<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Kreditrating</title>
	<atom:link href="http://www.everling.de/category/ratings/kreditrating/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.everling.de</link>
	<description>Dr. Oliver Everling</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Sep 2026 19:11:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=4.2.7</generator>
	<item>
		<title>Hard Skill Rating: Mit Data2Space wird Kreditqualität als interaktive Finanzstruktur sichtbar</title>
		<link>http://www.everling.de/hard-skill-rating-mit-data2space-wird-kreditqualitaet-als-interaktive-finanzstruktur-sichtbar/</link>
		<comments>http://www.everling.de/hard-skill-rating-mit-data2space-wird-kreditqualitaet-als-interaktive-finanzstruktur-sichtbar/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Aug 2026 08:39:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Hard Skill Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=15159</guid>
		<description><![CDATA[Credit Ratings werden häufig als verdichtete Einschätzung der Bonität verstanden. Ein Buchstabe oder eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen vermittelt auf einen Blick, wie die Kreditqualität eines Emittenten, einer Anleihe oder eines anderen Finanzinstruments einzuschätzen ist. Hinter dieser scheinbar einfachen Skala steht jedoch ein komplexer analytischer Prozess. Gerade die technisch und quantitativ überprüfbaren Bestandteile einer [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Credit Ratings werden häufig als verdichtete Einschätzung der Bonität verstanden. Ein Buchstabe oder eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen vermittelt auf einen Blick, wie die Kreditqualität eines Emittenten, einer Anleihe oder eines anderen Finanzinstruments einzuschätzen ist. Hinter dieser scheinbar einfachen Skala steht jedoch ein komplexer analytischer Prozess. Gerade die technisch und quantitativ überprüfbaren Bestandteile einer Ratingentscheidung bilden eine eigene Dimension, die als „Hard Skill Rating“ verstanden werden kann. Data2Space macht diese Dimension räumlich sichtbar und verbindet quantitative Daten, Finanzstrukturen und Risikobeziehungen in interaktiven Informationswelten.</p>
<p><a href="https://data2space.com" target="_blank">Data2Space</a> überführt komplexe Finanzdaten in räumlich strukturierte und interaktive Umgebungen. Damit entsteht für das Hard Skill Rating eine neue Ebene der Analyse und Kommunikation. Quantitative Ratingfaktoren stehen nicht mehr isoliert in Tabellen, Excel-Modellen oder Berichten, sondern werden innerhalb eines gemeinsamen Datenraums miteinander verbunden.</p>
<p>Der Begriff Hard Skill Rating verweist in diesem Kontext auf die messbaren, modellierbaren und überprüfbaren Elemente der Bonitätsanalyse. Dazu gehören unter anderem Verschuldung, Zinsdeckung, Cashflow, Liquidität, Kapitalstruktur, Profitabilität, Asset Quality, Refinanzierungsprofile und weitere quantitative Kennzahlen. Je nach Schuldner und Finanzinstrument kommen zusätzliche Faktoren hinzu.</p>
<p>Die Herausforderung besteht dabei nicht allein darin, diese Kennzahlen zu berechnen. Moderne Finanzsysteme erzeugen Kennzahlen aus großen Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit. Entscheidend ist vielmehr, die Beziehungen zwischen den Kennzahlen zu verstehen und ihre Bedeutung für die Kreditqualität einzuordnen. Data2Space schafft dafür eine räumliche Analyseebene.</p>
<p>Ein Unternehmen kann beispielsweise eine bestimmte Verschuldungsquote aufweisen. Diese Kennzahl erhält ihre Bedeutung jedoch erst im Kontext von Cashflow, Zinsaufwand, Laufzeiten, Liquidität und Refinanzierungsmöglichkeiten. Eine einzelne Zahl stellt deshalb nur einen Ausschnitt des Risikoprofils dar.</p>
<p>In einem Data2Space-Modell werden diese Faktoren miteinander verbunden. Die Verschuldung erscheint nicht mehr nur als Wert in einer Tabelle, sondern als Bestandteil einer interaktiven Finanzstruktur. Der Analyst navigiert von der Gesamtverschuldung zu einzelnen Finanzierungen und untersucht deren Laufzeiten, Rang, Zinssätze, Gläubigerstrukturen und weitere Eigenschaften. Damit wird aus der Kennzahl eine Struktur.</p>
<p>Besonders deutlich wird dieser Vorteil bei der Analyse von Verschuldungsprofilen. Zwei Unternehmen können dieselbe Net-Debt-to-EBITDA-Ratio aufweisen und dennoch völlig unterschiedliche Kreditrisiken besitzen. Laufzeiten, Zinsbindungen, Währungen, Covenants oder Liquiditätsreserven können die Risikostruktur wesentlich verändern. Data2Space stellt diese Dimensionen gemeinsam dar und macht Unterschiede sichtbar, die in einer isolierten Kennzahl verborgen bleiben.</p>
<p>Auch die Cashflow-Analyse erhält dadurch eine zusätzliche Perspektive. Cashflows entstehen nicht einfach als einzelne Zahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Sie resultieren aus Geschäftsbereichen, Märkten, Kundenbeziehungen, Investitionen und Finanzierungsentscheidungen.</p>
<p>In einer interaktiven Data2Space-Umgebung lässt sich der Weg vom operativen Geschäft bis zum verfügbaren Cashflow nachvollziehen. Der Analyst erkennt, welche Geschäftsbereiche Cashflow erzeugen, welche Investitionen Liquidität binden und welche Finanzierungsstrukturen auf den Cashflow angewiesen sind. Damit wird die Nachhaltigkeit der Schuldendienstfähigkeit unmittelbar in ihrem wirtschaftlichen Zusammenhang sichtbar.</p>
<p>Auch Liquiditätsrisiken lassen sich räumlich erfassen. Ein Unternehmen kann heute ausreichend liquide sein und gleichzeitig in einigen Jahren vor erheblichen Refinanzierungsanforderungen stehen. Die Fälligkeiten von Anleihen, Krediten und anderen Verpflichtungen lassen sich als Bestandteil einer gemeinsamen zeitlichen Finanzierungsstruktur darstellen.</p>
<p>Konzentrationen werden dadurch sichtbar. Der Nutzer erkennt, wann größere Refinanzierungsvolumina anfallen und wie diese mit vorhandenen Liquiditätsquellen zusammenhängen. Hard Skill Rating wird damit dynamisch.</p>
<p>Data2Space verbindet historische Daten, aktuelle Kennzahlen und Szenarien innerhalb derselben Informationsumgebung. Die Entwicklung von Verschuldung, Cashflow, Liquidität oder Zinsdeckung lässt sich über mehrere Jahre verfolgen. Gleichzeitig lassen sich Szenarien für steigende Zinsen, sinkende Margen, rückläufige Umsätze oder veränderte Refinanzierungsbedingungen untersuchen. Damit wird die Zukunftsperspektive des Ratings unmittelbar mit der quantitativen Evidenz verbunden.</p>
<p>Auch die Kapitalstruktur eines Unternehmens lässt sich räumlich darstellen. Eigenkapital, Bankkredite, Anleihen, Schuldscheine, Leasing und weitere Finanzierungsformen werden als Bestandteile eines gemeinsamen Modells sichtbar. Der Nutzer erkennt, welche Finanzierungen vorrangig oder nachrangig sind und welche Sicherheiten oder Garantien bestehen.</p>
<p>Für Recovery- und Default-Analysen ist diese Struktur besonders relevant. Im Krisenfall kommt es nicht nur darauf an, ob ein Unternehmen grundsätzlich zahlungsfähig ist. Entscheidend ist auch, welche Gläubiger welche Ansprüche besitzen und welche Vermögenswerte diesen Ansprüchen gegenüberstehen. Data2Space macht diese Beziehungen interaktiv untersuchbar.</p>
<p>Bei Banken entsteht eine weitere Dimension. Kreditportfolios, Wertpapiere, Liquiditätsreserven, Einlagen und Refinanzierungen bilden ein komplexes Netzwerk. Data2Space stellt diese Strukturen räumlich dar und ermöglicht die Untersuchung von Konzentrationen nach Regionen, Branchen, Schuldnergruppen oder anderen Merkmalen. Damit wird die Bankbilanz zu einer interaktiven Risikolandschaft.</p>
<p>Für strukturierte Finanzierungen ist die räumliche Darstellung besonders leistungsfähig. Bei CLOs, MBS oder ABS bestehen komplexe Beziehungen zwischen zugrunde liegenden Assets, Schuldnern, Cashflows und Tranchen. Hard Skill Rating erfasst diese Strukturen quantitativ; Data2Space macht sie zusätzlich visuell und interaktiv zugänglich.</p>
<p>Die mathematische Modellierung bleibt erhalten. Hinzu kommt eine räumliche Repräsentation, die die Beziehungen zwischen den einzelnen Komponenten sichtbar macht. Auch die Modellvalidierung profitiert von dieser zusätzlichen Ebene. Wenn ein quantitatives Modell zu einem bestimmten Ratingergebnis führt, müssen die wesentlichen Einflussfaktoren plausibel und vollständig erfasst sein. Die räumliche Darstellung unterstützt dabei, Datenlücken, ungewöhnliche Konzentrationen und unerwartete Beziehungen zu erkennen. Sie ersetzt die quantitative Modellprüfung nicht. Sie ergänzt sie um eine visuelle und strukturelle Perspektive.</p>
<p>Für Ratinganalysten entsteht damit eine datenraumorientierte Arbeitsweise. Relevante Informationen aus Excel-Modellen, Datenbanken, Research und Ratingunterlagen lassen sich innerhalb einer gemeinsamen Informationsumgebung zusammenführen. Auch Ratingkomitees greifen auf denselben Datenraum zu. Analysten untersuchen unterschiedliche Aspekte, während die zugrunde liegende Struktur gemeinsam erhalten bleibt.</p>
<p>Damit verbessert sich auch die Nachvollziehbarkeit einer Ratingentscheidung. Eine Ratingnote lässt sich mit ihren wesentlichen quantitativen Treibern verbinden. Der Nutzer navigiert vom Rating zu den Kennzahlen und von den Kennzahlen zu den zugrunde liegenden Daten. Hard Skill Rating wird dadurch zu einer Evidenzkette.</p>
<p>Diese Form der Darstellung ist insbesondere für die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Ratingentscheidungen relevant. Ein Rating besteht nicht nur aus einem Ergebnis. Hinter der Ratingnote steht eine Informationsbasis, deren Qualität, Aktualität und struktureller Zusammenhang entscheidend sind. Data2Space macht diese Evidenz räumlich zugänglich.</p>
<p>Dabei geht es nicht darum, bestehende Ratingmodelle lediglich attraktiver darzustellen. Data2Space macht die Informationsstruktur selbst interaktiv. Nutzer können Daten filtern, Hypothesen untersuchen, Szenarien vergleichen und Beziehungen analysieren.</p>
<p>Ein Ratinganalyst untersucht beispielsweise, welche Unternehmen innerhalb eines Sektors ähnliche Verschuldungsstrukturen besitzen, bei welchen Emittenten sich besonders hohe Refinanzierungskonzentrationen finden oder welche Ratingprofile bei Veränderungen der Zinsdeckung besonders empfindlich reagieren.</p>
<p>Die Ergebnisse werden innerhalb einer interaktiven Ratinglandschaft sichtbar. Hard Skill Rating wird damit von einer Sammlung einzelner Kennzahlen zu einem vernetzten quantitativen Modell der Kreditqualität.</p>
<p>Data2Space ersetzt das klassische Rating nicht. Es erweitert den Ratingprozess um eine neue analytische und kommunikative Dimension. Daten liefern die Evidenz, quantitative Modelle strukturieren und messen die Risiken, Ratingmethodologien verdichten die Ergebnisse – und Data2Space macht die Beziehungen zwischen diesen Elementen sichtbar und interaktiv erfahrbar.</p>
<p>Damit erhält Hard Skill Rating eine neue Form. Kreditqualität erscheint nicht mehr nur als Kennzahlenset, sondern als dynamisches System aus Finanzstrukturen, Cashflows, Verpflichtungen, Risiken und Abhängigkeiten. Data2Space macht dieses System begehbar.</p>
<p>Aus der Ratingtabelle wird eine Ratinglandschaft, aus dem Finanzmodell ein interaktiver Datenraum und aus der einzelnen Kennzahl ein Bestandteil einer nachvollziehbaren Evidenzstruktur. Gerade für die technisch und quantitativ fundierte Seite des Ratings realisiert Data2Space damit einen grundlegenden Perspektivwechsel: weg von der isolierten Zahl und hin zu einem räumlich erfassbaren Modell der Kreditqualität.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/hard-skill-rating-mit-data2space-wird-kreditqualitaet-als-interaktive-finanzstruktur-sichtbar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rating der Resilienz im Ernstfall</title>
		<link>http://www.everling.de/rating-der-resilienz-im-ernstfall/</link>
		<comments>http://www.everling.de/rating-der-resilienz-im-ernstfall/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 12:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Cybersicherheitsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Forensisches Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelstandsrating]]></category>
		<category><![CDATA[OR-Rating]]></category>
		<category><![CDATA[Resilienzrating]]></category>
		<category><![CDATA[Soft Skill Rating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=15361</guid>
		<description><![CDATA[„Resilienz im Ernstfall: Psychophysiologische Grundlagen und strukturierte Entwicklung von Soft Skills in Hochbelastungskontexten“ &#8211; Tanja Gatzke zeigt in ihrem Beitrag zum Buch „Soft Skill Rating“, dass Resilienz und Soft Skills nicht nur für die persönliche Belastbarkeit von Beschäftigten relevant sind, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Dimension erhalten. Für das Credit Rating ist dieser Zusammenhang besonders [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„<span style="font-weight: 400;">Resilienz im Ernstfall: Psychophysiologische Grundlagen und strukturierte Entwicklung von Soft Skills in Hochbelastungskontexten</span>“ &#8211; Tanja Gatzke zeigt in ihrem Beitrag zum Buch „<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-50268-3" target="_blank">Soft Skill Rating“</a>, dass Resilienz und Soft Skills nicht nur für die persönliche Belastbarkeit von Beschäftigten relevant sind, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Dimension erhalten.</p>
<p>Für das Credit Rating ist dieser Zusammenhang besonders interessant: Die Bonität eines Unternehmens hängt nicht allein von Bilanzkennzahlen, Liquidität und Verschuldung ab, sondern auch davon, wie belastbar die Organisation ist und ob sie in Krisen handlungsfähig bleibt. Gatzke weist darauf hin, dass zwei Unternehmen mit vergleichbarer fachlicher Leistung unterschiedlich bewertet werden können, wenn eines über nachweislich resiliente Strukturen und gezielte Soft-Skill-Förderung verfügt.</p>
<p>Damit wird Resilienz zu einem möglichen Indikator für operative Stabilität und damit mittelbar auch für die Fähigkeit eines Unternehmens, seine finanziellen Verpflichtungen zuverlässig zu erfüllen. Gerade im Operational Risk zeigt sich die Verbindung: Können Führungskräfte und Teams auch unter hohem Druck Entscheidungen treffen, kommunizieren und Prozesse aufrechterhalten, kann dies entscheidend dafür sein, ob aus einer operativen Störung tatsächlich ein finanziell relevantes Risiko wird.</p>
<p>Der Beitrag von Tanja Gatzke ist im Buch „<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-50268-3" target="_blank">Soft Skill Rating</a>“ von Dr. Oliver Everling und Dominik Wever bei Springer Gabler veröffentlicht. Eine gute Gelegenheit, diese Zusammenhänge aus der Praxis der Krisenprävention und Resilienz weiter zu diskutieren, bietet die <a href="https://www.bvmw.de/de/hessen/internet-und-digitalisierung/veranstaltungen/kritis-check-up-das-praeventionsfruehstueck" target="_blank">von Tanja Gatzke veranstaltete BVMW-Veranstaltung „KRITIS-Check-up: Das Präventionsfrühstück“</a> am 3. November 2026 in Wiesbaden. Im Mittelpunkt stehen dort physische Sicherheit, Cyber Resilienz und die Frage, wie Unternehmen ihre Handlungsfähigkeit auch in Krisensituationen sichern können.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/rating-der-resilienz-im-ernstfall/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Immobilienpreise und ihre Bedeutung für Credit Ratings</title>
		<link>http://www.everling.de/immobilienpreise-und-ihre-bedeutung-fuer-credit-ratings/</link>
		<comments>http://www.everling.de/immobilienpreise-und-ihre-bedeutung-fuer-credit-ratings/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Feb 2026 08:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Immobilienrating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>
		<category><![CDATA[Pfandbriefrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=14894</guid>
		<description><![CDATA[Die jüngsten Daten des vdp-Immobilienpreisindex senden aus Sicht der Kreditrisikoanalyse ein differenziertes, insgesamt aber leicht positives Signal. Der bestätigte Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland im Jahr 2025 hat mehrere Implikationen für Credit Ratings von Banken, Immobilienunternehmen, Pfandbriefemittenten und immobiliennahen Projektentwicklern. Zunächst wirkt der breit abgestützte Preisanstieg stabilisierend auf die Qualität der Besicherungen in den Bankbilanzen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngsten Daten des vdp-Immobilienpreisindex senden aus Sicht der Kreditrisikoanalyse ein differenziertes, insgesamt aber leicht positives Signal. Der bestätigte Aufwärtstrend der Immobilienpreise in Deutschland im Jahr 2025 hat mehrere Implikationen für Credit Ratings von Banken, Immobilienunternehmen, Pfandbriefemittenten und immobiliennahen Projektentwicklern.</p>
<p>Zunächst wirkt der breit abgestützte Preisanstieg stabilisierend auf die Qualität der Besicherungen in den Bankbilanzen. Steigende Immobilienwerte verbessern rechnerisch die Loan-to-Value-Quoten bestehender Finanzierungen. Für Ratingagenturen ist dies ein relevanter Faktor, da niedrigere Beleihungsausläufe das Verlustpotenzial im Ausfallfall reduzieren. Dass der vdp-Index auf realen Transaktionsdaten aus mehr als 700 Kreditinstituten basiert, erhöht dabei die Aussagekraft für die Einschätzung systemischer Risiken im Immobilienkreditportfolio.</p>
<p>Besonders positiv für das Kreditprofil vieler Institute ist die stärkere Dynamik bei Wohnimmobilien. Wohnfinanzierungen weisen historisch sehr niedrige Ausfallraten auf, was auch in der Pressemitteilung ausdrücklich betont wird. Der Anstieg der Preise um 4,2 Prozent, getragen vor allem von Mehrfamilienhäusern mit plus 5,3 Prozent, stützt die Cashflow-Stabilität vieler Investoren und reduziert den Druck auf Covenants in bestehenden Finanzierungen. Für Banken mit einem hohen Anteil an Wohnimmobilienkrediten kann dies zu einer Stabilisierung oder leichten Verbesserung der Asset-Quality-Indikatoren führen, was sich mittelbar positiv auf Ratings auswirken kann.</p>
<p>Gleichzeitig zeigt der Rückgang der Renditen, gemessen an den Liegenschaftszinsen, eine Kehrseite der Entwicklung. Wenn Kaufpreise schneller steigen als Mieten, sinken die laufenden Erträge. Für Ratingagenturen erhöht dies die Aufmerksamkeit auf die Tragfähigkeit von Geschäftsmodellen, insbesondere bei hoch fremdfinanzierten Investoren in Mehrfamilienhäusern. Zwar bleiben die Risiken kurzfristig überschaubar, doch mittelfristig kann eine anhaltende Renditekompression die Schuldendienstfähigkeit schwächen, vor allem wenn Refinanzierungen zu höheren Zinsen erfolgen müssen.</p>
<p>Im Gewerbeimmobiliensegment fällt die Bewertung aus Ratingsicht vorsichtiger aus. Die Preiszuwächse von 3,5 Prozent im Jahresvergleich signalisieren zwar eine gewisse Stabilisierung nach der Zinswende, doch bleiben Büro- und Einzelhandelsimmobilien stärker konjunktur- und strukturabhängig. Die höheren Wachstumsraten bei Büroimmobilien können Ratingagenturen dazu veranlassen, das Segment differenzierter zu betrachten, etwa nach Lagequalität, Vermietungsstand und Mieterbonität. Die weiterhin moderaten Mietsteigerungen im Einzelhandel unterstreichen hingegen, dass dieses Teilsegment aus Risikosicht anfälliger bleibt.</p>
<p>Für Pfandbriefemittenten ist die Entwicklung grundsätzlich unterstützend. Steigende Immobilienpreise erhöhen die Deckungswerte im Deckungsstock und können die Überdeckung verbessern. In Kombination mit den traditionell konservativen Beleihungsansätzen im Pfandbriefsystem wirkt der Preisanstieg daher eher ratingstabilisierend als -treibend, da Pfandbriefe ohnehin auf sehr hohen Bonitätsniveaus angesiedelt sind.</p>
<p>Von besonderem Interesse für zukünftige Ratingeinschätzungen ist der politische Ausblick, den der vdp skizziert. Staatliche Bürgschaften für den Wohnungsneubau könnten, sofern umgesetzt, das Risikoprofil neuer Finanzierungen deutlich verändern. Für Ratingagenturen wäre dies ein kreditpositiver Faktor, da staatliche Garantien das Ausfallrisiko für Banken reduzieren und gleichzeitig den Neubau stimulieren könnten. Allerdings würde eine stärkere staatliche Rolle auch eine genaue Analyse der konkreten Ausgestaltung erfordern, um mögliche Fehlanreize oder langfristige fiskalische Risiken zu bewerten.</p>
<p>Insgesamt deutet die Pressemitteilung auf ein Umfeld hin, das kurzfristig eher stabilisierend für Credit Ratings wirkt, insbesondere im Wohnimmobiliensektor. Gleichzeitig mahnen die sinkenden Renditen, die Unsicherheiten bei Gewerbeimmobilien und die Abhängigkeit von wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen zu einer weiterhin selektiven und differenzierten Ratingbetrachtung. Für Ratingagenturen bleibt der deutsche Immobilienmarkt damit kein homogener Risikoanker, sondern ein Markt mit klaren Gewinnern, aber auch Segmenten, die weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erfordern.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/immobilienpreise-und-ihre-bedeutung-fuer-credit-ratings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Private Markets und die wachsende Bedeutung von Credit-Qualität, Ratings und stabilen Cashflows</title>
		<link>http://www.everling.de/private-markets-und-die-wachsende-bedeutung-von-credit-qualitaet-ratings-und-stabilen-cashflows/</link>
		<comments>http://www.everling.de/private-markets-und-die-wachsende-bedeutung-von-credit-qualitaet-ratings-und-stabilen-cashflows/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2025 08:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>
		<category><![CDATA[PE-Rating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=14830</guid>
		<description><![CDATA[Angesichts der anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten rücken Credit-Qualität, Ratings und die Stabilität von Cashflows stärker in den Fokus institutioneller Investoren. Private Markets profitieren dabei von einer besonderen Ausgangslage: Während viele Segmente der Public Markets nahe ihren Höchstständen notieren, befinden sich private Anlageklassen in einer anderen Phase des Zyklus. Diese Entkopplung schafft laut Dr. Nils [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Angesichts der anhaltenden makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten rücken Credit-Qualität, Ratings und die Stabilität von Cashflows stärker in den Fokus institutioneller Investoren. Private Markets profitieren dabei von einer besonderen Ausgangslage: Während viele Segmente der Public Markets nahe ihren Höchstständen notieren, befinden sich private Anlageklassen in einer anderen Phase des Zyklus. Diese Entkopplung schafft laut Dr. Nils Rode, Chief Investment Officer bei Schroders Capital, ein Umfeld, in dem sich Risiko und Ertrag neu austarieren lassen. „In Zeiten wie diesen sind Anleger gefordert, über kurzfristige Trends hinauszuschauen und sich stattdessen auf die Beständigkeit von Erträgen sowie auf die Bottom-Up-Wertschöpfung zu konzentrieren“, betont Rode im Private Markets Outlook 2026.</p>
<p>Für Credit-Investoren ist diese Phase besonders relevant, da die Neubewertung vieler Segmente mit einer stärkeren Disziplin bei Strukturen, Covenants und Kapitalallokation einhergeht. Sinkende Bewertungen und geringere Fremdkapitalquoten verbessern das Risikoprofil vieler Transaktionen und wirken sich positiv auf die implizite Kreditqualität aus. Gleichzeitig bleiben die Fundamentaldaten in weiten Teilen robust. Schroders Capital verweist darauf, dass die Bilanzen von Unternehmen und Verbrauchern insgesamt solide sind, auch wenn es in stärker verschuldeten Bereichen zu Belastungen kommt. Die geldpolitische Ausrichtung, die sich zunehmend von der Inflationsbekämpfung hin zur Beschäftigungssicherung verlagert, stützt Kreditnehmer mit variabler Verzinsung und begrenzt die Ausfallrisiken über große Teile des Kreditspektrums hinweg.</p>
<p>Im Private-Equity-Umfeld führt die aktuelle Neukalibrierung zu einer stärkeren Differenzierung nach Qualität und Resilienz. Besonders Buyouts kleiner und mittlerer Unternehmen gewinnen an Bedeutung, da sie im Durchschnitt 40 bis 50 Prozent unter den Bewertungen großer Buyouts und börsennotierter Vergleichsunternehmen gehandelt werden. Diese niedrigeren Einstiegspreise verbessern nicht nur das Eigenkapitalrenditepotenzial, sondern wirken auch stabilisierend auf die Kreditkennzahlen der Portfoliounternehmen. Kleinere Buyouts sind weniger stark fremdfinanziert, setzen stärker auf operative Wertschöpfung und weisen häufig stabilere, regional verankerte Geschäftsmodelle auf. Aus Sicht von Kreditgebern und Rating-Analysten bedeutet dies eine geringere Abhängigkeit von volatilen Kapitalmärkten und eine höhere Visibilität der Cashflows.</p>
<p>Besondere Aufmerksamkeit kommt den Private-Debt-Segmenten zu, die in einem Umfeld erhöhter Unsicherheit eine wichtige Rolle für Income-orientierte Portfolios spielen. Infrastructure Debt gilt weiterhin als verlässliche Quelle defensiver Erträge, gestützt durch Sachwerte, langfristige Verträge und häufig inflationsgebundene Einnahmen. Diese Merkmale wirken sich positiv auf die Stabilität von Ratings und die Werthaltigkeit der Kredite aus, selbst bei erneutem Inflationsdruck. Schroders Capital sieht in diesem Segment „eine der effektivsten Möglichkeiten, um Renditestabilität mit Absicherung gegen Kursverluste zu kombinieren“.</p>
<p>Darüber hinaus gewinnen Asset-Based-Finance-Strategien an Bedeutung, da sie Zugang zu diversifizierten Risikopools bieten und von strukturellen Ineffizienzen profitieren. Spezial- und Konsumentenkredite eröffnen attraktive Spreads, sofern der Fokus auf gut besicherte Vermögenswerte und kreditstarke Schuldner gelegt wird. Die breite Streuung dieser Portfolios reduziert idiosynkratische Risiken und erhöht zugleich die Liquidität am Sekundärmarkt, was aus Rating-Sicht ein zusätzlicher Stabilitätsfaktor ist.</p>
<p>Auch die großen strukturellen Transformationen wirken als Kreditkatalysatoren. Investitionen in Dekarbonisierung, Energiesicherheit und digitale Infrastruktur schaffen langfristige, planbare Zahlungsströme, die sowohl für Eigen- als auch für Fremdkapitalinvestoren attraktiv sind. Schroders Capital bevorzugt dabei Strategien mit hoher Cashflow-Transparenz in der Betriebs- und Bauphase, während Engagements in sehr frühen Entwicklungsstadien zurückhaltend beurteilt werden.</p>
<p>Mit Blick auf 2026 zeigt sich, dass Private Markets zwar nicht immun gegen Volatilität sind, jedoch durch ihren langfristigen Ansatz, aktive Steuerung und stärkeren Fokus auf Fundamentaldaten gut positioniert bleiben. Entscheidend wird die Fähigkeit sein, Kapital kontinuierlich, aber selektiv einzusetzen. Oder wie Dr. Nils Rode es zusammenfasst: Private Markets können „eine wichtige Rolle in diversifizierten, widerstandsfähigen Portfolios spielen“, gerade weil sie Credit-Qualität, stabile Erträge und strukturelles Wachstum miteinander verbinden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/private-markets-und-die-wachsende-bedeutung-von-credit-qualitaet-ratings-und-stabilen-cashflows/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Synergie von Banken, Fintech und Plattformen: Beschleunigung benutzerfreundlicher Kreditvergabe-Erlebnisse</title>
		<link>http://www.everling.de/synergie-von-banken-fintech-und-plattformen-beschleunigung-benutzerfreundlicher-kreditvergabe-erlebnisse/</link>
		<comments>http://www.everling.de/synergie-von-banken-fintech-und-plattformen-beschleunigung-benutzerfreundlicher-kreditvergabe-erlebnisse/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2024 08:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Bankenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Existenzgründerrating]]></category>
		<category><![CDATA[Innovationsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=14174</guid>
		<description><![CDATA[Die Podiumsdiskussion „The Synergy of Banks, Fintech, and Platforms: Accelerating User-Friendly Lending Experiences“ auf der Handelsblatt Tagung &#8222;BankenTech&#8220; brachte wertvolle Einblicke in die Zusammenarbeit von Banken und Fintechs im Bereich der Kreditvergabe und zeigte auf, wie beide Akteure voneinander profitieren können. Martin Brinckmann, Head of Small and Medium Corporates sowie Mitglied der Geschäftsführung der HypoVereinsbank, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Podiumsdiskussion „The Synergy of Banks, Fintech, and Platforms: Accelerating User-Friendly Lending Experiences“ auf der Handelsblatt Tagung &#8222;BankenTech&#8220; brachte wertvolle Einblicke in die Zusammenarbeit von Banken und Fintechs im Bereich der Kreditvergabe und zeigte auf, wie beide Akteure voneinander profitieren können. </p>
<p>Martin Brinckmann, Head of Small and Medium Corporates sowie Mitglied der Geschäftsführung der HypoVereinsbank, hob die Partnerschaft mit Banxware als strategisch vorteilhaft hervor. Die HypoVereinsbank könne in dieser Kooperation ihre langjährige Erfahrung und ihre Stärken als etablierte Bank einbringen, während Banxware mit seiner Innovationskraft und Flexibilität einen entscheidenden Mehrwert liefere. </p>
<p>Besonders betonte Brinckmann die Möglichkeit, durch diese Zusammenarbeit an Geschwindigkeit zu gewinnen, was in einem zunehmend digitalen und dynamischen Marktumfeld von entscheidender Bedeutung sei. Künftig werde das Geschäft verstärkt über Plattformen abgewickelt, was Banken zwinge, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und anzupassen. Eine Kooperation allein reiche nicht aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben; auch die Banken selbst müssten ihre Prozesse und Strukturen ständig hinterfragen und verbessern.</p>
<p>Jens Röhrborn, Gründer und CEO von Banxware, brachte eine umfassende Perspektive aus der Fintech-Branche in die Diskussion ein. Als erfahrener Rechtsanwalt und Unternehmer mit mehr als zwei Jahrzehnten Erfahrung im Bereich Venture Capital und M&#038;A verfügt Röhrborn über tiefgehendes Wissen zu den rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, die Fintechs prägen. </p>
<p>Mit Banxware verfolgt er seit 2020 das Ziel, den Bereich Embedded Lending neu zu gestalten und Plattformen die Möglichkeit zu geben, ihren Geschäftskunden Finanzierungslösungen anzubieten. In Deutschland nimmt Banxware dabei eine Vorreiterrolle ein. Röhrborn erläuterte, dass Plattformen im Kreditgeschäft auf regulatorische Hürden stoßen, die sie allein nur schwer überwinden können. Aus diesem Grund sei die Zusammenarbeit mit der HypoVereinsbank von zentraler Bedeutung. Die Bank bringe nicht nur das nötige Kapital zu attraktiven Konditionen mit, sondern ermögliche es Banxware auch, regulatorische Ineffizienzen zu umgehen, die Fintechs oft vor große Herausforderungen stellen. </p>
<p>Beide Diskutanten waren sich einig, dass die Synergie von Banken und Fintechs entscheidend ist, um nutzerfreundliche Kreditangebote zu schaffen und neue Märkte zu erschließen. Während die Banken von der Innovationskraft und Agilität der Fintechs profitieren, bringen sie selbst die notwendige Stabilität und Erfahrung mit. Diese gegenseitige Ergänzung eröffnet neue Möglichkeiten, Finanzdienstleistungen effizienter, schneller und kundenorientierter zu gestalten. Die Diskussion verdeutlichte, dass die Zukunft der Kreditvergabe in der Kombination von technologischem Fortschritt und traditionellem Bankwesen liegt, wobei kontinuierliche Anpassung und Innovation unerlässlich bleiben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/synergie-von-banken-fintech-und-plattformen-beschleunigung-benutzerfreundlicher-kreditvergabe-erlebnisse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Analyse des neuen besicherten Kreditprogramms von CapitalBox</title>
		<link>http://www.everling.de/analyse-des-neuen-besicherten-kreditprogramms-von-capitalbox/</link>
		<comments>http://www.everling.de/analyse-des-neuen-besicherten-kreditprogramms-von-capitalbox/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Feb 2024 11:58:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=13791</guid>
		<description><![CDATA[Die jüngste Ankündigung von Multitude SE, insbesondere ihres Geschäftsbereichs CapitalBox, über die Einführung eines umfassenden Programms für besicherte Kredite wirft allgemeine Fragen hinsichtlich der Auswirkungen auf kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) in Europa auf. Obwohl die Pressemitteilung positive Schlagzeilen über die vermeintlichen Vorteile des Programms liefert, sind einige Aspekte zu hinterfragen. &#8222;Diese besicherten Ratenkredite wurden [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die jüngste Ankündigung von Multitude SE, insbesondere ihres Geschäftsbereichs CapitalBox, über die Einführung eines umfassenden Programms für besicherte Kredite wirft allgemeine Fragen hinsichtlich der Auswirkungen auf kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) in Europa auf. Obwohl die Pressemitteilung positive Schlagzeilen über die vermeintlichen Vorteile des Programms liefert, sind einige Aspekte zu hinterfragen.</p>
<p>&#8222;Diese besicherten Ratenkredite wurden entwickelt, um die Bedürfnisse von traditionell unterversorgten kleinen und mittelgroßen Unternehmen in ganz Europa zu erfüllen. Die Einführung stellt eine bedeutende Erweiterung des Kreditangebots von CapitalBox dar&#8220;, heißt es in der Pressemitteilung.</p>
<p>Das neue Kreditprogramm, das besicherte Ratenkredite im Bereich von 100.000 EUR bis 1 Mio. EUR anbietet, wird als finanzielle Unterstützung für traditionell unterversorgte KMU angepriesen. Doch die Frage bleibt, ob die angekündigten Sicherheiten tatsächlich den Bedürfnissen der Unternehmen entsprechen und nicht nur ein Mittel sind, um das finanzielle Risiko für CapitalBox zu reduzieren.</p>
<p>&#8222;Dieses neue Kreditprodukt kombiniert das bestehende Ratenkreditprodukt von CapitalBox – das bei europäischen Kleinunternehmern bereits sehr beliebt ist – mit einer zusätzlichen realen Sicherheit,&#8220; so heißt es weiter, &#8222;um das uneinbringliche Ausfallrisiko deutlich zu senken. Infolgedessen kann CapitalBox nun noch wettbewerbsfähigere Angebote unterbreiten, die sowohl die effektiven Jahreszinsen senken als auch höhere Darlehensbeträge für erstklassige KMU bereitstellen.&#8220;</p>
<p>Die Integration von realen Sicherheiten mag auf den ersten Blick positiv erscheinen, da sie das uneinbringliche Ausfallrisiko verringern soll. Allerdings bleibt die Frage nach der tatsächlichen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit dieser Kredite an die Vielfalt der Bedürfnisse von KMU in ganz Europa. Die Betonung auf Gewerbeimmobilien, Geschäftsräumen und anderen physischen Vermögenswerten könnte einige Unternehmen ausschließen, die möglicherweise andere Formen von Sicherheiten anbieten könnten.</p>
<p>Ein weiterer Punkt, der kritisch betrachtet werden sollte, ist die Aussage von Mantvydas Štareika, CEO von CapitalBox, der behauptet, dass diese Kredite wettbewerbsfähig und anpassbar seien. Wie genau diese Wettbewerbsfähigkeit und Anpassbarkeit gemessen werden, bleibt unklar. Die genannte Abschlussgebühr von nur 0,5 Prozent und die Möglichkeit vorzeitiger Rückzahlungen sind sicherlich positive Elemente, aber die Transparenz bezüglich der effektiven Jahreszinsen und anderer versteckter Kosten sollte von Nutzern überprüft werden.</p>
<p>Mantvydas Štareika, CEO von CapitalBox, sagt: „Wir arbeiten schon seit einiger Zeit an der Ausweitung der Kreditvergabe mit Sicherheiten, was unserem Engagement für KMU, die von konventionellen Banken traditionell übersehen werden, zugutekommt. Wir haben diese Kredite so wettbewerbsfähig und anpassbar wie möglich gestaltet, was genau unserer übergeordneten Mission entspricht, die Kreditvergabe für die von uns betreuten KMU so nahtlos wie möglich zu gestalten. Ich gehe davon aus, dass dadurch noch mehr KMU den Weg zu CapitalBox finden. Wir sind bereit, ihnen das Leben zu erleichtern und ihre Unternehmen erfolgreicher zu machen.“</p>
<p>Jorma Jokela, CEO von Multitude SE ergänzt: „Mit den neuen besicherten Darlehen von CapitalBox unterstützen wir Unternehmen in einer Zeit, in der ihr Zugang zu Fremdkapital aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Lage schwierig ist und sie unter der anhaltend hohen Inflation und dem wirtschaftlichen Umfeld leiden.  Darüber hinaus ist die Erweiterung unserer CapitalBox-Produktpalette ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wachstum und ist Teil unserer im letzten Jahr vorgestellten neuen Strategie. Damit unterstreichen wir einmal mehr unsere Ambition, in den kommenden Jahren in allen Geschäftsbereichen der Multitude-Gruppe deutlich zu wachsen. Gleichzeitig reduzieren wir durch die Besicherung der Kredite das finanzielle Risiko für unser Unternehmen und können so indirekt den Wert für unsere Aktionäre weiter steigern.“</p>
<p>Um diese Kredite zu erhalten, übermitteln die Unternehmen dem CapitalBox-Team Informationen über ihre Sicherheiten und die finanzielle Lage ihres Unternehmens. Die Kredite werden dann nach erfolgreicher Prüfung externer Bewertungsberichte, einer manuellen Überprüfung durch den internen Kreditausschuss von CapitalBox und der Bestätigung durch einen verifizierten externen Bewerter ausgezahlt. Der externe Bewerter fungiert als zweite Sicherheitsebene, um den korrekten Wert der Sicherheiten zu bestätigen.</p>
<p>Die Tatsache, dass die Kredite nach einer gründlichen Prüfung und Bestätigung durch externe Gutachter ausgezahlt werden, ist zwar positiv, wirft jedoch die Frage nach der Dauer dieses Prozesses auf. Schnelle Finanzierung ist oft entscheidend für Unternehmen, die Expansion oder Anschaffungen planen.</p>
<p>Da CapitalBox bereits persönliche Bürgschaften als Sicherheiten akzeptiert, liegt der Schwerpunkt dieses Kreditprodukts auf der neu erweiterten Akzeptanz von Realsicherheiten, meist in Form von Gewerbeimmobilien, Geschäftsräumen, Firmenhypotheken und Transportmitteln sowie Investitionsgütern.</p>
<p>Insgesamt bleibt die Wirksamkeit des neuen besicherten Kreditprogramms von CapitalBox abzuwarten. Eine kritische Analyse dieser Ankündigung ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Interessen der KMU tatsächlich im Mittelpunkt stehen und nicht nur die Risiken für das Unternehmen Multitude SE minimiert werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/analyse-des-neuen-besicherten-kreditprogramms-von-capitalbox/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Per Autocomplete-Funktion &#8222;bankrott&#8220;</title>
		<link>http://www.everling.de/per-autocomplete-funktion-bankrott/</link>
		<comments>http://www.everling.de/per-autocomplete-funktion-bankrott/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Apr 2023 13:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Debitorenrating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12947</guid>
		<description><![CDATA[Wer sich allein schon von der Autocomplete-Funktion der Suchmaschinen im Bonitätsurteil über Schuldner leiten lässt, kann schnell einem Irrtum unterliegen. Die Autocomplete-Funktion kann eventuell einen Schuldner durch Hinzufügen des Wortes &#8222;bankrott&#8220; darstellen, obwohl dieser zahlungsfähig oder sogar sehr guter Bonität ist. Die genaue Kontrolle der Bonität anhand der dafür maßgeblichen Quellen der Ratingagenturen ist daher unverzichtbar. Die Verknüpfung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich allein schon von der Autocomplete-Funktion der Suchmaschinen im Bonitätsurteil über Schuldner leiten lässt, kann schnell einem Irrtum unterliegen. Die Autocomplete-Funktion kann eventuell einen Schuldner durch Hinzufügen des Wortes &#8222;bankrott&#8220; darstellen, obwohl dieser zahlungsfähig oder sogar sehr guter Bonität ist. Die genaue Kontrolle der Bonität anhand der dafür maßgeblichen Quellen der Ratingagenturen ist daher unverzichtbar.</p>
<p>Die Verknüpfung des Namens eines Unternehmers mit dem Begriff „bankrott“ über die Autocomplete-Funktion im Rahmen der Google-Suche kann nämlich nach den Einzelfallumständen zulässig sein. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat mit heute verkündeter Entscheidung einen Unterlassungsanspruch eines Klägers zurückgewiesen. Das Ergebnis der Autocomplete-Funktion sei erkennbar unbestimmt und enthalte keine eigenständige Behauptung. Der Nutzer wisse, dass es automatisch generiert werde. Konkrete Bedeutung erlange die Kombination erst nach weiteren Recherchen, begründete das OLG seine Entscheidung.</p>
<p>Der Kläger ist Inhaber einer Unternehmensgruppe, die auf dem Gebiet des Innendesigns von Hotels tätig ist. Die Beklagte betreibt u.a. die Internetsuchmaschine Google. Bei Eingabe von Vor- und Nachnamen des Klägers erscheint über die Autocomplete-Funktion als Suchergänzungsvorschlag „bankrott“. Hintergrund ist, dass zwei zur Unternehmensgruppe des Klägers gehörende Unternehmen vor rund zehn Jahren im Zusammenhang mit Ermittlungen deutscher Steuerbehörden insolvent und später wegen Vermögenslosigkeit aus dem Handelsregister gelöscht wurden. Ein konkret auf den Kläger bezugnehmender Webseiteneintrag stammt von einem Inkassounternehmen, welches ein Geschäftspartner der Unternehmensgruppe mit dem Einzug einer Forderung beauftragt hatte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/per-autocomplete-funktion-bankrott/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Internationale Ratingagentur im Visier der ESMA</title>
		<link>http://www.everling.de/internationale-ratingagentur-im-visier-der-esma/</link>
		<comments>http://www.everling.de/internationale-ratingagentur-im-visier-der-esma/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 24 Mar 2023 08:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Anleiherating]]></category>
		<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>
		<category><![CDATA[S&P]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12892</guid>
		<description><![CDATA[Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die Finanzmarktregulierungs- und -aufsichtsbehörde der EU, hat gegen S&#38;P Global Ratings Europe Limited (S&#38;P) eine Geldbuße von insgesamt 1.110.000 EUR verhängt. Dazu erfolgte eine öffentliche Bekanntmachung wegen Verstößen gegen die EU-Verordnung über Kreditratingagenturen (CRA-Verordnung). Der Vorgang zeigt erneut, dass es Verstöße gegen die CRA-Verordnung nicht nur bei kleinen Agenturen wie [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die Finanzmarktregulierungs- und -aufsichtsbehörde der EU, hat gegen S&amp;P Global Ratings Europe Limited (S&amp;P) eine Geldbuße von insgesamt 1.110.000 EUR verhängt. Dazu erfolgte eine öffentliche Bekanntmachung wegen Verstößen gegen die EU-Verordnung über Kreditratingagenturen (CRA-Verordnung).</p>
<p>Der Vorgang <a href="http://www.everling.de/esma-sanktion-gegen-moodys-setzt-massstaebe/" target="_blank">zeigt erneut</a>, dass es <a href="http://www.everling.de/beschwerdekammer-der-europaeischen-aufsichtsbehoerden-einig-gegen-scope-ratings/" target="_blank">Verstöße gegen die CRA-Verordnung nicht nur bei kleinen Agenturen wie der Berliner &#8222;Scope Ratings&#8220;</a>, sondern <a href="http://www.everling.de/esma-sanktion-gegen-moodys-setzt-massstaebe/" target="_blank">auch bei international führenden Agenturen</a> geben kann.</p>
<p>Die ESMA stellte fest, dass S&amp;P Kreditratings veröffentlichte, bevor die betreffenden Wertpapiere von den bewerteten Unternehmen emittiert und dem Markt bekannt gegeben wurden. Dies war auf interne Kontrollfehler zurückzuführen und führte zu Verstößen von S&amp;P gegen seine Transparenzverpflichtungen.</p>
<p>Verena Ross, Vorsitzende der ESMA, sagte: „Die heutige Maßnahme gegen S&amp;P unterstreicht die Bedeutung, die die ESMA den Ratingagenturen beimisst, die ihren Verpflichtungen zur rechtzeitigen Offenlegung von Informationen über Ratings gegenüber dem Markt nachkommen. Die Veröffentlichung eines Kreditratings vor der Emission der bewerteten Wertpapiere kann dem Emittenten, den Anlegern und ganz allgemein dem ordnungsgemäßen Funktionieren der Finanzmärkte schaden.“</p>
<p>Die von der Geldbuße erfassten Verstöße beziehen sich insbesondere auf: (1) Mängel in den internen Kontrollmechanismen von S&amp;P, die die Einhaltung seiner Verpflichtungen in Bezug auf die rechtzeitige Offenlegung von Kreditratings nicht gewährleisteten; (2) das Versäumnis von S&amp;P, Entscheidungen zur Einstellung von Kreditratings rechtzeitig und nicht willkürlich  offenzulegen; (3) das Versäumnis von S&amp;P, der ESMA aktuelle Ratinginformationen vorzulegen.</p>
<p>Es wurde festgestellt, dass alle Verstöße auf Fahrlässigkeit seitens S&amp;P zurückzuführen waren. Bei der Berechnung der Geldbuße berücksichtigte die ESMA sowohl erschwerende als auch mildernde Faktoren, die in der CRA-Verordnung vorgesehen sind.</p>
<p>ESMA listet die Verstöße von S&amp;P gegen die Verordnung über Kreditratingagenturen im Einzelnen auf:</p>
<p>(a) Verstoß gegen interne Kontrollen: Die ESMA stellte fest, dass die Mängel in den internen Kontrollverfahren und die Art und Weise, wie diese Verfahren umgesetzt wurden, dazu führten, dass S&amp;P vorzeitig Kreditratings veröffentlichte. Insbesondere stellte die ESMA fest, dass S&amp;P zwischen dem 5. Juni 2019 und dem 8. September 2021 angeforderte Kreditratings für sechs Emittenten vorzeitig veröffentlichte, d. h. die Kreditratings wurden von S&amp;P vor der Emission der Wertpapiere durch die bewerteten Unternehmen und der Bekanntgabe an den Markt veröffentlicht. Infolgedessen verhängte die ESMA eine Geldbuße von 825.000 EUR gegen S&amp;P, weil das Unternehmen keine internen Kontrollmechanismen hatte, um sicherzustellen, dass es seinen Verpflichtungen zur zeitgerechten Offenlegung von Kreditratings nachkommt.</p>
<p>(b) Verstöße im Zusammenhang mit Transparenzpflichten: Die ESMA stellte fest, dass S&amp;P zwischen 2019 und 2021 in sechs Fällen ohne Angabe von Gründen Kreditratings von seinen öffentlichen Plattformen entfernte. Infolgedessen verhängte die ESMA eine Geldbuße von 210.000 EUR gegen S&amp;P, weil die Ratingagentur es versäumt hatte, Entscheidungen zur Einstellung von Kreditratings rechtzeitig und auf nicht selektiver Basis offenzulegen.</p>
<p>Die ESMA stellte außerdem fest, dass S&amp;P in Bezug auf ein bewertetes Unternehmen nicht sichergestellt hat, dass die Informationen, die es der ESMA zur Veröffentlichung auf der European Rating Platform (ERP) übermittelt hat, korrekt und aktuell sind. Daraufhin verhängte die ESMA eine Geldbuße von 75.000 Euro gegen S&amp;P.</p>
<p>Gegen die Entscheidungen der ESMA hat die Ratingagentur ein Beschwerderecht: Gegen diese Entscheidung kann S&amp;P bei der Beschwerdekammer der Europäischen Aufsichtsbehörden Berufung einlegen. Eine solche Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung, obwohl es der Beschwerdekammer möglich ist, die Anwendung der Entscheidung gemäß Artikel 60 Absatz 3 der ESMA-Verordnung auszusetzen.</p>
<p>Die Berliner Ratingagentur &#8222;Scope Ratings&#8220; hatte seinerzeit von ihrem Recht Gebrauch gemacht, gegen Entscheidungen der ESMA Berufung einzulegen. Die Gemeinsame Beschwerdekammer der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESA – Europäische Bankenaufsichtsbehörde, Europäische Behörde für Versicherungen und betriebliche Altersversorgung und Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde) hatte die Entscheidung der ESMA erneut geprüft und daraufhin einstimmig beschlossen, die Beschwerde der Berliner gegen ESMA in Bezug auf die Auslegung der geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Verordnung über Ratingagenturen zurückzuweisen. <a href="http://www.everling.de/beschwerdekammer-der-europaeischen-aufsichtsbehoerden-einig-gegen-scope-ratings/" target="_blank">Es blieb daher bei den Vorwürfen, die der Ratingagentur &#8222;Scope Ratings&#8220; zu machen waren.</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/internationale-ratingagentur-im-visier-der-esma/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Auch deutschen Kreditnehmern geht Silicon Valley Bank abhanden</title>
		<link>http://www.everling.de/auch-deutschen-kreditnehmern-geht-silicon-valley-bank-abhanden/</link>
		<comments>http://www.everling.de/auch-deutschen-kreditnehmern-geht-silicon-valley-bank-abhanden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 11:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12879</guid>
		<description><![CDATA[Die Silicon Valley Bank glänzte mit sehr guten Ratings der führenden US-amerikanischen Ratingagenturen Moody&#8217;s Investors Service und S&#38;P Global Ratings. Bank Credit Ratings A3 von Moody&#8217;s und BBB+ von S&#38;P wie auch Holding Company Credit Ratings A3 von Moody&#8217;s und BBB von S&#38;P ließen keinen Zweifel an der &#8222;Anlagequalität&#8220; &#8211; und das bei stabilen Ausblicken. Am 10. März 2023 [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Silicon Valley Bank glänzte mit sehr guten Ratings der führenden US-amerikanischen Ratingagenturen Moody&#8217;s Investors Service und S&amp;P Global Ratings. Bank Credit Ratings A3 von Moody&#8217;s und BBB+ von S&amp;P wie auch Holding Company Credit Ratings A3 von Moody&#8217;s und BBB von S&amp;P ließen keinen Zweifel an der &#8222;Anlagequalität&#8220; &#8211; und das bei stabilen Ausblicken. Am 10. März 2023 wurden die Ratings plötzlich tief in den spekulativen Bereich gesenkt. <a href="https://ir.svb.com/shareholder-and-bondholder-information/credit-ratings/default.aspx">Nur die Website der Bsnk berichtet wahrheitswidrig immer noch von den einst hervorragenden Ratings</a>.</p>
<p>Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat heute gegenüber der Silicon Valley Bank Germany Branch aufgrund der bestehenden Gefahr für die Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber Gläubigern ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. &#8222;Außerdem ordnete die BaFin an,&#8220; so teilt die Bundesanstalt mit, &#8222;die Bank für den Verkehr mit der Kundschaft zu schließen (Moratorium). Die Maßnahmen der BaFin sind sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.&#8220;</p>
<p>Die Silicon Valley Bank Germany Branch hat keine systemische Relevanz, stellt die Finanzmarktaufsichtsbehörde klar. Das Institut ist eine Zweigstelle der Silicon Valley Bank mit Sitz in Santa Clara, California, USA.</p>
<p>Am 10. März 2023 hat die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) ihre Maßnahmen zum Schutz der Einleger gegenüber der Silicon Valley Bank in Santa Clara veröffentlicht. Das Moratorium gegenüber der Silicon Valley Bank Germany Branch musste nach Ansicht der BaFin angeordnet werden, um die Vermögenswerte in einem geordneten Verfahren zu sichern: &#8222;Die Maßnahmen gelten solange, bis die weitere Entwicklung für die auf die FDIC übertragenen Geschäfte der Silicon Valley Bank in Santa Clara geklärt ist.&#8220;</p>
<p>In der Notlage der Silicon Valley Bank Germany Branch sieht die BaFin keine Bedrohung für die Finanzstabilität. Die Bilanzsumme des in Frankfurt am Main ansässigen Instituts belief sich gemäß aufgestelltem Jahresabschluss zum 31.12.2022 auf 789,2 Millionen Euro, berichtet die BaFin.</p>
<p>Die Silicon Valley Bank Germany Branch ist seit dem 30. Mai 2018 in Deutschland ansässig und betreibt in Deutschland das Kreditgeschäft. Die Silicon Valley Bank Germany Branch betreibt in Deutschland kein Einlagengeschäft. Aus dem Moratorium ergeben sich somit keine Konsequenzen für die Einlagensicherung in Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/auch-deutschen-kreditnehmern-geht-silicon-valley-bank-abhanden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Treue Pay-TV-Zahler gelangen schneller zur eigenen Immobilie</title>
		<link>http://www.everling.de/treue-pay-tv-zahler-gelangen-schneller-zur-eigenen-immobilie/</link>
		<comments>http://www.everling.de/treue-pay-tv-zahler-gelangen-schneller-zur-eigenen-immobilie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2023 14:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kreditrating]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.everling.de/?p=12876</guid>
		<description><![CDATA[Equifax unterstützt finanziell integrative Kreditvergabe mit der Verfügbarkeit von erweiterten US-Hypothekenkreditberichten. Das Unternehmen ist die erste National Credit Reporting Agency (NCRA), die der Hypothekenbranche bestimmte Telekommunikations- (Telco), Pay-TV- und Versorgungsattribute zur Verfügung stellt, um ein vollständigeres Bild der Finanzprofile der Verbraucher zu erhalten. Eine anonymisierte Untersuchung von Equifax zu den potenziellen Vorteilen von Telekommunikations-, Pay-TV- [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Equifax unterstützt finanziell integrative Kreditvergabe mit der Verfügbarkeit von erweiterten US-Hypothekenkreditberichten. Das Unternehmen ist die erste National Credit Reporting Agency (NCRA), die der Hypothekenbranche bestimmte Telekommunikations- (Telco), Pay-TV- und Versorgungsattribute zur Verfügung stellt, um ein vollständigeres Bild der Finanzprofile der Verbraucher zu erhalten.</p>
<p>Eine anonymisierte Untersuchung von Equifax zu den potenziellen Vorteilen von Telekommunikations-, Pay-TV- und Versorgungsattributen ergab, dass 30 Prozent von 255 Millionen US-Verbrauchern ihre traditionelle Kreditwürdigkeit potenziell verbessern könnten, wenn die Attribute einbezogen würden – was zu einem besseren Zugang zu Krediten beiträgt. Millionen von Subprime-Verbrauchern könnten durch die Nutzung der zusätzlichen Daten auch eine durchschnittliche Steigerung von etwa 30 Punkten verzeichnen, was sie in den Bereich der nahen Prime-Punktzahl bringt und ihnen möglicherweise ermöglicht, günstigere Angebote oder Tarife zu erhalten.</p>
<p>&#8222;Unser Unternehmensziel ist es, Menschen dabei zu helfen, ihr finanzielles Bestes zu geben&#8220;, sagte Mark W. Begor, CEO von Equifax. „Equifax ist sich bewusst, dass eine einzige finanzielle Gelegenheit ein entscheidender Schritt sein kann, um die finanzielle Gesundheit des Einzelnen und den Wohlstand der Generationen zu etablieren und den Weg von Familien und Gemeinschaften für Generationen zu verändern. Mehr Daten führen zu besseren Entscheidungen, und wir haben Milliarden in Cloud-basierte Technologielösungen investiert und leistungsstarke differenzierte Datenquellen, die unterversorgten Personen neue Sichtbarkeit verleihen und unsere Kunden in die Lage versetzen, mehr Menschen einen besseren Zugang zu finanziellen Möglichkeiten zu ermöglichen.&#8220;</p>
<p>Die Mehrheit der erwachsenen US-Amerikaner hat mindestens eine Stromrechnung oder ein Handy auf ihren Namen, was die Daten von Versorgungsunternehmen zu einem weit verbreiteten und aussagekräftigen Indikator für die frühere finanzielle Zuverlässigkeit macht. Eine aktuelle Studie von Andrew Davidson &amp; Co., einem führenden Anbieter von Risikoanalysen und Beratung für Wohnungsbaudarlehen, Agency Mortgage-Backed Securities („MBS“) und kreditsensitive Verbriefungen, analysierte US-Hypotheken vom Januar 2019 für Verbraucher mit nicht traditionellen Kredithistorien (jung, schwach oder ohne Erfolg) und fanden eine starke Korrelation zwischen positiver Verbraucherzahlungshistorie und zukünftiger positiver Hypothekenzahlungsleistung. Die Untersuchungen des Unternehmens bestätigten diese Korrelation auch über ein breites Spektrum von Kredit-Scores hinweg für diese Kreditnehmer, insbesondere bei Kreditnehmern aus den High-End-Subprime- (Kredit-Scores von 580-619) bis unteren Prime-Score-Bereichen (Kredit-Scores von 660-719). denen möglicherweise eher Schwierigkeiten beim Erhalt einer Hypothek gegenüberstanden oder denen möglicherweise höhere Zinssätze allein aufgrund ihrer Kreditunterlagen angeboten wurden.</p>
<p>&#8222;Unsere Forschung hat eine starke analytische Unterstützung für die Verwendung von Nutzenattributen bei der Bewertung potenzieller Hypothekenrisiken bestätigt&#8220;, sagte Andrew Davidson, Präsident von Andrew Davidson &amp; Co. &#8222;Wir haben in unserer Forschung ermutigende Leistungsdaten identifiziert, die eine starke Korrelation zwischen früherem günstigen Zahlungshistorien und zukünftiger Hypothekenleistung zeigen. Es ist noch deutlicher, wenn mehrere Nutzenattribute berücksichtigt werden. Solche Auswirkungen haben das Potenzial, den Zugang zu Hypotheken für unterversorgte Gruppen zu verbessern..&#8220;</p>
<p>Für Hypothekengeber unterstützt die Möglichkeit, neben der traditionellen Kreditauskunft auch Einblicke in Telekommunikation, Pay-TV und Versorgungsunternehmen zu berücksichtigen, eine finanziell integrative Kreditvergabe zu sichern. Das alles trägt dazu bei, die Verfügbarkeit von Krediten für mehr Kreditnehmer zu erweitern. Diese zusätzlichen Erkenntnisse werden den Kreditgebern zusammen mit den Equifax-Hypothekenkreditberichten ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung gestellt, was ihnen hilft, den manuellen Zeichnungsprozess zu vereinfachen, das Kundenerlebnis zu verbessern und die Kreditgeberkosten zu senken.</p>
<p>&#8222;Die Forschungsergebnisse von Andrew Davidson &amp; Co. unterstreichen den Wert dieser Erkenntnisse, um vielen Amerikanern einen besseren Weg zur Gründung von Wohneigentum zu bieten&#8220;, sagte Craig Crabtree, Senior Vice President und General Manager, Equifax Mortgage &amp; Housing Services. „Da diese hochgradig strukturierten Telekommunikations-, Pay-TV- und Versorgungsattribute Equifax-Kunden jetzt neben traditionellen Hypothekenkreditberichten zur Verfügung stehen, freuen wir uns auf die Partnerschaft mit der Hypothekenbranche, damit wir gemeinsam das volle Potenzial ausschöpfen können, das Millionen von Amerikanern dabei hilft, erfolgreich ihr Ziel des Wohneigentums zu erreichn.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.everling.de/treue-pay-tv-zahler-gelangen-schneller-zur-eigenen-immobilie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
