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„Inside the Market“ auf der „funds excellence“

Von Dr. Oliver Everling | 9.Juli 2014

Prof. Dr. Thorsten Polleit von Polleit & Riechert Investment Management LLP warnt vor dem Zusammenbruch des weltweiten Papiergeldsystems, das eigentlich schon zusammengebrochen sei und nur noch künstlich „am Leben gehalten“ werde. „Uns stehen japanische Zinsverhältnisse ins Haus. Um die Schuldenproblematik in den Griff zu bekommen, stehen Vermögensabgaben an“, warnt Polleit. Die Kurse würden künstlich nach oben gettrieben. Daher sieht Polleit wenig Chancen, mit traditionellen Ansätzen noch gutes Vermögensmanagement zu machen. „Ich sehe große Probleme im Fixed-Income-Bereich. Da wird vieles wertlos werden.“

Polleit diskutiert auf der Konferenz „funds excellence“ mit Bernd Rothenhoefer, Sauren Fonds-Service AG, Gregor Hirt, UBS Global Asset Management, Thomas W. Uhlmann, AVANA Invest GmbH, Dr. Manfred Schlumberger BHF / FRANKFURT-TRUST, unter der Moderation von Dr. Bernhard Jünemann vom DAF Deutsches Anleger Fernsehen.

Gefragt nach der Rolle von Gold skizziiert Polleit weist auf die Spielregeln an den Goldmärkten hin. Gold sei das ultimative Zahlungsmittel, also nicht in erster Linie Assetklasse. Gold habe eine Versicherunngskomponente und gehe nie auf Null. Polleit weist aber darauf hin, dass Gold durch physische Abverkäufe beeinflusst werde, die wenig mit der sonstigen Einschätzung der Finanzmärkte zu tun habe.

Dr. Manfred Schlumberger hegt wenig Hoffnungen für die Anlage in Rentenpapieren. Selbst wer ein Alpha von einem Prozet erreiche, müsse damit rechnen, dass schon geringfügige Zinsanstiege diese Leitung zunichte mache. Von der EZB gingen in der Vergangenheit schon mehrfach Feuerwerke aus, jedoch sei das Potential gering. Schlumberger spielt auf das Phänomen an, dass bei Nullzinsen nicht verhindert werden kann, dass Anleger Liquidität halten und nicht gewzungen sind, nominal Negativzinsen zu akzeptieren.

Grgor Hirt widerspricht der Vorstellung, dass man eine Assetklasse „Emerging Markets“ diskuttieren könne. Der Anleger müsse sich auch unter den Emerging Markets die Unterschiede genau ansehen, wie auch zwischen den industrialisierten, entwickelten Märkten wie Japan und Deutschland zu unterscheiden sei.

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