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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Unternehmensrating</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Wachstum auf Kredit: Fashion Company zwischen regionaler Stärke und begrenztem Spielraum</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 18:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Erstbewertung von BB- und stabilem Ausblick für die serbische Fashion Company setzt Scope ein Signal, das über eine bloße Bonitätsnote hinausgeht. Es ist eine Momentaufnahme eines regional starken Einzelhändlers, der sich anschickt, größer zu werden – und dabei bewusst auf Fremdkapital setzt. Die Botschaft der Ratingagentur ist klar: Das Geschäftsmodell trägt, aber der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Erstbewertung von BB- und stabilem Ausblick für die serbische Fashion Company setzt Scope ein Signal, das über eine bloße Bonitätsnote hinausgeht. Es ist eine Momentaufnahme eines regional starken Einzelhändlers, der sich anschickt, größer zu werden – und dabei bewusst auf Fremdkapital setzt. Die Botschaft der Ratingagentur ist klar: Das Geschäftsmodell trägt, aber der Spielraum ist begrenzt.</p>
<p>Fashion Company ist mit rund 24,6 Mrd. RSD Umsatz kein europäischer Schwergewichtler, sondern ein regionaler Champion. Genau darin liegt die Ambivalenz. Auf der einen Seite steht eine etablierte Marktposition in Serbien und auf dem Balkan, gestützt durch hohe Markenbekanntheit, ein Portfolio von über 80 Marken und eine Präsenz in attraktiven Segmenten wie Affordable Luxury und Premium Lifestyle. Auf der anderen Seite bleibt das Unternehmen klein im europäischen Maßstab – und damit verwundbar gegenüber neuen Wettbewerbern, insbesondere wenn große internationale Onlinehändler in die Region drängen sollten.</p>
<p>Bemerkenswert ist die Profitabilität. Eine EBITDA-Marge von durchschnittlich 16 Prozent liegt über vielen europäischen Vergleichswerten im Einzelhandel. Das spricht für Preissetzungsmacht, effiziente Beschaffung und eine kluge Positionierung. Vor allem die Mono-Brand-Stores tragen überdurchschnittlich bei, auch wenn sie stärker von Modetrends abhängen. Hinzu kommt mit KIKO Milano ein Standbein im Kosmetiksegment, das konjunkturell robuster ist als das klassische Modegeschäft. Diese Mischung federt zyklische Schwankungen zumindest teilweise ab.</p>
<p>Gleichzeitig bleibt die geografische Konzentration ein strukturelles Risiko. 59 Prozent des Umsatzes stammen aus Serbien, die übrigen Märkte in der Region weisen ähnliche Konsummuster auf. Diversifikation sieht anders aus. Sollte die Nachfrage in der Region einbrechen oder der Wettbewerb deutlich zunehmen, fehlt ein breiteres internationales Standbein als Puffer.</p>
<p>Finanziell präsentiert sich das Bild solide, aber nicht komfortabel. Die Verschuldung lag 2024 bei 2,9x EBITDA und soll trotz einer geplanten Anleihe über 8,4 Mrd. RSD mittelfristig um die 3x bleiben, mit einem temporären Anstieg auf 3,6x. Das ist für ein wachstumsorientiertes Einzelhandelsunternehmen tragbar, aber kein Sicherheitspolster. Dass die Zinsdeckung historisch deutlich über 10x lag und selbst nach der Emission im Bereich von 8x bis 9x erwartet wird, spricht für eine gute operative Ertragskraft. Die künftige Fixzinsstruktur von rund 84 Prozent der Schulden reduziert zudem Zinsänderungsrisiken.</p>
<p>Der eigentliche Test liegt jedoch im Expansionsplan. Rund 120 neue Filialen in acht Jahren sind ambitioniert, gemessen an aktuell etwa 145 Standorten. Wachstum auf Pump funktioniert nur, wenn die neuen Flächen schnell profitabel werden und die Nachfrage in der Region anhält. Gleichzeitig binden Investitionen, höhere Leasingzahlungen und steigendes Working Capital Liquidität. Dass Scope hier mit einem stabilen Ausblick arbeitet, basiert auf der Annahme, dass EBITDA-Wachstum die steigende Verschuldung ausgleicht. Diese Rechnung muss erst noch aufgehen.</p>
<p>Interessant ist auch der Blick auf die Anleihe selbst. Die vorläufige Bewertung von (P) BB- spiegelt eine überdurchschnittliche erwartete Recovery im Insolvenzfall wider, ohne dass Scope ein zusätzliches Notching gewährt. Der Grund ist nachvollziehbar: In einer Stresssituation könnte sich die Besicherungslage zugunsten vorrangiger Gläubiger verschieben. Für Investoren heißt das: attraktive Renditeperspektive, aber kein Selbstläufer.</p>
<p>Unterm Strich steht ein Unternehmen, das in seinem Heimatmarkt vieles richtig gemacht hat und nun den nächsten Schritt gehen will. Die Ratingnote BB- ist dabei weder Warnsignal noch Freibrief. Sie ist Ausdruck eines Geschäftsmodells mit klaren Stärken, aber ebenso klaren Grenzen. Wer auf Fashion Company setzt – ob als Gläubiger oder als strategischer Beobachter –, sollte weniger auf das heutige Zahlenwerk schauen als auf die Fähigkeit des Managements, Expansion diszipliniert umzusetzen. Wachstum ist kein Selbstzweck. In einem dynamischen Einzelhandelsumfeld entscheidet nicht die Anzahl der neuen Filialen, sondern deren nachhaltige Ertragskraft.</p>
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		<title>Thyssenkrupp Stahlrestrukturierung: Kredit- und Arbeitsmarktanalyse von martini.ai</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 13:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>
		<category><![CDATA[martini.ai]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Analyse von martini.ai, verfasst von Rajiv Bhat, beschäftigt sich mit der umfassenden Restrukturierung des Stahlgeschäfts von Thyssenkrupp und deren Auswirkungen auf Kreditwürdigkeit und Arbeitsmarkt. Laut martini.ai ist Thyssenkrupp eine der kreditempfindlichsten Industriestorys Europas. IG Metall bestätigt, dass Zwangsentlassungen ein „letzter Ausweg“ bleiben, sie aber grundsätzlich möglich sind. Das Unternehmen signalisiert damit tiefgreifende Kostensenkungen in [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Analyse von martini.ai, verfasst von Rajiv Bhat, beschäftigt sich mit der umfassenden Restrukturierung des Stahlgeschäfts von Thyssenkrupp und deren Auswirkungen auf Kreditwürdigkeit und Arbeitsmarkt. Laut martini.ai ist Thyssenkrupp eine der kreditempfindlichsten Industriestorys Europas. IG Metall bestätigt, dass Zwangsentlassungen ein „letzter Ausweg“ bleiben, sie aber grundsätzlich möglich sind. Das Unternehmen signalisiert damit tiefgreifende Kostensenkungen in einem kapitalintensiven, hoch verschuldeten Bereich, der zentral für das Kreditprofil von Thyssenkrupp ist. Für Kreditmanager werden Arbeitskosten, Investitionspläne und Verschuldungskennzahlen eines systemrelevanten europäischen Industriekonzerns beeinflusst, mit Auswirkungen auf Lieferanten, Banken und Anleihegläubiger.</p>
<p>Die Kreditkennzahlen des Unternehmens zeigen nach martini.ai starke Schwankungen. Der 5‑Jahres-Z‑Spread stieg von etwa 1,56 % im Mai 2024 auf fast 6,98 % im Oktober 2024, als die Märkte Zweifel hatten, ob das Stahlgeschäft ohne größere finanzielle Probleme restrukturiert werden kann. Seither haben sich die Spreads auf rund 2,60 % verringert, das martini.ai Letter Rating verbesserte sich von B4 auf B2, und die einjährige Ausfallwahrscheinlichkeit sank von einem Höchstwert von 1,00 % auf etwa 0,18 %, bleibt aber mehr als doppelt so hoch wie der Tiefstwert von 0,08 % Anfang 2024. Dies zeigt, dass Worst-Case-Szenarien vorerst abgewendet wurden, Thyssenkrupp aber weiterhin im High-Yield-Bereich mit fragiler Kreditreserve verbleibt.</p>
<p>Die Vereinbarung mit IG Metall vom Dezember 2025 sieht laut martini.ai eine tiefgreifende, mehrjährige Überholung des Stahlbereichs vor. Geplant ist der Abbau oder die Auslagerung von rund 11.000 Arbeitsplätzen, etwa 40 % der Stahlbelegschaft, innerhalb von fünf Jahren, während die jährliche Stahlkapazität von 11,5 Millionen Tonnen auf etwa 8,7 bis 9 Millionen Tonnen reduziert werden soll. Da formale Zwangsmaßnahmen vermieden werden, setzt das Unternehmen auf teure freiwillige Programme und interne Umsetzungen, was die kurzfristigen Restrukturierungskosten erhöht, gleichzeitig aber die Kostenbasis senken soll. Diese Maßnahmen folgen auf aufeinanderfolgende hohe Verluste von rund 1,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2023/24, einem Rückgang des operativen Stahlgewinns um 18 % und einem jüngsten Quartal mit einem Nettoverlust von 255 Millionen Euro sowie einem Umsatzrückgang im Stahlbereich von 13 % im Vergleich zum Vorjahr.</p>
<p>Trotz der operativen Belastung verfügt Thyssenkrupp laut martini.ai über eine ungewöhnlich starke Konzernbilanz. Ende 2024 hielt das Unternehmen rund 5,7 Milliarden Euro an Barmitteln gegenüber 1,4 Milliarden Euro Schulden, was einem Nettoguthaben von etwa 4,3 Milliarden Euro entspricht. Die niedrigen Verschuldungskennzahlen stehen im Vergleich zu vielen Industriekonkurrenten gut da. Der freie Cashflow von rund 323 Millionen Euro, mehr als das Doppelte des ausgewiesenen EBIT, und zugesagte Restrukturierungsfinanzierung bis 2030 geben dem Management Zeit für die Umsetzung. Dennoch bleibt das Stahlgeschäft strukturell unrentabel, belastet durch schwache europäische Nachfrage, hohe Energiekosten und starken asiatischen Wettbewerb, während gleichzeitig hohe Investitionen für ein grünes DRI-Werk in Duisburg nötig sind, um die Dekarbonisierungsziele 2030 zu erreichen.</p>
<p>Die martini.ai-Analyse skizziert drei Kredit-Szenarien für Thyssenkrupp. Im Basisszenario (ca. 60 % Wahrscheinlichkeit) stabilisieren sich die Spreads im Bereich von 250 bis 350 Basispunkten bei einem Rating von B2/B3, die Stahlverluste verringern sich allmählich, bleiben aber bis etwa 2027/28 unrentabel, während die Refinanzierungsrisiken durch die Nettobarmittel des Konzerns begrenzt werden. Im Abschwung-Szenario (30 % Wahrscheinlichkeit) könnten sich die Spreads wieder auf 400 bis 600 Basispunkte ausweiten, das Rating auf B4/C1 fallen, wenn Restrukturierungskosten steigen, Zeitpläne verzögert werden oder Stahlverluste die Liquidität belasten, was möglicherweise Verkäufe von Vermögenswerten oder Kapitalerhöhungen erforderlich machen würde. Das Aufschwung-Szenario (10 % Wahrscheinlichkeit) sieht eine Straffung der Spreads auf 150 bis 200 Basispunkte vor, falls die Nachfrage im Automobil- und Bausektor wieder anzieht, das geplante Joint Venture schneller Synergien liefert und Preismacht im Bereich „grüner Stahl“ entsteht.</p>
<p>Für Kreditverantwortliche stellt die Stahlrestrukturierung laut martini.ai einen Test dar, wie weit eine starke Konzernbilanz einen strukturell schwachen Kernbereich ausgleichen kann. Wichtige Beobachtungspunkte sind der quartalsweise Cash-Burn des Stahlgeschäfts im Verhältnis zur Konzernliquidität, die Umsetzung von Stellenabbau und Kapazitätsreduktionen, die Entwicklung des Auftragseingangs sowie die Disziplin bei Investitionen in das DRI-Werk. Die Spreads bleiben deutlich breiter als bei besser positionierten europäischen Industriekonkurrenten, was zeigt, dass der Markt weiterhin eine Prämie für Thyssenkrupps Umsetzung und Sektorrisiko verlangt. Entlassungen und Investitionskürzungen können die Verschuldung stabilisieren und Zeit verschaffen, doch ohne nachhaltige Nachfragebelebung oder glaubwürdige Wirtschaftlichkeit des grünen Stahls wird das Stahlgeschäft von Thyssenkrupp laut martini.ai über Jahre hinweg eine High-Yield-Kreditstory bleiben.</p>
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		<title>Digitale Lerntechnologien als Schlüssel für unternehmerischen Erfolg und bessere Ratings</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 09:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hard Skill Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Managementrating]]></category>
		<category><![CDATA[Personalrating]]></category>
		<category><![CDATA[Technologierating]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Besuch von Dmitrijs Dzirns, Head of Customer Success von SkillCampVR, bei Dussmann Service Deutschland markiert den Beginn einer Kooperation, die beispielhaft zeigt, wie der gezielte Einsatz fortschrittlicher Technologie die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg bilden kann. Im Rahmen eines gemeinsamen Onboardings und einer Schulung wurde die neue VR-Trainingsplattform vorgestellt, die auf einem lernorientierten Managementsystem basiert. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Besuch von Dmitrijs Dzirns, Head of Customer Success von SkillCampVR, bei Dussmann Service Deutschland markiert den Beginn einer Kooperation, die beispielhaft zeigt, wie der gezielte Einsatz fortschrittlicher Technologie die Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg bilden kann. Im Rahmen eines gemeinsamen Onboardings und einer Schulung wurde die neue VR-Trainingsplattform vorgestellt, die auf einem lernorientierten Managementsystem basiert. „Besonderes Augenmerk lag auf unserem LMS – der digitalen Basis all unserer Trainings. Damit lassen sich Schulungen nicht nur durchführen, sondern auch intelligent steuern und auswerten.“ Sein Satz verdeutlicht, dass Digitalisierung im Trainingsbereich längst über die reine Wissensvermittlung hinausgeht und zu einem Instrument der Leistungssteuerung und Qualitätssicherung wird.</p>
<p>Das Learning Management System dokumentiert automatisch alle Trainingsdaten, von Zeitpunkt und Dauer bis hin zu Ergebnissen und Zertifikaten. „Reports und Auswertungen stehen jederzeit auf Abruf bereit – für Standortleitungen, Trainer:innen und das Management.“ Diese Transparenz ist nicht nur ein Fortschritt in der Personalentwicklung, sondern auch ein Faktor, der aus Rating-Perspektive zunehmend relevant wird. Unternehmen, die ihre Prozesse datenbasiert gestalten und die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeitenden systematisch dokumentieren, schaffen messbare Nachweise für Effizienz, Kompetenzaufbau und Nachhaltigkeit – Kriterien, die in modernen Ratingmodellen eine immer größere Rolle spielen.</p>
<p>Die Möglichkeit, Lernpfade individuell anzupassen, fördert zudem eine zielgerichtete Mitarbeiterentwicklung, die nicht nur den internen Wissensstand erhöht, sondern auch die Arbeitgeberattraktivität steigert. „Lernpfade lassen sich individuell pro Mitarbeitendem anpassen – für eine zielgerichtete Entwicklung und messbare Fortschritte.“ In einem Markt, der zunehmend auf Fachkräftemangel und Innovationsdruck reagiert, ist diese Personalisierung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.</p>
<p>Aus Sicht des Ratings bedeutet der Einsatz solcher Technologien eine Aufwertung des Unternehmensprofils: Digitale Lern- und Managementsysteme stehen für Innovationskraft, Transparenz und Effizienz – alles Faktoren, die positiv in Bewertungen einfließen. Unternehmen wie Dussmann, die frühzeitig auf datenbasierte Lernprozesse setzen, positionieren sich nicht nur operativ stärker, sondern erhöhen zugleich ihre Resilienz und Zukunftsfähigkeit im Markt. Der Pilotstart zeigt, wie Digitalisierung im Personalmanagement zu einem strategischen Erfolgsfaktor wird – und wie technologische Kompetenz zunehmend zur Währung unternehmerischer Stabilität und Glaubwürdigkeit wird.</p>
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		<title>Egan-Jones Ratings Company sieht begrenzte Risiken im Data-Center-Boom</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 13:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>
		<category><![CDATA[Egan-Jones]]></category>

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		<description><![CDATA[Der globale Ausbau von Rechenzentren verschlingt gewaltige Summen, und viele fragen sich, ob dieses Kapital sinnvoll eingesetzt ist und ob Investoren mit einer angemessenen Rendite rechnen können. Nach Einschätzung der RatingagenturEgan-Jones Ratings Company sei diese Frage „ungenau oder unvollständig gestellt, da einige der stärksten Unternehmen weltweit die Hauptschuldner sind und damit die meisten, wenn nicht [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der globale Ausbau von Rechenzentren verschlingt gewaltige Summen, und viele fragen sich, ob dieses Kapital sinnvoll eingesetzt ist und ob Investoren mit einer angemessenen Rendite rechnen können. Nach Einschätzung der RatingagenturEgan-Jones Ratings Company sei diese Frage „ungenau oder unvollständig gestellt, da einige der stärksten Unternehmen weltweit die Hauptschuldner sind und damit die meisten, wenn nicht alle, der inhärenten Risiken abmildern“. Der Boom der Künstlichen Intelligenz ist zum entscheidenden Treiber geworden: „Wenn Artificial Intelligence (AI) auch nur einen Bruchteil ihres Versprechens einlöst, wird sie die Welt für immer verändern.“ Die Geschwindigkeit der Entwicklung zwingt Unternehmen dazu, ihre Infrastruktur rasch auszubauen, um nicht von effizienteren Wettbewerbern überholt zu werden.</p>
<p>Gleichzeitig bleiben Parallelen zu früheren Technologiewellen nicht aus. Egan-Jones erinnert an den „Dot Com Bust“ im Jahr 2000, als überzogene Erwartungen zu massiven Kursverlusten führten. Dennoch sei der Bedarf an Rechenzentren robust, auch wenn neue Modelle wie das chinesische „Deep Seek“ oder Elon Musks „Grok“ die Branche überraschten. Die Herausforderungen liegen weniger im technologischen Fortschritt als in den Rahmenbedingungen: „Ein weiteres Problem für Branchenakteure besteht darin, geeignete Standorte für Rechenzentren zu finden und die Stromversorgung sicherzustellen.“ Der wachsende Energiebedarf bringe Versorgungsnetze an ihre Grenzen, weshalb „stabile und leicht skalierbare Energiequellen, insbesondere nukleare, benötigt werden“. Während China hier Kostenvorteile hat, bleiben für US-Standorte Regionen mit reichlich Erdgas – etwa Texas oder Pennsylvania – attraktiv.</p>
<p>Auch der Engpass bei Chips, noch vor einem Jahr ein dominierendes Thema, habe sich laut Egan-Jones entschärft: „Dieses Problem wurde gemildert, da Nvidia die Produktion hochgefahren und tragfähige Alternativen entstanden sind.“ Entscheidend bleibt aus Kreditsicht jedoch, dass die großen Schuldner – die Tech-Giganten – über außergewöhnliche Bonität verfügen. „Aus Sicht der Gläubiger wird die Diskussion über die Aussichten der Rechenzentren von der Tatsache überlagert, dass die typischen Schuldner in der Lage sind, ihren Verpflichtungen unabhängig von den Projektaussichten nachzukommen.“</p>
<p>Der Markt für Rechenzentren sei daher in einer paradoxen Lage: enorme Nachfrage trifft auf begrenztes Angebot, was bestehende oder geplante Projekte begünstigt. „Vielleicht ist dies ein Bereich, in dem das Risiko begrenzt ist – aufgrund der Stärke der Schuldner und der starken Nachfrage nach dem Vermögenswert im Verhältnis zum Angebot“, so das Fazit der Egan-Jones Ratings Company. Damit zeigt sich, dass Technologie, Energiepolitik und Kapitalmärkte zunehmend ineinandergreifen – und dass die wahren Risiken weniger in den Datenleitungen als in den Stromleitungen liegen dürften.</p>
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		<title>Neues EU-Konsortium unter Leitung der RWTH Aachen treibt nachhaltiges Batterierecycling voran</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2025 06:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeitsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Produktrating]]></category>
		<category><![CDATA[Technologierating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues, europaweites Batterierecycling-Konsortium unter der Leitung des PEM der RWTH Aachen setzt Maßstäbe für die nachhaltige Nutzung kritischer Rohstoffe. Das Projekt, das durch das Land Nordrhein-Westfalen mit 2,068 Millionen Euro gefördert wird, vereint Industrie, Forschung und Technologieentwicklung mit dem Ziel, eine vollständig geschlossene Batterierecycling-Industrie in Deutschland aufzubauen. Dabei sollen recycelte Materialien in Zukunft eine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues, europaweites Batterierecycling-Konsortium unter der Leitung des PEM der RWTH Aachen setzt Maßstäbe für die nachhaltige Nutzung kritischer Rohstoffe. Das Projekt, das durch das Land Nordrhein-Westfalen mit 2,068 Millionen Euro gefördert wird, vereint Industrie, Forschung und Technologieentwicklung mit dem Ziel, eine vollständig geschlossene Batterierecycling-Industrie in Deutschland aufzubauen. Dabei sollen recycelte Materialien in Zukunft eine gleichwertige Alternative zu primär gewonnenen Metallen darstellen.</p>
<p>Die Initiative basiert auf einer engen Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die ihre jeweiligen Kompetenzen bündeln. In den vergangenen zwölf Monaten wurden technische und kommerzielle Rahmenbedingungen erarbeitet, um das Projekt auf eine stabile Grundlage zu stellen. Mit der nun erfolgten Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung wurde nicht nur die finanzielle Absicherung, sondern auch die Governance-Struktur des Konsortiums festgelegt. Der Projektträger Jülich (PTJ) verwaltet die Fördermittel im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>Innerhalb des Konsortiums übernimmt jedes Mitglied eine spezifische Rolle. Accurec Recycling GmbH ist für die Demontage und Aufbereitung der Altbatterien zuständig und produziert daraus Schwarzmasse, die anschließend an Iondrive geliefert wird. Das australische Unternehmen Iondrive bringt seine Deep-Eutectic-Solvent-Technologie (DES) ein, mit der Metalle wie Nickel, Kobalt, Lithium und Mangan umweltfreundlich extrahiert werden können. Die resultierenden hochreinen Metalle werden anschließend zu sogenannten pCAM-Materialien weiterverarbeitet, die als Vorstufe für Kathodenmaterialien dienen.</p>
<p>Ein weiterer Partner, NEUMAN &#038; ESSER Process Technology GmbH, wird das Konsortium mit modernster Anlagentechnik und Verfahrenstechnik unterstützen, um die Recyclingprozesse zu skalieren. Constantia Patz GmbH, Teil der internationalen Constantia Flexibles Gruppe, steuert Wissen über Materialdesign und Kreislaufintegration bei, um sicherzustellen, dass recycelte Metalle und Nebenprodukte effizient in neue Produktionsketten einfließen. Die RWTH Aachen schließlich wird die von Iondrive gewonnenen pCAM-Materialien weiter zu CAM-Material verarbeiten, das in der Batteriezellenproduktion getestet wird.</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass alle im Rahmen der Konsortiumsaktivitäten erzielten technologischen Fortschritte an der DES-Technologie im Eigentum von Iondrive verbleiben. Dies ermöglicht dem Unternehmen, seine patentierte Methode unabhängig weiterzuentwickeln und weltweit zu kommerzialisieren. „Die Kooperation bietet eine ideale Plattform, um die Leistungsfähigkeit unserer Technologie im industriellen Maßstab zu validieren und gleichzeitig die Grundlage für eine europäische Lieferkette recycelter Batteriematerialien zu schaffen“, so Dr. Ebbe Dommisse, CEO von Iondrive.</p>
<p>Die Aktivitäten des Konsortiums sind zunächst auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt, beginnend im Oktober 2025. Neben der direkten Förderung profitiert Iondrive von kostenfreiem Zugang zu Einsatzmaterial, Validierungsdienstleistungen und einer engeren Zusammenarbeit mit potenziellen Industriepartnern. Nach Abschluss der ersten Betriebsphasen in Australien ist vorgesehen, die Pilotanlage von Iondrive nach Deutschland zu verlagern, um die Prozesse innerhalb des europäischen Marktes weiter zu optimieren.</p>
<p>Das Konsortium markiert einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einer kreislauforientierten, ressourcenschonenden Batterieproduktion in Europa. Durch die Kombination aus innovativer Verfahrenstechnik, industrieller Skalierung und politischer Unterstützung soll gezeigt werden, dass ein nachhaltiger, wirtschaftlich tragfähiger Batteriekreislauf nicht nur möglich, sondern zukunftsweisend für die gesamte europäische Industrie ist.</p>
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		<title>Virtuelle Realität, 3D-Darstellung und Unternehmensrating im Kontext der Medizinrobotik</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2025 09:17:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Health Care Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Technologierating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Virtuelle Realität, dreidimensionale Darstellungen und Stereoskopie sind eng miteinander verknüpft, da sie alle darauf abzielen, räumliche Tiefe und realitätsnahe Wahrnehmung zu erzeugen. Während die Stereoskopie die Grundlage bildet, indem sie über zwei leicht versetzte Bilder ein räumliches Sehen ermöglicht, nutzt die 3D-Darstellung diese Technik, um digitale Objekte plastisch erscheinen zu lassen. Virtuelle Realität geht einen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Virtuelle Realität, dreidimensionale Darstellungen und Stereoskopie sind eng miteinander verknüpft, da sie alle darauf abzielen, räumliche Tiefe und realitätsnahe Wahrnehmung zu erzeugen. Während die Stereoskopie die Grundlage bildet, indem sie über zwei leicht versetzte Bilder ein räumliches Sehen ermöglicht, nutzt die 3D-Darstellung diese Technik, um digitale Objekte plastisch erscheinen zu lassen. Virtuelle Realität geht einen Schritt weiter: Sie integriert diese räumliche Wahrnehmung in eine vollständig immersive Umgebung, die den Nutzer nicht nur sehen, sondern auch agieren lässt. In der Medizin, insbesondere in der Robotik, wird diese Verbindung zunehmend genutzt, um Operationen präziser, sicherer und sogar ortsunabhängig durchzuführen.  </p>
<p>Wie Andreas Scharf von der Apo Asset Management GmbH in seinem Beitrag „Medizinrobotik: Die Operation Zukunft“ erläutert, eröffnet die Kombination aus Robotik, KI und digitalen Darstellungsverfahren neue Horizonte: „Mit dessen OP-Robotik-System da Vinci werden bereits jetzt viele Medizinstudierende ausgebildet. Damit entsteht ein eigenes Anwender-Ökosystem.“ Diese Ausbildung erfolgt zunehmend mit Hilfe von 3D-Simulationen und virtuellen Umgebungen, in denen angehende Chirurgen Eingriffe trainieren können, bevor sie sie am Patienten durchführen. Die präzise Tiefenwahrnehmung durch stereoskopische Darstellungen ist dabei entscheidend, um komplexe anatomische Strukturen realistisch zu erfassen.  </p>
<p>Virtuelle Realität wird so zum Bindeglied zwischen digitalem Modell und realer medizinischer Handlung. Die Fernoperation aus 11.000 Kilometern Entfernung, bei der „ein Krebspatient in Angola robotergestützt aus den USA operiert“ wurde, wäre ohne fortgeschrittene visuelle Darstellungen und Echtzeitübertragung von 3D-Daten kaum denkbar. Stereoskopische Bildgebung sorgt hier für die nötige räumliche Orientierung des Chirurgen, der sich in einer virtuellen Repräsentation des Operationsfeldes bewegt.  </p>
<p>Dieser technologische Fortschritt hat unmittelbare Auswirkungen auf das Rating von Unternehmen, die in diesem Feld tätig sind. Firmen wie Intuitive Surgical oder Stryker profitieren von der engen Verzahnung von KI, Robotik und 3D-Visualisierung, da sie Innovationen hervorbringen, die den Marktwert und die Zukunftsfähigkeit steigern. Für Analysten und Portfoliomanager wie Scharf sind dabei nicht nur die Umsatzzahlen entscheidend, sondern auch die technologische Führungsrolle: „Die Zulassungschancen und der klinische Nutzen bestimmen das Anlagepotenzial.“ Ein Unternehmen, das durch immersive Technologien wie virtuelle Realität eine höhere Präzision oder Ausbildungseffizienz ermöglicht, wird als wettbewerbsfähiger und damit als besser bewertbar angesehen.  </p>
<p>Der Zusammenhang zwischen virtueller Realität, 3D-Darstellung und Stereoskopie zeigt somit, wie visuelle Technologien zur Grundlage medizinischer Innovationen werden und zugleich Einfluss auf die Bewertung von Unternehmen im Gesundheitssektor nehmen. Fortschritt in der Wahrnehmung und Darstellung räumlicher Realität wird zu einem ökonomischen Faktor, der Ratings verändert und Investitionen lenkt – ein Beleg dafür, dass technologische Tiefe zunehmend auch die finanzielle Tiefe eines Unternehmens bestimmt.</p>
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		<title>Redwood Materials zeigt: Urban Mining erreicht Milliardenbewertungen und wird zum neuen Wachstumssektor</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 09:12:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die jüngste Finanzierungsrunde des US-amerikanischen Unternehmens Redwood Materials verdeutlicht eindrucksvoll, welches Bewertungspotenzial in der Branche des Urban Mining und Batterierecyclings steckt. Das in Sparks, Nevada, ansässige Unternehmen sammelte in einer Series-E-Runde 350 Millionen US-Dollar ein, angeführt von Eclipse Ventures und mit Beteiligung von NVentures, der Investmentgesellschaft des Technologiekonzerns Nvidia. Damit wird Redwood aktuell mit über [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngste Finanzierungsrunde des US-amerikanischen Unternehmens Redwood Materials verdeutlicht eindrucksvoll, welches Bewertungspotenzial in der Branche des Urban Mining und Batterierecyclings steckt. Das in Sparks, Nevada, ansässige Unternehmen sammelte in einer Series-E-Runde 350 Millionen US-Dollar ein, angeführt von Eclipse Ventures und mit Beteiligung von NVentures, der Investmentgesellschaft des Technologiekonzerns Nvidia. Damit wird Redwood aktuell mit über sechs Milliarden US-Dollar bewertet – ein klares Signal, dass Investoren weltweit den Markt für wiedergewonnene Rohstoffe als strategisch und wirtschaftlich hochattraktiv einstufen.</p>
<p>Urban Mining – also die Rückgewinnung wertvoller Metalle und Materialien aus bestehenden Produkten, insbesondere Elektronik- und Batterieschrott – entwickelt sich zunehmend zu einem der zentralen Wachstumsfelder der Energiewende. Redwood Materials hat sich dabei als einer der globalen Technologieführer etabliert. Das Unternehmen betreibt nicht nur Recyclinganlagen für Batterien, sondern erweitert seine Aktivitäten um die Herstellung von Kathodenmaterialien und die Entwicklung von Energiespeicherlösungen. Besonders bemerkenswert ist, dass Redwood die Nutzung wiederaufbereiteter Batterien für den Aufbau von Stromspeichersystemen für Rechenzentren und industrielle Anwendungen vorantreibt – ein Schritt, der die Wertschöpfung über das klassische Recycling hinaus verlängert.</p>
<p>Die Höhe der Bewertung spiegelt das Vertrauen der Investoren in die technologische Führungsposition und die Marktchancen des Unternehmens wider. Mit Blick auf die globale Rohstoffknappheit, geopolitische Unsicherheiten und die steigende Nachfrage nach Batteriematerialien in der Elektromobilität und im Energiesektor sehen Investoren im Urban Mining nicht mehr nur ein Nachhaltigkeitsthema, sondern ein hochprofitables Industriefeld. Die Kombination aus technologischer Innovation, geopolitischer Relevanz und massiven Skalierungspotenzialen hat Urban Mining zu einem Investmentthema mit ähnlichem Attraktivitätsniveau wie grüne Energie- oder Halbleitertechnologien gemacht.</p>
<p>Im Vergleich dazu wirken europäische Initiativen – wie das kürzlich gestartete Batterierecycling-Konsortium unter der Leitung der RWTH Aachen – derzeit noch klein, jedoch strategisch nicht minder wichtig. Das Konsortium, an dem unter anderem Iondrive Limited beteiligt ist, verfügt über ein Finanzierungsvolumen von rund 3,1 Millionen Euro, davon 2,07 Millionen Euro aus Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel ist der Aufbau einer europäischen Kreislaufwirtschaft für Batterien, bei der bis zu 80 Prozent der Materialien aus Recyclingprozessen stammen sollen. Während Redwood bereits den Sprung in die Kommerzialisierung und internationale Expansion geschafft hat, befindet sich das europäische Projekt noch in einer frühen Entwicklungs- und Demonstrationsphase.</p>
<p>Dennoch zeigt der Vergleich beider Initiativen eine klare Marktlogik: Gelingt es europäischen Unternehmen, Recyclingtechnologien wie das Deep-Eutectic-Solvent-Verfahren von Iondrive erfolgreich zu skalieren, könnten auch sie mittelfristig Bewertungen in ähnlichen Größenordnungen erreichen. Die Redwood-Transaktion zeigt, dass Investoren bereit sind, Milliardenbeträge in Unternehmen zu investieren, die eine Schlüsselrolle in der Rückgewinnung und Wiederverwertung kritischer Rohstoffe übernehmen.</p>
<p>Damit wird deutlich: Urban Mining ist längst mehr als ein Nischenthema der Kreislaufwirtschaft. Es entwickelt sich zu einem der wertvollsten Segmente im globalen Technologiesektor – mit dem Potenzial, neue „grüne Giganten“ hervorzubringen, deren Marktwert sich an den führenden Tech-Unternehmen der Welt messen kann.</p>
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		<title>Europäisches Batterierecycling-Konsortium mit 3,1 Millionen Euro Förderung nimmt Arbeit auf</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 06:39:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein europäisches Konsortium für Batterierecycling mit einem Gesamtvolumen von 3,137 Millionen Euro hat seine Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung des Production Engineering of E-Mobility (PEM) der RWTH Aachen wurde das Projekt nach zwölf Monaten intensiver Vorbereitung offiziell gegründet. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert das Vorhaben mit 2,068 Millionen Euro, während die Konsortiumspartner weitere 1,069 Millionen Euro [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein europäisches Konsortium für Batterierecycling mit einem Gesamtvolumen von 3,137 Millionen Euro hat seine Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung des Production Engineering of E-Mobility (PEM) der RWTH Aachen wurde das Projekt nach zwölf Monaten intensiver Vorbereitung offiziell gegründet. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen fördert das Vorhaben mit 2,068 Millionen Euro, während die Konsortiumspartner weitere 1,069 Millionen Euro beisteuern. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft für Batterien in Europa, die nachhaltige Materialien nutzt, ohne Einbußen bei Leistung und Qualität hinzunehmen.</p>
<p>Iondrive Limited (ASX: ION) nimmt als Kerntechnologiepartner eine zentrale Rolle im Konsortium ein. Das Unternehmen entwickelt Verfahren, um Metalle aus Altbatterien zurückzugewinnen und sie zu Vorprodukten für die Herstellung neuer Batteriezellen zu verarbeiten. Dabei kommt die sogenannte DES-Technologie (Deep Eutectic Solvent) zum Einsatz, ein umweltfreundliches Verfahren, das ohne aggressive Säuren auskommt und bei niedrigen Temperaturen arbeitet. „Die Teilnahme an diesem Konsortium bietet Iondrive die Möglichkeit, führenden europäischen OEMs zu demonstrieren, dass Batteriezellen, die aus mit unserem DES-Verfahren recycelten Metallen hergestellt wurden, eine gleichwertige Leistung wie solche aus Primärmaterialien erzielen können“, erklärte Iondrive-CEO Dr. Ebbe Dommisse. Er betonte zudem: „Das Konsortium bietet nicht nur einen Einstiegspunkt in den europäischen Markt, sondern sichert potenziell auch Einsatzmaterial von unseren vorgelagerten Industriepartnern und entwickelt gleichzeitig Abnahmevereinbarungen für Produkte mit unseren nachgelagerten Partnern.“</p>
<p>Neben Iondrive gehören dem Konsortium mehrere führende Industrie- und Forschungspartner an, darunter Accurec Recycling GmbH, NEUMAN &#038; ESSER Process Technology GmbH, Constantia Patz GmbH sowie das PEM der RWTH Aachen. Accurec bringt dabei seine Erfahrung in der mechanischen Aufbereitung und Herstellung von Schwarzmasse ein, die an Iondrive geliefert wird. NEUMAN &#038; ESSER steuert verfahrenstechnisches Know-how bei, während Constantia Patz Expertise im Materialdesign und in der Integration recycelter Materialien in nachhaltige Produktionsprozesse beisteuert. Die RWTH Aachen übernimmt die Weiterverarbeitung des von Iondrive gelieferten Materials in ihrer bestehenden Pilotanlage.</p>
<p>Das Konsortium will die gesamte Wertschöpfungskette des Batterierecyclings abbilden – von der Demontage alter Batterien über die Rückgewinnung und Verarbeitung wertvoller Metalle bis zur Herstellung neuer Zellen. Dadurch soll nachgewiesen werden, dass Batteriezellen, die zu 80 Prozent aus recycelten Materialien bestehen, dieselbe Leistungsfähigkeit wie solche aus Primärmetallen erreichen können. Die Beteiligung europäischer Automobilhersteller als assoziierte Partner ist nach dem Erreichen der ersten technischen Meilensteine vorgesehen, um die Ergebnisse direkt zu validieren und potenzielle Abnahmeverträge zu ermöglichen.</p>
<p>Für Iondrive bedeutet die Teilnahme nicht nur eine Stärkung der Position auf dem europäischen Markt, sondern auch erhebliche finanzielle Unterstützung. 60 Prozent der Betriebskosten der europäischen Pilotanlage werden durch die Fördermittel gedeckt, bis zu einem Maximalbetrag von 398.000 Euro. Diese Mittel stehen für einen Zeitraum von drei Jahren ab Oktober 2025 zur Verfügung. Parallel errichtet Iondrive an der University of Adelaide eine Pilotverarbeitungsanlage, deren Inbetriebnahme für Anfang 2026 geplant ist. Sie soll später nach Europa transportiert und dort in den industriellen Betrieb integriert werden.</p>
<p>Das Konsortium gilt als bedeutender Schritt für den Aufbau einer nachhaltigen Batteriewirtschaft in Europa. Mit seiner Kombination aus Forschung, Technologieentwicklung und industrieller Umsetzung will es dazu beitragen, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern und den europäischen Markt für recycelte Batteriematerialien langfristig zu stärken.</p>
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		<title>Vom Zuschauen zum Mitgestalten: Virtuelle Realität als Sinnbild des Wandels von der Attention zur Action Economy</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2025 13:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum ein technologisches Feld verkörpert den gegenwärtigen ökonomischen und kulturellen Paradigmenwechsel so eindrucksvoll wie die virtuelle Realität. Während die Attention Economy durch passive Rezeption geprägt war – durch das Schauen, Liken und Konsumieren von Inhalten –, steht die virtuelle Realität für eine neue Form der Beteiligung: den Übergang vom Zuschauer zum Akteur. In immersiven Welten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum ein technologisches Feld verkörpert den gegenwärtigen ökonomischen und kulturellen Paradigmenwechsel so eindrucksvoll wie die virtuelle Realität. Während die Attention Economy durch passive Rezeption geprägt war – durch das Schauen, Liken und Konsumieren von Inhalten –, steht die virtuelle Realität für eine neue Form der Beteiligung: den Übergang vom Zuschauer zum Akteur. In immersiven Welten ist der Mensch nicht länger bloßer Empfänger von Eindrücken, sondern Mitschöpfer seiner eigenen Erfahrung.</p>
<p>Diese Verschiebung markiert den Kern dessen, was Aoshi Chen als Beginn der Action Economy bezeichnet. In seinem Denken wird Technologie nicht mehr als Mittel zur Aufmerksamkeitserzeugung verstanden, sondern als Werkzeug der Handlungsbefähigung. Virtuelle Realität (VR) und erweiterte Realität (AR) schaffen Umgebungen, in denen Erfahrung, Erkenntnis und Aktion verschmelzen. Sie bieten nicht nur Unterhaltung, sondern ermöglichen Lernen, Gestalten, Experimentieren – kurz: eine neue Qualität des Wirkens.</p>
<p>Während in der Attention Economy die Blickrichtung des Menschen kontrolliert und gelenkt wurde, erweitert die Action Economy das Handlungsspektrum. In der virtuellen Realität ist Aufmerksamkeit kein Ziel, sondern Ausgangspunkt: Sie wird zur Ressource, die durch Interaktion aktiviert wird. Das Individuum ist nicht länger ein Punkt im Datenstrom, sondern ein aktiver Teil eines Erlebnissystems. Jede Bewegung, jede Entscheidung und jede kreative Geste verändert die Welt, in der man sich befindet – und damit auch das eigene Verhältnis zur Realität.</p>
<p>In dieser aktiven Form der Teilhabe liegt der symbolische Kern des Paradigmenwechsels von Quantität zu Qualität. Es geht nicht mehr darum, wie viele Menschen zuschauen, sondern wie tief sie sich einlassen; nicht darum, wie groß die Reichweite ist, sondern wie intensiv die Erfahrung wirkt. Virtuelle Realität wird damit zum Spiegel einer neuen Ökonomie, die auf Engagement, Wirkung und Sinn ausgerichtet ist.</p>
<p>Gerade im Kontext von Bildung, Kultur und Wirtschaft wird VR zu einem Experimentierfeld für die Prinzipien der Action Economy. Unternehmen entwickeln immersive Trainingsumgebungen, in denen Mitarbeiter nicht konsumieren, sondern handeln und reflektieren. Künstler schaffen partizipative Räume, in denen das Publikum Teil des kreativen Prozesses wird. Selbst Markenkommunikation wandelt sich – weg von der Botschaft, hin zur gemeinsamen Erfahrung.</p>
<p>Diese Entwicklung hat auch strukturelle Folgen für die Art, wie Wert gemessen wird. In der Logik der Attention Economy war Wert gleichbedeutend mit Reichweite; in der Action Economy entsteht er durch Beteiligung und Wirkung. Virtuelle Welten zeigen exemplarisch, wie Wertschöpfung durch Interaktion entsteht: durch das Tun, nicht durch das Zuschauen.</p>
<p>Virtuelle Realität ist somit nicht nur eine technologische Innovation, sondern ein kulturelles Symbol. Sie steht für eine Wirtschaft, in der der Mensch wieder in den Mittelpunkt rückt – nicht als Konsument, sondern als Mitgestalter. In ihr verdichtet sich die Vision einer neuen, qualitativen Ökonomie, in der Erleben, Handeln und Sinn eine Einheit bilden. Wo die Attention Economy die Welt zur Bühne machte, verwandelt die Action Economy sie in einen Werkraum – einen Raum, in dem Zukunft nicht beobachtet, sondern gestaltet wird.</p>
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		<title>Von der Attention Economy zur Action Economy: Wie ein neues Wirtschaftsverständnis ESG und Nachhaltigkeitsratings transformiert</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Oct 2025 13:16:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Begriff Attention Economy entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Einsicht, dass in einer Welt des Informationsüberflusses menschliche Aufmerksamkeit zur knappsten und damit wertvollsten Ressource geworden ist. Bereits der Ökonom und Psychologe Herbert A. Simon erkannte in den 1970er-Jahren, dass „eine Fülle an Information zu einem Mangel an Aufmerksamkeit führt“. Mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff Attention Economy entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Einsicht, dass in einer Welt des Informationsüberflusses menschliche Aufmerksamkeit zur knappsten und damit wertvollsten Ressource geworden ist. Bereits der Ökonom und Psychologe Herbert A. Simon erkannte in den 1970er-Jahren, dass „eine Fülle an Information zu einem Mangel an Aufmerksamkeit führt“. Mit dem Aufstieg digitaler Medien, sozialer Netzwerke und algorithmischer Plattformen wurde diese Beobachtung zu einem zentralen Prinzip der modernen Wirtschaft. Unternehmen konkurrierten nicht mehr nur um Marktanteile, sondern um Zeit, Klicks und Sichtbarkeit.</p>
<p>In den 2000er- und 2010er-Jahren erreichte die Attention Economy ihren Höhepunkt. Erfolg wurde an Reichweite, Interaktionsraten und viraler Präsenz gemessen – Indikatoren, die zwar kurzfristige Aufmerksamkeit generierten, aber wenig über langfristigen Wert, Wirkung oder Verantwortung aussagten. Die Ökonomie der Aufmerksamkeit förderte Oberflächlichkeit: Quantität dominierte über Qualität, Geschwindigkeit über Substanz, Wirkung über Nachhaltigkeit.</p>
<p>Diese Entwicklung führte in den letzten Jahren zunehmend zu einem Vertrauensverlust. Konsumenten, Investoren und Regierungen begannen zu erkennen, dass Aufmerksamkeit allein kein Indikator für echten gesellschaftlichen oder ökologischen Fortschritt ist. In dieser Phase des Umdenkens setzt Aoshi Chen mit seinem Konzept der Action Economy an. Gemeinsam mit Dr. Everling formulierte er 2025 das Action Economy Manifest, in dem es heißt: „Die Attention Economy fragte: Wer schaut zu? Die Action Economy fragt: Wer macht mit?“ Wert entsteht nicht mehr aus Sichtbarkeit, sondern aus Handeln, Beteiligung und Wirkung.</p>
<p>Dieses neue Paradigma hat weitreichende Folgen für die Beurteilung von Unternehmen, insbesondere im Bereich von ESG- und Nachhaltigkeitsratings. Während klassische Ratings auf quantitativen Finanzkennzahlen beruhen, und ESG-Systeme häufig auf Offenlegung und Berichterstattung fokussieren, fordert die Action Economy ein Umdenken hin zu aktiver Wirkungsmessung. Es genügt nicht länger, Strategien oder Versprechen zu kommunizieren – entscheidend ist, was tatsächlich umgesetzt wird, wie messbar Veränderungen herbeigeführt werden und welche Resonanz entsteht.</p>
<p>In diesem Sinne steht die Action Economy für eine qualitative Vertiefung der ESG-Logik. Sie verbindet ökologische Verantwortung, soziale Teilhabe und ethische Governance mit der Fähigkeit zur konkreten Umsetzung. Unternehmen werden nicht mehr nur danach bewertet, was sie sagen oder wohin sie investieren, sondern wie sie handeln – ob sie Mitarbeiter, Kunden und Partner aktiv in Transformationsprozesse einbinden und ob ihre Initiativen reale, überprüfbare Wirkung entfalten.</p>
<p>Die zukünftige Entwicklung von ESG- und Nachhaltigkeitsratings wird daher von einem rein berichtsbasierten Ansatz zu einem aktionsbasierten Bewertungsmodell übergehen. Neue Kennzahlen könnten die Beteiligung an Kooperationsprojekten, die Skalierung sozialer Innovationen oder die nachweisbare Reduktion von Emissionen und Ressourcenverbrauch abbilden. In der Logik der Action Economy wird Glaubwürdigkeit zur Funktion von Handlungskompetenz: Wer nachhaltig handelt, verdient Vertrauen – und damit Kreditwürdigkeit im umfassenden Sinne.</p>
<p>So markiert der Übergang von der Attention Economy zur Action Economy nicht nur einen kulturellen und technologischen Wandel, sondern auch eine Neuausrichtung ökonomischer Bewertungssysteme. Wo früher Aufmerksamkeit als Währung galt, wird künftig Wirkung zum Maßstab. Die Unternehmen, die in dieser neuen Epoche bestehen, werden jene sein, die nicht bloß gesehen, sondern wirksam werden – durch Taten, die sowohl wirtschaftlichen als auch gesellschaftlichen und ökologischen Mehrwert schaffen.</p>
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