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	<title>Den Nutzen von Ratings erschließen &#187; Suchergebnisse  &#187;  &#8222;Scope Hamburg&#8220;</title>
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	<description>Dr. Oliver Everling</description>
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		<title>Die CRA-Verordnung und die Förderung des Wettbewerbs im Rating</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Dec 2023 08:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Credit Rating Agency (CRA) Regulation, eine Regelung zur Regulierung von Ratingagenturen in der Europäischen Union (EU), verfolgt unter anderem das Ziel, den Wettbewerb in den Märkten für Kreditbeurteilungen zu erhöhen. Ein zentraler Ansatzpunkt hierbei ist die Ermutigung von Emittenten oder damit verbundenen Dritten, kleinere Ratingagenturen zu nutzen. Gemäß Artikel 8d der CRA-Verordnung sind Emittenten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Credit Rating Agency (CRA) Regulation, eine Regelung zur Regulierung von Ratingagenturen in der Europäischen Union (EU), verfolgt unter anderem das Ziel, den Wettbewerb in den Märkten für Kreditbeurteilungen zu erhöhen. Ein zentraler Ansatzpunkt hierbei ist die Ermutigung von Emittenten oder damit verbundenen Dritten, kleinere Ratingagenturen zu nutzen.</p>
<p>Gemäß Artikel 8d der CRA-Verordnung sind Emittenten oder damit verbundene Dritte, die beabsichtigen, zwei oder mehr Kreditbewertungsagenturen für die Bewertung einer Emission oder Einrichtung zu beauftragen, dazu aufgefordert, zumindest eine Agentur mit nicht mehr als 10% des Gesamtmarktanteils in der EU zu berücksichtigen. Durch diese Regel sollte der Marktanteil der kleineren Agenturen quasi automatisch steigen.</p>
<p>Entscheidet sich ein Emittent oder damit verbundener Dritter trotzdem dafür, keine Agentur mit weniger als 10% Gesamtmarktanteil zu beauftragen, verlangt die CRA-Verordnung (Artikel 8d), dass diese Entscheidung dokumentiert wird. Die Einhaltung der Pflichten nach Artikel 8d wird auf nationaler Ebene von den zuständigen sektoralen Aufsichtsbehörden überwacht und durchgesetzt.</p>
<p>Um Emittenten oder damit verbundene Dritte bei dieser Bewertung zu unterstützen, sieht Artikel 8d der CRA-Verordnung vor, dass die European Securities and Markets Authority (ESMA) jährlich eine Liste der registrierten Ratingagenturen sowie die Arten von Ratings veröffentlicht. Diese Liste enthält auch eine Berechnung der Umsätze der Ratingagenturen aus Kreditbewertungsaktivitäten und Nebendienstleistungen auf Gruppenebene.</p>
<p>Die Gesamtmarktanteile jeder registrierten Kreditbewertungsagentur werden gemäß Artikel 8d(3) der CRA-Verordnung anhand des Jahresumsatzes aus Kreditbewertungsaktivitäten und Nebendienstleistungen auf Gruppenebene in der EU berechnet. Für die Berechnung der Gesamtmarktanteile für das Jahr 2022 wurden die geprüften Finanzberichte der Kreditbewertungsagenturen herangezogen.</p>
<p>Die Marktanteile nach Ratingkategorien, die in Abschnitt 9 aufgeführt sind, basieren auf dem Anteil der Instrumente, für die eine von EU-registrierten Kreditbewertungsagenturen ausgestellte Bewertung vorliegt.</p>
<p><a href="https://www.esma.europa.eu/sites/default/files/2023-12/ESMA84-2037069784-2106_2023_CRA_Market_Share_Calculation.pdf" target="_blank">Die Tabelle der ESMA gibt eine Liste aller in der EU registrierten Kreditbewertungsagenturen gemäß der CRA-Verordnung wieder</a>. In diesem Zusammenhang operieren derzeit mehrere Gruppen von Kreditbewertungsagenturen in der EU. Für jede Agentur oder Gruppe von Agenturen stellt die ESMA den jeweils anwendbaren Gesamtmarktanteil bereit. Um Informationen zur Entwicklung des Marktes bereitzustellen, gibt die ESMA auch Auskunft über die jährliche Veränderung des Marktanteils jeder Agentur.</p>
<p>In diesem Jahr führte die Abmeldung von zwei Kreditbewertungsagenturen zu Veränderungen am Marktanteil. Die beiden abgemeldeten Agenturen waren Qivalio SAS (ehemals Spread Research) und Scope Hamburg GmbH (ehemals Euler Hermes Rating GmbH).</p>
<p>Abschließend gibt die ESMA einen Überblick über die Gesamtmarktanteile der einzelnen Agenturen, wobei S&amp;P Global Ratings Europe Limited den größten Anteil mit 48,63 % hält. Die Marktanteile anderer Agenturen variieren, wobei einige einen Anstieg und andere einen Rückgang verzeichnen. Auf S&amp;P Global Ratings Europe Limited folgt Moody&#8217;s Investor Services mit 31,45 %. Fitch Ratings Ireland Limited konnte seinen Marktanteil auf 10,26 % steigern (im Vorjahr 10,05 %), wie auch die nächstgrößte, aber schon unter der kritischen 10-%-Marke liegende DBRS Ratings GmbH auf 1,81 % kam (im Vorjahr 1,31 %), während die genannten anderen Ratingagenturen Marktanteile verloren. 16 weitere Ratingagenturen spielten eine untergeordnete Rolle.</p>
<p>Die Veröffentlichung dieser Informationen und die daraus resultierenden Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Kreditbewertungsmarkt in der EU transparent bleibt und Wettbewerb sowie Vielfalt gefördert werden.</p>
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		<title>Ratingagenturen: Igel falsch als Leopard dargestellt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Apr 2023 12:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die Finanzmarktregulierungs- und -aufsichtsbehörde der EU, hat heute ihren Bericht über den Markt für Kreditratings der Europäischen Union (EU) veröffentlicht, der erstmals einen marktübergreifenden Überblick über die an die EU gemeldeten Kreditratings bietet. Der ESMA Market Report „EU Credit Ratings market 2023“ spricht von den „Big 5 CRAs (DBRS, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA), die Finanzmarktregulierungs- und -aufsichtsbehörde der EU, hat heute ihren Bericht über den Markt für Kreditratings der Europäischen Union (EU) veröffentlicht, der erstmals einen marktübergreifenden Überblick über die an die EU gemeldeten Kreditratings bietet.</p>
<p>Der <a href="https://www.esma.europa.eu/sites/default/files/2023-04/ESMA50-165-2477_EU_Credit_Ratings_market_2023.pdf" target="_blank">ESMA Market Report „EU Credit Ratings market 2023“</a> spricht von den „Big 5 CRAs (DBRS, Fitch, Moody’s, Scope und S&amp;P)“. Als wäre es bezahlte Werbung für DBRS und Scope, wiederholt der Bericht die Aufzählung „Big 5 CRAs (DBRS, Fitch, Moody’s, Scope und S&amp;P)“ 13 Mal.</p>
<p>Diese Gruppe der „Big 5“ setzt sich keineswegs aus vergleichbaren &#8222;Tieren&#8220; zusammen. Das kann auch nicht dadurch entschuldigt werden, dass einige in Europa ansässige Ratingagenturen eine große Anzahl unbeauftragter Ratings erteilen, für die niemand bezahlt, durch die sie aber optisch näher an die führenden Agenturen in den Statistiken heranrücken.</p>
<p>Der neueste ESMA <a href="http://www.everling.de/kapitalfluesse-in-europa-bleiben-unter-us-konrolle/" target="_blank">„Report on CRA Market Share“</a> zeigt einen „Total Market Share 2021“ für S&amp;P Global Ratings 50,13 %, Moody’s Investor Service 32,79 %, Fitch Ratings 10,05 %, DBRS Ratings 1,31 %. Damals lag Scope auf Augenhöhe mit DBRS, wenn man die beiden Scope-Schwesterunternehmen <a href="http://www.everling.de/?s=%22Scope+Ratings%22" target="_blank">„Scope Ratings“</a> und <a href="http://www.everling.de/?s=%22Scope+Hamburg%22" target="_blank">„Scope Hamburg“</a> zusammen betrachtet, 1,31 %.</p>
<p>Früher nannten Großwildjäger fünf Tiere in Afrika die &#8222;Big Five&#8220;. Es waren Afrikanischer Elefant, Nashorn (das Spitzmaulnashorn, die aggressivere und früher häufigere Art, oder das Breitmaulnashorn), Kapbüffel, Löwe und Leopard.</p>
<p>Der Elefant ist das größte lebende Landsäugetier und lebt in der afrikanischen Savanne. Er erreicht ein Gewicht von 6 t, kann bis zu 7,50 m lang und 4,00 m hoch werden. Der kleinste der „Big 5“ ist der Leopard. Im Allgemeinen sind im Wald lebende Leoparden kleiner und stämmiger, während Leoparden in offenen Lebensräumen im Allgemeinen schlanker und größer sind. Der Leopard ist 90-190 cm lang, den 60-110 cm langen Schwanz nicht mitgezählt. Männliche Leoparden wiegen durchschnittlich 58 kg und haben eine Schulterhöhe von 70-80 cm.</p>
<p>Als größtes der fünf Tiere ist der Elefant nur fünfmal so groß wie das kleinste der &#8222;Big 5&#8243;. Es muss auch daran erinnert werden, dass es die Schwierigkeit der Jäger war, den Leoparden zu erlegen, die ihm den Status einbrachte, zu den „Big 5“ zu gehören.</p>
<p>In Europa ist S&amp;P Global Ratings jedoch 38,3-mal größer als DBRS oder Scope. Überträgt man dieses Größenverhältnis auf die „Big 5“ der Tierwelt, würde das kleinste Tier der „Big 5“ für Jäger kaum sichtbar und schwer mit Großkaliber zu jagen sein, denn mit einer Schulterhöhe von 10 cm über dem Boden würden die Tiere in der Savanne kaum auffallen.</p>
<p>Bei einer Körperhöhe von 10 cm sprechen wir beispielsweise von Igeln, denn selbst Hasen wären gigantisch. Laut Tierschutzgesetz müssen Kaninchen in Käfigen bis zu einer Höhe von mindestens 80 cm stehen dürfen. Agenturen wie DBRS oder Scope sind im Vergleich zu S&amp;P Global Ratings (als Elefanten im Markt) weit davon entfernt.</p>
<p>Es bleibt daher die Frage, wie die ESMA derart unterschiedliche Ratingagenturen einfach in dieselbe Kategorie einordnen konnte, da doch eine größere Zahl von Agenturen in Europa den Status von „Mäusen“ mit ähnlich geringen Marktanteilen beanspruchen kann.</p>
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		<title>Wirecard, Greensill, EY und Scope Ratings</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Apr 2023 10:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor dem Hintergrund einer personellen Doppelrolle gewinnt eine kleine, aber doch wichtige Meldung der Börsen-Zeitung vom 2. März 2021 heute für eine Berliner Ratingagentur (CRA) &#8222;Scope&#8220; an Bedeutung. &#8222;Die Finanzaufsicht BaFin prüft nach dem milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandal die Eignung des Abschlussprüfers EY&#8220;, schrieb die Börsen-Zeitung unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters und zitierte das Amtsdeutsch: „Die BaFin untersucht derzeit, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor dem Hintergrund einer personellen Doppelrolle gewinnt eine kleine, aber doch wichtige <a href="https://www.boersen-zeitung.de/banken-finanzen/bafin-untersucht-eignung-von-ey-107607de-7b53-11eb-9b2e-701f2e479d6b?read=true" target="_blank">Meldung der Börsen-Zeitung vom 2. März 2021</a> heute für eine Berliner Ratingagentur (CRA) &#8222;Scope&#8220; an Bedeutung. &#8222;Die Finanzaufsicht BaFin prüft nach dem milliardenschweren Wirecard-Bilanzskandal die Eignung des Abschlussprüfers EY&#8220;, schrieb die Börsen-Zeitung unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters und zitierte das Amtsdeutsch: „Die BaFin untersucht derzeit, ob eine Prüfung der Abschlüsse der von ihr beaufsichtigten Unternehmen durch die Ernst &amp; Young GmbH WPG dazu führt, dass die Erreichung des Prüfungszwecks gefährdet wird, und falls ja, ob eine Gefährdung durch bestimmte Maßnahmen seitens der Unternehmen ausgeschlossen werden kann.“</p>
<p><a href="http://www.everling.de/bei-ey-steht-das-eigenkapital-auf-der-falschen-bilanzseite/" target="_blank">Georg Graf Waldersee</a> hatte jahrelang sowohl als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ernst &amp; Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), als auch als Vorsitzender des Aufsichtsrats dieser Scope SE &amp; Co. KGaA mit ihrer zwar weniger bekannten, aber doch von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA registrierten Ratingagentur gleichermaßen die oberste Kontrolle. Der Registrierungsstatus bei der ESMA sichert der Agentur eine Reihe von rechtlichen Privilegien an den Finanzmärkten.</p>
<p>Beide Gesellschaften, die Ernst &amp; Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) und die Scope SE &amp; Co. KGaA, werden seit vielen Jahren so geführt, dass nur hohe Verluste gemeldet werden und daher kaum Haftungsmasse entsteht, gegen die <a href="http://www.everling.de/scope-ratings-schleusen-der-geldschoepfung/" target="_blank">Schadensersatzansprüche</a> geltend gemacht werden könnten. <a href="http://www.everling.de/bei-ey-steht-das-eigenkapital-auf-der-falschen-bilanzseite/" target="_blank">Bei EY steht das Eigenkapital auf der falschen Bilanzseite.</a> Die <a href="http://www.everling.de/verlustagentur-scope-muss-weiterhin-gesellschafter-aufnehmen/" target="_blank">Verlustagentur Scope</a> nimmt zur Fortführung ihres schon seit mehr als zwei Jahrzehnten &#8211; nach außen hin &#8211; &#8222;unprofitablen&#8220; Geschäftsmodells immer weitere Gesellschafter auf. Ein grenzenüberschreitendes System aus <a href="https://scopegroup.com/scope-foundation#board-of-trustees" target="_blank">Prominenten</a>, <a href="https://scopegroup.com/boards#executive-board" target="_blank">Boards</a>, <a href="https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors" target="_blank">&#8222;Botschaftern&#8220;</a> und <a href="http://www.everling.de/verschwundener-im-scope-advisory-board/" target="_blank">Beiräten</a> liefert dazu die vertrauenerweckenden <a href="http://www.everling.de/scope-ratings-schleusen-der-geldschoepfung/" target="_blank">Aushängeschilder</a>.</p>
<p>Beim Haus der Scope SE &amp; Co. KGaA zeigen sich allerdings erste Auflösungserscheinungen, denn unter <a href="https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors" target="_blank">https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors</a> finden sich keine &#8222;Ambassadors&#8220; mehr (Seitenabruf vom 04.04.2023).</p>
<p>ESMA hat am 29. März 2023 der Scope Hamburg GmbH auf ausdrücklichen Wunsch der CRA die Registrierung entzogen (<a href="https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esma-withdraws-cra-registration-scope-hamburg-gmbh" target="_blank">ESMA withdraws the CRA registration of Scope Hamburg GmbH</a>). Die Widerrufsentscheidungen folgen den offiziellen Mitteilungen der Scope Hamburg GmbH an die ESMA vom 7. Februar 2023 über ihre Absicht, auf die spezifischen Registrierungen unter den in Artikel 20 (1) (a) der CRA-Verordnung (CRAR) festgelegten Bedingungen zu verzichten.</p>
<p>Im für EY relevanten <a href="http://www.everling.de/?s=wirecard" target="_blank">Wirecard-Skandal</a> ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft unter anderem wegen Bilanzfälschung, Betrug, Marktmanipulation und Geldwäsche.</p>
<p>2021 fiel die Ratingagentur &#8222;Scope Ratings&#8220; mit ihren hervorragenden Ratings für die insolvente <a href="http://www.everling.de/?s=Greensill" target="_blank">Greensill Bank</a> auf, zu der es ebenfalls <a href="http://www.everling.de/?s=maurice+thompson" target="_blank">personelle Verflechtungen im Aufsichtsrat</a> gab.</p>
<p>Die <a href="https://www.apasbafa.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/APAS/DE/2023_01_wirecard.html" target="_blank">Abschlussprüferaufsicht APAS</a> hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY nun wegen Berufspflichtverletzungen im Zusammenhang mit dem Fall Wirecard sanktioniert. Zu einer Geldstrafe kommen vorübergehende Einschränkungen bei der Übernahme von Neumandaten:</p>
<p>Die Beschlusskammer „Berufsaufsicht“ der Abschlussprüferaufsicht hat <a href="https://www.apasbafa.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/APAS/DE/2023_01_wirecard.html" target="_blank">am 31. März 2023 ihre Entscheidung gefällt</a>. Sie sieht bei der Prüfung der Abschlüsse der Wirecard AG und der Wirecard Bank AG in den Jahren 2016 bis 2018 Berufspflichtverletzungen als erwiesen an und hat Sanktionen gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft selbst und fünf Wirtschaftsprüfer verhängt. Bei sieben weiteren Wirtschaftsprüfern wurden die jeweiligen Berufsaufsichts­verfahren wegen Verzichts auf die Bestellung als Wirtschaftsprüfer gesetzlich zwingend eingestellt, da die APAS nur eine Jurisdiktion über aktuelle Angehörige des Berufsstandes hat.</p>
<p>&#8222;Es handelt sich um das bisher umfangreichste von der APAS durchgeführte Verfahren (Umfangverfahren), bei dem anfangs gegen 12 Wirtschaftsprüfer und eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hinsichtlich Berufspflichtverletzungen bei der Prüfung der Jahresabschlüsse 2016 bis 2019 (bei 2019 ohne Verstöße) der Wirecard AG und der Wirecard Bank AG ermittelt wurde&#8220;, berichtet APAS.</p>
<p>Die <a href="https://www.apasbafa.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/APAS/DE/2023_01_wirecard.html" target="_blank">Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle</a> schreibt: &#8222;Die Sanktionen belaufen sich bei den natürlichen Personen auf Geldbußen von 23.000 Euro bis 300.000 Euro sowie bei der juristischen Person auf 500.000 Euro sowie ein Verbot für die Durchführung gesetzlicher Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse von zwei Jahren ab Bestandskraft des Bescheides (sog. Neumandate).&#8220;</p>
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		<title>Die einzige &#8222;BaFin anerkannte Ratingagentur&#8220;</title>
		<link>http://www.everling.de/die-einzige-bafin-anerkannte-ratingagentur/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 07:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine nicht so einzigartige Ratingagentur: Wer statt der internationalen Marktführer eine lokale Ratingagentur in deutscher Sprache sucht, wird schnell fündig. In Hamburg gibt es sogar ein Angebot. Das Suchergebnis von Google sieht so aus: &#160; &#160; An erster Stelle steht eine von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) „anerkannte“ Ratingagentur. Für die künstliche Intelligenz der Google-Suchmaschine muss [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine nicht so einzigartige Ratingagentur: Wer statt der internationalen Marktführer eine lokale Ratingagentur in deutscher Sprache sucht, wird schnell fündig. In Hamburg gibt es sogar ein Angebot. Das Suchergebnis von Google sieht so aus:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/ratingagenturhamburg.png"><img src="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/ratingagenturhamburg.png" alt="ratingagenturhamburg" width="400" class="alignleft size-full wp-image-11949" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An erster Stelle steht eine von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) „anerkannte“ Ratingagentur. Für die künstliche Intelligenz der Google-Suchmaschine muss das Ergebnis plausibel und äußerst relevant erscheinen, damit es an erster Stelle steht. Schließlich handelt es sich um ein Unternehmen mit offizieller Anerkennung in Deutschland, das für den Suchenden relevant sein muss.</p>
<p>Das Suchergebnis liefert wichtige Stichworte, nach denen weiter gesucht werden kann, nämlich die angebliche Anerkennung durch die Behörde – „BaFin anerkannte …“. Wenn man nun nach anerkannten Ratingagenturen suchen, egal wo sie ihren Sitz haben, findet sich unter den Top-Suchergebnissen nur die lokale Agentur in Hamburg – wieder an erster Stelle:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/Screenshot-2021-08-26-09.00.45.png"><img class="alignleft size-full wp-image-11941" src="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/Screenshot-2021-08-26-09.00.45.png" alt="Screenshot 2021-08-26 09.00.45" width="400" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer ernsthaft die Dienste einer Ratingagentur in Anspruch nehmen will, für den sollte die offizielle Anerkennung wichtig sein. Für die Ratingagentur ist es natürlich von Vorteil, wenn kein anderer Anbieter von Ratingdienstleistungen mit offizieller Anerkennung durch die BaFin werben kann.</p>
<p>Die Top-Suchergebnisse auf der ersten Seite enthalten keine Websites anderer Ratingagenturen, sondern nur Websites von Medien, Zeitschriften und Blogs, sowie Unternehmen, die über ihre Ratings und Ratingagenturen berichten. Jedenfalls findet die Google-Suche keine andere derzeit von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) anerkannte Ratingagentur.</p>
<p>Was kann daran falsch sein? Der Haken an dieser Meldung ist, dass die BaFin diese Ratingagentur nicht beaufsichtigt. In der Europäischen Union beaufsichtigt die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) seit 2012 die Ratingagenturen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in der Bundesrepublik Deutschland ist hierfür nicht zuständig.</p>
<p>Die irreführende Werbung führt zu einem ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil für diese lokale Agentur in Hamburg.</p>
<p>Früher war sogar jede Erwähnung der Aufsicht untersagt. Weist ein Unternehmen schlicht darauf hin, dass es unter Aufsicht der BaFin steht, wird die BaFin dies nicht mehr &#8211; wie früher &#8211; beanstanden. <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Auslegungsentscheidung/WA/ae_050914_werbung.html" target="_blank">&#8222;Die BaFin akzeptiert es aber weiterhin nicht,&#8220;</a> stellt die Behörde klar, <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Auslegungsentscheidung/WA/ae_050914_werbung.html">&#8222;wenn Unternehmen mit blickfangartigen Herausstellungen, etwa einer optischen Aufmachung als Gütesiegel oder einer reißerischen Wortwahl werben.&#8220;</a> Auch haben Unternehmen in Ihrer Werbung deutlich darauf hinzuweisen, wenn sie <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Auslegungsentscheidung/WA/ae_050914_werbung.html" target="_blank">nur mit einem Teil</a> ihres Geschäfts unter die Aufsicht der BaFin fallen.</p>
<p>Im vorliegenden Fall handelt es sich jedoch nicht um eine Agentur, die der Aufsicht der BaFin unterläge und daher nur gegen das Werbeverbot verstößt. Vielmehr handelt es sich um einen noch schwerwiegenderen Fall von Werbung mit der BaFin-Aufsicht, die es in Wirklichkeit nicht gibt.</p>
<p>Die Werbebotschaften der <a href="http://www.everling.de/?s=Scope" target="_blank">&#8222;Scope Hamburg GmbH&#8220;</a> sind keine Wörter, die Google selbst hinzugefügt hätte. Vielmehr handelt es sich um Informationen, die die Ratingagentur selbst im Header der Website bereitstellt. Dies lässt sich leicht anhand der HTML-Codes nachweisen (zum Vergrößern anklicken):</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/Screenshot-2021-08-25-10.58.04.png"><img class="alignleft size-full wp-image-11942" src="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/Screenshot-2021-08-25-10.58.04.png" alt="Screenshot 2021-08-25 10.58.04" width="400" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die entsprechenden Informationen im Header der Seite wurden erst vor wenigen Monaten aktualisiert. Anfang 2021 wurde die Agentur in <a href="http://www.everling.de/?s=Scope" target="_blank">„Scope Hamburg GmbH“</a> umbenannt. Seitdem ist sie ein Schwesterunternehmen der <a href="http://www.everling.de/?s=Scope" target="_blank">„Scope Ratings GmbH“</a> in Berlin. Beide gehören zu einem Berliner Unternehmen, das sich im Internet als <a href="https://scopegroup.com/" target="_blank">„Scope Group“</a> präsentiert.</p>
<p>Es handelt sich also nicht um veraltete Informationen, sondern um eine aktualisierte Anzeige mit irreführenden Informationen. Nach der Übernahme wurde nicht vergessen, die Daten auf den neuesten Stand zu bringen. Die aktualisierten Daten sind täuschend. Mit diesen Angaben blendet die Hamburger Agentur Anleger und Emittenten.</p>
<p>Die falschen Angaben der Ratingagentur spielen daher eine entscheidende Rolle für das Ranking der Suchergebnisse. Google erkennt deshalb nur diese eine Ratingagentur als von der BaFin anerkannte Agentur. Google findet keine andere Ratingagentur, die &#8211; wie die hier werbende Agentur &#8211; eine Anerkennung durch die BaFin auch noch hätte. Es ist kein Wettbewerber zu finden, da die BaFin-Anerkennung heute gar nicht existiert.</p>
<p>Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist der Prozess zur Verbesserung der Qualität und Quantität des Website-Traffics auf eine Website oder eine Webseite von Suchmaschinen. SEO ist der Schlüssel zu erfolgreichen digitalen Marketingstrategien. SEO kann dazu beitragen, dass jede Website auf den Suchergebnisseiten von Suchmaschinen einen höheren Rang erreicht, was eine höhere Sichtbarkeit und organischen Suchverkehr ermöglicht.</p>
<p>Die falsche Wirkung der trügerischen Suchmaschinenoptimierung dieser Hamburger Agentur aus der &#8222;Scope Group&#8220; wird dadurch verstärkt, dass die BaFin bis zur Übernahme dieser Aufgabe durch die ESMA im Jahr 2012 als zuständige Aufsichtsbehörde fungierte. Interessenten und Kunden der Ratingagentur finden daher weiterhin Seiten im Internet auf, die über die Anerkennung durch die BaFin berichten. Diese Seiten zeigen jedoch nicht unbedingt, dass es diese Aufsicht durch die BaFin heute nicht mehr gibt, sondern durch die ESMA abgelöst wurde. Daher bleibt der falsche Eindruck, dass die „Scope Hamburg GmbH“ einen Sonderstatus hätte.</p>
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		<title>Verständnis von &#8222;Diversity&#8220; bei der &#8222;Scope Group&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2021 09:23:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachhaltigkeitsrating]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Begriff &#8222;Diversity&#8220; umfasst Akzeptanz und Respekt. &#8222;Vielfalt&#8220; bedeutet zu verstehen, dass jeder Mensch einzigartig ist, und unsere individuellen Unterschiede zu erkennen. Diese können sich auf die Dimensionen Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, sozioökonomischer Status, Alter, körperliche Fähigkeiten, religiöse Überzeugungen, politische Überzeugungen, andere Ideologien oder sonstige Merkmale beziehen. „Das Scope Ambassadors Council vereint international renommierte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Begriff &#8222;Diversity&#8220; umfasst Akzeptanz und Respekt. &#8222;Vielfalt&#8220; bedeutet zu verstehen, dass jeder Mensch einzigartig ist, und unsere individuellen Unterschiede zu erkennen. Diese können sich auf die Dimensionen Rasse, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, sexuelle Orientierung, sozioökonomischer Status, Alter, körperliche Fähigkeiten, religiöse Überzeugungen, politische Überzeugungen, andere Ideologien oder sonstige Merkmale beziehen.</p>
<p>„Das Scope Ambassadors Council vereint international renommierte Persönlichkeiten, die als Botschafter für Scope auf dem Weg zur alternativen europäischen Ratingagentur agieren“, <a href="https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors" target="_blank">sagt eine Ratingagentur</a> in Berlin. Diese ist derzeit unter „Scope Ratings GmbH“, „Scope Hamburg GmbH“ oder anderen, in der Vergangenheit immer wieder wechselnden Firmennamen zu finden. Nach fast zwanzigjähriger Tätigkeit vor allem in Berlin, aber auch im europäischen Ausland kämpft die Agentur noch um einen Marktanteil in der Europäischen Union von einem Prozent.</p>
<p>Dieser eine Prozentpunkt Marktanteil kontrastiert mit dem seit Jahren erhobenen <a href="https://scopegroup.com/" target="_blank">Anspruch der Agentur</a>: &#8222;Scope ist der führende europäische Anbieter von unabhängigen Ratings, ESG-Analysen, Fondsanalysen und schafft so mehr Meinungsvielfalt für institutionelle Anleger.&#8220; ESG steht für &#8222;Environmental, Social, and Corporate Governance&#8220;.</p>
<p>Ebenso klangvoll ist nicht nur der Name, sondern auch der Anspruch des <a href="https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors" target="_blank">&#8222;Abassadors Council&#8220;</a> der Ratingagentur: „Der Ambassadors Council repräsentiert die europäische Vielfalt und ihre vielfältigen Finanzmärkte und Volkswirtschaften. Alle Mitglieder bringen ihre Reputation, ihr Netzwerk und ihre Expertise ein, um die Sichtbarkeit der europäischen Rating-Alternative zu stärken.“</p>
<p><a href="https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors" target="_blank"><img class="alignleft size-full wp-image-11905" src="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/08/Screenshot-2021-08-17-10.47.32.png" alt="Screenshot 2021-08-17 10.47.32" width="400" /></a></p>
<p>Was die Scope Group mit „Vielfalt“ (&#8222;Diversity&#8220;) bei der Vorstellung ihres „Ambassadors Council“ meint, wird deutlich, wenn man sich die Mitglieder dieses Beirats anschaut. In diesem wichtigen Gremium der Scope Group wird Diversity als Gruppe ergrauter Männer verstanden. Nach diesem Verständnis der Scope Group wird die Vielfalt Europas beispielsweise nicht durch Frauen repräsentiert, geschweige denn durch ethnische oder nach anderen Kriterien identifizierbare Minderheiten oder Mehrheiten.</p>
<p>Scope Ratings und ihre Schwestergesellschaften basieren mit ihrer Muttergesellschaft Scope SE &amp; Co. KGaA auf einem System von Gremien: Honorary Board, Board of Trustees und Ambassadors Council – in all diesen Gremien sitzen ausschließlich Männer.</p>
<p>Erst nachdem durch den Greensill-Skandal ein Beiratsmitglied und Scope-Investor, Maurice Thompson, <a href="http://www.everling.de/verschwundener-im-scope-advisory-board/" target="_blank">unauffällig verschwunden</a> war und <a href="http://www.everling.de/verschwundener-im-scope-advisory-board/" target="_blank">öffentlich auf die einseitige Zusammensetzung aller Gremien der Scope-Gruppe hingewiesen</a> wurde, fügte der Aufsichtsrat der Scope SE &amp; Co. KGaA zwei Frauen hinzu. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Georg Graf Waldersee, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der in den Wirecard-Skandal verwickelten Ernst &amp; Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist, wurde erst <a href="http://www.everling.de/die-tragoedie-des-scope-ratings-fuer-greensill-bank/" target="_blank">nach Aufdeckung all dieser Machenschaften</a> abgelöst.</p>
<p>Auch nach diesen Veränderungen bleibt es bei einem überwiegend von Männern kontrollierten Geschäftsmodell in allen Schlüsselpositionen und für alle Sitze im Ehrenrat, Kuratorium, Botschafterrat, Aufsichtsrat, Vorstand und in den Geschäftsführungen des Berliner Unternehmens.</p>
<p>Seit den 1960er Jahren wurde in den Vereinigten Staaten der „Business Case for Diversity“ in Form von positiven Maßnahmen begründet. Diese schöpfen aus dem Gesetz und der Notwendigkeit, die im Civil Rights Act von 1964 umgesetzten Beschäftigungsziele für Chancengleichheit zu erfüllen. Die Maßnahmen folgen dem Ideal, dass jede Person, die akademisch oder physisch für eine bestimmte Stelle qualifiziert ist, den Erhalt dieser Stelle anstreben können sollte, ohne aufgrund ihrer Identität diskriminiert zu werden.</p>
<p>Diversity ist jedoch nicht eine amerikanische Idee, die mit der europäischen Identität in Konflikt stünde und daher keinen Platz in einer europäischen Ratingagentur hätte. Die Unternehmenspraxis der Scope Group steht nämlich auch im <a href="https://sdgs.un.org/goals" target="_blank">Gegensatz zu den Sustainable Development Goals</a> der <a href="https://www.un.org/en/" target="_blank">Vereinten Nationen</a>: <a href="https://sdgs.un.org/goals/goal5" target="_blank">Geschlechtergerechtigkeit</a> erreichen und alle Frauen und Mädchen stärken.</p>
<p>Wenn es sich um ein privates Unternehmen handeln würde, das Dienstleistungen in irgendeinem Nischenmarkt anbietet, wäre dieser Punkt irrelevant und unangemessen, um ihn hier zu diskutieren. Aber im Fall der Scope Group bürgen <a href="http://www.everling.de/scope-ratings-frank-walter-steinmeier-versus-horst-koehler/" target="_blank">altgediente Spitzenpolitiker und sogar ein ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank</a> für diese veraltete und politisch nicht länger akzeptable Praxis der Ratingagentur.</p>
<p>Einer der Gründe, warum das Diversitätsverständnis der Scope Group besorgniserregend ist, besteht darin, dass die Scope Group nun versucht, Angebote anderer anerkannter Ratingagenturen nach anderen „ESG“-Kriterien zu kopieren, was zu einer anderen Bewertung von Unternehmen nach ethischen, ökologischen und sozialen Kriterien führen könnte.</p>
<p>Auf diese Weise droht sich das Verständnis von „Diversity“, wie es in der Scope Group praktiziert wird, unter den von der Ratingagentur bewerteten Unternehmen zu vervielfachen. Siehe die <a href="https://scopegroup.com/what-we-do" target="_blank">Website von Scope</a>: „Scope bietet eine ESG-Auswirkungsanalyse, basierend auf einem makroökonomischen quantitativen Modell, das die gesamte Lieferkette eines Unternehmens erfasst. Scope wendet einen modularen Ansatz an, wobei jede Stufe auf der vorherigen aufbaut, um einen Rahmen mit zunehmender Präzision aufzubauen. Die ESG-Lösungen von Scope bedienen die Bedürfnisse von Anlegern und Emittenten gleichermaßen.“</p>
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		<title>Bei EY steht das Eigenkapital auf der falschen Bilanzseite</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2021 14:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>
		<category><![CDATA[Scope]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Ernst &#38; Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) findet sich das Eigenkapital auf der Aktivseite, nämlich als ein &#8222;nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag&#8220; in Höhe von 62.715 T€. Die Rückstellungen, Verbindlichkeiten, passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie latente Steuern und Treuhandverpflichtungen übersteigen das Vermögen der Gesellschaft binnen Jahresfrist um einen achtstelligen Betrag in Euro. Forderungen gegen diese Gesellschaft sind [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Ernst &amp; Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) findet sich das Eigenkapital auf der Aktivseite, nämlich als ein &#8222;nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag&#8220; in Höhe von 62.715 T€. Die Rückstellungen, Verbindlichkeiten, passiven Rechnungsabgrenzungsposten sowie latente Steuern und Treuhandverpflichtungen übersteigen das Vermögen der Gesellschaft binnen Jahresfrist um einen achtstelligen Betrag in Euro. Forderungen gegen diese Gesellschaft sind somit nicht mehr vollständig durch bilanzielle Vermögenswerte gedeckt.</p>
<p>Die Trendlinie, die für das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote für EY schon am <a href="http://www.everling.de/eigenkapital-und-eigenkapitalquote-von-ey/">3. März 2021 hier gezeigt</a> werden musste, setzt sich erwartungsgemäß weiter fort. Gemäß Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 30. Juni 2020 der in Stuttgart ansässigen Muttergesellschaft verfügt das Unternehmen über kein Eigenkapital mehr. Die Umsätze entwickelten sich schwächer als bei den anderen großen Wirtschaftsprüfern in Deutschland.</p>
<p>Unter dem Aufsichtsratsvorsitzenden <a href="http://www.everling.de/?s=Georg+Graf+Waldersee" target="_blank">Georg Graf Waldersee</a> macht die Gesellschaft seit Jahren nur Verluste. So auch in der aktuellen Berichtsperiode. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.07.2019 bis zum 30.06.2020 wird der Konzernjahresfehlbetrag mit 49.608 T€ angegeben. Gemäß dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden im Geschäftsjahr selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 10.292 TEUR (Vorjahr: 15.976 TEUR) aktiviert, was nicht ausreichte, um den hohen Fehlbetrag zu vermeiden.</p>
<p>&#8222;Bestandsgefährdende Risiken sind für EY in Deutschland nach unserer Einschätzung derzeit nicht erkennbar&#8220;, lautet nach eigener Darstellung der Wirtschaftsprüfer die Gesamtaussage zur Risikosituation. Wegen der Ausschüttungssperren nach § 268 Abs. 8 HGB und § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ist das der Muttergesellschaft zuzurechnende ausschüttungsfähige Eigenkapital vollständig ausschüttungsgesperrt, heißt es in den Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung und zum Konzerneigenkapitalspiegel.</p>
<p>Die Schäden in Milliardenhöhe aus dem Wirecard-Skandal sind dabei außen vor und (noch) nicht mit eingerechnet: &#8222;Im Zusammenhang mit dem Fall Wirecard haben vor und nach dem Bilanzstichtag Anspruchsteller mit außergerichtlichen Schreiben versucht, gegen uns zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen. Erst nach dem 30. Juni 2020 wurden uns Klagen von Anlegern zugestellt, die sowohl intern als auch von den für unsere Verteidigung beauftragten Rechtsanwaltskanzleien als unbegründet bewertet werden.&#8220;</p>
<p>Das Aufzehren von bilanziellem Eigenkapital kennt <a href="http://www.everling.de/?s=Georg+Graf+Waldersee" target="_blank">Georg Graf Waldersee</a> auch aus seiner Tätigkeit für eine Ratingagentur in Berlin, denn auch für die <a href="http://www.everling.de/?s=Scope" target="_blank">Scope SE &amp; Co. KGaA</a> nimmt <a href="http://www.everling.de/?s=Georg+Graf+Waldersee" target="_blank">Georg Graf Waldersee</a> den Aufsichtsratsvorsitz wahr. Im Falle der Berliner Ratingagentur kumulieren sich die Verluste allerdings trotz Ausschöpfung zahlreicher gesellschaftsrechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten schon seit den frühen 2000er Jahren.</p>
<p>Die &#8222;Scope Group&#8220; schreibt seit fast zwei Jahrzehnten eine Geschichte andauernder bilanzieller Kapitalvernichtung. Auch die Übernahme anderer Ratingagenturen brachte keinen Erfolg. So gehören zu der Gruppe aktuell auch zwei von der <a href="https://www.esma.europa.eu/supervision/credit-rating-agencies/risk" target="_blank">Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde</a> (ESMA) registrierte Ratingagenturen, die derzeit unter den Namen <a href="https://www.scoperatings.com/" target="_blank">&#8222;Scope Ratings GmbH&#8220;</a> bzw. seit kurzem auch <a href="https://www.ehrg.de/" target="_blank">&#8222;Scope Hamburg GmbH&#8220;</a> firmieren und im Internet mit verschiedenen Websites auftreten. Über die <a href="http://www.everling.de/?s=Scope+Ratings" target="_blank">Scope Ratings GmbH</a> wurde im Zusammenhang mit dem <a href="http://www.everling.de/?s=Greensill" target="_blank">Greensill-Skandal</a> bereits berichtet.</p>
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		<title>Scope Ratings Schleusen der Geldschöpfung</title>
		<link>http://www.everling.de/scope-ratings-schleusen-der-geldschoepfung/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2021 19:05:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Verschwinden und Wiederauftauchen des &#8222;Scope Advisory Boards&#8220; und der nun ungewisse Verbleib eines seiner Mitglieder warf die Frage auf, warum die lokale Ratingagentur in Berlin sich als einzige Agentur in der Europäischen Union einen großen Apparat aus Gremien leistet: &#8222;Honorary Board&#8220;, &#8222;Board of Trustees&#8220;, &#8222;Advisory Board&#8220;, &#8222;Supervisory Board&#8220;, &#8222;Executive Board&#8220;, &#8222;Management Board&#8220;, &#8222;Rating Committee&#8220; [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.everling.de/scope-ratings-spiel-des-gesellschaftsrechts/" target="_blank">Verschwinden</a> und <a href="http://www.everling.de/verschwundener-im-scope-advisory-board/" target="_blank">Wiederauftauchen des &#8222;Scope Advisory Boards&#8220;</a> und der nun ungewisse Verbleib eines seiner Mitglieder warf die Frage auf, warum die lokale Ratingagentur in Berlin sich als einzige Agentur in der Europäischen Union einen großen Apparat aus Gremien leistet: &#8222;Honorary Board&#8220;, &#8222;Board of Trustees&#8220;, &#8222;Advisory Board&#8220;, &#8222;Supervisory Board&#8220;, &#8222;Executive Board&#8220;, &#8222;Management Board&#8220;, &#8222;Rating Committee&#8220; bis hin zu &#8222;Ambassadors&#8220; usw. Obwohl in der eigentlichen &#8222;Ratingagentur&#8220; nur wenige Dutzend Analysten tätig sind, nämlich in der weisungsgebundenen Scope Ratings GmbH, nimmt eine Vielzahl von Personen Interessen wahr.</p>
<p>Bezüglich der Motive so vieler Männer stellt sich die Frage, warum sich die Herren (bei Scope sind es ausschließlich Männer) aus den &#8222;Boards&#8220; real oder durch das zu Beginn des Jahres 2019 eingeführte &#8222;virtuelle Optionsprogramm&#8220; an der Scope SE &amp; Co. KGaA in einem sich über viele Jahre erneuernden Mehrschichtenmodell beteiligen, obwohl die Unternehmensgruppe &#8211; nach Insolvenz der vorausgegangenen Ratingagentur Fondscope AG &#8211; seit fast zwei Jahrzehnten nur Millionenverluste zu verzeichnen hat. Selbst übernommene Gesellschaften, die <a href="http://www.everling.de/scope-ubernimmt-eu-anerkannte-ratingagentur-psr/" target="_blank">vor ihrer Übernahme teils noch Gewinne</a> auswiesen, werden nach Integration in die &#8222;Scope Group&#8220; ins Minus gedreht und mit Verlusten weitergeführt.</p>
<p>Der Schlüssel liegt in folgendem: Die jährliche Verlustsituaton sowohl in der &#8211; als zentralem Vehikel fungierenden &#8211; <a href="https://rating.repair/?s=%22Scope+Ratings%22" target="_blank">Scope Ratings GmbH</a>, als auch bei der Muttergesellschaft, der Scope SE &amp; Co. KGaA, macht die Unternehmensgruppe praktisch immun gegen Klagen von geschädigten Anlegern. Es lohnt sich für Geschädigte nicht, gegen eine praktisch mittellose Unternehmensgruppe vorzugehen, die auf steten Mittelzufluss angewiesen ist. Gewinne werden außerhalb des Unternehmens erzielt.</p>
<p>Obwohl seit einem Jahrzehnt schon Prozesse laufen, können Anleger meist nur durch <a href="https://www.dasinvestment.com/streit-um-ms-deutschland-anleihe-steht-vor-einigung/" target="_blank">gerichtlichen oder außergerichtlichen Vergleich</a> einen Teil ihrer Ersparnisse zurück erlangen. Geschädigte Sparer müssen sich bei der Scope Ratings GmbH immer wieder auf lange Wege machen, um sich schließlich im Prozessvergleich auf Kompromisse mit der Berliner Ratingagentur einlassen zu müssen.</p>
<p>Der Greensill Skandal bringt nicht nur Sparer in Verlegenheit, die &#8211; auf Beratung und qualifiziertes Research angewiesen &#8211; zum Beispiel einst dem sehr guten <a href="https://rating.repair/?s=%22Scope+Ratings%22" target="_blank">Scope Rating</a> für die Anleihen des &#8222;Traumschiffs&#8220; MS Deutschland vertrauten. Jetzt sind auch viele deutsche Kommunen dran, die nicht durch die Einlagensicherung entschädigt werden. <a href="https://www.derneuekaemmerer.de/nachrichten/finanzmanagement/greensill-ticker-das-aktuellste-zum-finanzskandal-2009801/" target="_blank">Zahlreiche Stadtkämmerer</a> stützten sich in ihrer Anlageentscheidung auf das noch gut ein halbes Jahr vor der Insolvenz der <a href="https://rating.repair/?s=Greensill" target="_blank">Greensill Bank</a> von Scope aufrecht erhaltene Rating A- für die Greensill Bank &#8211; einem Rating gleichauf mit dem der besten deutschen Großbanken.</p>
<p>Nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen dürfen nur solche Unternehmen &#8222;Credit Ratings&#8220; verbreiten, die zuvor von der <a href="https://www.esma.europa.eu/supervision/credit-rating-agencies/risk" target="_blank">Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA</a> dazu autorisiert worden sind. Beispielsweise war die <a href="https://rating.repair/?s=%22Scope+Ratings%22" target="_blank">&#8222;Scope Ratings GmbH&#8220;</a> im Fall des Skandals um die Greensill Bank die einzige Agentur, die mit ihrem publizierten Rating zur Geldanlage bei dieser Bank dadurch ermutigte, dass sie <a href="https://rating.repair/statistical-significance-of-the-a-issuer-rating-for-greensill-bank/" target="_blank">ein sehr geringes Ausfallrisiko</a> avisierte. Es gab sonst kein veröffentlichtes Rating.</p>
<p>Die Ausfallwahrscheinlichkeit in so kurzer Frist war bei einem Rating A- in Promille zu bemessen. Andere Agenturen hatten kein öffentlich einsehbares Rating für diese Bank. Research-Boutiquen, die die <a href="https://www.i-cv.ch/wp-content/uploads/2021/03/I-CV_Greenshill.pdf" target="_blank">Greensill Bank kritischer sahen und kein Rating A- erteilt hätten</a>, sondern die Greensill Bank <a href="https://www.derneuekaemmerer.de/nachrichten/recht-steuern/greensill-schon-2019-eindeutige-maengel-im-geschaeftsmodell-entdeckt-2010081/" target="_blank">sogar im spekulativen Bereich</a> ansiedelten, hätten dieses Rating <a href="https://citywire.de/news/esma-verurteilt-funf-banken-zu-geldstrafe-wegen-illegaler-ratings/a1140264" target="_blank">unter Androhung hoher Geldbußen</a> nicht veröffentlichen dürfen, sondern durften es nach dem Gesetz nur ihren jeweiligen Auftraggebern als &#8222;privates Rating&#8220; zur Kenntnis geben.</p>
<p>Unterstützt durch das Rating A- machte die Einwerbung von Finanzmitteln bei der Greensill Bank den legalen Zufluss von Milliarden möglich, deren Verlust nun indirekt von Bankkunden ausgeglichen werden muss, denn die zur Anlegerentschädigung eingesprungene Einlagensicherung holt sich die dafür erforderlichen Mittel von den privaten deutschen Banken. Diese Kosten fließen wiederum in die Kalkulationen der Banken ein und belasten damit indirekt nicht nur Bankaktionäre, sondern auch jeden Sparer dieser Banken.</p>
<p>Die <a href="https://einlagensicherungsfonds.de/banks/greensill-bank-ag/" target="_blank">Greensill Bank</a> war durch die <a href="https://www.edb-banken.de/" target="_blank">Entschädigungseinrichtung deutscher Banken</a> geschützt. Der Schutz dieser gesetzlichen Einlagensicherung beträgt pro Einleger und Kreditinstitut bis zu 100.000 €. In besonderen Fällen sind bis zu 500.000 € geschützt. Das Institut ist zusätzlich Mitglied im <a href="https://einlagensicherungsfonds.de/banks/greensill-bank-ag/" target="_blank">Einlagensicherungsfonds</a> der privaten Banken. Der Schutzumfang der Einlage von Sparern bei der <a href="https://einlagensicherungsfonds.de/banks/greensill-bank-ag/" target="_blank">Greensill Bank</a> &#8211; inklusive des gesetzlichen Schutzes &#8211; beträgt mindestens 750.000 €. Der genaue Schutzumfang errechnet sich aus 15% des haftenden Eigenkapitals des Kreditinstituts. Das Minimum an haftendem Eigenkapital in Deutschland beträgt 5 Millionen €. Somit ist der Mindestschutz 750.000 € pro Einleger und Kreditinstitut. Den exakten Schutzumfang kann jeder Einleger <a href="https://einlagensicherungsfonds.de/abfrage-der-sicherungsgrenze/?bank=greensill-bank-ag" target="_blank">beim Einlagensicherungsfonds abfragen</a>.</p>
<p>Für einlagengesicherte Sparer wurde das Risiko eines geschönten Ratings mithin weitgehend auf die privaten Banken abgewälzt. Etwas anderes gilt für die <a href="http://www.everling.de/kluger-auftrag-der-stadt-muenster-in-westfalen/" target="_blank">Kommunen, für die es seit 2017 ein automatisiertes Sicherheitsnetz für kommunale Geldanlagen nicht mehr gibt</a>. Bei den Kommunen trägt das Risiko letztlich der Steuerzahler, der im Falle des Verlustes in seiner Stadt oder in seiner Gemeinde dann eben auf Ausgaben seiner Gebietskörperschaft für Gebäude, Grundstücke, Straßen, Personal, Sozialhilfe und vieles mehr verzichten beziehungsweise durch neue Schulden und Steuererhöhungen anderweitig finanzieren muss.</p>
<p>Mit geschönten Ratings kann auf Dauer keine Ratingagentur existieren. Daher wird auch bei der Scope Ratings GmbH mehr angestrebt. Dazu kommt die Pyramide aus &#8222;Honorary Board&#8220;, &#8222;Board of Trustees&#8220;, &#8222;Advisory Board&#8220;, &#8222;Supervisory Board&#8220;, &#8222;Executive Board&#8220;, &#8222;Management Board&#8220; bis hin zu &#8222;Ambassadors&#8220; ins Spiel. In den über ganz Europa laufenden &#8222;road shows&#8220; der Geldeinwerber von Scope zeigt sich nach dem Deckblatt schon auf Seite 2 allein das Bild von Jean-Claude Trichet. Von November 2003 bis Oktober 2011 war er <a title="Präsident der Europäischen Zentralbank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sident_der_Europ%C3%A4ischen_Zentralbank">Präsident</a> der <a title="Europäische Zentralbank" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Zentralbank">Europäischen Zentralbank</a> (<a href="http://www.everling.de/?s=ezb" target="_blank">EZB</a>):</p>
<p><a href="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/04/Jean-Claude-Trichet-in-Scope-Presentation.png"><img class="alignleft size-full wp-image-11538" src="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/04/Jean-Claude-Trichet-in-Scope-Presentation.png" alt="Jean-Claude Trichet in Scope Presentation" width="400" /></a></p>
<p>Der wichtigste Käufer von Anleihen an den Finanzmärkten ist in Europa die <a href="http://www.everling.de/?s=ezb" target="_blank">Europäische Zentralbank</a>. Auch wenn diese Käufe <a href="https://www.swr.de/swraktuell/bverfg-staatsanleihen-100.html#:~:text=Das%20Bundesverfassungsgericht%20(BVerfG)%20sieht%20den,begr%C3%BCndete%20das%20Gericht%20sein%20Urteil." target="_blank">nach Urteil des Bundesverfassungsgerichts teilweise verfassungswidrig</a> sind, erfolgen diese Käufe doch nach bestimmten Regeln und nicht ganz willkürlich. Das eigentliche Geschäft für Scope Ratings kommt mit den Bank- und Unternehmensanleihen, die in der Regel nur dann von der Europäischen Zentralbank gekauft werden, wenn sie &#8222;investment grade&#8220; beurteilt wurden. Unternehmensanleihen müssen <a href="https://www.wiwo.de/politik/europa/ezb-welche-anleihen-die-ezb-kaufen-darf/13638414-2.html" target="_blank">bestimmte Voraussetzungen</a> erfüllen, um in das Aufkaufprogramm der Europäischen Zentralbank aufgenommen zu werden.</p>
<p>Für die Europäische Zentralbank kam es bisher nicht in Frage, sich bei ihren Ankäufen von Anleihen allein auf das Rating der lokalen Agentur in Berlin zu stützen, auch wenn diese bereits als Ratingagentur nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA registriert wurde. Um Anleihen an die Europäische Zentralbank zu verkaufen, ist das Rating einer durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA anerkannten Ratingagentur eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.</p>
<p>Die konsolidierte Bilanz des Eurosystems, das die Aktiva und Passiva der nationalen Zentralbanken des Euroraums umfasst, hält nach Berechnung der <a href="https://www.feri.de/" target="_blank">FERI</a> ab 2021 schon rund 45 % aller Staatsschulden in ihrer billionenschweren Bilanz, darüber hinaus noch hunderte Milliarden an Bank- und Unternehmensschulden. Welche Anleihen die Europäische Zentralbank kauft, wurde in den <a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32011O0014&amp;from=EN" target="_blank">&#8222;Leitlinien vom 20. September 2011 über geldpolitische Instrumente und Verfahren des Eurosystems&#8220;</a> festgelegt und vom damaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, nämlich Jean-Claude Trichet, unterschrieben, der nun für Scope Ratings wirbt. Diese von Jean-Claude Trichet in Kraft gesetzten Regeln sind heute der Schlüssel für den Erfolg von Scope Ratings, auch wenn die Ratings dieser Agentur sonst bei professionellen Anlegern kaum Beachtung finden.</p>
<p>Am 24. Mai 2011 war die später von Scope übernommene PSR Rating GmbH zwar schon von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht als Ratingagentur anerkannt, aber noch nicht von Scope übernommen worden. Das erfolgte <a href="http://www.everling.de/scope-ubernimmt-eu-anerkannte-ratingagentur-psr/" target="_blank">rückwirkend zum Monatsbeginn im Januar 2012</a>. Seitdem ist es der in Scope Credit Rating GmbH umbenannten, dann in Scope Ratings AG umgewandelten und schließlich wieder in die Rechtsform der Gesellschaft mit beschränkter Haftung zurückgeführten Scope Ratings GmbH nicht gelungen, die Anerkennung durch die Europäische Zentralbank zu erlangen, da die Ratinghistorie von Scope Ratings weit hinter der von vier anerkannten Agenturen zurückbleibt, die auf Basis der Leitlinien schon längst akzeptiert werden konnten.</p>
<p>Um das zu ändern, gingen am 20. September 2020 diejenigen bei Scope mit an Bord, die ursprünglich das System eingefädelt haben und nun partizipieren &#8211; mit zeitlichem Abstand, der die Zusammenhänge unauffällig macht. Jetzt soll Scope Ratings als &#8222;die&#8220; europäische Ratingagentur die EZB-Anerkennung als privilegierte &#8222;external credit assessment institution&#8220; (ECAI) erhalten. Das bedeutet im Klartext, dass ein Emittent mit dem Kauf eines &#8222;guten&#8220; Scope Ratings sicherstellen soll, dass die Europäische Zentralbank diese Finanztitel einer Bank abkaufen und dadurch Geld schöpfen kann.</p>
<p>Professionelle Investoren weltweit nehmen von Scope Ratings bisher kaum Notiz. Die Ratingagentur ist in den wichtigsten Finanzmärkten der Welt &#8211; gleich ob in den USA, in Japan oder gar in China &#8211; praktisch unbekannt. Daher dienen die vielen Herrenrunden in der Pyramide von Scope dazu, den Druck auf das System der Europäischen Zentralbanken zu verstärken, der Ratingagentur das Privileg zu gewähren, die für den Aufkauf von Anleihen maßgebliche Schleusenfunktion der Ratings wahrnehmen zu dürfen. Es genügt, den Geldschöpfungsprozess der Europäischen Zentralbank abgreifen zu können.</p>
<p>Der Geldschöpfungsprozess soll mit Hilfe von Scope Ratings wie folgt ablaufen: Die Europäische Zentralbank erkennt Scope Ratings an. Emittenten beantragen Ratings von Scope Ratings für einen durch das System der Europäischen Zentralbanken aufkaufbaren Finanztitel. Dafür zahlen Emittenten an Scope Ratings jeweils fünf- bis sechsstellige Ratinggebühren für den Antrag sowie anschließend über die Jahre der Laufzeit.</p>
<p>Mit diesem Rating ausgestattet können Geschäftsbanken diese Finanztitel kaufen und zur Refinanzierung an das Notenbanksystem weiterverkaufen. Die Europäische Zentralbank hält die Titel so lange, bis Scope Ratings das Rating unter bestimmte Grenzen, im Regelfall in den Bereich &#8222;speculative grade&#8220; herabzustufen droht oder herabgestuft hat. Solche Papiere werden dann an den Finanzmärkten zurück an Banken, Kapitalsammelstellen usw. verkauft. Anschließend werden die Papiere entweder in Fonds gebündelt oder direkt an Sparer oder auch an Kommunen verkauft. Spätestens dann kann Scope Ratings Herabstufungen vornehmen, ohne dass diese für das &#8222;Ökosystem&#8220; schädlich wären, denn tritt der Ausfall ein, erleidet keiner der Beteiligten einen Verlust, sondern &#8222;nur&#8220; die gutgläubigen Sparer, denen die Papiere als letzte in der Kette verkauft wurden.</p>
<p>Klagen dann aber die geschädigten Sparer gegen Scope Ratings auf Schadensersatz, haben sie ein Unternehmen vor sich, das praktisch über kein Eigenkapital, also kein eigenes Vermögen verfügt. Da auch die Muttergesellschaft, die Scope SE &amp; Co. KGaA, nur Verluste ausweist, hilft auch kein Ergebnisabführungsvertrag, da auch die Scope SE &amp; Co. KGaA so geführt wird, dass sich hier kein Milliardenvermögen anhäuft, das zum Ausgleich von gegebenenfalls angerichteten Milliardenschäden herangezogen werden könnte.</p>
<p>Es nutzt dann Sparern nichts, wenn die Gerichte die Schuld feststellen und Scope Ratings zum Schadensersatz verurteilen. Diese Anleger haben mit ihren Schadensersatzforderungen auf keinen hinter Scope Ratings stehenden Milliardär irgendeinen Durchgriff. Alle Herren von Scope sind durch das Mehr-Schichten-Modell geschützt. Wie schon geschehen, kommt es <a href="https://www.bankrecht-dr-becker.de/aktuell/urteil-und-strafverhaengung-gegen-ratingagentur-scope/" target="_blank">allenfalls zu kleineren Vergleichen</a>, wenn es &#8211; aus Sicht der &#8222;Scope Group&#8220; &#8211; um Bagatellbeträge geht.</p>
<p>Sollten dennoch z.B. geschädigte Kommunen gemeinsam gegen Scope Ratings klagen und die Gesellschaft in die Insolvenz zwingen, kann das Geschäftsschema mit einer gerade von Scope SE &amp; Co. KGaA erworbenen, anderen Ratingagentur, die ebenfalls über eine Registrierung durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA verfügt, weiter betrieben werden. So wurde im März 2021 beispielsweise die Euler Hermes Rating GmbH in Hamburg gekauft und schon in <a href="https://www.ehrg.de/" target="_blank">&#8222;Scope Hamburg GmbH&#8220;</a> umbenannt.</p>
<p>Scope Ratings kann aber darauf setzen, dass jede renommierte Anwaltssozietät von solch irrationalem Vorgehen gegen die Ratingagentur eher abraten wird, da kaum eine Befriedigung in Aussicht steht. Ohne Befriedigungsaussicht kann allenfalls ein geräuschloser <a href="https://www.ariva.de/news/traumnoten-bis-zum-untergang-ratingagentur-scope-7192441" target="_blank">Vergleich über einen kleinen Teilbetrag</a> erreicht werden.</p>
<p>Die Scope SE &amp; Co. KGaA unterscheidet sich von den Muttergesellschaften der international führenden Ratingagenturen dadurch, dass sie über kein Milliardenvermögen wie die Großen der Branche verfügt. Entsprechend ergibt sich eine andere Anreizsituation und ein anderes moralisches Risiko. Gewinne werden statt innerhalb der Gesellschaften insbesondere <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">für den Initiator des Geschäftsschemas</a> außerhalb erzielt, indem Optionen, Wandlungsrechte und Anteile zu immer höheren Preisen in privaten &#8222;road shows&#8220; an einen stets immer weiter gezogenen Kreis von Prominenten, Kapitalmarktakteuren und Kapitalsammelstellen verkauft werden. Es lockt die Aussicht, die Schleusen zur Geldschöpfung zu betätigen.</p>
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		<title>Scope Ratings Spiel des Gesellschaftsrechts</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2021 10:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Oliver Everling]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ratings]]></category>
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		<description><![CDATA[Durch den Skandal der Scope Ratings GmbH um die erstmals 2019 mit A- als &#8222;investment grade&#8220; geratete und heute insolvente Greensill Bank in Bermen haben die genauen Aktivitäten dieser lokalen Ratingagentur in Berlin an öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen. Daher werden auch die Hintergründe für die jüngste Berliner Übernahme der Euler Hermes Rating GmbH (EHRG) erforscht. Der weltbekannte Markenname &#8222;Euler [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Durch den Skandal der <a href="https://www.scoperatings.com/" target="_blank">Scope Ratings GmbH</a> um die erstmals 2019 mit <a href="https://www.scoperatings.com/ScopeRatingsApi/api/downloadanalysis?id=14ea0f37-3dc6-4905-a0d7-2d956f56db80" target="_blank">A- als &#8222;investment grade&#8220;</a> geratete und heute insolvente <a href="https://rating.repair/?s=Greensill" target="_blank">Greensill Bank</a> in Bermen haben die genauen Aktivitäten dieser lokalen Ratingagentur in Berlin an <a href="https://www.boersen-zeitung.de/greensill-bedroht-ansehen-von-scope-eb0adb72-8017-11eb-8b32-8f1e42c1385f" target="_blank">öffentlicher Aufmerksamkeit</a> gewonnen. Daher werden auch die Hintergründe für die jüngste <a href="http://www.everling.de/schlappe-fuer-euler-hermes-rating-aber-happy-end/" target="_blank">Berliner Übernahme</a> der <a href="https://ehrg.de/" target="_blank">Euler Hermes Rating GmbH (EHRG)</a> erforscht.</p>
<p>Der weltbekannte Markenname &#8222;<a href="https://www.eulerhermes.com/" target="_blank">Euler Hermes</a>&#8220; wurde von den Berlinern nicht mit erworben. Auch schon damals, als am 1. August 2016 die von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) registrierte FERI EuroRating Services AG mit Sitz in Bad Homburg von Scope übernommen wurde, kam es Scope nicht auf die Fortführung des guten Namens der erworbenen Agentur an.</p>
<p>Gemäß dem erst am 6. November 2020 veröffentlichten Jahresabschlusses wies die Euler Hermes Rating GmbH (EHRG) in Hamburg 2019 einen &#8222;Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag&#8220; in Höhe von 4.857.377,49 € aus. Der Verlustvortrag erhöhte sich 2019 auf -5.959.576,90 € von -3.112.299,45 € im Vorjahr 2018. Weiterhin wurden Jahresfehlbeträge in Millionenhöhe erwirtschaftet, -2.589.768,15 € im Jahr 2019. Gemessen an der Mitarbeiterzahl hohe Fehlbeträge, wie schon in den Vorjahren: Im Geschäftsjahr 2019 waren im Durchschnitt 21 Mitarbeiter beschäftigt.</p>
<p>Was ist attraktiv an einer Gesellschaft, die seit Mai 2001 zunächst Hermes Rating GmbH, dann Euler Hermes Rating GmbH firmierte, wenn diese seit mehr als einem halben Jahrzehnt nur Verluste bringt und deren wichtigstes Asset der gute Name war, der aber nicht weitergeführt wird? Die Berliner &#8222;Scope Group&#8220;, die seit fast zwei Jahrzehnten selbst nie Gewinne erwirtschaftete, übernahm die Gesellschaft und schreibt: Euler Hermes Rating &#8222;ergänzt künftig das Geschäft von Scope um attraktive Zukunftsfelder&#8220;.</p>
<p>Der Analyse-Fokus liege vor allem auf kleinen und mittelgroßen Unternehmen (SME) sowie auf Projektfinanzierungen. „Mit dieser Ausrichtung hat Euler Hermes Rating in Segmenten eine gute Position, in denen große Wachstumspotenziale liegen“, lautet ein <a href="https://www.ehrg.de/scope-uebernimmt-euler-hermes-rating/" target="_blank">Scope-Zitat in der Pressemitteilung von der Euler Hermes Rating GmbH (EHRG) zur Übernahme durch Scope</a>.</p>
<p>Tatsächlich wurde aber die eigens für SME entwickelte Methodologie &#8222;TRIBRating&#8220; mit dem Ausstieg von Moody&#8217;s aus der Euler Hermes Rating GmbH (EHRG) bereits <a href="https://www.ehrg.de/?s=TRIBRating" target="_blank">Ende Juni 2020 eingestellt</a>. &#8222;TRIBRating&#8220; versprach <a href="https://www.gfl-broker.de/2017/07/moodys-und-euler-hermes-starten-neuen-rating-service-fuer-kmu/" target="_blank">für den Mittelstand zugeschnittene Methoden und Modelle</a> für die Bewertung von Kreditrisiken.</p>
<p>Die <a href="http://www.everling.de/euler-hermes-kooperiert-mit-moodys/" target="_blank">2016 angekündigte neue, von Moody&#8217;s unterstützte Methodologie &#8222;TRIBRating&#8220;</a> gab damals Hoffnung, den Erwartungen von Anlegern und Emittenten besser zu entsprechen, nachdem die alte Methodologie zu herben Enttäuschungen Anlass gab &#8211; siehe beispielsweise 2010 <a href="http://www.everling.de/mit-rena-nahen-unternehmensanleihen-fur-privatanlager/" target="_blank">&#8222;Mit RENA nahen Unternehmensanleihen für Privatanleger&#8220;</a>, die schon <a href="https://www.finance-magazin.de/finanzierungen/kredite-anleihen/rena-ist-pleite-1296901/" target="_blank">2014 in die Insolvenz</a> gingen. Statt der bis 2020 gültigen Methodologie wurde wieder auf den <a href="https://www.ehrg.de/euler-hermes-rating-withdraws-its-tribrating-rating-methodologies-and-reapplies-its-established-euler-hermes-rating-issuer-methodology/" target="_blank">Zustand von 2016</a> zurückgeschaltet.</p>
<p>Euler Hermes Rating GmbH (EHRG) war am 16. November 2010 die erste Ratingagentur, die in der Europäischen Union als Ratingagentur nach der 2009 verabschiedeten EU-Verordnung über Ratingagenturen registriert wurde. Die dafür zuständige Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) wurde aber erst am 1. Januar 2011 gegründet. Daher wurde die Registrierung der Ratingagentur in Hamburg noch durch die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vorgenommen und anschließend von der Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) fortgeführt.</p>
<p>Die Ablösung von Gesellschaften hat bei Scope &#8222;Tradition&#8220;: Nach der <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">Insolvenz der Vorgängers der Ratingagentur</a> titelte die Immobilien-Zeitung 2002 <a href="https://www.immobilien-zeitung.de/29386/fondscope-ag-ist-tot-lebe-fondscope-gmbh" target="_blank">&#8222;FondScope AG ist tot, es lebe die FondScope GmbH&#8220;</a>. Namen und Gesellschaften wurden stets vom selben <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">Initiator</a> gegründet und gewechselt. Am 2. September 2009 wurde eine Scope Credit Rating GmbH als eine 100%ige Tochter einer Scope Holding GmbH gründet und sollte für eine Registrierung durch die damals noch zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sorgen.</p>
<p>Die Zustände bei der ursprünglich in Potsdam ansässigen und dann nach Berlin verlegten Scope Credit Rating GmbH erlaubten jedoch keine Registrierung: Daher wurde die damals kleinste Ratingagentur in Deutschland gekauft, die bereits am 24. Mai 2011 eine Registrierung erlangt hatte, namentlich die aus der Prof. Schneck Rating GmbH aus Reutlingen hervorgegangene PSR Rating GmbH, die ihren Sitz von Reutlingen nach Tübingen verlegt hatte. Nach der Übernahme von PSR Rating GmbH wurde die Gesellschaft von Tübingen nach Berlin verlegt und in Scope Credit Rating GmbH umbenannt und die Registrierung durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) fortgeführt, während die vormals in Potsdam ansässige Scope Credit Rating GmbH und dann ebenfalls in Berlin firmierende Scope Credit Rating GmbH keine Registrierung bekam. Ohne Registrierung darf eine Ratingagentur in der Europäischen Union nicht Credit Ratings erteilen.</p>
<p>Die heute Scope Ratings GmbH firmierende Gesellschaft geht auf die Vorgängerin in Tübingen zurück, denn die von PSR Rating GmbH in &#8222;Scope Credit Rating GmbH&#8220; umbenannte Gesellschaft wurde in &#8222;Scope Rating GmbH&#8220; umbenannt, dann formwechselnd in eine Aktiengesellschaft und zurück in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt, die den Namen &#8222;Scope Ratings GmbH&#8220; annahm. Die gleichnamige Gesellschaft Scope Credit Rating GmbH, Berlin (vormals: Potsdam), wies nur Verluste aus. Während die PSR Rating GmbH nach Anlaufverlusten doch bis zur Übernahme durch Scope auch Gewinne erwirtschaftet hatte, wurde nach Integration bei Scope das Geschäftsmodell an das Schema von Scope angepasst und anschließend &#8211; wie bei anderen Gesellschaften der Unternehmensgruppe &#8211; mit Verlusten weitergearbeitet.</p>
<p>Die Scope Ratings AG entstand durch formwechselnde Umwandlung der Scope Ratings GmbH (Amtsgericht Charlottenburg HRB 145472) in die Scope Ratings AG mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg, HRB 161306) aufgrund eines Umwandlungsbeschlusses vom 18. Juli 2014. Danach wurde die Scope Ratings AG wieder in eine Scope Ratings GmbH umgewandelt. Die Eintragung des erneuten Formwechsels erfolgte am 24. Januar 2018.</p>
<p>Wenn ein Vertragspartner der &#8222;Scope Group&#8220; sich nicht die Mühe macht, die genauen Handelsregisternummern der Amtsgerichte anzufordern und zu vergleichen, könnte leicht übersehen werden, ob der Vertrag mit einer &#8222;Scope Rating GmbH&#8220;, &#8222;Scope Ratings GmbH&#8220;, &#8222;Scope Ratings AG&#8220; oder einer der beiden Gesellschaften mit den identischen Namen &#8222;Scope Credit Rating GmbH&#8220; geschlossen wurde.</p>
<p>&#8222;Gutgläubige&#8220; Investoren, die an die Schoeller Corporation GmbH oder die Schoeller Invest GmbH in der Hoffnung bezahlt oder Leistungen erbracht haben, dafür (Options-) Rechte an der &#8222;Scope Group&#8220; und den versprochenen Wertsteigerungen zu erhalten, können sich getäuscht sehen. Dies gilt insbesondere auch deshalb, da in diesen vertraulichen Verträgen die genaue Firma schon in der Vorbemerkung des Vertrags durch eine andere Bezeichnung ersetzt wird, zum Beispiel &#8222;Scope AG&#8220; statt &#8222;Scope Corporation AG&#8220;. Das ist in Verträgen zwar üblich, lässt aber den gutgläubigen Investor schnell übersehen, was tatsächlich verkauft wurde. Die Konsequenzen werden möglicherweise erst bemerkt, wenn ein Börsengang oder eine andere aufschiebende Bedingung eintritt. Der stete Wechsel von Rechtsformen macht es außerdem schwer, die Höhe eines erworbenen Anteils exakt zu berechnen und gerichtlich durchzusetzen.</p>
<p>Zu Beginn des Jahres 2019 wurde ein virtuelles Optionsprogramm für ausgewählte Führungskräfte eingeführt. Für die leitenden Angestellten ist es angesichts der vielen anderen Verbindungen, Verpflichtungen und Ansprüche, wie beispielsweise aus den Wandelschuldverschreibungen, schwierig, den Wert dieser Optionen richtig zu bemessen.</p>
<p>Nach deutschem Gesellschaftsrecht ist gemäß § 76 des Aktiengesetzes die Leitung der Aktiengesellschaft unabhängig. Der Vorstand hat unter eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten. Diese rechtsformbedingte Unabhängigkeit der Scope Ratings AG, die zudem auch die Einrichtung eines Aufsichtsrats erforderlich machte, der zwischen Vorstand und Alleinaktionär stand, konnte durch die Umwandlung in eine GmbH beseitigt werden. In der Praxis bedeutete der Aufsichtsrat, dass vom <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">geschäftsführenden Hauptaktionär</a> der Muttergesellschaft nicht direkt auf den Vorstand Einfluss genommen und keine rechtlich verbindliche Weisung in Einzelfragen erteilt werden konnte.</p>
<p>Da der <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">Initiator des Berliner Geschäftsschemas und geschäftsführende Hauptaktionär</a> der Muttergesellschaft nie eine Business School sah, weder über eine Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss, noch über einschlägige praktische Erfahrungen aus einer Tätigkeit bei einer anerkannten Ratingagentur verfügt, was typische Voraussetzungen für die Zustimmung der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) für maßgebende Funktionen in einer anerkannten Ratingagentur wären, werden seine Einflussmöglichkeiten alternativ gesellschaftsrechtlich gesichert.</p>
<p>Alleiniger Gesellschafter der Scope Ratings GmbH (vormals: Scope Ratings AG) ist die <a href="http://www.everling.de/scope-group-ausser-kontrolle/" target="_blank">Scope SE &amp; Co. KGaA</a> (ehemals Scope Corporation AG), vertreten durch den Vorstand, dem der <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">geschäftsführende Hauptaktionär</a> angehört. Der Vorstand kann somit zu Angelegenheiten der GmbH jederzeit beschließen. Welche Weisungen an den bzw. die Geschäftsführer der Scope Ratings GmbH erteilt werden, steht völlig im freien Ermessen der Gesellschafter, also der <a href="http://www.everling.de/scope-group-ausser-kontrolle/" target="_blank">Scope SE &amp; Co. KGaA</a>. Auch Einzelanweisungen an Geschäftsführer sind möglich, so erlaubt es das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gmbhg/__37.html" target="_blank">§ 37 Abs. 1 GmbHG</a>).</p>
<p><a href="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/04/DeletedPicturesAndInformationOnScopeWebsite.png"><img class="alignleft size-full wp-image-11497" src="http://www.everling.de/wp-content/uploads/2021/04/DeletedPicturesAndInformationOnScopeWebsite.png" alt="DeletedPicturesAndInformationOnScopeWebsite" width="400" /></a></p>
<p>Maurice Thompson, Aufsichtsratschef des in Havarie geratenen Bremer Kreditinstituts, der Greensill Bank, ist <a href="https://www.boersen-zeitung.de/greensill-bedroht-ansehen-von-scope-eb0adb72-8017-11eb-8b32-8f1e42c1385f" target="_blank">nicht nur Aktionär, sondern auch Beirat der Berliner Ratingagentur</a>, die das Rating A- für die Greensill Bank erteilte &#8211; ein <a href="https://www.zinspilot.de/wissen/banken-ratings/" target="_blank">Rating gleichauf mit dem der namhaftesten deutschen Banken</a>.</p>
<p>Die Beweise für diese und andere Verbindungen haben die Berliner, die die kritischen Augen der Großbanken sowie die räumliche Nähe zu allen maßgebenden Wettbewerbern aus dem Finanzzentrum in Frankfurt am Main scheuen und ihren Hauptsitz mit einem Blick auf den Reichstag im politischen Berlin bevorzugen, inzwischen aus ihrer Website gelöscht. Die Aktionäre, Wandlungsberechtigten, Optionsinhaber usw. im <a href="https://rating.repair/unique-multi-layered-ownership-structure-at-scope-ratings/" target="_blank">Mehr-Schichten-Beteiligungsmodell</a> der <a href="http://www.everling.de/scope-group-ausser-kontrolle/" target="_blank">Scope SE &amp; Co. KGaA</a> stützen ihr Vertrauen in den künftigen Profit ihrer Investition insbesondere auf die Versprechungen des <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/ratingagentur-scope-ein-schlossherr-der-fragen-aufwirft-seite-3/2697430-3.html" target="_blank">geschäftsführenden Hauptaktionärs.</a></p>
<p>Nachdem die <a href="https://www.boersen-zeitung.de/rating-mit-geschmaeckle-651fab92-8016-11eb-8b32-8f1e42c1385f" target="_blank">Börsen-Zeitung schon kurz nach dem über die Greensill Bank verhängten Moratoriums</a> über die Interessenkonflikte bei der instrumentalisierten Scope Ratings GmbH berichtete, geriet das von der &#8222;Scope Group&#8220; geschaffene System aus &#8222;Boards&#8220;, Honorary Board (u.a. mit Alt-Bundespräsident Horst Köhler, Alt-EZB-Präsident Jean-Claude Trichet), Board of Trustees, Advisory Board, Supervisory Board, Management Boards und &#8222;Ambassadors&#8220; in Verdacht, so dass u.a. auch <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-03-09/greensill-s-ex-chairman-is-shareholder-in-group-s-rating-firm" target="_blank">Bloomberg darüber berichtete</a>.</p>
<p>Die Spuren der Verbindungen wurden nun von Scope abgeschaltet, die Einträge im Internet gelöscht. Von der ursprünglichen Webseite ist <a href="https://scopegroup.com/boards-and-ambassadors">nur ein Rumpf</a> verblieben. Wenige Mausklicks hätten sonst Betrachtern offenbart, um welche Persönlichkeiten es sich sonst noch handelt. Verschwiegenheit spielt bei Scope eine große Rolle, wie das <a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.abrupter-abschied-bei-bw-bank-aus-fuer-superreichen-betreuer.2d629f78-a15e-475f-bd6d-5ffbf8910216.html" target="_blank">konkrete Beispiel eines &#8211; nun auf der Website von Scope nicht mehr namentlich genannten &#8211; Beiratsmitglieds zeigt</a>.</p>
<p>Die Scope Ratings GmbH (vormals: Scope Ratings AG) wies zum Stichtag 31. Dezember 2016 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 15.706.426,64 gegenüber der Muttergesellschaft Scope SE &amp; Co KGaA (ehemals Scope Corporation AG) aus. Mit Beschluss vom 11.05.2016 wurde der Gesellschaft durch die Scope SE &amp; Co KGaA ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von bis zu EUR 14.000.000,00 gewährt, welches die bestehende Verbindlichkeit ablöste.</p>
<p>Die Liquidität der Gesellschaften wird durch Gesellschafterdarlehen und Kapitalmaßnahmen sichergestellt. Gewinne werden außerhalb der Gesellschaften dadurch in Aussicht gestellt, dass Anteile an der gemeinsamen Muttergesellschaft zu immer höheren Preisen an einen illustren Kreis von Prominenten und Kapitalsammelstellen verkauft werden. Insbesondere wird &#8211; von <a href="https://www.scoperatings.com/static/161472DE.html" target="_blank">Vorzeigeadressen wie der RAG-Stiftung</a> mit <a href="https://www.rag-stiftung.de/stiftung/kuratorium" target="_blank">Bundesfinanzminister Olaf Scholz oder NRW-Ministerpräsident Armin Laschet im Kuratorium</a> abgesehen &#8211; der genaue Kreis der Aktionäre, der Bezugsberechtigten und der Optionsinhaber nicht offengelegt.</p>
<p>Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird in Road Shows seit Jahren immer weiteres Kapital eingeworben. Der Auflösung dieser Geschäftsstrukturen soll eine Stiftung entgegenwirken, denn einer <a href="https://www.scoperatings.com/static/164813DE.html">&#8222;Scope Foundation&#8220;</a> wurden 20% des Grundkapitals der Scope Management SE vom Gründer und Hauptaktionär sowie von einem am Kapitalmarkt aktiven &#8222;Ankeraktionär&#8220; übertragen. Die Scope Management SE übt innerhalb der Scope Gruppe die unternehmerische Steuerungsfunktion aus.</p>
<p>Aufsichtsratsvorsitzender der Scope SE &amp; Co KGaA (ehemals Scope Corporation AG) ist <a href="http://www.everling.de/neuer-aufsichtsrat-bei-der-scope-corporation-ag/" target="_blank">Georg Graf Waldersee</a>, der zugleich auch Aufsichtsratsvorsitzender der in den Wirecard-Skandal verwickelten <a href="http://www.everling.de/eigenkapital-und-eigenkapitalquote-von-ey/" target="_blank">Ernst &amp; Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft</a> ist. Auch bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft verantwortet Georg Graf Waldersee, der <a href="https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/2018/georg-graf-waldersee-neuer-vorsitzender-unicef-deutschland/167730" target="_blank">für große Spendenbereitschaft in Deutschland</a> wirbt, wie bei der Scope Group als Aufsichtsratsvorsitzender <a href="http://www.everling.de/eigenkapital-und-eigenkapitalquote-von-ey/" target="_blank">seit Jahren nur Verluste in mehrstelliger Millionenhöhe</a>. Georg Graf Waldersee erhielt allein bei der bei der Scope SE &amp; Co KGaA schon 80.000 Euro p.a. für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Aufsichtsrates im Jahr 2019.</p>
<p>Die durchschnittliche Zahl der bei der <a href="https://scopegroup.com/about" target="_blank">Scope SE &amp; Co KGaA beschäftigten Arbeitnehmer</a> im Jahr 2019 betrug 81 (im Vorjahr 72). Zur Motivation von Mitarbeitern wird optional beispielsweise eine betriebliche Zuzahlung zum Fahrradkauf geleistet.</p>
<p>Georg Graf Waldersee gehört <a href="http://www.everling.de/neuer-aufsichtsrat-bei-der-scope-corporation-ag/" target="_blank">seit 2016 dem Aufsichtsrat der Scope Corporation AG</a> an, deren Vorsitzende, Martha Boeckenfeld, er später im Vorsitz ablöste. Martha Boeckenfeld wurde 2016 auch <a href="http://www.everling.de/neuer-aufsichtsrat-bei-der-scope-corporation-ag/">Aufsichtsratsmitglied der italienischen Großbank</a> Unicredit, die <a href="https://www.scoperatings.com/static/153732EN.html" target="_blank">von Scope Ratings klar im Bereich der &#8222;Investmentqualität&#8220; mit A- geratet wurde</a>. In der Zeit nach der Bestelltung von Martha Boeckenfeld als Aufsichtsratsvorsitzende der Scope Corporation AG (heute Scope SE &amp; Co KGaA) und als Aufsichtsratsmitglied der Unicredit wurde der Ausblick von Scope Ratings für das Rating der Unicredit <a href="https://www.scoperatings.com/static/153732EN.html" target="_blank">auf Review für eine mögliche Anhebung</a> gesetzt. Die von der Scope Ratings GmbH mit A- gerateten Verbindlichkeiten der Unicredit erreichten ein solches Rating <a href="https://www.unicreditgroup.eu/en/investors/funding-and-ratings.html?intcid=INT-IG_CTA0019" target="_blank">nicht bei den anerkannten führenden Agenturen</a>; die Schweizer <a href="https://www.i-cv.ch/" target="_blank">Independent Credit View AG (I-CV)</a> warnte sogar mit einem <a href="https://www.institutional-money.com/news/maerkte/headline/i-cv-bankenstudie-gut-gemeinte-regulierung-sorgt-fuer-verschlechterungen-48461/" target="_blank">Rating für die Unicredit SpA</a> auf spekulativem Niveau. Auch vor der von Scope Ratings GmbH mit A- gerateten <a href="https://www.i-cv.ch/wp-content/uploads/2021/03/I-CV_Greenshill.pdf" target="_blank">Greensill Bank hatten die Schweizer Spezialisten bereits gewarnt</a> (siehe im Übrigen auch <a href="http://www.everling.de/kein-verlass-auf-scope-ratings/" target="_blank">&#8222;Kein Verlass auf Scope Ratings&#8220;</a>, <a href="http://www.everling.de/kein-verlass-auf-scope-fondsrating/" target="_blank">&#8222;Kein Verlass auf Scope Fondsrating&#8220;</a>).</p>
<p>Über die Scope Ratings GmbH (vormals Scope Ratings AG und PSR Rating GmbH) liegen der zuständigen Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) nicht nur Jahrsabschlüsse, sondern auch Compliance-Berichte, Anzeigen und weitere Dokumente vor. Der europäischen Aufsichtsbehörde entziehen sich allerdings einige Gesellschaften der Gruppe (siehe <a href="http://www.everling.de/scope-group-ausser-kontrolle/">&#8222;Scope Group außer Kontrolle&#8220;</a>), da sie für die Aufsicht über diese anderen Gesellschaften kein Mandat hat.</p>
<p>Sollte sich die Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) aber aufgrund von Fakten veranlasst sehen, der Scope Ratings GmbH die Registrierung zu entziehen, bliebe der Muttergesellschaft Scope SE &amp; Co KGaA (ehemals Scope Corporation AG) die Scope Hamburg GmbH (vormals Euler Hermes Rating GmbH), wenn die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) die Bedingungen für eine Registrierung bei der Scope Hamburg GmbH noch weiterhin erfüllt sähe.</p>
<p>Die <a href="https://www.esma.europa.eu/supervision/credit-rating-agencies/risk" target="_blank">Liste der von der Europäsichen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) authorisierten Ratingagenturen</a> wurde am 4. Januar 2021 zuletzt aktualisiert. Hier wird die <a href="http://www.everling.de/schlappe-fuer-euler-hermes-rating-aber-happy-end/" target="_blank">Euler Hermes Rating GmbH</a> unverändert mit dieser Firma als &#8222;registrierte&#8220; Ratingagentur geführt, auch wenn auf der Website der Ratingagentur bereits mit &#8222;<a href="https://www.ehrg.de/impressum/" target="_blank">Scope Hamburg GmbH</a>&#8220; firmiert wird. Ebenso findet sich hier weiterhin der Eintrag der &#8222;Scope Ratings GmbH (previously Scope Ratings AG and PSR Rating GmbH)&#8220; als registrierte Ratingagentur.</p>
<p>Derzeit zeigen sich also zwei Registrierungen unter einem Dach. Damit wird die Resilienz der Scope SE &amp; Co KGaA gestärkt, mindestens eine der beiden Registrierungen fortzuführen, da die Europäische Wertpapier- und Martkaufsichtsbehörde (ESMA) die Vorgänge bei der Scope Ratings GmbH (vormals: Scope Ratings AG) nicht der übernommenen Euler Hermes Rating GmbH (jetzt: Scope Hamburg GmbH) vorwerfen könnte, zumal diese bis 2021 keine problematischen Beziehungen zu Schwestergesellschaften (u.a. Scope Analysis GmbH, Scope Risk Solutions GmbH, Scope Investor Services GmbH) gehabt haben konnte.</p>
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