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Branchenrating auf der dreidimensionalen Landkarte: Wie Data2Space regionale Wirtschaftsstrukturen vergleichbar macht
Von Dr. Oliver Everling | 3.September 2026
Ein Branchenrating bewertet nicht nur einzelne Unternehmen, sondern die wirtschaftlichen Bedingungen einer gesamten Branche. Für Kreditgeber, Investoren, Family Offices, Standortentwickler und Unternehmen ist dabei eine Frage besonders relevant: Wo befindet sich eine Branche, wie stark ist sie an einem Standort vertreten und welche anderen wirtschaftlichen Strukturen befinden sich in seiner Umgebung?
Data2Space eröffnet hierfür eine neue Perspektive. Data2Space verbindet Branchendaten mit geografischen Informationen und macht daraus eine dreidimensionale Informationslandschaft. Standorte werden nicht mehr lediglich auf einer zweidimensionalen Karte markiert, sondern als wirtschaftliche Räume dargestellt, in denen sich Branchen, Unternehmen, Kapital, Arbeitsplätze und weitere Faktoren miteinander verbinden lassen.
Eine solche dreidimensionale Landkarte kann beispielsweise Deutschland, Europa oder eine einzelne Metropolregion abbilden. Jeder Standort erhält dabei eine eigene wirtschaftliche Struktur. Die geografische Position bildet die Grundlage, während zusätzliche Dimensionen Informationen über die wirtschaftliche Bedeutung des jeweiligen Standorts aufnehmen.
Die Höhe eines Punktes, einer Säule oder eines Gebäudes kann beispielsweise die Größe einer Branche repräsentieren. Ein Standort mit einem hohen Anteil an Automobilunternehmen erscheint entsprechend als höherer Bereich in der Karte. Andere Standorte können durch niedrigere Ausprägungen gekennzeichnet sein. Dadurch entsteht bereits auf der ersten Ebene ein räumlicher Eindruck von Branchenschwerpunkten.
Noch aussagekräftiger wird die Darstellung, wenn mehrere Branchen gleichzeitig berücksichtigt werden. Ein Standort kann beispielsweise gleichzeitig für Maschinenbau, Chemie, Finanzdienstleistungen und IT relevant sein. Jede Branche kann innerhalb der dreidimensionalen Struktur eine eigene Ebene oder visuelle Ausprägung erhalten. Damit entsteht kein einfaches Branchenranking, sondern ein räumliches Branchenprofil.
Ein Standort wird nicht mehr nur mit einem einzelnen Wert bewertet. Er erhält eine Kombination verschiedener Branchenausprägungen. Zwei Städte können deshalb dieselbe Gesamtwirtschaftsleistung aufweisen und dennoch vollkommen unterschiedliche Branchenprofile besitzen. Das Branchenrating kann diese Unterschiede systematisch erfassen.
Besonders interessant ist der direkte Vergleich mehrerer Standorte. Eine dreidimensionale Landkarte ermöglicht es, beispielsweise Frankfurt, München, Berlin, Paris, London oder Mailand innerhalb einer gemeinsamen Informationswelt zu betrachten. Der Nutzer kann von einer gesamteuropäischen Übersicht in einzelne Regionen hineinzoomen und anschließend einzelne Städte oder Wirtschaftsräume analysieren. Dabei bleibt die geografische Beziehung erhalten.
Genau diese räumliche Dimension unterscheidet die Analyse von einer klassischen Tabelle. In einer Tabelle stehen Städte untereinander und Branchen nebeneinander. Die geografische Nähe zwischen den Standorten ist dagegen nur indirekt erkennbar. Auf einer dreidimensionalen Landkarte wird sie zum Bestandteil der Analyse. Dadurch lassen sich Cluster erkennen.
Mehrere Standorte mit hoher Konzentration einer bestimmten Branche bilden beispielsweise einen räumlichen Schwerpunkt. Ein solcher Cluster kann auf eine gemeinsame industrielle Basis, spezialisierte Zulieferer, Forschungsinstitutionen, qualifizierte Arbeitskräfte oder eine entsprechende Infrastruktur hinweisen. Für ein Branchenrating ist dies relevant, weil die Wettbewerbsfähigkeit einer Branche häufig nicht auf einzelnen Unternehmen beruht, sondern auf einem gesamten regionalen Ökosystem. Data2Space kann dieses Ökosystem sichtbar machen.
Ein Standort kann beispielsweise eine hohe Konzentration von Biotechnologieunternehmen aufweisen. In unmittelbarer Umgebung befinden sich möglicherweise Universitäten, Forschungseinrichtungen, Kliniken, Venture-Capital-Investoren und spezialisierte Dienstleister. Die dreidimensionale Karte kann diese Elemente miteinander verbinden. Damit wird aus einem Branchenstandort ein Branchenökosystem.
Auch die Stärke einzelner Unternehmen innerhalb eines Clusters kann dargestellt werden. Unternehmen können als einzelne Objekte innerhalb des Standortes erscheinen. Ihre Größe kann beispielsweise Umsatz, Mitarbeiterzahl oder Bilanzsumme repräsentieren. Weitere Eigenschaften können durch andere visuelle Merkmale abgebildet werden. So lässt sich erkennen, ob eine Branche an einem Standort von wenigen großen Unternehmen dominiert wird oder auf einer Vielzahl mittelständischer und kleiner Unternehmen basiert.
Das ist für das Branchenrating ein wichtiger Unterschied. Eine hohe Branchenkonzentration kann einerseits auf starke Marktführer hinweisen. Andererseits kann sie ein Konzentrationsrisiko darstellen. Wenn ein regionaler Cluster von einem einzigen Großunternehmen abhängig ist, besitzt er eine andere Risikostruktur als ein diversifiziertes Netzwerk aus vielen Unternehmen. Data2Space macht diese Struktur unmittelbar sichtbar.
Auch die Entwicklung über die Zeit kann Bestandteil der dreidimensionalen Landkarte werden. Der Nutzer kann beispielsweise die Branchenstruktur eines Standorts im Jahr 2015, 2020 und 2025 vergleichen. Veränderungen der Unternehmenszahl, Beschäftigung, Umsätze oder Investitionen werden dadurch als räumliche Entwicklung erkennbar. Ein Standort kann dadurch von einem früheren Branchenschwerpunkt zu einem neuen wirtschaftlichen Zentrum werden. Diese zeitliche Dimension ist besonders für Standort- und Kreditrisiken relevant. Eine Region mit starkem Wachstum in einer Branche besitzt andere Perspektiven als eine Region, in der die Branche seit Jahren an Bedeutung verliert.
Das Branchenrating kann deshalb nicht nur die aktuelle Stärke eines Standorts messen, sondern auch seine Dynamik. Besonders interessant wird die dreidimensionale Darstellung durch Filterfunktionen. Der Nutzer kann beispielsweise ausschließlich die Automobilindustrie anzeigen, anschließend Maschinenbau und danach IT und Software. Ebenso können nur Unternehmen bestimmter Größenklassen, Ratingklassen oder Wachstumsraten eingeblendet werden. Dadurch verändert sich die Karte entsprechend der jeweiligen Fragestellung.
Ein Investor kann beispielsweise nach Standorten mit hoher Konzentration wachstumsstarker Unternehmen suchen. Eine Bank kann Regionen mit hoher Kreditkonzentration in einer bestimmten Branche analysieren. Ein Family Office kann Standorte identifizieren, an denen potenzielle Beteiligungen besonders stark vertreten sind. Das gleiche räumliche Modell dient damit unterschiedlichen Analysezwecken.
Auch Branchenrisiken lassen sich geografisch darstellen. Eine Branche kann in einer bestimmten Region besonders stark von einem einzelnen Markt, einem Rohstoff oder einer regulatorischen Bedingung abhängig sein. Solche Abhängigkeiten können mit den Standorten der Unternehmen verbunden werden. Damit entsteht eine räumliche Risikokarte.
Für ein Kreditinstitut ist beispielsweise interessant, wie stark sein Kreditportfolio regional und sektoral konzentriert ist. Werden viele Kredite an Unternehmen derselben Branche und derselben Region vergeben, kann ein gemeinsamer externer Schock zahlreiche Kreditnehmer gleichzeitig betreffen. Data2Space kann die Kreditnehmer als Elemente der dreidimensionalen Wirtschaftslandschaft darstellen und die Kreditbeziehungen ergänzen. Damit wird aus dem Branchenrating eine Grundlage für die Analyse von Konzentrationsrisiken.
Auch für Immobilienfinanzierungen ist diese Perspektive relevant. Die wirtschaftliche Qualität eines Immobilienstandorts hängt unter anderem von der Struktur seiner lokalen Wirtschaft ab. Eine Region mit starkem Beschäftigungswachstum in zukunftsorientierten Branchen kann andere Perspektiven besitzen als eine Region mit rückläufigen industriellen Kernbranchen. Eine dreidimensionale Landkarte kann diese wirtschaftliche Basis sichtbar machen und mit Immobilienstandorten verbinden. So lässt sich beispielsweise analysieren, welche Branchen in einem Einzugsgebiet Arbeitsplätze schaffen, welche Unternehmen dort investieren und welche wirtschaftlichen Cluster die Nachfrage nach Büro-, Wohn- oder Logistikimmobilien unterstützen. Die Standortanalyse wird dadurch Teil des Branchenratings.
Auch die Beziehungen zwischen Standorten können dargestellt werden. Unternehmen unterhalten Lieferketten, Niederlassungen, Produktionsstätten und Dienstleistungsbeziehungen über mehrere Regionen hinweg. Diese Beziehungen können als Verbindungen zwischen den Standorten erscheinen. Dadurch wird sichtbar, dass eine Branche nicht nur aus geografisch getrennten Punkten besteht, sondern aus einem Netzwerk wirtschaftlicher Beziehungen.
Ein Automobilstandort kann beispielsweise mit Zulieferstandorten in anderen Regionen verbunden sein. Ein Finanzzentrum kann mit internationalen Banken und Dienstleistern verbunden werden. Ein Technologiecluster kann Beziehungen zu Forschungszentren und Venture-Capital-Standorten aufweisen. Data2Space kann diese Beziehungen als Teil der räumlichen Wirtschaftsstruktur darstellen. Damit entsteht eine neue Form des Branchenbenchmarks. Statt lediglich Rankings wie „Standort A liegt auf Platz eins, Standort B auf Platz zwei“ zu erzeugen, zeigt die dreidimensionale Darstellung, warum sich die Standorte unterscheiden.
Ein Standort kann eine hohe Branchenstärke besitzen, aber gleichzeitig eine geringe Diversifikation. Ein anderer Standort kann mehrere mittelstarke Branchen miteinander verbinden. Ein dritter Standort kann besonders dynamisch wachsen. Das Branchenrating wird dadurch differenzierter.
Auch internationale Vergleiche werden möglich. Städte, Regionen oder Länder können nach denselben Kriterien analysiert werden. Die dreidimensionale Karte bildet dabei einen gemeinsamen Bezugsraum. Ein europäischer Vergleich kann beispielsweise zeigen, wo bestimmte Branchen besonders stark konzentriert sind. Ein globales Modell kann anschließend internationale Cluster sichtbar machen.
Durch das Hineinzoomen kann der Nutzer von der globalen Ebene über Länder und Regionen bis zu einzelnen Städten und Unternehmen navigieren. Diese Möglichkeit ist besonders wichtig für komplexe wirtschaftliche Fragestellungen. Ein Branchenrating muss häufig gleichzeitig die Makroebene und die Mikroebene berücksichtigen. Data2Space verbindet beide Perspektiven in einem Modell.
Auf der Makroebene erscheint die geografische Branchenstruktur. Auf der Mikroebene lassen sich einzelne Unternehmen, Beteiligungen oder Finanzierungen untersuchen. Damit entsteht eine wirtschaftliche Landkarte, die nicht nur Standorte zeigt, sondern deren wirtschaftliche DNA.
Für Family Offices eröffnet dies beispielsweise die Möglichkeit, Regionen nach Investitionspotenzial zu untersuchen. Ein Investmentteam kann erkennen, wo bestimmte Zukunftsbranchen konzentriert sind und welche Unternehmen innerhalb dieser Cluster besonders interessant erscheinen.
Für Banken kann die gleiche Struktur zur regionalen Kreditrisikoanalyse dienen. Für Unternehmen kann sie bei Standortentscheidungen helfen. Für Investoren kann sie als Grundlage für die Suche nach Branchenclustern und Beteiligungsmöglichkeiten dienen.
Das Branchenrating wird dadurch zu einem vielseitigen Analyseinstrument. Die entscheidende Innovation liegt darin, dass Data2Space Branchenrating und Geografie nicht getrennt behandelt. Ein Branchenrating erhält dadurch eine räumliche Dimension. Ein Standort erhält gleichzeitig ein strukturiertes Branchenprofil.
Aus der Frage „Wie stark ist diese Branche?“ wird die wesentlich umfassendere Frage: „Wo ist diese Branche stark, welche anderen Branchen befinden sich dort, welche Unternehmen tragen diese Stärke, wie entwickeln sich diese Cluster und welche wirtschaftlichen Beziehungen verbinden sie?“ Eine dreidimensionale Landkarte kann diese Fragen in einer gemeinsamen Informationsumgebung beantworten. Damit wird wirtschaftliche Konzentration sichtbar, ohne die geografische Dimension zu verlieren. Branchenschwerpunkte werden zu räumlichen Strukturen, Unternehmen zu Bestandteilen von Clustern und Standorte zu komplexen wirtschaftlichen Profilen.
Data2Space macht aus dem klassischen Branchenrating deshalb eine interaktive Wirtschaftslandkarte. Nutzer können Standorte vergleichen, in einzelne Regionen hineinzoomen, Branchen filtern, Unternehmen untersuchen, Entwicklungen über die Zeit verfolgen und wirtschaftliche Beziehungen sichtbar machen. So entsteht ein Branchenrating, das nicht nur bewertet, sondern Orientierung gibt: Wo entstehen wirtschaftliche Schwerpunkte? Welche Regionen diversifizieren sich? Wo konzentrieren sich Risiken? Welche Standorte entwickeln neue Branchenkompetenzen? Und wo liegen die Unternehmen, die diese Entwicklung tatsächlich tragen? Die Antwort erscheint nicht mehr nur in einer Tabelle oder einem Ranking. Sie wird auf einer dreidimensionalen Landkarte sichtbar.
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