Verwahrstellendienstleister im intensiven Auswahlprozess

Von Dr. Oliver Everling | 16.Februar 2017

Die unabhängige Schweizer Finanzboutique Bellevue Group hat CACEIS als Verwahrstellendienstleister für den BB Healthcare Trust plc beauftragt, welcher am 2. Dezember 2016 an der Londoner Börse eingeführt wurde, berichtet CACEIS. Der BB Healthcare Trust plc wurde als UK Investment Trust mit einem Startvolumen von 150 Millionen britischen Pfund lanciert. Für die Vermögensverwaltung ist die Bellevue Asset Management AG verantwortlich. Die Niederlassung von CACEIS im Vereinigten Königreich erbringt die erforderlichen Depotbank-Services.

André Rüegg, CEO von Bellevue Asset Management, erklärte: „Nach einem intensiven Auswahlprozess in enger Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsrat sind wir davon überzeugt, den idealen Service Provider für den BB Healthcare Trust plc gefunden zu haben. CACEIS verfügt über umfassende Depotbankerfahrung in Europa und ihre Niederlassung in London hat die Fähigkeit bewiesen, unsere speziellen Anforderungen bezüglich britischer Depotservices erfüllen zu können.“ 

Joe Saliba, Deputy CEO von CACEIS im Bereich Business Development, ergänzte: „Wir freuen uns, mit Bellevue einen weiteren Partner in der wachsenden Kundenliste unserer Depotbank im Vereinigten Königreich zu begrüßen. Auf Basis der anerkannten Depotbank-Expertise der CACEIS-Gruppe bieten wir diesen Service nunmehr der gesamten Asset-Management-Industrie im Vereinigten Königreich an. Nach dem erfolgreichen Start des Londoner Depotbankbetriebes freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit Bellevue und auf die Festigung dieser neuen Geschäftsbeziehung.“

Themen: Depotbankrating | Kein Kommentar »

Druck auf Bonität des Einzelhandels

Von Dr. Oliver Everling | 14.Februar 2017

Das immense Wachstum im Bereich E-Commerce und die daraus resultierenden Verschiebungen in der europäischen Retail-Industrie schlagen sich sukzessive in der Kreditqualität des klassischen Einzelhandels nieder. Darauf weist die Ratingagentur Scope hin. „E-Commerce ist eine der am schnellsten wachsenden Branchen in Europa mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 13%. Zum Vergleich: die Umsätze der gesamten Einzelhandels-Branche wachsen nur um 2% p.a. Und dabei hat E-Commerce noch nicht einmal sein volles Potential erreicht.“

E-Commerce habe immer noch einen relativ geringen Marktanteil von 9% am gesamten Einzelhandel. Die demografische Entwicklung beschleunige die immer stärkere Vernetzung der Bevölkerung und die Konsumentenhaltung verändere sich hin zur sogenannten „IWWIWWIWI“-Mentalität („I want what I want when I want it“).

Begünstigt durch das im Vergleich zu traditionellen Einzelhändlern höhere Wachstum verzeichnen europäischen E-Commerce-Händler, auch „E-Tailer“ genannt, aktuell massive Kapitalzuflüsse. Die Analysten von Scope berufen sich auf Bloomberg, die über die Anzugskraft des E-Commerce-Sektor berichten: mehr als die Hälfte der Eigenkapitalinvestitionen in der gesamten Retail-Industrie – trotz seines Umsatzanteils von nur 9% am Gesamtmarkt.

Scope geht daher von Konsolidierung und davon aus, dass sich der Wettbewerb negativ auf die Kreditqualität des klassischen Einzelhandels auswirken wird, da dieser nach Scopes Ansicht nur zwei grundlegende Möglichkeiten hat, den neuen Konkurrenten entgegenzutreten: Direkter Wettbewerb mit dem Ziel, Marktanteile zu stabilisieren – jedoch auf Kosten einer höheren Verschuldung, oder Fokussierung auf Nischen- oder „Offline“-Märkte – mit der Folge des Verlustes von Marktanteilen.

Themen: Unternehmensrating | Kein Kommentar »

Diese Existenzgründer bleiben am Ball

Von Dr. Oliver Everling | 14.Februar 2017

Für die drei Startup-Gründer Michael Brendel, Arnulf Pribas und Paul Smyth von golf4you dreht sich alles um einen kleinen, weißen Ball: Sie sind leidenschaftliche Golfer und lieben es, ihrem Hobby auch in den Ferien nachzugehen. Entsprechend ist die Motivation dieser Existenzgründer, durch ihr Unternehmen es Golfern durch Komplettpakete noch leichter zu machen, ihrem Hobby nachzugehen.

Frustriert darüber, wie zeitaufwendig es für Golfer ist, eine komplette Golfreise online zu buchen, wurde eine neue Idee geboren: „Bisher gibt es im Internet keine Reiseplattform, auf der Golfer zusätzlich zu ihrer Hotel- und Flugbuchung auch die Abschlagszeiten in einem Vorgang buchen können“, so Michael Brendels Erfahrung.

Bisher mussten viele Golfer ihre Reise bei einem Anbieter buchen und die Abschlagzeiten bei einem anderen Anbieter oder vor Ort regeln. „Da Golfplätze besonders in Ferienregionen gut besucht sind, vergeben Golfplätze feste Startzeiten. Hat man keine Abschlagszeit reserviert, darf man nicht spielen. Golfurlaub ohne Golfen ist wie Strandurlaub ohne Strand“, so Michael Brendels.

Die drei Gründer von golf4you wollen jetzt die Digitalisierung des Golf-Reisemarktes als First-Mover vorantreiben – und das gemeinsam mit den Schwarminvestoren: Heute startet ein Crowdinvesting auf Companisto, der deutschen Crowdinvestingplattform www.companisto.com/golf4you.

Die Plattform soll planmäßig im zweiten Quartal 2017 starten. Die Crowdinvesting-Kampagne auf Companisto, dem Martkführer in diesem Bereich, soll das weitere Wachstum ermöglichen. Beim Crowdinvesting schließen sich viele Anleger zusammen, um sich gemeinsam mit Wagniskapital über das Internet zu beteiligen. Das Investment der Anleger soll zunächst in den Ausbau der Marketing- und Vertriebsaktivitäten investiert werden.

Themen: Existenzgründerrating | Kein Kommentar »

Drooms trommelt für digitalisierten Q&A-Prozess

Von Dr. Oliver Everling | 14.Februar 2017

Ein wesentlicher Bestandteil der Due Diligence bei Transaktionen (Immobilien-, M&A-, NPL-Transaktionen oder Wachstumsfinanzierungen) ist der Frage- und Antwortprozess zwischen den beteiligten Parteien. Mit dem Launch seines neuen Q&A-Tools hat Drooms diesen Prozess nun weiterentwickelt. Per Drag&Drop sind nun erstmalig komplexe Prozesse intuitiv konfigurierbar.

Die Konfiguration eines komplexen Ablaufs soll nun auch für Nicht-Spezialisten problemlos und auf einfache Art ermöglicht sein, das Nutzererlebnis intuitiv und spielerisch, angelehnt an die intuitiven Touch-Funktionalitäten aus der Mobile Gaming-Industrie. „Für fast 70% der User ist eine intuitive Nutzung des Q&A-Prozesses am wichtigsten, wie eine aktuelle Umfrage unter Drooms-Nutzern ergab. Eine Neuheit stellt die übersichtliche Darstellung des gesamten Prozesses sowie der Zuordnung aller Zuständigkeiten dar – von der Fragestellung über die Frageprüfung, der Zuordnung einer Frage zu einem Spezialistenteam bis hin zur Beantwortung und Freigabe der Antworten sind alle Prozesse auf einen Blick sichtbar.“

„In der Regel dauert der Q&A-Zyklus zwischen zwei Wochen bis zu drei Monaten, je nach Anzahl der Beteiligten und Fragen. Ein strukturierter Prozess ermöglicht einen effizienten und transparenten Ablauf trotz hoher Komplexität“, ist sich Geschäftsführer und Mitgründer von Drooms, Jan Hoffmeister, sicher. Ein reibungsloser, vertraulicher und effizienter Q&A-Prozess wird in die fünf Schritte Konfiguration, Ausführung, Überwachung des Frage- und Antwortprozesses, Aktualisierung des Datenraums und Offenlegung im SPA (Sales and Purchase Agreement) aufgeteilt. Dementsprechend trägt eine gut strukturierte Q&A-Management-Plattform maßgeblich zur Abwicklungsgeschwindigkeit bei und kann so die Transaktionszeit verkürzen.

Themen: Unternehmensrating | Kein Kommentar »

Statistik zum Konjunkturaufschwung

Von Dr. Oliver Everling | 14.Februar 2017

Die europäische Statistikbehörde Eurostat ihre zweite Schätzung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone im IV. Quartal 2016 veröffentlicht. Demnach setzte sich der Konjunkturaufschwung wie erwartet fort. Entgegen der ersten Meldung von Ende Januar legte das preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt „nur“ um 0,4% im Vergleich zum Vorquartal zu, kommentiert Analyst Christian Lips vom NORDLB Research Volkswirtschaft. Allerdings liege die Abwärtsrevision im Bereich der zweiten Nachkommastelle, weshalb dies auch nicht überinterpretiert werden sollte. „Immerhin konnte das Wachstumstempo des Sommers gehalten werden. Für das Gesamtjahr 2016 ergibt sich ein Plus von 1,7%.“

Unter den großen Volkswirtschaften wiesen erneut Spanien (+0,7% Q/Q) und die Niederlande (+0,5% Q/Q) die höchsten Wachstumsraten auf, hebt Lips hervor. „Auch Österreichs und Portugals Wirtschaft expandierten mit jeweils 0,6% Q/Q recht kräftig zum Jahresende. Nach einer Verschnaufpause im Sommer erhöhte sich auch die Dynamik in den beiden Euroland-Schwergewichten Deutschland und Frankreich auf 0,4% Q/Q. Dies ist zwar ein solides Wachstum, gerade für Deutschland hatten die Monate Oktober und November aber Hoffnung auf eine noch bessere Entwicklung geweckt.“

„Das Quartalswachstum in Höhe von 0,4% Q/Q wurde vor allem vom öffentlichen Konsum sowie von den Bauinvestitionen gespeist“, schreibt Lips mit Blick auf Deutschland. „Auch der private Konsum legte zu, verlor aber etwas an Momentum. Die preisbereinigten Nettoexporte dämpften erneut die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich hingegen in Deutschland und der gesamten Eurozone schwach.“

Themen: Länderrating | Kein Kommentar »

Konjunkturende erkennen

Von Dr. Oliver Everling | 14.Februar 2017

„Es ist nicht einfach, das Ende eines Konjunkturzyklus zu prognostizieren“, sagt James Swanson, CFA, MFS Chief Investment Strategist. Er sieht aber eine Reihe von Warnsignalen, auf die es zu achten gilt, um das Ende rechtzeitig zu erkennen: 1. abnehmende Gewinnmargen und abnehmender Anteil der Gewinne am BIP, 2. deutlich mehr Fusionen und Übernahmen, 3. steigende Zinsen, 4. ein starker US-Dollar, 5. eine „Story‘‘, die trotz nachlassender Fundamentaldaten ein Andauern des Zyklus rechtfertigt, 6. mangelnde private Investitionen, und 7. deutlicher Anstieg der Unternehmens- und Verbraucherkredite.

„Seit den US-Wahlen im letzten Herbst waren die Anleger wie elektrisiert,“ so Swanson, „doch nach meiner Erfahrung haben Präsidentenwechsel einem in die Jahre gekommenen Konjunkturzyklus noch nie neues Leben eingehaucht. Der derzeitige Aufschwung wird jetzt acht Jahre alt. Zum Vergleich: Im Schnitt dauerten Konjunkturzyklen in den USA fünf Jahre, und der längste Zyklus aller Zeiten gerade einmal zehn. In den letzten Monaten hat sich das Weltwirtschaftswachstum etwas beschleunigt. Es gibt aber wenig Anzeichen dafür, dass dies mehr ist als ein kurzfristiges Zwischenhoch, in einem Zyklus mit vielen Auf und Abs. In den USA steigen die Realeinkommen weniger stark und die Gewinnmargen gehen zurück. Hinzu kommen einige schwache Frühindikatoren. Ich meine deshalb, dass Investoren über den Schutz ihres Kapitals nachdenken sollten – für den Fall, dass der Konjunkturzyklus plötzlich endet.“

Der fast achtjährige Anstieg der Aktienkurse und der Bewertungen sei „eindeutig“ gerechtfertigt, glaubt Swanson. Seit März 2009 verzeichnete der S&P 500 Index etwa 250% Gesamtertrag, vor allem aus zwei Gründen, urteilt der Stratege: erstens wegen der weltweit extrem lockeren Geldpolitik nach der Bankenkrise, durch die die Erträge sicherer Anlagen so niedrig wurden, dass risikoreichere Titel plötzlich wesentlich attraktiver schienen als sonst. Und zweitens wegen der gestiegenen Gewinnmargen — die in diesem Konjunkturzyklus etwa 80– 90% höher waren als im Langfristdurchschnitt — und der höheren Cashflows.

„Ich kann nicht prognostizieren,“ räumt Swanson ein, „ob der Markt 2017 steigt oder fällt. Angesichts der äußerst hohen Bewertungen sollten sich Investoren aber vielleicht mit dem Thema Kapitalschutz befassen. In diesem außergewöhnlichen Konjunkturzyklus hat man viel verdient. Kurzfristig noch mehr zu verdienen, könnte aber schwierig werden.“

Themen: Aktienrating | Kein Kommentar »

Ratingagenturen als Karriereturbo

Von Dr. Oliver Everling | 8.Februar 2017

Der Online-Marktplatz creditshelf hat einen weiteren Spezialisten von der Ratingagentur Standard & Poor´s für sich gewinnen können: Seit Jahresanfang ergänzt Jan Richardson das Kreditrisikomanagement-Team des Portals für Mittelstands-Kredite. Zudem verstärken mit Christoph Hitzegrad und Jan Joshua Märker ab sofort gleich zwei erfahrene Firmenkunden-Berater die Vertriebsmannschaft von creditshelf.

„Wir freuen uns, dass wir mit Jan Richardson einen weiteren Kreditanalysten von S&P für unser wachsendes Geschäft und unser Team begeistern konnten. Er verstärkt seit Jahresbeginn unser Kreditrisikomanagement“, sagt Dr. Tim Thabe, Gründungspartner und Vorsitzender der Geschäftsführung von creditshelf.

Bevor der 30-jährige Richardson zum creditshelf-Team stieß, hat er als Kreditanalyst für die Chemieindustrie bei S&P gearbeitet. Sie zählt zu den weltweit führenden Ratingagenturen wie Moody’s. Auch hier war der Ratingexperte tätig und hatte sich auf Unternehmen aus dem Bereich Baustoffe konzentriert. Umfangreiche Branchenkenntnisse sammelte er darüber hinaus im Finanzbereich des international agierenden Pharmaunternehmens Novartis Pharma.

Beim Online-Kreditmarktplatz erweitert der Analyst und Wirtschaftswissenschaftler Richardson nun das Kreditrisikomanagement. Das Team nutzt einen aus drei Elementen bestehenden Bewertungsprozess. Er beinhaltet eine externe Bonitätsauskunft über den jeweiligen Kreditnehmer, eine eigene Kreditanalyse und zusätzlich eine qualitative Risikoeinschätzung durch die Experten des Portals für Mittelstandskredite.

Auch die Vertriebsmannschaft von creditshelf stockt personell weiter auf. Mit Christoph Hitzegrad (29) und Jan Joshua Märker (28) wechseln gleich zwei Betriebswirte mit Mittelstandsexpertise von der Commerzbank zum digitalen Kreditmarktplatz. „Beide neuen Kollegen verfügen über mehr als 10 Jahre Erfahrung im Banking und kennen sich als Firmenkundenbetreuer mit den Wünschen und Sorgen der mittelständischen Wirtschaft bestens aus“, freut sich creditshelf-Gründungspartner und Geschäftsführer Dr. Daniel Bartsch über die Neuzugänge.

Themen: Ratingagentur | Kein Kommentar »

Privat insolvent in Bremen

Von Dr. Oliver Everling | 8.Februar 2017

In Bremen werden die meisten Anträge auf Privatinsolvenz gestellt. In der Hansestadt lag die Anzahl gestellter Insolvenzanträge von Privatpersonen nach aktuellen Zahlen bei 1,89 je 1.000 Einwohner. Damit rangiert Bremen an der Spitze aller 16 Bundesländer, gefolgt vom Saarland mit 1,51 je 1.000 Einwohner. Am Ende der Liste landeten Bayern (0,62) und Baden-Württemberg (0,59). Das ergab jetzt eine Berechnung des Fachportals Kreditvergleich.net.

Daten finden sich unter https://www.kreditvergleich.net/studien/ueberschuldung-in-deutschland/

Das Ergebnis ist überraschend, da die „harten“ Zahlen des Statistischen Bundesamts die Bremer mit 1.271 Verbraucherinsolvenzen eigentlich ganz unten in der Statistik sehen. Hier nimmt Nordrhein-Westfalen mit 20.445 Insolvenzen den ersten Platz der Negativskala ein. Die Reihenfolge lässt sich aber schnell mit der Bevölkerungszahl erklären. Werden die Einwohner der Bundesländer indes berücksichtigt, verabschiedet sich NRW mit 1,14 pro 1.000 eher ins Mittelfeld. Bemerkenswert: Niedersachsen bleibt in beiden Varianten oben – 1,39 pro 1.000 Einwohner ist ebenso ein „Spitzenwert“ wie 10.993 in der Gesamtzahl.

„Wir haben die Zahlen auf die Landesbevölkerung umgelegt, damit ein fairer Vergleich der 16 Bundesländer entsteht. Die reine Anzahl gibt lediglich ein verzerrtes Bild wider“, erklärt Marc Opitz, Projektleiter des Fachportals Kreditvergleich.net.

Die Analyse der Verbraucherinsolvenzen wurde im Rahmen einer umfassenden Studie zur Überschuldung durchgeführt. Kreditvergleich.net betrachtete die Verschuldung der Deutschen aus diversen Perspektiven und zieht eine eigene Bilanz aus der aktuellen Wirtschafts- und Marktentwicklung. Privatinsolvenzen sind die extremste Konsequenz für jeden Schuldner.

Themen: Bankinternes Rating, Privatkundenrating | Kein Kommentar »

Gipfel für Intelligenz in der Finanzberatung

Von Dr. Oliver Everling | 7.Februar 2017

„Ausbildung ist bei weitem der beste Anlegerschutz“, sagt Prof. Dr. Erwin W. Heri vom Swiss Finance Institut und Fintool AG von der Universität Basel. Er spricht auf dem „Gipfel für Intelligenz in der Finanzberatung“ in Frankfurt am Main. Heri weist dies anhand verschiedener Vergleiche nach, wie auch durch die Analyse der Anlagestrukturen. 

„Es gibt mehr Risikoprämien als man denkt“, sagt Heri mit Blick auf die unterschiedlichen Assetklassen. Von CAPM über Hedge Fonds, Factor Investing bis zu Smart Beta und „Evidence Based Management“ sieht Heri eine Reihe von Möglichkeiten, Risikoprämien abzuschöpfen.

„The proof of the pudding is in the eating“, agumentiert Heri. Daher befasst sich Heri mit dem Anlageerfolg von Family Offices. Konstanz beim Portfoliomanager, mindestens 10 Jahre Track Record, kein negatives Jahr, zufriedenstellende Statistik und Due Diligence – unter diesen Voraussetzungen wurde eine Shortlist entwickelt, um die Performance zu vergleichen.

„Wir vergleichen nicht mit dem Index, sondern mit einem Indexmandat“, unterstreicht Heri. So zeige sich, dass von den meisten Managern ein MSCI-World-Mandat nicht geschlagen worden sei. Heri fügt hinzu, in welchem Ausmaß die Kosten die Performance beeinflusst habe. So sei die Underperformance sehr hoch mit den Kosten korreliert – „im Prinzip haben die Manager eine Marktperformance abgeliefert, abzüglich ihrer Kosten.“

Themen: ETF-Rating, Fondsrating, VV-Rating | Kein Kommentar »

Digitale Gemeinschaftsdepots

Von Dr. Oliver Everling | 2.Februar 2017

LIQID bietet Bestands- und Neukunden ab sofort die Möglichkeit an, Gemeinschaftsdepots und Depots für Minderjährige zu eröffnen. Damit kommt der digitale Vermögensverwalter den zahlreichen Anfragen von Kunden und Interessenten nach. LIQID verwaltet das Vermögen von Privatkunden in global diversifizierten Anlagestrategien, die gemeinsam mit HQ Trust, dem Multi Family Office der Familie Harald Quandt, gesteuert werden.

Die Eröffnung eines Gemeinschafts- oder Kinderdepots bei LIQID ist einfach und kostenlos. Im Rahmen eines komplett papierlosen Anmeldeverfahrens wird ein Anlegerprofil erstellt, aus dem LIQID einen individuellen Anlagevorschlag ableitet. Bestandskunden, die ein zusätzliches Gemeinschafts- oder Kinderkonto eröffnen, haben im Kundenbereich gleichzeitig Zugriff auf all ihre Konten. Dabei kann mit einem Mausklick zwischen den einzelnen Konten gewechselt und das jeweils tagesaktuelle Reporting eingesehen werden.

Jonas Tebbe, Head of Product & UX bei LIQID: „Unser Anspruch, online auch mit unseren neuen Angeboten höchste Benutzerfreundlichkeit zu schaffen, war in der technologischen Umsetzung eine echte Herausforderung. Um den gewohnten Standard unseres komplett papierlosen Kontoeröffnungsprozesses und des Reportings zu erhalten, mussten wir rund zwei Drittel – und damit zehntausende Zeilen – unseres Quellcodes umschreiben, denn alle operativen Prozesse sind komplexer und umfangreicher geworden. Unser Ziel ist es, dem Kunden die Geldanlage mit LIQID so einfach wie möglich zu machen und tatsächlich voll digitalisierte Prozesse anzubieten. Das ist vor allem bei Banken, aber auch anderen Robo-Advisorn nicht immer der Fall.“

Themen: VV-Rating | Kein Kommentar »

« Voriger Beitrag Folgender Beitrag »
  • Lebenslauf