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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Rezensionen</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Globalisierung und hohe öffentliche Verschuldung</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 15:48:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch *Globalization and High Public Debt: The Impact of Financial Interdependence* von Aline Darbellay, Norbert Gaillard und Michael Waibel bietet eine anspruchsvolle und interdisziplinär angelegte Analyse eines der zentralen makroökonomischen Probleme der Gegenwart: der Persistenz hoher Staatsverschuldung in einer globalisierten Finanzarchitektur. Bereits in der einleitenden Argumentation wird deutlich, dass die Autoren die These vertreten, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch *Globalization and High Public Debt: The Impact of Financial Interdependence* von Aline Darbellay, Norbert Gaillard und Michael Waibel bietet eine anspruchsvolle und interdisziplinär angelegte Analyse eines der zentralen makroökonomischen Probleme der Gegenwart: der Persistenz hoher Staatsverschuldung in einer globalisierten Finanzarchitektur. Bereits in der einleitenden Argumentation wird deutlich, dass die Autoren die These vertreten, wonach die seit den 1990er Jahren gewachsene finanzielle Interdependenz nicht nur ein Ergebnis der Globalisierung ist, sondern zugleich ein strukturelles Hindernis für effektiven Schuldenabbau darstellt.</p>
<p>Besonders überzeugend ist die systematische Verbindung von ökonomischen, rechtlichen und politikwissenschaftlichen Perspektiven. Das Werk geht über rein makroökonomische Betrachtungen hinaus und analysiert detailliert die Wechselwirkungen zwischen Staaten und Finanzinstitutionen, insbesondere im Kontext des „too big to fail“-Problems. Die Darstellung zeigt präzise, wie staatliche Rettungsmaßnahmen in Krisenzeiten die öffentliche Verschuldung weiter erhöhen und zugleich Anreizstrukturen im Finanzsystem verzerren. Diese Argumentation wird durch historische Beispiele und institutionelle Analysen fundiert, was dem Buch eine hohe analytische Tiefe verleiht.</p>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bewertung von Staatsrisiken in unterschiedlichen Regionen. Die vergleichende Analyse von Industrieländern, der Eurozone sowie Schwellenländern verdeutlicht, dass hohe Verschuldung kein isoliertes Phänomen einzelner Volkswirtschaften ist, sondern ein globales Strukturmerkmal moderner Finanzsysteme. Besonders hervorzuheben ist die differenzierte Diskussion über die Rolle steigender Zinsen, geopolitischer Spannungen und klimabedingter Fiskalrisiken, die die Tragfähigkeit öffentlicher Finanzen zusätzlich unter Druck setzen.</p>
<p>Kritisch anzumerken ist, dass der hohe Grad an Spezialisierung und die dichte Argumentation die Zugänglichkeit für fachfremde Leser einschränken. Das Buch richtet sich klar an ein akademisches Publikum oder an Praktiker mit fundierten Vorkenntnissen in den Bereichen Staatsfinanzen, internationale Ökonomie und Finanzrecht. Für diese Zielgruppe bietet es jedoch einen erheblichen Mehrwert, insbesondere durch die präzise Aufarbeitung institutioneller Defizite im internationalen Schuldenmanagement, etwa in Bezug auf die Koordination zwischen etablierten Akteuren wie dem Internationalen Währungsfonds und neuen Gläubigern wie China.</p>
<p>Insgesamt handelt es sich um ein analytisch starkes und thematisch hochrelevantes Werk, das die Komplexität globaler Verschuldungsdynamiken überzeugend erfasst. Es liefert keine einfachen Lösungen, sondern legt vielmehr die strukturellen Zielkonflikte offen, die politische Entscheidungsträger beim Umgang mit hoher Staatsverschuldung berücksichtigen müssen. Damit leistet das Buch einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Debatte über fiskalische Nachhaltigkeit in einer zunehmend verflochtenen Weltwirtschaft.</p>
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		<title>Von der VR-Gruppe zur VR-Vision – wenn Banking virtuell wird</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 11:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die VR-App von Union Investment auf der Plattform von Meta ist ein bemerkenswerter Versuch, komplexe Finanzthemen in eine immersive, dreidimensionale Lernumgebung zu übersetzen. Sie ist erst seit Januar 2026 im App Store von Meta zu finden und richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die sich interaktiv mit Investmentstrukturen, Portfolios und Marktmechanismen auseinandersetzen wollen. Anstatt Tabellen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die VR-App von Union Investment auf der Plattform von Meta ist ein bemerkenswerter Versuch, komplexe Finanzthemen in eine immersive, dreidimensionale Lernumgebung zu übersetzen. Sie ist erst seit Januar 2026 im App Store von Meta zu finden und richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die sich interaktiv mit Investmentstrukturen, Portfolios und Marktmechanismen auseinandersetzen wollen. Anstatt Tabellen oder klassische Präsentationen zu zeigen, führt die Anwendung durch virtuelle Räume, in denen Daten, Modelle und Zusammenhänge räumlich visualisiert werden. Diagramme schweben im Raum, Szenarien lassen sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten, und die Steuerung erfolgt direkt mit den VR-Controllern, was dem Thema eine ungewohnte, aber einprägsame Anschaulichkeit verleiht.</p>
<p>Gleichzeitig deutet vieles darauf hin, dass diese App deutlich länger in Planung war, als ihr offizieller Erscheinungstermin vermuten lässt. Das Tutorial zu Beginn zeigt noch die Controller der Meta Quest 2, die bis 2023 das aktuellste Modell des Herstellers waren. Diese visuelle Spur aus einer früheren Gerätegeneration legt nahe, dass Konzept, Design und Entwicklung schon Jahre zuvor begonnen haben müssen. Daraus lässt sich schließen, dass intern lange über die Ausrichtung, den Nutzen und die Umsetzung beraten wurde, bevor das Projekt schließlich den Weg in den Store fand.</p>
<p>Gerade in dieser zeitlichen Verschiebung zwischen technischer Entwicklung und Markteinführung zeigt sich eine typische Herausforderung für eine Bankengruppe: Technologische Plattformen verändern sich rasant, Hardware wird in kurzen Zyklen erneuert, und Erwartungen der Nutzer entwickeln sich schnell weiter. Wenn Entscheidungsprozesse und Abstimmungen in großen Organisationen viel Zeit in Anspruch nehmen, besteht die Gefahr, dass ein Produkt beim Erscheinen bereits Spuren einer vergangenen Technikgeneration trägt. Die App von Union Investment wird so nicht nur zu einem innovativen Lernwerkzeug, sondern auch zu einem Beispiel dafür, wie schwierig es sein kann, in einem hochregulierten und komplexen Umfeld mit der Geschwindigkeit des digitalen Wandels Schritt zu halten.</p>
<p>Die VR-App von Union Investment markiert einen bemerkenswerten Schritt in eine neue Dimension der Finanzkommunikation. Sie gilt als die erste Anwendung aus dem deutschen Bankwesen, die speziell für die Meta-Quest-Plattform entwickelt wurde, und positioniert sich damit an der Schnittstelle zwischen Finanzwelt und immersiver Technologie. Statt trockener Zahlenkolonnen oder klassischer Präsentationen eröffnet sie einen virtuellen Raum, in dem Kapitalmärkte, Fondsstrukturen und Anlagestrategien dreidimensional erlebbar werden. Damit verlässt das Bankenumfeld erstmals sichtbar die zweidimensionale Bildschirmlogik und betritt das Terrain des Spatial Computing.</p>
<p>Schon beim Start wird deutlich, dass die App nicht nur informieren, sondern ein Erlebnis schaffen will. Nutzer bewegen sich durch virtuelle Räume, in denen Diagramme, Portfolios und Marktszenarien als Objekte im Raum erscheinen. Man kann sie umrunden, vergrößern oder aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Diese räumliche Darstellung fördert das Verständnis komplexer Zusammenhänge, weil Informationen nicht mehr abstrakt, sondern greifbar wirken. Die Interaktion mit Controllern und Blicksteuerung verstärkt den Eindruck, tatsächlich Teil einer Lernwelt zu sein, statt nur auf Inhalte zu schauen.</p>
<p>Inhaltlich vermittelt die Anwendung Grundlagen und vertiefende Einblicke in Investmentprozesse, Risikoabwägung und langfristige Vermögensplanung. Die Themen sind klar strukturiert und werden in einzelnen Stationen erklärt, die wie virtuelle Lerninseln aufgebaut sind. Jede Szene steht für einen Aspekt der Finanzwelt, sodass sich Nutzer Schritt für Schritt orientieren können. Diese Form der Wissensvermittlung zeigt, dass VR nicht nur für Spiele oder Unterhaltung geeignet ist, sondern auch für anspruchsvolle, erklärungsbedürftige Inhalte aus der Finanzbranche.</p>
<p>Besonders hervorzuheben ist der Mut, den Eintritt in diese virtuelle Welt überhaupt zu wagen. Mit Unterstützung der Plattform von Meta wird ein Raum geschaffen, der sinnbildlich für den Aufbruch in neue Kommunikationsformen steht. Für viele Institute ist der Schritt in eine noch junge Technologie mit Unsicherheiten verbunden, doch gerade hier zeigt sich die Bereitschaft, neue Wege zu gehen und digitale Innovation nicht nur zu beobachten, sondern aktiv mitzugestalten.</p>
<p>Dass dieser Vorstoß aus dem Umfeld der Volksbanken und Raiffeisenbanken kommt, unterstreicht die Bedeutung des Projekts. Es signalisiert, dass auch traditionsreiche Bankengruppen die Herausforderungen des Spatial Computing annehmen und sich nicht auf bewährte Formate beschränken wollen. Die App ist damit mehr als ein Experiment: Sie steht für den Anspruch, Finanzwissen zeitgemäß zu vermitteln und den Wandel der digitalen Welt nicht nur zu begleiten, sondern mitzugestalten.</p>
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		<title>Mit Primärdaten zu einer souveränen Datenstrategie</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 09:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche“, herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus W. Mosen und Jürgen Moormann und erschienen 2026 im Frankfurt School Verlag, versammeln Expertinnen und Experten Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Finanzsektor. Das Buch beleuchtet Themen wie Datenmanagement, regulatorische Anforderungen, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und innovative Geschäftsmodelle und richtet sich [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Sammelband „Digitale Dimensionen in der Finanzbranche“, herausgegeben von Dietmar Schmidt, Marcus W. Mosen und Jürgen Moormann und erschienen 2026 im Frankfurt School Verlag, versammeln Expertinnen und Experten Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Finanzsektor. Das Buch beleuchtet Themen wie Datenmanagement, regulatorische Anforderungen, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und innovative Geschäftsmodelle und richtet sich sowohl an Praktikerinnen und Praktiker aus Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungen als auch an Studierende und Wissenschaftlerinnen der Wirtschaftsinformatik und Finanzwirtschaft.</p>
<p>Durch die Kombination aus theoretischen Grundlagen, praxisnahen Fallbeispielen und strategischen Handlungsempfehlungen vermittelt der Sammelband ein umfassendes Bild davon, wie digitale Transformation erfolgreich gestaltet werden kann. Besonders interessant ist der Beitrag „Mit Primärdaten zu einer souveränen Datenstrategie“ von Dietmar Schmidt, Stefan Lütticke und Florian Schneider, der aufzeigt, wie Unternehmen durch gezielte Nutzung verlässlicher Primärquellen ihre Datenstrategie stärken, Compliance sicherstellen und neue Geschäftspotenziale erschließen können: Der Beitrag thematisiert die strategische Bedeutung von Primärquellen für Unternehmen und zeigt auf, wie eine datengetriebene Unternehmensstrategie durch den konsequenten Einsatz solcher Quellen unterstützt werden kann. Die Autoren verbinden regulatorische Entwicklungen mit praxisnahen Empfehlungen und verdeutlichen, warum Primärquellen künftig ein unverzichtbares Element der Unternehmensführung darstellen.</p>
<p>Der Beitrag beginnt mit einem Überblick über die regulatorische Landschaft und die Notwendigkeit der Harmonisierung der europäischen Datenlandschaft. Die Autoren betonen, „regulatorische Initiativen wie der EU Data Act‘ sowie der EU AI Act verdeutlichen die Dringlichkeit, die fragmentierte europäische Datenlandschaft zu harmonisieren und klare, einheitliche Datenstandards zu schaffen.“ Ziel dieser Initiativen ist es, die Datensouveränität zu stärken und gleichzeitig den Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten zu erleichtern. Schmidt et al. stellen die internationale Einordnung dar: Während die USA einen marktorientierten Ansatz verfolgen und China stark zentralisiert Daten erhebt, versucht die EU, durch harmonisierte Standards sowohl Integrität als auch Souveränität der Daten zu sichern. Die Autoren argumentieren, dass Unternehmen durch die Nutzung regulatorisch bereitgestellter Datenzugänge einen strategischen Vorteil erhalten, da die Daten direkt nutzbar, zuverlässig und rechtssicher sind.</p>
<p>Primärquellen werden im Beitrag klar definiert: „Als Primärquellen werden direkte, unverfälschte Datenquellen bezeichnet. Diese enthalten Daten zu Personen, Unternehmen, Gebäuden und anderen relevanten Objekten, die unmittelbar von zuständigen Behörden oder Institutionen stammen.“ Die Autoren betonen, dass Primärquellen gegenüber Sekundärquellen erhebliche Vorteile in Bezug auf Qualität, Verlässlichkeit und regulatorische Compliance bieten. So werden unter anderem das Kraftfahrt-Bundesamt, die Bundesdruckerei, der Deutsche Wetterdienst und das Deutsche Patent- und Markenamt als zentrale Primärquellen genannt. Auch europäische Initiativen wie das geplante Zugangsportal ESAP tragen zur Standardisierung und zur Steigerung der Datenqualität bei. Schmidt et al. heben hervor, „Die Nutzung der Primärquellen gewährleistet nicht nur die Einhaltung regulatorischer Anforderungen, sondern verspricht zugleich eine signifikante Verbesserung der Datenqualität und Transparenz.“ Primärquellen schaffen eine durchgängige Vertrauenslinie vom Ursprung der Daten bis zur unternehmerischen Entscheidung.</p>
<p>Der Beitrag zeigt auf, wie Unternehmen Primärquellen aktiv in ihre Datenstrategie integrieren können. Die Autoren schreiben: „Die aktuelle Praxis im Datenmanagement vieler europäischer Unternehmen zeigt deutliche Schwächen, vor allem in Bezug auf Datenintegrität, -qualität und Compliance.“ Traditionelle Ansätze seien häufig von isolierten Datensilos geprägt, die Redundanzen und Inkonsistenzen verursachen. Schmidt et al. schlagen einen chancenbasierten Ansatz vor, bei dem Unternehmen gezielt Primärquellen nutzen, um Effizienz, Datenqualität und regulatorische Sicherheit zu verbessern. Dabei wird betont, dass die Nutzung von Primärquellen „kein ‚IT-Projekt‘ ist, sondern eine Haltungsfrage. Und nicht jedes Detail muss von Beginn an perfekt sein. Es sollte mit klaren, spürbaren Anwendungsfällen gestartet werden, z.B. mit der verlässlichen Bestätigung der Unternehmensstammdaten oder einer schlanken Identitätsprüfung. Die gewonnenen Erfahrungen können dann Schritt für Schritt ausgebaut werden.“</p>
<p>Der Beitrag illustriert den praktischen Nutzen von Primärquellen anhand konkreter deutscher Institutionen. So liefert das Kraftfahrt-Bundesamt Fahrzeug- und Unfalldaten zu mehr als 70 Millionen Fahrzeugen. Die Autoren erklären: „Versicherer profitieren von diesen präzisen Informationen beim Rahmen ihrer Risikomodelle und Tarifangebote, was sowohl die Wirtschaftlichkeit der Tarife als auch die Kundenzufriedenheit erhöht.“ Besonders großes Potenzial entfaltet sich in Kombination mit Künstlicher Intelligenz und telematischen Daten. Durch die Verknüpfung von Fahrzeugstammdaten und Unfalldaten aus dem KBA mit Echtzeitinformationen aus Telematiksystemen können Versicherer granularere und dynamischere Risikomodelle entwickeln. Daraus entstehen neue Produktkategorien wie Pay-as-you-drive-Tarife, die ein faires, verhaltensbasiertes Pricing ermöglichen und zugleich eine präzisere Steuerung von Risiken erlauben. Der Nutzen dieser Primärquelle reicht über die Versicherungsbranche hinaus: Wenn Daten aus verlässlichen, hoheitlichen Quellen besser verstanden werden, lassen sich Produkte transparenter gestalten und Zielgruppen fairer ansprechen.</p>
<p>Der Beitrag unterstreicht außerdem die Bedeutung von Primärquellen für Nachhaltigkeitsthemen. Verlässliche Daten ermöglichen Unternehmen, ihre ESG-Strategien zu messen, Risiken entlang der Lieferkette zu bewerten und regulatorische Anforderungen, etwa im Rahmen der EU-Taxonomie, zu erfüllen. Auch im Bereich KYC werden Primärdaten zunehmend unverzichtbar, da sie eine zuverlässige Identitätsprüfung und die sichere Verifizierung von Vertragspartnern ermöglichen, wodurch Compliance-Risiken deutlich reduziert werden.</p>
<p>Für Unternehmen ergibt sich daraus eine klare Handlungsempfehlung: Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten sie ihre Datenstrategie aktiv auf die Integration der Primärquellen ausrichten. Dazu gehört nicht nur die technische Anbindung solcher Quellen, sondern auch die Entwicklung klar definierter Prozesse und Verantwortlichkeiten im Datenmanagement. Zukünftig wird die Relevanz von Primärquellen weiter zunehmen, insbesondere im Kontext weiter steigender regulatorischer Anforderungen und neuer technologischer Möglichkeiten. Hinsichtlich der nächsten Jahre zeichnen sich drei wesentliche Veränderungen ab: Entscheidungswege werden kürzer, weil die Herkunft der Daten unstrittig ist; Zusammenarbeit wird einfacher, weil alle Beteiligten auf dieselben, anerkannten Quellen zugreifen; und der Dialog mit Kunden wird klarer, weil Aussagen auf nachvollziehbaren Fakten beruhen. Diese Veränderungen sollten mit einem chancenbasierten Ansatz verfolgt werden. Unternehmen, die dieses erkennen, profitieren langfristig von gesteigerter Effizienz, höherer Datenqualität und besseren strategischen Entscheidungen.</p>
<p>Insgesamt vermittelt der Beitrag einen umfassenden und praxisnahen Einblick in die strategische Nutzung von Primärquellen. Er zeigt sowohl regulatorische Hintergründe als auch konkrete Anwendungsfelder auf und bietet Unternehmen klare Handlungsempfehlungen, um Daten zu einem strategischen Vermögenswert zu entwickeln. Besonders hervorzuheben ist die Verbindung von Theorie, regulatorischen Anforderungen und konkreten Praxisbeispielen, die den Beitrag zu einem wertvollen Leitfaden für Unternehmen macht, die ihre digitale Datenstrategie zukunftsfähig gestalten wollen.</p>
<p>Dietmar Schmidt / Marcus W. Mosen / Jürgen Moormann (Hg.)<br />
Digitale Dimensionen in der Finanzbranche<br />
Intelligence, Resilience, Simplicity<br />
1. Auflage 2026<br />
536 Seiten, Hardcover, 69,90 EUR<br />
ISBN 978-3-95647-230-5<br />
<a href="https://fsforum.de/ddfb" target="_blank">https://fsforum.de/ddfb</a></p>
<p><a href="https://amzn.eu/d/4z4yUsA" target="_blank">https://amzn.eu/d/4z4yUsA</a></p>
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		<title>Wenn Vergangenheit gegenwärtig wird: Siebenbürgens Stimme im Wiener Reichsrat</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2025 16:12:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die politische Geschichte Europas im 19. Jahrhundert ist geprägt von nationalen Aufbrüchen, Umbrüchen und intensiven Aushandlungsprozessen. Weniger im allgemeinen Bewusstsein verankert ist jedoch die Rolle, die das Wiener Reichsparlament für jene Regionen spielte, die fernab der Metropole lagen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür ist Siebenbürgen. Zwischen 1863 und 1865 entsandte diese historisch komplexe Region eine [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die politische Geschichte Europas im 19. Jahrhundert ist geprägt von nationalen Aufbrüchen, Umbrüchen und intensiven Aushandlungsprozessen. Weniger im allgemeinen Bewusstsein verankert ist jedoch die Rolle, die das Wiener Reichsparlament für jene Regionen spielte, die fernab der Metropole lagen. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür ist Siebenbürgen. Zwischen 1863 und 1865 entsandte diese historisch komplexe Region eine Gruppe rumänischer und sächsischer Abgeordneter sowie Herrenhausmitglieder in den österreichischen Reichsrat. Ihre Tätigkeit fiel in eine Phase, in der die rumänische Bevölkerungsmehrheit erstmals spürbare Möglichkeiten erhielt, ihre politischen Anliegen auf imperialer Bühne sichtbar zu machen und ihre lange geforderte Gleichstellung mit Ungarn, Szeklern und Sachsen zu artikulieren.</p>
<p>Die Reden, die diese siebenbürgischen Parlamentarier in Wien hielten, zeugen von erstaunlicher Modernität. Sie verhandelten Fragen, die wir auch heute in europäischen Institutionen wiederfinden: gerechte Steuerstrukturen, Infrastrukturprojekte, Bildungs- und Sprachenpolitik, Rohstoffverwaltung sowie die Notwendigkeit, regionale Interessen gegenüber einem machtvollen Zentrum selbstbewusst zu vertreten. Immer wieder stand die Forderung nach Gleichberechtigung im Mittelpunkt – eine Forderung, die nicht nur nationale Selbstbehauptung bedeutete, sondern auch ein frühes Bewusstsein für eine faire politische Teilhabe in einem vielsprachigen und vielkulturellen Gemeinwesen.</p>
<p>Diese Episode der Geschichte besitzt gerade heute eine besondere Aktualität. Sie zeigt, wie schwierig, aber auch wie fruchtbar der Versuch sein kann, unterschiedliche Regionen und Identitäten in einem gemeinsamen politischen Raum miteinander zu verbinden. Die transsilvanischen Abgeordneten standen vor denselben Herausforderungen, die auch das heutige Europa prägen: dem Spannungsverhältnis zwischen Zentrum und Peripherie, dem Ausgleich historisch gewachsener Ungleichheiten und dem Bemühen, politische Beteiligung trotz sprachlicher und kultureller Vielfalt zu sichern. In diesem Sinne erscheinen sie rückblickend als Pioniere einer europäischen Verständigung, die damals noch keinen Namen hatte.</p>
<p>Ein vertiefter Blick in diese weitgehend vergessene, aber hochinteressante Phase wird durch das Buch „Transsilvanien in Wien. Die Parlamentarier aus Siebenbürgen im österreichischen Reichsrat 1863–1865“ ermöglicht, herausgegeben von Ștefan-Sorin Mureșan und Günther Schefbeck. Der Band, erschienen bei Springer VS im Jahr 2025, enthält grundlegende Studien zur Verfassungsentwicklung, zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zum Landtag von 1863–1864 sowie ausführliche Biographien und erstmals vollständig edierte Reden der siebenbürgischen Abgeordneten und Herrenhausmitglieder. Es ist ein Werk, das die damaligen politischen Debatten nicht nur dokumentiert, sondern ihnen ihre historische Tiefe und Bedeutung zurückgibt und das Verhältnis zwischen Siebenbürgen und Wien in ein neues Licht rückt. </p>
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		<title>Angela Merkels Traum von umfassender Kontrolle</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Nov 2024 20:19:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[In &#8222;Angela Merkel – Freiheit&#8220; offenbart die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Perspektiven auf die Banken und Finanzmärkte, insbesondere im Kontext der Weltfinanzkrise und der darauffolgenden Eurokrise. Ihre Darstellung zeichnet das Bild einer politischen Führungsfigur, die gezwungen war, pragmatische Lösungen in einem von Unsicherheiten und globalem Druck geprägten Umfeld zu finden, während sie gleichzeitig mit [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In &#8222;Angela Merkel – Freiheit&#8220; offenbart die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Perspektiven auf die Banken und Finanzmärkte, insbesondere im Kontext der Weltfinanzkrise und der darauffolgenden Eurokrise. Ihre Darstellung zeichnet das Bild einer politischen Führungsfigur, die gezwungen war, pragmatische Lösungen in einem von Unsicherheiten und globalem Druck geprägten Umfeld zu finden, während sie gleichzeitig mit den Grenzen staatlicher Einflussnahme konfrontiert wurde.</p>
<p>Merkel beschreibt die Finanzkrise als eine der tiefgreifendsten Herausforderungen ihrer Amtszeit, in der die Stabilität des gesamten globalen Finanzsystems auf dem Spiel stand. Banken und Finanzinstitute, die zuvor als Symbole wirtschaftlicher Stärke galten, wurden zu Risikofaktoren, die aufgrund ihrer systemischen Bedeutung staatliche Rettungsmaßnahmen erforderten. Ihre Schilderungen lassen erkennen, dass sie die Banken weniger als unabhängige Wirtschaftsak­teure, sondern vielmehr als integrale Bestandteile ihres komplexen Machtsystems wahrnahm, dessen Kollaps massive gesellschaftliche Folgen nach sich ziehen würde.</p>
<p>Die politischen Entscheidungen, die während dieser Krise getroffen wurden, basierten auf der Prämisse, dass ein Zusammenbruch der Finanzmärkte weit über den Bankensektor hinausreichende Konsequenzen für die Realwirtschaft und das soziale Gefüge hätte. Merkel beschreibt die Rettungsmaßnahmen als &#8222;alternativlos&#8220;, ein Begriff, der in der öffentlichen Debatte oft kritisch aufgenommen wurde, jedoch stets die Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit dieser Maßnahmen aus ihrer Sicht unterstreichen sollte. Die Banken wurden nicht nur als Institutionen, sondern als Vehikel zur Sicherung des gesellschaftlichen Wohlstands und der wirtschaftlichen Stabilität betrachtet.</p>
<p>Kritisch reflektiert Merkel auch die Rolle der Finanzmärkte und den Einfluss externer Akteure auf staatliche Entscheidungsprozesse. Der Druck, den die Märkte auf die Politik ausübten, wird in ihren Erinnerungen als allgegenwärtig beschrieben. Dies führte zu einem Spannungsfeld zwischen politischer Souveränität und wirtschaftlicher Abhängigkeit. Merkel sieht die Finanzmärkte als mächtige, aber oft unberechenbare Akteure, deren Einfluss auf die politische Entscheidungsfindung kaum zu leugnen ist. Ihre Erinnerungen lassen eine gewisse Ernüchterung erkennen, wenn es um die Grenzen staatlicher Kontrolle über globale Finanzströme geht, aber auch die Überheblichkeit des Anspruchs umfassender staatlicher Kontrolle.</p>
<p>Die Eurokrise brachte zusätzliche Herausforderungen mit sich, insbesondere durch die Notwendigkeit, gemeinsame europäische Lösungen zu finden. Merkel betont die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union, um die Stabilität des Euro zu sichern. Dabei wurde deutlich, dass wirtschaftliche Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone und das Verhalten der Finanzmärkte in engem Zusammenhang standen. Ihre Darstellung zeigt, dass sie die Finanzmärkte nicht nur als Ursache der Krise, sondern auch als Indikator für das Vertrauen in politische Institutionen wahrnahm.</p>
<p>Zusammengefasst zeichnet &#8222;Freiheit&#8220; das Bild einer Kanzlerin, die in den Banken und Finanzmärkten sowohl eine Bedrohung als auch eine unverzichtbare Komponente des modernen Wirtschaftssystems sah. Merkels Sichtweise ist geprägt von ihrer (zu) späten Erkenntnis, dass politische Steuerungsfähigkeit in einer globalisierten Weltwirtschaft immer wieder an ihre Grenzen stößt. Diese Reflexionen sind ein zentrales Element ihrer Erinnerungen und bieten einen tiefen Einblick in ihre politischen Entscheidungen während einer der turbulentesten Phasen ihrer Amtszeit.</p>
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		<title>Angela Merkels Freiheit ist nicht freidemokratisch</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Nov 2024 20:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[In &#8222;Angela Merkel – Freiheit&#8220; wird die FDP in verschiedenen politischen Kontexten erwähnt, wobei die Darstellung oft &#8211; erwartungsgemäß &#8211; kritisch ausfällt. Insbesondere während der Weltfinanzkrise wird die FDP als Partei beschrieben, die trotz erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheiten und instabiler Haushaltslagen auf weitreichenden Steuersenkungen bestand. Diese Position wird von der ehemaligen Bundeskanzlerin als Ausdruck einer starren [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In &#8222;Angela Merkel – Freiheit&#8220; wird die FDP in verschiedenen politischen Kontexten erwähnt, wobei die Darstellung oft &#8211; erwartungsgemäß &#8211; kritisch ausfällt. Insbesondere während der Weltfinanzkrise wird die FDP als Partei beschrieben, die trotz erheblicher wirtschaftlicher Unsicherheiten und instabiler Haushaltslagen auf weitreichenden Steuersenkungen bestand. Diese Position wird von der ehemaligen Bundeskanzlerin als Ausdruck einer starren ideologischen Haltung gewertet, die kaum Rücksicht auf die realen ökonomischen Bedingungen nahm. Die Hartnäckigkeit, mit der die FDP ihre Forderungen verfolgte, erweckt bei ihr den Eindruck, dass die Partei ihre eigene politische Agenda über das Wohl des Landes stellte &#8211; eine verhängnisvoll irreführende Sichtweise, die im Buch deutlich mitschwingt.</p>
<p>In der Koalitionsbildung nach der Bundestagswahl 2009 wird die FDP als selbstbewusster und teilweise kompromissloser Partner beschrieben. Ihr Auftreten, gestärkt durch ein gutes Wahlergebnis, führte zu einer Dynamik, in der die Partei versuchte, ihre Oppositionspolitik direkt in Regierungsverantwortung umzusetzen. Besonders der Streit um die Steuersenkungen wird hier als Beispiel genannt, wie die FDP ihre Stärke aus der Wahl in politische Macht ummünzte, jedoch die Grenzen der praktischen Regierungsarbeit unterschätzte. Diese Konflikte werfen für Angela Merkel die Frage auf, ob die FDP bereit war, die Realitäten der Regierungsverantwortung in vollem Umfang anzuerkennen, oder ob sie in ihrer &#8222;ideologischen Blase&#8220; verharrte.</p>
<p>Die Darstellung der FDP in Fragen gesellschaftlicher Ethik, insbesondere beim Thema Schwangerschaftsabbruch, zeigt weitere Spannungen. Die FDP vertritt hier eine liberale Position, die mit den konservativen Ansichten der CDU/CSU schwer vereinbar ist. Im Buch wird auf die Weigerung der FDP eingegangen, bei der Reform dieses sensiblen Themas einen gemeinsamen Gesetzentwurf mit der Union vorzulegen. Dies wird als Ausdruck der tiefen ideologischen Differenzen innerhalb der Koalition gewertet und lässt die FDP als Partei erscheinen, die zwar für individuelle Freiheitsrechte eintritt, aber wenig Bereitschaft zeigt, bei kontroversen Themen Kompromisse zugunsten der Konservativen zu finden.</p>
<p>Auch auf symbolischer Ebene wird die FDP in &#8222;Freiheit&#8220; mehrfach &#8211; gegenüber anderen Parteien &#8211; hervorgehoben. Die Freien Demokraten stehen in der politischen Landschaft für den Wunsch nach einem Politikwechsel und einer Reformbereitschaft, die jedoch oftmals auf Angela Merkel mehr visionär als realpolitisch wirkt. Diese Darstellung lässt die FDP als eine Partei erscheinen, die zwar Veränderung anstrebt, dabei jedoch eine gewisse Distanz zur politischen Realität aufweist. Ihr Auftreten in der Öffentlichkeit und ihre Positionen in der Koalition werden dadurch teils als realitätsfern wahrgenommen.</p>
<p>Insgesamt vermittelt das Buch das Bild einer Partei, die ihren eigenwilligen Kurs konsequent verfolgt, jedoch nicht immer im Einklang mit den politischen und gesellschaftlichen Erfordernissen agiert. Diese kritische Betrachtung der FDP ist ein wiederkehrendes Motiv und verleiht ihrer Erwähnung eine gewichtige, oft auch problematische Rolle in den Erinnerungen Angela Merkels</p>
<p>Das Buch von Angela Merkel mit dem Titel &#8222;Freiheit&#8220; zeichnet ein vielschichtiges Bild der politischen Ära Merkels, in dem die FDP als ideologisch eigenständiger, aber oft kompromissunfähiger Koalitionspartner dargestellt wird. Gleichzeitig bietet die Darstellung der FDP auch einen subtilen Kontrast zur politischen Führung Merkels selbst. Ihr Stil wird geprägt durch Pragmatismus, ad-hoc-Krisenmanagement und die Suche nach Konsens, während visionäre, langfristige politische Projekte häufig in den Hintergrund treten.</p>
<p>Die Konflikte mit der FDP, insbesondere in wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragen, verdeutlichen diese Diskrepanz. Während die FDP durch ihre ideologischen Überzeugungen oft klare, wenn auch polarisierende Positionen einnahm, agierte Merkel in erster Linie als selbsternannte Krisenmanagerin. Ihre Entscheidungen, sei es in der Finanzkrise, der Eurokrise oder der Flüchtlingskrise, waren vor allem von der Maxime geprägt, akute Probleme zu Lasten langfristiger Ziele zu lösen und den Status quo der Macht zu stabilisieren. Visionäre Projekte, die eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Gesellschaft oder eine langfristige strategische Weichenstellung beinhalteten, blieben dagegen rar.</p>
<p>Merkels politische Philosophie, wie sie im Buch dargestellt wird, scheint darauf ausgerichtet zu sein, die Bundesrepublik durch schwierige Zeiten zu führen, ohne jedoch eine klare Zukunftsvision zu verfolgen. Ihre Regierungszeit wird als eine Epoche beschrieben, in der Stabilität über Veränderung und Konsens über Innovation gestellt wurden. Dies zeigt sich auch im Umgang mit Koalitionspartnern wie der FDP: Merkel bevorzugte den Kompromiss, um kurzfristige politische Stabilität zu sichern, anstatt ideologische Gräben zu überwinden und mutige Reformen voranzutreiben.</p>
<p>Das Fazit, das sich aus dieser Darstellung ergibt, ist klar: Angela Merkel war keine visionäre Kanzlerin im Sinne großer gesellschaftlicher Umwälzungen oder langfristiger Reformstrategien. Vielmehr war sie eine Kanzlerin, die in der Kunst der Macht und des Machbaren agierte, Krisen entschärfte und politische Kontinuität gewährleistete. In der Gegenüberstellung mit einer ideologisch festen, aber oft konfrontativen FDP wird dies besonders deutlich: Merkel wählte den Weg des geringsten Widerstands, während visionäre Projekte und große gesellschaftliche Visionen vielfach auf der Strecke blieben.</p>
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		<title>Finanzcoaching als erfolgreiche Synergie von Zahl, Geld und Mensch</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2024 07:28:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein neues Fachbuch steht kurz vor seiner Veröffentlichung: &#8222;Finanzcoaching in der Praxis: Die erfolgreiche Synergie von Zahl, Geld und Mensch&#8220;. Dieses Werk, das im Juni 2024 als Teil der &#8222;essentials&#8220;-Reihe von Springer erscheint, bietet auf 45 Seiten eine detaillierte Einführung in die Welt des Finanzcoachings. Die Autorin, eine renommierte Expertin auf diesem Gebiet, stellt die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues Fachbuch steht kurz vor seiner Veröffentlichung: &#8222;Finanzcoaching in der Praxis: Die erfolgreiche Synergie von Zahl, Geld und Mensch&#8220;. Dieses Werk, das im Juni 2024 als Teil der &#8222;essentials&#8220;-Reihe von Springer erscheint, bietet auf 45 Seiten eine detaillierte Einführung in die Welt des Finanzcoachings.</p>
<p>Die Autorin, eine renommierte Expertin auf diesem Gebiet, stellt die neuesten internationalen Forschungsergebnisse vor. Sie beleuchtet die entscheidende Rolle der Psychologie und des Coachings bei finanziellen Entscheidungen und hinterfragt, ob rationale Überlegungen, intuitive Einsichten oder emotionale Empfindungen den Ausschlag für gute Finanzentscheidungen geben.</p>
<p>Monika Müller ist eine führende Expertin im Bereich des Finanzcoachings und bekannt für ihr tiefgehendes Fachwissen und ihre praxisorientierte Herangehensweise. Mit langjähriger Erfahrung in der Finanzbranche und fundierten Kenntnissen in Psychologie und Coaching hat sie sich einen Namen als Pionierin in der Verbindung dieser Disziplinen gemacht. Monika Müller ist nicht nur eine gefragte Referentin auf Konferenzen, sondern auch eine engagierte Autorin, die ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in zahlreichen Publikationen teilt.</p>
<p>Ihr neuestes Werk, <a href="https://www.fcm-coaching.de/fcm-blog/detail/synergie-von-zahlen-daten-und-mensch" target="_blank">&#8222;Finanzcoaching in der Praxis: Die erfolgreiche Synergie von Zahl, Geld und Mensch</a>&#8222;, spiegelt ihre Leidenschaft für die Thematik wider und bietet wertvolle Einsichten für Fachleute und Interessierte gleichermaßen. Durch ihre Arbeit trägt sie maßgeblich dazu bei, das Verständnis und die Anwendung von Finanzcoaching zu fördern und weiterzuentwickeln.</p>
<p>Das Buch geht über theoretische Diskussionen hinaus und bietet praktische Einblicke in den Beruf des Finanzcoaches. Es deckt alle relevanten Aspekte ab, von der Diagnostik, die individuelle Risikobereitschaft und biografische Einflüsse berücksichtigt, bis hin zur Unterstützung bei der Überwindung ungünstiger Entscheidungsmuster und der Entwicklung neuer, erfolgreicher Strategien.</p>
<p>Sechs erfahrene Finanzcoaches kommen in diesem Grundlagenwerk zu Wort und beschreiben ihren persönlichen Weg zum Finanzcoach sowie die individuelle Umsetzung in der Praxis. Diese Einblicke erweitern das Verständnis der Leser für Finanzcoaching und bieten wertvolle Impulse für die eigene berufliche Zukunftsplanung.</p>
<p>Mit einem klaren Fokus auf die zugrundeliegenden Kernkompetenzen des Finanzcoachings erweitert dieses Buch das Verständnis für diese wichtige Disziplin. Es bietet Fachleuten die Möglichkeit, die gewonnenen Erkenntnisse sowohl als Ausgangspunkt für weitere Forschung zu nutzen als auch direkt in die eigene berufliche Praxis zu integrieren.</p>
<p>&#8222;Finanzcoaching in der Praxis&#8220; ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für die Synergie von Zahl, Geld und Mensch interessieren und ihr Wissen in diesem Bereich vertiefen möchten. Das Buch wird ab Juni 2024 als Softcover erhältlich sein.</p>
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		<title>Joseph E. Stiglitz&#8216; holpriger Weg zur Freiheit, Wirtschaft und die gute Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2024 08:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Joseph E. Stiglitz, ein renommierter Ökonom und Nobelpreisträger, ist bekannt für seine tiefgreifenden Analysen wirtschaftlicher Mechanismen und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Am 24. April 2024 erschien sein neuester Titel: Sein Buch „The Road to Freedom, Economics and the Good Society“ verspricht eine umfassende Untersuchung der Rolle der Wirtschaft auf dem Weg zu einer idealen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Joseph E. Stiglitz, ein renommierter Ökonom und Nobelpreisträger, ist bekannt für seine tiefgreifenden Analysen wirtschaftlicher Mechanismen und deren Einfluss auf die Gesellschaft. Am 24. April 2024 erschien sein neuester Titel: Sein Buch „The Road to Freedom, Economics and the Good Society“ verspricht eine umfassende Untersuchung der Rolle der Wirtschaft auf dem Weg zu einer idealen Gesellschaft. Jedoch scheint das Werk &#8211; schon seiner Gliederung nach &#8211; einige kritische Ungleichgewichte in seiner Behandlung zentraler ökonomischer Konzepte aufzuweisen, die seine Nützlichkeit und Überzeugungskraft einschränken könnten.</p>
<p>Ein grundlegendes Defizit des Buches ist die unzureichende Erörterung darüber, wie im Kreislauf der Wirtschaft die Entscheidungsgrundlagen von Haushalten und Unternehmen entstehen, die über das Angebot und die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen entscheiden. Stiglitz versäumt es auf der Seite der Unternehmen, tief in die Dynamiken einzutauchen, die die Qualitätsmerkmale von Produkten und Dienstleistungen sowie Preisgestaltungsmöglichkeiten wie Ratenzahlungen und Garantien beeinflussen. Diese Elemente sind entscheidend für das Verständnis, wie Märkte funktionieren und wie Verbraucher und Unternehmen Entscheidungen treffen.</p>
<p>Des Weiteren behandelt Stiglitz das Problem von Marktungleichgewichten nur oberflächlich. Die Frage, wie nach Eingriffen des Staates Warteschlangen bei zu niedrigen Preisen vermieden werden können, wird ebenso wenig adressiert wie das Phänomen des Überangebots oder der Überproduktion, die auftreten kann, wenn Preise zu hoch angesetzt sind und dadurch zu viele Anbieter anziehen. Solche Zustände führen zu Verschwendung und ineffizienter Ressourcennutzung, Themen, die in einer Diskussion über „Economics and the Good Society“ von zentraler Bedeutung sein sollten.</p>
<p>Joseph E. Stiglitz‘ Perspektiven in seinem Buch stimmen eng mit seiner generellen Befürwortung für eine erweiterte staatliche Intervention in die Wirtschaft überein, wie sie seine öffentlichen Äußerungen und früheren Schriften zeigen. Stiglitz hat sich seit seinem Nobelpreis im Jahr 2001 immer wieder für das Wachstum staatlicher Eingriffe ausgesprochen. Dies spiegelt sich in seinen Vorschlägen für staatliche Maßnahmen wider, wie etwa die Gründung einer Bundesagentur zur Sicherung der Flugpassagiere nach dem 11. September. Solche Vorschläge verdeutlichen seine Überzeugung, dass der Staat eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Sicherheit und Qualität spielen sollte.</p>
<p>Immer wieder argumentiert Stiglitz, dass Märkte aufgrund asymmetrischer Informationen „ineffizient“ sind und ohne staatliche Regulierung nicht optimale Ergebnisse liefern können. Diese Sichtweise fördert eine stärkere Rolle der Regierung, um wirtschaftliche Austausche effizient und „gerecht“ zu gestalten. Ein neues Buch müsste mindestens ein ganzes Kapitel über die Frage enthalten, nach welchen Maßstäben ein Preis, der tatsächlich bezahlt wird, als &#8222;ungerecht&#8220; bezeichnet werden kann. Bei jeder durchgeführten Transaktion dürfen die konkludenten Willenserklärungen beider Marktteilnehmer unterstellt werden, dass sie mit den Bedingungen einverstanden sind, denn sonst hätten sie die Transaktion nicht durchgeführt.</p>
<p>Bei den meisten Entscheidungen von Marktteilnehmern in einer modernen Volkswirtschaft geht es nicht um Leben und Tod, so dass keine erpresserische Rolle von Anbietern oder Nachfragen unterstellt werden kann. Es geht in den meisten Fällen &#8222;nur&#8220; um bessere Gesundheit, höhere Bildung, schöneres Wohnen, bequemeres Fahren, besseres Essen oder gute Unterhaltung. Joseph E. Stiglitz geht nicht genau darauf ein, wie sich staatliche Eingriffe in der Masse der täglichen Entscheidungen von Konsumenten und Produzenten bestimmen lassen sollen und wer sie konkret treffen soll, wenn sie nicht die Entscheidungsfreiheit des Individuums beschneiden sollen.</p>
<p>Preise und Mengen sind die Inputfaktoren jeder Buchhaltung und damit jedes Managements. Wenn Preise von Beamten festgesetzt sind, spiegeln sie vielleicht die momentanen Präferenzen von Beamten oder maßgebenden Politikern, aber nicht unbedingt die Präferenzen der Marktteilnehmer. Darin liegt ein Element der Willkür. Die Informationsfunktion der Preise geht verloren. Im Extremfall einer Zentralverwaltungswirtschaft sind Preise nur noch Elemente eines Begrenzungs- und Verteilungsmechanismus, ohne Impluse für eine effizientere Allokation von Ressourcen geben zu können.</p>
<p>Wenn Preise unvollkommene Signale senden und daher zu Fehlentscheidungen führen, wie beispielsweise wegen ihrer mangelnden Reflexion externer Kosten, dann bedarf es ergänzender Systeme des Ratings. Bei Stiglitz findet sich aber kein Kapitel, das die Grundlagen für ein System aus Ratings legen würde, das auch ethische, ökologische und soziale Aspekte abgreift.</p>
<p>Stiglitz lobte vor über einem Jahrzehnt die sozialistische Regierung von Hugo Chavez in Venezuela. Er betonte, wie Chavez‘ Politik angeblich Gesundheit und Bildung in die armen Viertel von Caracas brachte. Dies zeigt seine Tendenz, Ansätze zu befürworten, die eine gleichmäßigere Verteilung des Reichtums anstreben, trotz der späteren Wirtschaftskrise in dem von natürlichen Ressourcen so reichen Land Venezuela, die zeigt, wie solche Politiken letztendlich scheitern können. So bleibt für den Leser hauptsächlich, ihm in weiten Teilen seiner Bestandsaufnahme der Ungleichheit zuzustimmen, ohne aber ein schlüssiges Konzept vorzufinden, nach dem weiter verfahren werden kann.</p>
<p>Stiglitz behauptet, dass Märkte systematisch Ungleichheit produzieren und dass nur wenige von der Freiheit der Märkte profitieren, während die Mehrheit wirtschaftlich zurückbleibt. Er schlägt vor, durch staatliche Eingriffe und umfassende soziale Programme, wie progressive Besteuerung und hochwertige öffentliche Bildung, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.</p>
<p>Ähnlich wie in seinen früheren Werken und Vorträgen spricht Stiglitz praktisch davon, zu den Politiken der Great Depression zurückzukehren, um wachsende Ungleichheit und Armut zu bekämpfen. Er sieht staatliche Regulierungen und Interventionen als notwendig an, um eine gerechtere Wirtschaftsstruktur zu schaffen, die den „Mittelklasse“-Standard der Nachkriegszeit wiederherstellen kann.</p>
<p>Trotz dieser Kritikpunkte liefern seine Bücher wertvolle Einsichten in einige Aspekte der sozialen Wohlfahrt und deren Abhängigkeit von wirtschaftlichen Strukturen. Stiglitz ist besonders stark in der Darstellung der Verbindung zwischen wirtschaftspolitischen Entscheidungen und ihren langfristigen Auswirkungen auf die gesellschaftliche Freiheit und Gerechtigkeit. Seine Argumentationen zu den Möglichkeiten einer gerechteren Gesellschaft durch gezielte ökonomische Reformen sind nach wie vor eindrucksvoll und inspirierend.</p>
<p>Insgesamt bietet „The Road to Freedom, Economics and the Good Society“ sicher vielen Leserinnen und Lesern eine Reihe von Einsichten und Anregungen, leidet jedoch unter einer gewissen Oberflächlichkeit in der Auseinandersetzung mit wichtigen ökonomischen Fragen. Leser, die eine tiefgehende technische Analyse der Marktmechanismen erwarten, könnten von diesem Buch enttäuscht sein. Für diejenigen, die ein breiteres Verständnis der sozialen Dimensionen wirtschaftlicher Politik suchen, bietet es jedoch durchaus interessante Perspektiven und Diskussionsansätze.</p>
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		<title>&#8222;Als ich mich auf den Weg machte, die Erde zu retten&#8220; &#8211; Eine Bilderbibel der Nachhaltigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Feb 2024 10:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Martin Häusler, der Hauptautor und &#8222;Reiseführer&#8220; dieses faszinierenden Buches, nimmt die Leser auf eine elftägige Reise mit, die sich nicht durch geografische Orte, sondern durch wichtige Themen der Nachhaltigkeit erstreckt. Unterstützt von einer Gruppe talentierter Mitautoren, präsentiert sich das Buch als ein &#8222;Reisetagebuch&#8220;, das sich dank üppiger Illustration wie eine Bilderbibel für Jung und Alt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Martin Häusler, der Hauptautor und &#8222;Reiseführer&#8220; dieses faszinierenden Buches, nimmt die Leser auf eine elftägige Reise mit, die sich nicht durch geografische Orte, sondern durch wichtige Themen der Nachhaltigkeit erstreckt. Unterstützt von einer Gruppe talentierter Mitautoren, präsentiert sich das Buch als ein &#8222;Reisetagebuch&#8220;, das sich dank üppiger Illustration wie eine Bilderbibel für Jung und Alt liest.</p>
<p>Das Buch wird von dem Wissenschaftsjournalisten Dr. Eckart von Hirschhausen herausgegeben, der die Leserinnen und Leser auf den Weg schickt: &#8222;Ein Spaziergang durch den Wald, ein zu heißer Sommer mit ausgetrockneten Böden und Bächen oder auch der Anblick von Abfall und Plastik in den Bergen oder an der liebsten Badestelle zeigen: Wir können nicht länger weggucken &#8211; wohin denn auch? Wir müssen nicht &#8218;das Klima&#8216; oder &#8218;die Umwelt&#8216; retten &#8211; sondern uns!&#8220;</p>
<p>&#8222;Stellvertretend für die Möglichmacher im Hintergrund berichtet Sebastian Schels im Gespräch mit seinen Kindern über seine Beweggründe&#8220;, schreibt Dr. Eckart von Hirschhausen über die Motivation der vielen Mitwirkenden dieses Buches und sieht ein Werk entstanden, &#8222;das es in Qualität der Gestaltung, der Themenvielfalt und den verschiedenen Blickwinkeln so noch nicht gab.&#8220; Er freut sich über &#8222;die Möglichkeit, damit einen Impuls in die Gesellschaft zu bringen und gleichzeitig die Arbeit meiner Stiftung zu unterstützen.&#8220;</p>
<p>Anders als erwartet enthält das &#8222;Reisetagebuch&#8220;, wie es sich selbst nennt, keine geografische Route, sondern eine reiche Sammlung von Zahlen und Fakten zu verschiedenen Fragen des Klimawandels, der Nachhaltigkeit und der Rolle von Frauen. Diese Informationen sind sorgfältig aus einer Vielzahl von Primärquellen ausgewählt und bieten so eine umfassende Perspektive auf die Themen, die von den Philosophen der Antik bis zu der Frage nach der Farbe &#8222;Grün&#8220; und dem Wandel des Logos der Grünen behandelt werden. Ähnlich wie eine Bilderbibel Abkürzungen und Interpretationen des Originals der Bibel liefert, ermöglicht dieses Buch einen gut strukturierten Überblick über die Ikonen der Nachhaltigkeit &#8211; von Diogenes in seiner Tonne über Johann Carl von Carlowitz bis Greta Thunberg.</p>
<p>Die Stärke des Buches liegt in seiner lebendigen Darstellung. Eine Fülle von Illustrationen und Fotos begleitet den Leser durch die Seiten, was das Lesevergnügen steigert und die Informationen leichter zugänglich macht. Die visuelle Präsentation macht komplexe Konzepte verständlicher und trägt dazu bei, dass die Botschaft des Buches bei einem breiten Publikum ankommt.</p>
<p>Neben Martin Häusler, der als Hauptautor fungiert, spielt Dr. Eckart von Hirschhausen als Herausgeber eine entscheidende Rolle bei der Zusammenstellung und Reputation dieses Werkes. Die Vielfalt der Mitautoren, die ihre eigenen Beiträge zu verschiedenen Themen beisteuern, verleiht dem Buch eine facettenreiche Perspektive. Dabei werden alle wesentlichen Propheten und Experten des Klimawandels genannt, was dem Leser einen umfassenden Überblick über die Helden der Nachhaltigkeit verschafft.</p>
<p>Frauen kommen in dem Buch nicht zu kurz &#8211; Beispiel Eurice Newton Foote (1819-1888): Sie war eine Pionierin in der Wissenschaft und eine bedeutende Aufklärerin ihrer Zeit. Obwohl ihre Beiträge oft übersehen wurden, hinterließ Foote einen bedeutenden Einfluss auf die Diskussion um den Klimawandel. Im Jahr 1856 führte sie ein wegweisendes Experiment durch, bei dem sie die Auswirkungen von Kohlendioxid auf die Atmosphäre erforschte. Foote erhitzte Luftproben mit und ohne Kohlendioxid und maß die daraus resultierenden Temperaturveränderungen. Ihre bahnbrechende Entdeckung war, dass Kohlendioxid die Fähigkeit besitzt, Wärme zu absorbieren und zu reflektieren. Diese Erkenntnis war eine frühe Vorwegnahme des Treibhauseffekts und ihrer Auswirkungen auf das Klima. Obwohl ihre Arbeit damals nicht die Aufmerksamkeit erhielt, die sie verdiente, wurde sie später als Schlüssel zur Entschlüsselung der Mechanismen des Klimawandels anerkannt. Eurice Newton Foote&#8217;s Experimente legten den Grundstein für die moderne Klimaforschung und unterstreichen die Bedeutung von Frauen in der Wissenschaftsgeschichte.</p>
<p>Die technisch originelle Gestaltung des Buches &#8222;Als ich mich auf den Weg machte, die Erde zu retten&#8220; verdient eigenes Lob. Die Verwendung eines bunten Aufklappers z.B. verleiht dem Werk nicht nur eine Raffinesse, sondern setzt auch einen kreativen Akzent, der es von anderen Büchern abhebt. Gestalterische Elemente machen das Buch nicht nur zu einer inspirierenden Lektüre, sondern auch zu einem visuellen Highlight auf Büchertischen. Das Buch fängt nicht nur die Aufmerksamkeit der Leser ein, sondern dient auch als idealer Gesprächsstoff. Viel Farbe macht das Buch zu einem Dekorationsstück, das sowohl für Bücherliebhaber als auch für Umweltinteressierte gleichermaßen attraktiv ist. Diese kreative Herangehensweise an die Buchgestaltung trägt dazu bei, dass die Botschaft des Werkes nicht nur durch den Inhalt, sondern auch durch die äußere Form effektiv kommuniziert wird.</p>
<p>&#8222;Als ich mich auf den Weg machte, die Erde zu retten&#8220; ist nicht nur ein Nachschlagewerk und Lesebuch, sondern eine inspirierende Reise durch die Welt der Nachhaltigkeit. Es eignet sich gleichermaßen für Jung und Alt und bietet eine lesenswerte Zusammenstellung von Informationen, die uns alle dazu anregt, unseren Beitrag zum Schutz unseres Planeten zu leisten.</p>
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		<title>Wie Unternehmen sich für eine digitale und nachhaltige Zukunft wandeln müssen</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jan 2024 09:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das im Jahr 2022 erschienene Buch von Prof. Dr.-Ing. Hubertus C. Tuczek, &#8222;Umsetzung der digitalen Transformation&#8220;, stellt auch zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung eine hochaktuelle und relevante Quelle dar. Die rasante Entwicklung in der Digitalisierung, insbesondere durch Technologien wie ChatGPT, hat zwar seitdem viele Veränderungen mit sich gebracht, jedoch bleibt die Dringlichkeit und Relevanz des [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das im Jahr 2022 erschienene Buch von Prof. Dr.-Ing. Hubertus C. Tuczek, &#8222;Umsetzung der digitalen Transformation&#8220;, stellt auch zwei Jahre nach seiner Veröffentlichung eine hochaktuelle und relevante Quelle dar. Die rasante Entwicklung in der Digitalisierung, insbesondere durch Technologien wie ChatGPT, hat zwar seitdem viele Veränderungen mit sich gebracht, jedoch bleibt die Dringlichkeit und Relevanz des Buches erhalten. Es zeigt sich an diesem Buch, dass in vielen Unternehmen die Umsetzung der Digitalisierung nach wie vor zu langsam voranschreitet, und zahlreiche Organisationen hinken sogar dem damaligen Stand der Digitalisierung hinterher.</p>
<p>Der Hauptfokus des Buches liegt auf der zentralen Bedeutung der digitalen und grünen Transformation für die Zukunft von Unternehmen, Deutschland und Europa. Die Autoren betonen, dass diese Transformation das wichtigste Projekt des kommenden Jahrzehnts ist und über die Stellung Europas in der globalen Wirtschaft entscheiden wird. Trotz der technologischen Fortschritte haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen, und auch die angestrebte nachhaltige Wirtschaftsentwicklung bleibt oft hinter den Erwartungen zurück.</p>
<p>Das Buch gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, darunter die digitale Transformation im Kontext des Green Deals der EU, regulatorische Rahmenbedingungen durch den Staat, den gesellschaftlichen Umbruch im Zeichen der Digitalisierung, sowie Enabler der Transformation. Besonders praxisrelevant sind die Kapitel zur digitalen Transformation der Prozesse und aus Anwendungssicht. Die Autoren präsentieren zahlreiche Best-Practice-Beispiele namhafter Unternehmen wie Bosch, Volkswagen, Continental und Siemens, um konkrete Ableitungen für den eigenen Change-Prozess zu ermöglichen.</p>
<p>Die Vielfalt der Beitragsautoren, darunter Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen wie dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt), Bayern Innovativ, Continental, Siemens Digital Industries, Volkswagen und Bosch Security and Safety Systems, verleiht dem Buch eine umfassende Perspektive. Die Praxiserfahrungen und Erkenntnisse dieser Fachleute ermöglichen es den Leserinnen und Lesern, die Dimension der digitalen Transformation besser zu verstehen.</p>
<p>Besonders hervorzuheben ist die klare Botschaft des Buches: Der Wandel kann nur gemeinsam mit allen Beteiligten aus Unternehmen, Gesellschaft und Staat gelingen. Die Autoren fordern eine ganzheitliche Herangehensweise und verdeutlichen, dass die digitale und grüne Transformation untrennbar miteinander verbunden sind.</p>
<p>Die Autoren Wolrad Claudy, Christian Biberger und Jonas Hegel legen in ihrem Beitrag &#8222;Digitale Transformation und der Green Deal der EU&#8220; in dem Sammelband den Grundstein für eine wegweisende Erkenntnis: Die Verbindung zwischen dem Green Deal der EU und der Digitalen Transformation ist der Schlüssel zur angestrebten Klimaneutralität bis 2050. Die gegenseitige Abhängigkeit dieser beiden Transformationsprozesse wird deutlich hervorgehoben &#8211; eine Symbiose, die für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Gemeinwohlökonomie von entscheidender Bedeutung ist.</p>
<p>Die Autoren plädieren dafür, dass die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende eine zentrale Rolle in diesem Prozess spielt. Ihr Beitrag präsentiert unternehmerische Ansätze und Innovationen, die darauf abzielen, eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu fördern und sozialen Mehrwert zu schaffen. Dabei betonen sie, dass es an jedem einzelnen von uns liegt, die notwendigen Veränderungen aktiv voranzutreiben.</p>
<p>Die Wechselwirkung zwischen der digitalen und der nachhaltigen Transformation wird als facettenreich beschrieben. Positiv hervorgehoben werden dabei erhöhte Erschwinglichkeit, Zugänglichkeit und Qualität von Produkten, die durch die digitale Transformation zu mehr Nachhaltigkeit beitragen können. Gleichzeitig werden jedoch auch Herausforderungen wie Rebound-Effekte, wachsender Energieverbrauch und selektive Zugänglichkeit von digitalen Produkten und Dienstleistungen identifiziert.</p>
<p>Die Autoren unterstreichen, dass die Entwicklung hin zu einer enkeltauglichen Zukunft zusätzliche Anstrengungen erfordert. Dazu gehören der Umbau zur Kreislaufwirtschaft, Technologie- und Geschäftsmodellinnovationen sowie klare rechtliche Rahmenbedingungen auf EU-Ebene. Anreizfinanzierungen durch Institutionen und private Investor:innen werden als essentiell für den Erfolg dieses Wandels betrachtet.</p>
<p>Trotz der langjährigen Innovationskraft deutscher Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien und deren Erfolge im Umwelt- und Klimaschutz betonen die Autoren Wolrad Claudy, Christian Biberger und Jonas Hegel in ihrem Artikel, dass die Ziele des Green Deals allein nicht ausreichen werden. Es ist erforderlich, die Umweltauswirkungen in kurzen Zeitabschnitten auf ein Minimum zu reduzieren, um die Null-Emission-Ambition des Green Deals zu erfüllen.</p>
<p>Die Takeaways aus dem Fazit sind klare Handlungsaufforderungen für Unternehmen:</p>
<p>Digitale betriebliche Transformation nutzen: Die Digitalisierung sollte als Instrument genutzt werden, um die ganzheitliche grüne Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Stellenwert der Digitalisierung erkennen: Unternehmen müssen den Wert der Digitalisierung erkennen und aktiv den Herausforderungen begegnen. Interne Prozesse überdenken: Die fortschreitende Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Prozessverbesserung. Digitalisierung als Chance sehen: Unternehmen sollten die Digitalisierung als Chance begreifen und den Nutzen neuer Technologien für ihre Entwicklung erkunden. Geschäftsmodelle neu ausrichten: Der Hauptnutzen von erfolgreichen Geschäftsmodellen verschiebt sich vom Nutzer und Anbieter hin zu Gesellschaft und Umwelt. CO2-Neutralität als Ziel: Die Dekarbonisierung der Energieversorgung wird als zentrales Ziel betrachtet &#8211; die &#8222;Mondmission&#8220; der jetzigen Generation. Digitalisierung und Vernetzung als Fundament: Diese bilden das Fundament für die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung und Energieversorgung. Green Deal der EU als essenziell betrachten: Dieser ist nicht nur eine politische Vorgabe, sondern eine dringende Verpflichtung im Rahmen des Generationenvertrags mit unseren Kindern.</p>
<p>Insgesamt bieten die Ausführungen der Autoren eine klare Perspektive und Handlungsanweisungen für Unternehmen und Individuen, um gemeinsam eine enkeltaugliche Zukunft zu gestalten. Es liegt an uns allen, die Synergie von Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu nutzen und aktiv an der Verwirklichung einer nachhaltigen Gemeinwohlökonomie mitzuwirken.</p>
<p>Das Buch bietet einen fundierten Überblick über die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation aus technologischer und nachhaltiger Perspektive. Es richtet sich nicht nur an Führungskräfte und Entscheidungsträger in Unternehmen, sondern auch an alle, die sich für die Zukunft der Wirtschaft und Gesellschaft interessieren. Auch nach zwei Jahren bleibt es ein wegweisendes Werk, das Impulse für den notwendigen Wandel in Richtung einer digitalen und nachhaltigen Zukunft liefert.</p>
<p>Buchempfehlung: &#8222;Umsetzung der digitalen Transformation &#8211; Wie Unternehmen sich für eine digitale und nachhaltige Zukunft wandeln müssen&#8220; (Hrsg. Prof. Dr.-Ing. Hubertus C. Tuczek), mit 88 Fallbeispielen.</p>
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