« | Home | »

Ist Kreditmediation die Antwort auf die neuen regulatorischen Anforderungen der Banken?

Von Rainer Kreutz | 12.August 2011

Die deutsche mittelständische Wirtschaft ist überwiegend fremdfinanziert und ist auf stabile Beziehungen zu ihren Kreditgebern angewiesen. Die neuen Anforderungen an die Banken führen durchaus zu einem differenzierten Kreditverhalten gegenüber Unternehmen. Damit sich die Belastungen aus den Folgeregelungen Basel III für die Banken in Grenzen halten, werden die Banken eher in risikoärmere Geschäfte investieren und ihre Risikopolitik damit umstellen. Denn höhere Kapitalanforderungen führen zu höheren Eigenkapitalbindungen, die wiederum die Marge der Kreditgeschäfte negativ beeinflussen.

Prof. Dr. Andreas HuberSoweit die Autoren im Buch: „Finanzkommunikation – Chancen durch Kreditmediation“: Prof. Dr. Andreas Huber und Oliver Briemle befassen sich in ihrem Beitrag zum Buch von Frank Armbruster, Oliver Everling und Rainer Langen (Herausgeber: Bank-Verlag Medien GmbH, http://www.bank-verlag-medien.de/, Köln 2011, Art.-Nr. 22.474-1100, ISBN 978-3-86556-262-3.) mit der Frage, ob „die Kreditmediation die Antwort auf die neuen regulatorischen Anforderungen der Banken“ ist.

Der an der Hochschule für Ökonomie und Management lehrende Diplom-Ökonom geht ausführlich auf die Situation in der Praxis ein, und zeigt umfassend das Handeln des Kreditmediators bei einem Unternehmensbewertungsprozess. Über seine wissenschaftliche Tätigkeit hinaus ist er bei Niederrheinischen Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfergesellschaft http://www.steuern-htp.de tätig und begleitetet hier mittelständische Unternehmen bei Finanzierungsfragen, Unternehmensbewertungen und Nachfolgeregelungen.

image

Prof. Dr. Huber und Briemle erwarten, dass „die Anforderungen an die Unternehmen in Zukunft durch die Novellierung des Bankenrechts nicht einfacher werden. Entscheidend ist eine offene und zeitnahe Kommunikation gegenüber den Kreditinstituten. Hierbei spielt insbesondere die professionelle Aufbereitung der Unterlagen mit entsprechendem inhaltlichem Tiefgang für eine erfolgreiche geschäftliche Zusammenarbeit. Etwaige Engpässe und anstehende Kapitalbedarfe sollten von den Unternehmen frühzeitig identifiziert und kommuniziert werden. Die Banken haben zwischenzeitlich einen klaren Fokus und sind bestrebt rechtzeitig die neuen Eigenkapitalanforderungen erfüllen zu können. Dies geht nur im Rahmen eines sehr bewussten Umgangs mit Adressrisiken, damit die angestrebte Kapitalallokation weitere Auflagen der BAFin überflüssig machen. Zudem scheint es für Unternehmen immer wichtiger zu werden, sich mit Alternativen zu beschäftigen.“

Themen: Bücher, Finanzkommunikation | Kein Kommentar »

Kommentare

Sie müssen eingelogged sein um einen Kommentar zu posten.

  • Dr. Oliver Everling

    Dr. Oliver Everling ist Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH in Frankfurt am Main.

    Als Gesellschafter, Beirat, Aufsichtsrat, Independent Non-Executive Director nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen, Mitglied von Ratingkommissionen, Chairman des ISO-TC "Rating Services", Gastprofessor der CUEB in Peking und zum Beispiel als Herausgeber von mehr als 50 Büchern war oder ist er mit Ratingfragen befasst.

    Nach Promotion am Bankseminar der Universität zu Köln war Dr. Oliver Everling Referent des Arbeitskreises Rating der WM Gruppe und ab 1991 Geschäftsführer der Projektgesellschaft Rating mbH sowie von 1993 bis 1998 Abteilungsdirektor und Referatsleiter in der Dresdner Bank.