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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Verbriefungsrating</title>
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		<title>Deka eröffnet Sparkassen Zugang zu den Ratings von Scope</title>
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		<pubDate>Thu, 04 May 2023 09:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bankenrating]]></category>
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		<description><![CDATA[Mehr als 300 Sparkassen und institutionelle Kunden der Deka können die Kreditratings von Scope über die Plattform „Deka Easy Access“ nutzen. Damit erhält ein weiterer großer Investorenkreis Zugang zu den Ratings von Scope. Die Ratings von Scope sind zukünftig auf der Informations- und Handelsplattform „Deka Easy Access“ (DEA) verfügbar. Über die DEA können Sparkassen – [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 300 Sparkassen und institutionelle Kunden der Deka können die Kreditratings von Scope über die Plattform „Deka Easy Access“ nutzen. Damit erhält ein weiterer großer Investorenkreis Zugang zu den Ratings von Scope.</p>
<p>Die Ratings von Scope sind zukünftig auf der Informations- und Handelsplattform „Deka Easy Access“ (DEA) verfügbar. Über die DEA können Sparkassen – insbesondere Depot A Treasurer – und institutionelle Kunden der Deka ihre Eigenbestände steuern und handeln.</p>
<p>Die auf Deka Easy Access zur Verfügung gestellten Scope Ratings erstrecken sich auf Anleihen von Staaten, Ländern, Unternehmen und Finanzinstituten. Das von Scope bewertete Universum europäischer Emittenten deckt mehr als 10.000 Anleihen mit einem aggregierten Volumen von rund 23 Billionen Euro ab.</p>
<p>Thomas Leicher, Leiter Vertrieb Institutionelle Kunden bei der DekaBank, sagt: „Wir freuen uns, die DEA-Plattform mit den Ratings der größten europäischen Ratingagentur erweitern zu können. Damit erhöhen wir zum einen das Spektrum an Bonitätseinschätzungen, das wir den Sparkassen und unseren institutionellen Kunden bieten. Und zum anderen tragen wir zu mehr Wettbewerb auf dem Ratingmarkt bei.“</p>
<p>Stefan Krasz, Head of Sales der Scope Group, sagt: „Die Relevanz einer Ratingagentur bestimmt sich nach der Akzeptanz ihrer Bewertungen. Durch die Präsenz auf der DEA Plattform können auf einen Schlag nahezu sämtliche Sparkassen und weitere institutionelle Anleger unsere Ratings in ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen.“</p>
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		<title>Methodik für das Rating von Flottenleasing-Verbriefungen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2023 08:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Moody's]]></category>

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		<description><![CDATA[Moody&#8217;s Investors Service bittet um Feedback von Marktteilnehmern zu vorgeschlagenen Änderungen an seiner Methodik für Flottenleasing-Verbriefungen. Sofern nach der Kommentierungsfrist keine Änderungen vorgenommen werden, wird diese aktualisierte Ratingmethode wie vorgeschlagen übernommen und ersetzt die am 10. April 2020 veröffentlichte Version. Gemäß Vorschlag würde Moody&#8217;s die folgenden Änderungen vornehmen: (i) Anwendung eines einheitlichen Modellierungsansatzes auf der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Moody&#8217;s Investors Service bittet um Feedback von Marktteilnehmern zu vorgeschlagenen Änderungen an seiner Methodik für Flottenleasing-Verbriefungen. Sofern nach der Kommentierungsfrist keine Änderungen vorgenommen werden, wird diese aktualisierte Ratingmethode wie vorgeschlagen übernommen und ersetzt die am 10. April 2020 veröffentlichte Version.</p>
<p>Gemäß Vorschlag würde Moody&#8217;s die folgenden Änderungen vornehmen: (i) Anwendung eines einheitlichen Modellierungsansatzes auf der Grundlage von Monte-Carlo-Simulationen, um eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Ausfall- und Rückgewinnungsquoten des Portfolios zu generieren; (ii) Annahmen zur Ausfallwahrscheinlichkeit werden angepasst, um der kritischen Natur von Flottenleasing für den Geschäftsbetrieb Rechnung zu tragen, einschließlich während einer Insolvenz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts; (iii) Annahmen zur Ausfallwahrscheinlichkeit für Leasingnehmer ohne Rating werden aktualisieren und Obergrenzen für die zulässige Größe großer Leasingnehmer ohne individuelle Bewertung angewendet; (iv) Portfolioerholungsraten werden als Modelleingaben verwendet; (v) ein umfassendes Cash-Flow-Modell, ABSROMTM, wird verwendet, um Flotten-Leasing-Ratings basierend auf den Portfolio-Eigenschaften und der Haftungsstruktur zu bewerten; und (vi) es werden Untergrenzen auf die effektive Mindestanzahl oder Gesamtanzahl von Leasingnehmern angewendet.</p>
<p>Wenn die Methodik wie vorgeschlagen übernommen wird, erwartet Moody&#8217;s eine positive Auswirkung von bis zu zwei Notches auf die Ratings einiger Mezzanine- und nachrangiger Tranchen; eine negative Auswirkung von höchstens einer Stufe auf das Rating einer nachrangigen Tranche; und keine Auswirkung auf Ratings von Senior-Tranchen sowie einigen Mezzanine- und nachrangigen Tranchen.</p>
<p>Diese erwartete Auswirkung auf das Rating spiegelt nur die oben erwähnten methodischen Änderungen wider und berücksichtigt keine potenziellen Auswirkungen anderer Faktoren, einschließlich vorherrschender Marktbedingungen oder Faktoren, die für eine bestimmte Transaktion spezifisch sind, wie z. B. Pool-Performance oder qualitative Überlegungen, die für die Ratinganalyse relevant sein können.</p>
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		<title>Neue Spielregeln für Ratingagenturen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2022 09:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>
		<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die EU-Verordnung über Credit Rating Agencies (CRAR) enthält eine Reihe von Anforderungen, die dem Markt Klarheit darüber verschaffen sollen, ob Unternehmen oder Schuldtitel einer Erstprüfung oder einem vorläufigen Rating durch Ratingagenturen unterzogen wurden, bevor sie ein Kreditrating erhalten. Das Ziel dieser Anforderungen besteht darin, die Auswirkungen des Rating-Shoppings abzumildern. Rating-Shopping kann so verstanden werden, schreibt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die EU-Verordnung über Credit Rating Agencies (CRAR) enthält eine Reihe von Anforderungen, die dem Markt Klarheit darüber verschaffen sollen, ob Unternehmen oder Schuldtitel einer Erstprüfung oder einem vorläufigen Rating durch Ratingagenturen unterzogen wurden, bevor sie ein Kreditrating erhalten.</p>
<p>Das Ziel dieser Anforderungen besteht darin, die Auswirkungen des Rating-Shoppings abzumildern. Rating-Shopping kann so verstanden werden, schreibt nun die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), dass ein Emittent mit einer Reihe von Ratingagenturen zusammenarbeitet, um nur diejenigen Ratingagenturen auszuwählen, die die günstigste Bewertung für das Unternehmen oder den Schuldtitel abgeben.</p>
<p>Durch die Entscheidung, nur die Ratingagenturen zu ernennen, die die günstigste Bewertung abgeben, entstehen Risiken für den Anlegerschutz und die Finanzstabilität, insbesondere Risiken der Ratinginflation und mangelnder methodischer Strenge. &#8222;Während sich die Bedenken hinsichtlich dieser Praxis zunächst auf Ratings für strukturierte Finanzen2 konzentrierten,&#8220; berichtet die ESMA, &#8222;erweiterten die Überarbeitungen der CRA-Verordnung den Schwerpunkt auf ein breiteres Spektrum von Unternehmen und Schuldtiteln, die von Ratingagenturen bewertet wurden.&#8220;</p>
<p>Der Grundgedanke der CRAR besteht darin, den Anlegern und dem Markt mehr Transparenz darüber zu bieten, welche Unternehmen oder Schuldtitel möglicherweise einem Rating-Shopping unterzogen wurden. Dadurch können sie vorab über die diesen Unternehmen oder Schuldtiteln zugewiesenen Ratingstufen informiert werden. So soll auch der Anreiz für Emittenten verringert werden, sich in Zukunft auf dieses Verhalten einzulassen.</p>
<p>Nun veröffentlicht die ESMA Leitlinien und einen Abschlussbericht &#8222;Final Report &#8211; Guidelines on Disclosure Requirements for Initial Reviews and Preliminary Rating&#8220;. Der Zweck dieser Leitlinien besteht darin, Regeln bereitzustellen, die Unstimmigkeiten bei der Anwendung dieser Anforderungen durch Ratingagenturen beheben und dadurch die Risiken, die durch Rating-Shopping entstehen, so weit wie möglich gemäß den bestehenden Bestimmungen der Ratingagentur-Verordnung reduzieren.</p>
<p>Die ESMA hatte eine öffentliche Konsultation zu diesen Leitlinien durchgeführt, um die Ansichten von Ratingagenturen und anderen relevanten Interessenträgern einzuholen. In die endgültigen Leitlinien wurden eine Reihe von Änderungen und Klarstellungen aufgenommen, um den während dieser Konsultation geäußerten Ansichten Rechnung zu tragen.</p>
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		<title>Moral Hazard &#8211; Finanzielle, rechtliche und wirtschaftliche Perspektiven</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2022 20:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bankenrating]]></category>
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		<category><![CDATA[Governancerating]]></category>
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		<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>
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		<category><![CDATA[Versicherungsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist das erste Buch, das eine interdisziplinäre Analyse von Moral Hazard bietet und erklärt, warum die Auseinandersetzung mit diesem Thema heute so wichtig ist. Als solches wird es das Interesse von Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen, einschließlich Wirtschaftswissenschaftlern, Politikwissenschaftlern und Rechtsanwälten, wecken: Moral Hazard: A Financial, Legal, and Economic Perspective (Routledge International Studies in Money and [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist das erste Buch, das eine interdisziplinäre Analyse von Moral Hazard bietet und erklärt, warum die Auseinandersetzung mit diesem Thema heute so wichtig ist. Als solches wird es das Interesse von Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen, einschließlich Wirtschaftswissenschaftlern, Politikwissenschaftlern und Rechtsanwälten, wecken: Moral Hazard: A Financial, Legal, and Economic Perspective (Routledge International Studies in Money and Banking).</p>
<p>Die Herausgeber des Buches: Juan Flores Zendejas ist außerordentlicher Professor am Institut für Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft der Universität Genf. Norbert Gaillard ist Ökonom und unabhängiger Berater. Rick Michalek ist ein in New York ansässiger unabhängiger Rechts- und Finanzberater.</p>
<p>Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Teil I umfasst zwei Kapitel und ist konzeptioneller Natur. Es befasst sich mit der Ethik und anderen grundlegenden Fragen im Zusammenhang mit Moral Hazard. Teil II liefert historische und empirische Beweise zum Moral Hazard im internationalen Finanzwesen. Hier werden die Exportkreditindustrie, die internationalen &#8222;Kreditgeber der letzten Instanz&#8220; und der IWF untersucht. Teil III schließlich befasst sich mit Moral Hazard im Finanz- und Unternehmensbereich. Kapitel 10 bietet globale Schlussfolgerungen und gibt Empfehlungen.</p>
<p>In Kapitel 2 befasst sich Rutger Claassen mit der ethischen Perspektive und analysiert die Verflechtung von Moral mit dem Begriff &#8222;Moral Hazard&#8220;. Er zeigt, dass der Begriff „moralisches Risiko“ historisch gesehen eine starke moralische Konnotation hatte, da denen, die Versicherungssysteme missbrauchten, moralische Schuld zugeschrieben wurde. Ökonomen haben Moral Hazard jedoch als neutralen Fachbegriff genommen und sehen das Risikoanpassungsverhalten des Einzelnen einfach als rational kalkulierte Reaktion auf Versicherungs- und Versicherungssituationen. Aber die Frage bleibt nach Ansicht des Autors bestehen: Ist moralisch gefährliches Verhalten – manchmal oder immer – unmoralisch? Moral Hazard sei pro tanto moralisch falsch. Seine Analyse basiert auf der Tatsache, dass Versicherungen Menschen in ein Treuhandverhältnis einbringen. Sie sind dann moralisch verpflichtet, für die anderen in ihrem Versicherungspool zu handeln und zu versuchen, ein optimales soziales Risikoniveau zu erreichen. Es gibt jedoch entlastende Gründe, die die moralische Verantwortung mindern. Schließlich werden die politischen Implikationen diskutiert, die am Moral Hazard von Großbanken in der Finanzkrise veranschaulicht werden.</p>
<p>In Kapitel 3 bestreitet Stefano Ugolini die allgemein akzeptierte Vorstellung, dass die Kreditvergabe als letztes Mittel notwendigerweise dem Moral Hazard förderlich ist. Sein Kapitel hinterfragt diese Behauptung, indem es die Entwicklung der monetären Theorie und Praxis über einen sehr langen Zeitraum verfolgt. Während die meisten Ökonomen den Zusammenhang zwischen Kreditvergabe als letztem Mittel und moralischem Risiko für unvermeidlich halten, haben andere (insbesondere Walter Bagehot) behauptet, dass die beiden unter bestimmten Bedingungen voneinander getrennt werden können. Er gibt einen kurzen Überblick über die Praktiken der Währungsbehörden im Laufe der Jahrhunderte sieht hier Bestätigungen seiner These.</p>
<p>In Kapitel 4 zeigen Gaillard und Darbellay, wie die Maßnahmen von Exportkreditagenturen (ECA) und Export-Importbanken (EIBs) Moral Hazard gefördert und Risikoverhalten ausgelöst haben. Sie untersuchen, wie und warum die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen von ECAs und EIBs dazu beigetragen haben, Moral Hazard zu verstärken. Sie erklären, dass Moral Hazard aus einer Kombination des harten internationalen Wettbewerbs und der Informationsasymmetrie zwischen Versicherern/Kreditgebern, Exporteuren und Importeuren resultiert. Gaillard und Darbellay verfolgen die Praktiken der US-amerikanischen Exim Bank in den 1970er Jahren. Ihr Bericht deutet darauf hin, dass diese Institution im Kontext massiver Kreditvergabe an Entwicklungsländer auf die Verwendung eines zuverlässigen Länderrisiko-Ratingsystems verzichtet und den ausländischen Kreditnehmern Priorität einräumt, die am ehesten in der Lage sind, eine Vorzugsbehandlung von ihrer Regierung zu erhalten. Ein wichtiges, aber nicht überraschendes Ergebnis dieser Situation war, dass der Prozentsatz notleidender Kredite zwischen 1975 und 1982 in die Höhe schoss und die Glaubwürdigkeit der US-amerikanischen Exim Bank untergrub.</p>
<p>Kapitel 5 gibt einen Überblick über die Bemühungen um die internationale Zusammenarbeit im Streben nach Finanzstabilität. Flores Zendejas und Gaillard argumentieren, dass sowohl der Gläubiger- als auch der Schuldner-Moral-Hazard die Handlungen eines internationalen Kreditgebers der letzten Instanz (International Lender Of Last Resort, ILOLR) untergraben haben. Sie unterscheiden historische Perioden und zeigen, wie die Bank of England und die Bank of France in den Jahren der Pax Britannica de facto ILOLR waren und es schafften, beide Arten von Moral Hazard einzudämmen. In den Zwischenkriegsjahren entwickelte der Völkerbund neue Formen von Krediten der letzten Instanz, konnte die Weltwirtschaftskrise jedoch nicht verhindern, weil die wichtigsten kapitalexportierenden Länder nicht zusammenarbeiteten. Schließlich gewährte der IWF seit seiner Gründung im Jahr 1944 verschiedene Kreditfazilitäten unter der Bedingung, dass die Empfängerländer eine makroökonomische Stabilisierung akzeptieren. Flores Zendejas und Gaillard behaupten, dass der Prozess der finanziellen Globalisierung, der in den 1980er Jahren begann, das Moral Hazard der Gläubiger verschärfte. Für sie wurde dieses Thema vom IWF weitgehend übersehen, sollte aber allen politischen Entscheidungsträgern Anlass zur Sorge geben.</p>
<p>Kapitel 6 untersucht, wie es dem IWF gelingt, Moral Hazard zu bekämpfen. Giuseppe Bianco beschreibt, wie die Schuldentragfähigkeitsanalyse und die Konditionalität zwei wichtige politische Instrumente sind, die das moralische Risiko von Schuldnern begrenzen. Bei Bedarf muss ein Land seine Schulden umstrukturieren, bevor es Hilfen erhalten kann. Als nächstes muss sich ein Land im Austausch für die IWF-Hilfe zu wirtschaftlichen Reformen verpflichten: Diese Konditionalität soll sicherstellen, dass die Regierung „ihre Hausaufgaben macht“. Die Politik der Kreditvergabe in Zahlungsverzug (während der Übernahme einer Position eines vorrangigen Gläubigers) und das Erfordernis von Finanzierungszusicherungen sind darauf ausgerichtet, das Moral Hazard der Gläubiger einzudämmen. Sie drängen private Gläubiger zu einer ausgehandelten Vereinbarung mit ihrem Staatsschuldner, um die Schuldenkrise zu lösen und das Eingreifen des IWF zu erleichtern. Der bevorzugte Gläubigerstatus des Fonds mindert beide Arten von Moral Hazard. In diesem Kapitel werden die Stärken und Inkonsistenzen bei der Verwendung und Anwendung dieser Richtlinien aufgezeigt.</p>
<p>In Kapitel 7 argumentieren Gaillard und Michalek, dass die zwischen 1970 und 1984 häufig beobachteten Rettungsaktionen den Weg in die gegenwärtige Ära des Moral Hazard geebnet haben. 1971 wurde die Rettungsaktion von Lockheed vom Kongress mit knapper Mehrheit verabschiedet, was die Bedenken der politischen Entscheidungsträger über den staatlichen Interventionismus widerspiegelte. Gaillard und Michalek zeigen jedoch, dass Rettungsaktionen zwischen 1974 und 1981 zu einem gängigen Instrument der Politik wurden. Die Größe des Unternehmens war eindeutig ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung der Behörden, ob sie gerettet werden sollten oder nicht. Die Institutionalisierung der &#8222;&#8220;Too Big To Fail&#8220; bzw. TBTF-Politik wurde 1982–1984 abgeschlossen. 1982 forderte die Reagan-Regierung zusätzliche IWF-Quoten zur Unterstützung der von den Staatsschuldenturbulenzen betroffenen US-Banken. 1984 stellte der Comptroller of the Currency fest, dass große Banken jetzt TBTF sind. Für Gaillard und Michalek förderte dieses neue Paradigma die Risikobereitschaft und brachte eine heimtückische Form der „großen Regierung“ hervor.</p>
<p>In Kapitel 8 behaupten Gotoh und Sinclair, dass die Automobilindustrie aufgrund ihres hochgradig politisierten Charakters verschiedene Beispiele von Moral Hazard erlebt hat. Dieses Kapitel beleuchtet zwei gegensätzliche Arten von Moral Hazard: die liberale Kritik des Staatsinterventionismus und die kritische Sicht des kurzfristigen Finanzkapitalismus. Für Gotoh und Sinclair wird die erstgenannte Form des Moral Hazard vor allem in koordinierten Marktwirtschaften gesehen, wo die Regierung durch Industriepolitik und Rettungspakete interveniert. Die Autoren präsentieren eindrucksvolle Beispiele anhand der Fälle Nissan und Renault, in die von der japanischen und französischen Regierung eingegriffen wurde. Sie argumentieren, dass die letztgenannte Art von Moral Hazard vor allem in liberalen Marktwirtschaften beobachtet wird, die den kurzfristigen Shareholder Value und die finanziellen Renditen betonen. Das aufschlussreichste Beispiel war der Fall von General Motors, wo unzureichende Investitionen in Forschung und Entwicklung und die Abhängigkeit von firmeneigenen Finanzmitteln dazu dienten, hohe Dividenden und Rentnerleistungen aufrechtzuerhalten.</p>
<p>Kapitel 9 von Cheryl Block befasst sich mit einzigartigen Design- und Kostenschätzungsherausforderungen in Bezug auf die US-Notfallreaktionen in der Finanzkrise 2007-2009 und die COVID-19-Pandemie 2020. Insbesondere zeigt sie, dass die fragmentierte und unzureichende US-Notfallinfrastruktur oft überstürzte Ad-hoc-Lösungen für Krisen erfordert, was zu ineffizienten und schlampigen Lösungen führt. In diesem Kapitel werden Hilfsmaßnahmen und rettungsähnliche Interventionskonzepte verglichen, die von der Federal Reserve, anderen Regierungsbehörden und dem Kongress als Reaktion auf beide Krisen umgesetzt wurden, und konzentriert sich insbesondere auf den Emergency Economic Stabilization Act (EESA) von 2008 und den Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act (CARES-Gesetz). Berücksichtigt werden auch nicht ohne weiteres quantifizierbare spezifische Budgetkosten, darunter potenzielle Moral Hazards, indirekte Entlastungen durch besondere Steuererleichterungen und Abbau von Regulierungen.</p>
<p>Im abschließenden Kapitel fassen Gaillard und Michalek die wichtigsten Argumente und Ergebnisse der Kapitel 2–9 zusammen und unterbreiten dann Empfehlungen zur Beseitigung der Wurzeln von Moral Hazard, die über die „Feinabstimmung“ der makroprudenziellen und mikroprudenziellen Politik hinausgehen. Erstens sollte nach Meinung der Autoren die Federal Reserve die Entwicklung der Preise von Finanzanlagen in ihre Geldpolitik einbeziehen. Zweitens wird die strikte Trennung der Einlagenfunktion der Universalbanken von ihren Kapitalmarktaktivitäten befürwortet. Drittens könnten TBTF-Banken gezwungen sein, einen bestimmten Prozentsatz der von ihnen stammenden Wertpapiere zu halten. Viertens sollte die Häufigkeit, mit der ein Wertpapier als Sicherheit verwendet werden kann, drastisch reduziert werden. Fünftens könnte eine Mikrosteuer auf alle elektronischen Zahlungen eingeführt werden, um spekulative Transaktionen mit asymmetrischen Renditen im Verhältnis zu ihrem maximalen Risiko zu bestrafen. Sechstens müssen nach Ansicht der Autoren bestimmte Arten von Finanzprodukten verboten werden. Siebtens sollten einige „sichere Häfen“, die in Gesetze und Vorschriften eingebettet sind, die moralisch gefährliches Verhalten ermöglichen, überdacht werden.</p>
<p>Das Buch liefert Denkanstöße, auf die niemand in der Ratingbranche verzichten sollte.</p>
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		<title>Neue Investoren trotzen Stigma von CDOs</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 10:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kroll]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ratingagentur Kroll Bond Rating Agency, LLC gibt im &#8222;European CLO Outlook 2021&#8243; ihre aktuellen Einschätzungen zum seit der großen Finanzkrise gebeutelten Markt der Collateralized Loan Obligations (CLO) preis: &#8222;12 Jahre später kehren viele Investoren zurück, aber ein bedeutender Teil der Investorengemeinschaft setzt immer noch Leveraged Loan CLOs mit hoch verschuldeten CDOs aus ABS- und CDO [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ratingagentur Kroll Bond Rating Agency, LLC gibt im &#8222;European CLO Outlook 2021&#8243; ihre aktuellen Einschätzungen zum seit der großen Finanzkrise gebeutelten Markt der Collateralized Loan Obligations (CLO) preis: &#8222;12 Jahre später kehren viele Investoren zurück, aber ein bedeutender Teil der Investorengemeinschaft setzt immer noch Leveraged Loan CLOs mit hoch verschuldeten CDOs aus ABS- und CDO Squared-Produkten gleich, die während der großen Finanzkrise die höchsten Verluste erlitten haben. Es ist kein Zufall,&#8220; meinen die Analysten von Kroll Bond Rating Agency, LLC, &#8222;dass die Performance in europäischen Leveraged Loan CLOs in den letzten 9 Monaten sehr gut war, was das Argument bestätigt, ob es eine gute Sache ist oder nicht, das Kreditrisiko in Portfolios steuern und handeln zu können.&#8220;</p>
<p>Die Regulierung der CLO-Produkte bleibe ein großes Hindernis, da eine große Anzahl von Investoren aus der Versicherungswirtschaft angesichts des strafrechtlichen Solvency II-Rahmens für dieses Produkt an diesem Markt nicht teilnehmen kann. Darüber hinaus sind CLOs trotz der genannten Fähigkeiten dieses Produkts zur Steuerung des Kreditrisikos nicht einmal annähernd gleichberechtigt mit ABS oder Covered Bonds.</p>
<p>Das Fehlen einer Unterstützung der Zentralbank für diese Anlageklasse lässt die Anlegergemeinschaft auch bei einem Rückschlag im Stich, anders, als dies bei anderen Anlageklassen für strukturierte Finanzierungen der Fall ist. Fraglich erscheine daher, ob das Stigma der CDOs jetzt hinter uns liegt und neue oder wiederkehrende Investoren 2021 ihre Augen auf CLOs richten werden. Von Kroll Bond Rating Agency befragte Investoren antworten fast zu gleichen Teilen zustimmen, ablehnend oder nur teilweise zustimmend.</p>
<p>&#8222;Es gibt zwei weitere Hebel für Anleger, die erwähnt werden müssen&#8220;, schreibt Kroll Bond Rating Agency: Erstens die Fähigkeit bestehender Anleger, ihre Portfolios / CLO-Buckets netto positiv zu vergrößern und Rücknahmen entsprechend dem erwarteten Wachstum des CLO-Marktes im Jahr 2021 entwickeln zu lassen. Zweitens kann man die Auswirkungen nicht außer Acht lassen, die von asiatischen Investoren mit ihrer großen Liquidität sowie von neuen Investoren aus Asien ausgeht.</p>
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		<title>S&amp;P&#8217;s lässt auf höhere Ratinggebühren hoffen</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2020 16:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>
		<category><![CDATA[S&P's]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Nachrichten für Aktionäre der S&#38;P Global: Die Gebühren für Ratings dürften im Jahr 2021 weiter steigen. Ewout Steenbergen,  Executive Vice President and CFO, S&#38;P Global, lässt anlässlich der Goldman Sachs U.S. Financial Services Conference auf künftig höhere Gebühren für Ratingdienste von S&#38;P Global hoffen. Die kontinuierliche Erhöhung der Ratinggebühren liege im langfristigen Trend, macht Ewout [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Nachrichten für Aktionäre der <a href="http://investor.spglobal.com/" target="_blank">S&amp;P Global</a>: Die Gebühren für Ratings dürften im Jahr 2021 weiter steigen. Ewout Steenbergen,  Executive Vice President and CFO, <a href="http://investor.spglobal.com/" target="_blank">S&amp;P Global</a>, lässt anlässlich der Goldman Sachs U.S. Financial Services Conference auf künftig höhere Gebühren für Ratingdienste von S&amp;P Global hoffen.</p>
<p>Die kontinuierliche Erhöhung der Ratinggebühren liege im langfristigen Trend, macht Ewout Steenbergen klar. So seien auch schon in der Vergangenheit die Ratinggebühren im Einklang mit den Marktbedingungen sukzessive erhöht worden.</p>
<p>Ewout Steenbergen präsentiert das Unternehmen <a href="http://investor.spglobal.com/" target="_blank">S&amp;P Global</a> auf der Goldman Sachs U.S. Financial Services Conference als verlässlichen Partner der Wirtschaft und als kalkulierbares Ziel für Investments seiner Aktionäre. Seinen Ausführungen folgend dürften auf dem Expansionspfad von S&amp;P Global keine Überraschungen hinsichtlich der Preispolitik zu erwarten sein.</p>
<p>Einzelheiten gibt Ewout Steenbergen noch nicht preis: Die Gebührenstaffel für Ratings im Jahr 2021 sei noch nicht veröffentlicht. Daher bleibt Ewout Steenbergen konsequent bei Aussagen zu den Grundprinzipien einer verlässlichen Gebührenpolitik, die auf eine Teilnahme von S&amp;P Global an den massiven Vorteilen gerichtet ist, die Emittenten durch ein Rating an den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten zu erzielen wissen.  So rechnet Ewout Steenbergen vor, dass eine Erhöhung der sich im Bereich von Basispunkten bewegenden Gebühren durch die immer größeren Vorteile, die ein Unternehmen durch ein Rating von S&amp;P Global erlangt, mehr als ausgeglichen werden.</p>
<p>Steigende Emissionsvolumina relativieren die Ratinggebühren und lassen diese immer niedriger erscheinen. Die Kosten der Analyse eines Unternehmens, der Aufwand aus Datenbanken und von Analysten ist weitgehend fix, auch wenn wesentlich höhere Emissionsvolumina an den Finanzmärkten platziert werden können.</p>
<p>Für die Gebührenerhöhungen von <a href="http://investor.spglobal.com/" target="_blank">S&amp;P Global</a> kann mit einer hohen Akzeptanz bei den gerateten Unternehmen gerechnet werden, da nur wenige Unternehmen wie S&amp;P Global Ratingdienste weltweit anzubieten vermögen. Neben S&amp;P&#8217;s Rating sind die von Moody&#8217;s, Fitch Ratings und Morningstar zu nennen. Abgesehen von regionalen Unterschieden zeigt sich S&amp;P Global weltweit als ein Marktführer, auch in Europa erzielt S&amp;P Global im Vergleich zu den anderen Agenturen die höchsten Umsätze.</p>
<p>Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA gab den Marktanteil von S&amp;P Global Ratings für 2019 in Europa mit 42,09 % an, das ist mehr als das 85fache des Umsatzes der Berliner Ratingagentur Scope mit 0,49 % oder das 76fache des Umsatzes der größten, in Deutschland ansässigen Ratingagentur, Creditreform Rating, mit 0,55 % Marktanteil.</p>
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		<title>ESMA-Bericht zu Trends, Risiken und Schwachstellen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2020 07:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA stellt ihren halbjährlichen &#8222;ESMA Report on Trends, Risks and Vulnerabilities&#8220; vor. Die Marktinfrastrukturen waren während des Ausverkaufs einer erhöhten Aktivität ausgesetzt, da Volumen und Volatilität zunahmen. Die Handelsplätze bewältigten das gestiegene Handelsvolumen bei einem höheren Anteil der liquidesten Marktplätze, da die Anleger während der Zeit des Liquiditätsstresses die Gewissheit der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA stellt ihren halbjährlichen &#8222;ESMA Report on Trends, Risks and Vulnerabilities&#8220; vor. Die Marktinfrastrukturen waren während des Ausverkaufs einer erhöhten Aktivität ausgesetzt, da Volumen und Volatilität zunahmen. Die Handelsplätze bewältigten das gestiegene Handelsvolumen bei einem höheren Anteil der liquidesten Marktplätze, da die Anleger während der Zeit des Liquiditätsstresses die Gewissheit der Ausführung suchten. Die zentralen Gegenparteien (CCPs) erwiesen sich nach Feststellung der ESMA während des gesamten Zeitraums als widerstandsfähig, trotz des Anstiegs der Clearing-Aktivität in Verbindung mit dem starken Anstieg der Anfangs- und Variationsmargen. In ähnlicher Weise erfüllten die Clearing-Mitglieder trotz einiger Margenverletzungen, berichtet ESMA, die durch überschüssige Margen gedeckt waren, die gestiegenen Liquiditätsanforderungen.</p>
<p>Die Ratingagenturen reagierten auf die starke wirtschaftliche Verschlechterung mit einer Herabstufung betroffener Emittenten, insbesondere nichtfinanzieller Emittenten, dokumentiert ESMA. Das Risiko von „gefallenen Engeln“ bleibt daher hoch, und verbriefte Produkte (z. B. Collateralised Loan Obligations, CLOs) können auch in Zukunft betroffen sein, warnt die Aufsichtsbehörde.</p>
<p>Einen Schwerpunkt des Berichts bildet das Modellrisiko in CLOs: Die Vorteile der Verbriefung hängen von ihrer Fähigkeit ab, das Kreditrisiko effektiv zu konstruieren und zu begrenzen. Daher werden die Ansätze zur Modellierung des CLO-Kreditrisikos untersucht, die von den drei wichtigsten Ratingagenturen übernommen wurden. Es werden die Unterschiede und einige Einschränkungen bei den Ansätzen erörtert und wie sich diese möglicherweise auf die Genauigkeit der Bonität auswirken können. Schließlich wird die Diskussion in den Kontext einiger der jüngsten Entwicklungen auf den Märkten für Leveraged Loans und CLO gestellt, einschließlich derjenigen, die aus COVID-19 stammen. Zusammen machen diese deutlich, wie wichtig die Sensitivitätsanalyse ist, um Modell- und Bonitätsbeschränkungen zu identifizieren und wie deren Transparenz der Schlüssel ist, um das Vertrauen der Anleger in Ratings zu informieren.</p>
<p>Der starke Anstieg des Kreditrisikos durch die COVID19-Krise zeigt sich deutlich in der Entwicklung der Kreditratings ab März. Die Ratings gingen bei fast allen Emittenten zurück, insbesondere bei nichtfinanziellen, strukturierten Finanzierungen und Finanztiteln. Die Rating-Drift stabilisierte sich später und begann für Nicht-Finanzwerte zu steigen, was das langsame Tempo der Herabstufungen nach dem Anstieg im März widerspiegelt.</p>
<p>Im April kündigte die Europäische Zentralbank (EZB) ein Paket vorübergehender Maßnahmen zur Lockerung von Sicherheiten an, darunter die Möglichkeit, Anleihen, die kürzlich von Investment Grade (IG) auf High Yield (HY) herabgestuft wurden („gefallene Engel“), als Sicherheit für liquiditätsgebende Operationen zuzulassen, solange ihr Rating gleich oder über BB bleibt. Die Intervention zielte darauf ab, die Bereitstellung von Bankkrediten zu unterstützen, insbesondere durch die Lockerung der Bedingungen, unter denen Kreditforderungen als Sicherheit akzeptiert werden.</p>
<p>In der dritten Phase der Krise (ab Mai) trat das Kredit- und Solvabilitätsrisiko in den Vordergrund, als die Anleger angesichts der anhaltenden Verschlechterung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten begannen, zwischen Emittenten und Anlageklassen zu unterscheiden. In diesem Zusammenhang zeigten sich Bedenken hinsichtlich des Kreditrisikos, schreibt ESMA. Die Zahl der Herabstufungen der Bonität sind seit Anfang März gestiegen, mit dem schnellsten Tempo seit 2007, betont ESMA, obwohl sich das Tempo seit April verlangsamt hat. Die steigende Verschuldung der Unternehmen, die durch die Suche nach Rendite und günstigen Finanzierungsbedingungen ausgelöst wurde, hat die Emittenten anfälliger für den starken Rückgang der Einnahmen während der Krise gemacht. Innerhalb des IG-Universums sind BBB-Emittenten, auf die 40% der bewerteten Unternehmen entfallen, besonders anfällig, da eine Herabstufung auf HY erzwungene Verkäufe von Anlegern auslösen könnte.</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse haben die Aufsichtsbehörden alle Bedrohungen der Finanzstabilität genau überwacht und Maßnahmen zur Förderung der Stabilität, des Anlegerschutzes und der Marktintegrität ergriffen. ESMA hat den Finanzmarktteilnehmern Empfehlungen zur Planung der Geschäftskontinuität, zur Marktoffenlegung, zur Finanzberichterstattung und zum Fondsrisikomanagement gegeben und Initiativen gestartet, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu reflektieren.</p>
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		<title>Verbriefungen dienen Green Finance</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Aug 2019 09:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind Zeiten des Übergangs und des Umbruchs: Neue Mobilitätskonzepte, Klimawandel, Digitalisierung, Fintechs und Blockchain sind die Themen, die auch die Finanzmärkte 2019 und in den Folgejahren prägen werden. Dies alles steht im Zeichen einer sich eintrübenden Konjunkturentwicklung und drehenden Kreditzyklus. Doch Umbrüche stecken voller Chancen; man muss sie jedoch erkennen und zu nutzen wissen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es sind Zeiten des Übergangs und des Umbruchs: Neue Mobilitätskonzepte, Klimawandel, Digitalisierung, Fintechs und Blockchain sind die Themen, die auch die Finanzmärkte 2019 und in den Folgejahren prägen werden. Dies alles steht im Zeichen einer sich eintrübenden Konjunkturentwicklung und drehenden Kreditzyklus.</p>
<p>Doch Umbrüche stecken voller Chancen; man muss sie jedoch erkennen und zu nutzen wissen. Ein gutes und funktionierendes Netzwerk ist dabei eine große Hilfe. Für den Asset Based Finance Markt arbeitet die TSI mit ihren Partnern seit Jahren daran und somit ist die TSI Community national und international stetig gewachsen. Dies wiederum kommt allen Beteiligten zugute. Dreh- und Angelpunkt dabei ist der jährliche TSI Kongress im September in Berlin „…where the community meets“.</p>
<p>Auf dem diesjährigen <a href="https://www.tsi-kongress.de/der-kongress/die-bank" target="_blank">TSI Kongress, der am 26. und 27. September 2019 stattfinden wird</a>, nähern sich die Teilnehmer den relevanten Themen unter der Überschrift „ABS Reloaded: Die Chancen von STS in unruhigen Zeiten“.</p>
<p>Egal ob Green Finance oder Umbau der Automobilindustrie &#8211; der große Finanzierungsbedarf, der vor uns liegt, braucht Asset Based Finanzierungen und Verbriefungsinstrumente. Allein schon deshalb wird ABS und Asset Based Finance in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.</p>
<p>Branchenkenner erwarten einen Kongress mit hochaktuellen Themen und spannenden Speakern, der viele Anregungen für die anstehenden Herausforderungen im Asset Based Finance Umfeld liefern wird. Der jährliche <a href="https://www.tsi-kongress.de/der-kongress/die-bank" target="_blank">TSI Kongress</a> wird durch die gesamte Verbriefungs- und Asset Based Finance Industrie sowie von Politik und Wirtschaft unterstützt.</p>
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		<title>Bleibende Eindrücke vom TSI Kongress 2016</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2016 18:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 28. und 29. September 2016 trafen sich knapp 650 Vertreter von Banken, Investoren aus dem In- und Ausland, Kanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen, Aufsicht und EZB, Ratingagenturen sowie der Politik in Berlin auf dem diesjährigen TSI Kongress, der unter dem Titel stand &#8222;Die Zukunft des Verbriefungs- und Structured Finance Marktes in Deutschland und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. und 29. September 2016 trafen sich knapp 650 Vertreter von Banken, Investoren aus dem In- und Ausland, Kanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen, Aufsicht und EZB, Ratingagenturen sowie der Politik in Berlin auf dem diesjährigen TSI Kongress, der unter dem Titel stand &#8222;Die Zukunft des Verbriefungs- und Structured Finance Marktes in Deutschland und Europa&#8220;.</p>
<p>Eines der Kernthemen, dass sowohl auf dem Eröffnungspanel im Beisein von Vertretern des BMF und des europäischen Parlamentes diskutiert wurde als auch in einem weiteren großen Fachpanel, war die Einführung eines Qualitätssegmentes unter der Bezeichnung STS-Verbriefung als eines der Prestigeprojekte im Rahmen der Kapitalmarktunion der EU. Die politische Erkenntnis und der Wille, Verbriefungen über ein STS-Segment innerhalb der Kapitalmarktunion zu fördern, sind zwar vorhanden. Indes fehlen den vorliegenden Entwürfe seitens des Rates und des Parlamentes die fachlichen Konzepte, diese Ambitionen im Hinblick auf die geplante Verabschiedung der STS-Regulierung entsprechend zeitnah umzusetzen, war das Fazit der Diskussionen. Den aktuellen Status Quo der Regulierungsentwicklungen in den letzten 2 Jahren bringen die&nbsp;<a href="http://www.tsi-kongress.de/fileadmin/tsi_gmbh/tsi_downloads/DTP_Grafik/Satire/Von_Europa_und_STS_Verbriefungen_TSI_Kongress_2016.pdf">Folien von Dr. Hartmut Bechtold, Geschäftsführer der TSI, aus seiner Eröffnungsrede bildlich auf den Punkt.</a></p>
<p>Einige zentral diskutierte Themen des Kongresses im kurzen Überblick:</p>
<p>Nach einem schwachem Jahr 2015 zieht die Nachfrage nach Kreditfonds dieses Jahr unter neuen regulatorischen Rahmenbedingungen und einer rückläufigen Zinsentwicklung in den Anleihemärkten wieder deutlich an.</p>
<p>Das enorme Infrastrukturfinanzierungsvolumen in Europa sollte unter den neuen aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für Banken und Versicherungen eher über partnerschaftliche Kooperation gestemmt werden.</p>
<p>Die Verbriefung von P2P-Krediten sollte sich in Europa weiter fortsetzen und damit das MPL-Segment (Marketplace Lending) eine ähnlich dynamische Entwicklung wie in anderen Ländern nehmen. Ähnliches gilt auch für NPLs, die bei Restrukturierung von Banken entweder direkt an spezialisierte NPL-Investoren veräußert oder via NPL-Verbriefung einem größeren Investorenkreis angeboten werden.</p>
<p>Auch die Diskussion um die Privilegierung von Staatsanleihen in der Regulierung und dies im Zusammenhang mit Europas Finanzmarktstabilität wurde thematisiert und im Rahmen des Schlusspanels intensiv geführt. Einerseits werden Banken und Versicherungen aufsichtsrechtlich ermutigt, Staatsanleihen zu halten, andererseits manifestiert sich in den hohen Beständen von Staatsanleihen bei Banken der Defizitstaaten Südeuropas die enge Verquickung von Staats- und Bankenrisiken. Hinzu kommt, dass die EZB in den letzten zwei Jahren in ihren Bilanzen im Rahmen ihres Ankaufprogramms erhebliche Bestände von europäischen Staatsanleihen aufgebaut hat. Trotz politischer Einsicht in die Notwendigkeit einer Entprivilegierung ist eine Änderung der regulatorischen Behandlung von Staatsanleihen in näherer Zukunft nicht zu erwarten.</p>
<p>Der Brexit zog sich als Querschnittsthema durch den gesamten Kongress. Nach der High Court Entscheidung ist der zeitliche Fahrplan und die inhaltliche Ausgestaltung jedoch noch ungewisser als zuvor.</p>
<p>Über den Hintergrund des aktuellen Wahlergebnisses und eines möglichen, unerwarteten Wahlausganges konnten sich die Kongressteilnehmer bereits in Berlin durch einem Kenner der gesellschaftlichen und politischen Szenerie ein Bild machen. Dass Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten ins Weiße Haus einziehen wird, ist vielmehr ein Spiegelbild der aktuellen Lage der amerikanischen Gesellschaft ist und weniger überraschend, als viele nun meinen. Dies ließ Stephan G. Richter, Herausgeber und Chefredakteur des in Washington D.C. ansässigen „The Globalist“ in seinem Vortrag zum Thema “Wahlen in den USA: Was treibt die amerikanischen Wähler wirklich um?“, der die gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA und die aktuelle Spaltung der amerikanischen Bevölkerung aufs Treffendste beschrieb, klar durchblicken.</p>
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		<title>Neue Rolle von Verbriefungen in Deutschland und Europa</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Sep 2015 11:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Verbriefungsrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Michael Meister vom Bundesministerium der Finanzen spricht den &#8222;riesen Weg&#8220; auf dem TSI Congress 2015 an, den die Finanzbranche im Thema Verbriefung zruückgelegt habe. Im Closing Forum der TSIVeranstaltung geht es um die neue Rolle von&#160; Verbriefungen in Deutschland und Euroopa. Meister stellt die Frage an den Anfang seiner Ausführungen, wie man den Menschen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Michael Meister vom Bundesministerium der Finanzen spricht den &#8222;riesen Weg&#8220; auf dem TSI Congress 2015 an, den die Finanzbranche im Thema Verbriefung zruückgelegt habe. Im Closing Forum der TSIVeranstaltung geht es um die neue Rolle von&nbsp; Verbriefungen in Deutschland und Euroopa. Meister stellt die Frage an den Anfang seiner Ausführungen, wie man den Menschen erklären kann, &#8222;warum wir das tun, was will man eigentlich verbriefen, wer verantwortet den Inhalt?&#8220;</p>
<p>Bei der Regulierung müsse beachtet werden, ob alle Beteiligten auch wirklich verstehen, was sie tun. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass schließlich Leute Verantwortung trugen, die nicht verstanden hattten, was sie tun. Standardisierung und Beurteilung der Qualität seien hier wichtig. In diesem Zusammenhang spricht Meister die Ratings an.</p>
<p>Beim Thema Automobil ist Meister nicht zum Lachen aufgelegt. &#8222;Der Vertrauensschaden muss möglichst klein gehalten werden. Bei allen Anstrengungen, unseren Standort zu verbessern, müssen wir aufpassen, nicht an anderer Stelle Schaden anzurichten.&#8220; Es komme auf die richtige Balance an. Das müsse auch in der Regulierung berücksichtigt werden. Welche Wirkungen ein Vertrauensschaden für eine Branche haben kann, zeigte nicht zuletzt auch die Finanzkrise.</p>
<p>Transparenz, Standardisierung und Qualität sind aus Sicht von Meister die drei Eckpunkte der Regulierung, denn&nbsp; es nutze z.B. nichts, Transparenz zu schaffen, wenn bei Verbriefungen keine Qualität &#8222;drinstecke&#8220;. Meister geht es um klare Rechtsbegriffe und darum, dass es nicht zu Erschwernissen kommt. Dem Anleger zu signalisieren, wo er eine belastbare Anlagemöglichkeit findet, sieht Meister als eine zentrale Aufgabenstellung. Meister erinnert daran, schon seit Jahren bessere Qualitätsstandards gefordert zu haben, nun stehe man kurz davor.</p>
<p>Philipp Otto, Herausgeber der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen, spricht die Haftung der Originatoren an. Lars Hille von der DZ BANK sieht Haftung nur für technische Dinge, nicht aber für den Inhalt, denn die tpyischen Investitionsrisiken seien von den Investoren zu tragen.</p>
<p>Nobert Mayer von der BMW Group unterstreicht, dass &#8222;ABS ideal zu unserem Geschäft passt&#8220;. Mit der Haftung des Originators habe BMW Group weniger Probleme, da man ohnehin die Positionen auf der Bilanz habe. Mit Blick auf die aktuelle Krise bei VW spricht Mayer andere Beispiele an, wie Toyota, wo ABS-Strukturen in Turbulenzen kamen. BMW habe das Verrtrauen wieder in den Markt bringen können. Die Stresstests hätten funktioniert und der Markt habe das ausgehalten. &#8222;Vermutlich wird es auch diesmal zu Stress kommen, aber wir werden sehen, wie gut der Markt das aushält.&#8220;</p>
<p>Hans-Jörg Mast von Claas spriicht von der Saisonalität seines Geschäfts. Erntethematik auf der Nordhalbkugel, Duration drei Jahre &#8211; das seien Aspekte für kurzfristige Finanzierung durch ABS. Heutzutage habe man eine Sondersituation, Mast sieht Claas bei einer Rückkehr zu &#8222;normalen Finanzierungsstrukturen&#8220; gut positioniert. Für Mast wäre es der Idealfall, wenn Strukturen gefunden werden könnten, die die Eigenmittelunterlegung entbehrlich machen. Darüber könne aber lange diskutiert werden.</p>
<p>Meister warnt vor den Fristentransformationen, jedoch dürften diese auch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Transparenz und Rechtssicherheit in einem Europa mit sehr vielen verschiedenen Institutionen, die an ihren eigenen Regeln &#8222;basteln&#8220;, sieht Meister in der Verantwortung der Europäischen Kommission, denn diese sei in der Lage, in Europa einheitliches Recht zu setzen.</p>
<p>&#8222;WIr brauchen keine Förderung&#8220;, sagt Hille, &#8222;sondern wir brauchen Standardisierung&#8220;. Mayer fügt hinzu, dass &#8222;wir nicht im regulationsfreien Raum leben wollen&#8220;, sondern Regulierung werde gebraucht, um Sicherheit und Liquidität zu schaffen.</p>
<p>Mast berichtet von seinen Erfahrungen mit den Ratingagenturen. Die Aufgabe der Banken stehe im Lehrbuch mit Fristentransformation und weiteren Transformationsfunktionen. &#8222;Daher werden wir weiterhin Banken brauchen&#8220;, urteilt Mast. An Ratingagenturen werde man nicht vorbeikommen. Die Struktur mache die Risikotransformation und der Markt die Fristentransformation, merkt Mayer an. &#8222;Wenn die Banken schon so reguliert werden, müsse man aufpassen, dass nicht auch das Shadow-Banking entsprechend reguliert werden&#8220;. Sonst gebe es keine dringed benötigte Alternativen. Meister wirft ein, dass man kein &#8222;Wild West&#8220; wolle, daher müssten die Schattenbankaktivitäten mit erfasst werden.</p>
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