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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Suchergebnisse  &#187;  scope</title>
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		<title>Private Credit im Rating-Dickicht: Zwischen Orientierung und „Rating Shopping“</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 14:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt der privaten Kreditfinanzierungen wächst rasant, doch mit ihr nehmen auch die Zweifel an der Verlässlichkeit von Bewertungen zu. Gerade im Markt für Private Credit geraten kleinere, weniger bekannte Ratinganbieter zunehmend in die Kritik. Vertreter der Finanzstabilität warnen davor, dass Emittenten gezielt nach wohlwollenderen Bonitätsnoten suchen könnten – ein Verhalten, das aus der strukturierten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt der privaten Kreditfinanzierungen wächst rasant, doch mit ihr nehmen auch die Zweifel an der Verlässlichkeit von Bewertungen zu. Gerade im Markt für Private Credit geraten kleinere, weniger bekannte Ratinganbieter zunehmend in die Kritik. Vertreter der Finanzstabilität warnen davor, dass Emittenten gezielt nach wohlwollenderen Bonitätsnoten suchen könnten – ein Verhalten, das aus der strukturierten Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt nur allzu bekannt ist. Die Sorge: Wenn Ratings zu einem verhandelbaren Gut werden, leidet nicht nur die Transparenz, sondern auch das Vertrauen in die gesamte Anlageklasse.</p>
<p>Private Debt gilt vielen Investoren als attraktive Alternative zu traditionellen Anleihen, insbesondere in einem Umfeld schwankender Zinsen und erhöhter Unsicherheit an den Kapitalmärkten. Doch im Gegensatz zu liquiden Märkten fehlt es hier häufig an standardisierten Bewertungsmaßstäben. Genau diese Lücke nutzen spezialisierte Ratinganbieter, die mit eigenen Modellen versuchen, Orientierung zu schaffen. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Vielzahl unterschiedlicher Ansätze die Vergleichbarkeit erschwert und Anreize für sogenanntes „Rating Shopping“ schafft.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund gewinnt die jüngste Initiative der europäischen Ratingagentur Scope an Bedeutung. Das Unternehmen hat eine neue Methodik zur Bewertung von Alternativen Investmentfonds im Bereich Private Debt vorgestellt und damit sein Ratingspektrum erweitert. Ziel ist es, mehr Struktur und Nachvollziehbarkeit in einen bislang heterogenen Markt zu bringen. Die Methodik fokussiert sich auf das Risiko-Rendite-Profil eines Fonds und berücksichtigt sowohl das zugrunde liegende Portfolio als auch die jeweilige Investitionsstrategie. Damit soll eine bessere Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Private-Debt-Fonds ermöglicht werden.</p>
<p>Bemerkenswert ist dabei die klare Abgrenzung: Das Rating trifft ausdrücklich keine Aussage über Ausfallwahrscheinlichkeiten oder erwartete Verluste einzelner Kredite oder Portfolios. Stattdessen versteht es sich als relatives Maß, das Fonds entlang einer Skala von aaaAIF bis dAIF einordnet. Diese Differenzierung könnte dazu beitragen, Missverständnisse über die Aussagekraft solcher Bewertungen zu vermeiden, die im Markt bislang nicht selten auftreten.</p>
<p>Gleichzeitig sucht Scope aktiv den Dialog mit Marktteilnehmern. Im Rahmen eines bis zum 22. April 2026 laufenden „Call for Comments“ können Investoren, Emittenten und andere Akteure ihre Einschätzungen zur neuen Methodik einbringen. Erst nach Auswertung dieser Rückmeldungen soll die finale Version in Kraft treten. Dieser offene Konsultationsprozess signalisiert den Anspruch, die Methodik nicht nur theoretisch fundiert, sondern auch praxisnah auszugestalten.</p>
<p>Ob dies ausreicht, um die grundsätzlichen Bedenken gegenüber Ratings im Private-Credit-Segment zu zerstreuen, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass mehr Transparenz und einheitlichere Standards dringend benötigt werden. Solange unterschiedliche Anbieter mit teils schwer vergleichbaren Modellen operieren, bleibt das Risiko bestehen, dass Ratings eher als Marketinginstrument denn als verlässliche Entscheidungsgrundlage wahrgenommen werden. Die Initiative von Scope könnte ein Schritt in Richtung Konsolidierung sein – doch der Markt wird genau beobachten, ob ihr Ansatz tatsächlich zu mehr Klarheit führt oder lediglich eine weitere Stimme im vielstimmigen Chor der Bewertungsanbieter hinzufügt.</p>
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		<title>Geschlossene Fonds: Markt bricht 2025 deutlich ein</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 14:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fondsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Markt für geschlossene alternative Investmentfonds (AIF) für Privatanleger hat im Jahr 2025 einen deutlichen Einbruch erlebt. Nach einer aktuellen Analyse der europäischen Ratingagentur Scope Group sind sowohl die Emissionsaktivitäten als auch die Platzierungszahlen erheblich zurückgegangen. Besonders auffällig ist, dass „die Emissionsaktivitäten der Initiatoren geschlossener Fonds sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Drittel [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Markt für geschlossene alternative Investmentfonds (AIF) für Privatanleger hat im Jahr 2025 einen deutlichen Einbruch erlebt. Nach einer aktuellen Analyse der europäischen Ratingagentur Scope Group sind sowohl die Emissionsaktivitäten als auch die Platzierungszahlen erheblich zurückgegangen. Besonders auffällig ist, dass „die Emissionsaktivitäten der Initiatoren geschlossener Fonds sind 2025 gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Drittel zurückgegangen“ und Anleger „so wenig Kapital wie seit zehn Jahren nicht mehr“ investierten. Diese Entwicklung markiert einen signifikanten Einschnitt in einem Marktsegment, das lange als stabiler Bestandteil der privaten Kapitalanlage galt.</p>
<p>Das prospektierte Angebotsvolumen neuer Fonds sank drastisch. Insgesamt lag es im Jahr 2025 bei nur noch 369 Millionen Euro, nachdem es im Jahr 2024 noch 962 Millionen Euro erreicht hatte. Scope führt mehrere Gründe für diesen Rückgang an, darunter „der hohe Überhang aus dem Vorjahr“, die geringe Zahl großvolumiger Fonds und die weiterhin schwächelnden Immobilienmärkte. Gleichzeitig wurden lediglich zehn Publikums-AIF zum Vertrieb zugelassen, und zwar ausschließlich Immobilienfonds. Diese Zulassungen erfolgten durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), was einem Rückgang um die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auffällig ist zudem ein struktureller Wandel, da Anbieter außerhalb des Immobiliensektors zunehmend auf alternative Vehikel wie ELTIFs setzen.</p>
<p>Auch auf der Nachfrageseite zeigt sich eine deutliche Abschwächung. Das platzierte Eigenkapital belief sich im Jahr 2025 auf lediglich 438 Millionen Euro, verglichen mit 572 Millionen Euro im Vorjahr. Damit wurde laut Scope „im vergangenen Jahr so wenig Geld in geschlossene Fonds wie seit 2014 nicht“ investiert. Als Hauptursache gilt die Konkurrenz durch festverzinsliche Anlagen, die aufgrund gestiegener Zinsen wieder attraktiver geworden sind. Zusätzlich belastet die schwierige Lage am Immobilienmarkt das Vertrauen vieler Anleger. Scope stellt fest, dass „negative Meldungen zu Insolvenzen und schlechte Nachrichten im Markt der geschlossenen Fonds in den vergangenen Monaten und Jahren zusätzlich zur Verunsicherung der Anleger bei“ trugen.</p>
<p>Dennoch verfügen geschlossene Publikums-AIF über strukturelle Vorteile in der aktuellen Marktsituation. Anders als offene Immobilienfonds unterliegen sie nicht dem unmittelbaren Rückgabedruck durch Anleger. Scope betont ausdrücklich, dass sie „durch ihre geschlossene Struktur aktuell nicht dem Rückgabedruck seitens der Anleger ausgesetzt“ sind und daher nicht zu kurzfristigen Verkäufen gezwungen werden. Dies verleiht ihnen eine gewisse Stabilität, auch wenn die Nachfrage insgesamt schwach bleibt.</p>
<p>Trotz des schwierigen Umfelds konnten einige Anbieter vergleichsweise gute Platzierungsergebnisse erzielen. Zu den drei erfolgreichsten Emissionshäusern gehörten die Munich Private Equity Funds AG mit 70 Millionen Euro, die HAHN Gruppe mit 60,4 Millionen Euro und die US Treuhand mit 49,9 Millionen Euro. Zusammen erreichten diese Anbieter einen Marktanteil von 41 Prozent. Inhaltlich blieb der Markt stark vom Immobiliensegment geprägt, das mit rund 305 Millionen Euro etwa 70 Prozent des gesamten platzierten Eigenkapitals auf sich vereinte. Private Equity folgte mit deutlichem Abstand auf Platz zwei.</p>
<p>Für das Jahr 2026 erwartet Scope eine moderate Erholung der Emissionsaktivitäten, allerdings ohne eine Rückkehr auf das Niveau früherer Boomjahre. Die Analysten prognostizieren, dass die Emissionsvolumina zwar über dem schwachen Niveau von 2025, aber weiterhin unter dem Wert von 2024 liegen werden. Mehrere Anbieter, darunter BVT, Dr. Peters, HTB Gruppe, JAMESTOWN, Ökorenta und PATRIZIA GrundInvest, planen neue Fondsangebote in den Bereichen Immobilien, Private Equity und erneuerbare Energien. Das geplante Eigenkapitalvolumen dieser neuen Produkte könnte sich zwischen 400 und 600 Millionen Euro bewegen.</p>
<p>Gleichzeitig bleibt Scope vorsichtig hinsichtlich der Platzierungszahlen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die Milliardengrenze kurzfristig wieder erreicht wird. Stattdessen wird ein Platzierungsvolumen zwischen 400 und 800 Millionen Euro erwartet. Entscheidend wird sein, ob sich das Vertrauen privater Anleger stabilisiert und wie sich die Konkurrenz durch alternative Anlageformen weiterentwickelt. Die Analyse deutet darauf hin, dass der Markt sich zwar stabilisieren könnte, eine vollständige Erholung jedoch Zeit benötigen wird.</p>
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		<title>Scope vergibt Erst-Rating: Kodar Energomontaža erhält B/Stable</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2026 15:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Scope hat Kodar Energomontaža erstmals mit B/Stable bewertet und der geplanten RSD-5,9-Mrd.-Anleihe ein vorläufiges (P) B gegeben. Das Rating zeigt ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite steht ein Unternehmen mit solider Projekthistorie bei großen staatlichen Kunden in Serbien, wachsendem Auslandsgeschäft – vor allem in den Niederlanden – und einer grundsätzlich robusten Nachfrage in den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Scope hat Kodar Energomontaža erstmals mit B/Stable bewertet und der geplanten RSD-5,9-Mrd.-Anleihe ein vorläufiges (P) B gegeben. Das Rating zeigt ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite steht ein Unternehmen mit solider Projekthistorie bei großen staatlichen Kunden in Serbien, wachsendem Auslandsgeschäft – vor allem in den Niederlanden – und einer grundsätzlich robusten Nachfrage in den Bereichen Stromnetze, Telekommunikation und Glasfaser. Auf der anderen Seite bleibt Kodar ein kleiner Anbieter mit begrenzter Verhandlungsmacht, hoher Kundenkonzentration und stark schwankender Profitabilität, was das Risikoprofil deutlich erhöht.</p>
<p>Positiv wirkt die breite Aufstellung innerhalb des EPC-Geschäfts: Kodar ist in Übertragungs- und Verteilnetzen, Telekommunikationsinfrastruktur, Glasfaser, Solarprojekten und Netzbau tätig. Diese Segmente reagieren unterschiedlich auf Konjunktur und Regulierung und mildern so Ertragsschwankungen. Die EBITDA-Marge lag im langjährigen Schnitt bei rund 9% und dürfte mit den neuen Projekten kurzfristig um 10% liegen. Gleichzeitig stammen rund 90% der Umsätze von nur zehn Kunden, was das Unternehmen stark von einzelnen Auftraggebern abhängig macht.</p>
<p>Finanziell hat sich Kodar zuletzt deutlich entschuldet, doch diese Entwicklung kehrt sich mit der geplanten Anleihe um. Die Verschuldung soll wieder auf etwa das Dreifache des EBITDA steigen, während die Zinsdeckung nach Abschluss der aktuellen Großprojekte deutlich zurückgehen dürfte. Hinzu kommt ein erheblicher Refinanzierungsbedarf im Jahr 2031 durch die endfällige Rückzahlung der Anleihe.</p>
<p>Besonders kritisch bewertet Scope die Governance-Risiken: Mittelabflüsse an verbundene Unternehmen und die enge Verflechtung mit externen Projekten des Eigentümers gelten als potenziell nachteilig für Gläubiger. Dieser Faktor führte zu einer Abwertung um eine Ratingstufe.</p>
<p>Insgesamt ist das B/Stable-Rating nachvollziehbar: Kodar verfügt über ein funktionierendes Geschäftsmodell und strukturelle Wachstumstreiber, bleibt jedoch anfällig für Projektverzögerungen, Finanzierungsschwankungen und Interessenkonflikte im Konzernumfeld. Für Investoren bedeutet dies eine attraktive Renditechance – jedoch mit klar erhöhtem Risiko.</p>
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		<title>Wachstum auf Kredit: Fashion Company zwischen regionaler Stärke und begrenztem Spielraum</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 18:36:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmensrating]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit der Erstbewertung von BB- und stabilem Ausblick für die serbische Fashion Company setzt Scope ein Signal, das über eine bloße Bonitätsnote hinausgeht. Es ist eine Momentaufnahme eines regional starken Einzelhändlers, der sich anschickt, größer zu werden – und dabei bewusst auf Fremdkapital setzt. Die Botschaft der Ratingagentur ist klar: Das Geschäftsmodell trägt, aber der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Erstbewertung von BB- und stabilem Ausblick für die serbische Fashion Company setzt Scope ein Signal, das über eine bloße Bonitätsnote hinausgeht. Es ist eine Momentaufnahme eines regional starken Einzelhändlers, der sich anschickt, größer zu werden – und dabei bewusst auf Fremdkapital setzt. Die Botschaft der Ratingagentur ist klar: Das Geschäftsmodell trägt, aber der Spielraum ist begrenzt.</p>
<p>Fashion Company ist mit rund 24,6 Mrd. RSD Umsatz kein europäischer Schwergewichtler, sondern ein regionaler Champion. Genau darin liegt die Ambivalenz. Auf der einen Seite steht eine etablierte Marktposition in Serbien und auf dem Balkan, gestützt durch hohe Markenbekanntheit, ein Portfolio von über 80 Marken und eine Präsenz in attraktiven Segmenten wie Affordable Luxury und Premium Lifestyle. Auf der anderen Seite bleibt das Unternehmen klein im europäischen Maßstab – und damit verwundbar gegenüber neuen Wettbewerbern, insbesondere wenn große internationale Onlinehändler in die Region drängen sollten.</p>
<p>Bemerkenswert ist die Profitabilität. Eine EBITDA-Marge von durchschnittlich 16 Prozent liegt über vielen europäischen Vergleichswerten im Einzelhandel. Das spricht für Preissetzungsmacht, effiziente Beschaffung und eine kluge Positionierung. Vor allem die Mono-Brand-Stores tragen überdurchschnittlich bei, auch wenn sie stärker von Modetrends abhängen. Hinzu kommt mit KIKO Milano ein Standbein im Kosmetiksegment, das konjunkturell robuster ist als das klassische Modegeschäft. Diese Mischung federt zyklische Schwankungen zumindest teilweise ab.</p>
<p>Gleichzeitig bleibt die geografische Konzentration ein strukturelles Risiko. 59 Prozent des Umsatzes stammen aus Serbien, die übrigen Märkte in der Region weisen ähnliche Konsummuster auf. Diversifikation sieht anders aus. Sollte die Nachfrage in der Region einbrechen oder der Wettbewerb deutlich zunehmen, fehlt ein breiteres internationales Standbein als Puffer.</p>
<p>Finanziell präsentiert sich das Bild solide, aber nicht komfortabel. Die Verschuldung lag 2024 bei 2,9x EBITDA und soll trotz einer geplanten Anleihe über 8,4 Mrd. RSD mittelfristig um die 3x bleiben, mit einem temporären Anstieg auf 3,6x. Das ist für ein wachstumsorientiertes Einzelhandelsunternehmen tragbar, aber kein Sicherheitspolster. Dass die Zinsdeckung historisch deutlich über 10x lag und selbst nach der Emission im Bereich von 8x bis 9x erwartet wird, spricht für eine gute operative Ertragskraft. Die künftige Fixzinsstruktur von rund 84 Prozent der Schulden reduziert zudem Zinsänderungsrisiken.</p>
<p>Der eigentliche Test liegt jedoch im Expansionsplan. Rund 120 neue Filialen in acht Jahren sind ambitioniert, gemessen an aktuell etwa 145 Standorten. Wachstum auf Pump funktioniert nur, wenn die neuen Flächen schnell profitabel werden und die Nachfrage in der Region anhält. Gleichzeitig binden Investitionen, höhere Leasingzahlungen und steigendes Working Capital Liquidität. Dass Scope hier mit einem stabilen Ausblick arbeitet, basiert auf der Annahme, dass EBITDA-Wachstum die steigende Verschuldung ausgleicht. Diese Rechnung muss erst noch aufgehen.</p>
<p>Interessant ist auch der Blick auf die Anleihe selbst. Die vorläufige Bewertung von (P) BB- spiegelt eine überdurchschnittliche erwartete Recovery im Insolvenzfall wider, ohne dass Scope ein zusätzliches Notching gewährt. Der Grund ist nachvollziehbar: In einer Stresssituation könnte sich die Besicherungslage zugunsten vorrangiger Gläubiger verschieben. Für Investoren heißt das: attraktive Renditeperspektive, aber kein Selbstläufer.</p>
<p>Unterm Strich steht ein Unternehmen, das in seinem Heimatmarkt vieles richtig gemacht hat und nun den nächsten Schritt gehen will. Die Ratingnote BB- ist dabei weder Warnsignal noch Freibrief. Sie ist Ausdruck eines Geschäftsmodells mit klaren Stärken, aber ebenso klaren Grenzen. Wer auf Fashion Company setzt – ob als Gläubiger oder als strategischer Beobachter –, sollte weniger auf das heutige Zahlenwerk schauen als auf die Fähigkeit des Managements, Expansion diszipliniert umzusetzen. Wachstum ist kein Selbstzweck. In einem dynamischen Einzelhandelsumfeld entscheidet nicht die Anzahl der neuen Filialen, sondern deren nachhaltige Ertragskraft.</p>
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		<title>CNBC startet deutschsprachiges Wirtschaftsangebot für die DACH-Region</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 08:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ratings]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Berliner Ratingagentur Scope Ratings hat ihren Anspruch seit Jahren klar formuliert: Sie will den Finanzmärkten eine alternative Sichtweise bieten und damit einen bewussten Gegenpol zu den dominierenden angelsächsischen Ratinghäusern schaffen. Scope versteht sich als europäische Stimme, die makroökonomische, regulatorische und politische Besonderheiten des Kontinents stärker gewichtet und Risiken wie Chancen aus einer eigenständigen Perspektive [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Berliner Ratingagentur Scope Ratings hat ihren Anspruch seit Jahren klar formuliert: Sie will den Finanzmärkten eine alternative Sichtweise bieten und damit einen bewussten Gegenpol zu den dominierenden angelsächsischen Ratinghäusern schaffen. Scope versteht sich als europäische Stimme, die makroökonomische, regulatorische und politische Besonderheiten des Kontinents stärker gewichtet und Risiken wie Chancen aus einer eigenständigen Perspektive interpretiert. Der Anspruch auf „Alternativität“ ist dabei nicht nur methodisch gemeint, sondern auch kulturell: weniger kurzfristige Marktlogik, mehr langfristige Stabilität, weniger globaler Mainstream, mehr regionale Differenzierung.</p>
<p>Gerade dieser Anspruch wirkt umso spannungsreicher, wenn man ihn mit dem Selbstverständnis eines globalen Medienakteurs wie CNBC kontrastiert, der nun mit CNBC DACH in den deutschsprachigen Markt drängt. CNBC bezeichnet sich selbst als „das weltweit führende Medium für Finanz- und Wirtschaftsthemen“ und setzt erklärtermaßen auf die Verbindung globaler Kapitalmarktberichterstattung mit regionalem Fokus. Craig Bengtson, Präsident von CNBC International, betont, CNBC DACH solle Entscheidungsträgern „die Informationen liefern, die sie benötigen, um fundierte Entscheidungen zu treffen“, und dabei „regionale Entwicklungen mit den globalen Märkten verbinden“. Auch hier wird Vielfalt suggeriert, doch sie entsteht weniger aus einer bewussten Gegenposition als aus der Erweiterung einer etablierten globalen Perspektive um lokale Inhalte.</p>
<p>Während Scope Ratings Alternativen schaffen will, indem es bestehende Bewertungslogiken infrage stellt, verfolgt CNBC DACH einen anderen Ansatz: Reichweite, Plattformstärke und Einbettung in ein weltumspannendes Informationsnetz. Rusmir Nefic spricht von einer Plattform, die „aus erster Hand und rund um die Uhr berichtet“, Alexander Schütz sieht in CNBC DACH „weit mehr als eine Nachrichtenplattform“, sondern eine Möglichkeit, das Kapitalmarktumfeld „nachhaltig zu stärken“, und Benjamin Lakatos formuliert den Anspruch, eine Lücke in der internationalen Wahrnehmung des deutschsprachigen Raums zu schließen. Im Vergleich dazu wirkt der Anspruch von Scope Ratings leiser, aber auch konfrontativer: nicht Ergänzung des Bestehenden, sondern bewusste Abweichung davon. Der Kontrast zeigt, wie unterschiedlich „alternative Sichtweisen“ im Finanzsystem verstanden werden können – einmal als eigenständige, kritische Perspektive innerhalb der Marktinfrastruktur, einmal als regionalisierte Ausprägung eines global führenden Informationsangebots.</p>
<p>Zusammenfassend markiert die angekündigte Eröffnung von CNBC DACH einen bedeutenden Schritt in der deutschsprachigen Wirtschafts- und Finanzberichterstattung: Ab Anfang 2027 soll ein neuer multimedialer Nachrichtendienst starten, der von Standorten in Frankfurt, Zürich und Wien aus gesteuert wird und internationale CNBC-Kompetenz mit regionalem Fokus auf Deutschland, Österreich und die Schweiz verbindet. Mit einem eigenen TV-Kanal, digitalen Angeboten, Printformaten und Live-Events verfolgt CNBC DACH den Anspruch, Führungskräfte, Investoren und Entscheidungsträger umfassend zu informieren, regionale Marktakteure sichtbar zu machen und den DACH-Raum stärker in den globalen Kontext der Finanzmärkte einzubetten.</p>
<p>CNBC gehört zum US-Medienkonzern NBCUniversal. NBCUniversal wiederum ist eine Tochtergesellschaft der Comcast Corporation, einem der größten Telekommunikations- und Medienunternehmen der Welt.</p>
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		<title>Anspruch auf eine europäische Rating-Infrastruktur</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2025 10:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Leitmotiv „Financing Europe: Time for ambition!“ hat der französische Versicherungsverband France Assureurs beim diesjährigen Rendez-vous S.M.A.R.T in Brüssel zentrale Akteure der europäischen Finanzbranche zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie Europa seine Wettbewerbsfähigkeit und finanzielle Souveränität stärken kann – und welche Rolle Marktinfrastrukturen dabei spielen. Für Scope Ratings nahm Vincent Georgel [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Leitmotiv „Financing Europe: Time for ambition!“ hat der französische Versicherungsverband France Assureurs beim diesjährigen Rendez-vous S.M.A.R.T in Brüssel zentrale Akteure der europäischen Finanzbranche zusammengebracht. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie Europa seine Wettbewerbsfähigkeit und finanzielle Souveränität stärken kann – und welche Rolle Marktinfrastrukturen dabei spielen.</p>
<p>Für Scope Ratings nahm Vincent Georgel O’Reilly an einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion teil, gemeinsam mit Nicolas Denis, CEO von Crédit Agricole Assurances, Kerstin Jorna, Generaldirektorin der EU-Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU (DG GROW), sowie Pervenche Berès, Präsidentin der Association Europe Finances Régulations (AEFR). Die Runde machte deutlich, so wird berichtet, dass die Debatte um Europas finanzielle Autonomie zunehmend an Schärfe gewinnt.</p>
<p>Georgel O’Reilly stellte dabei klar, dass ein starkes Europa eine solide, einheitliche und genuin europäische Marktinfrastruktur benötigt. Ratingagenturen seien ein zentraler Bestandteil dieser Infrastruktur – gleichrangig neben Versicherern, Banken, institutionellen Investoren sowie Verwaltern öffentlichen und privaten Kapitals. Ihre Aufgabe gehe weit über die reine Bonitätsbeurteilung hinaus: Sie tragen zur Vergleichbarkeit von Risiken, zur Transparenz der Kapitalmärkte und letztlich zur effizienten Allokation von Kapital bei.</p>
<p>Kritisch äußerte sich der Scope-Vertreter zur hohen Marktkonzentration im globalen Ratingmarkt. Die Dominanz weniger, weltweit agierender Anbieter berge strategische Risiken für Europa. Zu wenig Meinungsvielfalt, eingeschränkter Wettbewerb und eine unzureichende Berücksichtigung spezifisch europäischer Prioritäten könnten die Resilienz des Finanzsystems schwächen. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten werde deutlich, dass Abhängigkeiten in Schlüsselbereichen der Finanzinfrastruktur problematisch sind.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund versteht Scope Ratings seine verstärkten Anstrengungen auch als Beitrag zur Vervollständigung der europäischen Finanzarchitektur. Mehr Vielfalt unter den Ratinganbietern bedeute nicht nur mehr Wettbewerb, sondern auch eine größere Bandbreite an Perspektiven und Analysen. Das stärke die Glaubwürdigkeit der Märkte und erhöhe die Widerstandsfähigkeit Europas gegenüber externen Schocks.</p>
<p>Die Diskussion in Brüssel machte dem Vernehmen nach deutlich: Der Aufbau einer leistungsfähigen, eigenständigen Finanzinfrastruktur ist kein technisches Randthema, sondern eine strategische Frage europäischer Souveränität. Ratingagenturen wie Scope sehen sich dabei zunehmend in der Rolle, diese Debatte aktiv mitzugestalten – und den Anspruch zu verteidigen, dass Europa auch in diesem zentralen Segment nicht dauerhaft auf ein globales Oligopol angewiesen sein sollte.</p>
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		<title>ESMA meldet Marktanteilsverlust von Scope Ratings von 1,83 % auf 1,23 %</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 03:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Scope Ratings positioniert sich seit Jahren als europäische Alternative zu den dominierenden US-Ratingagenturen S&#038;P, Moody’s und Fitch. Die aktuellen Marktdaten der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) zeigen jedoch eine deutlich gegenteilige Entwicklung: Der Marktanteil von Scope ist innerhalb eines Jahres massiv gesunken. Vor einem Jahr lag er noch um rund die Hälfte höher als heute. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Scope Ratings positioniert sich seit Jahren als europäische Alternative zu den dominierenden US-Ratingagenturen S&#038;P, Moody’s und Fitch. Die aktuellen Marktdaten der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) zeigen jedoch eine deutlich gegenteilige Entwicklung: Der Marktanteil von Scope ist innerhalb eines Jahres massiv gesunken. Vor einem Jahr lag er noch um rund die Hälfte höher als heute.</p>
<p>Nach dem CRA Market Share Report 2025 von ESMA fiel der Marktanteil von Scope Ratings von 1,83 % auf 1,23 %. Das entspricht einem relativen höherem Marktanteil noch vor einem Jahr von rund 48,8 %. Damit gehört Scope zu den Agenturen mit dem stärksten Marktanteilsverlust im europäischen Ratingmarkt. Es handelt sich nicht um eine statistische Randbewegung, sondern um einen substanziellen Einschnitt in der wirtschaftlichen Stellung des Unternehmens.</p>
<p>Dieser Rückgang wiegt umso schwerer, als sich das Marktumfeld insgesamt kaum zugunsten kleinerer Anbieter verschoben hat. Zwar bleibt der europäische Ratingmarkt hochkonzentriert, doch während S&#038;P seinen Marktanteil weiter ausbauen konnte und Moody’s sowie Fitch ihre dominanten Positionen weitgehend stabil hielten, verlor Scope deutlich an Boden. Vor einem Jahr war der Marktanteil noch um etwa die Hälfte höher – heute ist Scope weiter von der kritischen Größe entfernt, die nötig wäre, um strukturell an Bedeutung zu gewinnen.</p>
<p>Bemerkenswert ist der zeitliche Zusammenhang mit den ambitionierten Zukunftsplänen des Unternehmens. In Medienberichten wurde zuletzt bekannt, dass Scope eine Expansion in die USA plant und langfristig einen Börsengang anstrebt. Gründer und Vorstandschef Florian Schoeller betont dabei regelmäßig den Anspruch, den „US-zentrierten“ Blick der großen drei Ratingagenturen um eine europäische Perspektive zu ergänzen.</p>
<p>Die ESMA-Zahlen setzen diese strategische Erzählung jedoch unter Druck. Marktanteile werden auf Basis realer Umsätze aus Rating- und Nebenleistungen berechnet und sind damit ein harter ökonomischer Indikator. Ein massiver Rückgang innerhalb eines Jahres deutet darauf hin, dass Scope aktuell weder von regulatorischen Anreizen noch von seiner Positionierung als europäische Alternative ausreichend profitieren kann – selbst im eigenen Kernmarkt.</p>
<p>Hinzu kommt die finanzielle Dimension. Rund 25 Jahre nach der Gründung hat Scope die Gewinnschwelle offenbar noch nicht nachhaltig erreicht. Verluste werden weiterhin durch Kapitalerhöhungen und den Einstieg neuer Gesellschafter ausgeglichen. Zwar signalisiert dies fortgesetztes Vertrauen von Investoren, zugleich unterstreicht es aber die fehlende Eigenfinanzierungskraft – ein kritischer Punkt mit Blick auf einen späteren Börsengang.</p>
<p>In der Gesamtschau zeigt sich ein deutliches Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen große strategische Ambitionen wie US-Expansion und IPO, auf der anderen Seite ein Marktanteil, der vor einem Jahr noch um die Hälfte höher lag und seither stark geschrumpft ist. Die aktuellen ESMA-Daten legen nahe, dass Scope Ratings vor allem eine Aufgabe hat: verlorenes Vertrauen und wirtschaftliche Relevanz im europäischen Heimatmarkt zurückzugewinnen. Ohne eine klare Trendwende bei Marktanteilen und Profitabilität drohen die großen Pläne auf einem zunehmend schmalen Fundament zu stehen.</p>
<p>Ein besonders belastender Punkt in der jüngeren Geschichte von Scope Ratings ist das Rating der später insolventen Greensill Bank und die damit verbundene strafrechtliche und regulatorische Aufarbeitung. Scope hatte der Greensill Bank bis Anfang März 2021 ein Investment-Grade-Rating (BBB+) erteilt, obwohl sich das Geschäftsmodell der Bank bereits in einer hochriskanten Schieflage befand. In den Monaten vor der Insolvenz folgten Herabstufungen, ehe die Ratings schließlich zurückgezogen wurden. Nach dem Zusammenbruch der Greensill-Gruppe rückte Scope in den Fokus von Aufsichtsbehörden und Politik, insbesondere wegen möglicher Interessenkonflikte: Eine zur Scope-Gruppe gehörende Einheit hatte gleichzeitig Beratungsleistungen für Greensill erbracht, während Scope Ratings die Bonitätsbeurteilung vornahm. Die europäische Aufsichtsbehörde ESMA verhängte daraufhin eine Millionenstrafe wegen unzureichender organisatorischer Vorkehrungen zur Vermeidung von Interessenkonflikten. Parallel dazu dauern die strafrechtlichen Ermittlungen und Anklagen gegen frühere Verantwortliche der Greensill Bank an. Auch wenn sich diese Verfahren nicht direkt gegen Scope richten, hat der Fall dem Ruf der Agentur nachhaltig geschadet und wirft bis heute Fragen zur Qualität, Unabhängigkeit und Governance ihrer Ratingprozesse auf.</p>
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		<title>Scope Ratings zwischen IPO-Ambitionen und Marktanteilsverlusten</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 02:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Scope Ratings präsentiert sich in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend als selbstbewusste europäische Alternative zu den US-dominierten Ratingriesen S&#038;P, Moody’s und Fitch. Medienberichte über eine geplante Expansion in die USA und einen langfristig angestrebten Börsengang zeichnen das Bild eines Unternehmens im Aufbruch. Ein Blick auf die aktuellen Marktdaten von ESMA zeigt jedoch ein deutlich weniger dynamisches [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Scope Ratings präsentiert sich in der öffentlichen Wahrnehmung zunehmend als selbstbewusste europäische Alternative zu den US-dominierten Ratingriesen S&#038;P, Moody’s und Fitch. Medienberichte über eine geplante Expansion in die USA und einen langfristig angestrebten Börsengang zeichnen das Bild eines Unternehmens im Aufbruch. Ein Blick auf die aktuellen Marktdaten von ESMA zeigt jedoch ein deutlich weniger dynamisches Bild – und legt einen wachsenden Spannungsbogen zwischen strategischem Anspruch und ökonomischer Realität offen.</p>
<p>Nach den jüngsten Berechnungen der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) ist der Marktanteil von Scope Ratings im Bericht 2025 deutlich gesunken. Der Anteil an den EU-weiten Umsätzen aus Rating- und Nebenleistungen fiel auf 1,23 Prozent, nach 1,83 Prozent im Vorjahr. Damit verzeichnet Scope einen der stärksten relativen Rückgänge unter den mittelgroßen europäischen Ratingagenturen und bleibt klar unter der Schwelle, die regulatorisch als relevant für mehr Wettbewerb gilt. Während S&#038;P seinen Marktanteil weiter ausbauen konnte und Moody’s sowie Fitch ihre dominante Stellung weitgehend verteidigen, verliert Scope ausgerechnet in einer Phase an Boden, in der das Unternehmen seine internationale Expansion vorbereiten will.</p>
<p>Demgegenüber steht die jüngste Berichterstattung der Börsen-Zeitung, die sich auf Aussagen von Scope-Gründer und Vorstandschef Florian Schoeller gegenüber Reuters stützt. Darin kündigt Schoeller an, Scope wolle „in zwei bis drei Jahren“ außerhalb Europas expandieren, insbesondere in den wichtigen US-Markt. Um dort akzeptiert zu werden, müsse Scope „in New York präsent sein“ und eine Anerkennung durch die US-Börsenaufsicht SEC erhalten. Ziel sei es, den Rückstand auf die „weitaus größeren Rivalen“ aufzuholen und den von Schoeller als sehr „US-zentriert“ bezeichneten Sichtweisen der großen Drei eine europäische Perspektive entgegenzusetzen.</p>
<p>Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist ein Börsengang. „Das ist der Gesamtplan“, wird Schoeller zitiert. Zugleich bremst er die Erwartungen: „Man braucht ein gewisses Umsatzniveau, man muss profitabel sein, man braucht eine Wachstumsdynamik.“ Sein Bauchgefühl sage ihm, „dass es für einen Börsengang jetzt zu früh sei“. Diese Aussagen sind bemerkenswert, weil sie ein Kernproblem offenlegen: Rund 25 Jahre nach der Gründung hat Scope die Gewinnschwelle offenbar noch nicht nachhaltig erreicht. Stattdessen werden Verluste weiterhin durch Kapitalerhöhungen und den Einstieg neuer Gesellschafter ausgeglichen.</p>
<p>Jüngstes Beispiel ist der Einstieg der DekaBank mit einem Anteil von unter fünf Prozent, erworben im Rahmen einer Kapitalerhöhung. Neu hinzugekommen ist auch die Vienna Insurance Group. Bereits zuvor zählten neben Gründer Schoeller und Ankerinvestor Stefan Quandt zahlreiche institutionelle Investoren wie Crédit Agricole, AXA, Talanx/HDI oder die RAG-Stiftung zum Gesellschafterkreis. Die wachsende Investorenbasis sichert Scope finanzielle Stabilität und politische Rückendeckung, ersetzt aber keine nachhaltige Profitabilität.</p>
<p>Der Kontrast könnte kaum schärfer sein: Auf der einen Seite ambitionierte Pläne für US-Expansion und IPO, auf der anderen Seite ein schrumpfender Marktanteil im Heimatmarkt Europa und ein Geschäftsmodell, das weiterhin auf frisches Kapital angewiesen ist. Für potenzielle Investoren eines späteren Börsengangs ist das eine zentrale Frage. Ein IPO lebt nicht von strategischen Narrativen allein, sondern von belastbarem Wachstum, steigender Marktdurchdringung und stabilen Erträgen.</p>
<p>Damit steht Scope Ratings exemplarisch für die strukturellen Herausforderungen europäischer Ratingagenturen. Der politische Wunsch nach einer starken europäischen Alternative ist vorhanden, ebenso wie regulatorische Unterstützung. Die ESMA-Zahlen zeigen jedoch, dass Marktanteile nicht durch Visionen, sondern durch Skalierung und wirtschaftliche Durchschlagskraft gewonnen werden. Solange sich dieser Befund nicht ändert, bleibt der geplante Börsengang weniger ein bevorstehender Meilenstein als ein langfristiges Ziel mit offenem Ausgang.</p>
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		<title>Ratings als Schlüssel zu Private-Equity-Chancen</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2025 09:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[ELTIF-Rating]]></category>
		<category><![CDATA[PE-Rating]]></category>

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		<description><![CDATA[Die überarbeitete Verordnung zu europäischen Long-Term Investment Funds (ELTIF), die im Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat einen tiefgreifenden Wandel auf den Kapitalmärkten angestoßen – insbesondere für Privatanleger. Erstmals erhalten diese nun in breiterem Maße Zugang zu Anlageformen, die zuvor nahezu ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten waren: Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Diese Anlageformen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die überarbeitete Verordnung zu europäischen Long-Term Investment Funds (ELTIF), die im Januar 2024 in Kraft getreten ist, hat einen tiefgreifenden Wandel auf den Kapitalmärkten angestoßen – insbesondere für Privatanleger. Erstmals erhalten diese nun in breiterem Maße Zugang zu Anlageformen, die zuvor nahezu ausschließlich institutionellen Investoren vorbehalten waren: Private Equity, Private Debt oder Infrastruktur. Diese Anlageformen versprechen nicht nur neue Renditechancen, sondern auch einen besseren Zugang zur wirtschaftlichen Realität jenseits börsennotierter Unternehmen. Doch wie können Privatanleger fundierte Entscheidungen treffen, wenn es um diese komplexen, nicht transparenten Märkte geht? Hier kommt dem Rating eine zentrale Rolle zu.</p>
<p>Ein Rating ist kein bloßes Zahlenurteil – es ist ein Instrument der Aufklärung, Einordnung und Risikotransparenz. Es schafft Orientierung in einem Markt, der durch geringe Informationsdichte, hohe Komplexität und eingeschränkte Liquidität geprägt ist. Gerade weil Private Markets nicht an der Börse gehandelt werden, fehlt die tägliche Kursfeststellung als Spiegel des Marktvertrauens. Ratings füllen diese Leerstelle, indem sie qualitative und quantitative Kriterien zu einem strukturierten Urteil verdichten. Die Ratingagentur Scope zeigt exemplarisch, wie dieser Beitrag in der Praxis aussieht: Laut Scope kamen im Jahr 2024 allein 55 neue ELTIFs auf den Markt – ein Zeichen für die Dynamik, aber auch für die Herausforderung, aus einer wachsenden Zahl von Angeboten die passenden zu identifizieren. Ratings helfen, Risiken zu klassifizieren und die Seriosität sowie die Erfolgswahrscheinlichkeit von Anlagevehikeln und Strategien einzuschätzen.</p>
<p>Doch die Herausforderung geht tiefer: Private-Equity-Anlagen erfordern ein grundsätzliches Verständnis des Marktes. Wie Marc Tavakolian, Head of Investor Relations bei ODDO BHF Private Assets, betont, sei die Bedeutung von Private-Equity-Investments für Anleger heute noch stark unterschätzt. „Das potenzielle Anlageuniversum auf den privaten Märkten ist größer als das an der Börse gehandelte“, so Tavakolian. Der Unterschied ist enorm: Während in Deutschland nur rund 438 börsennotierte Unternehmen existieren, die bestimmte Größenkriterien erfüllen, liegt die Zahl entsprechender privater Unternehmen bei über 16.000. Dieses Reservoir an unternehmerischem Potenzial kann durch klassische Aktienkäufe nicht erschlossen werden – hier beginnt die Relevanz von Private Equity und damit auch der Bedarf an fundierten, ratingsgestützten Entscheidungen.</p>
<p>Ein Rating beleuchtet nicht nur den Fonds als Vehikel, sondern auch die zugrunde liegende Strategie. Denn Private Equity ist nicht gleich Private Equity. Tavakolian verweist auf die vier typischen Phasen eines Fonds: Kapitalbeschaffung, Investmentperiode, Ausschüttungsphase und Liquidation. Jede Phase birgt andere Risiken – etwa Liquiditätsengpässe in der Anfangsphase oder Bewertungsunsicherheiten in der Investmentperiode. Hier kann ein Rating systematisch Transparenz schaffen: Welche Strategie wird verfolgt? In welchem Unternehmensstadium wird investiert? Sind es Venture-Capital-Investments in Startups ohne getestetes Geschäftsmodell? Oder Buyouts in reife Unternehmen mit stabilem Cashflow? Handelt es sich um Turnaround-Fonds, die mit hohen Risiken, aber auch entsprechendem Renditepotenzial verbunden sind?</p>
<p>Zentral ist dabei laut Tavakolian: „Daher geht es den Unternehmen bei der Entscheidung für Private Equity nicht allein um die Deckung des Kapitalbedarfs, der unter Umständen auch durch Kredite gedeckt werden könnte. Private-Equity-Investitionen bringen neben Geld auch Know-how, ohne dass Zinsen anfallen. Das macht sie nicht nur für die Anleger, sondern auch für die Unternehmen attraktiv.“ Genau hier schließt sich der Kreis zur Rolle des Ratings. Denn je stärker Know-how, Netzwerkqualität, Managementkompetenz und strategische Fokussierung eines Fonds in die Bewertung einfließen, desto besser können Anleger beurteilen, ob das Vehikel zu ihren Zielen und Risikoprofilen passt.</p>
<p>In einer Zeit, in der sich die Grenzen zwischen institutionellem und privatem Kapital auflösen und regulatorische Neuerungen wie die ELTIF-Novelle diesen Prozess beschleunigen, wird die Rolle von Ratingagenturen unverzichtbar. Sie fungieren als Brücke zwischen Transparenzanspruch und Intransparenzrealität, zwischen Anlegerinteresse und Anbieterverantwortung – und letztlich zwischen Hoffnung auf Rendite und Kontrolle des Risikos. Wer die Potenziale privater Märkte nutzen will, sollte daher Ratings nicht als Zusatzinformation betrachten, sondern als Voraussetzung für informierte Entscheidungen.</p>
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		<title>Lazard rühmt sich für Euro-Hochzins-Unternehmensanleihen und erstmalig auch für japanische Aktie</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 12:57:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Lazard Asset Management wird in diesem Jahr gleich zwei Mal von Scope ausgezeichnet. Der von Lazard Frères Gestion verwaltete Lazard Euro Corp High Yield-Publikumsfonds wurde bei den Scope Investment Awards 2025 zum dritten Mal in Folge in Deutschland und der Schweiz sowie das zweite Mal in Österreich in der Kategorie „Renten EURO Corp. High Yield“ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Lazard Asset Management wird in diesem Jahr gleich zwei Mal von Scope ausgezeichnet. Der von Lazard Frères Gestion verwaltete Lazard Euro Corp High Yield-Publikumsfonds wurde bei den Scope Investment Awards 2025 zum dritten Mal in Folge in Deutschland und der Schweiz sowie das zweite Mal in Österreich in der Kategorie „Renten EURO Corp. High Yield“ zum Sieger gewählt. Der Fonds setzte sich gegen 96 andere Fonds durch. In der Kategorie „Aktien Japan“ kürte Scope zudem den Lazard Japanese Strategic Equity Fund in Deutschland und der Schweiz zum diesjährigen Gewinner aus 156 Fonds.</p>
<p>Der bereits 2008 aufgelegte Lazard Euro Corp High Yield-Publikumsfonds hat zum 15. November 2024 ein Volumen von über 347 Millionen Euro. Er wird von Alexia Latorre und ihrem Team verantwortet. Von Scope erhielt der Fonds ein A-Rating, was einem „sehr gut“ entspricht. Hohe Punktzahlen erzielt er vor allem in der Kategorie „Rendite“. Die Agentur Morningstar zeichnet den Publikumsfonds mit fünf von fünf Sternen aus.</p>
<p>Mit 98 von 100 Punkten überzeugt der Lazard Japanese Strategic Equity Fund besonders in Feld „Rendite“. Auch dieser Lazard-Fonds hat von Scope ein A-Rating erhalten. Manager des über 800 Millionen Euro schweren Fonds ist June-Yon Kim, Lead Portfolio Manager für japanische Aktien bei Lazard Asset Management. Auch für diesen Fonds, der 2024 seine Konkurrenz in der Kategorie „Aktien Japan Standardwerte“ um 4,5 Prozentpunkte schlagen konnte (alle Angaben Stand 15. November 2024), vergibt Morningstar fünf von fünf Sternen.</p>
<p>„Wir sind sehr glücklich, dass wir in diesem Jahr gleich in zwei Kategorien einen der begehrten Scope Investment Awards gewinnen konnten“, sagt Andreas Hübner, CEO von Lazard Asset Management Deutschland. „Alexia Latorre und ihrem Team ist es erneut gelungen, in einem anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich zu bestehen und zum dritten Mal in Folge den Award zu gewinnen. Dieser Award-Track-Record ist sowohl Ausdruck einer exzellenten Marktkenntnis als auch einer erfolgreichen Portfoliozusammenstellung des Teams über verschiedene Marktphasen hinweg.“</p>
<p>Trotz der kurzfristig angespannten politischen Lage ist Lazard für Japan langfristig optimistisch. Dort hatten vorgezogene Neuwahlen im Oktober die Regierungspartei hart abgestraft. „Auch wenn die Unruhe am Aktienmarkt noch eine Weile anhalten könnte, sind wir für japanische Aktien langfristig positiv gestimmt“, berichtet Hübner. „June-Yon Kim und sein Team haben über die letzten Jahre einen beeindruckend stabilen Track Record aufgebaut und wurden zuletzt mit starken Inflows belohnt. Unsicherheiten wie Neuwahlen bedeuten zwar immer auch eine erhöhte Marktvolatilität, aber gleichzeitig bieten sich für einen aktiven Manager, wie wir es sind, auch Gelegenheiten, das Portfolio weiter zu optimieren.“</p>
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