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Hoffnungen in Südkorea

Von Dr. Oliver Everling | 15.Februar 2018

Nach Emil Wolter, Portfoliomanager Emerging Markets bei der internationalen Fondsgesellschaft Comgest, sind für die südkoreanische Wirtschaft nach wie vor die sogenannten Chaebols; größere Familienunternehmen, die meist aus verschiedenen Sparten bestehen und als Mischkonzerne auch großen Einfluss auf die Politik nehmen. „Aber wir beobachten zunehmend, dass diese Verflechtungen allmählich aufbrechen und das Land auch im Bereich der Corporate Governance bereits spürbare Fortschritte gemacht hat.“

Für Investoren könnten die Reformen nach seiner Meinung längerfristig positiv sein, wenn sie die großen Konzerne zu Verbesserungen ihrer Corporate Governance zwingen. Positive Signale sind etwa von Südkoreas größtem Unternehmen, Samsung Electronics, zu vernehmen.

So sollen rund zehn Prozent der eigenen Aktien aus dem Verkehr gezogen werden. Darüber hinaus hat sich der Konzern verpflichtet, seine Dividende in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln und damit einen Interessensausgleich zwischen der kontrollierenden Lee-Familie und den Minderheitsaktionären herbeizuführen. Wenn die Mitsprachemöglichkeiten der Aktionäre erweitert und Anreize für höhere Investitionen und Dividendenzahlungen geschaffen werden, könnten die Shareholder Returns und damit die Bewertungen im Laufe der Zeit steigen.

Themen: Aktienrating, Unternehmensrating | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen.