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Investor Relations 2.0 zwischen Bull, Bear & Bird

Von Dr. Oliver Everling | 10.Dezember 2012

Wie verändern innovative Instrumente der Finanzbranche die Investor Relations Kommunikation? Zu dieser Frage spricht im MontagsMeeting des eff European Finance Forum in Frankfurt am Main Stephan Beier, Managing Director der fu communications GmbH & Co. KG. Die schöpferische Kraft aus dem Nichts – dafür steht die Bezeichnung „fu“, abgeleitet aus dem Namen einer Gottheit aus Afrika. Beier spricht zum Thema „Investor Relations 2.0″.

In den letzten drei Jahren hat sich die Internetnutzung in Deutschland verdoppelt. Print wird mobil und digital, denn knapp die Hälfte der Zeitungsleser lesen ihre Tageszeitungen digital. Das zeigen Ergebnisse der Befragungen. Nur 13 % der börsennotierten Konzerne haben aber Websites, die für mobile Endgeräte optimiert sind. Auf 30 % der IR-Seiten suchen Nutzer Finanzkennzahlen vergeblich. Ebenso fehlen die Erläuterung der Unternehmensziele und der Strategie.

Das Internet ist eines der schnellsten Medien, minütliche Aktualisierungen sind Nutzer aus vielen Anwendungen gewohnt. „BASF ist Benchmark geworden“, berichtet Beier. Die Seite biete besonders viele Tools, um Informationen transparent zu machen. Informationen über die Aktie, Termine, Services, Corporate Governance usw. sind nur einige Beispiele, die Beier in der Veranstaltung des eff präsentiert.

„Im Web 1.0 ist der User gesurft und hat gesucht, im Web 2.0 geht es nur noch darum zu finden“. Zügig zu den neuesten News zu gelangen, das ermögliche die Website der BASF, macht Beier klar. Online Medien erhöhen die Vielzahl mögliciher Quellen und interessanter Informationen sehr stark. Dazu sei die Akutalisierung der Website mit Informationen aus dme Finanzbericht notwendig. Beier skizziert die Überlegungen zur Weiterentwicklung, Updates, Investor Days, Banner, Tag, Cloud und nicht zuletzt die Webstatistiken bedürfen sorgfältiger Reflexion.

Beier präsentiert eine Checkliste, auf welche Aspekte es ankommt. Directors Dealings und Stimmrechtsmeldungen müssen schon aus rechtlichen Gründen berücksichtigt werden. „Auf manchen Websites gibt es schon mehr Videos als Text“, berichtet Beier und skizziert den Wandel im Anspruch hin. Beier erläutert auch, wie beispielsweise das Programm Prezi PowerPoint nicht ersetze, aber neue Effekte ermögliche. Der entscheidende Unterschied liege in der besseren Erinnerbarkeit, denn jede Information verbinde sich mit anderen Informationen, lasse eine klare Zuordnung transparent werden.

„Erstmals erhobene Reichweiten von Smartphone-Apps und Tablet-Apps im IR-Bereich bewegen nich auf vergleichsweise niedrigem Niveau“, berichtet Beier. Die Deutsche Bank biete beispielsweise bereits eine Anzahl von Apps, die für Smartphones optimiert sind. Die wenigsten Konzernlenker sind „kameratauglich“, sagt Beier, sie würden sich sogar vor laufenden Kameras fürchten. Kommt zu Bull und Bear nun auch noch Bird? Beier führt mit diesem Bild in die Rolle von Social Media in den Investor Relations ein. Was kommuniziert werden kann oder darf, müsse dazu vorab klargelegt sein. International vertrauen immerhin fast dreimal so viele Menschen (14 %) auf Social Media als in Deutschland (5 %).

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