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Internationales Netwerk für Wachstumsfinanzierung

Von Dr. Oliver Everling | 9.Mai 2016

Dr. Cord Gebhardt aus der Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse berichtet im MontagsMeeting des eff European Finance Forum in Frankfurt am Main über das Deutsche Börse Venture Network (DBVN). Er nimmt den Einstieg in seinen Vortrag über eine Zusammenfassung des hervorragenden Unternehmens- und Innovationspotenzials Deutschlands, die starke und etabliere Forschungs- und Bildungslandschaft, den deutschen Mittelstand und das Ansehen deutscher Firmen im Ausland als zuverlässiger Geschäftspartner. In einer BBC-Umfrage schnitt Deutschland gar als das vermutlich „weltweit attraktivste Land“ für Unternehmen ab.

Gebhardt kommt auf verschiedene „aber“ zu sprechen: „Allerdings ist die Finanzierungskette unterbrocchen, die Wachstumsfinanzierung ist zu niedrig, um langfristig erfolgreiche Unternehmen zu schaffen.“ Family & Friends, Incubators, Business Angels, Venture Capital bilden eine Kette von Seed, Early bis Growth, jedoch klafft ein Funding Gap zwischen Venture Capital und Private Equity sowie – als letzte Entwickllungsphase – Public Markets. Gebhard erinnert an den Neuen Markt und die Erfahrungen, die mit dem Aufstieg und Niedergang des Marktes gemacht wurden.

Gebhardt geht auf verschiedene Versuche ein, die Lücke zu schließen. Eine Vielzahl von Möglichkeiten sind bkeannt, jedoch fand sich auf der Seite der Politik entweder nicht der Wille oder nicht das finanzielle Mittel, um diese umzusetzen. Gebhardt stellt daher die Plattform vor, die zwischenzeitlich aus 151 Investoren aus den Bereichen PE/VC, Family Offices usw. aufgebaut wurde. Bereits 75 Wachstumsunternehmen seien im DBVN. „Im Moment ist es eine reine Dating-Plattform mit geschlossenen Räumen“, berichtet Gebhardt.

Wachstumsunternehmen bietet das DBVN einen vereinfachten Zugang zu einem breiten Pool an ausgewählten Invstoren im In- und Ausland, Zugang zu privatem Kapital ohne die hohen Anforderungen des öffentlichen Kapitalmarkts und Unabhängigkeit von den Einschätzungen der Investmentbanken und Intermediäre und den Aufbau von „Best Practice“ Kapitalmarkt-Know-how. Reporting- und Corporate Governance-Struktur können so kontinuierlich auf ein IPO vorbereitet werden, „Kapiital-neutral“ in Bezug auf Finanzierungskanäle. Das DBVN liefert eine erste Einschätzung zur unternehmenseigenen Equity Story.

Investoren bietet DBVN einen vereinfachten und verbesserten Zugang, auch zu neuen Co-Investoren und Ankerinvestoren. Erweiterung des eigenen Netzwerks, Zugang zu einer transparenten IPO-Pipeline und Pre-IPO-Beteiligungsmöglichkeiten sind weitere Vorteile für Investoren, glaubt Gebhardt und will das Netzwerk als ein „umfassendes Ökosystem“ verstanden wissen aus Online Plattform, Offline Plattform und Trainings. „Die ältere Generation kann sich das vielleicht nicht vorstellen, aber tatsächlich findet heute die Kontaktanbahnung oft im Chat statt.“ Von den neuen Kommunikationsmedien werde reger Gebrauch gemacht, berichtet Gebhardt und stellt auch die technologischen Herausforderungen dar, die mit einem Anspruch eines „One-Stop-Shop für Networking, Matching und Anbahnung von Transaktionen“ einhergeht.

Themen: Existenzgründerrating, Mittelstandsrating, Unternehmensrating | Kein Kommentar »

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