2001 am Centrum für angewandte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Sozialkreditsystemen (SKS) spielen vor allem vier Arten von Diskriminierung eine Rolle: staatliche Präferenzen für das Verhalten seiner Bürger, das Ausnutzen von Marktmacht durch Preisdifferenzierung, Irrtumsdiskriminierung und statistische Diskriminierung. Mit diesen Diskriminierungsarten befasst sich Dr. Dirk Schlotböller in seinem Beitrag zum Buch &#8222;Social Credit Rating&#8220;.</p>
<p>Schlotböller hat seit dem Jahr 2001 am Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung in Münster zum Thema Diskriminierung geforscht und 2008 seine Promotion zu diesem Thema abgeschlossen. Von 2008 bis 2018 war er beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag in verschiedenen Funktionen der Abteilungen Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaft und Innovation/Industrie tätig. 2018 wechselte er ins Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Artikel gibt seine private Einschätzung wieder.</p>
<p>&#8222;Generell erleichtert das SKS dem chinesischen Staat, Informationen über das Verhalten seiner Bürger zu gewinnen. Damit ermöglicht es Effizienzsteigerungen für staatliches Handeln. Dementsprechend kann eine Veröffentlichungspflicht anonymisierter Daten die Effizienz weiter erhöhen,&#8220; so Schlotböller, &#8222;damit andere Marktteilnehmer, diese ohne Zusatzkosten mutzen können.&#8220;</p>
<p>Grundsätzlich positiv sei zunächst, dass das SKS die Durchsetzung von Rechtstreue im Interesse der Bürger erleichtert (Schutz geistigen Eigentum, Lebensmittelsicherheit, Erhalt der Umwelt). Es kann außerdem dazu beitragen, Missbrauch im Staatswesen wie Korruption und Diskriminierung aufzudecken.</p>
<p>Als problematisch sieht Schlotböller dabei allerdings den Verzicht auf den „Wettbewerb als Entdeckungsverfahren“. Unzureichender politischer Wettbewerb erschwert staatliches Handeln entsprechend den Vorlieben der Bevölkerung. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Missbrauch durch Regierungsvertreter, insbesondere die Diskriminierung politisch unerwünschter Verhaltensweisen.</p>
<p>&#8222;Auf anderen Märkten vergrößert eingeschränkter Wettbewerb den Diskriminierungsspielraum ebenfalls – das gilt auch und gerade in der chinesischen Wirtschaft. Verfügt der Staat bzw. staatliche Unternehmen über ein Monopol,&#8220; analysiert Schlotböller, &#8222;hat er besonders große Möglichkeiten, zu diskriminieren, ohne die sonst übliche Prämie für seine Präferenz zahlen zu müssen. In solchen Konstellationen erleichtert das SKS auch eine gewinnmaximierende Preisdifferenzierung. Ein leistungsfähiges SKS bietet grundsätzlich großes Potenzial, Ausfallwahrscheinlichkeiten oder Produktivitäten besser abzuschätzen (und damit Irrtums- durch statistische Diskriminierung zu verdrängen). Ein eingeschränkter Wettbewerb lähmt jedoch die Effizienz der Erkenntnisgewinnung und -verarbeitung.&#8220;</p>
<p>Das SKS birgt also nicht nur neue Missbrauchsmöglichkeiten wie jede andere Innovation auch, warnt Schlotböller. &#8222;Durch den eingeschränkten politischen und wirtschaftlichen Wettbewerb entstehen systematische Fehlanreize. Gerade im Umgang mit ausländischen Unternehmen kann China trotz seiner wirtschaftlichen Bedeutung aber nicht agieren – der Standortwettbewerb schränkt den Diskriminierungsspielraum ein.&#8220;</p>
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