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Auf der Suche nach neuen Ratingmodellen

Von Dr. Oliver Everling | 15.Februar 2012

“In der jüngsten Vergangenheit haben einige eklatante Fehlurteile von großen Ratingagenturen wie auch von weltweit agierenden Banken Zweifel an der Effizienz, der Objektivität und der Transparenz der eingesetzten Verfahren aufkommen lassen”, leitet Prof. Bernd-Jürgen Falkowski, B.Sc., Ph.D., Wirtschaftsinformatik, Fachbereich Wirtschaft, Fachhochschule Stralsund, seinen Beitrag ein zum Buch “Transparenzrating – Wege zur effizienten Analyse und Bewertung der Rechnungslegung von Unternehmen“ (herausgegeben von Dr. Oliver Everling, Peter Schaub und Rolf Stephan, Gabler Verlag – Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, www.gabler.de, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3365-2).

“Die Fehlurteile haben Forderungen nach europäischen Ratingagenturen zur Folge gehabt, die es allerdings auch längst gibt, wenngleich sie international ohne Bedeutung sind. Darüber hinaus”, schreibt Falkowski, “hat es gerade in jüngster Zeit auch immer wieder weltweit Proteste gegen das Verhalten der Finanzinstitute gegeben (z.B. Occupy Wall Street).”

Deshalb versucht Falkowski in seinem Artikel einerseits, die Grundzüge der meisten gängigen Verfahren (mit Ausnahme der sog. Entscheidungsbäume) kurz zu erläutern. “Dies scheint auch sinnvoll, da etwa die Beschreibungen in Basel II und Basel III selbst für einen Mathematiker kaum in allen Details verständlich sind”, so Falkowksi. Andererseits stellt er ein neues Verfahren vor, das bisher vorwiegend im akademischen Bereich Interesse gefunden hat.

Einleitend skizziert er Problemstellung und Lösungsansatz. Zum Verständnis des allgemeinen Ansatzes werden notwendige mathematische Hilfsmittel bereitgestellt. Eine Behandlung des Perceptrons mit einem ersten Lösungsalgorithmus schließt sich an. “Dies führt zu mehreren Verallgemeinerungen, die bei praktischen Anwendungen von Bedeutung sind. Allgemeinere Trennflächen und der Kernel Trick werden im Hinblick auf eine effiziente Implementierung behandelt. Im Gegensatz zum üblichen Verfahren werden erst nach der Konstruktion des Klassifikators Wahrscheinlichkeiten eingeführt.” Eine kurze Beschreibung des innovativen Systems K2N und ein Ausblick bilden den Schluss seines Artikels.

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