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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Suchergebnisse  &#187;  polleit</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Von Gold zu Uber: Polleits Blick auf Chancen, Gewinn und Strategie</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2025 09:38:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. Thorsten Polleit ist Ökonom, Finanzanalyst und Herausgeber des „BOOM &#038; BUST REPORT“, in dem er regelmäßig Bewertungen zu Märkten, Unternehmen und makroökonomischen Entwicklungen liefert. Sein Ansatz kombiniert makroökonomische Expertise mit detaillierter Analyse einzelner Unternehmen, wobei er sowohl Chancen als auch Risiken transparent darstellt. Polleit ist bekannt dafür, komplexe Finanzthemen verständlich aufzubereiten und zugleich praktische [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. Thorsten Polleit ist Ökonom, Finanzanalyst und Herausgeber des „BOOM &#038; BUST REPORT“, in dem er regelmäßig Bewertungen zu Märkten, Unternehmen und makroökonomischen Entwicklungen liefert. Sein Ansatz kombiniert makroökonomische Expertise mit detaillierter Analyse einzelner Unternehmen, wobei er sowohl Chancen als auch Risiken transparent darstellt. Polleit ist bekannt dafür, komplexe Finanzthemen verständlich aufzubereiten und zugleich praktische Hinweise für Anleger zu geben.</p>
<p>In seinem aktuellen Aktienmarkt-Kompass zu Uber Technologies Inc., veröffentlicht am 21. August 2025, nimmt Polleit das Geschäftsmodell des global tätigen Mobilitäts- und Logistikunternehmens unter die Lupe. Der Brief enthält sowohl eine gründliche Analyse der Unternehmensstruktur, Marktstellung und Finanzkennzahlen als auch Einschätzungen zu Chancen, Risiken und der künftigen Entwicklung. Gleichzeitig liefert der Bericht konkrete Anlagehinweise, wie etwa zur Bewertung der Aktie und zum Aktienrückkaufprogramm, wodurch er für Investoren zunehmend an praktischem Nutzen gewinnt.</p>
<p>Auf Basis dieses Briefes lassen sich auch wichtige Implikationen für die Kreditwürdigkeit von Uber ableiten. Polleit zeigt, dass das Unternehmen trotz früherer Verluste mittlerweile profitabel arbeitet und über solide Liquiditäts- und Eigenkapitalquoten verfügt. Gleichzeitig weist er auf die strategische Diversifikation und die inflationsresistente Struktur des Geschäftsmodells hin – Faktoren, die für Ratingagenturen bei der Beurteilung der Fähigkeit, finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen, besonders relevant sind.</p>
<p>Uber hat, wie Polleit festhält, 2023 erstmals einen Gewinn ausgewiesen und diesen 2024 auf 9,9 Mrd. US-Dollar gesteigert, bei einer Eigenkapitalrendite von 42 Prozent. Der Free-Cash-Flow wuchs im gleichen Zeitraum auf 1,6 Mrd. US-Dollar. Solche Entwicklungen stärken die Kreditwürdigkeit, da sie die Fähigkeit erhöhen, Zins- und Tilgungsverpflichtungen zuverlässig zu bedienen. Gleichzeitig ist das Unternehmen „Asset Light“ aufgestellt: Polleit beschreibt, dass Uber „nicht mit hohem Kapitaleinsatz“ arbeitet, wodurch es weniger anfällig für inflationär bedingte Kostensteigerungen ist. Preissteigerungen lassen sich weitgehend an die Endkunden weitergeben, was das Unternehmen quasi inflationsresistent macht.</p>
<p>Die solide Finanzlage und die strategische Marktposition spiegeln sich auch in den Credit Ratings wider: S&#038;P Global Ratings stuft Uber aktuell mit „BBB“ bei stabilem Ausblick ein, während Fitch Ratings ein „BBB+“ mit positivem Ausblick vergibt. Diese Bewertungen unterstreichen, dass Uber als kreditwürdig gilt und Zugang zu Kapitalmärkten zu vergleichsweise günstigen Konditionen hat.</p>
<p>Die Mischung aus fundierter Analyse und konkreten Handlungsempfehlungen verleiht Polleits Brief einen praktischen Wert, der über reine Unternehmensbewertung hinausgeht. Für Ratingagenturen sind die von Polleit genannten Maßnahmen relevant, da sie finanzielle Stabilität, strategisches Risikomanagement und langfristige Wachstumschancen signalisieren. Insgesamt zeigt der Bericht, dass Uber dank starker Finanzkennzahlen, solider Bilanz, robuster Marktposition und bestätigter Investment-Grade-Ratings als kreditwürdig einzustufen ist, während der Brief von Polleit Anlegern gleichzeitig konkrete, praxisnahe Hinweise für Portfolioentscheidungen liefert.</p>
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		<title>Boom, Bust – und das Ende der Zinslogik: Dr. Polleits Report als Weckruf für Investoren</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2025 10:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit April 2024 bietet Thorsten Polleit mit seinem neuen „Boom &#038; Bust Report“ einen ebenso markanten wie eigenständigen Dienst für investitions- und geldpolitisch interessierte Leser an. Der Report erscheint regelmäßig als digitaler Newsletter und kombiniert ökonomische Analyse mit pointierten Kommentaren zur makroökonomischen Entwicklung, insbesondere zur Geldpolitik, zum Verhalten der Zentralbanken und zu den Konsequenzen für [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seit April 2024 bietet Thorsten Polleit mit seinem neuen „Boom &#038; Bust Report“ einen ebenso markanten wie eigenständigen Dienst für investitions- und geldpolitisch interessierte Leser an. Der Report erscheint regelmäßig als digitaler Newsletter und kombiniert ökonomische Analyse mit pointierten Kommentaren zur makroökonomischen Entwicklung, insbesondere zur Geldpolitik, zum Verhalten der Zentralbanken und zu den Konsequenzen für Märkte wie Gold, Silber, Aktien und Anleihen.</p>
<p>Die Darstellungsform ist geprägt von einer klaren, meinungsstarken Sprache, häufig untermalt mit historischen Grafiken, Datenreihen und Zitaten, die ökonomische Entwicklungen über Jahrzehnte hinweg sichtbar machen. Polleit bezieht sich auf klassische ökonomische Prinzipien, insbesondere der Österreichischen Schule, und tritt in klarem Gegensatz zu keynesianisch geprägter Politik und moderner Geldtheorie auf. Der Stil ist erklärend, aber nicht akademisch trocken, sondern richtet sich bewusst an engagierte Privatanleger und institutionelle Investoren, die jenseits des Mainstreams denken und handeln möchten.</p>
<p>Ein zentrales Thema des Reports vom Juli 2025 ist die Entkopplung zwischen Langfristzinsen und dem Goldpreis. Der Goldpreis hat sich — entgegen klassischer Annahmen — zuletzt auch bei steigenden Zinsen nach oben bewegt. Dies deutet laut Polleit auf eine wachsende Vertrauenskrise gegenüber dem Fiatgeldsystem hin. Die Zentralbanken, so seine These, manipulierten zunehmend die Kreditmärkte und verlören dabei die Kontrolle über die Zinssignale. Der Zins, traditionell als Preis des Geldes verstanden, spiegele längst nicht mehr Angebot und Nachfrage wider, sondern werde durch geldpolitische Eingriffe künstlich verzerrt.</p>
<p>Hier kommt der Bezug zu Credit Ratings ins Spiel: Wenn Zinsen als ökonomisches Bewertungssignal ausfallen, können auch klassische Risikoeinschätzungen – wie sie Ratings darstellen – an Aussagekraft verlieren. Wenn Kapitalmarktpreise politisch beeinflusst oder manipuliert sind, ist die Aussagekraft marktbasierter Indikatoren für Kreditrisiken zwangsläufig reduziert. Ratingagenturen, die sich auf Märkte und Modelle stützen, laufen so Gefahr, Fehlbewertungen systematisch zu wiederholen oder zu unterschätzen – insbesondere in Zeiten finanzieller Repression.</p>
<p>Polleit verdeutlicht diesen Zusammenhang, indem er aufzeigt, dass der Goldpreis heute eine Funktion anderer Erwartungen ist: Erwartungen eines systemischen Wandels, möglicherweise sogar eines Währungsregimewechsels. Er präsentiert zwei Szenarien: Entweder preist der Goldmarkt korrekt eine Rückkehr zu sinkenden Zinsen und weiterem Geldmengenwachstum ein (Szenario 1), oder er liegt falsch und wird sich korrigieren müssen (Szenario 2). Polleit hält das erste Szenario für wahrscheinlicher. Daraus folgt für ihn ein klarer Rat an Investoren: Gold behalten oder kaufen – nicht verkaufen.</p>
<p>Auch zur Rolle von Zentralbanken bezieht der Report dezidiert Stellung. Die angebliche politische Unabhängigkeit von Notenbanken sei ein Mythos, argumentiert Polleit. De facto gebe es längst eine fiskalische Dominanz: Zentralbanken agierten zunehmend als Finanzierungsinstrumente überschuldeter Staaten. Zinssenkungen und Anleihekäufe dienten dabei nicht mehr der Stabilität oder Preisniveausicherung, sondern der indirekten Staatsfinanzierung. Auch dies untergrabe die Aussagekraft von Ratings, da die Kreditwürdigkeit von Staaten in einem manipulierten Zinsumfeld kaum noch marktbasiert zu ermitteln sei.</p>
<p>Der „Boom &#038; Bust Report“ positioniert sich damit als Stimme gegen die ökonomische Orthodoxie und als intellektuelles Werkzeug für Investoren, die verstehen wollen, warum Märkte nicht mehr funktionieren wie früher. Seine kritische Haltung gegenüber politischer Einflussnahme auf Märkte, seine detaillierten Auswertungen makroökonomischer Daten und seine klaren Anlageimplikationen machen ihn zu einem relevanten Angebot in einer Zeit wirtschaftlicher Verunsicherung.</p>
<p>Inhaltlich anspruchsvoll, stilistisch zugespitzt und mit einem klaren Zielpublikum im Blick – so lässt sich Polleits neuer Dienst zusammenfassen. Dass er dabei auch zentrale Prämissen des bestehenden Finanzsystems infrage stellt, verleiht dem Report eine Brisanz, die über klassische Anlageempfehlungen hinausgeht. Wer Credit Ratings, Zinsentwicklungen oder die Rolle von Gold im Portfolio verstehen will, erhält hier wertvolle, wenn auch provokante Impulse.</p>
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		<title>EZB-Zinserhöhungen und die drohende Deflation: Ein Blick in die Zukunft</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Oct 2023 13:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Zinshoch erreicht, als nächstes kommen Zinssenkungen&#8220;, schreibt Dr. Thorsten Polleit, Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Ebenso äußert e sich in seinem YouTube-Kanal. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat kürzlich eine Entscheidung getroffen, die in wirtschaftlichen Kreisen aufmerksam verfolgt wurde: Die Leitzinsen bleiben unverändert. Mit einem Hauptrefinanzierungszins von 4,50 %, einem Spitzenrefinanzierungszins von [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Zinshoch erreicht, als nächstes kommen Zinssenkungen&#8220;, schreibt Dr. Thorsten Polleit, Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Ebenso äußert e sich in seinem YouTube-Kanal.</p>
<p>Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat kürzlich eine Entscheidung getroffen, die in wirtschaftlichen Kreisen aufmerksam verfolgt wurde: Die Leitzinsen bleiben unverändert. Mit einem Hauptrefinanzierungszins von 4,50 %, einem Spitzenrefinanzierungszins von 4,75 % und einem Einlagenzins von 4,0 %, bleiben die Zinssätze auf einem scheinbar konstanten Niveau.</p>
<p>In einer Pressekonferenz, die erneut von vielen Worten geprägt war, wurde jedoch eine bemerkenswerte Erkenntnis offenbart: Der EZB-Rat erkennt nun eine deutliche Abschwächung der Euro-Konjunktur. Doch die tatsächlichen Auswirkungen dieser Abschwächung könnten seiner Meinung nach noch immer unterschätzt werden.</p>
<p>Ein bedeutender Faktor, der zu dieser Abschwächung beiträgt, ist das Schrumpfen der Euro-Geldmengen M1 bis M3. Diese Geldmengen sind rückläufig, vor allem aufgrund der Zinserhöhungen der EZB und der nachlassenden Kreditnachfrage, die eine direkte Folge der Leitzinserhöhungen ist. Die zögerliche Kreditvergabe der Banken trägt ebenfalls dazu bei.</p>
<p>Die Kontraktion der Geldmengen und die sich abschwächende Kreditvergabe könnten erhebliche deflationäre Auswirkungen auf die Güterpreise im Euroraum haben. Dies bedeutet, dass die Preise für Konsum- und Produktionsgüter in den kommenden Monaten wahrscheinlich weiter sinken werden, was zu einer tatsächlichen negativen Inflation führen könnte, und zwar bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2024.</p>
<p>Trotz der Beteuerungen des EZB-Rats, dass die Leitzinsen noch für längere Zeit hoch bleiben werden, ist es wahrscheinlich, dass die Öffentlichkeit und die Finanzmärkte überrascht sein werden, wenn die EZB in absehbarer Zukunft ihren Kurs ändert. Dies liegt angesichts der deflationären Effekte und der schrumpfenden Geldmenge nahe.</p>
<p>Ein weiterer Druckfaktor für die EZB ist der Anstieg der Zinskosten für viele Euro-Regierungen. Dies könnte den Druck auf den EZB-Rat erhöhen, die Kreditkosten wieder zu senken.</p>
<p>Insgesamt gesehen, so die Prognose von Thorsten Polleit, scheint das Zinshoch erreicht zu sein, und die nächste Zinsbewegung der EZB wird wahrscheinlich nach unten zeigen. Dies könnte bereits im ersten Quartal 2024 der Fall sein, selbst wenn die Inflation der Konsumgüterpreise zu diesem Zeitpunkt noch deutlich über der 2-Prozent-Marke liegt.</p>
<p>Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die wirtschaftliche Stabilität der Eurozone auswirken werden, und wie die EZB auf die Herausforderungen der abschwächenden Konjunktur und der drohenden Deflation reagieren wird.</p>
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		<title>Spekulation um das EZB-Zinshoch: Steigende Rezessionsgefahr im Euroraum</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jul 2023 17:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich den Euro-Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent angehoben, während der Spitzenrefinanzierungszins nun bei 4,50 Prozent und der Einlagenzins bei 3,75 Prozent liegen. Diese Zinserhöhung geht einher mit dem schrittweisen Abbau der Wertpapierbestände, die im Rahmen des „APP“-Aufkaufprogramms von der EZB angehäuft wurden. Gleichzeitig werden die Tilgungszahlungen aus [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Zentralbank (EZB) hat kürzlich den Euro-Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent angehoben, während der Spitzenrefinanzierungszins nun bei 4,50 Prozent und der Einlagenzins bei 3,75 Prozent liegen. Diese Zinserhöhung geht einher mit dem schrittweisen Abbau der Wertpapierbestände, die im Rahmen des „APP“-Aufkaufprogramms von der EZB angehäuft wurden. Gleichzeitig werden die Tilgungszahlungen aus dem „PEPP“-Aufkaufprogramm bis Ende 2024 weiter reinvestiert, wodurch die EZB eine bedeutende Rolle im Euro-Kapitalmarkt mit erheblicher Manipulationskraft für die Euro-Zinsen beibehält.</p>
<p>Eine wichtige Maßnahme, die von der EZB ergriffen wurde, besteht darin, die Verzinsung der Mindestreserven, die die Euro-Banken bei der Zentralbank halten, auf null Prozent zu senken. Dadurch sollen die Banken angeregt werden, ihre Reserven für Kreditvergaben und/oder Wertpapierkäufe einzusetzen, was wiederum die Euro-Geldmenge ausweiten könnte und zur Verringerung der Verluste in der EZB-Bilanz beiträgt.</p>
<p>Trotz der jüngsten Zinserhöhung versucht die EZB, die Möglichkeit weiterer Anhebungen in den Märkten aufrechtzuerhalten. Allerdings hegen Experten wie Prof. Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH, Zweifel an dieser Aussicht. Die EZB selbst stellt keine weitere Zinserhöhung auf dem nächsten Ratstreffen in Aussicht. Es könnte sogar sein, dass das Zinshoch im aktuellen Euro-Zinszyklus bereits erreicht ist, auch wenn die offizielle Jahressteigerung der Konsumgüterpreise im Juni &#8217;23 immer noch bei 5,5 Prozent lag.</p>
<p>Die Sorge vor weiteren Zinserhöhungen liegt darin begründet, dass diese die Euro-Volkswirtschaften erheblich belasten und die bereits im Gange befindliche Verschlechterung der Euro-Konjunkturdaten verstärken könnten. Die volle Wirkung der bisherigen Zinserhöhungen ist noch nicht ersichtlich, da geldpolitische Maßnahmen üblicherweise eine gewisse Zeitverzögerung aufweisen.</p>
<p>Eine entscheidende Rolle bei der Einschätzung der künftigen Inflation spielt das Wachstum der Geldmenge (M3). In diesem Zusammenhang ist zu beobachten, dass das Geldmengenwachstum bereits deutlich abgenommen hat. Im Juni &#8217;23 betrug das Jahreswachstum der Geldmenge M3 nur noch 0,6 Prozent, und seit September &#8217;22 ist die Geldmenge sogar geschrumpft. Dies deutet auf einen starken Abwärtsdruck auf die künftige Inflation hin, der sogar vorübergehend zu einer Preisdeflation führen könnte.</p>
<p>Die Veränderung der Geldmenge M3 ist nicht allein auf zinsbedingte Umschichtungen zurückzuführen, sondern zeigt sich auch in der markanten Abschwächung der Euro-Bankkreditvergabe. Zudem ist die reale Euro-Geldmenge M1 seit geraumer Zeit rückläufig, was auf einen erheblichen Abwärtsdruck auf die Euro-Konjunktur hinweist und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession im Euroraum weiter erhöht.</p>
<p>Angesichts dieser Entwicklungen drängt sich die Einschätzung auf, dass die EZB möglicherweise die Zinsschraube bereits überdreht hat und eine übermäßige monetäre Kontraktion verursacht. Dies könnte zu einer starken Inflation und vor allem zu einer erheblichen Konjunkturabschwächung führen, es sei denn, die EZB ändert ihren Kurs bald.</p>
<p>Für Anleger sollten die zunehmenden monetären und realwirtschaftlichen Instabilitäten im Euroraum nicht unbeachtet bleiben, und es könnte ratsam sein, vorausschauend zu handeln. Eine Möglichkeit, auf diese Entwicklungen zu reagieren, besteht im Halten von physischem Gold und Silber. Auch eine verstärkte Diversifizierung des Anlagekapitals und eine Verringerung des Anteils des Vermögens, das in Euro oder im Euroraum gehalten wird, könnten sich als sinnvolle Optionen erweisen.</p>
<p>Vor allem vor dem Hintergrund, dass die EZB voraussichtlich bald wieder die Zinsen senken und zu einem inflationären Politikkurs zurückkehren wird, könnten Investitionen in internationale Unternehmensaktien ebenfalls als attraktiv erscheinen. Es bleibt abzuwarten, wie die Situation im Euroraum weiterhin verlaufen wird, aber eine vorausschauende und ausgewogene Anlagestrategie erscheint in diesen unsicheren Zeiten als vernünftiger Ansatz.</p>
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		<title>Allianz gegen die Vorherrschaft der USA</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Apr 2023 09:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Länderrating]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein amerikanischer Traum geht zu Ende: Seit die USA die maßgebliche Welt in den Ort Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire eingeladen hat, wo die Finanzminister und Notenbankgouverneure bzw. -präsidenten von 44 Staaten der späteren Siegermächte des 2. Weltkriegs vom 1. bis zum 22. Juli 1944 zur &#8222;Konferenz von Bretton Woods&#8220; zusammenkamen und zum Abschluss das Bretton-Woods-Abkommen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein amerikanischer Traum geht zu Ende: Seit die USA die maßgebliche Welt in den Ort Bretton Woods im US-Bundesstaat New Hampshire eingeladen hat, wo die Finanzminister und Notenbankgouverneure bzw. -präsidenten von 44 Staaten der späteren Siegermächte des 2. Weltkriegs vom 1. bis zum 22. Juli 1944 zur &#8222;Konferenz von Bretton Woods&#8220; zusammenkamen und zum Abschluss das Bretton-Woods-Abkommen unterzeichneten, war den Amerikanern ein Quasi-Monopol gesichert, das Monopol der Weltwährungsreserve.</p>
<p>Monopole sichern ihren Eigentümern Überrenditen, führen generell eher zu einer Unterversorgung, zu schlechter Versorung und zu teurer Versorgung von Konsumenten. Beim Gut &#8222;Geld&#8220; verhält es sich nicht anders als bei anderen Gütern und Dienstleistungen. Die Monopolisierung schadet denjenigen, die auf das Gut angewiesen sind.</p>
<p>Die nach dem Zweiten Weltkrieg neu geschaffene internationale Währungsordnung mit Wechselkursbandbreiten, die vom US-Dollar als Ankerwährung bestimmt war, führte zwar <a href="https://www.misesde.org/podcast/das-verbrechen-von-1971-50-jahre-geld-ohne-gold-das-ende-des-systems-von-bretton-woods-von-thorsten-polleit/" target="_blank">nach dem Sündenfall von 1971</a> schon 1973 zum endgüligen Zusammenbruch des Systems. Das Bretton-Woods-System litt zwar schon von Anfang an unter einem als Triffin-Dilemma bezeichneten Konstruktionsfehler: Bedingt durch die begrenzten Goldbestände war eine für den weltweiten Handel benötigte Liquidität nur durch die Freisetzung zusätzlicher US-Dollar möglich. Dadurch aber entstanden den USA Zahlungsbilanzdefizite.Der wachsende Welthandel führte zu einem steigenden Bedarf an Dollar-Währungsreserven.</p>
<p>Was zunächst als Schlappe der USA erschien, erwies sich für die Vereinigten Staaten von Amerika doch als Glücksfall ihrer Geschichte: US-Dollars konnten nun beliebig weiter gedruckt werden, ohne Rücksicht auf jede (Gold-) Deckung. Die Welt akzeptierte weiterhin dieses Papiergeld mit Dollarzeichen darauf, mehr oder weniger zwangsläufig, so dass sich die Amerikaner Macht und Einfluss weltweit sichern konnten. Im Zeitalter des Computers und des Internets werden US-Dollars buchstäblich per Mausklick so billig produziert wie noch nie, ohne Kosten für Metall, Papier oder Druckerschwärze.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass die Spannungen zwischen China und Taiwan im Zuge des Besuchs der taiwanischen Präsidentin Tsai Ing-wen in den USA zunehmend in den Blick des FERI Cognitive Finance Institute kommen. Diese Spannungen verschärfen die globale Risikolage, sind aber nur Teil eines deutlich größeren Bilds. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten des FERI Cognitive Finance Institutes.</p>
<p>„Während Europa gebannt auf die Entwicklung in der Ukraine blickt, verändern sich bereits weitere Eckpfeiler des geopolitischen Koordinatensystems“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute. Im Fokus stünden demnach die globalen Rohstoffmärkte, politische Konstellationen im Nahen Osten sowie gezielte Attacken auf das US-zentrierte globale System. Treiber und aktiver Koordinator dieser Entwicklungen sei vor allem das ‚neue China‘ unter Xi Jinping. „Schon seit Jahren formt China strategische Koalitionen, um die globale Vormacht der USA und die Dominanz des US-Dollars zu brechen. Aktuelle Muskelspiele aus China zeigen aber inzwischen eine neue Intensität, die Wirtschaft und Politik im Westen ernsthaft beunruhigen sollte“, warnt Rapp.</p>
<p>China verfolge seit Jahren eine klare Strategie, die sich gegen die globale Dominanz der USA richte. Mit langfristiger Perspektive habe China enge Beziehungen zu Ländern aufgebaut, die den USA ebenfalls kritisch gegenüberstünden. Dazu zählten nicht nur Russland und Nordkorea, sondern inzwischen auch der Iran, Südafrika, Saudi-Arabien sowie zahlreiche Länder im „Globalen Süden“. Mit Hilfe der „Neuen Seidenstraße“ habe China strategische Infrastruktur wie Häfen und Handelswege eng an seine eigene Hemisphäre gebunden und suche ständig nach neuen regionalen Stützpunkten. Gleichzeitig biete sich China aktiv Ländern, die den Westen eher kritisch sähen, als alternativer – und zugleich mächtiger – Handels- und Entwicklungspartner an. „Die Botschaft dahinter ist unmissverständlich: China schmiedet eine weltweite Allianz gegen die Vorherrschaft der USA, und jedes Land ist dabei aus chinesischer Sicht willkommen“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp.</p>
<p>Auffällig sei, dass China inzwischen mit zunehmender Härte und Konfliktbereitschaft auftrete. Dies belegten die aktuellen offenen Drohgebärden gegen die Inselrepublik Taiwan ebenso wie der demonstrative Freundschaftsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping bei Russlands Kriegsherrn Putin. Besonders bemerkenswert seien jedoch die jüngsten Aktivitäten Chinas im Nahen Osten. Dort habe China zuletzt wichtige Koordinaten massiv verschoben – ganz klar gegen die Interessen der USA. „Unter Vermittlung Chinas haben sich die Erzrivalen Iran und Saudi-Arabien erstmals seit Jahrzehnten wieder angenähert. Gleichzeitig hat China mit Saudi-Arabien einen langjährigen Vertrag über Öllieferungen abgeschlossen – erstmals gegen Zahlung in Yuan“, erklärt Rapp. Damit habe China nicht nur das fragile Machtgeflecht in der Golfregion grundlegend verändert, sondern auch ein Grundprinzip des Rohölhandels – Abrechnung in US-Dollar – gezielt ausgehebelt.</p>
<p>All dies seien klare Botschaften an die USA, dass deren globale Vormachtstellung nicht länger gesichert sei. „Für Europa sind das keine gute Nachrichten. Wenn die westliche Führungsmacht USA – und der US-Dollar als globale Leitwährung – von China und anderen Ländern koordiniert unter Druck gesetzt werden, drohen künftig ernste geoökonomische Verwerfungen. Strategische Investoren und Unternehmer sollten diese Warnsignale sehr ernst nehmen und schon heute über entsprechende Vorkehrungen nachdenken“, sagt Dr. Heinz-Werner Rapp, Gründer und Leiter des FERI Cognitive Finance Institute.</p>
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		<title>Der Weg zur Wahrheit &#8211; oder die Wahrheit muss weg</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2022 08:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mensch handelt, tut immer irgendwas. Das ist doch logisch und daher allgemeiner Konsens &#8211; oder nicht? Wer behauptet, der Mensch handelt nicht, verstrickt sich in einen sogenannten performativen Widerspruch. Schon die Ablehnung des Satzes &#8222;Der Mensch handelt&#8220; setzt nämlich eine Aktion voraus, mindestens des Gehirns, der Gedanken. Um den (in sich widersprüchlichen) Gedanken, der Mensch [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mensch handelt, tut immer irgendwas. Das ist doch logisch und daher allgemeiner Konsens &#8211; oder nicht?</p>
<p>Wer behauptet, der Mensch handelt nicht, verstrickt sich in einen sogenannten performativen Widerspruch. Schon die Ablehnung des Satzes &#8222;Der Mensch handelt&#8220; setzt nämlich eine Aktion voraus, mindestens des Gehirns, der Gedanken. Um den (in sich widersprüchlichen) Gedanken, der Mensch handele nicht, mit anderen zu teilen, muss man mindestens sprechen, schreiben oder sonst wie kommunizieren. Also tut man doch etwas, handelt, beziehungsweise führt eine Aktion aus! Schon das Denken ist eine Aktion (wenn auch manchmal eine schwierige).</p>
<p>Die Erkenntnis, dass der Mensch handelt, ist folgenschwer, und zwar nicht nur für Philosophen, sondern auch für Ökonomen, Politiker &#8211; tatsächlich für jedermann sind die daraus folgenden logischen Ableitungen wichtig. Denn aus dieser Erkenntnis leitet sich zwingend eine Vielzahl weiterer Sätze ab, die nicht anders gedacht werden können.</p>
<p>Wer handelt, muss nämlich immer auch einen Impuls oder ein Motiv gehabt haben, um zu handeln, und sei es auch nur ein Juckreiz. Irgendwie handelt jeder Mensch zielgerichtet, beschafft sich Luft, Getränke, Nahrung oder bewegt sich zum Stuhlgang.</p>
<p>Jede Handlung setzt das Wählen zwischen Alternativen voraus, selbst wenn die Wahl instinktiv oder nur unbewusst abläuft &#8211; lieber Luft holen oder lieber ausatmen? Lieber ein Schluck Wasser trinken oder in einen Cookie beißen? Lieber einen Veggie-Burger oder doch eher eine vegane Suppe essen? Mit dem 9-Euro-Ticket zur Oma oder lieber mit dem lautstarken Motorad losbrausen, das mit seinem Lärm gleich auch bei den Nachbarn auffällt?</p>
<p>Auch &#8222;Nichtstun&#8220; ist eine Aktivität, die beim Menschen nur mit dem Tod zum Erliegen kommt, wenn er nicht weiter atmet. Das Leben des Menschen ist also von steten Wahlhandlungen gekennzeichnet, zwischen Gehen und Stehen, Liegen und Sitzen, Fahren und Laufen usw. zu wählen. In jedem Online-Shop und an jedem Einkaufsregal wird das Entscheiden des Menschen zum Verhalten von Konsumenten, die dieses oder jenes Produkt vorziehen oder ablehnen.</p>
<p>Aus allen diesen Aktivitäten des Menschen folgt zwingend, dass es eine Rangordnung von Alternativen gibt, die mehr oder weniger nützlich sind: Erst sicherstellen, dass ich genug Luft habe. Dann den Durst stillen, dann den Hunger. Dann für Bewegung und Schlaf sorgen usw.</p>
<p>Die Rangordnung der möglichen Handlungen, die sich ständig ändert aufgrund der Befriedigung oder Erreichung von vielen kleinen Zielen, impliziert das von Volkswirten formulierte Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag: Sobald ein Bedürfnis befriedigt ist, wendet man sich einem anderen Bedürfnis zu und kehrt gegebenenfalls zum ersten Bedürfnis erst zurück, nachdem andere Bedürfnisse befriedigt wurden.</p>
<p>Die Erkenntnis, dass jeder Mensch wie beschrieben handelt, hat äußerst weitreichende Konsequenzen für die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, und zwar auch solche, über die es keineswegs einen allgemeinen Konsens gibt. Darin liegt eine Menge politischer Sprengstoff. Jeder Leser, der zu folgendem neuen Buch greift, wird überrascht sein: “Der Weg zur Wahrheit &#8211; Eine Kritik der ökonomischen Vernunft” von Thorsten Polleit im FinanzBuch Verlag, einem Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH.</p>
<p>Thorsten Polleit verblüfft mit seinem Buch jeden, der ihn &#8222;nur&#8220; als Chefvolkswirten der Degussa Goldhandel oder aus einer seiner weiteren Aktivitäten kennt. Mit dem neuen Buch stellt Thorsten Polleit unter Beweis, wie tief sein theoretisches Fundament ist, auf dem er seine Aussagen als Chefvolkswirt entwickelt.</p>
<p>Chefvolkswirte bei anderen deutschen Instituten für Wirtschaftsforschung brauchen keine Zeit darauf zu verschwenden, ihre &#8211; in Wirklichkeit fragwürdigen &#8211; philosophischen Grundlagen, sofern überhaupt vorhanden, ihrer theoretischen Modelle zu begründen, da sie sich im sicheren &#8222;Mainstream&#8220; bewegen, sie also ihre Theorien im durch Mehrheit geschützten Hauptstrom der Masse der Ökonomen wissen. Wenn Folgerungen aus ihren Modellen politisch &#8222;passen&#8220;, wird nicht lange nach Widersprüchen im Fundament gesucht.</p>
<p>Thorsten Polleit hebt sich nun mit seinem neuen Buch deutlich aus dem Kreis seiner fachlichen Kollegen hervor, indem er seine profunde Kenntnis der Philosophen von der Antike bis heute unter Beweis stellt. Der Leser braucht hier kein Wortgeklingel zu befürchten, sondern darf sich darauf verlassen, mit dem Buch von Thorsten Polleit einen leichteren Zugang zu den Gedankengebäuden selbst solcher Philosophen zu erlangen, deren Weisheiten den meisten Lesern trotz Schule und Studium verborgen geblieben sind.</p>
<p>Einzigartig ist dieses Buch aber dadurch, dass es ausgehend u.a. von &#8222;Glauben und Erkennen&#8220; nach Thomas von Aquin, der Kritik der reinen Vernunft von Immanuel Kant, der historischen Schulen in ihren Varianten, dem Methodenstreit, über Positivismus und Empirismus sowie Poppers Falisikationismus bis zur Logik des menschlichen Handelns reicht, weiterführende Einsichten liefert und schließlich handlungslogische Anwendungsfälle aufzeigt.</p>
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		<title>Dr. Ruth Polleit Riechert: Kunst kaufen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2022 13:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunstrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Niedrig- oder Minuszinspolitik hat viele Menschen auf die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten gebracht. So finden auch Kunstwerke immer häufiger ihre Käufer. Online Kunstmärkte wie die von Artnet oder Weng Fine Arts erlebten nicht zuletzt wegen der Pandemie einen wahren Boom. Dennoch bleiben die Kunstmärkte weit hinter ihrem Potenzial zurück. Der Markt für hochpreisige Kunst [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Niedrig- oder Minuszinspolitik hat viele Menschen auf die Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten gebracht. So finden auch Kunstwerke immer häufiger ihre Käufer. Online Kunstmärkte wie die von Artnet oder Weng Fine Arts erlebten nicht zuletzt wegen der Pandemie einen wahren Boom.</p>
<p>Dennoch bleiben die Kunstmärkte weit hinter ihrem Potenzial zurück. Der Markt für hochpreisige Kunst wird von Profis oder Superreichen dominiert, die zwar zu beeindruckenden Auktionsergebnissen beitragen, nicht aber die volle Wertschöpfung reflektieren, die von Kunstschaffenden ausgeht. Dazu bedarf es der Erschließung breiterer Anleger- und Sammlerkreise, denn zu viele Menschen fühlen sich verunsichert in der Wahl von Kunstwerken, die auch als Geldanlage geeignet wären.</p>
<p>&#8222;Dieses Buch ist für Sie &#8211; und für alle Menschen, die ihr Leben mit Kunst verschönern und bereichern möchten&#8220;, schreibt Dr. Ruth Polleit Riechert in ihrem neuesten Buch &#8222;Kunst kaufen&#8220;, einem Sachbuch aus dem renommierten Springer-Verlag mit dem Untertitel &#8222;Den Kunstmarkt verstehen, Wissen aufbauen und klug investieren&#8220;. Die Autorin bringt als bekannte Experten beste Voraussetzungen mit, um aus Studium, Promotion und vielen Jahren internationaler Tätigkeit im Kunstmarkt und im Marketing der Finanzindustrie ihre Kenntnisse zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>&#8222;Es gibt Werke, die sich als Inflationsschutz anbieten und die ihrem Besitzer zudem eine gewisse Wertsteigerung in Aussicht stellen. Aber es gibt auch Kunst, die das nicht leisten kann&#8220;, warnt die Expertin, für die das Thema &#8222;Kunst als Kapitalanlage&#8220; zu einem Kompetenzschwerpunkt wurde. &#8222;Aber beim Kunstkauf sollte es nicht ausschließlich nur ums Geld gehen&#8220;, so ihr Rat, denn es geht ihr auch darum, dem Leser &#8222;Kunst als Bereicherung ihres Lebens zu entdecken&#8220;.</p>
<p>Ihr Buch ist in fünf Kapitel gegliedert plus einem Anhang mit Glossar und Register. Im ersten Kapitel erfährt der Leser, welche positiven Effekte die Pandemie auf den Kunstmarkt hatte und welche Bedenken durch die Digitalisierung aufgelöst werden. Außerdem setzt sich die Autorin mit verschiedenen Annahmen zum Kunstmarkt kritisch auseinander. Kunst brauchten z.B. nicht immer teuer zu sein, sondern es kann schon sogar Auflagenkunst von weltweit bekannten Künstlern für unter 5000 € geben, und Unikate junger Künstler liegen sogar meist unterhalb dieser Schwelle.</p>
<p>Nicht nur, wer in Kunst den Werterhalt sucht, sollte sich vor Fälschungen hüten. Fälschungen sind aber keineswegs eine Besonderheit anonymer Käufe im Internet. Dr. Ruth Polleit Riechert berichtet vom Aufschwung der Fälschungen im 20. und 21. Jahrhundert. Die nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie vorangetriebene Digitalisierung des Marktes hat aber &#8222;zur Verbesserung des Informationsaustausches und der Preistransparenz zum Vorteil von Kunstinteressenten, Künstlern und Händlern&#8220; geführt.</p>
<p>Im zweiten Kapitel steigt die Autorin tief in den Kunstmarkt ein, stellt die Spieler vor und erklärt, wie die Preise entstehen. Außerdem werden Kunstformen und Begriffe erklärt, von klassischen Ölgemälden über digitale Kunst zu Kryptokunst und NFTs. Hier lernt der Leser, warum beispielsweise Künstler ihre Werke üblicherweise nicht direkt in eine Auktion geben, und welche preisbildenden Faktoren zu beachten sind. Im Schnellverfahren wird der Leser hier auch ein wenig zum Kunsthistoriker gemacht, denn er lernt die Stilepochen und klassischen Ausdrucksformen kennen. Zugleich zeigt sich hier die Vielfalt möglicher Sammelgebiete.</p>
<p>Warum ist es so schwierig, allgemeingültige Kriterien für gute Kunst zu definieren? Was hilft, Qualität bei Kunst und Künstlern zu erkennen? Diesen und weiteren Fragen geht die Autorin im dritten Kapitel nach: &#8222;Mit dem Wissen über die Unsicherheit darüber, was Kunst überhaupt ist, können Sie mit Sicherheit gut nachvollziehen, dass Kriterien für die Qualität von Kunst zu definieren eine noch größere Herausforderung darstellt. Kunst bleibt im Allgemeinen dann doch etwas Besonderes, schwer Definierbares.&#8220;</p>
<p>Gleich, ob es um digitale oder physische Auktionen geht, das Buch liefert aktuelle Einblicke in die richtigen Vorgehensweisen. Mit einigem Selbstbewusstsein skizziert die Autorin ihre bewährte Methode. &#8222;An dieser Stelle kommt das eigentliche Kernstück meiner Methode zum Tragen: die sieben Schritte zum Kunstkauf, die Sie immer und wirklich immer befolgen sollten, um eine Fehlentscheidung zu vermeiden.&#8220; Wer sich an diese Schritte hält, sollte nicht wie bei Spontankäufen in Urlaubslaune später enttäuscht werden.</p>
<p>Wer als erfahrener Sammler glaubt, bereits alles zum Kunstmarkt zu wissen, wird in diesem Kapitel möglicherweise eines besseren belehrt: es geht nicht nur um die schon seit Jahren bekannten Trends digitaler Kunst, sondern auch die erst seit kurzer Zeit möglichen Anwendungen der Augmented Reality und Artificial Intelligence, Blockchain und Kryptowährungen. Hier wie auch an anderen Stellen des Buches gibt die Autorin dank ihres hervorragenden Kontaktnetzwerkes aus erster Hand Informationen durch Zitate aus ihrer Korrespondenz mit Experten weiter.</p>
<p>Im vierten Kapitel geht es explizit um Kunst als Geldanlage. &#8222;Kunst erzielt keine intrinsische Rendite, sie wirft keinen laufenden Ertrag ab. Darum&#8220;, folgert die Autorin, &#8222;ist der Wert von Kunst auch nur schwer zu ermitteln.&#8220; Dennoch empfiehlt sich Kunst als Diversifikation von Portfolien, kann also Ergänzung zu Wertpapieren und Immobilien sein, um das Gesamtrisiko insbesondere gegen Inflation und Währungsabwertung zu vermindern.</p>
<p>Warren E. Buffett habe von sich selbst einmal gesagt, &#8222;l am not a businessman, I am an artist&#8220;. Die Autorin empfiehlt, von seinen Regeln der Kaufentscheidung zu lernen. Auch bei Kunst gelte generell: Der Gewinn liegt im Einkauf. Inspiriert von Warren E.Buffett entwickelt sie Regeln für Kunstinvestments und unterlegt diese mit unterhaltsamen und zugleich einprägsamen Bonmots der Investorlegende.</p>
<p>Wer Kunst als Investment versteht, muss sich auch mit der Rechtslage auskennen. &#8222;Beachten Sie, dass Sie nicht alle Rechte an einem Kunstwerk erwerben, nur weil Sie es kaufen. Kopien, egal in welchem Medium, Vermarktung, Vernichtung, andere Aufstellung, Veränderung &#8211; all dies ist in der Regel nicht erlaubt&#8220;, schreibt Dr. Ruth Polleit Riechert und verweist zur Rechtsberatung auf die Rechtsanwältin Eva Dzepina.</p>
<p>Wer zu diesem Sachbuch aus dem Springer-Verlag greift, für den beginnt möglicherweise eine neue Sammelleidenschaft, die sich daraus begründet, wie sehr Kunst das Leben bereichern kann. Das Vergnügen und das Lernen beginnt mit der Lektüre dieses unterhaltsam geschriebenen, aber dennoch durchweg fachlich fundierten Buches, das Lust auf mehr macht. Die Autorin ist sich der motivierenden Kraft ihrer Worte bewusst und lässt den Leser daher im fünften Kapitel nicht mit seinem Bedürfnis allein, weitere Literatur und weitere Informationsquellen zu finden. Der Leser wird hier mit allem ausgestattet, um über Jahre hinweg Freude am Sammeln und Investieren in Kunst zu entwickeln.</p>
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		<title>50 Jahre goldloses Geld</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2021 15:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bankenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Länderrating]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie könnte es anders sein, Thorsten Polleit nimmt ein für viele trauriges Jubiläum zum Anlasse, darüber zu sprechen und zu schreiben: &#8222;50 Jahre Geld ohne Gold. Das Ende von Bretton Woods&#8220;. Im Börsen Radio Network findet Thorsten Polleit zum Gold, Flash Crash und &#8222;das Verbrechen von 1971&#8243; Gehör. &#160; &#160; Weniger bekannt als die Aufgabe [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie könnte es anders sein, <a href="https://www.degussa-goldhandel.de/infothek/marktreport/marktreport/" target="_blank">Thorsten Polleit</a> nimmt ein für viele trauriges Jubiläum zum Anlasse, darüber zu sprechen und zu schreiben: &#8222;50 Jahre Geld ohne Gold. Das Ende von Bretton Woods&#8220;. Im <a href="https://www.brn-ag.de/39251-Gold-Flash-Crash-Bretton-Woods" target="_blank">Börsen Radio Network</a> findet Thorsten Polleit zum Gold, Flash Crash und &#8222;das Verbrechen von 1971&#8243; Gehör.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/4-cB1Z9qceI" width="373" height="210" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weniger bekannt als die Aufgabe der Kopplung des US-Dollars an den Goldpreis ist die Tatsache, dass diese Erschütterung des Weltfinanzsystems auch für den Aufstieg der Ratingagenturen sorgte. Die Dienste von Ratingagenturen wie Moody&#8217;s Investors Service oder Standard &amp; Poor&#8217;s erklommen von da an zunächst in den USA, dann aber auch weltweit ungeahnte Bedeutung.</p>
<p>Jedes finanzielle Versprechen war von August 1971 an zu hinterfragen, denn mit Gold hatten weder Verbindlichkeiten, noch Forderungen mehr etwas zu tun. Die Möglichkeit des Umtauschs in einem festen Verhältnis war nicht mehr gegeben. Dementsprechend mussten sich nationale und internationale Ratingskalen entwickeln, um eine Sprache zu finden, Risiken in effizienter Form an den Finanzmärkten zu kommunizieren.</p>
<p>Das &#8222;Triple A Rating&#8220; (AAA) wurde zum Symbol für eine an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit, dass ein so beurteiltes Zahlungsversprechen stets vollständig und rechtzeitig erfüllt wird. Von den einst hohen Ratings ging es für die meisten Emittenten seit den 1970er Jahre eher bergab, insbesondere verloren fast alle führenden deutschen Banken ihre einstigen Ratings in der AAA-Kategorie und kämpfen heute oft nur noch um den Status der &#8222;Anlagequalität&#8220; (Investment Grade).</p>
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		<title>Resonanz zum Marktreport der Degussa Goldhandel</title>
		<link>http://www.everling.de/resonanz-zum-marktreport-der-degussa-goldhandel/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jan 2021 20:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Länderrating]]></category>

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		<description><![CDATA[In den staatlichen Medienanstalten scheint der Wahlkampf zur Bundestagswahl schon begonnen zu haben. Zu den Opfern gehört die Degussa Goldhandel GmbH, die mit ihrem Gesellschafter, ihrem Sprecher der Geschäftsführung und sogar mit ihrem Chefvolkswirt Prof. Dr. Thorsten Polleit am 12. Januar 2021 ins Fadenkreuz der Redakteure von ZDF Frontal 21 geriet. Die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In den staatlichen Medienanstalten scheint der Wahlkampf zur Bundestagswahl schon begonnen zu haben. Zu den Opfern gehört die Degussa Goldhandel GmbH, die mit ihrem Gesellschafter, ihrem Sprecher der Geschäftsführung und sogar mit ihrem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thorsten_Polleit">Chefvolkswirt Prof. Dr. Thorsten Polleit</a> am 12. Januar 2021 ins Fadenkreuz der Redakteure von <a href="https://www.zdf.de/politik/frontal-21/degussa-goldhaendler-rechte-gesinnung-und-afd-geschaefte-100.html" target="_blank">ZDF Frontal 21</a> geriet.</p>
<p>Die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten kontrastiert mit Kommentaren von Finanzanalysten. So befasst sich <a href="https://www.infinma.de/publikationen.php" target="_blank">Dr. Jörg Schulz, Geschäftsführer des infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH aus Köln</a> inhaltlich mit den Analysen der Degussa Goldhandel GmbH: &#8222;In ihrem <a href="https://www.degussa-goldhandel.de/infothek/marktreport/">Marktreport vom 17.12.2020 hat sich die Degussa Goldhandel GmbH</a> intensiv mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft beschäftigt. Erfreulicherweise treffen die Verfasser des Berichts einige sehr deutliche Aussagen und warnen vor möglichen Fehlentwicklungen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Zudem sehen die Autoren eine Gefahr,&#8220; schreibt Jörg Schulz, &#8222;die in öffentlichen Diskussionen kaum einmal Platz eingeräumt bekommt, nämlich das Vordringen marxistischer-sozialistischer Ideen. Derartige Ideen richten sich nicht nur gegen die Freiheit des Individuums, sondern auch gegen das System der freien Märkte. Sie zielen auf einen zentralistischen Staat ab, der Wirtschaft und Gesellschaft lenkt.&#8220;</p>
<p>Derartige Ideen würden sich beispielsweise hinter den Forderungen nach einer „Großen Transformation“, nach einem „Great Reset“ verbergen, zitiert Jörg Schulz die Ökonomen der Degussa Goldhandel GmbH. Durch diese Forderungen solle die Weltwirtschaft neu geordnet und fortan gemäß den Zielen „Nachhaltigkeit“, „Gleichheit“ und „Fairness“ ingenieursmäßig gesteuert werden.</p>
<p>&#8222;Neben Politikern befürworten mittlerweile auch viele Journalisten und sogar Ökonomen das vermehrte Eingreifen des Staates in Wirtschaft und Gesellschaft&#8220;, warnt Jörg Schulz in seiner Ausgabe 1/2021 der &#8222;infinma news&#8220; und gibt den Befürwortern des Interventionismus die Argumente der Degussa Goldhandel GmbH zu bedenken. Die Probleme des Interventionismus und auch des Sozialismus seien hinlänglich bekannt, schreibt Jörg Schulz und zitiert: &#8222;Beide Formen der wirtschaftlich-gesellschaftlichen Kooperation sind nicht dauerhaft durchführbar beziehungsweise sind zum Scheitern verurteilt. Sie setzen die Wirtschaftsleistung herab, zerstören Eigentum, Recht und Freiheit, ebnen den Weg in eine Tyrannei. … Denn in letzter Konsequenz ist damit das friedvolle und kooperative Zusammenleben der Menschheit bedroht beziehungsweise macht es zusehends unmöglich. Ohne das kapitalistische Wirtschaften lässt sich eine Weltbevölkerung von mehr als 7 Milliarden Menschen nicht ernähren, kleiden und behausen.“</p>
<p>Die Redakteure von ZDF Frontal 21 machen es sich offenbar zu einfach, wenn sie die Argumente der Ökonomen einfach in eine &#8222;rechte Ecke&#8220; schieben. So sieht Jörg Schulz vom infinma Institut für Finanz-Markt-Analyse GmbH aus Köln in seinen &#8222;infinma news&#8220; ein differenzierteres Bild: &#8222;Es ist sicher nicht falsch, wenn Marktexperten einmal deutlich auf derartige Zusammenhänge und mögliche Auswirkungen der Corona-Krise hinweisen und neben den rein medizinischen / gesundheitlichen Aspekten auch die Gefahren im Bereich von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft beim Namen nennen.&#8220;</p>
<p>Tatsache ist, dass ZDF Frontal 21 schon mit dem Titel der Sendung &#8222;<a href="https://www.zdf.de/politik/frontal-21/degussa-goldhaendler-rechte-gesinnung-und-afd-geschaefte-100.html" target="_blank">Die Goldhändler von Degussa &#8211; AfD-Geschäfte und rechte Gesinnun</a>g&#8220; ein Bezug zu Rechtsradikalen, durch Bilder vom Vater des Gesellschafters der Degussa Goldhandel GmbH neben Adolf Hitler und mit Hitler-Gruß sogar zum Nationalsozialismus herstellte. Dies steht im Widerspruch zu <a href="http://www.everling.de/?s=polleit">Veröffentlichungen des Chefökonomen Thorsten Polleit</a>, in denen er stets gegen jede Art von Sozialismus argumentiert, nämlich sowohl gegen den internationalen (grünen oder roten) Sozialismus, als auch gegen den braunen Sozialismus der Nazi-Zeit. Auch ist Thorsten Polleit kein plumper Anhänger einer Rückkehr zum staatlich erzwungenen Gold-Standard, sondern tritt &#8211; im Gegenteil &#8211; für Liberalisierung ein, wie <a href="http://www.everling.de/?s=polleit">aus seinen Büchern hervorgeht</a>.</p>
<p>Das ZDF zeigt in der Sendung &#8222;<a href="https://www.zdf.de/politik/frontal-21/degussa-goldhaendler-rechte-gesinnung-und-afd-geschaefte-100.html" target="_blank">Die Goldhändler von Degussa &#8211; AfD-Geschäfte und rechte Gesinnun</a>g&#8220; wenig Respekt vor den Verfolgten des Nazi-Regimes, da es die Ideen von Ludwig von Mises, vertreten heute durch den <a href="https://www.misesde.org/">Präsidenten des Ludwig von Mises Institut Deutschland e. V.</a>, Prof. Dr. Thorsten Polleit, in die Nähe von Rechtsradikalen rückt. Ludwig von Mises wurde von jüdischen Eltern geboren und floh vor den Nationalsozialisten und war schon deshalb in keiner Weise mit dem nationalsozialistischen Gedankengut in Verbindung zu bringen.</p>
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		<title>Vom intelligenten Investieren</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Dec 2018 18:53:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Vom intelligenten Investieren &#8211; Zeitlose Prinzipien für erfolgreiche Investments&#8220; &#8211; ein Buch von Prof. Dr. Thorsten Polleit, das nicht wie jedes andere Buch zum Thema &#8222;Geldanlage&#8220; zu lesen ist. Wer Thorsten Polleit kennt, weiß, dass hier weder ein Theoretiker lediglich seine realitätsfernen Modelle zu Papier bringt, noch ein Praktiker ohne jede wissenschaftliche Fundierung zweifelhafte Daumenregeln [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Vom intelligenten Investieren &#8211; Zeitlose Prinzipien für erfolgreiche Investments&#8220; &#8211; ein Buch von Prof. Dr. Thorsten Polleit, das nicht wie jedes andere Buch zum Thema &#8222;Geldanlage&#8220; zu lesen ist. Wer Thorsten Polleit kennt, weiß, dass hier weder ein Theoretiker lediglich seine realitätsfernen Modelle zu Papier bringt, noch ein Praktiker ohne jede wissenschaftliche Fundierung zweifelhafte Daumenregeln preisgibt. Thorsten Polleit vereint seine wissenschaftlichen wie auch praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse in einem Buch, das nicht nur dem Fachpublikum einen gelungenen Überblick über jene Prinzipien der Geldanlage bietet, die schon viele Krisen und Wirtschaftswunder, Baissen und Haussen überdauert haben.</p>
<p>Thorsten Polleit ist seit April 2012 Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH. Zuvor war er 12 Jahre als Ökonom im internationalen Investment-Banking in London, Amsterdam und Frankfurt tätig. Seit 2003 ist Thorsten Polleit Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance, Frankfurt. Er ist zudem Adjunct Scholar am Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama, USA. Seit Oktober 2012 ist Thorsten Polleit Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland.</p>
<p>Thorsten Polleit outet sich schon zu Beginn seines Buches als Skeptiker der modernen Finanzierungstheorie. Vertreter der modernen Finanzmarkttheorie &#8222;sind der Auffassung, die Börsenkurse entsprächen stets ihrem fundamentalen (intrinsischen) Wert und dass es deswegen für den Anleger nicht möglich sei, durch gezielte Auswahl von Aktien eine Rendite zu erzielen, die höher ist als die Rendite des Gesamt marktes. Auf diesen Glaubenssätzen ist die heutige Finanzbranche, ist das Verhalten der Mehrheit der Finanzmarktakteure aufgebaut&#8220;, schreibt Thorsten Polleit und fragt: &#8222;Doch ist das, was die moderne Finanzmarkttheorie sagt, überzeugend?&#8220;</p>
<p>Thorsten Polleit lässt an der Fragwürdigkeit der Vorstellung von dem stets &#8222;informationseffizienten&#8220; Markt keinen Zweifel: &#8222;Würden die Börsenkurse stets ihrem Wert entsprechen, würde es gar keinen Handel, keine Transaktionen geben (können). Denn dann hätte niemand einen Grund zu kaufen oder zu verkaufen.&#8220; Er gehört aber auch nicht zu den Jüngern einer anderen Theorierichtung, die unter der Bezeichnung &#8222;Behavioral Finance&#8220; nach Anhängern sucht: Nach Meinung von Thorsten Polleit gibt es hier &#8222;viel Wind um wenig Wissen&#8220;.</p>
<p>Aus der Kritik von Thorsten Polleit an der modernen Finanzmarkttheorie folgt nicht, dass er jedem Investor &#8222;Stock Picking&#8220;, also den Versuch empfehlen würde, aus tausenden von Aktien selbst die unterbewerteten Titel zu selektieren.</p>
<p>Jeder Investor solle sich vielmehr &#8222;die zentrale, die elementare Frage in Erinnerung rufen, die sich jeder, der mit Sinn und Verstand investieren will, stellen und auch gut durchdacht beantworten sollte. Diese Frage lautet: Kann ich über die Jahre hinweg betrachtet besser als der Gesamtmarkt abschneiden, ja oder nein? Kann ich eine Rendite erzielen, die langfristig höher ist als die Rendite des Gesamtmarktes – kann ich das leisten, oder kann ich das nicht leisten?&#8220;</p>
<p>Den meisten Investoren gelinge es nicht, so Thorsten Polleit, eine Rendite zu erzielen, die höher ist als die Rendite des Gesamtmarktes. &#8222;Die sinnvolle Lehre daraus ist: Investiere in den Welt-Aktienmarktindex per Zertifikat oder ETF.&#8220; Mit einem Entscheidungsbaum leitet Thorsten Polleit den Leser zur eigenen Positionsbestimmung an.</p>
<p>Ohne einige Überlegungen zu den Eigenschaften des vorherrschenden Geldsystems kommt kein Anleger zu besonnenen Anlageentscheidungen. Daher befasst sich Thorsten Polleit in kurzen Abschnitten auch mit seinen Lieblingsthemen wie Inflation und Gold als besserer Währung. Thorsten Polleit rät dazu, sich vom &#8222;unmoralischen Angebot&#8220; der Staatsanleihen eher fernzuhalten, wie auch den Zentralbanken als Krisenverursachern mit Skepsis zu begegnen.</p>
<p>Allen vermeintlichen Abkürzungen zum Anlageerfolg, wie beispielsweise Beteiligungen an zweifelhaften ICOs unbekannter Kryptowährungen usw., kann nach der Argumentation von Thorsten Polleit kein Erfolg beschieden sein. Thorsten Polleit skizziert das Investieren als einen eher zeitaufwendigen und mühsamen Entscheidungsprozess.</p>
<p>Das kurzweilige Buch von Thorsten Polleit ist jedem zu empfehlen, der eine kompakte Einführung in theoretische Aspekte der Geldanlage sucht, ohne dabei aber das Ziel aus dem Auge verlieren zu wollen, am Ende des Tages konkrete Anlageentscheidungen zu treffen.</p>
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