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Zwischen “information deficit” und “information overflow”

Von Dr. Oliver Everling | 22.Januar 2012

Abgesehen von den Nachteilen, die ein „information deficit“ bei externen Investoren erzeugen kann, ist es auch von Bedeutung zu wissen, dass eine „information overflow“ – also zu viel Informationen – auch dazu führen kann, dass der Investor „den Wald vor lauter Bäumen“ nicht sehen kann, schreibt Metehan Sen im Buch “Transparenzrating – Wege zur effizienten Analyse und Bewertung der Rechnungslegung von Unternehmen“ (herausgegeben von Dr. Oliver Everling, Peter Schaub und Rolf Stephan, Gabler Verlag – Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, www.gabler.de, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3365-2).

Dies gelte insbesondere dann, führt Sen in seinem Artikel weiter aus, “wenn die Wettbewerber zielgerichtet und verwertbare Information liefern und das eigene Unternehmen Informationen produziert und liefert, die eine Bewertung des Unternehmens erschweren.” Metehan Sen ist Vorstandssprecher der Franconofurt AG (www.franconofurt.de) und dort zuständig für die Verantwortungsbereiche Finanzen, Investor Relations, Controlling und Steuern. In seinem Urteil stützt er sich auf Kapitalmarkterfahrung bei Sal. Oppenheim, Credit Suisse und Barclays BZW. Er ist außerdem Aufsichtsratsvorsitzender des Tochterunternehmens OperaOne AG.

Um überflüssige und unnütze Informationen zu vermeiden, ist nach Ansicht von Sen ein offener Dialog mit externen Investoren notwendig, der darauf abzielt, dass ein Anforderungskatalog an notwendigen Informationen definiert wird. “Zusätzliche Informationen außerhalb des Anforderungskatalogs machen nur dann Sinn,” so Sen, “wenn Investoren auf Rückfrage diese Informationen als nützlich betrachten.”

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