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Im Mittelpunkt von FinTech

Von Dr. Oliver Everling | 30.August 2016

Inzwischen hat die FinTech Group mehr als 1 Mrd. € von mehr als 180.000 B2C Kunden und rund 250 B2B Kunden eingesammelt. Die zur FinTech Group gehörige biw AG zählt rund 9,5 Mrd. € assets under management. Frank Niehage, CEO der FinTech Group AG, berichtet von seinen Eindrücken aus seiner Besuche bei Google. „Die beiden Google-Gründer waren Montessori-Schüler, daher waren die Arbeitsformen und Farben, die wir heute bei Google sehen, für sie selbstverständlich.“

Niehage versteht seine Gruppe als führenden europäischen Anbieter und Betreiber für Finanztechnologie. „Rocket Internet ist ein großer Kunde, sitzt in Berlin und wird dort auch bleiben.“ Aber die meisten anderen Adressenseien in Frankfurt, daher habe die FinTech Group ihren Sitz auch nach Frankfurt am Main verlegt.

In Deutschland sieht Niehage einen Transrapid-Effekt. Die Technologie werde in Deutschland auf höchstem Niveau erdacht und mit höchster Sicherheit konzipiert, komme hier aber nicht zum Einsatz, sondern werde in China umgesetzt. Wenn es um Themen wie Bezahlsysteme gehe, sehe man in Deutschland einen ähnlichen Effekt, dass die Akzeptanz im Ausland wesentlich höher sei als bei Deutschen. „Wir bauen eine digitale Bank für Rocket Internet“, berichtet Niehage. „Wir haben mit Rocket nun den europäischen Partner, es gibt keinen besseren, genau der richtige.“

Niehage sieht seine Gruppe nicht mehr als jungen Start-up, sondern glaubt, die Erfahrungen der Gruppe an viele Start-ups weitergeben zu können. Die FinTech Group arbeitet mit einer größeren Anzahl von bekannten Adressen der FinTech-Szene zusammen.

Niehage spricht von „surf’n turf“. Das Ökosystem der FinTech Group sei vom Angebot von Fisch und Fleisch zugleich gekennzeichnet, also B2C und B2B zugleich. Kein geringerer als Amazon sei nach genau demselben Prinzip konzipiert. Niehage will die gegenseitige Befruchtung, „in unserem Bereich ergänzt sich das gut.“ Ih sei bewusst, dass in akademischen Kreisen gerne die jeweils „reine“ Lehre vertreten werde, in der Praxis bewähre sich aber die Kombination.

Niehage erläutert die Wertschöpfung der FinTech Group, wie B2B auch Nutzen für den privaten Kunden im Geschäft B2C bringt. Auf Zinspilot würden zum Beispiel nur solche Anbieter auftauchen, die zuvor auch einer Prüfung standgehalten hätten. Dazu bedürfe es Knowhows aus dem Geschäft B2B.

Mit der Commerzbank wurde eine strategische, langfristige CFD-Partnerschaft eingegangen. MorganStanley Produkte werden über flatex erhältlich sein. In Korea arbeite die FinTech Group mit Finotek zusammen. „Das wird ein Showcase sein, den wir den Banken in Deutschland verkaufen können.“ In Korea kann man in 30 Minuten ohne jeden Medienbruch ein Konto eröffnen und einen Kredit bekommen. In Korea gebe es das schon lange, da die Koreaner in Technologien und Investitionen in Humankapital stark sei. Das ganze Land sei „total vernetzt“. „Diese Technologie haben wir nur wir exklusiv“, macht Niehage klar. 

Finotek sei die erste gelistete FinTech-Firma in Korea. Umgekehrt zur FinTech Group werde Finotek auch Produkte der FinTech Group in Korea vertreiben. Frankfurt sei übrigens auch die größte Community der Koreaner in Deutschland.

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