Bewusst gute Finanzentscheidungen

Von Dr. Oliver Everling | 15.Januar 2019

Finanzberater spüren: Hinter dem Beratungswunsch ihrer Kunden steckt oft viel mehr als die Suche nach dem passenden Finanzprodukt. Coaches merken: Berufliche und private Herausforderungen ihrer Klienten haben häufig mit Geld zu tun. Die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® verbindet beides: sie ist eine fundierte Coachingausbildung und vermittelt darüber hinaus ein vertieftes Verständnis für Geld und Risiko. Joachim König, Sinsheim, hat am 01. Januar 2019 die Zertifizierung zum FCM Finanz Coach® erlangt.

Unabhängige Berater, Vermögensverwalter und Führungskräfte von Banken und Finanzdienstleistern, die die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® anstreben, haben Interesse an Menschen und sind begeistert von Finanzen. Sie möchten, dass Ihre Klienten und Mitarbeiter das gesamte Potential, das sie in sich tragen, zum Erreichen einer Lösung nutzen. Dazu sind sie bereit, Finanzcoaching von der Pike auf zu lernen.

Die Coachingausbildung wird von Monika Müller, selbst Master Certified Coach (ICF) und seit fast 20 Jahren Geschäftsleiterin von FCM Finanz Coaching, angeboten. In 8 Seminaren über 18 Monate verteilt erlernen die Teilnehmer Fragen und Interventionen, um Geld, Finanzen und Finanzentscheidungen als zentrale Themen im Coaching zu adressieren.

Joachim König aus Sinsheim hat als einer der ersten Teilnehmer der Ausbildung das Zertifikat erhalten. Dafür war ein umfangreicher Prozess nötig, der neben der Reflexion der eigenen Entwicklung als Finanzentscheider und Finanzcoach auch die Evaluation von eigenen Coachings gemäß der Standards der 11 Kernkompetenzen der ICF (International Coach Federation) beinhaltet.

„Im Coaching zu erleben, wie der Coachee durch wirkungsvolle Fragen zu seiner Finanzentscheidung findet, ist wunderbar. Die Begegnung auf Augenhöhe von Finanzcoach und Coachee macht beide zu Gewinnern. Die Ausbildung hat mir bewusst gemacht, dass die Menschen für sich selbst die besten Finanzexperten sind. Finanzcoaching schafft Klarheit und wirkt befreiend für den Coachee“ sagt Joachim König.

Sicherheit bedeutet, bewusst gute Finanzentscheidungen zu treffen. Zu dieser Veränderung tragen FCM Finanz Coaches® wie Joachim König mit seiner neuen Dienstleistung bei.

Themen: Risikoprofiling, Veranstaltungen | Kein Kommentar »

Für die Kunst eines Ratings von Kunst

Von Dr. Oliver Everling | 14.Januar 2019

Die Universität von Luxenburg und ihr Kompetenzzentrum bieten in Zusammenarbeit mit Christie’s Education ein neues, zweiwöchiges Executive Education Programme an „Owning and Investing in Art: Opportunities, Challenges, and Risks.“

Für ausgewiesene Experten ist gesorgt, sowohl von der Fakultät als auch aus der Praxis. „The programme is unique in its approach to art, law and finance. It includes field visits to The European Art Fair (TEFAF) and to the Masterpiece London Art Fair, Christie’s auction house and art galleries“, heißt es aus der renommierten Hochschule dazu.

Contact info: Kerstin Fuhrmeister, Project Manager University of Luxembourg Competence Centre, +352 26 15 92 37, mailto:art-finance@uni.lu

Themen: Kunstrating | Kein Kommentar »

Zinsanstieg drückt Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 8.Januar 2019

Die Fondsmanager für Staats-, Unternehmens- und Schwellenländeranleihen bei Aviva Investors werfen einen Blick auf potenzielle Treiber der Anleihemärkte 2019.

„Ewird wichtiger denn je sein,“ schreiben die Fondsmanager, „die Finanzlage einzelner Unternehmen ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Dies liegt vor allem daran, dass Unternehmen außerhalb der Finanzbranche in den vergangenen Jahren Anleihen in Rekordhöhe emittiert haben.“ Mit steigenden Zinsen würden viele dieser Unternehmen Schwierigkeiten bekommen, die Schulden unter Kontrolle zu halten.

Seit Jahren schon warnt Dr. Markus Krall von Goetz Partners vor den Konsequenzen einer steigenden Zahl von „Zombie-Unternehmen“, die unter marktwirtschaftlichen Bedingungen nicht überlebensfähig wären, da sie derzeit von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank profitieren.

„Die Bonität vieler mit A und BBB bewerteten Unternehmen hat sich bereits verschlechtert“, beobachten die Fondsmanager für Staats-, Unternehmens- und Schwellenländeranleihen bei Aviva Investors. „Bis vor kurzem haben sich Ratingagenturen nachsichtig gezeigt, aber das ändert sich gerade. Während Investoren in der von QE geprägten Welt gerne bei Anleihen zugegriffen haben, könnten mit steigenden Leitzinsen Herabstufungen und Kursverluste für die am stärksten gefährdeten Unternehmen drohen.“

Themen: Anleiherating, Unternehmensrating | Kein Kommentar »

AR und Vorstand bei DEFAMA einig

Von Dr. Oliver Everling | 19.Dezember 2018

Der Aufsichtsrat der Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) stimmt dem Umbauplanung des Vorstands für das EKZ Radeberg mit einer Investitionssumme von 8,5 Mio. € zu. Geplanter Baubeginn ist im Juli 2019. Durch den Umbau soll sich die annualisierte Jahresnettomiete des Objekts von derzeit 760 T€ auf mehr als 1,3 Mio. € fast verdoppeln. Erste Mietverträge wurden hierfür bereits unterzeichnet. Der Bauantrag wurde Anfang Oktober gestellt.

Der Vorstand geht davon aus, die Immobilie nach Vorliegen der Baugenehmigung und Abschluss aller wesentlichen Mietverträge im Wege eines Forward-Deals veräußern zu können. Erste potenzielle Käufer haben bereits ihr Interesse bekundet. Die Gesellschaft erwartet auf Basis eines marktüblichen Mietpreis-Faktors aus dem Verkauf einen außerordentlichen Ertrag im hohen einstelligen Millionenbereich.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den im Oktober des kommenden Jahres auslaufenden Vorstandsvertrag von Matthias Schrade vorzeitig um fünf Jahre bis zum 31. Oktober 2024 verlängert. In die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde zudem eine Altersgrenze von 72 Jahren für Wahlvorschläge zum Aufsichtsrat aufgenommen. Die Amtszeit des amtierenden Aufsichtsrats dauert bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das das Geschäftsjahr 2019 beschließt.

Themen: Immobilienrating | Kein Kommentar »

Professionalisierung durch Finanz Coaching

Von Dr. Oliver Everling | 17.Dezember 2018

Hinter einem Beratungswunsch steckt oft viel mehr als die Suche nach dem passenden Finanzprodukt. Berufliche und private Herausforderungen haben häufig mit Geld zu tun. Die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® ist eine fundierte Coachingausbildung und vermittelt darüber hinaus ein vertieftes Verständnis für Geld und Risiko.

Berater und Führungskräfte von Banken und Finanzdienstleistern, die die Ausbildung zum FCM Finanz Coach® anstreben, haben Interesse an Menschen und sind begeistert von Finanzen. Jürgen Herter zum Beispiel, Leiter Private Banking bei der Walser Privatbank in Riezlern, hat am 01. Dezember 2018 die Zertifizierung zum FCM Finanz Coach® erlangt. Er möchte, dass seine Klienten und Mitarbeiter das gesamte Potential, das sie in sich tragen, zum Erreichen einer Lösung nutzen. Dazu ist er wie andere Profis bereit, Finanzcoaching von der Pike auf zu lernen.

Die Coachingausbildung wird von Monika Müller – selbst Master Certified Coach und seit fast 20 Jahren Geschäftsleiterin von FCM Finanz Coaching – angeboten. In 8 Seminaren über 18 Monate verteilt erlernen die Teilnehmer Fragen und Interventionen, um Geld, Finanzen und Finanzentscheidungen als zentrale Themen im Coaching zu adressieren.

Jürgen Herter, Walser Privatbank, hat als einer der ersten Teilnehmer der Ausbildung das Zertifikat erhalten. Dafür war ein umfangreicher Prozess nötig, der neben der Reflexion der eigenen Entwicklung als Finanzentscheider und Finanzcoach auch die Evaluation von eigenen Coachings gemäß der Standards der 11 Kernkompetenzen der ICF (International Coach Federation) beinhaltet.

„Gerade bei Generationen übergreifenden Vermögensfragen können sich unsere Kunden gut vorstellen, Finanzcoaching – ergänzend zu unserer Beratung – in Anspruch zu nehmen. Dies ist das Ergebnis unserer gerade durchgeführten Kundenkonferenz. Mir persönlich hat die Ausbildung geholfen, meine Kunden noch besser in ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen“, sagt Jürgen Herter.

Sicherheit bedeutet bewusst gute Entscheidungen zu treffen. Dazu tragen FCM Finanz Coaches® wie Jürgen Herter mit dieser neuen Dienstleistung bei.

Themen: Allgemein | Kein Kommentar »

Für globale Rezession reicht es nicht

Von Dr. Oliver Everling | 6.Dezember 2018

„Man kann die Bären überall hören“, stellt Dr. Christopher Smart in seinen aktuellen Leitgedanken fest. Er leitet bei Barings die Abteilung Macroeconomic & Geopolitical Research. Tatsächlich nähmen die Risiken deutlich zu, wie beispielsweise die jüngsten Daten zu einer Wirtschaftskontraktion in Deutschland und Japan zeigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings scheinen die monetären, steuerlichen und politischen Gegenwinde auf jeden Fall kaum stark genug, um uns in eine globale Rezession zu stürzen“, so der Barings-Experte.

Zwar hält er auch in den USA „Marktverwerfungen“ für möglich, die etwa aus dem „politischen Theater in Washington“ oder auch dem Erreichen der Verschuldungsgrenze resultieren könnten. Andererseits hält er ebenso ein baldiges Ende des Straffungszyklus seitens der Fed für möglich, wobei die Inflation durch „langfristige demografische Trends und neue Technologien“ im Zaum gehalten werde. Die Binnennachfrage wiederum erachtet er als stabil, was durch eine geringe Arbeitslosigkeit und finanzstarke Privathaushalte gestützt werde, sodass die zu erwartenden Störungen nicht ausreichen sollten, die US-Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen.

Sein Fazit: „Die Wolken am Horizont sind real und es gibt viel Raum für unangenehme Überraschungen, insbesondere durch höhere Schuldendienstkosten und anhaltenden Druck auf einige Wachstumsmärkte. Trotzdem ist es wichtig, diese Risiken objektiv und unter Berücksichtigung einer sehr globalen Konjunktur, die zwar nachlässt, aber noch immer sehr stark ist, und politischer Spannungen, die zwar irritieren, aber wahrscheinlich keine Rezession auslösen, zu betrachten.“

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Vom intelligenten Investieren

Von Dr. Oliver Everling | 1.Dezember 2018

„Vom intelligenten Investieren – Zeitlose Prinzipien für erfolgreiche Investments“ – ein Buch von Prof. Dr. Thorsten Polleit, das nicht wie jedes andere Buch zum Thema „Geldanlage“ zu lesen ist. Wer Thorsten Polleit kennt, weiß, dass hier weder ein Theoretiker lediglich seine realitätsfernen Modelle zu Papier bringt, noch ein Praktiker ohne jede wissenschaftliche Fundierung zweifelhafte Daumenregeln preisgibt. Thorsten Polleit vereint seine wissenschaftlichen wie auch praktischen Fähigkeiten und Kenntnisse in einem Buch, das nicht nur dem Fachpublikum einen gelungenen Überblick über jene Prinzipien der Geldanlage bietet, die schon viele Krisen und Wirtschaftswunder, Baissen und Haussen überdauert haben.

Thorsten Polleit ist seit April 2012 Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH. Zuvor war er 12 Jahre als Ökonom im internationalen Investment-Banking in London, Amsterdam und Frankfurt tätig. Seit 2003 ist Thorsten Polleit Honorarprofessor an der Frankfurt School of Finance, Frankfurt. Er ist zudem Adjunct Scholar am Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama, USA. Seit Oktober 2012 ist Thorsten Polleit Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland.

Thorsten Polleit outet sich schon zu Beginn seines Buches als Skeptiker der modernen Finanzierungstheorie. Vertreter der modernen Finanzmarkttheorie „sind der Auffassung, die Börsenkurse entsprächen stets ihrem fundamentalen (intrinsischen) Wert und dass es deswegen für den Anleger nicht möglich sei, durch gezielte Auswahl von Aktien eine Rendite zu erzielen, die höher ist als die Rendite des Gesamt marktes. Auf diesen Glaubenssätzen ist die heutige Finanzbranche, ist das Verhalten der Mehrheit der Finanzmarktakteure aufgebaut“, schreibt Thorsten Polleit und fragt: „Doch ist das, was die moderne Finanzmarkttheorie sagt, überzeugend?“

Thorsten Polleit lässt an der Fragwürdigkeit der Vorstellung von dem stets „informationseffizienten“ Markt keinen Zweifel: „Würden die Börsenkurse stets ihrem Wert entsprechen, würde es gar keinen Handel, keine Transaktionen geben (können). Denn dann hätte niemand einen Grund zu kaufen oder zu verkaufen.“ Er gehört aber auch nicht zu den Jüngern einer anderen Theorierichtung, die unter der Bezeichnung „Behavioral Finance“ nach Anhängern sucht: Nach Meinung von Thorsten Polleit gibt es hier „viel Wind um wenig Wissen“.

Aus der Kritik von Thorsten Polleit an der modernen Finanzmarkttheorie folgt nicht, dass er jedem Investor „Stock Picking“, also den Versuch empfehlen würde, aus tausenden von Aktien selbst die unterbewerteten Titel zu selektieren.

Jeder Investor solle sich vielmehr „die zentrale, die elementare Frage in Erinnerung rufen, die sich jeder, der mit Sinn und Verstand investieren will, stellen und auch gut durchdacht beantworten sollte. Diese Frage lautet: Kann ich über die Jahre hinweg betrachtet besser als der Gesamtmarkt abschneiden, ja oder nein? Kann ich eine Rendite erzielen, die langfristig höher ist als die Rendite des Gesamtmarktes – kann ich das leisten, oder kann ich das nicht leisten?“

Den meisten Investoren gelinge es nicht, so Thorsten Polleit, eine Rendite zu erzielen, die höher ist als die Rendite des Gesamtmarktes. „Die sinnvolle Lehre daraus ist: Investiere in den Welt-Aktienmarktindex per Zertifikat oder ETF.“ Mit einem Entscheidungsbaum leitet Thorsten Polleit den Leser zur eigenen Positionsbestimmung an.

Ohne einige Überlegungen zu den Eigenschaften des vorherrschenden Geldsystems kommt kein Anleger zu besonnenen Anlageentscheidungen. Daher befasst sich Thorsten Polleit in kurzen Abschnitten auch mit seinen Lieblingsthemen wie Inflation und Gold als besserer Währung. Thorsten Polleit rät dazu, sich vom „unmoralischen Angebot“ der Staatsanleihen eher fernzuhalten, wie auch den Zentralbanken als Krisenverursachern mit Skepsis zu begegnen.

Allen vermeintlichen Abkürzungen zum Anlageerfolg, wie beispielsweise Beteiligungen an zweifelhaften ICOs unbekannter Kryptowährungen usw., kann nach der Argumentation von Thorsten Polleit kein Erfolg beschieden sein. Thorsten Polleit skizziert das Investieren als einen eher zeitaufwendigen und mühsamen Entscheidungsprozess.

Das kurzweilige Buch von Thorsten Polleit ist jedem zu empfehlen, der eine kompakte Einführung in theoretische Aspekte der Geldanlage sucht, ohne dabei aber das Ziel aus dem Auge verlieren zu wollen, am Ende des Tages konkrete Anlageentscheidungen zu treffen.

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Weltspitze nur mit Künstlicher Intelligenz

Von Dr. Oliver Everling | 28.November 2018

Mit Künstlicher Intelligenz an die Weltspitze – Die Beispiele China und Deutschland“ – so der Titel eines Essays von Lars Jaeger. Sein Text lässt keine Entschuldigung mehr zu, Bedeutung und Tragweite Künstlicher Intelligenz nicht gut erklärt bekommen und deshalb die Chance verpasst zu haben, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Jaeger geht prägnante auf Herkunft des Begriffs, die junge Geschichte der Künstlichen Intelligenz, aktuelle Leistungen und Anwendungsbereiche und Zukunftsperspektiven ein.

Jaeger hat Physik, Mathematik, Philosophie und Geschichte studiert und mehrere Jahre in der Quantenphysik sowie Chaostheorie geforscht. Er lebt in der Nähe von Zürich, wo er – als umtriebiger Querdenker – zwei eigene Unternehmen aufgebaut hat, die institutionelle Finanzanleger beraten, und zugleich regelmäßige Blogs zum Thema Wissenschaft und Zeitgeschehen unterhält. Überdies unterrichtet er unter anderem an der European Business School im Rheingau. Die Begeisterung für die Naturwissenschaften und die Philosophie hat ihn nie losgelassen. Sein Denken und Schreiben kreist immer wieder um die Einflüsse der Naturwissenschaften auf unser Denken und Leben, so auch in seinem neuesten Buch „Die zweite Quantenrevolution“ bei Springer.

Seine Analyse gibt ein alarmierendes Beispiel dafür, wie in Deutschland im Unterschied zu China kaum genügend Ressourcen für die Zukunftsthemen bereitgestellt werden.

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Investment Grade für NOVOMATIC

Von Dr. Oliver Everling | 20.November 2018

Seit kurzem liegt ein Research Update der internationalen Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) für die an der Wiener Börse mit Anleihen notierte NOVOMATIC AG vor. Das Rating mit „BBB-/A-3“ und einem stabilen Ausblick wurde bestätigt. Dabei profitiert der österreichische Leitbetrieb von seiner starken europäischen Präsenz, der strategischen Ausrichtung als Produzent und Betreiber von Glücksspielgeräten sowie der im Vergleich zu Mitbewerbern geringeren Verschuldung.

„Das gute Rating bestätigt unsere grundsätzliche Strategie: Wir denken in längeren Zeiträumen und haben bereits vor einigen Monaten begonnen, den Fokus auf die internationale Konsolidierung der Unternehmensgruppe zu legen“, so NOVOMATIC-Vorstandsvorsitzender Mag. Harald Neumann. „Das inkludiert natürlich auch maßvolle Zukäufe und die Evaluierung diverser Landesgesellschaften hinsichtlich ihres Optimierungspotentials.“ Denn nach dem raschen Wachstum der letzten Jahre sei nun der Zeitpunkt gekommen, die internen Abläufe und Strukturen länderübergreifend zu optimieren und „letztendlich auch Entscheidungen über die künftige Unternehmenspositionierung in den unterschiedlichen Märkten und Sparten zu treffen“, findet Neumann klare Worte.

Dass NOVOMATIC einen wichtigen Beitrag zur österreichischen Wirtschaftsleistung beiträgt, wurde kürzlich durch eine Studie des renommierten „Economica Institut für Wirtschaftsforschung“ argumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass NOVOMATIC im Jahr 2017 einen Bruttoproduktionswert von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftete. Der Gesamteffekt für Österreichs Wirtschaft liegt – ausgelöst durch intensive Vorleistungsverflechtungen mit inländischen Unternehmen und einen geringen Importanteil – mit rund 2,5 Milliarden Euro nahezu doppelt so hoch. Der Bruttoproduktionswert umfasst den Wert aller im Produktionsprozess erfassten Waren und Dienstleistungen.

Für NOVOMATIC ist auch die Mitarbeiterzufriedenheit ein Schwerpunktthema. „Das reicht vom Aufbau eigener Ausbildungsschienen, wie etwa der ‚Corporate Coding Academy‘ bis zu Initiativen, die unsere Verantwortung als Arbeitgeber unterstreichen“, spielt Neumann auf das Siegel „Nestor Gold“ für altersgerechtes Arbeiten und das Gütezeichen „berufundfamilie“ des Familienministeriums für familienfreundliche Arbeitgeber an.

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Der Eigentumsskandal

Von Dr. Oliver Everling | 16.November 2018

Das Eigentum gehört in der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 14 Grundgesetz zu den Grundrechten. In der Theorie sind Eigentum, Recht und Freiheit untrennbar und sich gegenseitig bedingend. Politiker und deutsche Staatsmedien werden nicht müde, die Errungenschaften der Demokratie und des Rechtsstaates zu loben.

Dabei ist es in Deutschland mit diesen Rechten rein quantitativ nicht weit her. Eigentum (Lehnübersetzung aus dem lat. proprietas zu proprius „eigen“) bezeichnet die umfassendste Sachherrschaft, welche die Rechtsordnung an einer Sache zulässt. Für die meisten Menschen in Deutschland beschränkt sich eine solche Sachherrschaft auf ihre Kleidung und Unterwäsche: Das Smartphone ist von einem Telekommunikationsdienstleister bereitgestellt, das Klavier im Mietkauf angeschafft, der Fernseher wird abbezahlt, das Auto vom Händler geleast und die Urlaubsreise wird selbstverständlich in Verkehrsmitteln und Hotels angetreten, an deren Eigentum für den Einzelnen gar nicht zu denken ist.

Die Deutschen, die sich gerne in Afrika und sonst in der Welt als Spender und Helfer hervortun wollen, besitzen so wenig wie kaum ein anderes Volk. Nur ein Bruchteil besitzt Aktien, Unternehmensanteile oder sonstige reale Vermögenswerte. Weniger als die Hälfte der Bevölkerung lebt in eigenen vier Wänden, anders als in den meisten anderen Staaten.

Wie es dazu kommen konnte, ist schnell erklärt: Deutschland war nach dem Zweiten Weltkrieg so zerstört wie kein anderer Staat. Daher war jede Methode recht, möglichst vielen Bürgern schnell eine Wohnung zu beschaffen, gleich, ob gekauft oder gemietet. Die Spätfolgen dieser Gleichgültigkeit zeigen sich heute: Statt Menschen konsequent mehr Eigentum zu ermöglichen, werden durch Mietpreisbremse und eine Fülle weiterer Maßnahmen immer neue Anreize gesetzt, auf „umfassende Sachherrschaft“, wie sie nur durch Eigentum definiert ist, zu verzichten.

So ist der Bürger in Deutschland zum Objekt sozialistischer Planwirtschaft geworden, ohne dass den zahlreichen regulatorischen Eingriffen des Staates aber ein weiser Plan zugrunde liegen würde. Wer noch an die Weisheit der Politik glaubt, sollte sich mit dem Buch von Jürgen Michael Schick und Josef Grishovich befassen und sich eines Besseren belehren: „Der Eigentumsskandal – Wie die Politik unseren Wohlstand verhindert und was wir dagegen tun können“.

Der Titel hält, was er verspricht: Einerseits wird an vielen Beispielen aufgezeigt, wie in Deutschland durch den Staat eine bessere Wohnungsversorgung verhindert wird, die sich unter marktwirtschaftlichen Bedingungen ergeben würde. Die Autoren lamentieren jedoch nicht und kritisieren nicht bloß, sondern zeigen auch Optionen auf, wie der Leser doch günstiger kaufen als mieten, Wohneigentum als Altersvorsorge nutzen, Verantwortung und Entfaltungsmöglichkeiten mit Wohneigentum zurückgewinnen und mit Wohneigentum glücklich werden kann.

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