Einzigartige Prognosegüte über 15 Jahre

Von Dr. Oliver Everling | 4.März 2015

Der außerordentliche Erfolg der FERI Fondsratings lässt sich nicht nur statistisch durch den Zusammenhang zwischennsqualität Fofondsrating und Anlageergebnis begründen, sondern auch durch das Wachstum des verwalteten Vermögens gesamt bzw. spezielldlfür die Bewertung der age  der Publikumsfonds. Als das FERI Fondsrating 1998 konzipiert wurde, wurden insgesamt 658 Mrd. € verwaltet, heute sind es 2.382 Mrd. €. Außerdem entwickelten sich ETFs rasant, berichtet Dr. Tobias Schmidt, Vorstand der FERI EuroRating Services AG aus Bad Homburg.

Von 3.999 im Jahr 2000 auf 10.935 in 2014 nahm auch die Anzahl in Deutschland zugelassener Investmentfonds zu. Ähnlich stieg die Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften von 381 im Jahr 2000 auf 574 im Jahr 2014 – Gründe genug, um mit einem Fondsrating für Transparenz und Ordnung im Markt zu sorgen.

Grundlage für die Bewertung der Fondsqualität ist bei der FERI ein mehrdimensionales Bewertungsmodell. Performance-Indikatoren fließen mit 70 Prozent Gewichtug in das Bewertungsmodell ein, Risikoindikatoren mit 30 Prozent. Die Bewertung der relevanten Teilaspekte erfolgt in Abhängigkeit der Historie sowohl quantitativ als auch qualitativ. Inzwischen sind fast 20.000 Ratings in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Großbritannien erteilt.

Die Prognosegüte des FERI Fondsratings lässt sich an der Outperformance versus Peergroup-Durchschnitt zeigen (3 Jahre p.a.). Die Quintessenz jeder Statistik ist einfach: Je besser das Rating, desto höher im Durchschnitt das Anlageergebnis, je schlechter das Rating, desto niedriger das Anlageergebnis. Für Anleger ist daher das Fondsrating der FERI von praktischem Nutzen, wenn auch deutlich die Einschränkung unterstrichen werden muss, dass sich in Ausnahmefällen die Anlageergebnisse bei einzelnen Fonds nicht unbedingt im Durchschnitt ihrer Ratingkategorie bewegen.

Fonds mit A- oder B-Rating (Top-Rating) haben im Durchschnitt eine bessere Performance erzielt als Fonds mit einem C-, D- oder E-Rating. Auch bei der tiefergehenden Analyse über die Aussagefähigkeit der einzelnen Rating-Klassen innerhalb einer Kategorie schneidet das FERI-Rating gut ab. Dieses Ergebnis ist – bis auf kleinere Ausnahmen – in allen Fondskategorien wiederzufinden, berichtet Schmidt: “Die Wahrscheinlichkeit, eine Outperformance zu erzielen, ist bei der Wahl eines mit A oder B bewerteten Fonds deutlich höher als bei einem Fonds mit schlechterem Rating.”

Das verwaltete Volumen und die Produktkomplexität des deutschen Fondsmarktes sind über die letzten 15 Jahre stark gewachsen, so das Fazit von Schmidt. Die Bedeutung von standardisierten Analyse- und Bewertungsprozessen hat daher enorm zugenommen. “Das FERI Fondsrating ist das dienstälteste, marktabdeckende Fondsratingverfahren im deutschsprachigen Raum. Kein anderes Ratingverfahren kann eine vergleichbare Prognosegüte über einen so langen Zeitraum vorweisen.”

Fondsratings sind unstrittig eine hilfreiche Stütze bei der Fondsauswahl, sofern sie richtig interpretiert werden und ausreichen Prognosefähigkeit haben. Letztere versucht Schmidt mit den Daten und Fakten aus dem Haus der FERI zu argumentieren. Regelmäßiges Monitoring des Portfolios bzw. der eingesetzten Fonds (auch der guten!) sei aufgrund der Zunahme exogener Schocks wichtiger denn je.

Schmidt nennt bei seinem 15-Jahresrückblick “Ross und Reiter”. So habe sich als langfristig bester Fonds beim FERI Fondsrating der UniGlobal Fonds erwiesen. Langfristig beste Fondsgesellschaften beim FERI KAG Ranking seien nach Erkenntnis der Ratingagentur aus Bad Homburg bei den großen Gesellschaften Threadneedle, bei den kleineren Gesellschaften Henderson Global Investors.

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Schwenk zu Aktien in Europa

Von Dr. Oliver Everling | 4.März 2015

Die FERI wächst in Effizienz, wenn man dies an der Steigerung der Assets under Management (AuM) und der Steigerung der Erträge misst. Die AuM stiegen um 12,% auf 27,5 Mrd. €, die Erträge um 7,5 % auf 114 Mio. €, während die Zahl der Mitarbeiter und die Standorte stabil blieben. In der Schweiz wurde die Vermögensverwaltungsgesellschaft Michel & Cortesi Asset Management AG hinzugekauft. Stabiles Wachstum in der Schweiz, erfahrene und kompetente Kollegen, FinMa Lizenz, signifikante Verbreiterung der Kundenbasis und weitere Argumente sprechen für die Akquisition.

Den Anstieg der operativen Marge der Asset Manager sei durch Kostenreduktionen getrieben, berichtet Arnd Thorn, Vorstandschef der FERI. Der Multi-Asset-Ansatz der FERI bewährt sich, während Asset Manager, die sich auf traditionelle Assetklassen beschränkten, unter Druck gerieten. Wachstum, Effizienz und eventuell kleinere Akquisitionen bestimmen die strategische Agenda der FERI. “Ja, wir haben Marktanteile gewonnen”, stimmt Thorn auf Nachfrage zu. “Im deutschsprachigen Raum ist FERI ein Markenname”, macht Thorn klar und begründet damit die Fokussierung auf die Märkte, in denen der gute Name der FERI zählt.

Frank W. Straatmann, Vorstand, Private Mandanten der FERI AG, ergänzt, wie hoch vermögende Familien das Thema Sicherheit neu bewerten. “Wir haben dazu ein einzigartiges Konzept, das uns die Türen geöffnet hat”, erläutert Straatmann.

Dr. Heinz-Werner Rapp, Vorstand, Chief Investment Officer, Asset Allocation / Anlagestrategie, FERI AG, zeigt das weltweit asymmetrische Bild. Die Weltwirtschaft leide weiterhin unter zu geringer “Flughöhe”. Nur die USA seien komfortabel im Wachstumsbereich, während jüngst jedoch auch Dynamikverluste zu erkennen seien. “Unsere Freunde in Frankreich hungern weiterhin vor sich hin”, stellt Rapp fest, obwohl in Frankreich bei geeigneteren politischen Rahmenbedingungen mehr möglich wäre

Rapp sieht in den Ländern der Euro-Währungsunion eine deutliche Belebungstendenz. “Es sind eigentlich die großen G7-Volkswirtschaften, die gut dastehen, während sich der Wachstumsmotor z.B. in China weiter abschwächt.” Die massive Ausweitung der Zentralbankbilannzen zur Abwehr deflationärer Effekte verlängere die monetäre Party, ist sich Rapp sicher. Seit 2007 mussten die Schweizer ihre Bilanz um mehr als 500 % ausweiten, was erkläre, weshalb sich die SNB von der Bindung an den Euro verabschiedet habe.

Draghi habe die Märkte in dem Sinne “positiv” überrascht, als er ohne Rücksicht auf Verfassungsbeschwerden oder mögliche Gerichtsurteile seine Politik einfach durchgezogen habe. Ohne die Politik der EZB wäre die Ausweitung der G3 Bilanzen zu Ende gewesen – und das in einer Welt, in der sich die Märkte auf die stete Expansion eingestellt hatten. Rapp zeigt dazu interessante Statistiken, die diesen Punkt belegen. Ist der “Deflations-Hangover” in der EMU übertrieben? Draghi habe das Deflationsgespenst sehr massiv in die Medien gegeben, um damit seine Politik zu rechtfertigen.

Die EZB startet QE bei extrem tiefem Zinsniveau. Hier müsse man sich fragen, ob die echten Ziele verschleiert werden. Der Beschluss der EZB zum Ankauf von Staatsanleihen dient erkennbar anderen Zielen als die QE-Maßnahmen der US-FED, glaubt Rapp. Die Risikoversicherung durch die EZB habe bisher größere Risiko-Ausbreitung verhindert: Weder Infektion bei EMU-Aktien, noch bei EMU-Renten durch den “EMU-Grexit-Contest”.

Das FED-QE habe durch ihre Cocktail die Märkte stark beeinflusst, illustriert Rapp an Aktien und Renten in den USA. Rapp nennt auch die Opfer, die diese Politik ausgelöst habe: In der Schweiz mit deutlich negativen Interbankengeldmarktsätzen, auch in Dänemark. Rapp sieht ein deutliches Aufholpotential der europäischen Aktienmärkte relativ zu den USA. “Amerika war in den letzten drei Jahren the place to be, aber jetzt nicht mehr”, macht Rapp klar.

In Griechenland könne jeden Tag etwas irrsinniges passieren, bis hin zum Grexit. Der Grexident, das versehentliche “Herausstolpern” aus dem Euro, sei dabei ein weiteres Risiko. Fehlallokation von Kapital durch anhaltende Notenbank-Interventionen, Blasenbildung, Überschuldungsprobleme, Bonitätsverfall, Verwässerung, Erosion von Papierwährungen sind nur einige Stichworte, mit denen Rapp die vielen Risiken anspricht, denen sich Anleger heute gegenübersehen.

Beliebte Sektoren, “crowded trades”, bergen besondere Risiken. Rapp benennt das mit 60 % wahrscheinlichste Szenario für 2015 “Schwips”: Geldpolitik in EMU, Japan und China zunehmend expansiv, US-FED noch abwartend, Aufblähung wichtiger Kapitalmärkte, zunehmende Überhitzung und Verstärkung genereller Übertreibungen durch Zunahme zins- und währungsinduzierter “carry trades”.

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FERI Fondsratings halten, was sie versprechen

Von Dr. Oliver Everling | 4.März 2015

Von Einzelfällen darf man nicht auf die Gesamtheit schließen. Ein gutes Fondsrating eines einzelnen Fonds ist keine Garantie für ein gutes Anlageergebnis – aber mit einem guten Fondsrating ist es wesentlich wahrscheinlicher, ein gutes Ergebnis zu erhalten. Das beweist seit vielen Jahren die Ratingagentur FERI EuroRating Services AG aus Bad Homburg.

Fonds mit einem A oder B Rating haben über einen Anlagehorizont von drei Jahren im Durchschnitt ein deutlich besseres Ergebnis erzielt als der Peergroup-Durchschnitt und Fonds, die mit C, D oder E bewertet werden. Dies geht aus einer aktuellen Studie der FERI EuroRating Services AG hervor. Die Studie hat anlässlich des 15jährigen Jubiläums des FERI Fondsratings die Treffsicherheit des Bewertungssystems für einen mittleren Prognosehorizont rückblickend überprüft. Die Ergebnisse ließen sich bis auf kleinere Ausnahmen in allen Fondskategorien und über die gesamte Historie des FERI Fondsratings feststellen. Die Wahrscheinlichkeit, eine Outperformance zu erzielen, ist demnach deutlich höher, wenn ein Fonds mit FERI Top A- oder B-Rating gewählt wird. Seit der ersten Veröffentlichung der FERI Fondsratings im Jahr 1999 prüft FERI monatlich die Qualität des eigenen Fondsratings.

“Durch ihre nachgewiesene Prognosekraft können die FERI-Fondsratings eine wichtige Stütze bei der Entscheidungsfindung eines Investors sein”, sagt Dr. Tobias Schmidt, Sprecher des Vorstands der FERI EuroRating Services AG. “Die meisten Anleger blicken in die Vergangenheit, um eine Anlageentscheidung zu treffen. Sie schauen sich zum Beispiel das Ranking der Top 10 Performer einer bestimmten Kategorie über einen bestimmten Zeitraum an. Das ist ein klassischer Fehler. In der Regel liegen die Top 10 einer beliebigen Anlagekategorie ein Jahr später auf völlig anderen Plätzen eines Performance-Rankings.” Für eine gute Anlageentscheidung brauche man stattdessen ein in die Zukunft gerichtetes Bewertungssystem. “Die Ergebnisse zeigen, dass sich unser System bewährt hat”, so Dr. Schmidt weiter. Das FERI Fondsratingsystem gewichtet den Performance-Beitrag des Managements mit 70 Prozent, den Beitrag zur Risikominderung mit 30 Prozent. Beide Qualitätsmerkmale aggregieren jeweils sechs einzelne Teilindikatoren.

Die vor 15 Jahren erstmalig eingesetzte Methodik der FERI-Ratings ist bis heute im Grundsatz unverändert geblieben und spiegelt die langjährige Erfahrung der FERI im Bereich Fondsselektion und Managerbewertung wider. “Ursprünglich haben wir die FERI-Fondsratings für unseren Eigenbedarf als Tool zur Vermögensberatung entwickelt. Bald wurde uns klar, dass hier ein enormer Bedarf besteht”, sagt Dr. Schmidt. Denn die deutsche Fondsbranche sei inzwischen rapide gewachsen. “Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Investmentfonds ist kontinuierlich von 3.999 im Jahr 2000 auf 10.935 in 2014 angestiegen. Aufgrund dieser rasanten Marktentwicklung haben wir unsere Dienstleistungen im Fondsbereich kontinuierlich ausgebaut.” Ein Beispiel seien die alljährlichen FERI-EuroRating Awards. Diese bieten seit acht Jahren einen guten Überblick über Fonds von besonders herausragender Qualität unter den Top-Performern.

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Der große Schuldenbumerang

Von Dr. Oliver Everling | 3.März 2015

Ein Buchtitel wie “Der große Schuldenbumerang – Ein Banker bricht das Schweigen” von Wolfgang Schröter unter Mitarbeit von Jens Schadendorf vermag das Interesse von jedem zu wecken, der vom Geschäft mit Schulden betroffen ist oder damit sein Geld verdient. Das Buch erscheint 2015 bei Murmann Publishers in Hamburg (ISBN 978-3-86774-380-8).

Wer auch heute noch von Krise spricht, gilt als Stimmungskiller und Vernichter von guten Geschäften, ist sich Schröter schon in seinem Vorwort bewusst. “Dass viele das Krisengerede nicht mehr hören können, ist indes sehr verständlich”, schreibt Schröter verständnisvoll. Die Krise sei aber nie lediglich eine des Bank- oder Finanzsystems oder von “teuflischen US-Hypothekenpapieren” gewesen, sondern zuallererst eine internationale Schuldenkrise. Daher befasst sich Schröter mit dem Teufelskreis des explosionsartigen Schuldenwachstums. Schröter maßt sich nicht an, eine allumfassende Erklärung zu liefern. “Schuldenberge sind von Menschen gemacht. Nur wir also können sie wieder abtragen.”

“Schon jetzt scheint klar: Vor allem die Banken”, gibt Schröter zu denken, “haben in den nächsten Jahren unter einer ausgeweiteten staatlichen Aufsicht ihre Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu beseitigen – zu hohe Gehälter und Boni, zerstörerische Produkte, verantwortungsloses Kredit- und Finanzierungsverhalten, kriminelle Preisabsprachen, Steuervergehen, zu geringe Eigenkapitalquoten und mangelnde Liquiditätsreserven für Krisen. All dies gilt es zu eliminieren, lauten die Forderungen. Und wenn sie erfüllt werden: Wird dann alles wieder gut? Wiederholt sich dann eine vergleichbare Krise nicht mehr? Sind wir dann”, fragt Schröter, “in sicheren Fahrwassern?” Seine Antwort: “Leider nein.”

Schröter sieht im Kern des Problems die alarmierende Entwicklung der Staatsverschuldung, im Verschuldungsgrad der öffentlichen Haushalte. Die Aufblähung der Zentralbankbilanzen und die zügellose Geldschöpfung sind Konsequenz der Tatsache, dass Zentralbanken “zu den wichtigsten Versicherern der Märkte geworden” sind, wie Schröter bemerkt.

Schröter zerstreut die Hoffnung mit einigen Stresstests schnell die Widerstandskraft unseres Bankensystems nachweisen zu können: “Was die meisten Bankenstresstests in Europa und insbesondere in der Euro-Zone im Übrigen ebenfalls nicht erfassen, sind jene Risiken, die mit der potenziellen Insolvenz von Staaten einhergehen – ein weiteres verheerendes Defizit.”

Bank- und Staatsschulden seien in eine gefährliche, wechselseitige Abhängigkeit geraten. Gefährliche Abhängigkeitskonstellationen seien auch jenseits der Euro-Währungsraumes zu sehen, nun auch in China, wo auch mit billigen Krediten das Wirtschaftswachstum angefeuert werde. Schröter zerstreut die Hoffnung, Deutschland könne wenigstens im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern gewinnen: “Der temporäre – und sehr relative – Gewinnerstatus darf unseren Blick aber nicht trüben.”

“Finanzwirtschaftlich, realwirtschaftlich und politisch viel gefährlicher als konjunkturelle sind”, zeigt Schröter auf, “dagegen strukturelle Schuldenkrisen. Sie nämlich stellen eine Art Kulmination vormaliger Konjunkturkrisen dar, in denen die volks- und finanzwirtschaftliche Neuausrichtung über Insolvenzen nicht mehr wettbewerbsfähiger Marktteilnehmer nicht stattgefunden hat beziehungsweise nicht hat stattfinden dürfen.”

“Gute” Schuldverträge sind nach Schröter solche, deren Risiken auch in Krisen für Vertragspartner und Gesellschaft zu bewältigen bleiben. Sie “sind dabei der Kitt, der das Gestern, das Heute und das Morgen in Gesellschaften zusammenhält.” Weiterhin folgert Schröter daher: “Und da es für den Staat und für ein gesamtes Finanzsystem kein Insolvenzrecht gibt, entwickeln sich aus plötzlich bedrohten Schuldner-Gläubiger-Konstellationen zunehmende Konfrontationen im politischen Raum, um deren Ausgang immer heftiger gerungen wird.”

Schröter bewegt sich in seiner Argumentation nicht lediglich auf der Makroebene, sondern geht auch detailreich auf Einzelheiten einzelner Krisenentwicklungen ein. In seiner Analyse nimmt er praktisch “alle” mit in die Pflicht: Politik, Banken, Unternehmen, Haushalte. Mühelos gehen Schröter aufgrund seiner langjährigen Bankerfahrungen die vielen Elemente aus der Feder, die seine Darstellungen prägnant abrunden.

Während sich manche Autoren aus den Hochschulen offenbar zieren, ihre teils wissenschaftlich hoch geehrten Kollegen allzu hart anzufassen, legt Schröter schonungslos dar, wie oft theoretische Modelle versagten und sich ihre irrigen Annahmen in der Praxis als verhängnisvoll erwiesen. So liest sich ein Abschnitt seines Buches wie ein “Who is who” der Nobelpreisträger – mit herben Offenlegungen, wie es um die praktische Relevanz ihrer Theorie bestellt ist.

Schröter kommt mehrfach auf Ratingagenturen zu sprechen. Er zeigt insbesondere auf, wie erst durch staatliche Eingriffe in das Geschäft der Ratingagenturen die Fehlentwicklungen möglich wurden. In der “guten” Absicht des Staates, mehr Sicherheit durch Verpflichtung auf Mindestratings zu schaffen, korrumpierten die USA das im Anlegerinteresse auf Unabhängigkeit gerichtete Geschäftsmodell der führenden Ratingagenturen und stürzten sie in Interessenkonflikte mit den allseits bekannten Folgen.

Die kleine Gruppe US-amerikanischer Ratingagenturen waren in der Finanzkrise willkommene Buhmänner für tausende Banken, institutionelle Investoren, Unternehmen, Politiker usw., zumal sie die allerersten Überbringer der schlechten Nachrichten waren. Daher ist verständlich, dass sich Schröter mit den erhobenen Vorwürfen gegen die schnell erkorenen Sündenböcke befasst, wenn auch das vermeintliche Versagen der Ratingagenturen vor dem Hintergrund der tieferen, im Geldsystem begründeten Ursachen der Krise verblasst.

Schröter: “Ein Währungssystem mit flexiblen Wechselkursen, im Wesentlichen freiem Kapitalverkehr ohne realwirtschaftlichen Anker, wie es Gold darstellt, trieb immer machtvoller eine Spirale der internationalen Geld- und Kredit- und damit Schuldenausweitung voran, die bis heute weiterwirkt, während es parallel dazu zu Wachstumsschwäche und Wohlstandseinbußen auf breiter Front kommt.”

Wer zu diesem Buch von Schröter greift, darf nicht auf ein Buch hoffen, bei dem sich der Leser genüsslich zurücklehnen und sich über “Nieten in Nadelstreifen” amüsieren kann. Denn höchst wahrscheinlich gehört fast jeder Leser zu einer der Gruppen, die Schröter mit für die Krise verantwortlich macht. Mindestens dürfte jeder Leser zur “allgemeinen Öffentlichkeit” gehören: “Trotz der immensen Bedeutungszunahme von Geld, Kredit und Schulden haben es insbesondere wir Deutschen in den letzten Jahrzehnten beharrlich abgelehnt, uns mit wichtigen finanziellen Grundfragen, etwa zu Zins, Vermögensbildung und Verschuldung, wirklich ernsthaft auseinanderzusetzen. Ebenso lange haben wir nicht darauf gedrungen, diese Themen endlich in den Kern des Bildungskanons an unseren Schulen aufzunehmen.”

Das Buch von Schröter grenzt sich von einer Reihe anderer Bücher ab, die teils schon kurz nach Ausbruch der Finanzkrise veröffentlicht wurden, denn diese wurden oft von Autoren verfasst, die die (Leser-) Gunst der Stunde nutzten und als geübte Schreiber schnell Papier zu beschriften vermochten. Schröter dagegen befasst sich mit Akribie mit seinen Praxiserfahrungen und lässt den Leser sachlich, aber nicht ohne persönliche Wertung, daran teilhaben.

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Pensionsrückstellungen bringen Mittelstandsratings in Gefahr

Von Dr. Oliver Everling | 3.März 2015

Über 1,5 Millionen mittelständische Unternehmen in Deutschland laufen nach Schätzung Gefahr, die Pensionszusagen für ihre leitenden Angestellten nicht einhalten zu können. „Die Pensionsrückstellungen in den Bilanzen der meisten Mittelständler sind wie tickende Zeitbomben, die zur Explosion kommen, sobald die betroffenen Führungskräfte in Rente gehen wollen“, warnt der Finanzanalyst Antonio Sommese. Das Problem könnte schon bald die bankinternen wie auch unabhängigen Ratings für mittelständische Unternehmen auf Talfahrt schicken.

Die Begründung: Angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus erwirtschaften die Lebens­versicherungsverträge, mit denen die Pensionszusagen überwiegend abgesichert sind, in der Regel keine ausreichenden Renditen mehr, die den Rückstellungen in den Bilanzen entsprechen. „Die Kluft zwischen Zusage und Absicherung wächst mit jedem Jahr, in dem die Zinsen im Keller bleiben“, erklärt Antonio Sommese. Schon heute veranschlagt er das Finanzvolumen der „mittelständischen Pensionskatastrophe“ auf über 500 Mio. Euro.

„Viele Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nehmen das Ticken dieser Zeitbomben in den Bilanzen ihrer mittelständischen Mandantschaft wahr, sind jedoch unschlüssig, wie sie reagieren sollen. Schließlich haben sie diese Pensionsrückstellungen im Allgemeinen vor Jahren selbst veranlasst und müssten jetzt ihrem eigenen Rat von damals widersprechen“, erläutert Finanzanalyst Antonio Sommese das Dilemma der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer.

Das Rentenproblem der mittelständischen Führungskräfte wird unmittelbare Auswirkungen auf den mittel- und langfristigen Fortbestand des deutschen Mittelstands haben, gibt Sommese die Folgen zu bedenken. Mit den „Pensionsbomben“ in der Bilanz seien die Firmen praktisch nicht veräußerbar, so dass für viele Firmen kaum Nachfolgeregelungen zu finden sein dürften. Antonio Sommese: „Wenn der Senior in Rente gehen will, ist die geordnete Übergabe an einen Nachfolger unmöglich, sobald die Pensionsbombe platzt.“

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Capital Intelligence expandiert mit Michael Zlotnik

Von Dr. Oliver Everling | 2.März 2015

Michael Zlotnik ist seit Anfang 2015 bei Capital Intelligence (CI) für den Ausbau der Ratingaktivitäten in Westeuropa zuständig. Capital Intelligence (www.ciratings.com) ist eine von der ESMA registrierte EU-Ratingagentur (www.esma.europa.eu) mit ECAI-Status und hat sich seit 1982 einen exzellenten Ruf vor allem im Bereich Banken und Sovereigns erarbeitet.

Ein Team von erfahrenen Analysten erstellt gegenwärtig Ratings und Kreditanalysen für ca. 300 Finanzinstitute und Länder in 38 Ländern mit Schwerpunkt auf Ratings im Nahen Osten, Zentral- und Osteuropa, Afrika und Asien.

Der Fokus der geplanten Ratingexpansion soll laut Zlotnik, der in der Vergangenheit bei Standard & Poor’s in verschiedenen Führungspositionen (u.a. als europäischer Bankenchef)  tätig war,  zunächst auf Bankenratings in Deutschland, Österreich und der Schweiz liegen. Als integraler Bestandteil einer langfristig angelegten Unternehmensstrategie ist auch der Aufbau eines Analystenteams in Frankfurt geplant.

„Ich bin überzeugt, dass Capital Intelligence basierend auf seiner mehr als 30-jährigen Erfolgsgeschichte ohne Altlasten, einem hochqualifizierten internationalen Analystenteam, sowie der gegebenen unternehmerischen Unabhängigkeit sowohl für Emittenten als auch Investoren eine kompetente und attraktive Alternative zu den großen US-Agenturen darstellt“, sagt Zlotnik.

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Unberechenbare Notenbanken

Von Dr. Oliver Everling | 2.März 2015

Publikumsfonds, die in Aktien von Unternehmen aus der Eurozone investieren, zählen derzeit zu den Gewinnern an den Aktienmärkten des Euroraums. Im Schnitt sind Fonds dieser Peergroup in den letzten zwölf Monaten um 13,4 Prozent gewachsen (Stand: 31.01.2015). Der Mittelwert unter den zehn besten Performern in diesem Zeitraum liegt sogar bei 20,8 Prozent. Der Peergroup-Index EURO STOXX 50 ist in diesem Zeitraum um 14,2 Prozent angestiegen. Das sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Fondsanalyse der FERI EuroRating Services AG.

 ”Viele Aktienanleger wollen offenbar ihr Währungsrisiko möglichst gering halten”, kommentiert Andreas Köchling, Senior Analyst Funds & Derivatives der FERI EuroRating Services, die Ergebnisse. “Im Niedrigzinsumfeld bleiben Anlegern schließlich kaum Alternativen zu Aktien”, so Köchling weiter. Gleichzeitig halte die aktuelle EZB-Politik den Euro auf anhaltend niedrigem Niveau, gerade im Vergleich zum US-Dollar. In dieser Konstellation liege es nahe, dass die Nachfrage nach Aktien aus der Eurozone steige. Sollte sich der Euro weiter abschwächen, würden steigende Exportwerte in der Eurozone die Kurse zusätzlich befeuern.

Laut Köchling ist es keine Seltenheit, dass Abwertungsbörsen überdurchschnittlich hohe Kursgewinne erzielen. Eine ganz ähnliche Entwicklung sei auch in Japan zu beobachten. Dort sei der Nikkei 225 über die letzten drei Jahre um 95 Prozent angestiegen. “Ohne den schwachen Yen wäre das kaum möglich”, so Köchling. Die USA enthalten sich derzeit aber diesem Wettbewerb um die schwächere Währung. In der Folge sei eine große Umschichtung von Geldern aus Emerging Markets in Industriestaaten zu beobachten.

“Viele Schwellenländer halten ihre Staatsschulden nach wie vor zum Großteil in Dollar-denominierten Anleihen. Wenn der US-Dollar nun relativ zu anderen Währungen erstarkt, stehen teils teure Refinanzierungen an. Schwellenländer müssen Alternativen finden, mit denen sie ihre Staatsschulden bedienen können. Davon könnte letztlich auch die Eurozone profitieren”, erklärt Köchling. Wie lange diese Entwicklung noch anhält, sei aber fraglich. “Wenn die USA wollen, könnten sie in diesen Wettbewerb ebenfalls einsteigen.” Und wenn sich eines kaum prognostizieren lasse, dann das Verhalten von Notenbanken.

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Transparenz der Transparenzschaffenden

Von Dr. Oliver Everling | 27.Februar 2015

Geldanlagen nach ökologischen, sozialen und ethischen Gesichtspunkten sind in Deutschland zunehmend auf dem Vormarsch. Beinahe jede Bank und Sparkasse hält ein entsprechendes Produkt für ihre Kunden bereit. Meist handelt es sich um Investmentfonds, die Aktien oder Anleihen von auf Nachhaltigkeit geprüften Unternehmen oder Staaten enthalten. Wer als Anleger besonderen Wert auf solche Nachhaltigkeit legt, möchte einen Fond erwerben, der zu den persönlichen Wertvorstellungen passt. Dass dies manchmal gar nicht so einfach zu erkennen ist, hat ein Team um Prof. Dr. Henry Schäfer vom Betriebswirtschaftlichen Institut der Universität Stuttgart in einer Studie zu Tage gefördert.

Nach der globalen Banken- und Finanzkrise suchen Anleger vermehrt nach Anlageformen, bei denen sie sicher gehen können, dass neben dem wirtschaftlichen Erfolg auch ihre Wertvorstellungen erfüllt werden. Mittlerweile kann sich das Angebot an Öko-, Ethik- und Nachhaltigkeitsfonds durchaus sehen lassen. Was aber genau in diesen Fonds steckt, ist vielen Anlegern oft nicht bekannt, und “böse” Überraschungen sind dabei manchmal nicht ausgeschlossen. So rieb sich mancher Anleger die Augen, berichtet das Team von Prof. Schäfer, als nach dem Unglück auf der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” der letztendlich Verantwortliche, das Unternehmen BP, in etlichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten war.

Um der Transparenz dieser Anlageform auf die Spur zu kommen, unterzog das Stuttgarter Forscherteam aus den derzeit fast 400 Nachhaltigkeitsinvestmentfonds, die in Deutschland Privatanlegern zum Kauf angeboten werden, vor allem die so genannten Best in Class-Fonds einer genaueren Analyse. Diese behaupten durchweg, nur Aktien und Anleihen von “sauberen” und “sozialen” Unternehmen beziehungsweise Staaten zu enthalten. Um nun ökologisch, sozial und ethisch wertvolle Aktien und Anleihen in einem Investmentfonds unterzubringen, werden die Kandidaten mit teilweise bis zu 300 Einzelkriterien unter einen “Röntgenschirm” gelegt. Diesen bedient entweder die Fondsgesellschaft selbst oder sie kauft diese Leistung bei einer Rating-Gesellschaft extern ein.

Die von den Stuttgarter Forschern untersuchten 27 Best in Class-Investmentfonds zeichnen sich durch ein besonderes Auswahlverfahren aus: Durch Plus- und Minuspunkte für vielerlei Umwelt- und Sozialfelder eines Unternehmens wird ein Gesamtpunktestand ermittelt, der zu einem Rating führt. Wird eine von der Ratingagentur oder dem Fondsanbieter gesetzte Mindestnote “nachhaltiger Unternehmensführung” erreicht, hat sich eine Aktie beziehungsweise Anleihe für die Aufnahme in einen Nachhaltigkeitsfonds qualifiziert.

Bei diesem Verfahren kann es passieren, dass viele Pluspunkte in der Nachhaltigkeitsleistung eines bestimmten Unternehmensbereichs (zum Beispiel hervorragende Sozialleistungen) die Minuspunkte eines Anderen (zum Beispiel hohe Umweltbelastungen) nicht nur ausgleichen, sondern sogar netto übersteigen. Dann ist ein in der öffentlichen Wahrnehmung eigentlich “schlechtes” Unternehmen unter dem Strich noch in einem Ethikfonds enthalten. Meistens arbeiten solche Fonds noch zusätzlich mit bestimmten Ausschlusskriterien. Dabei handelt es sich um Produkte oder Produktionsweisen von Unternehmen, die Anleger meiden möchten, wie etwa Waffen oder den Einsatz von Kinderarbeit. Entsprechend den vom Fondsmanagement selbst auferlegten Vorgaben dürfen Wertpapiere von entsprechenden Unternehmen oder Staaten nicht im Fonds enthalten sein.

Insgesamt, so das Ergebnis der Stuttgarter Studie, haben die untersuchten Investmentfonds die gesetzlich vorgegebenen Informationen gut dokumentiert. Bei Investmentfonds, die von der Fondsgesellschaft durchgängig selbst hergestellt werden, fanden die Forscher keine Beanstandungen. Anders sieht es bei solchen Nachhaltigkeitsfonds aus, bei denen die Vorschlagslisten für die Bestückung mit nachhaltigen Aktien und Anleihen aus dritter Hand, das heißt von einer Ratingagentur stammten. In diesen Fällen waren die entsprechenden Informationen für Anleger schwer verfügbar.

„Es bedarf teilweise erheblicher zusätzlicher Anstrengungen, zu erfahren, welche Umwelt-, Sozial- und Ethikvorstellungen die Ratingagentur in den Fonds eingebracht hat und ob der Fond mit dem jeweiligen Weltbild des Anlegers von guten oder schlechten Unternehmen übereinstimmt, bemängelt Studienleiter Prof. Dr. Henry Schäfer von der Universität Stuttgart.

Hier sollten nach Meinung der Stuttgarter Forscher in Zukunft mehr anlegerfreundliche, das heißt zeitlich aktuelle, laufende, direkte und kostenlos verfügbare Informationen bereitgestellt werden. Gerade bei Publikumsinvestmentfonds, die den Anspruch als Nachhaltigkeitsfonds erheben und nach dem Best in Class-Ansatz konstruiert sind, müssen sich die Fondsgesellschaften um mehr Aufklärung bemühen, wenn sie von externer Seite Zulieferungen einkaufen”, erklärt Schäfer.

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Big Data Analytics fürs Banking

Von Dr. Oliver Everling | 26.Februar 2015

BITOM ist der größte Hightech-Verband Deutschlands, Big Data ist daher ein Schwerpunktthema. Verschiedene Leitfäden von BITKOM werden in der Politik in Berlin sehr aufmerksam gelesen. “Antworten auf die geschäftspolitischen Herausforderungen der Banken finden Sie darin jedoch nicht”, schränkt Dr. Thomas Keil ein, Vorstand des AK Big Data im BITKOM, Manager Field Marketing, SAS Deutschland. Keil spricht auf der Konferenz “Gesamtbanksteuerung” des Frankfurt School Verlags.

“Big Data ist wie Teenager-Sex, jeder redet darüber, aber gemacht wird wenig”, dieses Image habe Big Data noch vor kurzem bei Banken gehabt. Heute stelle sich jedoch heraus, dass manche doch die eine oder andere “Affäre” hätten, bleibt Keil in seinem Bild. “Mehr Daten, mehr Analytics, mehr Business”, so die Formel. Bestehende Prozesse beschleunigen, aus bekannten Daten neue Einsichten gewinnen und mit neuen Daten neue Geschäftsmodelle entwickeln sind die drei Stufen, die Banken heute zu nehmen haben.

Keil gibt Beispiele, wie Kunden besser verstanden und gebunden werden können, indem Service durch Text Analytics optimiert wird. PayPal analysiere beispielsweise das Feedback von Millionen Kunden, die ihre Kommentare schreiben.

Keil zeigt einen Schlüssel zum richtigen Verständnis des Umgangs mit Big Data auf: “Sie haben Vermutungen, aber möglicherweise sagen Ihnen die Auswertungen etwas ganz anderes, als zunächst vermutet”, ruft Keil zur Offenheit im Umgang mit Big Data auf. Big Data Analysen würden zwar mit Hypothesen starten, könnten aber auch völlig neue Erkenntnisse liefern.

Daten visuell erkunden, schnell analytische Einsichten gewinnen, Geschäft durch Analytics in der Tiefe verstehen und operativ Geschäft steuern, das sind die Aufgaben, die in Big Data Projekten zu bewältigen sind.

SAS setzt im Bereich Big Data Analytics an mehreren Stellen an: Vertrieb, Fraud, Risk und Cybersecurity. Automatisiertes Ermitteln von Vertriebschancen im Großkundenbereich, Überwachung von Kreditkartenatransaktionen, komplexe Risikoberechnungen nahe Echtzeit mit Einbezug von Textinformationen aus dem Internet sowie Entdeckung von Angriffen auf das Firmennetz von Innen und Außen.

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Wohnen und Einzelhandel bevorzugt

Von Dr. Oliver Everling | 26.Februar 2015

Rund 80 Prozent der institutionellen Investoren in Deutschland planen, den Immobilienanteil ihrer Investmentportfolios bis 2017 weiter auszubauen. So planen rund ein Drittel der befragten Investoren insbesondere in Deutschland eine Erhöhung der Investitionen.

„Deutschland steht im Mittelpunkt der Aktivitäten der institutionellen Investoren“, erklärt Wolfgang Kubatzki, Geschäftsführer der FERI EuroRating Services AG. „Die Nachfrage nach Immobilien außerhalb Deutschlands wird dagegen nur begrenzt zulegen“, so Kubatzki. Die Investitionen sind vor allem im Wohnungssegment und im Einzelhandelsbereich angesiedelt. Etwa ein Viertel der Investoren plant eine Erhöhung der Wohnquote, während ein Fünftel stärker in Einzelhandelsimmobilien investieren möchte.

„Büro verliert dagegen an Bedeutung“, so Kubatzki. Nur rund sieben Prozent planen in diesem Bereich eine Erhöhung. Dies sind die Ergebnisse einer Befragung von mehr als 90 Immobilieninvestoren durch FERI EuroRating Services. Deren Anlagevolumen beläuft sich auf ca. 760 Mrd. Euro, etwa 63 Mrd. Euro davon auf Immobilienvermögen. Die Studie wird seit 2004 alle zwei Jahre durchgeführt.

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