artec technologies verbessert Bonität

Von Dr. Oliver Everling | 11.Juni 2021

Die artec technologies AG (ISIN DE0005209589) wird von der Deutschen Bundesbank im Rahmen der aktuellen Bonitätsanalyse erneut mit „notenbankfähig“ ausgezeichnet.

„Die Bonitätseinstufung ist vergleichbar mit einem Investment Grade Rating von S&P. Gemäß der S&P-Skala wurde die Bonitätsnote für artec von „BBB-“ auf „BBB“ angehoben“, berichtet das Unternehmen.

Grundlage für die Bonitätsprüfung durch die Deutsche Bundesbank sind die Bilanzen der vergangenen drei Jahre. Darüber hinaus fließen auch die unternehmensspezifischen Verhältnisse, die aktuelle Unternehmensentwicklung und die Zukunftspotenziale in die Beurteilung ein. „Auch die Positionierung im Wettbewerb wird analysiert“, hebt artec technologies hervor.

Der Kern der Bonitätsanalyse war der Jahresabschluss 2020. In diesem Zeitraum hat sich artec technologies positiv entwickelt und die Prognosen erfüllt. Grundsätzlich plant artec eine Fortsetzung des Wachstumskurses in 2021 und darüber hinaus. KI-basierte Lösungen für Sicherheitsbehörden und Medienindustrie sollten auch in Zukunft die Wachstumstreiber der artec sein.

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Bei MicroVision rasselt das Geld in die Kasse

Von Dr. Oliver Everling | 10.Juni 2021

Nachdem sich die Bewertung dieses Unternehmens bereits seit Ende 2020 vervielfacht hat, gibt es nun weiteren Schub für den Aktienkurs. Die Aufnahme in einen führenden Index kann als ein Signal für weitere Investoren, aber auch für indexbasierte Fonds sein, in die Gesellschaft einzusteigen.

Das Unternehmen MicroVision, Inc. (NASDAQ: MVIS) wird nach Abschluss der jährlichen Neuzusammenstellung der Russell-Indizes 2021 in den Russell 2000 Index aufgenommen, kündigt das Unternehmen an, gültig nach der Eröffnung des US-Marktes am 28. Juni 2021, laut einer vorläufigen Liste der Ergänzungen, die am 4. Juni 2021 veröffentlicht wurde. MicroVision, Inc. ist ein führender Anbieter von MEMS-basierten Lidar- und Mikrodisplay-Technologien für die Automobilindustrie für Augmented Reality.

Die jährliche Neuzusammenstellung der Russell-Indizes erfasst die 4.000 größten US-Aktien zum 7. Mai 2021, sortiert nach Gesamtmarktkapitalisierung. Die Mitgliedschaft im US All-Cap Russell 3000® Index, die für ein Jahr gültig bleibt, bedeutet eine automatische Aufnahme in den Large-Cap Russell 1000 Index oder Small-Cap Russell 2000 Index sowie in die entsprechenden Wachstums- und Value-Indizes. FTSE Russell bestimmt die Mitgliedschaft für seine Russell-Indizes in erster Linie nach objektiven Marktkapitalisierungs-Rankings und Stilattributen.

„Wir freuen uns sehr, dass MicroVision in den Russell 2000 Index aufgenommen wird“, sagte Sumit Sharma, Chief Executive Officer von MicroVision. „Die Aufnahme in diesen Index spiegelt die Fortschritte wider, die wir in diesem Jahr bei der Entwicklung unserer Technologie, dem Aufbau einer starken Bilanz und der Steigerung des Shareholder Value gemacht haben.“

Russell-Indizes werden häufig von Anlageverwaltern und institutionellen Anlegern für Indexfonds und als Benchmarks für aktive Anlagestrategien verwendet. Etwa 10,6 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten werden mit Russells US-Indizes verglichen. Russell-Indizes sind Teil von FTSE Russell, einem führenden globalen Indexanbieter.

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Moody’s entdeckt seine Stakeholder neu

Von Dr. Oliver Everling | 10.Juni 2021

Moody’s Corporation startet eine neue Videoserie für Moody’s-Aktionäre und andere Interessengruppen, die Einblicke von Moody’s Führung in die Entwicklung des Unternehmens zu einem globalen integrierten Risikobewertungsunternehmen bietet: „Moody’s Moments“.

Die Videoserie „Moody’s Moments“ ist eine Initiative des Investor-Relations-Teams von Moody’s und ist auf der neu gestarteten Moody’s-Investor-Relations-Website verfügbar. Die Serie soll eine Vielzahl von Führungskräften aus dem gesamten Unternehmen präsentieren.

Das Eröffnungsvideo zeigt Rob Fauber, Präsident und CEO von Moody’s, der die wichtigsten Komponenten und Triebkräfte der Moody’s-Strategie sowie strategische Schwerpunkte und andere wichtige Erkenntnisse für Investoren umreißt. Rob Fauber spricht auch über seine strategischen Prioritäten als CEO sowie über die Erkenntnisse aus der Pandemie. Um Moody’s Moments anzusehen, gibt es diesen Link: https://ir.moodys.com/moodysmoments/.

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CoStar Group: Gleicher Name, verschiedene Unternehmen

Von Dr. Oliver Everling | 7.Juni 2021

Ein führender Anbieter von kommerziellen Immobilieninformationen, Analysen und Online-Marktplätzen sorgt sich um Verwechslungsgefahr: CoStar Group, Inc. (NASDAQ: CSGP) gab eine Erklärung ab, in der klargestellt wird, dass es in keiner Weise mit dem chinesischen Unternehmen CoStar Group Co., Ltd. verbunden, verbunden oder verbunden ist.

Bei der chinesischen Firma handelt es sich um ein Unternehmen, das sich hauptsächlich mit Forschung, Entwicklung, Design, Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb von optischen Teilen und Komponenten beschäftigt.

Die Klarstellung der CoStar Group, Inc. ist eine Reaktion auf die Executive Order der Biden-Administration vom 3. Juni 2021 zur Erweiterung der Beschränkungen für amerikanische Investitionen in 59 chinesische Unternehmen mit mutmaßlichen Verbindungen zum chinesischen Verteidigungssektor. Auf der Liste der Unternehmen befand sich das chinesische Unternehmen CoStar Group Co., Ltd.

Die amerikanische CoStar Group betreibt u.a. das CoStar Building Rating System. Moody’s zeigt ein langfristiges Rating von Baa3 für nicht nachrangige, unbesicherte Verbindlichkeiten in Inlandswährung der CoStar Group mit stabilem Ausblick, Fitch Ratings ein Notch besser mit stabilem BBB.

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Inflationsgefahr drückt die Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 7.Juni 2021

Die Hoffnung auf eine dauerhafte Normalisierung der Inflationsraten auf moderatem Niveau könnte unberechtigt sein. Laut Axel D. Angermann, der als Chef-Volkswirt der FERI Gruppe die konjunkturellen und strukturellen Entwicklungen aller für die Asset Allocation wesentlichen Märkte analysiert, kommt es bei den Inflationsraten langfristig vor allem auf die Lohnentwicklung an.

„In den USA mehren sich inzwischen die Hinweise,“ sagt Axel D. Angermann, „dass man die Gefahr einer Verfestigung der Inflation durch höhere Lohnsteigerungen ernst nehmen sollte: Die deutlich sinkende Arbeitslosenquote hat bereits jetzt Angebotsengpässe in Teilbereichen des amerikanischen Arbeitsmarkts zur Folge. Begünstigt wird dies auch dadurch, dass für viele Arbeitnehmer infolge der fiskalischen Hilfen der Anreiz sinkt, einen Job anzunehmen.“

Anders stelle sich die Lage in Europa dar: „Echte Engpässe an den Arbeitsmärkten, die zu deutlich höheren Lohnabschlüssen in der Breite führen, sind weniger wahrscheinlich als in den USA. Vor allem strukturelle Hemmnisse verhindern in Europa ein sehr schnelles Absinken der Arbeitslosenquote. Das hohe Ausmaß an versteckter Arbeitslosigkeit, etwa in Form von Kurzarbeit und signifikante Zweitrundeneffekte nach den langen Lockdown-Maßnahmen wirken in die gleiche Richtung. Und schließlich ist der Puffer bis zur von der EZB angestrebten Grenze von nahe, aber unter 2 Prozent noch beträchtlich.“

Inflation sieht die FERI in den kommenden Monaten als eines der weiterhin bestimmenden Themen. Den Fokus der Analyse richtet Axel D. Angermann dabei auf den amerikanischen Arbeitsmarkt und die dort zu beobachtenden Lohnentwicklungen: „Es erscheint gut möglich, dass sich hieraus Inflationsgefahren ergeben, die die Notenbanken derzeit noch gar nicht in den Blick nehmen wollen.“

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Falsche Bärte im Bankenrating

Von Dr. Oliver Everling | 7.Juni 2021

„Financial institutions’ fake moustaches“ titelt Joeri de Wilde, Investmentstratege bei Triodos Investment Management, einen kritischen Blogbeitrag zur Rolle von Banken bei der Finanzierung nicht-nachhaltiger Unternehmen.

Laut einer von Triodos Investment Management zitierten Umfrage (Procensus) glauben nur 17 Prozent der größten institutionellen Investoren daran, dass sich zum Beispiel Ölkonzerne in grünere Unternehmen verwandeln werden. Das passt nach Ansicht von Triodos Investment Management „ganz und gar nicht zu dem Argument von Finanzinstituten, sie unterstützten solche Unternehmen nur, um den Kurs der jeweiligen Unternehmen positiv zu beeinflussen. Warum engagieren sie sich, wenn sie davon überzeugt sind, dass die eigenen Bemühungen folgenlos bleiben?“

Manchmal ist es also besser, folgert Joeri de Wilde, die Finanzierung ganz einzustellen. „Würden Banken, Versicherungen und Pensionsfonds dies tun, wären die umweltschädlichsten Unternehmen gezwungen, sich verstärkt für Nachhaltigkeit einzusetzen, um an die benötigten Gelder zu kommen. Wenn sie das nicht tun und dadurch nicht überleben, stellt dies aus ökologischer Sicht auch kein Problem dar. Bislang ist dies jedoch keinesfalls der Fall: Seit dem Pariser Klimaabkommen 2015 haben die 60 weltweit größten Banken die fossile Industrie mit satten 3,8 Billionen Dollar unterstützt. Grüne Werbeslogans, aalglatte Nachhaltigkeitsversprechen auf und angekündigte Strategieänderungen sind oft nicht mehr als ein sorgfältig befestigter Schnurrbart, der nur schwer als aufgeklebt zu erkennen ist.“

Setzt sich die Sichtweise von Joeri de Wilde durch, hätte dies bald auch massive Konsequenzen für eine Reihe von Ratings nicht nur für die betroffenen Ölkonzerne usw., sondern auch für die finanzierenden Banken und institutionellen Investoren. Diese Ratings kämen unter Druck, da doch erst andere Cashflow-Quellen und alternative Ertragsquellen gefunden werden müssten, die die Zahlungsströme aus den Ölkonzernen usw. ersetzen.

Triodos Investment Management ist ein aktiver Impact Investor und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Triodos Bank NV. Im Auftrag der Triodos Bank führte Fitch Ratings eine Analyse der Bank durch, am 16. Februar 2021 wurden für die Triodos Bank N.V. ein Long-Term Issuer Default Rating (IDR) „BBB“ mit „Stable Outlook“ und Viability Rating (VR) von „bbb“ erteilt. Das Rating verschafft der Triodos Bank im Bedarfsfall eine bessere Position auf den Finanzmärkten, soll den Zugang zu institutioneller Fremdfinanzierung verbessern und möglicherweise die Finanzierungskosten senken. Daher unterstützt es die „finanzielle Gesundheit“ der Bank.

Laut Fitch spiegeln die Ratings der Triodos Bank ihr etabliertes Nischengeschäft im wachsenden Banksegment nachhaltiger Finanzierung und eine solide Umsetzung ihrer Strategie wider, so Fitch Ratings: „Die Ratings werden durch die angemessene Aktivaqualität und solide Kapitalausstattung der Bank unterstützt und spiegeln auch ihr gesundes Finanzierungs- und Liquiditätsprofil sowie ihre kontinuierliche Wachstumsstrategie wider.“ Die bescheidene Rentabilität der Bank sei eine Ratingschwäche, sagt Fitch. Die Rentabilität sei historisch bescheiden, aber stabil gewesen. Die solide Kapitalausstattung der Bank wird als Rating-Stärke angesehen.

Der Stable Outlook spiegelt die Ansicht von Fitch wider, dass die Ratings der Triodos Bank auf ihrem aktuellen Niveau über ausreichend Spielraum verfügen, um erhebliche Schocks unter verschiedenen Szenarien der grundlegenden Wirtschaftsprognose von Fitch zu absorbieren.

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Immobilienmärkte in Afrika für institutionelle Investoren attraktiv

Von Dr. Oliver Everling | 4.Juni 2021

Avison Young erweitert sein Dienstleistungsangebot für Kunden in der gesamten EMEA-Region durch die Übernahme von Empact Corporate Real Estate Services (Empact CRES), einem Full-Service-Dienstleister für Gewerbeimmobilien in Südafrika. Empact CRES wird nun in Avison Young umbenannt und bietet maßgeschneiderte Immobilienlösungen in ganz Südafrika und in der Subsahara-Region an.

„Das Team in Südafrika teilt die grundlegende Überzeugung, dass gewerbliche Immobilien einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen in ganz Afrika haben können“, erklärt Mark Rose, Vorsitzender und CEO von Avison Young. „Wenn wir uns nach Top-Talenten umsehen, die wir zu Avison Young holen wollen, schauen wir nicht nur auf die geschäftlichen Grundlagen, die eine Selbstverständlichkeit sind, sondern auch auf die kulturellen Werte, die wir vertreten. Ich bin stolz darauf, unsere neuen Teamkollegen willkommen zu heißen, während wir die Art und Weise, wie Gewerbeimmobilien bereitgestellt werden, weiterentwickeln und unsere Daten und Technologien mit Erkenntnissen verbinden, um unseren Kunden einen Mehrwert zu bieten.“

Das Team von Empact CRES bietet zukunftsorientierte, strategische End-to-End-Dienstleistungen für Nutzer und Investoren und setzt dabei seine Marktkenntnisse und sein Verständnis für die Trends ein, die Gesellschaft beeinflussen.

„Wir lernen stets dazu und wenden neue Methoden und innovatives Denken an, um unseren Kunden die Unterstützung zu geben, die sie brauchen, und das alles unter Berücksichtigung von Gesundheit, Sicherheit und Umwelt“, sagte Mark Latham, jetzt Principal von Avison Young in Südafrika. „Als wir uns mit Avison Young zusammengetan haben, war klar, dass wir die Leidenschaft teilen, sinnvolle Beziehungen aufzubauen, außergewöhnlichen Service zu bieten, ein tiefes Engagement für Menschen und Kultur zu haben und einen positiven Unterschied für die Leben zu machen, die wir jeden Tag direkt und indirekt berühren.“

Von unabhängigen Experten wird das Potential bestätigt, das Afrika für institutionelle Investoren bietet: „Südafrika ist der am weitesten entwickelte Immobilienmarkt in Afrika, der gerade auch für institutionelle Investoren interessante Anlagemöglichkeiten bietet. Doch auch viele andere Immobilienmärkte in Afrika entwickeln sich beständig. Standorte wie Nairobi und Lagos werden in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Deshalb sollten sich Immobilieninvestoren schon jetzt mit diesen Märkten vertraut machen“, kommentiert Christian Hiller von Gaertringen, Geschäftsführer und Gründer von Africa Partners GmbH.

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Nach S&P Global auch Moody’s im Fortune 500

Von Dr. Oliver Everling | 2.Juni 2021

Die beiden führenden Ratingagenturen der Welt gehören zu den 500 größten Unternehmen der USA. Wer denkt, dass die Branche der Ratingagenturen ein Randthema ist, sollte die Fortune-500-Liste studieren. Moody’s Corporation wurde zum ersten Mal in die Fortune 500 aufgenommen, was die Stärke und Dynamik der Strategie als globales integriertes Risikobewertungsunternehmen und die Widerstandsfähigkeit der globalen Mitarbeiterbasis widerspiegelt.

Die Fortune 500 ist eine jährliche Liste, die vom Fortune-Magazin erstellt und veröffentlicht wird und die 500 der größten US-amerikanischen Unternehmen nach Gesamtumsatz für ihre jeweiligen Geschäftsjahre auflistet. Der Name des Fortune-500-Rankings steht für geschäftlichen Erfolg. Jetzt gibt es die 67. Ausgabe des Rankings der größten Unternehmen Amerikas. Zusammen erwirtschafteten die 500 Unternehmen auf der diesjährigen Liste einen Umsatz von 13,8 Billionen US-Dollar oder etwa zwei Drittel des Umsatzes der gesamten US-Wirtschaft.

Als der Gabler Verlag vor genau 30 Jahren das erste Buch in deutscher Sprache zum Thema „Credit Rating durch internationale Agenturen“ veröffentlichte, hätte kaum jemand gedacht, dass es eine relativ kleine Organisation von Analysten in dieses prestigeträchtige Ranking schaffen würde. Das Buch des Gabler Verlags basiert auf der Veröffentlichung der ersten deutschsprachigen Dissertation zu diesem Thema. Ein zentrales Thema dieses Buches war die damals umstrittene Prognose, dass die beiden führenden Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s weltweit an Bedeutung gewinnen würden. Was damals eine umstrittene Prognose war, ist heute beweisbar.

„Moody’s hat im Jahr 2020 ein Rekordumsatzwachstum erzielt, zum Teil, weil wir unsere gegenseitige Unterstützung nie verloren haben und weil wir uns darauf konzentriert haben, unseren Kunden Fachwissen bereitzustellen, wenn sie es am dringendsten benötigen“, sagte Rob Fauber, President & CEO von Moody’s. „Unsere Aufnahme in die Fortune 500 würdigt den Beitrag unserer Mitarbeiter zum Erreichen dieser Ergebnisse – auch in schwierigen Zeiten – und ich bin für ihr Engagement zutiefst dankbar.“

Moody’s erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar, was zum großen Teil auf die starke Marktnachfrage nach Daten, Analysen und vertrauenswürdigen Erkenntnissen von Moody’s während der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist. Die Anerkennung in den Fortune 500 spiegelt die Klarheit der strategischen Ausrichtung und das Wachstum von Moody’s in einer Zeit beispielloser Marktturbulenzen wider.

Aufbauend auf der Tradition der Ratingagentur Moody’s Investors Service hat Moody’s 2007 „Moody’s Analytics“ eingeführt, um die Daten- und Analysefähigkeiten des Unternehmens weiter auszubauen und einem breiteren Kundenkreis zu helfen, bessere Entscheidungen in Bezug auf ein breiteres Risikospektrum zu treffen.

Während Moody’s es erstmals auf diese Erfolgsliste geschafft hat, findet sich Konkurrent S&P Global bereits auf einem höheren Rang. S&P Global befasst sich mit Finanzinformationen und -analysen und ist die Muttergesellschaft von Tochtergesellschaften wie S&P Global Ratings und S&P Global Market Intelligence. Darüber hinaus besitzt das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung an den S&P Dow Jones Indizes. Daher sind diese beiden Unternehmen auf der Fortune-500-Liste nicht vollständig vergleichbar. Moody’s Rang ist 500, der Rang von S&P Global ist 393.

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Ausschuss für Finanzstabilität bemerkt Auswirkungen der Pandemie auf Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 1.Juni 2021

Mit zunehmender Dauer der Pandemie waren immer mehr Unternehmen auf Kredite und Stützungsmaßnahmen angewiesen, schreibt der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) in seinem Bericht an den Deutschen Bundestag. „Im Euroraum ist die aggregierte und konsolidierte Schuldenquote der nichtfinanziellen Unternehmen zwischen Ende 2019 und Ende 2020 von 77% auf 84% des Bruttoinlandprodukts gestiegen. In Deutschland erhöhte sie sich von 58% auf 63%.“

Verwundbarkeiten aus einer hohen Verschuldung lassen sich anhand der Schuldendienstquote einschätzen, argumentiert der Ausschuss, denn sie stellt Zins- und Tilgungszahlungen ins Verhältnis zu den Einnahmen: „In den Ländern des Euroraums, die besonders stark von der Pandemie betroffenen waren, stieg die Schuldendienstquote der nichtfinanziellen Unternehmen merklich. Sie erhöhte sich zwischen Ende 2019 und dem dritten Quartal 2020 in Frankreich von 56% auf 72%, in Italien von 30% auf 35% und in Spanien von 31% auf 39%.“

Der Anstieg bei deutschen Unternehmen war mit 2,5 Prozentpunkten hingegen relativ gering, und die Schuldendienstquote blieb mit 25% vergleichsweise niedrig, stellt der Ausschuss fest und fügt hinzu: „Die zunehmenden Ausfallrisiken machten sich nach und nach auch im Finanzsystem bemerkbar, etwa über Ratingherabstufungen, einer höheren Risikovorsorge der Banken sowie steigenden Wertberichtigungen bei Krediten.“

Das Risiko steigender Unternehmensinsolvenzen schlägt sich in den Wertpapierportfolios deutscher Versicherer nieder, bemerkt der Ausschuss: „Im Jahr 2020 wurde im Zuge der Corona-Pandemie das Rating von 18% der Wertpapiere im Bestand der Versicherer heruntergestuft. In den beiden Vorjahren waren dagegen durchschnittlich nur 13% der Wertpapiere von Herabstufungen betroffen. Ende Dezember 2020 wiesen zudem weitere 29% der Wertpapiere einen negativen Rating-Ausblick auf.“

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KBRA sieht Chinas Störpotential

Von Dr. Oliver Everling | 26.Mai 2021

Die Volksrepublik China droht, die globalen Makrobedingungen von beiden Seiten ihrer Bilanz zu stören. Nach Ansicht der Kroll Bond Rating Agency (KBRA) birgt Chinas Rolle als weltweit größtes internationales Gläubigerland Risiken. Die US-amerikanische Vormachtstellung an den Finanzmärkten könnte beeinflusst werden.

Darüber hinaus erhöhen nach Ansicht der US-amerikanischen Ratingagentur Chinas Kreditvergabepraktiken die globalen und kreditgeberspezifischen Risiken, insbesondere im Rahmen der Belt and Road Initiative (BRI), einschließlich dominanter Kreditverträge, teurer Bedingungen sowie strategischer Investitionen. Die „Sovereigns Group“ von KBRA überwacht die Entwicklungen in China weiterhin genau auf ihre Auswirkungen auf das Kreditrisiko innerhalb und außerhalb des asiatischen Landes sowie auf die Auswirkungen auf die Staaten weltweit.

KBRA berichtet in zwei Teilen über Chinas Bilanzrisiken für die Weltwirtschaft und die Kreditmärkte. Der erste Bericht befasst sich mit den Aktiva. Der zweite Bericht konzentriert sich auf Chinas Verbindlichkeiten und die damit verbundenen Risiken.

Als größtes Gläubigerland der Welt hat China Einfluss auf die globalen Wirtschafts- und Kreditmarktbedingungen. Obwohl China der zweitgrößte ausländische Inhaber von US-Schatztiteln ist, verringern sich die Risiken für die USA, da der Anteil Chinas an den US-Verbindlichkeiten zurückgegangen ist, während generell die Optionen für risikofreie Alternativen begrenzt sind.

„Chinas ehrgeiziges kontinentalübergreifendes BRI-Projekt verschärft die Risiken neben den globalen geopolitischen Herausforderungen für die Gläubiger“, glauben die Analysten von KBRA. „BRI-Schuldnerländer könnten aufgrund umweltschädlicher Investitionen in eine schlechtere Position geraten, was auch ein Risiko für die Gläubiger darstellt.“

Chinas großes Vermögen – ob finanziell, in Form von offiziellen Reserveaktiva oder bilateralen Gläubigervermögen – stärkt tendenziell die Position der Volksrepublik auf den internationalen Finanzmärkten, schreibt KBRA. „Diese Vermögenswerte dienen dazu, Chinas geopolitische und kommerzielle strategische Position und seine Hebelwirkung gegenüber anderen Gläubigern zu stärken. Chinas Störpotenzial erstreckt sich auch auf die Schwächung der Schuldendienstaussichten für die verschuldeten Länder, was sich nachteilig auf andere Gläubiger auswirken kann“, warnen die Analysten der US-amerikanischen Ratingagentur.

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