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Sinnvolle Alternativen zum Bankkredit

Von Dr. Oliver Everling | 4.Juli 2019

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Vor allem frisch gegründete Unternehmen benötigen mehr Kapital als normalerweise. Entsprechendes Kapital wird für das Wachstum des Unternehmens benötigt, aber auch, um beispielsweise große Projekte zu finanzieren oder saisonale Spitzen zu meistern.

Nicht immer ist es sinnvoll und auch möglich, einen Kredit bei der Bank aufzunehmen. Vor allem mittelständische Unternehmen in Deutschland nehmen immer öfters alternative Finanzierungsarten in Anspruch.
Welche Finanzierungsarten es gibt, wie diese ablaufen und was deren Vor- und Nachteile sind, wird in diesem Artikel näher erläutert.

Die alternativen Finanzierungsarten

FineTrading

Eine alternative Finanzierungsmethode, welche noch nicht allzu bekannt ist, aber immer weiter voran schreitet, ist das FineTrading. Auch bekannt als Warenvorfinanzierung. Dabei stimmt der Käufer sich klassisch mit dem Lieferanten über die benötigten Ressourcen ab. Diese werden aber nicht vom Käufer direkt bestellt, sondern über einen FineTrader, welcher als Zwischenhändler dient. Dieser bestellt die Waren und begleicht umgehend die Rechnung nach der Freigabe seitens des Unternehmens.

Auch, wenn der FineTrader als Zwischenhändler dient, wird die Ware direkt an den Kunden geliefert. Da man nun als Sofortzahler eingestuft wird, können besondere Konditionen in vielen Fällen gewährt werden. Der FineTrader erstellt seine Rechnung zuletzt und gewährt einem ein Zahlungsziel von bis zu 120 Tagen, sodass das Projekt etc. erst abgeschlossen werden kann, um das Geld zu vermehren.

Factoring

Factoring ist eine zweite, sehr beliebte und mittlerweile auch bekannte Finanzierungsalternative. Beim Factoring wird mit einem Factoring Unternehmen ein Vertrag abgeschlossen über einen unbestimmten Zeitraum, indem sämtliche bestehende und eingehende Forderungen an den Factor verkauft werden. Dieses bringt nicht nur eine sofortige Liquiditätssteigerung mit sich, sondern auch einen Ausfallschutz. Denn in der Regel wird bei positiver Bonitätsprüfung das komplette Ausfallrisiko und Debitorenmanagement vom Factor übernommen. Dadurch wird zudem die eigene Buchhaltung vollständig entlastet.

Leasing als kurzfristige Alternative

Oftmals werden für bestimmte Projekte Maschinen und Ressourcen benötigt, welche nur für dieses eine Projekt bestimmt sind. Anschließend werden sie nie wieder benötigt. Entweder stehen sie nur noch herum, oder werden mit viel Verlust verkauft, da die Anschaffung sehr teuer war.

In solchen Fällen ist Leasing eine gute Option. Beim Leasing werden für einen bestimmten Zeitraum die Nutzungsrechte an Maschinen erworben, wofür eine monatliche Gebühr gezahlt wird, welche nur einen Bruchteil des Kaufpreises beträgt. Ist das Projekt abgeschlossen und die Laufzeit vorbei, werden die Maschinen einfach wieder an den Leasinggeber zurückgegeben.

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  • Dr. Oliver Everling

    Dr. Oliver Everling ist Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH in Frankfurt am Main.

    Als Gesellschafter, Beirat, Aufsichtsrat, Independent Non-Executive Director nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen, Mitglied von Ratingkommissionen, Chairman des ISO-TC "Rating Services", Gastprofessor der CUEB in Peking und zum Beispiel als Herausgeber von mehr als 50 Büchern war oder ist er mit Ratingfragen befasst.

    Nach Promotion am Bankseminar der Universität zu Köln war Dr. Oliver Everling Referent des Arbeitskreises Rating der WM Gruppe und ab 1991 Geschäftsführer der Projektgesellschaft Rating mbH sowie von 1993 bis 1998 Abteilungsdirektor und Referatsleiter in der Dresdner Bank.