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Don‘t fix what isn‘t broken

Von Dr. Oliver Everling | 3.Februar 2011

„Reguliere nicht, was nicht kaputt gegangen ist!“ Die Kosten im Blick zu behalten, nach der Tragfähigkeit von Opportunitätskosten zu fragen, Renditeaussichten nicht unnötig zu beschränken sowie Marktversagen und Informationsasymmetrien in den Finanzmärkten kritisch je nach Segment zu differenzieren, das sind Themen auf der Handelsblatt Konferenz „Kapitalmarktforum 2011″.

Auch nach der Finanzkrise sind wesentliche Reparaturen der Anlageindustrie nicht erforderlich, sagt Dr. Dirk Klee, Vorsitzender des Vorstandes, BlackRock Asset Management Deutschland AG, sowie Mitglied des Vorstandes, BVI Bundesverband Investment und Asset Management e. V. Klee hält ein Plädoyer für eine sachgerechte Regulierung der Asset-Management-Branche.

Investmentfonds haben gerade in der Krise gepunktet, da sie durch ihre Diversifikation das Risiko des Totalverlustes dämpfen. Das Konstrukt des Investmentfonds mit einer unabhängigen Depotbank, die Aufsicht durch die BaFin usw. tragen zur Sicherheit der Anlagen für die Kunden bei. Das unabhängige Aufsichtsratsmitglied handelt im Auftrag der Anleger, auch das stärke das Thema „Treuhand“ und „Anlegerschutz“. Klee fügt weitere Beispiele hinzu. Die feinmaschige Selbstregulierung mit Wohlverhaltensrichtlinien sowie proaktives Einschalten der Branchenverbände im Falle von Irrläufern greifen, berichtet Klee.

„Regulierung gibt es nicht umsonst“, warnt Klee, denn sie schränke das Instrumentarium der Asset Manager ein. Die Möglichkeiten, die Ziele der Anleger zu erreichen, können eingeschränkt werde. Das Geld werde auf weniger regulierte Bereiche ausweichen, wenn die regulierten Investmentfonds noch weiter reguliert würden.

Der Privatanleger verfügt nicht über die Möglichkeiten, Anlagerisiken methodisch abzuschätzen. Der Schutz des Staates sei hier gefragt, aber diese sei gegen die Kosten abzuwägen, die dadurch entstehen. Die historisch niedrigen Zinsen machen es mehr denn je erforderlich, die Kosten sorgfältig abzuwägen, sagt Klee.

Das Wachstum von Exchange Traded Funds (ETFs) sei nach wie vor extrem, berichtet Klee. Die Vergleichbarkeit von Fonds mit anderen Produkten wie Lebensversicherungen sei immer noch eingeschränkt, jedoch gebe es Fortschritte. Wichtig sei mit Blick auf die Frage nach Informationsasymmetrien, dass Informationen vergleichbar zur Verfügung gestellt würden.

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