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ETFs im Life-Cycle-Konzept

Von Dr. Oliver Everling | 13.August 2011

Die Philosophie der Kapitalanlage einer Versorgungseinrichtung besteht nicht darin, aktiv „Wetten“ auf die künftige Entwicklung einzelner Kapitalanlagegegenstände oder Anlagesegmente einzugehen, sondern Portfolios zu konstruieren, die unter Berücksichtigung der Vorgaben aus den bestehenden Verpflichtungen unter möglichst vielen Marktentwicklungen zumindest zu tragbaren Ergebnissen führen, schreibt Dr. rer. nat. Stefan Nellshen, Finanzvorstand der Bayer-Pensionskasse VVaG, in seinem Beitrag zum Buch "Exchange Traded Fund Rating" (herausgegeben von Dr. Oliver Everling und Götz Kirchhoff, Art.-Nr. 22.472-1100 Bank-Verlag Medien GmbH, ISBN 978-3-86556-257-9, http://www.bank-verlag-shop.de/product_info.php/products_id/3030).

Insbesondere im Umfeld der Kapitalmarktkrise des Jahres 2008 habe sich dieser Ansatz in vielen Fällen bewährt, stellt Nellshen fest. Bei liquiden Anlagesegmenten kann die Portfolio-Implementierung mittels ETF’s eine effektive und kosteneffiziente Möglichkeit im Anlagemanagement darstellen. Das zeigt Nellshen in seinem Artikel.

Diese Möglichkeit ist bei Versorgungsvehikeln tendenziell dann attraktiv, so Nellshen, wenn entweder die für die Investition in die jeweilige Assetklasse zur Verfügung stehenden Geldvolumina relativ gering sind oder wenn hausintern für die jeweilige Assetklasse relativ wenig spezifische Managementkompetenz verfügbar ist.

"Auch bei der Durchführung eines Life-Cycle-Konzeptes kommen häufig ETF’s zum Einsatz. Letztendlich hat aber jedes Unternehmen individuell für sich zu prüfen," argumentiert Nellshen, "inwieweit unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten der Einsatz von ETF’s zu bevorzugen ist oder inwieweit anderen Formen zur Ausgestaltung der Kapitalanlagepolitik (Direktanlage, Fonds, Derivate-Lösungen) der Vorzug zu geben ist."

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