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ABS besser als der Ruf

Von Dr. Oliver Everling | 23.Dezember 2009

Die Analysten der DZ BANK werfen in ihren „ABS & STRUCTURED CREDITS“, einer Research-Publikation der DZ BANK AG, einen Blick zurück auf das Jahr 2009. Dabei gehen sie auf die Performance des gesamten Structured-Finance-Marktes ein. „Im ersten Asset Backed Watcher des neuen Jahres, der am 15. Januar erscheint, geben wir schließlich einen Ausblick für das Jahr 2010.“

Ginge es nach einer Vielzahl der in 2009 erschienenen Zeitungsartikel zum Thema Verbriefungen, so wäre die Performance-Analyse dieses Marktes schnell beendet, schreiben die Analysten. Den gemeinhin als „toxische Assets“ bezeichneten Wertpapieren wurde häufig eine katastrophale Performance nachgesagt, ohne auch nur zwischen Assetklassen oder Kontinenten (US-amerikanischer versus europäischer ABS-Markt) zu differenzieren.

So war am 24. November diesen Jahres in der Financial Times Deutschland noch der Kommentar „Verbietet Verbriefungen!“ des Wirtschaftsprofessors der Katholischen Universität Leuven Paul de Grauwe zu lesen – offenbar Initialzündung einer Artikel-Serie, gefolgt vom Kommentar „Kreditderivate verbieten!“ am 8. Dezember von Wolfgang Münchau.

Doch die viel gescholtene Assetklasse ABS zeigte in 2009 trotz eines äußerst schwierigen wirtschaftlichen Marktumfeldes eine weitgehend robuste Entwicklung, zeigt die DZ BANK auf. Eine stark negative Performance war lediglich bei einzelnen Transaktionen in speziellen Assetklassen auszumachen. Die DZ BANK führt die Corporate CDOs, CMBS, spanische RMBS sowie britische Non-Conforming RMBS an. Ihr Urteil stützen die Analysten der DZ BANK auf eine Betrachtung der Entwicklung bestimmter Portfolio-Kennzahlen der ABS-Assetklassen, deren Ratingentwicklung sowie zusätzliche Kriterien, die sich in 2009 als Performance-relevant herausgestellt haben. Auch die Betrachtung „harter“ Kapitalverluste wirft auf Verbriefungen gegenüber Bank- und Unternehmensanleihen ein positives Licht.

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