Capital Intelligence gibt Einblick in ihre Bankenratings

Von Dr. Oliver Everling | 26.April 2015

Beim “Advanced Bank Credit Analysis Seminar” in Dubai der Ratingagentur Capital Intelligence führt Karti Inamdar in die Bedeutung des Credit Ratings ein. Capital Intelligence ist eine von der europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde in Paris, European Securities and Markets Authority (ESMA) registrierte Ratingagentur. Inamdar ist seit 1991 bei Capital Intelligence. Die Agentur beurteilt in erster Linie Banken, aber auch Unternehmen. Es gibt sowohl Emittenten-, als auch Emissionsratings, auch für Sukuk und andere Finanzinstrumente. Die Agentur ist in 38 Staaten aktiv, der Schwerpunkt liegt auf Ratings in der MENA (Middle East North Africa) Region, wo die Agentur mehr Ratings erteilt als Moody’s, Standard & Poor’s oder Fitch Ratings.

Inamdar erläutert, warum unabhängige Ratings auch für solche Banken von Nutzen sind, die nicht mit einem erstklassigen Rating rechnen dürfen. Als Visitenkarte an den Finanzmärkte sind Ratings nicht nur der Schlüssel für die Herstellung neuer Geschäftsverbindungen, sondern auch eine Stütze in der laufenden Finanzkommunikation.

Inamdar erläutert die Herausforderungen des Bankenratings, die sich aus der wechselhaften Bankenregulierung der Staaten ergeben. Insbesondere in Emerging Markets seien rasche Wechsel der an Banken gestellten Anforderungen zu beobachten. Capital Intelligence habe es sich zur Aufgabe gemacht, zur Beurteilung der Konsequenzen dieser und weiterer Rahmenbedingungen für Banken Hilfestellungen zu geben.

Warum scheitern Banken? Interne Fatkoren sind oft laxe Kontrollsysteme, schwache Aktivqualität, illiquide Bilanz, Konzentration bzw. mangelnde Diversifikation der Risiken, hohe Kosten und schlicht schwaches Management. Zu den externen Faktoren zählen das gesamtwirtschaftliche Umfeld, schwache Regulierung und mangelnde Aufsicht, Vertrauensverluste und unangemessene externe Einflüsse.

Mit dem Financial Strenght Rating (FSR) wird die Fähigkeit einer Bank analysiert, aus eigenen Kräften die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen, um allen zwingend fälligen Zahlungsverpflichtungen stets vollständig und rechtzeitig nachzukommen. Das Support Rating von 1 bis 4 bringt dagegen zum Ausdruck, wie wahrscheinlich es ist, dass der Staat oder andere externe Institutionen im Falle von Zahlungsschwierigkeiten zu Hilfe eilen würden.

Das Foreign Currency Rating (FCR) wird ähnlich wie das FSR anhand einer Skala von AAA bis D abgetragen. In manchen Fällen ist das FSR höher als das FCR, wenn beispielsweise die Währungsreserven des Landes knapp sind, in dem die Bank ihren Sitz hat. Inamdar erläutert die Bedeutung des “Outlooks”, der sich auf das Rating, nicht aber auf die Profitabilität der Bank oder die Bankkonditionen bezieht. Der Outlook wird auf Basis der jüngsten Finanzdaten erstellt. Inamdar macht somit klar, wie Banken, Bankengläubiger, Investoren und Geschäftspartner Nutzen aus den differenzierten Urteilen von Capital Intelligence ziehen können.

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Mehr Freude durch wirkungsvolles Investieren

Von Dr. Oliver Everling | 24.April 2015

Geldanlagen mit ökologischem oder sozialem Sinn sind gesucht: Sie heißen Klimasparbriefe, Bürgeranleihen, Zukunftssparbriefe, grüne Pfandbriefe oder Bildungsfonds – neue Formen des Geldanlegens, mit denen von vornherein die angelegten Euro und Cent einem gesellschaftlich sinnvollen Zweck zugeführt werden. Damit soll den Wünschen von immer mehr Anlegern entsprochen werden, ihre Ersparnisse nicht in einem anonymen, oftmals als wenig vertrauensvoll empfundenen Finanzmarkt anzulegen, sondern konkreten Projekten zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund bürgert sich in Deutschland immer mehr der Begriff der wirkungsorientierten Investitionen ein.

Viele, die nach diesem Prinzip Geldanlagen suchen, sind schon engagierte Spender für gemeinnützige Zwecke und wollen für ihr gesellschaftliches Engagement nun auch ihre Ersparnisse einsetzen. Dabei kommt es ihnen darauf an, dass sie auch sicher sein können, dass und wie ihr Geld in Umwelt- und Sozialprojekten eingesetzt wird. Nicht wenige wollen dabei einen Nachweis, ob die von der Bank, Sparkasse oder einem Investmentfonds zugesicherte Umwelt- oder Sozialwirkung auch tatsächlich erzielt wurde. Beispielsweise interessiert bei einem Klimasparbrief, wieviel Kilowatt Strom aus erneuerbaren Energien durch ein Biomassekraftwerk vor Ort erzeugt wird und dadurch konventionelle Energie z.B. aus Atomkraft ersetzt.

Mit Spenden ist gemeinnützigen Zwecken oft nur teilweise geholfen. Wer Gutes tun will, kann dies noch besser mit der Bereitstellung von Kapital tun – auch wenn es das Ziel ist, das eingesetzte Kapital vollständig und rechtzeitig dem Anleger wieder zurückzugeben, so stellen Kapitalgeber gegenüber Spendern nämlich eine weitere Dimension des Geldes zur Verfügung, nämlich die – wenn auch begrenzte – Risikotragfähigkeit des Geldes.

Zinsen sind solchen Sparern zwar wichtig, aber die Erreichung eines “guten Zwecks” steht hier im Vordergrund. Dass es aber gar nicht so einfach ist, solche Anlagen zu finden, vor allem weil Anleger auch ganz bestimmte Umwelt- und Sozialvorstellungen verwirklichen wollen und viele andere, bislang kaum bekannte Ergebnisse zu wirkungsorientiertem Investieren, hat die Forschung eines Teams um Prof. Dr. Henry Schäfer von der Universität Stuttgart aktuell zu Tage gefördert.

In einer erstmals in Deutschland durchgeführten umfassenden Interviewreihe wurden über 50 Stiftungen, vermögende Privatanleger und Family Office-Kunden im Zeitraum von Mai bis November 2014 befragt. Die nun veröffentlichte Auswertung liefert neue, interessante Einblicke in eine sich immer mehr verbreitende “etwas andere” Welt der Geldanlagen. Die Erkenntnisse sind für die Finanzierung von Umwelt- und Sozialvorhaben in Deutschland ermutigend – was gerade auch für die Finanzierung der derzeit von der Politik geforderten Investitionen für mehr Infrastrukturprojekte hilfreich sein kann.

Stiftungen und Privatanleger sind nämlich bereit, neben den Geldanlagen zur Finanzierung von Umweltprojekten und -einrichtungen auch verstärkt Sozialunternehmen, Sozialimmobilien und soziale Projekte der Jugendhilfe und Altenpflege zu finanzieren. Im Fokus stehen dabei präventive und innovative Maßnahmen, die das derzeitige Angebot an sozialen Dienstleistungen ergänzen. Anlegerinteressen erwecken u.a. auch Projekte aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft.

Ruft man statt nach privaten Anlegern in all diesen Projekten nach dem Staat, bleibt diesem nur die Finanzierung durch zusätzliche Schulden und Steuern, die zwangsweise eingetrieben werden. Nachhaltige Investments sind daher der marktwirtschaftliche Weg, um Bürger nicht nur an der Wahlurne und beim Konsum, sondern auch mit ihrem anzulegenden Geld über die ethisch, ökologisch und sozial besseren Projekte abstimmen zu lassen.

Noch gibt es allerdings viel zu tun, denn beklagt wird von sehr vielen Befragten, dass sie zuwenig über solche Anlagemöglichkeiten wissen, sich von Banken und Sparkassen darin meistens alleine gelassen fühlen und händeringend Vorzeigeprojekte gesucht werden. Dass die befragten Anlegergruppen es Ernst mit ihren Absichten meinen, wird u.a. dadurch deutlich, dass sie grundsätzlich bereit sind, zugunsten sozialer bzw. ökologischer Wirkungserzielung auch einmal auf (etwas) Rendite zu verzichten. “Jedoch kam auch klar heraus,” so Schäfer, “dass der reale Kapitalerhalt für alle Gruppen eine absolute Mindestanforderung an wirkungsorientiertes Investieren darstellt.”

Sehr nützlich für die weitere Entwicklung ist zudem die Vorstellung von Anlegern, dass wirkungsorientierte Investitionen in erster Linie in regionaler Nähe ihre sozialen Wirkungen entfalten sollen. Darüber hinaus interessiert Anleger, durch sog. Mikrofinanzanlagen Gelder zur Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern bereit zu stellen. Die Aussagen der befragten Anlegerkreise der Stiftungen und vermögenden Privathaushalte haben insofern Gewicht, als dass ihnen eine zentrale Rolle als Impulsgeber für andere Investorengruppen bei der Etablierung von wirkungsorientierte Investitionen in Deutschland zukommen dürfte.

Zum vollständigen Bericht der Umfrage: “Risiko, Rendite – und Wirkung? Die Anlagebereitschaft deutscher Stiftungen und vermögender Anleger für wirkungsorientiertes Investieren?

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NORD/LB rechnet Grünem Pfandbrief Chancen aus

Von Dr. Oliver Everling | 22.April 2015

Nachdem im vergangenen September die Münchener Hypothekenbank
(MüHyp) den ersten ESG-Hypothekenpfandbrief (Environmental, Social &
Governance) begeben hat, plant nun die Berlin Hyp die Emission ihres ersten nachhaltigen Hypothekenpfandbriefs mit einem Volumen von bis zu einer halben Milliarde Euro. Der Emissionserlös soll, berichtet die NORD/LB in ihrem Fixed Income Research, zur Refinanzierung von 17 bestehenden gewerblichen Green-Building-Finanzierungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und Polen sowie für die künftige Finanzierung neuer Green Buildings verwendet werden. Die NORD/LB geht dem Evaluierungs- und Auswahlprozess für die entsprechenden Immobilien nach und setzt sich in ihrer Analyse mit den  Komponenten auseinander.

Fazit aus dem Fixed Income Research der NORD/LB: “Da das Pfandbriefgesetz keine Separierung einzelner Assets innerhalb eines Cover Pools zulässt, haben Gläubiger des Grünen Pfandbriefs grundsätzlich einen Anspruch gegenüber allen Deckungswerten innerhalb der hypothekarischen Deckungsmasse.”

Andersherum haben nach Erkenntnissen der NORD/LB jedoch auch “normale” Hypothekenpfandbriefgläubiger genauso Anspruch auf die grünen Assets. Im Grunde ist also jeder Hypfe-Gläubiger der Berlin Hyp anteilig auch ein Investor in die nachhaltigen Sicherheiten. “Dennoch ist das Ziel”, schreibt die Landesbank, “eines umweltbewussten Investments begrüßenswert und könnte neue Investoren anlocken sowie den Weg für weitere grüne Emissionen anderer Emittenten ebnen.”

Außerdem sieht die NORD/LB potentielle Investoren profitieren, in diesem Fall nicht nur von dem durch oekom research bestätigten Nachhaltigkeitsrating, sondern auch vom sehr guten Rating der Berlin Hyp Hypothekenpfandbriefe durch Moody’s (Aaa) und Fitch (AA+). “Damit dürfte einer erfolgreichen Debütemission u.E. nichts im Wege stehen.”

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Chemiebranche gewinnt in Europa

Von Dr. Oliver Everling | 21.April 2015

Der Preisrückgang für Öl hat auch Auswirkungen auf die Kreditrisiken der Unternehmen. Unter den 14 Branchen, die Coface regelmäßig bewertet, gilt die Chemie in Europa als Gewinner und als Verlierer Energie in Nordamerika. Entsprechend hat Coface die Bewertungen herauf- bzw. herabgesetzt.

Nach der deutlichen Verbesserung der Branchenrisiken in Nordamerika Ende 2014, als drei Branchen (Textil und Bekleidung, Transport, Chemie) wieder in die Kategorie “niedriges Risiko” kamen, hat Coface nun in Folge des Preisverfalls für Rohöl den Energiesektor in “mittleres Risiko” herabgestuft. Die Branche arbeitet in Nordamerika im Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage.

Die Förderung von Schieferöl und Erdöl steigt weiter, während sich die Preise seit Sommer 2014 halbiert haben. Da die Förderkosten für nicht-konventionelles Öl mit im Schnitt 50 bis 70 US-Dollar je Barrel hoch bleiben, gehen die Investitionen zurück. Betroffen sind auch die Auftragnehmer der Ölindustrie. “Obwohl die Auswirkungen auf die Risikosituation der Unternehmen nicht ganz einheitlich sind, sind doch alle Branchenbeteiligte betroffen. Denn der Rohölpreis bestimmt letztlich die Margen sowohl für Produzenten wie für Verarbeiter”, erklärt Coface-Volkswirt Guillaume Baqué.

“Wenn es eine Branche gibt, die ganz klar von den niedrigen Ölpreisen profitiert, dann ist das der Chemiesektor in Europa”, heißt es in einem neuen Panorama von Coface. Die Kostenersparnis hilft, den Vorsprung der US-Wettbewerber, die mit “niedrigem Risiko” bewertet werden, zu verringern und die Gewinne zu verbessern. Die Abwertung des Euro im Verhältnis zum US-Dollar begünstigt Exporte der europäischen Chemiefirmen und trägt so ebenfalls zur Verbesserung der Situation bei. Aufgrund dieser positiven Faktoren hat Coface die Chemiebranche in Europa in “mittleres Risiko” heraufgestuft.

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Watchlisting nach MBO bei LHI

Von Dr. Oliver Everling | 20.April 2015

Das Management Buyout bei der LHI Leasing GmbH (“LHI”) bleibt möglicherweise nicht ohne Konsequenzen für das Rating. Wegen Änderungen der Eigentümerstruktur setzt Scope Ratings das aktuelle Asset Management Ratings für LHI auf die Watchlist (evolving).

Die LHI hat mit Pressemitteilung vom 15.04.2015 angekündigt, ein Management Buy-Out (MBO) durchzuführen. Vorbehaltlich einer aufsichtsrechtlichen Prüfung durch die zuständige Aufsichtsbehörde BaFin wird mit einer Übertragung der Gesellschaftsanteile auf die neuen Eigentümer im Mai gerechnet.

Aufgrund dieser signifikanten Änderung in der Eigentümerstruktur setzt Scope Ratings (“Scope”) das aktuelle Asset Management Rating (AMR) für die LHI mit der Ratingnote AAAMR auf Watchlist (evolving).

Diese Watchlist Platzierung stellt keine Indikation für ein etwaiges Up- oder Downgrade der Ratingnote dar (evolving). Während der Dauer der Watchlist Platzierung wird Scope etwaige Auswirkungen des MBO auf die Ratingeinschätzung prüfen. In diesem Zusammenhang steht Scope in engem Kontakt mit LHI.

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In Gesundheit in Asien investieren

Von Dr. Oliver Everling | 20.April 2015

Die Lacuna Unternehmensgruppe gibt die Übernahme des Asset Managers Atacama bekannt. Atacama wurde 2004 gegründet, ist ein Vermögensverwalter mit Schwerpunkt Asset Management und hat seinen Sitz in München. Damit ergänzt die Lacuna Gruppe ihren Finanzdienstleistungsbereich um ein KWG 32 lizensiertes Unternehmen. „Mit der Übernahme von Atacama können wir zukünftig noch stärker individuelle Bedürfnisse institutioneller Anleger bedienen. Wir wachsen damit nicht nur dynamisch hinsichtlich des Fondsvolumens mit unseren beiden Gesundheitsfonds, sondern parallel auch strukturell und strategisch“, erklärt Thomas Hartauer, Vorstand der Lacuna AG, erfreut. „Lacuna bietet in Zukunft sowohl strukturierte Produktlösungen für institutionelle Investoren im Bereich „Erneuerbare Energien“ als auch im Investmentfondsbereich an“, erklärt Hartauer.

Die Gesundheitsfonds Lacuna – Adamant Asia Pacific Health und Lacuna – Adamant Global Healthcare steigen weiter und haben kürzlich die 200 Millionen Euro-Marke überschritten. Die 100 Millionen-Grenze wurde bereits vor neun Monaten durchbrochen – danach ging es weiterhin konstant bergauf: „Das Erreichen der 200 Millionen Euro-Schwelle in so kurzer Zeit beweist, dass wir derzeit mit unseren zwei Gesundheitsfonds sehr attraktive Produkte am Markt anbieten, mit denen unsere Kunden von dem Aufwind der Healthcare-Branche stark profitieren können“, sagt dazu Thomas Hartauer.

Gründe für den Erfolg der Fonds sind in dem starken Gesundheitsmarkt in den USA zu suchen, der von der Gesundheitsreform Obamacare profitiert. Sie sorgt auch in den kommenden Jahren für positive Aussichten für das US-Gesundheitssegment. Parallel dazu sind auch die Gesundheitsmärkte Japan/Australien und die asiatischen Emerging Markets im Aufwärtstrend. Mit den beiden Gesundheitsfonds von Lacuna werden sowohl der US-amerikanische als auch der asiatische und pazifische Gesundheitsmarkt abgedeckt.

Als – nach eigenen Angaben – einziger Fonds Europas fokussiert der Lacuna – Adamant Asia Pacific Health (Stand 15. April rund 156 Mio. Euro) auf Investitionen in die asiatisch-pazifische Gesundheitsbranche. Dabei profitieren Anleger vom rasanten Wachstum des gesamten Sektors: Sowohl Pharma, Generika, Medtech und Biotech als auch Serviceleistungen, wie beispielsweise Krankenhäuser und Diagnostika, stehen im Investitionsfokus.

Der Investmentfonds Lacuna – Adamant Global Healthcare (Stand 15. April rund 52 Mio. Euro) allokiert wiederum die weltweit erfolgreichsten Gesundheitsunternehmen und deckt dabei alle Branchen ab: von Biotechnologie und Generika über Medizintechnik bis hin zu klassischer Pharma und Gesundheitsdienstleistungen. Besonderheit der Fondsstrategie ist dabei eine spezifische Gewichtung der vier wesentlichen globalen Gesundheitsregionen – Westeuropa, Nordamerika, Emerging Markets und Japan/Australien. Bei beiden Fonds setzt Lacuna auf die mehrfach ausgezeichneten Research-Leistungen der Healthcare-Experten der Adamant Biomedical Investments AG.

Mehr zum Vergleich der Leistungen von Vermögensverwaltungen findet sich im Buch “Rating von Vermögensverwaltungen” aus dem Frankfurt School Verlag.

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Gefahren durch Finanztransaktionssteuer

Von Dr. Oliver Everling | 17.April 2015

Fast die Hälfte (48,8 Prozent) der von der DVFA befragten Investment Professionals erwartet, dass es durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer (FTS) zu starken Ausweicheffekten kommen würde. Mittlere Effekte wird es laut 28,7 Prozent geben, wenige oder kaum Auswirkungen prognostizieren nur 22,5 Prozent der Befragten.

Weitreichende Folgen befürchten die DVFA-Mitglieder für die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Deutschland. Laut 78,3 Prozent würde die Einführung der Steuer die hiesigen Handelsplätze im Wettbewerb mit Luxemburg und London benachteiligen, nur 4,7 Prozent sehen keine Benachteiligung. Die EU-Kommission plant eine Abgabe von 0,1 Prozent bei Aktien und Anleihen sowie 0,01 Prozent bei Derivaten. Innerhalb der EU befürworten aktuell Belgien, Deutschland, Estland, Griechenland, Österreich, Portugal, die Slowakei, Slowenien und Spanien die Einführung der FTS. In Italien und Frankreich wird bereits eine Transaktionssteuer erhoben.

Mehr als ein Drittel der Befragten (34,1 Prozent) erwartet, dass die FTS tatsächlich wie von der Politik geplant im Jahr 2016 in den beteiligten EU-Ländern eingeführt wird, knapp zwei Drittel (65,9 Prozent) gehen nicht davon aus. „Die Politik scheint vielerorts in Europa gewillt, die Einführung der Finanztransaktionssteuer voranzutreiben“, kommentiert Ralf Frank, Generalsekretär der DVFA e.V. „Eine solche Steuer wird jedoch nicht den gewünschten Effekt haben, wenn sie nicht globale Gültigkeit hat und könnte stattdessen das ‚Level Playing Field’ an den internationalen Finanzmärkten nachhaltig stören“ so Frank.

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MBO bei LHI

Von Dr. Oliver Everling | 15.April 2015

Die langjährigen Geschäftsführer der LHI Leasing GmbH werden die Geschäftsanteile des Unternehmens über die neu gegründete LHI Holding GmbH übernehmen. Verkäufer sind die Landesbank Baden Württemberg und die Norddeutsche Landesbank. Die juristische Umsetzung des Eigentümerwechsels soll nach Vorlage aller aufsichtsrechtlichen Genehmigungen im Mai 2015 vollzogen werden. Der Erwerb durch das LHI-Management sichert das komplette Know-how, die LHI Strategie wird unverändert fortgeführt.

“Die Kontinuität, die der LHI über Jahre Stabilität und Erfolg gesichert hat, bleibt auch nach der Trennung von den Gesellschafterbanken erhalten. Die risikoaverse Geschäftspolitik der LHI wird weitergeführt”, erklärt Oliver Porr, Sprecher der Geschäftsführung. Darüber hinaus bleiben die bisherigen Gesellschafterbanken als Kreditgeber der LHI-Gruppe weiterhin verbunden. Jeder Gesellschafter der LHI Holding GmbH ist mit jeweils 25 Prozent beteiligt. Neben Oliver Porr handelt es sich um Robert Soethe, Jens Kramer und Peter Kober. Die vier Geschäftsführer der LHI verfügen zusammen über mehr als 60 Jahre Erfahrung in dem Unternehmen.

LHI ist als Investment- und Assetmanager mit Kernkompetenz im Immobilienbereich aktiv. Weitere Assetklassen sind Erneuerbare Energien und Aviation. Das Unternehmen bietet Investmentprodukte für professionelle und semi-professionelle Investoren wie Versicherungen, Pensionskassen, Stiftungen und Family Offices sowie für private Investoren an. Rund 100 Investmentprodukte wurden bislang für professionelle und semiprofessionelle Investoren gestartet. Für 2015 wird ein Neugeschäftsvolumen von rund 1 Milliarde Euro angestrebt.

Darüber hinaus verfügt LHI über eine hohe Kompetenz bei strukturierten Finanzierungen. “Wir vereinen Assetmanagement und Finanzierungskompetenz unter einem Dach”; erklärt Robert Soethe. “Wir beraten, konzipieren, finanzieren, realisieren und verwalten. Damit heben wir uns von unseren Wettbewerbern ab.”

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Wachstum mit TTIP-Freihandelsabkommen

Von Dr. Oliver Everling | 15.April 2015

Die FERI EuroRating Services AG erwartet für den Euroraum ein moderat positives Wirtschaftswachstum in den Jahren 2015 und 2016. “Die EZB-Politik zeigt Wirkung”, erklärt Axel Angermann, Chefvolkswirt der FERI EuroRating. “Die vorrangige Wirkung auf die Realwirtschaft ergibt sich jedoch aus dem gesunkenen Außenwert des Euros. Dieser Aufschwung dürfte insbesondere für Frankreich und Italien nur von kurzer Dauer sein. Das Interesse an Strukturreformen dürfte hierdurch verringert werden. Die Eurozone gerät zunehmend in ein ‘japanisches Szenario’, in dem immer neue geld- und fiskalpolitische Expansionsrunden ein moderates Wachstum herbeizwingen, das ohne diese Unterstützung keinen Bestand hat. Die langfristigen Risken für den Bestand der Währungsunion sind erheblich gestiegen”, so Angermann.

Dies ist ein Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der FERI EuroRating Services AG, die während der 28. FERI Frühjahrstagung vorgestellt wurde. Über 250 Gäste, darunter Vertreter von Banken, Fondsgesellschaften, Wirtschaftsprüfung, Beratung und Versicherungen, nahmen an der Veranstaltung teil.

“Die EZB befindet sich immer noch im Modus der Euro-Rettungspolitik. Doch die Mittel dürften auf Dauer nicht ausreichen und das volkswirtschaftliche Auseinanderdriften der einzelnen Länder wird dadurch nicht gestoppt”, erklärt Angermann. Für eine dauerhafte Krisenbewältigung sei die Weiterentwicklung zu einer engeren wirtschaftlichen und politischen Union unerlässlich. “Die Gefahr des Scheiterns des Euros liegt eindeutig in der unterschiedlichen wirtschaftlichen Ausrichtung der großen Nationen wie Frankreich, Deutschland und Italien. Griechenland spielt hierbei keine Rolle mehr und stellt keine Gefahr für den Euro dar”, so Angermann.

Dr. Heinz-Werner Rapp, Chief Investment Officer der FERI AG ergänzt im Rahmen der Podiumsdiskussion: “Durch die Notenbankpolitik werden Marktpreise und Anlegererwartungen verzerrt. Nicht mehr der Preis, Markttrends oder Produktkonzepte treiben den Markt, sondern die Notenbanken mit ihrer QE-Politik. Wir beobachten wegen der Notenbankpolitik deutliche Fehlallokationen bei Investitionen. Insbesondere die Rentenmärkte sind davon betroffen. Die stetige Liquiditätszufuhr birgt zudem die Gefahr, dass sich Investoren und Marktteilnehmer darauf einstellen und sich dann dadurch Blasen bilden können.”

“Für Investoren wird es zunehmend schwieriger in Produkte mit attraktiver Rendite zu investieren. Für liquiditätsorientierte Investoren stellen Absolute Return-Fonds einen Lösungsansatz dar. Für ausschüttungsorientierte Anleger sind dagegen Multi Asset-Konzepte interessant”, erklärt André Härtel, Senior Fondsanalyst der FERI EuroRating. Allerdings führten die wachsende Anzahl und die Heterogenität der Fondskonzepte sowohl bei Absolute Return- also auch Income-Strategien zu erhöhten Anforderungen an die quantitative und qualitative Fondsanalyse. “Nur eine systematische Produktselektion und fundierte Marktkenntnis können zu guten Ergebnissen führen”, so Härtel.

FERI warnt auch vor einem Scheitern des TTIP-Freihandelsabkommens. “TTIP schafft den größten Wirtschaftsraum weltweit und dürfte auf beiden Seiten des Atlantiks langfristig einen spürbaren Expansions- und Innovationsimpuls schaffen”, so Angermann. Schließlich verhandelten zwei Wirtschaftsräume, welche die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung und die Hälfte des Welthandels umfassten. Schon jetzt entfällt ein Drittel aller europäischen Auslandsdirektinvestitionen auf die USA und nur zwei Prozent auf China. Insbesondere könnten in Europa die Branchen Chemie, Pharma, Kraftfahrzeuge und Maschinenbau von einer Freihandelszone profitieren. “Scheitert TTIP, so fällt insbesondere Europa zurück. Im Fall eines Scheiterns ist es wahrscheinlich, dass sich die USA vermehrt dem asiatischen Wirtschaftsraum mittels des Trans Pacific Partnership Agreements zuwenden”, so Angermann. Für Europa bedeute dies langfristig Wachstums- und Wohlfahrtsverluste sowie einen Rückfall im Wettbewerb der Wirtschaftssysteme.

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Heidelberger Lebensversicherung mit Bestnoten

Von Dr. Oliver Everling | 14.April 2015

Die Wiesbadener Ratingagentur TELOS hat die HLE Active Managed Portfolios (HLE Active Managed Portfolio Dynamisch, HLE Active Managed Portfolio Ausgewogen und HLE Active Managed Portfolio Konservativ) von Heidelberger Lebensversicherung geratet. Die Fonds erfüllen der Analyse dieser Ratingagentur nach höchste Qualitätsstandards und erhalten die Bewertung “AAA-” auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards).

Auszüge aus dem TELOS-Kommentar von HLE Active Managed Portfolio Dynamisch geben weitere Informationien:

“Der Dachfonds HLE Active Managed Portfolio Dynamisch investiert in täglich handelbare (Liquidität) UCITS-Fonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind. In seiner Gestaltung ist er ein Mischfonds mit den Schwerpunkten auf der globalen Aktien- und Rentenseite, mit Beimischungen in Alternatives. Ziel des Fonds ist ein langfristig angelegter attraktiver risikoadjustierter Wertzuwachs. Die auf mehreren Ebenen implementierte Risikokontrolle steht im Fokus. Dabei spielt die dynamische Gewichtung risikobehafteter Assets (generell Aktien) eine entscheidende Rolle. Die maximale Aktienquote von 75 % wird mit dem Ziel, besonders in Abschwungphasen einen relativen Mehrwert zu generieren, aktiv gesteuert. Darüber hinaus ist es das Ziel des Fonds, auf rollierender 3-Jahresbasis mindestens im ersten Drittel seiner Morningstar Kategorie (Europe OE EUR Aggressive Allocation – Global) zu liegen. Der Fonds versteht sich im Sinne eines Relative Return Produktes.”

In dem 38 Mitarbeiter großen MIM Europe Team sind 15 Fonds-Researcher aktiv. “Aber auch die weiteren Mitglieder (Portfoliomanager, Consultants) bringen auf diesem Gebiet ihre Expertise teilweise mit speziellen Marktschwerpunkten ein. Innerhalb der lückenlosen Dokumention des Ablaufprozesses und der -ergebnisse ist die Aufbereitung und Zurverfügungstellung der Fondsanalysen der bei Bedarf auch weltweit abrufbaren über 100 Fondsanalysten mit über 1000 Managerinterviews pro Jahr hervorzuheben. Der Fonds konnte seit Auflage sein Performanceziel erreichen (01/2015).” 

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