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Intervention folgt auf Intervention

Von Dr. Oliver Everling | 29.Oktober 2011

Der Interventionismus schränkt die Handlungsfreiheit der Marktakteure durch staatliche Gebote und Verbote ein und weist dem Staat Aufgaben zu, die politisch für wichtig erachtet werden. “Die Eingriffe in die freien Märkte müssen jedoch den Zweck verfehlen, den ihre Urheber erreichen wollen”, schreibt Thorsten Polleit in seinem Sammelband “Der Fluch des Papiergeldes” im FinanzBuch Verlag (ISBN 978-3-89879-671-2), “weil sie die Akteure zwingen, etwas zu tun, was sie aus Eigeninteresse nicht tun würden. Marktakteure suchen nach Wegen, künstlich geschaffene Hemmnisse zu umgehen. Und die Fehlanreize durch Interventionismus führen zu unbefriedigenden oder unerwünschten Ergebnissen.”

Polleit skizziert einen für den Bürger als Wähler offenbar schwer zu durchschauenden Teufelskreis, immer wieder diejenigen Politiker in ihren Ämtern zu bestätigen, die für die Fehlallokationen verantwortlich sind. Polleit erklärt in seinem Buch, wie die Misserfolge des Interventionismus die Befürworter der Interventionen immer weiter in ihrem Drang bestätigen, mit noch mehr staatlichen Eingriffen die Probleme, die sie angerichtet haben, in den Griff zu bekommen.

“Ist der Weg des Interventionismus einmal beschritten,” schreibt Polleit, “dauert es nicht lange, bis Politiker sich zu Maßnahmen gezwungen sehen, die sie ursprünglich weder beabsichtigten noch für wünschenswert hielten.” Der Interventionismus ebne, so erkannte der
wohl bedeutendste liberale Ökonom des 20. Jahrhunderts und herausragende Vertreter der “”Österreichischen Schule”, Ludwig von Mises (1881–1973), den Weg in den Sozialismus.

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