Top 10 der Fondsgesellschaften aufgemischt

Von Dr. Oliver Everling | 28.Mai 2016

Für alle Gesellschaften, die in Deutschland mindestens acht von der FERI EuroRating Services aus Bad Homburg geratete Fonds zum Vertrieb zugelassen haben, wurde das Verhältnis der mit A oder B gerateten Fonds zur Gesamtheit aller jeweils gerateten Fonds ermittelt. Je höher der Anteil der Fonds mit Top-Ratings ausgefallen ist, desto besser sind die Fondsgesellschaften eingestuft worden. Um unterschiedlichen strategischen Ansätzen verschiedener Gesellschaften gerecht zu werden und Anbieter mit einer kompletten Produktpalette nicht direkt mit kleineren Gesellschaften und Nischenanbietern zu vergleichen, werden zwei separate Ranglisten erstellt: Eine enthält ausschließlich Gesellschaften mit acht bis 24 gerateten Fonds, die andere alle Gesellschaf-ten, die in Deutschland 25 oder mehr geratete Fonds zum Vertrieb zugelassen haben. Veröf-fentlicht werden jeweils die besten zehn Gesellschaften. Die Sortierung erfolgt nach exakter Quote der Top-Ratings.

Auf Basis dieses analytischen Ansatzes der Feri hat sich das Bild der best-gerateten KAGs stark verändert. Zum Stichtag vom 31. März 2016 erreichte Goldman Sachs AM im jährlichen KAG Ranking der FERI EuroRating Services Platz eins der großen Gesellschaften. 53,8 Prozent der bewerteten Fonds von Goldman Sachs AM erreichten das FERI Top-Rating mit Ratingnote A oder B. Noch im Vorjahr war Goldman Sachs AM lediglich auf Platz 18. „Damit gibt Fidelity die Spitzenposition ab und belegt Platz zwei. Verbessern konnten sich neben Goldman Sachs AM außerdem Union Investment und Deka sowie Kepler-Fonds KAG und MFS, die beide neu in das Top-10 Ranking der großen Gesellschaften aufgerückt sind“, berichten die Analysten der Feri. „Plätze eingebüßt haben Columbia Threadneedle, Comstage, AXA IM, Invesco. Mit 46,6 Prozent Fonds mit Top-Rating belegte Invesco den zehnten Platz des Top-10 Rankings der großen Gesellschaften. Schroders und JPMorgan konnten im aktuellen Ranking ihre Plätze in den Top-10 nicht behaupten.“

„Unser Ranking verdeutlicht die Bedeutung einer kontinuierlichen Reevaluierung der Fondsgesellschaften – die Ratingunterschiede sind stetig im Fluss“, sagt Christian Michel, Direktor und Leiter Funds bei der FERI EuroRating Services AG. „Interessant ist, dass fast alle Positionen innerhalb der Top-10 der großen Gesellschaften einen höheren Anteil an Fonds mit FERI Top-Rating aufweisen als im Vorjahr. Bei den Top-10 der kleinen Gesellschaften hingegen zeigt sich ein gemischteres Bild – hier weisen mehrere der Top-10 Positionen auch niedrigere Anteile auf als noch im Vorjahr“, so Michel weiter. 

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Elektroantrieb auf Fahrt bergauf

Von Dr. Oliver Everling | 28.Mai 2016

„Geht es mit Elektrofahrzeugen bergauf?“ Dieser Frage widmet sich Charlie Thomas, Fondsmanager des Jupiter Global Ecology Growth SICAV.  „Der Investitionsumfang in Technologie für Elektrofahrzeuge ist beeindruckend, aber das Rennen um die Produktion von Batterien mit großer Reichweite zu den geringstmöglichen Kosten könnte für Anleger eine holprige Fahrt werden“, warnt Thomas.

Er sieht handfeste Gründe, im Hinblick auf das künftige Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge optimistisch zu sein. „Allein in 2015 wuchs der Markt für reine Elektrofahrzeuge weltweit sprunghaft um 76 Prozent, wobei die meisten Neuwagenverkäufe in China und Europa verzeichnet wurden.“ Branchenanalysten prognostizieren, berichtet Thomas, dass die Gesamtkosten (Anschaffungs- plus Betriebskosten) von Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 zum ersten Mal unter denen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren liegen werden. „Dies könnte tiefgreifende Auswirkungen auf die Dynamik von Angebot und Nachfrage auf diesem Markt haben“, glaubt Thomas. „Einigen Schätzungen zufolge könnten Elektrofahrzeuge im Jahr 2040 bis zu 50 Prozent der Neuwagenverkäufe ausmachen, wenngleich dem durch anhaltend niedrige Ölpreise Grenzen gesetzt sein könnten.“

Der Preis pro Kilowattstunde (kWh) einer Lithium-Ionen-Batterie falle zurzeit rapide. Aus Studien von Bloomberg New Energy Finance gehe hervor, dass der durchschnittliche Preis für eine Batterie seit 2010 von USD 1.000/kWh auf heute USD 350/kWh gefallen ist. Bis zum Jahr 2030 werde ein weiterer Rückgang auf rund USD 120/kWh erwartet. Eine Analyse von Liberum ist noch optimistischer und rechnet bei der branchenführenden Lithium-Ionen-Batterie bis 2020 mit einer Verbesserung der Energiedichte um 30 Prozent und mit einer Halbierung der Kosten pro kWh. „Diese Schätzungen basieren auf der Annahme, dass jede Verdopplung der Kapazität zu einer Kostensenkung von ca. 14  Prozent führen wird“, kommentiert Thomas.

China habe seine aufkommende Elektrofahrzeugbranche als einen Sektor von nationaler Bedeutung eingestuft, berichtet Thomas von seinen Reisen in Asien, und demzufolge großzügige staatliche Subventionen eingeführt. „Diese haben zu einer Verdreifachung des Absatzes von reinen Elektrofahrzeugen im Jahr 2015 geführt.“

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Big Data ändert Chinas Rolle in der Welt

Von Dr. Oliver Everling | 25.Mai 2016

Ein Video auf dem „China Big Data Industry Summit & China E-Commerce Innovation and Development Summit“ im Rahmen der World Big Data Expo in Guiyang, Guizhou, macht kurz klar, was „Big Data“ für China bedeutet: Das Video stellt den Tagesablauf eines Polizisten dem einer Familie gegenüber. Früher wurde lediglich der Tagesablauf des Polizisten minutengenau aufgezeichnet. Jede Bewegung seines Polizeifahrzeugs, jede Minute seines Einsatzes sowie jede Person werden durch Kameras und Sensoren erfasst. Künftig soll dies in China nahezu lückenlos für praktisch jeden Menschen möglich sein.

Liu  Nianxiu, Vice Chairman der National Development and Reform Commission der Volksrepulik China, rechnet vor, wie China bis zum Jahr 2020 die größte Datensammlung der Welt haben werde. Alle Wirtschaftssektoren werden davon betroffen sein. Die Treiber der Entwicklung sieht Liu nicht nur in Anwendungen der Regierungen, sondern auch im Unternehmertum.

Big Data spiele in der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Traditionelle Branchen würden durch Big Data und E-Commerce auf ein neues Niveau gehoben. Der Fokus liege auf Technologien mit der Qualität, alte Strukturen aufzubrechen und Innovationen möglich zu machen. Liu zeigt den Zusammenhang zur Armutsbekämpfung auf.

Die Sicherheit von Daten sei ein wichtiges Thema. Die Welt sei zum Dorf geworden. Um die Früchte der neuen Technologie zugänglich zu machen, komme es auf die effiziente Integration an. Liu sieht für China eine Rolle in der Zukunft.

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Ministerpräsident Li Keqiang setzt auf Big Data

Von Dr. Oliver Everling | 25.Mai 2016

Li Keqiang, Ministerpräsident der Volksrepublik China, heißt auf der World Big Data Expo in Guiyang, Guizhou, insbesondere die ausländischen Gäste willkommen. Li spricht auf dem „China Big Data Industry Summit & China E-Commerce Innovation and Development Summit“. Li lobt die Fortschritte, die in Guizhou auf dem Gebiet von Big Data erreicht wurden. „Wir starteten auf der grünen Wiese damit“, sagt Li.

Der Ministerpräsident spricht von den verschiedenen Etappen der Entwicklung des Internets. Weniger entwickelte Regionen würden von den neuen Möglichkeiten besonders profitieren. Die Weltgeschichte zeige, dass Innovationen und Erfindungen immer Einfuss auf die Menschheitsentwicklung hatten. Li ist sich sicher, dass Daten alle Aspekte des Lebens betreffen werden. Die schnelle Entwicklung zeige sich praktisch überall.

China habe eine Phase hinter sich gelassen, in der China von neuesten Technologien kaum Gebrauch gemacht habe. Guizhou sei nun ein Beispiel dafür, wie schnell eine weniger entwickelte Region vorankommen könne. China habe alle Voraussetzungen, höchste Ziele erreichbar zu machen. Natürliche Ressourcen seien begrenzt, die Kreativität des Menschen aber nicht. China stützt sich daher auf die Menschen.

Die Exploration natürlicher Ressourcen sei begrenzt. Menschen, die Daten sammeln und verwerten, haben sich dagegen selbst zur wichtigsten Ressource gemacht. Der Wert der Daten sei weit über allen Erwartungen. Die Provinz Guizhou verdanke Big Data ein Wachstum von 40 % bis 50 % pro Jahr. Von der Kraft dieses Wachstums profitieren auch alle anderen Branchen.

Der Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Landes der Welt macht klar, dass die Volksrepublik China den Menschen in den Mittelpunkt ihrer Politik stellen will. Li preist die „share economy“, die noch mehr Vitalität für die Wirtschaft bringen werde. Es gehe nicht nur um Produktivität, sondern auch um neue Formen der Zusammenarbeit, des Unternehmertums und der Innovation.

Li lenkt den Blick auf Beispiele von Unternehmen, die ein bisher ungekanntes Wachstum zeigen. Dienstleistungen werden eine immer größere Rolle spielen. Wichtig sei bei der Entwicklung der „share economy“, dass alle Menschen davon profitieren werden. Die Gegensätze zwischen Stadt und Land werden aufgehoben, da auch die entlegensten Regionen Zugang haben. Li spricht von Fiarness und Gleichberechtigung.

Mehr als 80 % Prozent der Daten in China seien in der Hand des Staates. Die Daten könnten aber nicht nur die Effizienz der Arbeit der Regierung verbessern und mehr Serviceorientierung öffentlicher Stellen bringen, sondern auch zum Beispiel Erziehung und Gesundheit seien Profiteure von Big Data. Li will Daten für noch mehr Menschen nutzbar machen und auch die öffentlichen Datenquellen für noch mehr Nutzungsmöglichkeiten öffnen.

China sei ohnehin schon der größte Produzent für IT-Produkte der Welt. E-Commerce öffne daher eine praktisch unbegrenzte Expansionsmöglichkeit für China. Die IT- und speziell Big-Data-Industrie habe jeder wirtschaftlichen Abschwächung zum Trotz das Momentum für weiteres Wachstum beibehalten.

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Ohne Beitritt kein Brexit

Von Dr. Oliver Everling | 23.Mai 2016

„Hinter dem Brexit-Referendum steckt eine ordentliche Portion Ironie, da nach meiner Auffassung Großbritannien nie der EU beigetreten ist“, sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt und CIO bei der Saxo Bank. Als ein Kind der 1970er und 1980er Jahre erinnere er sich daran, wie die damalige Premierministerin Margaret Thatcher die Bildung der EU mit allen Mitteln bekämpfte und letztendlich ein Modell nach ihren Wünschen bekam. Eine noch größere Ironie beinhalte dabei der Deal, den der aktuelle Premierminister David Cameron vor einigen Monaten mit der EU in Brüssel ausgehandelt hat, um die Voraussetzungen für einen EU-Verbleib zu schaffen. „Damit hat die Europäische Union de facto rechtlich ein zweigleisiges Europa geschaffen, mit einem Regelwerk für Großbritannien und einem Regelwerk für Resteuropa“, sagt Jakobsen.

Ungeachtet des Referendum-Ausgangs am 23. Juni könnte die britische Sonderrolle an sich zu einer Mini-Krise in Europa führen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass sich Länder wie Ungarn, Polen oder sogar Finnland solche Deals mit der EU wünschen, die ihnen wie im Falle Großbritanniens Sonderrechte zusichern“, sagt Jakobsen. „Egal ob Großbritannien nun aufgrund des zweigleisigen Präzedenzfalles in der EU bleibt, oder für den Austritt stimmt: In beiden Fällen verliert Europa“, so Jakobsen weiter. Sowohl die politischen als auch die finanziellen Kosten scheinen unüberwindbar. Insbesondere, da die Flüchtlingskrise bei weitem noch nicht gelöst sei.

Die Zukunft Großbritanniens hänge aber nicht vom Brexit ab, sondern davon, wie das Königreich mit seinem chronischen Doppeldefizit umgehen werde. „Zum letzten Mal konnte das Land 1982 eine positive Leistungsbilanz vorweisen“, sagt Jakobsen. Um die Frage danach zu beantworten, wie sich das Britische Pfund entwickeln wird, sei einfach: Mit oder ohne Brexit, der Sterling werde sich nach unten oder seitwärts bewegen. Solange das Land mehr ausgibt als einnimmt, von ausländischen Investitionen abhängig ist und die zwei Wachstumstreiber aus dem Banken- und Immobiliensektor bestehen (zwei Sektoren mit null Produktivität und einer unsicheren Zukunft bezüglich neuer Arbeitsplätze), sei das Land dazu verdammt, seine jüngere Geschichte zu wiederholen.

„Der Brexit ist eine Abstraktion, die die richtigen Veränderungen, die das Land braucht, verdeckt. Er ist auch eine Ausrede dafür, sich nicht mit den fundamentalen und strukturellen Problemen einer Gesellschaft auseinanderzusetzen zu müssen, die darauf zusteuert, eine nahezu hundertprozentige Dienstleistungsgesellschaft zu werden“, sagt Jakobsen. Eine Steuerreform und somit neue Anreize seien viel wichtiger als Großbritanniens EU-Status. „Ich möchte damit den Stellenwert des Referendums nicht herunterspielen, aber es hat weniger mit der Zukunft der britischen Wirtschaft zu tun, als mit der Rolle Großbritanniens in Europa“, sagt Jakobsen abschließend.

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ETFs wachsen bei der DiBa

Von Dr. Oliver Everling | 23.Mai 2016

Immer mehr Kunden der ING-DiBa investieren in Exchange Traded Funds (ETFs), also passiv gemanagte Fonds. Zum 31. März 2016 verzeichnete die Bank ein ETF-Kundenvolumen von 2,54 Mrd. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von fast 18 Prozent, berichtet die Bank aus Frankfurt am Main.

Der Anteil am Gesamtdepotvolumen von fast 27 Mrd. EUR betrug 9,5 Prozent gegenüber 8,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Auch die Gewichtung im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds hat sich im Jahresverlauf weiter Richtung ETFs verschoben. Betrug der Anteil am Gesamtfondsvolumen Ende des ersten Quartals 2015 noch 24,3 Prozent, waren es ein Jahr später schon fast 29 Prozent.  

„ETFs erfreuen sich bei unseren Kunden zunehmender Beliebtheit. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend  auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird“, so Matthias Bayer,  Leiter der Wertpapierabteilung der ING-DiBa. Die ING-DiBa bietet Ihren Kunden seit dem 1. März 2015 die Möglichkeit, Fonds und ETFs im Direkthandel gebührenfrei zu kaufen. Das Angebot gilt für Einmalanlagen ab 500 Euro Kurswert und ist unbefristet.

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Korrelation von US-Parteibüchern und Aktienkursen

Von Dr. Oliver Everling | 23.Mai 2016

Amerikanische Aktienwerte haben sich zu Zeiten demokratischer Präsidentschaften tendenziell deutlich besser entwickelt als unter republikanischen. Seit 1945 stiegen die Aktienwerte, gemessen am S&P 500 Index, zu Zeiten demokratischer Präsidenten annualisiert um 11 Prozent an, während unter republikanischer Regentschaft nur 4,8 Prozent Gewinn verzeichnet wurde. Weitet man den untersuchten Zeitraum auf die Zeit ab 1928 aus, so wird der Unterschied noch größer: Unter Demokraten stiegen die Aktienwerte annualisiert um 9,7 Prozent, unter Republikanern um 1,8 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie der FERI EuroRating Services AG. 

„Die Behauptung, dass republikanische Präsidenten für eine erfolgreichere wirtschaftliche Entwicklung stehen würden, wird von den Daten also nicht bestätigt“, sagt Christian Michel, Direktor und Leiter Funds bei der FERI EuroRating Services AG. Aber auch vor dem Umkehrschluss sei zu warnen. „Die Aktienmarktperformance über längere Zeiträume wird in hohem Maße durch übergeordnete Trends mitbestimmt, die nur mittelbar im Einflussbereich politischer Entscheidungsträger liegen. Vielmehr handelt es sich um Korrelationen, die keine Kausalitäten bedingen“, so Michel weiter.

Auch während der zweiten Amtszeit von US-Präsident Obama haben sich amerikanische Aktienwerte sehr positiv entwickelt. Seit Beginn der zweiten Amtszeit am 6.11.2012 legten nordamerikanischen Aktien (S&P 500 Index) um 16,2 Prozent p.a. zu. Aktienfonds, die in nordamerikanische Aktien investieren, haben davon profitiert. Sie konnten in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um 13,5 Prozent pro Jahr zulegen. Im laufenden Jahr verloren diese Fonds bis zum Stichpunkt am 30.04.2016 durchschnittlich 4,2 Prozent.

„Dieser Rückgang mag zwar zeitlich mit der Entwicklung der US-amerikanischen Vorwahlen übereinstimmen und die Vorwahlen können als Quelle politischer Unsicherheit aufgefasst werden. Allerdings ist dieser Rückgang verstärkt im globalen Kontext zu sehen. Wie auch in anderen Industrieländern ist die Ursache eher auf wirtschaftliche Entwicklungen, insbesondere in China und den Schwellenländern zurückzuführen“, sagt Michel. Die folgende Tabelle aus dem FERI Asset Management Dashboard, einer webbasierten Analyse- und Informationsanwendung, gibt einen Überblick über eine Auswahl aktiver Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt auf nordamerikanischen Aktien.

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Brexit weckt Hoffnungen für britische Aktien

Von Dr. Oliver Everling | 21.Mai 2016

Großbritannien hat mit einem beträchtlichen Leistungsbilanzdefizit zu kämpfen. „Wenn Großbritannien das Leistungsbilanzdefizit in den Griff bekommen möchte, muss es globalen Investoren attraktive Risikoprämien bieten“, folgert Marino Valensise, Head of Multi Asset Group, Baring Asset Management, London.

Ausländische Anleger halten nach seiner Beobachtung vermehrt Staatsanleihen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten, während britische Institutionen im Allgemeinen längerfristige Papiere halten. „Somit sind Staatsanleihen mit kurzen bis mittleren Laufzeiten am stärksten von der Unsicherheit betroffen. Nach genauer Beobachtung von Krisenzeiten in der Vergangenheit würden wir“, sagt Valensise, „die benötigte Risikoprämie auf zusätzliche 150 Basispunkte beziffern. Das ist eine enorme Korrektur.“ Auch Staatsanleihen mit langen Laufzeiten seien gegen einen Brexit nicht immun. Sie könnten besonders anfällig auf einen Anstieg der Inflation reagieren.

„Mit Blick auf die Aktienlandschaft dürfte die Aussicht auf eine Abwertung des Pfund Vorteile für in Großbritannien notierte multinationale Unternehmen bringen, wie beispielsweise die Firmen im FTSE 100 Index, die von internationalen Einnahmen profitieren könnten“, analysiert Valensise. „Da bisher kleine und mittelgroße Unternehmen von niedrigen Importkosten und einer starken inländischen Nachfrage profitierten, stünde dies genau im Gegensatz zu der Positionierung, die viele Investoren bislang eingenommen hatten.  Im Falle eines Brexit dürften kleinere Unternehmen unter der Kombination aus Kostensteigerungen und einer schwachen Nachfrage leiden.“

Sollte sich die Prognose von Valensise bestätigen, könnte ein Brexit für manche multinationale Unternehmen auch Verbesserungen im Credit Rating bringen. Die höhere Bewertungen der Aktien implizieren bessere Chancen zur Stärkung der Eigenkapitalbasis dieser Unternehmen. Ferner könnte die Abwertung des Pfunds bei Unternehmen, die ihre Aktiva überwiegend im Ausland halten, auch eine Entlastung der Verschuldung bewirken.

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Prüfung der Bankenkommunikation

Von Dr. Oliver Everling | 20.Mai 2016

Banken und Sparkassen werden ihre Bonitätsanforderungen im Firmenkreditgeschäft mittelfristig erhöhen. Davon geht der Verband „Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e. V.“ aus und hat das Thema Kreditvergabekriterien deshalb in diesem Jahr zum Schwerpunkt seines jährlichen „KMU-Banken-Barometer“ gemacht. Dieser Selbst-Check für Unternehmen beinhaltet zwölf Fragen zur Zusammenarbeit mit Kreditinstituten. Nach Beantwortung erhalten die Teilnehmer direkt eine Auswertung zu ihrer Finanzierungs- und Bankensituation sowie Handlungsimpulse. Die Initiatoren haben die Teilnahmefrist jetzt bis zum 20. Juni 2016 verlängert. Weitere Informationen und Teilnahme unter www.banken-barometer.kmu-berater.de

„In den nächsten Jahren wird sich die Geschäftsentwicklung bei Banken und Sparkassen verschlechtern. Dies wird die Zusammenarbeit mit kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) deutlich beeinflussen. Mittelständler müssen sich auf steigende Anforderungen bei der Kreditvergabe einstellen“, sagt Thomas Thier, Vorsitzender der KMU-Berater.

Um frühzeitig eine kritische Betrachtung der Finanzierungssituation zu unterstützen, haben die KMU-Berater die Kreditvergabe in den Mittelpunkt des „KMU-Banken-Barometer 2016“ gestellt. In den Schwerpunktfragen möchten sie wissen, ob die Unternehmen von ihren Banken im Vorfeld einer Kreditentscheidung über Vergabekriterien informiert werden und ob die Banken die Gründe für eine Kreditzusage wie Kreditablehnung offen kommunizieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden durch das Banken-Barometer auf zwei Arten bei der Zusammenarbeit mit ihren Kreditgebern unterstützt. Sie erhalten eine aus ihren Antworten abgeleitete Bewertung ihrer Finanzierungs- und Bankensituation. Außerdem übersenden die KMU-Berater eine ausführliche Information über die Noten der Ratingsysteme der deutschen Kreditinstitute. Die Bedeutung der Ratingnoten für die Kreditentscheidungen stellen die KMU-Berater in einer Vergleichsskala transparent dar. Diese Informationen geben eine gute Grundlage zur Einschätzung der eigenen Verhandlungsposition und für das Gespräch mit den Banken über die Ratingergebnisse und die Kriterien der Kreditentscheidung. Die Teilnehmer erhalten im Juli 2016 zudem eine anonymisierte Auswertung der Gesamtergebnisse als Grundlage für eine ergänzende Selbsteinschätzung.

Auch für Verbände und Organisationen des Mittelstandes sowie für die Berufskolleginnen und -kollegen der steuerberatenden Berufe bietet das KMU-Banken-Barometer nach Einschätzung der KMU-Berater eine gute Möglichkeit, ihre Mitglieder und Kunden bzw. Mandanten bei der Sicherung der zukünftigen Unternehmensfinanzierung zu unterstützen.

Das KMU-Banken-Barometer 2016 läuft bis zum 20. Juni 2016 auf www.banken-barometer.kmu-berater.de, wo im Juli 2016 auch die Gesamtergebnisse veröffentlicht werden sollen, kündigt der Verband an.

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Untersuchung zur Bankenkommunikation

Von Dr. Oliver Everling | 20.Mai 2016

Banken und Sparkassen werden ihre Bonitätsanforderungen im Firmenkreditgeschäft mittelfristig erhöhen. Davon geht der Verband „Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e. V.“ aus und hat das Thema Kreditvergabekriterien deshalb in diesem Jahr zum Schwerpunkt seines jährlichen „KMU-Banken-Barometer“ gemacht. Dieser Selbst-Check für Unternehmen beinhaltet zwölf Fragen zur Zusammenarbeit mit Kreditinstituten. Nach Beantwortung erhalten die Teilnehmer direkt eine Auswertung zu ihrer Finanzierungs- und Bankensituation sowie Handlungsimpulse. Die Initiatoren haben die Teilnahmefrist jetzt bis zum 20. Juni 2016 verlängert. Weitere Informationen und Teilnahme unter www.banken-barometer.kmu-berater.de.

„In den nächsten Jahren wird sich die Geschäftsentwicklung bei Banken und Sparkassen verschlechtern. Dies wird die Zusammenarbeit mit kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) deutlich beeinflussen. Mittelständler müssen sich auf steigende Anforderungen bei der Kreditvergabe einstellen“, sagt Thomas Thier, Vorsitzender der KMU-Berater.

Um frühzeitig eine kritische Betrachtung der Finanzierungssituation zu unterstützen, haben die KMU-Berater die Kreditvergabe in den Mittelpunkt des „KMU-Banken-Barometer 2016“ gestellt. In den Schwerpunktfragen möchten sie wissen, ob die Unternehmen von ihren Banken im Vorfeld einer Kreditentscheidung über Vergabekriterien informiert werden und ob die Banken die Gründe für eine Kreditzusage wie Kreditablehnung offen kommunizieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden durch das Banken-Barometer auf zwei Arten bei der Zusammenarbeit mit ihren Kreditgebern unterstützt. Sie erhalten eine aus ihren Antworten abgeleitete Bewertung ihrer Finanzierungs- und Bankensituation. Außerdem übersenden die KMU-Berater eine ausführliche Information über die Noten der Ratingsysteme der deutschen Kreditinstitute. Die Bedeutung der Ratingnoten für die Kreditentscheidungen stellen die KMU-Berater in einer Vergleichsskala transparent dar. Diese Informationen geben eine gute Grundlage zur Einschätzung der eigenen Verhandlungsposition und für das Gespräch mit den Banken über die Ratingergebnisse und die Kriterien der Kreditentscheidung. Die Teilnehmer erhalten im Juli 2016 zudem eine anonymisierte Auswertung der Gesamtergebnisse als Grundlage für eine ergänzende Selbsteinschätzung. Zum zweiten Mal kooperieren die KMU-Berater bei der Durchführung des Banken-Barometers mit der „Deutschen Unternehmerbörse – DUB.de“.

Auch für Verbände und Organisationen des Mittelstandes sowie für die Berufskolleginnen und -kollegen der steuerberatenden Berufe bietet das KMU-Banken-Barometer nach Einschätzung der KMU-Berater eine gute Möglichkeit, ihre Mitglieder und Kunden bzw. Mandanten bei der Sicherung der zukünftigen Unternehmensfinanzierung zu unterstützen.

Das KMU-Banken-Barometer 2016 läuft bis zum 20. Juni 2016: www.banken-barometer.kmu-berater.de. Auf dieser Seite werden im Juli 2016 auch die Gesamtergebnisse veröffentlicht.

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