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DVFA Anforderungen an Structured Finance Ratings

Von Dr. Oliver Everling | 23.Februar 2010

Angesichts der Schwierigkeiten mit Umgang und Interpretation von Ratings bei Strukturierten Anleihen hat die DVFA einen Katalog von Mindestanforderungen an diese Ratings erstellt. Ziel des acht Punkte umfassenden Katalogs ist es, Originatoren der Produkte wie auch institutionellen Investoren einen Leitfaden zu geben, mit dem die Methodik und vor allem die Aussagekraft von Ratings bei dieser wichtigen Produktkategorie besser nachvollzogen werden können.

Dabei werden zunächst vor allem die Ratingagenturen aufgefordert, dass sie mehr der für das Rating relevanten Informationen offen legen sollen. Ein wichtiger Punkt ist hier die Anforderung, dass den Investoren auch Informationen und Tools über das Verhalten der Portfolios und der Ratings in Stress-Szenarien von den Ratingagenturen zur Verfügung gestellt werden sollen.

Zentral ist im Weiteren die Forderung, dass das verbriefte Portfolio aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb des Originators stammen soll. Das Gesamtportfolio und das Verbriefte Portfolio sollen dabei strukturell und qualitativ homogen sein. Damit wäre eine Verbriefung zu reinen Vertriebszwecken („originate to distribute“) nicht möglich.

Die Expertengruppe der DVFA wurde von Prof. Dr. Thomas Heidorn, Frankfurt School of Finance & Management gGmbH, geleitet. „Falls die Adressaten des Anforderungskatalogs, also die Investoren, die Ratingagenturen und gegebenenfalls die Regulierer, sich an diesen Anforderungen orientieren, könnte ein Standard für die Ratings von Structured Finance Produkten daraus resultieren“, sagte Prof. Heidorn.

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