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Ruhe nach dem Zinsentscheid

Von Dr. Oliver Everling | 27.Januar 2016

Die Analysten im Research der Bayerischen Landesbank sehen Lichtblicke für italienische Banken: „Die italienische Regierung und die Europäische Kommission einigten sich nach monatelangen Verhandlungen auf einen Plan zur Abwicklung bzw. Auslagerung von Problemkrediten, was zu einer Entlastung der Bilanzen italienischer Banken beitragen wird.“

Im Blickpunkt steht für die Analysten der Zinsentscheid des FOMC der US-Notenbank. „Wir rechnen dabei nicht mit einer Änderung der Leitzinsen. Nachdem die Fed auf ihrer Dezember-Sitzung zum ersten Mal den Leitzins wieder angehoben und für das Jahr 2016 vier weitere Zinsschritte signalisiert hat,“ so die Analysten, „sind angesichts der weltweiten Finanzmarktturbulenzen mit China, der sinkenden Ölpreise, der fallenden Inflationserwartungen und der sich häufenden enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA die Zweifel hinsichtlich weiterer Zinsanhebungen aber stark gestiegen.“

Die Analysten bleiben bei ihrem Szenario eines einzigen Zinsschritts im September. Mehrere Stimmungsindikatoren aus dem Euro-Raum wirken auf das Marktgeschehen ein, darunter auch das Gfk-Verbrauchervertrauen, das im Februar auf unverändert hohem Niveau verharrte. Die Berichtssaison setzt sich u.a. mit Banco Santander, FCA, Novartis, Robert Bosch (vorläufiges Jahresergebnis) und United Tech.

Die US-Aktienmärkte schlossen am Dienstag, 26. Januar 2016, aufgrund des besser als erwartet ausgefallenen Conference Board Verbrauchervertrauens und überwiegend positiv aufgenommenen Unternehmensergebnissen sowie dank des zumindest etwas stabilisierten Ölpreises mit Kursgewinnen (S&P 500: +1,4%). Die Aktienmärkte in Fernost tendierten am folgenden Morgen uneinheitlich. Angesichts des Zinsentscheids am Mittwochabend erwarten das Research der Bayerischen Landesbank das Handelsgeschehen im Gegensatz zu den vorhergehenden Tagen in etwas ruhigeren Bahnen.

Themen: Aktienrating, Anleiherating | Kommentare deaktiviert für Ruhe nach dem Zinsentscheid

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