« | Home | »

Mit Studien fachlich überzeugen

Von Dr. Oliver Everling | 24.Januar 2014

Eine Mehrheit großer und mittlerer Unternehmen gibt Studien heraus, um sich als Experten und Meinungsführer im jeweiligen Produkt- und Themenbereich zu positionieren. Dies ist ein Resultat der aktuellen Befragung des F.A.Z.-Instituts unter 165 Kommunikationsentscheidern deutscher Unternehmen für die Publikation „Studien in der Unternehmenskommunikation“. Hauptzielgruppen der Studien sind Medien und Fachöffentlichkeit sowie potentielle Kunden.

Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit setzen Unternehmen zunehmend auf Fakten und Daten. Diese sollen interessant sein und Journalisten, Mediennutzern und Kunden einen Mehrwert bieten. Eine der Hauptquellen solcher Informationen sind Studien, die die Unternehmen allein oder in Kooperation mit Marktforschungsinstituten herausgeben. Wie die Befragung des F.A.Z.-Instituts zeigt, halten 78 Prozent der Kommunikationsentscheider Studien für ein erfolgsversprechendes Werkzeug. 61 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits Studien herausgegeben, die meisten davon planen dies auch für die Zukunft.

Mit Studien wollen die Unternehmen vor allem Kompetenz zeigen und sich als Meinungsführer in ihrem jeweiligen Themenbereich positionieren (85 Prozent der Befragten). Außerdem verbinden die Unternehmen damit die Absicht, Medienresonanz zu erzeugen (71 Prozent) sowie ihre Reputation und Marke zu stärken (61 Prozent).

Die wichtigsten Zielgruppen für Studien sind Journalisten (91 Prozent), die Fachöffentlichkeit (76 Prozent) und potentielle Kunden (66 Prozent). Zur Verbreitung nutzen die Unternehmen unterschiedliche Präsentationsformen. Am häufigsten sind Pressemeldungen (90 Prozent), PDF-Dateien (84 Prozent) und Pressekonferenzen (73 Prozent). Die gedruckte Ausgabe der Studie soll vor allem (potentielle) Kunden, Politiker und andere Entscheider erreichen (69 Prozent).

Digitale Formate liegen im Trend. Zur Studienpräsentation und -verbreitung halten die Befragten insbesondere Microsites für sinnvoll, das sind schlanke Websites, die die Studienergebnisse multimedial darstellen (73 Prozent). Letztlich sorgen die Kombination aus digitalen und gedruckten Formaten sowie Pressekonferenzen, Workshops oder Roundtables für die größte Resonanz in den gewünschten
Zielgruppen.

Für die Publikation „Studien in der Unternehmenskommunikation wurden im Dezember 2013 insgesamt 165 Kommunikationsentscheider aus allen Wirtschaftsbereichen befragt.

Themen: Finanzkommunikation | Kein Kommentar »

Kommentare

Sie müssen eingelogged sein um einen Kommentar zu posten.

  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen.