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Kosten machen die Rendite

Von Dr. Oliver Everling | 22.Januar 2018

Risiko ist die Währung, mit der man sich höhere Renditen erkauft. Dieser weit verbreiteten Ansicht widerspricht entschieden Rogier Minderhout, Gründer der digitalen Rentenversicherung myPension.de. „Genau deshalb scheuen die meisten Deutschen eine Altersvorsorge auf der Grundlage von Aktien“, so der gebürtige Niederländer, ein ehemaliger Investmentbanker von Goldman Sachs. Richtig müsse es heißen: „Laufzeit ist die Währung, mit der man sich höhere Renditen sichert.“ Zudem: Je länger die Laufzeit einer Geldanlage in Aktien, desto geringer sei das Risiko.

Minderhout sieht sich bestätigt durch die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP). „Je länger die Anlagedauer und je breiter die Streuung, desto geringer die Schwankungsbreite“, stellt Frank Nobis, Mitgründer des IVFP, darin fest und betont: „Sparen lohnt sich, auch bei niedrigen Zinsen – wenn man es richtig macht.“

„Hohe Vertriebs- und Verwaltungskosten sind im digitalen Zeitalter überflüssig“, sagt der myPension-Gründer. Ein Renditekiller sei darüber hinaus die Beitragsgarantie, die sich viele Sparer immer noch wünschen. Diese Form der Absicherung erhöhe die Kosten, vermindere die Rendite (es wird garantiert, dass die finale Auszahlung nicht geringer als die bis dahin eingezahlten Beiträge ist) und kürze dadurch die mögliche Auszahlung laut IVFP je nach Laufzeit um bis zu 24 %. Bei einer langfristigen Geldanlage in Aktien sei diese Absicherung „völlig unnötig“, so Minderhout.

Auch die Steuern solle man berücksichtigen, rechnet Nobis vor. Laut IVFP bringt eine Fondspolice steuerlich 0,7 %-Punkte zusätzliche Rendite gegenüber einem Fondssparplan. Die Vorteile einer Fondspolice entstehen durch die Abgeltungssteuerfreiheit während der Beitragsphase und der Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens auf die Kapitalauszahlung.

Sein Fazit: Lange Laufzeit, niedrige Kosten und steuerliche Vorteile sichern eine vergleichsweise hohe Rendite bei geringem Risiko. „So bietet myPension die perfekte, zeitgemäße Altersvorsorge“, sagt Minderhout. „Dazu passt auch, dass unsere Kunden flexibel ein-und auszahlen können.“

Themen: ETF-Rating, Fondsrating | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.