Robo-Advisor räubern im Markt für Vermögensverwaltung

Von Dr. Oliver Everling | 29.Juli 2016

Eine neue Studie von PwC gibt an, dass 47 Prozent der Dollar-Millionäre unter 45 Jahren, die keine Robo-Advisor nutzen, in Betracht ziehen dies zu ändern.

Nitin Rakesh, Geschäftsführer und Vorsitzender von Syntel Inc., kommentiert: „Das Aufkommen von neuen Technologien hat die Finanzdienstleistungsindustrie und die Geschwindigkeit, die Digital Natives bei der Bereitstellung der Dienstleistungen erwarten, grundlegend verändert. Innovationen wie der Robo-Advisor verschieben die Interaktionen auf digitale Kanäle und ermöglichen eine neutrale, kundenspezifische Beratung von der Stange, die jederzeit und ortsungebunden verfügbar ist.“

„Große Finanzdienstleistungsunternehmen sehen schon lange der Tatsache ins Auge, dass sie Marktanteile an neue Fintech-Wettbewerber verlieren“, sagt Rakesh. „Allerdings beobachten wir gerade eine weitere Entwicklung hin zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Marktteilnehmern. Große Finanzinstitute gehen Partnerschaften mit Fintech-Firmen ein, um neue, digitale Lösungen in ihre herkömmlichen Offline-Dienstleistungen zu integrieren.“

Um jedoch einen Nutzen aus solchen technologischen Entwicklungen zu ziehen, müssen Vermögensverwaltungsfirmen Lösungen einführen, die ihnen ermöglichen das Unternehmen effizienter zu führen und zudem mit neuen innovativen Produkten und Dienstleistungen schneller die Marktreife zu erreichen.

Rakesh beteuert, dass die beste Vorgehensweise für Firmen, die Problem mit veralteten Systemen haben, ist, starke Technologiepartner zu finden, die ihnen bei der Modernisierung helfen. Dies erlaubt ihnen eine intelligente Automatisierung ihrer Back-Office-Prozesse, welche damit kontinuierlich an Agilität gewinnen und Ressourcen für die Investition in innovative Front-Office-Dienstleistungen freisetzen.
 
Nitin Rakeshs globale IT-Dienstleistungsfirma Syntel bietet eine Suite digitaler Modernisierungslösungen an, welche die Geschäftsführungskosten senken und die Effizienz und Agilität erhöhen, mit dem Ergebnis kürzerer Produkteinführungszeiten und einer gestärkten Innovationskraft in Unternehmen.
 
„Eine Konvergenz der starken Vertriebskanäle und Geldmittel der Vermögensverwaltungsfirmen mit den neusten digitalen Front-End-Diensten von Fintech-Firmen kann den Weg zu Wachstum und Stabilität im Sektor ebnen“, sagt Rakesh.

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Drollig sparen mit Savedroid

Von Dr. Oliver Everling | 28.Juli 2016

Mit der neuen savedroid-App kann ab sofort jeder seine Gewohnheiten in Ersparnisse verwandeln und sich seine Herzenswünsche erfüllen. So geht Geld sparen ohne dabei ans Sparen zu denken, geschweige denn sich darum kümmern zu müssen.

Gute Zeiten für Sparmuffel, die jetzt erstmals bequem und vollautomatisch Geld sparen können. Dazu wählen Nutzer in der kostenlosen App Sparregeln aus, die zu ihrem persönlichen Lebensstil passen, z.B.: Bei jeder Kartenzahlung aufrunden, bei jedem Amazon- oder Zalando-Einkauf 5% bei Seite legen, sich für jeden Runtastic-Lauf mit 3 Euro belohnen oder den Social-Media-Konsum bei zu langem Surfen auf Facebook, Instagram, Snapchat & Co. mit einer Ersparnis von 10 Euro disziplinieren u.v.m. Mit savedroid kann jeder aus seinen persönlichen Gewohnheiten Sparregeln machen und sich so seinen nächsten Traumurlaub, das neue Smartphone oder Möbel ersparen.

Anders als bei traditionellen Bankangeboten müssen sich Nutzer dank savedroid nicht mehr mit komplizierten und langweiligen Finanztransaktionen beschäftigen, sondern können ihr Leben genießen und von automatischen Ersparnissen profitieren. „Sparen war bislang ein super langweiliges und kompliziertes Thema. Viele gehen lieber zum Zahnarzt als mit einem Finanzberater zu sprechen. Wir ändern das. Mit savedroid wird Sparen endlich ins tägliche Leben der Nutzer integriert und vollständig automatisiert“, sagt Dr. Yassin Hankir, Gründer und Vorstandsvorsitzender der savedroid AG. „Wir machen Sparen spannend, bequem und lohnend und damit insbesondere für die Zielgruppe der Millennials zum Lifestyle-Thema.“

Ab sofort können Nutzer die App mit TÜV-geprüftem Datenschutz kostenlos im Google Play Store unterhttps://play.google.com/store/apps/details?id=de.savedroid installieren.

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Nur mit Geduld Türkeifonds

Von Dr. Oliver Everling | 28.Juli 2016

Die aktuellen Entwicklungen in der Türkei betreffen auch die Anleger der zahlreichen Türkei-Aktienfonds, mit denen Investoren auf die Entwicklung der türkischen Wirtschaft setzen können. Diese haben allerdings bereits in den vergangenen Jahren nur eine unbefriedigende Wertentwicklung erzielt. Auf Drei-Jahres-Sicht liegen sämtliche Fonds im Minus, berichtet die Ratingagentur aus Bad Homburg, FERI EuroRating Services.

Der beste Fonds musste in den vergangenen drei Jahren einen durchschnittlichen Wertverlust von 2,9 Prozent pro Jahr hinnehmen, beim zweit- und drittplatzierten Produkt waren es bereits 3,4 Prozent beziehungsweise 4,6 Prozent. Trotz dieser unbefriedigenden Entwicklung lagen diese Produkte damit noch oberhalb des MSCI Turkey Standard Core als Benchmark-Index, der in diesem Zeitraum um 4,9 Prozent pro Jahr nachgab. Die drei MSCI Turkey UCITS-basierten ETF dieser Peergroup von iShares, Lyxor und HSBC gaben in diesem Zeitraum um jeweils 5,7 Prozent, 6,1 Prozent und 5,6 Prozent pro Jahr nach. Das geht aus aktuellen Analysen der FERI EuroRating Services hervor.

„Die Türkei ist allein schon aufgrund ihrer Größe ein Markt, den Investoren im Blick behalten sollten. Spätestens seit Verhängung des Ausnahmezustands nach dem gescheiterten Putschversucht ist von der einstigen Euphorie über das ‚türkische Wirtschaftswunder‘ allerdings nicht mehr viel zu spüren“, sagt Andreas Köchling, Senior Analyst Funds bei FERI EuroRating Services. „Angesichts immer größerer politischer Risiken in der Türkei sind die Aussichten für die türkische Wirtschaft und den Aktienmarkt derzeit nicht besonders positiv. Die seit einiger Zeit in größerem Umfang zu beobachtenden Kapitalabflüsse und der massive Kursrutsch seit dem gescheiterten Putsch sind jedenfalls kein gutes Zeichen für die weitere Entwicklung“, so Köchling weiter.

Nur wer langfristig mit einer Stabilisierung in der Türkei rechne, könne Türkei-Fonds in sein Portfolio aufnehmen. Dabei sollten sich Anleger der aktuell sowie langfristig relativ hohen Risiken bewusst sein. Hinzu kommt, dass zahlreiche Türkei-Fonds nur ein relativ geringes Fondsvolumen aufweisen, was mit einer höheren Kostenbelastung im Sondervermögen einhergehen kann. Anleger sollten daher bei der Fondsauswahl neben der Qualität des Fondsmanagements auch das Fondsvolumen beachten (www.feri-fund-rating.com).

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Werte im mehrfachen Wortsinn

Von Dr. Oliver Everling | 27.Juli 2016

Die FERI EuroRating Services AG hat rund 300 Investmentfonds auf ihre Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung analysiert. Sieben der analysierten Fonds konnten auf Basis von Ausschluss- und Positivkriterien sowohl im Bereich Umwelt als auch im Bereich Soziales und im Bereich Unternehmensführung eine Platzierung im obersten Quintil erreichen. Diese Fonds sind die vier Aktienfonds „terrAssisi Aktien I AMI P(t)“, „KEPLER Ethik Aktienfonds A“, „SEB OekoLux“ und „OekoWorld OekoVision Classic C“ aus der Peergroup „Aktien Nachhaltigkeit/Ethik Welt“ sowie der Aktienfonds „ERSTE WWF STOCK ENVIRONMENT T“ aus der Peergroup „Aktien Umwelttechnologie/Ökologie“ und die beiden Rentenfonds „terrAssisi Renten I AMI P(a)“ aus der Peergroup „Renten EURO kurz“ sowie „SEB Green Bond Fund D EUR D“ aus der Peergroup „Renten Globale Währungen“.

Insbesondere die vier Fonds aus der Peergroup „Aktien Nachhaltigkeit/Ethik Welt“ konnten dabei nicht nur durch hervorragende Nachhaltigkeitsbewertung, sondern auch durch gute Fondsratings und eine solide Performance von rund 10 bis 12 Prozent pro Jahr auf drei-Jahres-Sicht die Ratingagentur überzeugen.

Für die Bewertung der Nachhaltigkeit von Investmentfonds fragt FERI EuroRating Services bestimmte Ausschluss- und Positivkriterien der Fonds von jedem Fondsmanagement einzeln ab. Je mehr Kriterien das Fondsmanagement für seine Titelselektion festhält und anwendet, desto besser wird die Nachhaltigkeit des Fonds im jeweiligen Bereich bewertet. „Diese Top-Down-Sichtweise ermöglicht eine objektivere und zeitlich unabhängigere Bewertung als etwa die stichtagsbezogene Einzeltitel-Analyse des Fondsportfolios anderer Marktteilnehmer“, kommentiert André Härtel, Teamleiter Fonds Selektion bei FERI EuroRating Services. „Unsere engen Kontakte zu den Kapitalanlagegesellschaften und Asset Managern ermöglichen eine direkte Umsetzung und eine breite Abdeckung des Marktes“, so Härtel weiter. 

Die einzelnen Positiv- und Negativkriterien werden von FERI EuroRating Services je nach ihrer Bedeutung unterschiedlich gewichtet. Dabei wird die Häufigkeit ihrer Nennung als Indikator ihrer Bedeutung verwendet. So geht beispielsweise das Thema „Luftfahrt“ nur zu rund 6 Prozent in die Bewertung der Umweltausprägung ein, das Thema Kernkraft dagegen mit rund 32 Prozent. Insgesamt wendet FERI EuroRating Services vier Haupt-Positivkriterien mit 56 Subkriterien sowie 15 Haupt-Ausschlusskriterien mit 88 Subkriterien in der Nachhaltigkeitsbewertung an. Die nachfolgenden Tabellen zeigen eine Übersicht der Ausschluss- und Positivkriterien sowie der Performance-Daten der vier Fonds aus der Peergroup „Aktien Nachhaltigkeit/Ethik Welt“, die in allen drei Bereichen eine Nachhaltigkeitsbewertung im obersten Quartil erreicht haben.

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Eine der profitabelsten Retail-Banken Deutschlands

Von Dr. Oliver Everling | 26.Juli 2016

Die comdirect Gruppe hat das erste Halbjahr 2016 mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 87,9 Millionen Euro abgeschlossen. Als Grund für die deutliche Zunahme gegenüber Vorjahr (51,3 Millionen Euro) wird der im Januar angekündigte Einmalertrag von rund 41 Millionen Euro vor Steuern aus der Mitgliedschaft bei VISA Europe und deren Integration in die VISA Inc. USA angegeben. Der marktbedingte Rückgang beim Zins- und Provisionsüberschuss sei durch aktives Kosten- und Investitionsmanagement nahezu ausgeglichen worden. „Insgesamt blicken wir auf ein ordentliches erstes Halbjahr zurück“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG. „Wir wachsen werthaltig, wir liefern gute Ergebnisse, und wir entwickeln uns strategisch weiter. Das zeigen die vielen neuen Produkte, die wir in den letzten Monaten eingeführt haben, von der comdirect trading App bis hin zum eigenen Ratenkredit. Wir sind eine der profitabelsten Retail-Banken Deutschlands: Für das Gesamtjahr streben wir eine Eigenkapitalrendite von über 19 Prozent an. Dies entspricht einem Ergebnis fürs Gesamtjahr von rund 110 Millionen Euro vor Steuern.“

In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die comdirect Gruppe Gesamterträge in Höhe von 216,1 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahr 190,3 Millionen Euro). 41,1 Millionen Euro davon entfallen auf den Sonderertrag aus der VISA-Transaktion, der im Ergebnis aus Finanzanlagen ausgewiesen ist. Der Provisionsüberschuss lag mit 108,4 Millionen Euro weiterhin auf hohem Niveau, aber sieben Prozent unterhalb des Rekordwerts aus dem Vorjahr (116,1 Millionen Euro). Der Rückgang sei in erster Linie auf das gesunkene Kursniveau zurückzuführen, das sich auf die Vertriebsfolgeprovisionen aus dem Fondsgeschäft auswirkte sowie zu einem geringeren durchschnittlichen Ordervolumen führte. Weiterer Grund sei eine veränderte Zusammensetzung der Trades im Geschäftsfeld B2C. Die Anzahl der B2C-Trades lag aufgrund der hohen Volatilität insbesondere zu Beginn und zum Ende des Halbjahres mit 7,5 Millionen leicht über Vorjahresniveau (7,4 Millionen). Angesichts des nochmals schwieriger gewordenen Zinsumfelds sank der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge um neun Prozent unter Vorjahr (69,0 Millionen Euro) auf 63,0 Millionen Euro. Die Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 128,2 Millionen Euro bewegten sich um acht Prozent unter dem Vorjahreswert (138,9 Millionen Euro). Der Rückgang geht auf die aktive Steuerung der Sachaufwendungen mit Blick auf die strategische Ausrichtung und das aktuelle Marktumfeld zurück. Der Vorjahreswert enthielt einen deutlich höheren Sachaufwand insbesondere durch den Launch der Markenkampagne „Bank. Neu gedacht.“

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Brexitfolgen für einzelne Branchen

Von Dr. Oliver Everling | 25.Juli 2016

Unter den Folgen des BREXIT-Votums werden neben der Finanzdienstleistungsbranche vor allem die Automobilindustrie sowie die Bauwirtschaft leiden. Das geht aus einer aktuellen Analyse von FERI Investment Research hervor, bei der die Auswirkungen der BREXIT-Entscheidung auf die einzelnen Branchen untersucht wurden.

Demnach müsse Großbritannien in den kommenden Quartalen mit einer rückläufigen Wirtschaftsleistung rechnen – vor allem aufgrund einbrechender Investitionen. „Großbritannien steht kurz vor der Rezession“, bringt Axel D. Angermann, Chef-Volkswirt von FERI, die Studienergebnisse auf den Punkt.

Unter den rückläufigen Investitionen leiden laut FERI die Bauwirtschaft und das Immobilienwesen sowie die Hersteller von Investitionsgütern, unter den Folgen für den Konsum auch der Einzelhandel, die personenbezogenen Dienstleistungen, die Konsumgüterindustrie sowie Transport und Logistik.

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Weniger Insolvenzen in Mittel- und Osteuropa

Von Dr. Oliver Everling | 25.Juli 2016

Die günstigen wirtschaftlichen Bedingungen führten zu einer besseren Situation der Unternehmen in Mittel- und Osteuropa (MOE). 2015 sank die Zahl der Insolvenzen in neun von 13 von dem französischen Kreditversicherer Coface untersuchten Ländern.

Die Insolvenzen variierten stark von Land zu Land. Den signifikantesten Rückgang mit fast 50 Prozent verzeichnete Rumänien, das von erheblichen Steueranreizen profitierte. Der höchste Anstieg in der Region mit 20,8 Prozent wird aus der Ukraine gemeldet und ist auf die anhaltende Rezession durch den Konflikt mit Russland zurückzuführen. In den meisten Ländern sind die Insolvenzzahlen noch nicht auf demselben Niveau wie vor der Wirtschaftskrise 2008. In der Tschechischen Republik waren die Insolvenzen fast viermal, in Polen 1,8-mal und in Slowenien 2,2-mal höher als 2008, wohingegen sie in der Slowakei und Rumänien noch immer unter dem Vorkrisenniveau liegen.

Die Insolvenzentwicklung in den einzelnen Ländern 2015: Ukraine (+20,8%) Litauen (+16,3%), Tschechische Republik (+8,7%), Serbien (+7,0%), Rumänien (- 49,5%), Ungarn (-44,2%), Slowenien (-34,3%), Kroatien (-28,5%), Slowakei (-14,6%), Lettland (-13,8%), Estland (-9,7%), Bulgarien (-8,1%). 

„Die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirken weiterhin unterstützend, aber schwächer als im Vorjahr“, meint Grzegorz Sielewicz, Economist für MOE bei Coface. „Wir gehen von einem Rückgang der Insolvenzen um 5,3 Prozent für das Gesamtjahr 2016 aus.“ Die Länderbewertungen von Coface bestätigen dieses positive Bild der Region mit mehreren Aufwertungen in diesem Jahr: Im Januar wurde Ungarn auf A4 hochgestuft. Im Juni folgten die Aufwertungen von Lettland auf A4, Litauen auf A3, Rumänien auf A4 und Slowenien auf A3. Die meisten MOE-Länder befinden sich seither auf einem Niveau mit akzeptablem bis zufriedenstellendem Risiko.

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Rief ruft zum Seminar

Von Dr. Oliver Everling | 21.Juli 2016

​“Aufgrund der erfreulichen Nachfrage möchten wir das Intensivseminar dieses Jahr zum dritten Mal anbieten“, sagt Wolfgang Rief zum dritten Durchgang seines Intensivseminars über die Versicherungskriterien von Standard & Poor’s. Auch nach der „Scharfschaltung“ von Solvency II ist das Thema Rating nicht unwichtiger geworden – und im unsicheren finanziellen und ökonomischen Umfeld steigt das Bedürfnis nach Soliditäts- und Transparentmerkmalen. 

„Finanzstärke ist deshalb zu einem maßgeblichen Wettbewerbsfaktor für Versicherer geworden. Versicherungsratings haben sich als ein  geeignetes und etabliertes Instrumente erwiesen, Finanzstärke kondensiert darzustellen“, macht Rief klar. „Ratings werden von zahlreichen Marktteilnehmern genutzt, z. B. von privaten und institutionellen Anlegern, Vertrieben, Versicherungsnehmern, und nicht zuletzt von den  Versicherungsunternehmen selbst.“

Standard & Poor’s Kriterien für Versicherungsratings eignen sich nach seinen Worten aufgrund der Transparenz, Vergleichbarkeit und Nachvollziehbarkeit gut für solche Analysen. Daher das Seminar. „Das Seminar eignet sich aber auch um die eigenen Ratingprozesse besser verstehen und steuern zu können.“

Die wesentlichen Ziele des Seminars beinhalten: Vertieftes und praxisnahes Verständnis des Ratingprozesses und der Bewertungskriterien sowie Diskussion von Fallbeispielen in kleinen Gruppen.

Wer sollte am Seminar in Frankfurt am Main teilnehmen? Rief: „Die Veranstaltung richtet sich an alle Führungs- und Fachkräfte, die sich mit der Analyse sowie dem Rating von Versicherungsunternehmen beschäftigen. Die Teilnehmerzahl ist im Interesse eines interaktiven Austauschs auf 30 beschränkt.“

Der Veranstalter und Referent des Seminars verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz über die internationale Versicherungswirtschaft, die Analyse von Versicherungsunternehmen sowie über Versicherungsratings. Er ist seit Anfang 2013 als Berater zu Versicherungsrating tätig. Zuvor war er 12 Jahre als Senior Analyst bei Standard & Poor’s sowie nahezu 20 Jahre beim Gerling-Konzern.

Ansprechpartner und Veranstalter: Rief Insurance Solutions, E-Mail: rief_wolf@web.de

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DEFAMA erfolgreich mit klarem Konzept

Von Dr. Oliver Everling | 21.Juli 2016

Inzwischen ist die Aktie auch an der Börse gehandelt und kann von jedermann gekauft werden. Im ersten Halbjahr 2016 erzielte die Deutsche Fachmarkt AG („DEFAMA“) bei Umsatzerlösen von 1,45 (Vj. 0,28) Mio. € ein Ergeb­nis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 986 (205) T€. Dabei wurde ein Ergebnis vor Steuern von 494 (143) T€ erwirtschaftet. Das Nettoergebnis betrug 393 (114) T€ bzw. 0,12 (0,05) Euro je Aktie. Die Funds From Operations (FFO) erreichten 666 (171) T€. Damit konnte DEFAMA das profitable Wachstum eindrucksvoll fortsetzen.

Der Wert des Immobilien-Portfolio von DEFAMA beträgt rund 34 Mio. € und umfasst derzeit zehn Standorte mit fast 50.000 qm Nutzfläche, die zu 98% vermietet sind. Zu den größten Mietern zählen ALDI, LIDL, Netto, NORMA, Konsum, Penny, REWE, toom, Hammer, AWG Mode, Dänisches Bettenlager, Deichmann, KiK und RENO. Die annualisierte Jahresnettokaltmiete des Portfolios liegt bei rund 3,5 Mio. €. Der „Innere Wert“ (Net Asset Value, kurz NAV) der DEFAMA-Aktie belief sich per 30.6. auf 4,07 € je Aktie.

Nach vier Objektkäufen seit Jahresbeginn verfügt DEFAMA über eine umfangreiche Pipeline weiterer potenzieller Objekte. „Angesichts der großen Zahl parallel vorangetriebener Projekte sind wir optimistisch, im laufenden Jahr noch mehrere weitere Transaktionen melden zukönnen“, sagt DEFAMA-Vorstand Matthias Schrade. Durch den stets mit Zeitversatz erfolgenden Nutzen-/Lasten-Übergang werden sich diese jedoch nur noch in relativ geringem Umfang auf die Ertragssituation des laufenden Geschäftsjahres auswirken.

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet DEFAMA weiterhin mit einem Umsatz im Bereich von gut 3 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern wird sich voraussichtlich auf etwa 0,8 Mio. € bzw. 0,24 € je Aktie mehr als verdoppeln. Beim FFO erwartet die Gesellschaft einen Anstieg auf 1,4 Mio. Euro, entsprechend 0,43 € je Aktie. Vor diesem Hintergrund strebt DEFAMA an, die Dividende für das laufende Geschäftsjahr deutlich anzuheben.

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KMU sehen Banken schlechter

Von Dr. Oliver Everling | 21.Juli 2016

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) schätzen ihre Finanzierungs- und Banken-Situation zum zweiten Mal in Folge schlechter ein als im Vorjahr. Dies gilt ganz besonders für die kleinen Unternehmen mit bis zu 40 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Das zeigen die Ergebnisse des „KMU-Banken-Barometer 2016“. Der Verband „Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e. V.“ hat diese Umfrage unter Unternehmen jetzt zum dritten Mal durchgeführt. Alle Ergebnisse des „KMU-Banken-Barometer 2016″ ergänzt um Handlungsempfehlungen für die Unternehmen stehen im Internet unter www.banken-barometer-2016.kmu-berater.de zur Verfügung.

„Bei neun der zehn Standardaussagen schätzen die Unternehmen ihre Finanzierungs- und Banken-Situation schlechter ein als 2015. Bereits im Vorjahr galt das für acht Aussagen. Wir sehen dies mit Blick auf die Finanzierung der Unternehmen mit Sorge“ sagt Thomas Thier, Vorsitzender der KMU-Berater.

Die Einschätzungen der Unternehmen haben die KMU-Berater in diesem Jahr das erste Mal mit einem Punktesystem in vier „Bewertungsgruppen“ von „stark verbesserungsbedürftig“ bis „sehr gute Ausgangslage“ eingeteilt. „Das Ergebnis ist aus unserer Sicht ernüchternd: Ein Drittel der Unternehmen haben eine stark verbesserungsbedürftige Ausgangssituation und weitere 40,3 Prozent haben sich als „verbesserungsbedürftig“ eingeschätzt. Damit haben fast 75 Prozent deutlichen Handlungsbedarf, um ihre Finanzierungs- und Bankensituation zu stärken“ erläutert Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating der KMU-Berater. Die individuellen Ergebnisse haben die KMU-Berater den Unternehmen mitgeteilt, um den Handlungsbedarf aufzuzeigen.

Die KMU-Berater verweisen auch auf die unterschiedlichen Ergebnisse dieser Bewertung mit Blick auf die Hauptbankverbindungen der Unternehmen als ein Indikator für die Qualität der Zusammenarbeit von Kunde und Bank: „Die Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken schneiden am besten ab, 33,8 Prozent haben in der Bewertung eine „gute oder sehr gute Ausgangslage“. Bei den Sparkassen trifft das nur auf 23,4 Prozent der Unternehmen zu, bei den Geschäftsbanken sogar lediglich auf 21,2 Prozent“ so Sander.

Nicolas Rädecke vom Kooperationspartner Deutsche Unternehmerbörse DUB.de weist auf die Aussage hin, die die Unternehmen in diesem Jahr als einzige besser beurteilt haben als 2015: „59,3 Prozent der Unternehmen erleben sich in der Unternehmensfinanzierung als ganz oder überwiegend unabhängig von ihrer Bank, im Vorjahr waren das erst 46,4 Prozent“. Den Weg zu einem breiteren Finanzierungs-Mix sollten alle Unternehmen verfolgen, empfiehlt Rädecke.

„Die schlechtere Einschätzung der Unternehmen sehen wir vor dem Hintergrund der anhaltenden Ertragsrückgänge bei Banken und Sparkassen als sehr kritisch“, betont Thier. Laut Thier werden die Kreditinstitute im Firmenkreditgeschäft künftig noch vorsichtiger und wählerischer werden müssen. Dies werde vor allem die große Zahl der Unternehmen mit mittlerer Bonität treffen. „Die Unternehmen sind auf diese negative Entwicklung ganz offensichtlich überwiegend nicht besonders gut vorbereitet“ interpretiert Thier die Ergebnisse.

Die KMU-Berater leiten aus den Einschätzungen der Unternehmen eine klare Aufforderung ab: „Unternehmen und Banken und Sparkassen müssen unbedingt offener und intensiver mit einander sprechen“ so Sander.

Das KMU-Banken-Barometer umfasste zehn jährlich wiederkehrende und zwei Sonder-Aussagen. 206 Unternehmen haben zwischen dem 18. April und dem 20. Juni 2016 an der Umfrage teilgenommen. Das waren 51 mehr als im Vorjahr.

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