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Eigenes Rating unterstreicht die Eigenständigkeit

Von Dr. Oliver Everling | 1.September 2016

„Wir wussten, dass es ein relativ volatiler Prozess sein wird“, sagt Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Postbank AG, auf der 21. Handelsblatt Jahrestagung „Banken im Umbruch“ mit Blick auf die Bemühungen der Deutschen Bank, die Bank mit rund 15 Millionen Kunden zu verkaufen. „Sachen müssen zusammenpassen, viele Sachen haben zusammengepasst, aber wahrscheinlich ist die Deutsche Bank für die Postbank nicht der beste Eigentümer.“

Strauß skizziert die Schritte, mit denen die Eigenständigkeit der Deutschen Postbank wiederhergestellt wurde. Dazu gehöre aktuell auch die Wiederherstellung eines eigenständigen Ratings. „Ich habe mich dafrüber gefreut, dass die Ratingagentur uns angemessen kapitalisiert sieht“, sagt Strauß und kommt  mehrfach im Interview mit Sven Afhüppe, Chefredakteur des Handelsblattes, auf das Rating zu sprechen. Die langfristigen Verbindlichkeiten werden von Fitch Ratings stabil mit BBB+ beurteilt. Hypothekenpfandbriefe erreichen sogar ein AAA.

Strauß will sich nicht wie John Cryan von der Deutschen Bank darauf festlegen lassen, rund 30 % der Arbeitsplätze abzubauen. Strauß schätzt die pragmatische Zusammenarbeit. Wenn man einen Konsens über die Zielsetzungen habe, könne eine Partnerschaft gelingen.

Die Idee des kostenlosen Kontos wurde von der Postbank abgeschafft. Entsprechend stellt sich Strauß den Fragen nach den Kundenreaktionen. Strauß berichtet von differenzierten Reaktionen. In den Monaten seit Ankündigung des veränderten Preismodells seien mehr Konten eröffnet worden als zuvor.

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