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amazon als Millionärsfabrik

Von Dr. Oliver Everling | 25.Mai 2014

Mit dem Buch von Philipp Puttkammer „amazon Die Millionärsfabrik. Ein Vermögen dank Amazon – ein Insider packt aus“ geht nicht nur der Autor des Buches in eine bemerkenswerte Offensive, sondern auch Amazon erreicht hier eine neue Etappe. Das Buch, für dessen Herstellung und Verlag die Puttkammer Vertriebs GmbH & Co. KG, Schortens, verantwortlich zeichnet (ISBN 978-3-00-044159-2), geht mit einer professionell gestalteten Website www.millionärsfabrik.de einher, die klar erkennen lässt, dass es sich hier nicht um das Werk eines einsamen Autors handelt, sondern Profis maßgeblich mitgeholfen haben, dieses Erstwerk von Puttkammer zu einem Erfolgsbuch zu machen.

Das Buch kommt 2014 in einem Moment, in dem Amazon erneut mit Imageproblemen konfrontiert wird. Diese werden möglicherweise von verschiedenen Seiten geschürt, die aufgrund des Erfolgs von Amazon um ihre Pfründe fürchten: So kommt es in Deutschland zu einer bemerkenswerten „Allianz“ von alt-eingesessenen Milliardären, die sich bisher ihrer Dominanz im Einzelhandel sicher waren, sowie der Gewerkschaften, die sich am Bild fröhlicher Mitarbeiter in einem „kapitalistischen“ Unternehmen stören.

Auf den letzten Seiten des Buches spart Puttkammer „die Folgen der negativen Presse“, so der Titel dieses Kapitels, nicht aus, stellt richtig und gibt seine persönliche Wahrnehmung ebenso wieder wie die Überlegung, dass Amazon vielen Menschen Erfolg gebracht hat. Darum geht es in diesem Buch, das Amazon helfen wird, ein Heer selbständiger Verkäufer zu begeistern. Manche Formulierungen erinnern an Verkaufsmaterial amerikanischer Direktvertriebe (z.B. Amway).

Durchgängig in Farbe auf bestem Papier, mit zahlreichen Illustrationen und Grafiken in perfektem Layout ist dieses Buch auch ein Beweis dafür, dass man auch in Konkurrenz zu Tablets und Kindles mit bedrucktem Papier noch beeindrucken kann. Das Buch ist stilistisch eine Mischung aus Betriebsanleitung mit zahlreichen Screenshots, erzählter Erfolgsgeschichte und Anleitung zum eigenen Geschäftsaufbau.

Puttkammer erklärt, was Amazon als „größtes Kaufhaus der Welt“ ausmacht, wie mit Amazon Geld verdient werden kann, geht auf Amazon Marketplace und das Verkaufen auf Amazon ein, erläutert das Aftersales-Management, setzt sich mit der Kritik an Amazon auseinander, präsentiert eine Online-Umfrage zum Thema Amazon und gibt schließlich einen Ausblick (u.a. „Amazon – Das Reisebüro der Zukunft?“).

Das Buch ist praktisch für jedermann interessant: Für die Zielgruppe des Buches, nämlich potentielle Online-Verkäufer, wie auch für jeden Kunden, aber auch Nicht-Kunden von Amazon, um hinter die Kulissen des Verkaufs und der Logistik von Amazon zu schauen und die Vorteile zu verstehen, die Amazon groß gemacht haben. Das Buch ist in einer einfachen Sprache verfasst und verlangt keine Vorkenntnisse.

Für viele Einzelhändler könnte das Buch ein letzter Weckruf sein, die neue Welt des Einzelhandels über das Internet mit ihren Chancen und Risiken zu verstehen und von den Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Für junge Gründer könnte das Buch ein erster Schritt in die Selbständigkeit sein, da es nicht nur Motivation vermittelt, sondern auch vor rechtlichen Risiken warnt und aufzeigt, an welcher Stelle professionelle Beratung unabdingbar ist.

Mehr zum Thema Start-up in Ann-Kristin Achleitner und Oliver Everling (Herausgeber):Existenzgründerrating. Rating junger Unternehmen, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1. Auflage August 2004, http://www.gabler-verlag.de, gebundene Ausgabe, 516 Seiten, ISBN 3-409-12572-8.

Themen: Bücher, Existenzgründerrating, Rezensionen | Kein Kommentar »

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