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Ende der Komfortzone

Von Dr. Oliver Everling | 13.November 2017

Wie es an den internationalen Kapitalmärkten weitergeht, untersucht Carsten Hermann, Geschäfsführer der FERI Trust GmbH, in seinem Vortrag über das „Ende der Komfortzone?“ Hermann spricht auf der 30. FERI Tagung in Frankfurt am Main.
Die Zinswende der US-FED werde am Markt möglicherweise unterschätzt, das die FED vier Zinsschritte avisiert, der Markt aber nur zwei escomptiert. Hermann warnt vor „gefährlichen“ Konsens-Trades im zurückliegenden deflationären Umfeld: Technologie und Health Care als bevorzugte Branchen, Schwellenländer-Konsumaktien, Stable-Growth- und Qualitätsaktien, idealerweise mit hoher Dividendenrendite, Unternehmensanleihen und High Yields, Emerging Market Debt und Immobilien sowie REITS.

Renten bleiben aktuell ungeeignet für Neuanlagen. Das Bewertungsniveau von Aktien ist inzwischen wieder hoch. Energieaktien zeigten über alnge Strecken aber eine relative Schwäche gegenüber dem Weltaktienmarkt. Der gegenwärtige Ölpries als auch das gegenwärtige Bewertungsniveau der Aktienmärkte rechtferrtigen eine höhere Bewertung von Energieaktien, glaubt Hermann. Außerdem erinnert er an die Korrelation von Zinsen und Bankaktien.

„Generell empfiehlt sich vor dem Hintergrund der aufgezeigten Implikation für die Kapitalmärkte, die Aktivität bei der Verwaltung von Vermögen zu erhöhen. Dies kann über eine übergeordnete taktische Asset Allocation oder über den Einsatz aktiv gemanagter Fonds erfolgen.“

Gerade der historisch erhöhte Einsatz passiver Ansätze unterstütze die potentielle Vorteilhaftigkeit dieser Handlungsempfehlung. „Je höher der Anteil aktiver Manager, umso weniger Ineffizienzen bietet der Markt. Je höher der Anteil passiver Manager und ETFs, desto ineffizienter ist der Markt und desto größer das Potential für aktive Manager/aktive Managementansätze.“

Themen: Aktienrating, Anleiherating | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.