Investment Grade für NOVOMATIC

Von Dr. Oliver Everling | 20.November 2018

Seit kurzem liegt ein Research Update der internationalen Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) für die an der Wiener Börse mit Anleihen notierte NOVOMATIC AG vor. Das Rating mit „BBB-/A-3“ und einem stabilen Ausblick wurde bestätigt. Dabei profitiert der österreichische Leitbetrieb von seiner starken europäischen Präsenz, der strategischen Ausrichtung als Produzent und Betreiber von Glücksspielgeräten sowie der im Vergleich zu Mitbewerbern geringeren Verschuldung.

„Das gute Rating bestätigt unsere grundsätzliche Strategie: Wir denken in längeren Zeiträumen und haben bereits vor einigen Monaten begonnen, den Fokus auf die internationale Konsolidierung der Unternehmensgruppe zu legen“, so NOVOMATIC-Vorstandsvorsitzender Mag. Harald Neumann. „Das inkludiert natürlich auch maßvolle Zukäufe und die Evaluierung diverser Landesgesellschaften hinsichtlich ihres Optimierungspotentials.“ Denn nach dem raschen Wachstum der letzten Jahre sei nun der Zeitpunkt gekommen, die internen Abläufe und Strukturen länderübergreifend zu optimieren und „letztendlich auch Entscheidungen über die künftige Unternehmenspositionierung in den unterschiedlichen Märkten und Sparten zu treffen“, findet Neumann klare Worte.

Dass NOVOMATIC einen wichtigen Beitrag zur österreichischen Wirtschaftsleistung beiträgt, wurde kürzlich durch eine Studie des renommierten „Economica Institut für Wirtschaftsforschung“ argumentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass NOVOMATIC im Jahr 2017 einen Bruttoproduktionswert von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaftete. Der Gesamteffekt für Österreichs Wirtschaft liegt – ausgelöst durch intensive Vorleistungsverflechtungen mit inländischen Unternehmen und einen geringen Importanteil – mit rund 2,5 Milliarden Euro nahezu doppelt so hoch. Der Bruttoproduktionswert umfasst den Wert aller im Produktionsprozess erfassten Waren und Dienstleistungen.

Für NOVOMATIC ist auch die Mitarbeiterzufriedenheit ein Schwerpunktthema. „Das reicht vom Aufbau eigener Ausbildungsschienen, wie etwa der ‚Corporate Coding Academy‘ bis zu Initiativen, die unsere Verantwortung als Arbeitgeber unterstreichen“, spielt Neumann auf das Siegel „Nestor Gold“ für altersgerechtes Arbeiten und das Gütezeichen „berufundfamilie“ des Familienministeriums für familienfreundliche Arbeitgeber an.

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Der Eigentumsskandal

Von Dr. Oliver Everling | 16.November 2018

Das Eigentum gehört in der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 14 Grundgesetz zu den Grundrechten. In der Theorie sind Eigentum, Recht und Freiheit untrennbar und sich gegenseitig bedingend. Politiker und deutsche Staatsmedien werden nicht müde, die Errungenschaften der Demokratie und des Rechtsstaates zu loben.

Dabei ist es in Deutschland mit diesen Rechten rein quantitativ nicht weit her. Eigentum (Lehnübersetzung aus dem lat. proprietas zu proprius „eigen“) bezeichnet die umfassendste Sachherrschaft, welche die Rechtsordnung an einer Sache zulässt. Für die meisten Menschen in Deutschland beschränkt sich eine solche Sachherrschaft auf ihre Kleidung und Unterwäsche: Das Smartphone ist von einem Telekommunikationsdienstleister bereitgestellt, das Klavier im Mietkauf angeschafft, der Fernseher wird abbezahlt, das Auto vom Händler geleast und die Urlaubsreise wird selbstverständlich in Verkehrsmitteln und Hotels angetreten, an deren Eigentum für den Einzelnen gar nicht zu denken ist.

Die Deutschen, die sich gerne in Afrika und sonst in der Welt als Spender und Helfer hervortun wollen, besitzen so wenig wie kaum ein anderes Volk. Nur ein Bruchteil besitzt Aktien, Unternehmensanteile oder sonstige reale Vermögenswerte. Weniger als die Hälfte der Bevölkerung lebt in eigenen vier Wänden, anders als in den meisten anderen Staaten.

Wie es dazu kommen konnte, ist schnell erklärt: Deutschland war nach dem Zweiten Weltkrieg so zerstört wie kein anderer Staat. Daher war jede Methode recht, möglichst vielen Bürgern schnell eine Wohnung zu beschaffen, gleich, ob gekauft oder gemietet. Die Spätfolgen dieser Gleichgültigkeit zeigen sich heute: Statt Menschen konsequent mehr Eigentum zu ermöglichen, werden durch Mietpreisbremse und eine Fülle weiterer Maßnahmen immer neue Anreize gesetzt, auf „umfassende Sachherrschaft“, wie sie nur durch Eigentum definiert ist, zu verzichten.

So ist der Bürger in Deutschland zum Objekt sozialistischer Planwirtschaft geworden, ohne dass den zahlreichen regulatorischen Eingriffen des Staates aber ein weiser Plan zugrunde liegen würde. Wer noch an die Weisheit der Politik glaubt, sollte sich mit dem Buch von Jürgen Michael Schick und Josef Grishovich befassen und sich eines Besseren belehren: „Der Eigentumsskandal – Wie die Politik unseren Wohlstand verhindert und was wir dagegen tun können“.

Der Titel hält, was er verspricht: Einerseits wird an vielen Beispielen aufgezeigt, wie in Deutschland durch den Staat eine bessere Wohnungsversorgung verhindert wird, die sich unter marktwirtschaftlichen Bedingungen ergeben würde. Die Autoren lamentieren jedoch nicht und kritisieren nicht bloß, sondern zeigen auch Optionen auf, wie der Leser doch günstiger kaufen als mieten, Wohneigentum als Altersvorsorge nutzen, Verantwortung und Entfaltungsmöglichkeiten mit Wohneigentum zurückgewinnen und mit Wohneigentum glücklich werden kann.

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Walter Botermann im Ratingkomitee

Von Dr. Oliver Everling | 5.November 2018

Die ASSEKURATA Assekuranz Rating-Agentur GmbH erweitert ihr Ratingkomitee. Seit November 2018 verstärkt der ehemalige Vorstandsvorsitzende der ALTE LEIPZIGER Lebensversicherung, der Hallesche Krankenversicherung und der ALTE LEIPZIGER Holding, Dr. Walter Botermann, das urteilsgebende Organ der Kölner Ratingagentur.

Botermann ist bekannt als Autor im Buch von Thomas Adolph, Oliver Everling und Marco Metzler (Herausgeber): Krankenversicherung im Rating: Leistungsbewertungen und Management als Schlüsselfaktoren, Springer Gabler Verlag, Wiesbaden, http://www.springer-gabler.de/, 3. Auflage, 416 Seiten, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-8349-4752-9.

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Wie hoch sind FM-Kosten bei Hallenimmobilien?

Von Dr. Oliver Everling | 5.November 2018

Die dritte Auflage des Benchmark-Kostenreports aus dem Bereich Facility Management (FM) bei Hallenimmobilien in Deutschland ist erschienen. Die Analyse – eine Gemeinschaftsproduktion von IndustrialPort und der WISAG Facility Management Holding – betrachtet die Entwicklung von FM-Kosten in Deutschland.

Die Kernerkenntnisse des Reports lauten: Die FM-Kosten sind seit 2012 teils massiv gestiegen. Ohne die Digitalisierungseffekte werden die Kosten im FM-Bereich deutlich stärker steigen. Insgesamt stieg die Belastung aus FM und Mieten seit 2012 um mehr als 30% Prozent.

Der Geschäftsführer von IndustrialPort, Peter Salostowitz, fasst die Studienergebnisse zusammen: „Die Überlagerung der Mieten aus dem IWIP-Index mit den FM-Kosten ergibt eine Steigerung der Gesamtkosten von 4,30 Euro auf 6,00 Euro. Um das aktuelle Niveau der Gesamtkosten von 2017 zu halten, müssten die Mietkosten 2018 sinken“.

Ralf Pilger MRICS, Geschäftsführer der WISAG Facility Management Hessen GmbH & Co. KG, kommentiert die Analyseergebnisse: „Als maßgebliche Indikatoren für die Steigerungen der FM-Kosten sind zu nennen: jährliche Tarif-Anpassungen der Gewerkschaften im Reinigungs- und Sicherheitsgewerbe und die Einführung des Mindestlohnes. Die aktuelle Dynamik des Logistikmarktes sowie weitere Auslagerungen von Dienstleistungspaketen bedeuten große Potentiale für Facility Service-Anbieter.“

Auch Preisanpassungen für Material und Maschinen sind Gründe für den jährlichen Kostenanstieg im FM-Sektor. Gerade im Bereich Gebäude-Bewirtschaftung, stehen jährliche Preissteigerungen an. Neben klassischen Bewirtschaftungs-Kosten für infrastrukturelle und technische Dienstleistungen, verschafft der Report einen Überblick über die Kosten für typische Einbauten in Lager-, Logistik- und Produktionsimmobilien und unterscheidet auch nach deren Büroflächen.

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Börsen floppen, DEFAMA bleibt

Von Dr. Oliver Everling | 26.Oktober 2018

In den ersten neun Monaten 2018 erzielte die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) bei einem Umsatz von 6,41 (Vj. 4,06) Mio. € ein Ergeb­nis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 3,98 (2,68) Mio. €. Dabei wurde ein Ergebnis vor Steuern von 1,67 (1,24) Mio. € erwirtschaftet. Das Nettoergebnis betrug 1,31 (0,97) Mio. €. Dies entspricht einem Gewinn von 0,37 (0,27) € je Aktie. Die Funds From Operations (FFO) erreichten 2,66 (1,81) Mio. € entsprechend 0,75 (0,51) € je Aktie und erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 47%.

In den Zahlen enthalten waren im ersten Halbjahr die Erträge von 23 Bestandsobjekten sowie ab Juni das Objekt in Hamm. Das Fachmarktzentrum Mylau kam im Juli hinzu. Durch die Erstkonsolidierung der Kolosseum Spreewald GmbH hatte sich im ersten Halbjahr ein Einmaleffekt im hohen fünfstelligen Bereich ergeben. Die Objekte Staßfurt und Templin werden erstmals ab Oktober konsolidiert. Die jüngsten Zukäufe werden voraussichtlich erst im kommenden Jahr zusätzliche Erträge beisteuern.

Im vierten Quartal werden 27 Objekte über den vollen Zeitraum enthalten sein, also zwei Immobilien mehr als von Juli bis September. Operativ ist daher ein weiterer Ergebnisanstieg im Schlussquartal vorprogrammiert. Zu beachten sind jedoch, dass im vierten Quartal auch die Kosten der erfolgreichen Kapitalerhöhung sowie im Zusammenhang mit den letzten drei Akquisitionen entstandene Aufwendungen anfallen, denen noch keine Erträge gegenüberstehen.

Der Vorstand geht weiterhin davon aus, dass DEFAMA die Prognose eines FFO von 3,4 Mio. € und eines Nettogewinns nach HGB von 1,75 Mio. € erreichen wird. Die volle Ertragskraft des erweiterten Portfolios, dessen annualisierter FFO derzeit bei 4,4 Mio. € bzw. 1,13 € je Aktie liegt, wird jedoch erst im Jahr 2019 sichtbar werden. Zudem geht der Vorstand davon aus, den FFO mit den vorhandenen liquiden Mitteln noch deutlich steigern zu können.

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IndustrialPort ermöglicht Savills Vorreiterrolle

Von Dr. Oliver Everling | 16.Oktober 2018

Urbanisierung und Digitalisierung treffen auf Flächenknappheit und Lärmschutzverordnungen – das Logistikimmobilien-Segment untersteht einem äußerst dynamischen Wandel. Umso schwieriger ist es, aktuelle Marktentwicklungen zu erfassen und einheitlich für alle Akteure abzubilden. Der 2018 etablierte IW-IndustrialPort-Industrieimmobilien-Index (IWIP-Index) schafft dabei Abhilfe. Nun haben die beiden Begründer – das Institut der deutschen Wirtschaft und das Beratungsunternehmen IndustrialPort – einen weiteren Experten dazugewonnen. Ab 2019 wird das international tätige Immobiliendienstleistungs-Unternehmen Savills den Index mit Vermietungsdaten direkt aus dem Markt füttern. Dabei wurden bislang insgesamt 11.500 Logistik-, Lager- und Produktionshallen mit 100 Mio. m² Hallenfläche in ganz Deutschland erfasst.

„Die Assetklasse boomt und wird durch eine stetig steigende Nachfrage vorangetrieben, ist hinsichtlich immobilienökonomischer Kennzahlen jedoch durch eine schwache Faktenlage gekennzeichnet. Eine vergleichsweise große Intransparenz sowohl für Investoren als auch für Nutzer ist die Folge“, sagt Peter Salostowitz, Geschäftsführer bei IndustrialPort. „Umso mehr freuen wir uns, durch die Zusammenarbeit mit Savills auf eine breitere Datenbasis zurückgreifen zu können und den Markt mithilfe eines neuen Branchenstandards noch präziser abbilden zu können.“ Bisher wurden zur Berechnung des Indexes Zahlen aus öffentlich zugänglichen Statistiken herangezogen, sodass insgesamt 40 Einflussvariablen bei der Auswertung Berücksichtigung fanden.

Jan Stemshorn, Director, Prokurist und Teamleader Industrial Agency bei Savills in Köln, fügt hinzu: „Wir beobachten angesichts der in den letzten Jahren stark zunehmenden Grundstücksknappheit, unter anderem beeinflusst durch die hohe Nachfrage aus den Bereichen E-Commerce und Handel, deutlich steigende Mieten, insbesondere in den städtischen Zentren. Jedoch muss bei der Mietzinsbetrachtung von Logistik- und Industrieimmobilien nicht nur stark zwischen Lage-, Objekt- und Ausstattungskriterien differenziert werden, sondern auch nach Nutzern und vereinbarten Mietvertragslaufzeiten.“

Zwar sind laut IWIP-Index die Mieten in den vergangenen fünf Jahren von durchschnittlich 2,80 Euro/m² auf 3,80 Euro/m² gestiegen, jedoch gibt es von Fläche zu Fläche deutliche Preisgefälle, stellen die Analysten fest. Während für beheizte Logistikhallen 2017 Durchschnittsmieten von über 4 Euro/m² aufgerufen wurden, lagen diese bei reinen Lager- oder Produktionshallen deutlich darunter. „Unser Ziel ist es daher, die Mietentwicklung für dieses sehr wichtige wirtschaftliche Segment zukünftig noch detaillierter wiederzugeben“, sagt Ralph Henger, Immobilienexperte beim IW.

Mit der Kooperation nimmt Savills eine Vorreiterrolle ein und sensibilisiert für die sukzessive Umstrukturierung am Logistikmarkt, die mit den Veränderungen im Einzelhandel einhergeht. Im Laufe des Jahres planen das IW und IndustrialPort noch weitere Partner aus der Branche dazuzugewinnen.

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Ungebremster Anstieg der globalen Verschuldung

Von Dr. Oliver Everling | 21.September 2018

Zum neunten Mal veranstaltete das unabhängige Kreditresearch-Unternehmen Independent Credit View (I-CV) zusammen mit der auf Anlagelösungen im Anleihenbereich spezialisierten Fisch Asset Management AG den Swiss Bond Congress.

Der wichtigste Anlass in der Schweiz für institutionelle Bondinvestoren und Risikomanager präsentierte den Gästen in Zürich am 19. September zahlreiche Vorträge, Diskussionsrunden sowie Workshops. Darunter beispielsweise die Referate von zwei renommierten und anerkannten Experten. Konrad Hummler, Schweizer Unternehmer, Publizist und ehemaliger Privatbankier, beleuchtete den Brennpunkt Europa und Sebastian Heilmann, deutscher Politikwissenschaftler, analysierte die Weltmacht China.

Ob Politik der Notenbanken, Brexit, die Themen Italien und Griechenland oder zunehmende Handelsstreitigkeiten: es sind viele Einflussfaktoren, die Investoren heute berücksichtigen müssen. Doch insbesondere der ungebremste Anstieg der globalen Verschuldung sollte als Warnsignal von Anleiheninvestoren registriert werden.

„Wir verzeichnen einen ungemein hohen Anstieg. Die globale Haushaltsverschuldung im Verhältnis zum Brutto-Inlandprodukt lag im Jahr 1999 noch bei 200 Prozent. Ende des Jahres 2017 betrug dieser Wert bereits 275 Prozent. Angesichts wirtschaftlich sehr solider Entwicklungen, die optimale Rahmenbedingungen zum Schuldenabbau darstellen, ist dieser Anstieg eine Gefahr, wenn nicht gar ein Pulverfass. Stark steigende Zinsen und/oder eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten könnten zu einer Explosion führen. Wir wollen natürlich nicht den Teufel an die Wand malen, denn es gilt auch die positiven Signale zu bewerten. Und genau dafür ist der Swiss Bond Congress da. Er soll Anleiheninvestoren Chancen und Opportunitäten aufzeigen, um künftige Anlageentscheidungen optimal abzustützen“, so Daniel Pfister, CEO von I-CV, zum Congress-Einstieg.

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Markt für Wohnen auf Zeit mit Service boomt

Von Dr. Oliver Everling | 19.September 2018

Der Markt für Serviced Apartments (auch Boardinghäuser genannt) ist ein stark wachsender Teilmarkt des Beherbergungsmarktes: Georg Consulting schenkt schon seit Jahren seine Aufmerksamkeit diesen Apartments und sucht deren Entwicklung zu erfassen. 2Hierzu befragen wir mithilfe eines standardisierten Fragebogens Anbieter in Deutschland“, sagt Georg. „Erstmalig erfolgte die Befragung im Jahr 2009.“

Die neue Studie von Georg Consulting zum Serviced Apartment-Markt Deutschland 2018 zeigt, der Markt für Wohnen auf Zeit mit Service boomt.

Die Größe der Serviced-Apartment-Märkte schwankt deutlich zwischen den 16 bevölkerungs-reichsten Städten Deutschlands. München verbuchte 2017 unseren Hochrechnungen zufolge 2,3 Millionen Übernachtungen und ist damit der größte Serviced-Apartment-Markt in Deutschland.

Es folgen Berlin mit rund 1,4 Millionen und Frankfurt am Main mit etwa 996.000 Übernachtungen in Serviced Apartments. Relativ betrachtet rangiert München erstmals ebenfalls an erster Stelle und hat Hannover vom Spitzenplatz verdrängt.

14,9 Prozent der gesamten Übernachtungen 2017 fallen in München auf Serviced Apartments, berichtet Georg. In Niedersachsens Landeshauptstadt beträgt der entsprechende Anteil 13,4 Prozent. Es folgt erneut Frankfurt am Main mit einem Anteil von 10,4 Prozent an dritter Stelle.

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Investitionschancen im Pflegemarkt wachsen

Von Dr. Oliver Everling | 18.September 2018

Basierend auf dem neuen Kurzreport „Eckdaten Pflegeheimmarkt Deutschland 2018“ hat das Beratungsunternehmen Avivre Consult die aktuellsten Zahlen und Fakten erneut zusammengetragen.

Besonders gegenüber anderen Assetklassen hebt Ines Löwentraut von der Avivre Consult hervor, dass der Pflegemarkt in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich um ca. 5 Prozent wächst. Der Ausblick auch in den kommenden Jahren einen Pflegeboom zu erwarten, so Ines Löwentraut, Geschäftsführerin von Avivre Consult.

„Das Segment Pflege ist nach den Segmenten Krankenhäusern und Arztpraxen somit der drittgrößte Einzelbereich im Gesundheitswesen. Ein ausgewogener Dienstleistungsmix,“ so Löwentraut, „der auch ambulante Angebote beinhaltet, wird also zukünftig immer wichtiger.“

Es zeigt sich nach Feststellung der Experten der Avivre Consult, dass die Ausgaben im ambulanten Sektor von 2014 – 2016 um ca. € 3 Milliarden gestiegen sind. Löwentraut stellt fest, dass der stationäre sowie ambulante Pflegebereich im Vergleich zu anderen Segmenten des Gesundheitswesens in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist und stetig weiterwachsen wird, da im Jahr 2015 rund 3 Millionen Menschen pflegebedürftig waren – dies sind 50% mehr als 1999. Der Anteil des Segments Pflege stieg dementsprechend von 1997 bis 2013 von 9,3% auf 13,7%, rechnet die Spezialistin vor.

„Bis zum Jahr 2035 könnten in Deutschland also rund 4 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen sein“, folgert Löwentraut und hebt besonders hervor, dass der Pflegemarkt ambulant wie stationär weiterhin bis 2030 stark wächst, „nach unseren Einschätzungen bei ca. 85 Mrd., dies nur in Deutschland“, so Ines Löwentraut.

Der 40 seitige Kurzreport von Ines Löwentraut und ihren Kollegen spiegelt transparent die Entwicklung und Prognosen sowie das Transaktionsvolumen im deutschen Pflegemarkt wieder. Außerdem wird Stellung genommen zu Alternativen Wohnformen, Fachkraftquote und Pflegeschlüssel. Des Weiteren findet man Informationen über die Zusammensetzung der Heimentgelte und Investitionskosten.

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Newsflow der DEFAMA reißt nicht ab

Von Dr. Oliver Everling | 17.September 2018

Die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) meldet den Abschluss eines Kaufvertrages über ein Fachmarktzentrum in Templin, etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin. Die Investitionssumme beträgt rund 2 Mio. €.

Die vermietbare Fläche des aus zwei Gebäuden bestehenden voll vermieteten Objektes umfasst insgesamt 4.500 qm, berichtet der Vorstand. Größte Mieter des Fachmarktzentrums sind ein BayWa-Baumarkt sowie NORMA und Getränkeland.

Mit Abschluss der Transaktion steigt die annualisierte Jahresnettomiete der DEFAMA auf 8,3 Mio. €. Das Portfolio umfasst nunmehr 27 Standorte mit über 110.000 qm Nutzfläche, die zu 96% vermietet sind. Zu den größten Mietern zählen ALDI, EDEKA, LIDL, Netto, NORMA, Penny, REWE, Getränke Hoffmann, Dänisches Bettenlager, Deichmann, Takko und toom. Auf Basis des aktuellen Portfolios liegt der annualisierte FFO bei 4 Mio. €, entsprechend 1,13 € je Aktie.

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