Chancen durch Management-Beteiligungen

Von Dr. Oliver Everling | 8.Dezember 2017

„Unsere ersten Management-Buy-Out-/Management-Buy-In-Beratungsprojekte gab es bereits in unserem Gründungsjahr 1978″, berichtet Karl A. Niggemann vom Institut für Wirtschaftsberatung Niggemann & Partner GmbH. „Die Projekte wurden allerdings von Unternehmen initiiert. Das erste Projekt war ein Unternehmen in einer Restrukturierungsphase. Das Management wurde gut beurteilt – die Gründe für die Fehlentwicklung lagen im Gesellschafter-Bereich.“

Damit waren klassische Voraussetzungen für einen Buy-Out vor. „Das Management wollte nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern sah auch gute Chancen für eine erfolgreiche Fortführung. Als Eigenkapitalpartner konnten wir seinerzeit einen Unternehmer gewinnen. Sowohl das Management als auch der Eigenkapitalpartner konnte mit dem Verkauf des Unternehmens nach 12 Jahren sehr günstige Ergebnisse erzielen.“

Nach weiteren von Unternehmen initiierten Projekten wie die Veräußerung von Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften von Großunternehmen hat sich die Mandatsstruktur beim Institut für Wirtschaftsberatung Niggemann & Partner GmbH gewandelt: „Seit einigen Jahren werden wir überwiegend von Führungskräften beauftragt, für die wir in der Regel diese Leistungen übernehmen: Beurteilung der Machbarkeit von Projekten, Idealprofil von Zielunternehmen, Identifizierung geeigneter Unternehmen, vertrauliche Kontaktaufnahme mit den Gesellschaftern der Zielunternehmen – latent vorhandene Verkaufsbereitschaft wecken, Exklusivverhandlungen führen -, Voruntersuchung Unternehmen, Beurteilung von Chancen und Risiken, Identifizierung geeigneter Eigenkapitalpartner, Entwicklung des Finanzierungskonzepts, Bewertung und Preisfindung bis hin zur Verhandlungsführung.“

Von den mehr als 500 Unternehmensverkäufen und -käufen seit 1978 handelte es sich, so Niggemann, um über 100 Management-Buy-Outs oder Management-Buy-Ins. Die Entwicklung vom Manager zum Unternehmer ist Vielen erfolgreich gelungen.

Planung und Umsetzung von Buy-Outs erfordern spezielle Kenntnisse. Diese werden nun in einem neuen Workshop „Management-Beteiligungen“ vermittelt, welcher die wichtigen Themen für die erfolgreiche Umsetzung von Buy-Outs vermittelt. Erfahrene Experten stehen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Mehr Details dazu: http://ifwniggemann.de/

Literaturhinweis: Ann-Kristin Achleitner, Oliver Everling und Karl A. Niggemann (Herausgeber): Finanzrating: Gestaltungsmöglichkeiten zur Verbesserung der Bonität, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden, 1. Auflage Januar 2007, http://www.gabler-verlag.de, gebundene Ausgabe, 275 Seiten, ISBN 978-3-8349-0245-0.

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Weniger Haken bringen mehr URA-Haken

Von Dr. Oliver Everling | 8.Dezember 2017

Mittelstandsanleihen wiesen in Deutschland zahlreiche Schwächen und Haken auf – zahlreiche Insolvenzen stellten diese Tatsachen unter Beweis. Nun scheint Licht am Ende des Tunnels, denn die URA Research GmbH kann in ihren Checklisten bei mehr positiven Nachrichten ihre Haken setzen und die Qualität von Anleihen und Emittenten bestätigen.

In den letzten 3 Monaten wurden wieder zahlreiche Finanzberichte veröffentlicht. Auf diese geht die URA Research GmbH ein. Aufgrund der Finanzberichte wurde die URA-Beurteilung für 15 Anleihen bestätigt, für HanseYachts II hat sie sich verbessert, und PORR II wurde auf „watch“ gesetzt. Die 3 Folgeanleihen Neue ZWL III, Photon Energy II und VEDES III wurden neu in die URA-Beobachtung aufgenommen.

Jens Höhl, Geschäftsführer der URA Research GmbH, erläutert, was den Analysten aus München im Rahmen ihres Monitorings aufgefallen ist (weitere Details auf www.ura.de):

Von den momentan von URA beobachteten Anleihen haben nur noch 12% keinen „URA-Haken“, verglichen mit 25% im Dezember vor 2 Jahren sowie mit 33% vor 3 Jahren. Diese Entwicklung zeige die verbesserte Qualität der nach der Refinanzierung ihrer Anleihe bzw. nach einer Insolvenz „übriggebliebenen“ Emittenten bzw. der neuen Emittenten.

Es haben sich bei den Folge- und Neuemissionen in den letzten 2 Jahren auch die Anleihebedingungen verbessert: Neben inzwischen weit verbreiteten Ausschüttungssperren gibt es z.B. jetzt auch in Einzelfällen „Zins-Step-ups“ beim Verstoß gegen bestimmte Schutzklauseln.

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Gefährliche Einengung zwischen B und BB

Von Dr. Oliver Everling | 6.Dezember 2017

„Die technische Stärke der europäischen Hochzinsmärkte war in den vergangenen Jahren“, sagt Thomas Hanson, Co-Manager der Euro High Yield Bond-Strategie von Janus Henderson Investors, „ein wichtiger Aspekt. Wegen der Höherstufung einiger großer Emittenten in das Investment-Grade-Spektrum und da für Refinanzierungen Kredite anstelle von Anleihen auch weiter beliebt sind, hielt sich das Angebot im High-Yield-Universum stärker in Grenzen. Bei ansonsten gleichen Bedingungen hat dies günstigere technische Rahmenbedingungen zur Folge.“

Hanson spricht aus, wo er in seiner Anlageklasse derzeit die größten Risiken und die attraktivsten Anlagechancen sieht: „Das größte Risiko sind die insgesamt hohen Bewertungen, die wenig Spielraum für Fehler lassen. Besorgniserregend ist vor allem der geschrumpfte Spread zwischen Anleihen mit Rating ‚B‘ und ‚BB‘ auf historisch niedrige Niveaus.“

Bei der Suche nach höheren Renditen schichten Anleger nach Beobachtung von Hanson mitunter wahllos in Titel mit schwächerer Kreditqualität um, was Fehlbewertungen in den unteren Ratingsegmenten zur Folge hat. „Diese Entwicklung hat sich während der Schwächephase im Herbst bereits zum Teil umgekehrt und könnte anhalten. Zu guter Letzt gilt, dass High Yields ein Markt für Stockpicker sind. Mit unserer Bottom-up-Titelauswahl anhand rigoroser Fundamentalanalysen sind wir daher gut aufgestellt. Denn mit einem Anstieg titelspezifischer Risiken eröffnen sich gute Gelegenheiten angesichts unseres aktiven Anlagestils.“

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European Fund of Hedge Funds Award 2017

Von Dr. Oliver Everling | 6.Dezember 2017

FERI Trust gewinnt in London mit seinem Aktien-Long-Short-Dachfonds „FERRUM Fund Equity Hedge” den European Fund of Hedge Funds Award 2017. Der Fonds überzeugt in der Kategorie „Best sub-$250m FoHF”.

Der European Performance Award von Hedge Funds Review ist eine der anerkanntesten europäischen Auszeichnungen für Hedgefonds und Dachhedgefonds. Das Fachmagazin Hedge Funds Review für institutionelle Investoren verleiht die Auszeichnung jährlich. Die hochkarätige Jury legt bei ihrer Auswahl großen Wert auf eine sowohl quantitative, risikogewichtete (Sharpe Ratio) als auch qualitative Bewertung von Investmentkonzepten. Die Auszeichnung honoriert herausragende Performance, Qualität und Kompetenz.

Der FERRUM Fund Equity Hedge (ISIN: LU249282178) bietet institutionellen Investoren die Möglichkeit, an einer aktienähnlichen Rendite mit einem wesentlich geringeren Risiko zu partizipieren: Seit seiner Auflage im Januar 2002 erzielte der Fonds eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6,1 Prozent bei einer Volatilität von 6,4 Prozent. Mit einem Investment am globalen Aktienmarkt (MSCI Total Return) konnten Anleger im gleichen Zeitraum eine ähnliche jährliche Rendite erreichen, mussten aber eine Volatilität von über 15 Prozent in Kauf nehmen.

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„Leicht“ fühlt sich anders an

Von Dr. Oliver Everling | 5.Dezember 2017

Nahezu jeder zweite Industriebetrieb nimmt für neue Maschinen, Anlagen und Geräte Kredite bei seiner Hausbank auf – 46 Prozent ohne und 42 Prozent mit Stellung dinglicher Sicherheiten. Aber das funktioniert nicht immer: Insgesamt 46 Prozent dieser Unternehmen beklagen, ihre Bank lasse sich nur schwer von ihren Investitionsplänen überzeugen. Als „leicht“ oder sogar „sehr leicht“ bezeichnen jeweils lediglich drei Prozent der Firmen derartige Gespräche mit ihrer Hausbank.
„Unsere Studie zeigt, dass viele Mittelständler ihre Banken förmlich um Kredite für Investitionsvorhaben anbetteln müssen. Statt sich damit abzufinden, sollten die Unternehmen jetzt handeln“, fordert Prof. Dr. Dirk Schiereck von der TU Darmstadt, der die Untersuchung wissenschaftlich begleitet hat. „Wenn die Betriebe ihren Kreditgebern ihre bisher internen Zahlen bis hin zu Industrie-4.0-Daten gut aufbereitet zur Verfügung stellten, könnten sie deren Entscheidungen deutlich vereinfachen und beschleunigen.“
Tatsächlich arbeiten bereits 47 Prozent der Firmen bei ihren Investitionsentscheidungen mit einem Modell, das industrielle Daten in Zusammenhang zu den Finanzkennzahlen stellt. Weitere 42 Prozent der Befragten bauen dies momentan auf. In ein derartiges Modell fließen in erster Linie die Betriebsstunden ein (60 Prozent), gefolgt von den Verbrauchswerten (55 Prozent), den Wartungsintervallen (53 Prozent) und den Durchlaufzeiten sowie Reklamationen (jeweils 51 Prozent). Zudem berücksichtigen die Firmen die Ausschussquote sowie – in geringerem Maße – die Unfälle. 
„Viele mittelständische Industriebetriebe sind auf einem guten Weg, was die Verknüpfung ihrer Echtzeit-Produktionsdaten und Finanzkennzahlen angeht. Etwa neun von zehn Unternehmen beschäftigen sich inzwischen damit“, sagt Dr. Tim Thabe, Gründungspartner und Vorsitzender der Geschäftsführung von creditshelf. „Der nächste Schritt ist, die bislang intern genutzten, neuen Kennzahlen-Modelle den Kreditgebern vorzulegen. Und zwar nicht nur der eigenen Hausbank, die möglicherweise schon auf die letzten Investitionspläne des Unternehmens skeptisch reagiert hat, sondern auch Investoren aus der Fintech-Welt, die mit diesen Daten genauso selbstverständlich umgehen wie mit klassischen Umsatz- und Erlösplanungen.“

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Brexit drückt die Zahlungsmoral

Von Dr. Oliver Everling | 4.Dezember 2017

In seiner 2017er Zahlungsstudie befragte der Kreditversicherer Coface erstmals Unternehmen, welche Folgen der Brexit für ihre Außenstände haben könnte. Fast 87 Prozent der deutschen Unternehmen rechnen nicht mit einer Verschlechterung, 3,3 Prozent befürchten einen Anstieg der Außenstände. Exportorientierte Unternehmen sehen den Brexit etwas kritischer.

„Zwar erwarten auch mehr als 84 Prozent dieser Unternehmen keine Veränderung bei den Außenständen. Aber immerhin gehen fast 8 Prozent von einem Anstieg aus“, erklärt Dr. Mario Jung, Economist bei Coface in Deutschland. Die zweite Coface-Studie zu den Zahlungserfahrungen deutscher Unternehmen zeigt: Insgesamt wird nur jeder fünfte Lieferant pünktlich bezahlt.

Deutsche Exporte nach Großbritannien sind stark konzentriert in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, in der Pharma- und Chemieindustrie. Könnten besonders diese Branchen von einer schlechteren Zahlungsmoral britischer Kunden betroffen sein?

Unternehmen in der Automobilwirtschaft zeigen sich mit einem Anteil von 14,3 Prozent am stärksten besorgt über einen Anstieg ihrer Außenstände. Zudem sind die Produzenten von Investitionsgütern aus den Bereichen Maschinenbau (8,5%) und Mechanik-/Präzisionsindustrie (5,9%) ebenfalls besorgter als der branchenweite Durchschnitt.

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Bank-Verlag und FinaSoft

Von Dr. Oliver Everling | 4.Dezember 2017

Die Bank-Verlag GmbH und die FinaSoft GmbH haben eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart, teilt der Bank-Verlag mit. Die vorhandene E-Banking-Lösung des Bank-Verlags soll künftig um Funktionen für das Portfoliomanagement und die Wertpapieranalyse erweitert werden.

Basierend auf der hochsicheren E-Banking-Plattform des Bank-Verlags baut FinaSoft Module zur Visualisierung von Portfolio- und Wertpapierinformationen, die sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügen sollen. Die Umsetzung eines ersten Moduls stehe kurz vor dem Abschluss. Dafür wurde auch bereits eine renommierte Privatbank als Kunde gefunden. Die Lösung soll im 1. Quartal 2018 an den Start gehen.

Michael Eichler, Geschäftsführer des Bank-Verlags, erklärt zur Kooperation: „Die beiden Firmen ergänzen sich sowohl fachlich als auch technisch hervorragend. Darüber hinaus teilen wir die gleichen Grundphilosophien und Werte, sodass wir gegenüber unseren Kunden sehr gut gemeinsam auftreten können.“

Die Module von FinaSoft sollen sich leicht an das Look & Feel sowie die inhaltlichen Wünsche der Banken anpassen lassen. Als Datengrundlage werden dabei jeweils die bei den Banken bereits eingesetzten Wertpapier-, Portfoliomanagement- oder Kernbanksystem-Lösungen verwendet. So ist eine schnelle und kostengünstige Umsetzung über eine flexible Standardschnittstelle möglich.

Christian Hank, Geschäftsführer der FinaSoft GmbH, führt dazu aus: „Die Gespräche mit potenziellen Kunden zeigen, wie interessant die Integration von Portfoliomanagement-Informationen in eine hochsichere E-Banking-Lösung ist. Daher sind wir sicher, zügig weitere Kunden aus dem Umfeld der Banken und Vermögensverwaltungen zu gewinnen.“

Für das kommende Jahr seien weitere gemeinsame Aktivitäten des Bank-Verlags und der FinaSoft GmbH geplant. Das gerade entstehende Angebot solle ausgebaut und stetig an die Wünsche der Bestandskunden und weiterer Interessenten angepasst werden.

Themen: Ratings | Kein Kommentar »

AA+ für Spängler IQAM Bond LC Emerging Markets

Von Dr. Oliver Everling | 30.November 2017

TELOS hat den Spängler IQAM Bond LC Emerging Markets geratet. Der Fonds erfüllt nach Meinung der Ratingagentur sehr hohe Qualitätsstandards und erhält die Bewertung „AA+“ auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards).

„Der Spängler IQAM Bond LC Emerging Markets ist ein aktiv gemanagter Anleihenfonds,“ heißt es in dem Kommentar, „der in Anleihen und Geldmarktinstrumente, welche durch Emerging Markets Staaten in Lokalwährung begeben werden und sich an langfristig orientierte Anleger richtet, investiert. Ziel des Fonds ist es, eine langfristige Outperformance der Benchmark (JPM GBI-EM Global Diversified Index (in Euro)) bei einer im Vergleich zum Gesamtmarkt geringeren Volatilität zu erzielen. Die in der Benchmark JPM GBI-EM Global Diversified Index (in Euro) vertretenen Länder bilden auch gleichzeitig das komplette Universum hinsichtlich Währungen für den Fonds ab. Das übergreifende Ziel des gesamten Investmentprozesses ist die Optimierung des Risiko-/Ertragsverhältnisses.“

Im Portfoliomanagement sei Franz Schardax für die Umsetzung der Investmentstrategie inklusive Handel für den Spängler IQAM Bond LC Emerging Markets Fonds zuständig. Thomas Kaiser sowie Isolde Lindorfer Kubu fungieren als Vertretung. „Die Portfoliomanager Franz Schardax und Thomas Kaiser arbeiten seit dem Jahr 2014 zusammen. Spängler IQAM Invest managt Fonds ausschließlich auf Basis wissenschaftlicher Methoden“, unterstreicht TELOS.

Über die ersten 3 Jahre belief sich die annualisierte Performance des Spängler IQAM Bond LC Emerging Markets auf 3.51%, berichten die Analysten aus Wiesbaden. „Das Sharpe-Ratio über 3 Jahre lag im positiven Bereich. Der Fonds mit quantitativen und faktorbasierten Investmentansatz investiert derzeit verstärkt in Lokalwährungsanleihen aus Kolumbien sowie Russland, die größte Portfoliogewichte darstellen. Aktuell setzt Spängler IQAM Invest in ihrem Emerging Market Staatsanleihen-Fonds weniger auf Dollar-orientierte asiatische Länder und mehr auf Dollar-orientierte lateinamerikanische Länder.“

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Wenig Bewegung beim Standortrating

Von Dr. Oliver Everling | 29.November 2017

Trotz Nachfrage-Druck am deutschen Hotel-Markt werden C-Standorte nicht die neuen B-Lagen werden, berichtet Union Investment Real Estate GmbH. Das aktuelle INVESTMENT BAROMETER Herbst 2017 von hospitalityInside.com und Union Investment setzt damit bei einem oft diskutierten Thema in der Branche einen klaren Akzent auf die B-Lagen.
Im Falle einer Krise würden von allen Segmenten hauptsächlich die Mittelklasse- und Firstclass-Hotels unter Druck geraten. Unverändert gut: Die aktuelle Stimmung in der Hotel-Immobilien- und -Investment-Branche. Jedoch: Die Erwartungen in den Einzel-Indexen haben sich im Vergleich zum letzten Jahr verschoben.
Nachdem A-Lagen in Deutschland knapp geworden sind, stellen sich viele die Frage, ob man denn künftig stärker auf B- oder C-Standorte setzen soll. Die Mehrheit (52%) zeigt sich in der Umfrage überzeugt, dass B-Lagen bereits den Überlauf aus den Premium-Locations absorbieren. 34% der Befragten meinten, dass A-Lagen von den Hotelketten bis in die letzte Lücke weiter aufgefüllt werden. Nur 15% – und damit weit abgeschlagen – sahen eine Verlagerung von B- auf C-Standorte.

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Regulierung zum Nachteil der Kleinen

Von Dr. Oliver Everling | 29.November 2017

Kurz vor Einführung der Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) im Januar 2018 geht ein Großteil der Investmentexperten davon aus, dass Investmentfirmen die anfallenden Research-Kosten für Studien und Analysen künftig selbst übernehmen werden. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, für die das CFA Institute seine europäischen Mitglieder befragt hat. Ziel des Reports „MiFID II: A New Paradigm for Investment Research“ war es ein besseres Verständnis der Erwartungen auf Käuferseite bezüglich der Preisbildung für Research unter der neuen Direktive zu erhalten.

Nur 15 Prozent erwarten, dass die Kosten an den Kunden weitergereicht werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass kleinere Unternehmen im Wettbewerb benachteiligt werden könnten. Eine Mehrheit der Befragten rechnet damit, weniger Research direkt von Investmentbanken zu beziehen.

Die Übernahme der Analysekosten durch die Unternehmen korreliert direkt mit der Höhe der verwalteten Vermögen. Zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten aus Investmentfirmen mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 250 Milliarden Euro erwarten, dass ihr Unternehmen die Kosten tragen wird. Dagegen liegt der Anteil bei Marktteilnehmern mit weniger als einer Milliarde Euro verwaltetem Vermögen bei lediglich 42 Prozent. Darüber hinaus äußerten sich die Investmentexperten besorgt über einen möglichen Wettbewerbsnachteil für kleinere Unternehmen. Dies spiegelt die Befürchtungen der Industrie wider, dass die Veränderungen zum Marktaustritt einiger kleinerer Unternehmen führen und den Konsolidierungsprozess zugunsten großer, globaler Organisationen weiter vorantreiben werden.

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