Subventionen kein Normalzustand

Von Dr. Oliver Everling | 30.Januar 2023

Die aktuelle Ausgabe von „Das Parlament“ befasst sich mit der Debatte zum Jahreswirtschaftsbericht. Das ist das Schwerpunktthema der heute erschienenen Ausgabe. Die Redaktion berichtet über den Austausch im Hohen Haus und im Hintergrund über die aktuelle Lage der Wirtschaft.

Im Interview der Woche will der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion und Obmann im Wirtschaftsausschuss, Reinhard Houben, nach der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts noch keine Entwarnung geben: „Ich muss aber der Koalition und der Bundesregierung ein Kompliment machen; wir haben relativ kurzfristig viele Maßnahmen auf den Weg gebracht, die offensichtlich das Schlimmste verhindert haben“, sagte der Experte.

Aber dass man sich in einer besonderen Situation befinde und mit Milliardenbeträgen Strom- und Gaspreise subventioniere, könne kein Normalzustand sein, sagte Houben.

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US-Unternehmen mit schwachen Gewinnaussichten

Von Dr. Oliver Everling | 23.Januar 2023

„Den Finanzmärkten ist ein überraschend positiver Jahresauftakt gelungen,“ sagt Dr. Eduard Baitinger, seit 2015 Head of Asset Allocation in der FERI Gruppe. „wobei vor allem die europäischen Börsen deutlich zulegen konnten. Zwar ist die Konjunktur in Europa weiterhin fragil, aber die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den kommenden Monaten ist deutlich gesunken und nachlassende Energiepreise haben die Konsumlaune verbessert.“

Zudem sei durch die milde Witterung eine Gasmangellage in diesem Winter nahezu ausgeschlossen. Zur Outperformance europäischer Aktien habe auch die massive Corona-Welle in China beigetragen. „Dies erscheint zunächst widersprüchlich,“ so Eduard Baitinger, „da die chinesische Wirtschaft, die auch für die Märkte in Europa eine tragende Rolle spielt, derzeit deutlich ausgebremst wird. Die Finanzmärkte spekulieren aber schon jetzt auf eine spürbare Erholung in China, wenn die aktuelle Corona-Welle überstanden ist. Auch der entschlossene Kampf Pekings gegen die akute Immobilienkrise hat das Vertrauen der Investoren in chinesische Assets gesteigert. Von der Erwartung einer positiven Wende in China profitierten zuletzt auch Schwellenländeraktien. Die Emerging Markets werden zusätzlich durch die Trendwende beim US-Dollar unterstützt. Denn die zunehmende US-Dollarschwäche verbessert die Finanzierungskonditionen für Schwellenländer.“

An den US-Börsen war die Entwicklung zuletzt weniger freundlich als in Europa, sieht der Head of Asset Allocation: „Dort deuten die Makrodaten auf klare Rezessionsrisiken hin. Zwar hat der Inflationsdruck in den USA nachgelassen, weshalb die Märkte erwarten, dass die US-amerikanische Notenbank einen weniger harten Kurs bei der Zinsstraffung einschlägt. Doch der nachlassende Zinsdruck allein reicht für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung an den Börsen nicht aus. Hierzu sind konstruktive Fundamentaldaten entscheidend und diese sind derzeit nicht auszumachen. Da die Disinflation mittlerweile ausgiebig in den Aktienkursen eingepreist ist, dürfte jetzt der schwache Ausblick für die US-Unternehmensgewinne stärker in den Fokus der Anleger rücken. Vor diesem Hintergrund sollten professionelle Anleger US-Aktien vorerst untergewichten und auf Bewertungsniveaus warten, die die fundamentalen Risiken angemessen widerspiegeln. Europa- und Schwellenländeraktien sind zwar kurzfristig überkauft, bieten aber die besseren Perspektiven. In diesen Segmenten können professionelle Investoren die temporären Schwächephasen für Zukäufe nutzen.“

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Aussichten „so gut wie seit Jahren nicht mehr“

Von Dr. Oliver Everling | 23.Januar 2023

Die Aussichten für Schwellenländeranleihen sind so gut wie seit Jahren nicht mehr. Dieser Ansicht ist Denise Simon, Co-Head im Emerging Market Debt-Team bei Lazard Asset Management: „Dank einer seltenen Kombination aus hohen Renditen, attraktiven Bewertungen und einem günstigen globalen Umfeld – einschließlich des Potenzials für ein höheres Wachstum in China – könnten wir bei Hart- als auch bei Lokalwährungsanleihen in den nächsten 12 Monaten sogar aktienähnliche Erträge im niedrigen zweistelligen Bereich sehen.“

Das hohe Ertragspotenzial sei vor allem auf die hohen Renditen zurückzuführen. Bei EM-Hartwährungsanleihen liege die Rendite gemessen am JP Morgan Emerging Markets Bond Index Global Diversified derzeit bei rund 8,5 Prozent und sei damit so hoch wie seit der globalen Finanzkrise nicht mehr. „Die hohe Rendite spiegelt zum einen den Schmerz wider, der durch die steigenden US-Treasury-Renditen in Folge mehrerer massiver Leitzinsanhebungen durch die US-Notenbank verursacht wurde“, erläutert Denise Simon. „Zum anderen ist sie auf die Spread-Ausweitung infolge der Verschärfung der Finanzierungsbedingungen und der weit verbreiteten Risikoaversion im vergangenen Jahr zurückzuführen.“

Insbesondere das Segment der EM-Unternehmensanleihen in US-Dollar biete mit einem Renditeniveau von aktuell mehr als 7 Prozent (einem Niveau, welches zuletzt während der Finanzmarktkrise erreicht worden sei) und einer historisch niedrigen Volatilität unter Risiko-Ertrags-Gesichtspunkten interessante Anlagemöglichkeiten.

Bei EM-Lokalwährungsanleihen seien die Renditen 2022 deutlich angestiegen, sodass auch diese nahe an den Höchstständen nach der globalen Finanzkrise liegen würden. Die Zentralbanken der Schwellenländer hätten mit der geldpolitischen Straffung bereits Anfang 2021 begonnen, also fast ein ganzes Jahr vor der Fed, was den Schwellenländern geholfen habe, den Sturm steigender globalen Renditen im Jahr 2022 einigermaßen zu überstehen.

Denise Simon hält fest: „Diese Renditeniveaus dürften Anlegern ein gesundes Polster gegen die Volatilität der Zinssätze, Spreads und Währungen bieten. Die hohen einstelligen Renditen in den Schwellenländern machen die Anlageklasse so attraktiv wie seit Jahren nicht mehr.“

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Grover – garantiert nicht

Von Dr. Oliver Everling | 22.Januar 2023

„Über 2000 Geräte einfach mieten – mit flexiblen Laufzeiten und Absicherung im Schadensfall. Lieferung ca. 2-5 Tage. Keine Mindestlaufzeit. Flexible Laufzeiten. Schnelle Lieferung. Handeln. Für Geschäftskunden.“ Mit diesen Versprechen wirbt der in Berlin ansässige Technik-Vermieter, die Grover Deutschland GmbH („Grover“).

Das Mietverhältnis mit Grover widerspricht dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), denn nach § 535 (Inhalt und Hauptpflichten des Mietvertrags) wäre der Vermieter (also Grover) durch den Mietvertrag „verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren. Der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten.“

Bei Grover verhält es sich anders als sonst bei Vermietungen: Erweist sich die Mietsache als defekt, trägt der Mieter das Risiko, denn der Mieter erhält lediglich ein Retourenlabel und wird aufgefordert, die Mietsache zurückzuschicken. Seine im voraus geleistete Miete geht für die Zeit verloren, in der er die Mietsache gar nicht nutzen kann. Dem Mieter, der keine Gutschrift oder Rückerstattung erhält und nun ohne Mietsache dasteht, wird stattdessen angeboten, einen neuen (gegebenenfalls teureren) Mietvertrag über dieselbe oder, falls gerade nicht verfügbar, eine andere Mietsache abzuschließen. Außerdem fallen erneut Versandkosten an.

Konkreter Vorfall: Bei einem neu gemieteten Gerät macht ein Materialfehler das Gerät unbrauchbar. Der Kunde meldet den herstellungsbedingten Gerätefehler. Eine Erstattung der bereits gezahlten Miete gibt es nicht. Grover hat die Miete bereits vereinnahmt. Der zum vertragsgemäßen Gebrauch geeignete Zustand der Mietsache wird von Grover nicht während der vereinbarten Mietzeit gewährleistet.

Auf Nachfrage stellt Grover dem Mieter gegenüber klar: „Leider erstatten wir keine laufende Monate. Das heißt, bei dir wurde am 25.12.2022 die Miete eingezogen, du hast das Gerät am 05.01.2023 zurückgeschickt. Die Miete für Januar habe ich dann direkt storniert. Hier wird keine Miete mehr eingezogen. Aber für die Tage bis zum 05.01.2023 zählt leider die Miete vom 25.12.2022. Ich weiß, das ist keine erfreuliche Antwort.“

Bei der zitierten Miete im Beispiel handelt es sich um die volle Monatsmiete bis 24.01.2023. Die Miete wurde im Dezember schon gezahlt, die Mietsache ist aber seit Wochen weg und nur zu erheblich höheren Kosten wieder zu mieten.

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China auf dem Weg der Zurückeroberung

Von Dr. Oliver Everling | 19.Januar 2023

China scheint deutlich das Interesse von Analysten zu wecken, die zunehmend mehr Chancen für Investitionen in China sehen. So sind nun auch von China-Kenner Stephen Li Jen, CEO von Eurizon SLJ Capital Ltd deutlich positivere Aussagen zu lesen: „Die große Wiedereröffnung in China ist in vollem Gange. Fast unmittelbar nach dem 20. Parteitag wurden die Weichen für eine drastische Abkehr von der dynamischen Null-Covid-Politik und eine Verschärfung der Regulierung des Immobiliensektors neben anderen politischen Veränderungen gestellt. Der wichtigste Auslöser für einen solchen Politikwechsel war die stark nachlassende Auslandsnachfrage: Als sich die Nachfrage aus den USA und Europa abzuschwächen begann, hatte China keine andere Wahl, als die Binnennachfrage dringend zu beleben.“

Im Hinblick auf Chinas „dualen Kreislauf“ konnte Peking nicht das Risiko eingehen, dass weder der „externe“ noch der „interne Kreislauf“ funktionierte. Ein eher struktureller Faktor, der Pekings Meinung änderte, war die Tatsache, dass die Null-Covid-Politik Chinas Rolle in der globalen Versorgungskette ernsthaft verschlechterte.

„Die Wiederbelebung der chinesischen Wirtschaft ist sowohl für die entwickelten als auch für die aufstrebenden Volkswirtschaften eine willkommene Entwicklung“, sagt Stephen Li Jen und fügt hinzu: „Unserer Ansicht nach befindet sich China ebenso wie die USA in einer recht guten wirtschaftlichen Verfassung: Die USA sind wahrscheinlich auf dem Weg zu einer sanften und kurzen Landung, da sich der Arbeitsmarkt stabilisiert, während China nach den jüngsten politischen Veränderungen in Peking in diesem Jahr voraussichtlich wieder deutlich an Fahrt gewinnen wird. Insgesamt erwarten wir nach wie vor eine mehrjährige technologie- und wettbewerbsgetriebene Wirtschaftsexpansion, die von den USA und China angeführt wird; die Pandemie wird wahrscheinlich nicht zu einer signifikanten Neuordnung der Führungspositionen dieser beiden Volkswirtschaften führen, auch wenn sie die Interaktionen und Allianzen zwischen den Ländern verändern könnte.“

Was Europa und China betrifft, so ist eines der wichtigsten gemeinsamen Ziele die grüne Transformation. Europa ist in seinen Bemühungen um den Umweltschutz im Allgemeinen weiter fortgeschritten, aber China ist heute der weltweit größte Hersteller von Ausrüstungen und Maschinen – Sonnenkollektoren, Windturbinen, Batterien, Wechselrichtern usw. –, die diese Umstellung erleichtern. China hat also allen Grund, mit Europa im Bereich des Umweltschutzes zusammenzuarbeiten.

„Um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, muss Peking außerdem das Vertrauen der Verbraucher wiederherstellen. Steuerliche und monetäre Anreize allein werden nicht ausreichen“, meint Stephen Li Jen: „Multiplikatoren sind entscheidend, und sie werden durch das allgemeine Vertrauen bestimmt. Das Gleiche gilt für den Immobilienmarkt. Die Politik der letzten anderthalb Jahre hat viel Vertrauen bei den Bürgern zerstört, so dass umfangreiche Reparaturarbeiten erforderlich sind.“

Bei Eurizon glauben die Analysten, dass China die am einfachsten zu prognostizierende Volkswirtschaft ist, da Pekings explizite Erklärung seines politischen Ziels nicht angezweifelt werden sollte. 4,5 % bis 5,5 % reales Wachstum sollten für 2023 sehr gut erreichbar sein: „Im Vergleich zum Rest der Welt glauben wir, dass China seine Wachstumsführerschaft zurückerobern wird.“

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Comgest sieht China vor dem Wiederaufschwung

Von Dr. Oliver Everling | 18.Januar 2023

Nach chinesischem Kalender beginnt am 22. Januar 2023 das Jahr des Hasen. Während sich das Land auf den Jahreswechsel vorbereitet, glaubt Jimmy Chen, Portfoliomanager des Comgest Growth China Fund, dass China nach einem wirtschaftlich schwierigen Jahr und schlechter Stimmung an den Börsen vor einer Erholung und dem Wiederaufschwung steht: „Für die chinesischen Aktienmärkte war 2022 das zweite schwierige Jahr in Folge, bedingt durch Chinas strikte Null-Covid-Strategie, das harte Durchgreifen der Regulierungsbehörden gegen Unternehmen sowie die eskalierenden geopolitischen Spannungen. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich allerdings ein grundlegender Wandel ab: Die chinesische Regierung hob die meisten ihrer Covid-Beschränkungen auf, die Industriepolitik wurde wieder unternehmensfreundlicher und es wurden einige Fortschritte bei der Eindämmung geopolitischer Spannungen erzielt. Zudem wird erwartet, dass die Inflationsrate in China moderat bleibt, so dass die makroökonomische Politik weiterhin locker bleiben kann.“

Seiner Ansicht nach dürfte das Jahr 2023 von einer Wachstumsbeschleunigung und einer Erholung der Anlegerstimmung geprägt sein. Die KGV-Bewertung chinesischer Aktien ist im historischen Vergleich nach wie vor günstig. Daher sind die Fondsmanager von Comgest der Meinung, dass chinesische Aktien im Jahr des Hasen die Voraussetzungen für eine starke Performance haben.

Im Jahr 2022 waren die Null-Covid-Maßnahmen der chinesischen Regierung die größte Belastung für das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen. Ab dem 8. Januar 2023 wurden jedoch alle verbleibenden Covid-Beschränkungen aufgehoben. Die schlechte Nachricht ist, dass dadurch das Tempo der Covid-Infektionen rasant ansteigt und das Gesundheitssystem überlastet wird. Dafür wird China den Höhepunkt der Infektionen voraussichtlich früher erreichen und die Wirtschaftstätigkeit sich schneller als erwartet erholen.

Darüber hinaus sieht Jimmy Chen die Industriepolitik unternehmensfreundlicher: „Dies zeigt sich etwa daran, dass das fast zweijährige harte Vorgehen gegen Tech-Plattformen anscheinend gelockert wird, wie der jüngste Abschluss der Kapitalerhöhung von Ant Financial zeigt. Auch die Vergabe von Glücksspiellizenzen wurde im April nach einem achtmonatigen Stillstand wieder aufgenommen, und die Unternehmen Tencent und Netease erhielten ab September ihre Genehmigungen. Die Regierung lockert auch die Vorschriften für Bauträger, nachdem die Bemühungen um einen Schuldenabbau zu einer Liquiditätskrise in der Branche geführt hatten.“ Auf makroökonomischer Ebene profitiert die Volkswirtschaft davon, dass die inländischen Lieferketten stabil geblieben sind und es zudem kein „Helikoptergeld“ gab, so dass die Inflation moderat ist und die Finanz- und Geldpolitik damit weiterhin locker bleiben kann.

Die Beziehungen zwischen China und den USA haben sich zuletzt stabilisiert. Im November trafen sich der chinesische Präsident Xi Jinping und der US-Präsident Joe Biden zum ersten Mal als Staatsoberhäupter persönlich, um die Arbeitsbeziehungen wiederherzustellen. Ebenso wurde den Wirtschaftsprüfern des U.S. Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) von der chinesischen Aufsichtsbehörde im September in Hongkong endlich gestattet, Unterlagen zu US-amerikanischen Aktien-Hinterlegungsprogrammen (ADR) zu prüfen. Das PCAOB äußerte sich zufrieden zu den ersten Überprüfungen. Damit sank das Risiko erheblich, dass chinesische Unternehmen gezwungen sein könnten, ihre Börsennotierung in den USA aufzugeben.

„All diese Entwicklungen deuten darauf hin,“ so Jimmy Chen, „dass Präsident Xi Jinping, wie andere chinesische Führer seit Deng, einen pragmatischen Ansatz verfolgt, um ein Gleichgewicht zwischen sozialer Stabilität und Wirtschaftswachstum herzustellen. Während es im Oktober zu einer schweren Marktpanik kam, nachdem Xi auf dem Parteitag der Kommunistischen Partei als bislang erster Präsident für eine dritte Amtszeit wiedergewählt worden war, scheint diese Angst bisher unbegründet zu sein.“

Sein Analyse legt nahe, dass die chinesischen Unternehmen, die von der Wiedereröffnung Chinas und von langfristigen Qualitätswachstumsfaktoren profitieren, für Aktienanleger im Jahr 2023 eine gewinnbringende Kombination darstellen könnten: „Anta Sports, Suofeiya und Focus Media verfügen über diese Voraussetzungen; sie sind führend ihren Bereichen Sportbekleidung, maßgefertigte Möbel und Werbung aufgrund ihrer ständigen Innovationen und ihrer ständig wachsenden Präsenz. Tencent, Chinas wirtschaftliches Aushängeschild, vereint die Vorherrschaft des Landes bei Videospielen, Zahlungssystemen und Social-Media-Plattformen. Wachstum und Stimmung wurden zwei Jahre lang durch ein schwieriges regulatorisches Umfeld, schwache Verbrauchernachfrage und die Krise im Technologiesektor gebremst. Wir sind der Ansicht, dass die Normalisierung der Genehmigungen für Glücksspiellizenzen, die Verbesserung der Verbraucherstimmung und ein optimistischer Ausblick für chinesische Tech-Investitionen zu einem positiven Jahr 2023 und einem besseren langfristigen Ausblick beitragen sollten. Die Monetarisierung der Kurzvideoplattform wird dem Unternehmen zusätzlichen Auftrieb geben.“

Ein weiterer globaler Wachstumstrend, den chinesische Unternehmen aufgreifen, sei die Auslagerung der biopharmazeutischen Produktion und Entwicklung, so Jimmy Chen. Hier sei etwa WuXi Biologics einer der stärksten Herausforderer des Weltmarktführers Lonza. Seine Wettbewerbsfähigkeit beruht auf der Kombination eines einzigartigen Geschäftsmodells, Innovation und Zugang zu einem größeren Talentpool. Die Aktie entwickelte sich im Jahr 2022 unterdurchschnittlich, nachdem zwei ihrer Tochtergesellschaften auf die US-Handelsbeschränkungsliste („US Unverified List“) gesetzt wurden, was die Befürchtung aufkommen ließ, dass der chinesisch-amerikanische Technologiekonflikt auf die Biopharma-Outsourcing-Branche übergreift. „Ende 2022 wurden alle Tochtergesellschaften von WuXi Biologics von der Unverified List9 gestrichen,“ argumentiert Jimmy Chen, „womit sich diese geopolitisch bedingten Sorgen offenbar auflösen.“

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Chinesisches Neujahr – chinesische Normalität

Von Dr. Oliver Everling | 17.Januar 2023

Das chinesische Neujahr markiert die Rückkehr zur Normalität – so sieht es jedenfalls Cosmo Zhang, Analyst Emerging Markets Fixed Income bei Vontobel: „China hat früher als erwartet wiedereröffnet, und obwohl die Corona-Infektionsraten in den meisten Städten ihren Höhepunkt erreichen, was sich kurzfristig auf die Wirtschaftstätigkeit auswirkt, rechnen wir damit, dass sich die Wirtschaft früher erholt als ursprünglich prognostiziert.“

Die innerstädtische Mobilität ist bereits wieder auf etwa 75 % des Niveaus vor der Pandemie gestiegen, zugleich lösten sich Logistikengpässe rasch auf. Während die U-Bahn-Passagierzahlen in 18 Städten 10–15 % und die Verkehrsstaus in 46 Städten rund 25 % unter dem Vor-Covid-Niveau blieben, stiegen der Bahn- und Straßengüterverkehr und der Warenumschlag in den großen Häfen in der vergangenen Woche stark an. Auch Inlands- und Auslandsreisen nahmen in den letzten Wochen mit der Rückkehr zum regulären Arbeitsleben deutlich zu.

„Obwohl die große Covid-Welle abzuflachen scheint,“ räumt Cosmo Zhang ein, „besteht weiterhin Unsicherheit über zukünftige Infektionswellen oder neue Virusvarianten; nach dem chinesischen Neujahr am 22. Januar ist jedoch eine Rückkehr zur Normalität in den meisten Wirtschaftsbereichen wahrscheinlich.“

Unter Berücksichtigung saisonaler Effekte erwarten die Analysten von Vontobel, dass sich die Wirtschaftsaktivität nach Februar erholen wird. Bedenken hinsichtlich möglicher Unterbrechungen der globalen Lieferketten halten sie für übertrieben, da das Risiko von Produktionsausfällen aufgrund der saisonal geringen Auslastung und auch der hohen Lagerbestände begrenzt ist. Wir sehen auch Produktionsengpässe und hohe Inflation nur als begrenzte Risiken. Unsicher sind wir aber hinsichtlich der Frage, wann und wie rasch sich das Konsumentenvertrauen, die Kaufkraft und Nachfrage insbesondere nach hochpreisigen Gütern wie Autos und Immobilien erholen werden.

Auf die Änderung von Chinas Politik ab Ende 2022 hin reagierten die wichtigsten Märkte positiv und fast alle Sektoren, insbesondere aber Fluggesellschaften, Gesundheitswesen, Immobilien und auch der Glücksspielsektor in Macau haben profitiert. „Auch nach der jüngsten starken Kursrallye in der Region Greater China ist unser Ausblick für die nächsten sechs Monate positiv“, so Cosmo Zhang. „Die chinesische Regierung wird alle Anstrengungen unternehmen, um das Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 durch geld- und fiskalpolitische Maßnahmen anzukurbeln. Die Finanzierungsbedingungen werden sich erheblich verbessern, wobei die Inflation in Zukunft noch weiter steigen könnte.“

Die Kombination aus der zunehmenden Mobilität und der Lockerung der Regulierungsvorschriften für die Sektoren Immobilien und Big-Tech deutet darauf hin, dass die Erholung früher und stärker als erwartet ausfallen könnte. Zwar dürften die Exporte und die Infrastrukturinvestitionen trotz staatlicher Unterstützung zurückgehen, meinen die Experten. Die Auflösung überschüssiger Ersparnisse aus der Pandemiezeit und die Wiederaufnahme der Aktivitäten kleiner und mittlerer Unternehmen könne aber die Beschäftigung und das Haushaltseinkommen fördern. Beides sollte das Konsumwachstum im Jahr 2023 ankurbeln.

„Früher oder später dürfte sich der Marktfokus von sinkender Inflation auf das Tempo des Wirtschaftswachstums verlagern. Bis dahin bestehen aber zunächst Unsicherheiten in Bezug auf Inflation und Zinsen“, argumentiert Cosmo Zhang. „Starke Kreditkennzahlen deuten darauf hin, dass Emittenten aus Schwellenländern gut positioniert sind angesichts eines sich fundamental eintrübenden globalen Umfelds. Wir glauben auch, dass der chinesische Immobiliensektor die Wende geschafft hat. auch wenn es bis zu einer nachhaltigen Erholung noch etwas dauern wird. Wir sind der Ansicht, dass die Anleihekurse immer noch günstig sind. Unsere Einschätzung für den Sektor ist daher weiter positiv.“

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Dem überraschenden Kursabsturz folgt ein überraschender Wiederaufstieg

Von Dr. Oliver Everling | 16.Januar 2023

Über eine Aktienkurssteigerung um fast 50 % binnen eines Monats könnte jeder Vorstandsvorsitzende eigentlich sehr zufrieden sein – wenn da nicht zuvor, also bis zum Wendepunkt, ein Absturz um rund 85 % binnen eines Jahres zu verzeichnen gewesen wäre. Noch richtet sich der Blick vieler Anleger auf die Schwierigkeiten, denen sich die Hypoport SE im abgelaufenen Kalenderjahr gegenüber sah, während einige bereits die Einstiegschance genutzt haben.

Ronald Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport SE, blickt in seiner Einschätzung auf ein herausforderndes Jahr 2022 zurück: „Nach einem äußerst erfolgreichen ersten Halbjahr erlebten unsere Geschäftsmodelle in der Immobilienfinanzierung nach den Sommermonaten eine historisch einmalige Zurückhaltung der Käufer von Wohnimmobilien. Auslöser waren eine Kombination aus unerwarteter und extremer Inflation, sprunghaftem Zinsanstieg, Rezessionsängsten sowie der Hoffnung von Käufern auf stärker fallende Immobilienpreise. Der hieraus folgende starke Rückgang unserer Geschäftsvolumen hielt bis Oktober an und könnte nun im vierten Quartal, eine Bodenbildung gefunden haben. Auch sind unsere Geschäftsmodelle aktuell stärker als der Gesamtmarkt. Denn Immobilienkäufern ist es noch wichtiger geworden, durch eine neutrale Mehrproduktberatung, die günstigsten Konditionen zu erhalten.“

Auf das angelaufene Jahr 2023 blickt Ronald Slabke vorsichtig optimistisch: „Natürlich ist es bei einer Betrachtung des stabilen vierten Quartals 2022 noch zu früh, um auf eine kurzfristige Erholung zu schließen. Daher bleiben wir bei unserem Szenario, dass der Markt der Immobilienfinanzierung vier bis acht Quartale nach dem Start der Käuferzurückhaltung im Sommer 2022 wieder zu einem normalisierten Niveau zurückfindet. Zur Kompensation der Marktschwäche haben wir bereits im zweiten Halbjahr 2022 mit Anpassungen unseres Kostenniveaus an die aktuelle Marktsituation begonnen. Die geplante Kostenreduktion für 2023 beträgt nach derzeitigem Stand 35 bis 40 Mio. Euro. Außerdem wird 2023 für uns ein Jahr großer Chancen für weitere Marktanteilsgewinne. Die historische Ausnahmesituation im Immobilienfinanzierungsmarkt macht die Stärke unserer Plattformangebote für die gesamte Kreditwirtschaft deutlich. Halbiert sich der Markt, halbieren sich die „Kosten“ unserer Plattformen für unsere Partner, während traditionelle IT-Lösungen zu einem Mühlstein für die Geschäftsmodelle noch nicht migrierter Partner werden. Und die Flexibilität in der Ausgestaltung des eigenen Geschäftsmodells auf der Plattform macht unsere Partner erfolgreicher in diesen außergewöhnlichen Zeiten. Wir beweisen jetzt, dass wir die optimale Lösung für die gesamte Kreditwirtschaft sind!“

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Unabhängigkeit zahlt sich für freie Ratinganalysten aus

Von Dr. Oliver Everling | 16.Januar 2023

Mit „Me-too-Produkten“ hatten Europäer im Wettbewerb mit führenden amerikanischen Anbietern meist keinen Erfolg. Gleich, ob Betriebssysteme für Computer – zu denken ist an Microsoft oder Apple -, Suchmaschinen wie Google oder sozialen Netzwerke wie Facebook, die bloße Kopie verspricht kaum Erfolg.

So verhält es sich auch bei den Versuchen, den US-amerikanischen Ratingagenturen mit europäischen Konkurrenten gleicher, mit Interessenkonflikten beladener Bauart Marktanteile abzunehmen. Wer nach dem gleichen Geschäftsmodell arbeitet und nicht wirklich neue Ideen einbringt, dem steht ein langer, mühsamer Weg bevor. Die Erhebungen der für die Aufsicht über Ratingagenturen zuständigen Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) beweisen es immer wieder: Die Marktanteile europäischer Wettbewerber, die wie Moody’s Investors Service, S&P Global Ratings oder Fitch Ratings über eine Anerkennung als „Credit Rating Agency“ nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen verfügen, schrumpfen zugunsten der Amerikaner statt zugusten der Europäer zu steigen.

Eine kleine Erfolgsgeschichte gibt es dagegen aus der beschaulichen Schweiz zu erzählen. Bei Steve Jobs war es die Garage, bei Independent Credit View (I-CV) gehen die Anfänge auf eine 2-Zimmerkellerwohnung im beschaulichen Schweizer Bauerndorf Lengnau zurück. Zugegebenermaßen hinkt der Vergleich zum Weltunternehmen Apple etwas, aber der Weg zum größten dedizierten Kreditanalyseteam im deutschsprachigen Raum ist auch aller Ehren wert. Vor genau 20 Jahren gründeten Daniel Pfister und Peter Jeggli I-CV mit der Vision, das bisherige Zahlungsregime im Bereich Kreditratings und Unternehmens-Analysen zu revolutionieren.

„Uns ging es von Anfang an um die Abkehr vom Interessenkonflikt behafteten Issuer-pay hin zum reinen Investor-pay-Ansatz. Auch wenn es vermessen wäre, das von den Regulatoren geschützte Oligopol der Ratingagenturen oder die Marktmacht von ‘gratis’ Bankenresearch brechen zu können, gibt uns der Markterfolg recht. Unser Ansatz und Leitspruch ‘the view behind the rating’ hebt sich vom Mainstream ab und unsere prägnanten Analysen und Studien sind für viele professionelle Investoren unverzichtbar geworden. Unsere Philosophie, nur im Interesse der Investoren tätig zu sein mit Fokus auf die Kundenbedürfnisse und die Umsetzung von praxisnahen Lösungen, resultiert in einer Kundenretentionsrate, welche seit Jahren bei rund 98 Prozent liegt. Und die Assets under Advisory liegen Stand Ende 2022 bei über CHF 300 Milliarden. Ein weiterer Beleg, der das Bedürfnis nach unabhängigem Research untermauert“, so Gründer Daniel Pfister.

Von ehemals zwei Gründern, die gleichzeitig als Analysten fungierten, ist I-CV über die vergangenen 20 Jahre behutsam und kontinuierlich zu einem Team von über 20 Mitarbeitenden angewachsen. Sämtliche Aktien des Unternehmens sind dabei in Mitarbeiterhänden. Wichtige Meilensteine waren die Gewinnung der größten deutschen Pensionskasse im Jahr 2011 sowie langjährige Mandate für große Schweizer Versicherungen, Privatbanken und Pensionskassen. „Aber auch die Etablierung des Swiss Bond Congress, der alle zwei Jahre in Zürich stattfindet und im vergangenen Jahr zum zehnten Mal über die Bühne ging, sowie die regelmäßigen Länder- und Bankenstudien führten zu einem wachsenden Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum. So stammen unsere Kunden zu etwas über der Hälfte aus der Schweiz, gefolgt von 35 Prozent aus Deutschland und knapp zehn Prozent aus Liechtenstein und Luxemburg“, sagt Pfister.

Pfister ist dem Unternehmen bis heute erhalten geblieben und übergab das Ruder als CEO Ende 2021 an Christian Fischer, welcher bereits 2007 ins Unternehmen eintrat. Auch hier spiegelt sich die Kontinuität des Unternehmens wider. „Die Erfolgsgeschichte von unabhängigem und investorenbezahltem Research wird mittlerweile im Bereich ESG weitergeschrieben. Denn die Berücksichtigung von ESG-relevanten Faktoren im Analyseprozess ist zum unverzichtbaren Element geworden. Mit dem im Mai 2022 lancierten ESG Radar Tool bieten wir auch in diesem Bereich eine praxisnahe Lösung, welche sich von gängigen Mainstream-Anbietern unterscheidet und dem Kunden eine Beurteilung nach seinen eigenen Wertevorstellungen ermöglicht. Generell investieren wir kontinuierlich in neue Technologien und Automation zur Effizienz- und Qualitätssteigerung in der Analyse“, so Christian Fischer.

Der unabhängige Blick auf die Kreditfähigkeit von Unternehmen und Staaten erweist sich insbesondere in Krisenzeiten als unabdingbar. Denn gerade dann ist die Kompetenz des Analystenteams von höchster Bedeutung. „Es ist wichtig, sich nicht von geschönten Bilanzen oder falschen Versprechen blenden zu lassen. Unser Augenmerk liegt immer auf der objektiven Betrachtung und unsere ungeschminkten Einschätzungen konnten schon das eine oder andere Mal Kunden vor Fehlinvestments bewahren. Beispielsweise haben wir frühzeitig vor Einlagen bei der Greensill Bank oder vor Investitionen in Anleihen der Islandbanken, Argentinien oder auch Wirecard abgeraten. Wir sind uns sicher, mit unserem Investor-pay-Ansatz auch in Zukunft die ideale Lösung für professionelle Anleger anzubieten, um mit einem differenzierten Blick Anlageentscheidungen treffen zu können“, meint Fischer abschließend.

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Kippschalter gegen Betrug

Von Dr. Oliver Everling | 12.Januar 2023

Experian hat heute CreditLock eingeführt, eine neue Funktion, mit der Kunden ihre Experian-Kreditauskunft auf Knopfdruck sperren können. Der Start erfolgt nach Daten, die zeigen, dass 1 von 4 Erwachsenen im Vereinigten Königreich Opfer von Betrug geworden ist, wobei 75 % der Erwachsenen im Vereinigten Königreich Ziel von Betrug sind. Diese Relationen unterstreichen das Ausmaß des Problems im Vereinigten Königreich.

Mit CreditLock können CreditExpert- und Identity Plus-Kunden ihre Experian-Kreditauskunft mit einem Kippschalter in der App – oder online – „sperren“ oder „entsperren“. Bestimmte Kreditanträge mit hohem Risiko (z. B. ein Darlehen, eine Hypothek oder eine Kreditkarte) werden durch einen „gesperrten“ Bericht blockiert.

Der Bericht kann mit demselben Schalter entweder in der App oder online sofort „entsperrt“ werden. Dies bedeutet, dass er sofort zugänglich ist, wenn der Verbraucher einen echten Kreditantrag stellen möchte.

Mithilfe von Echtzeitwarnungen informiert die Funktion Kunden auch über neue Kreditsuchen in ihrem Namen und wenn betrügerische Anträge in ihrem Namen gestoppt wurden.

Eine von CreditLock blockierte betrügerische Anwendung hat keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit einer Person.

Jayne Sankoh-Beacom, Head of Product Management bei Experian, sagte: „Da die Lebenshaltungskosten weiter steigen und die Betrugsstatistiken zunehmen, ist es für die Menschen wichtiger denn je, ihre Experian-Kreditwürdigkeit zu schützen. Durch das Hinzufügen von CreditLock können sich unsere Kunden besser vor einem möglichen Identitätsdiebstahl schützen.

„Unser Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die dazu beitragen, das finanzielle Wohlergehen der Menschen zu verbessern und ihnen mehr Kontrolle über ihre Finanzen zu geben. Mit dieser neuen Funktion können wir unseren Kunden jetzt diesen zusätzlichen Schutz vor Identitätsbetrug bieten.“

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