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Katalysator für Master-KAG 2.0

Von Dr. Oliver Everling | 31.Dezember 2010

Krisen an den Finanzmärkten sind für institutionelle Investoren grundsätzlich nicht neu. Kapitalmärkte verlaufen seit jeher in Zyklen und auf längere Aufschwungsphasen folgt immer wieder eine mehr oder minder deutliche oder sogar krisenhafte Konsolidierung. „Und regelmäßig haben diese Turbulenzen Spuren in den Anlageportfolien von Banken, Versicherungen, Unternehmen, Versorgungswerken und Stiftungen hinterlassen“, fügt Bernd Vorbeck hinzu.

Bernd Vorbeck ist seit März 2007 Sprecher der Geschäftsführung der Universal-Investment-Gesellschaft, seit 1999 gehört der Diplom-Ingenieur und Finanzanalyst (CEFA) der Geschäftsleitung der Kapitalanlagegesellschaft an. In seiner Funktion konzentriert er sich neben der aktiven Betreuung zahlreicher institutioneller Kunden und Fondspartner im Wesentlichen auf die Unternehmensstrategie, die gesamte Vertriebssteuerung, das Portfoliomanagement sowie die Bereiche Unternehmenskommunikation, Recht und Personal. Seit September 2007 ist er zudem Vorstandsmitglied des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V.

Im Unterschied zur Vergangenheit hat die seit 2008 andauernde Finanz- und Währungskrise für viele Investoren wie ein Katalysator gewirkt, zeigt Vorbeck auf: „Sie hat zu einer ganz grundsätzlichen Auseinandersetzung mit der verfolgten Anlagestrategie und in vielen Fällen zu einem Umdenken geführt. Anders als in vorausgegangenen turbulenten Marktsituationen, als man mit der Erholung der Kurse relativ schnell wieder zur Tagesordnung überging, ist bei Kunden inzwischen eine Verlagerung der Gewichte zu erkennen.“

Konzentrierten sich Anleger bisher auf eine ausgefeilte strategische Asset Allocation in Verbindung mit aufwändigen Selektionsprozessen auf der Asset Manager-Seite, so stehen für Investoren heute viel stärker Risikobudgets und die Risikostruktur ihrer Vermögenswerte einschließlich ihrer Verpflichtungen im Vordergrund, berichtet Vorbeck in seinem Beitrag für das Buch von Volker Braunberger, Oliver Everling und Uwe Rieken (Herausgeber): Rating von Depotbank und Master-KAG, Anlegerschutz und Effizienzsteigerung für Investmentfonds, Gabler Verlag – Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, http://www.gabler.de, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-8349-2578-7.

Auch in der Struktur der Mandate selbst habe sich bei vielen Investoren eine Änderung ergeben: Als Reaktion auf die Krise und die Beschäftigung mit Risikobudgets konzentriert man sich auf Absolute Return-Mandate oder kombiniert passive Strukturen mit High-Alpha-Anlagen. Alternative Asset-Klassen wie Holz, Infrastruktur, Rohstoffe oder Währungen, aber auch Anlagestrategien aus der Hedgefondswelt finden sich immer häufiger in den Portfolien von Großanlegern wieder.

Themen: Bücher, Master-KAG Rating | Kein Kommentar »

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.