UK Sceptics on EU Credit-Rating Rules
Von Dr. Oliver Everling | 5.September 2008
Regulating Standard & Poor’s and Moody’s Investors Service won’t help investors, the Association of British Insurers said, adding to a financial-industry backlash against European Union financial measures, according to Bloomberg’s John Rega in Brussels. Policy makers should seek more disclosure from the companies and investment banks that sell securities, instead of focusing blame on credit ratings for the past year’s market turmoil, said the London-based insurers‘ group.
„We fear stringent EU legislative requirements would have a detrimental effect,“ by making it more „costly and damaging“ for new rating companies to enter the market, the ABI said in a response to a European Commission consultation, which ends today, on oversight of rating companies. „The legal uncertainty created by the current draft cannot be understated particularly if the commission is insistent on moving from international principles to EU legislation.“
EU Financial Services Commissioner Charlie McCreevy plans to propose oversight of the rating companies this year, to ensure they abide by new disclosure rules and safeguards against conflicts of interest. The ABI, whose members manage 1.8 trillion euros ($2.6 trillion), joins opposition voiced by the companies that issue securities, the investment banks that help sell them, and the rating companies that assess their creditworthiness.
S&P, a unit of McGraw-Hill Cos. of New York, and Moody’s, a unit of New York-based Moody’s Corp., are the largest providers of ratings. They call for any regulatory action not to diverge from action in other markets such as the U.S.
The commission, the EU’s executive arm in Brussels, faults the rating companies for failing to warn investors of the risks of securities linked to mortgages and other assets. The so-called structured-finance instruments helped spread the risk of U.S. subprime-mortgage defaults into $508 billion of writedowns and losses for global banks, setting off a credit crunch.
„McCreevy has come to a stage where he believes that self-regulation is not the answer for credit rating agencies,“ his spokesman, Oliver Drewes, said by telephone to John Rega, while declining to comment on the ABI letter. „We welcome that people are speaking up, but we also say where we’re coming from.“
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Landesbeteiligungen im Rating
Von Dr. Oliver Everling | 5.September 2008
Aufgrund eines Antrags der Abgeordneten Dr. Reinhard Löffler u. a., CDU, wird sich der Landtag von Baden-Württemberg mit der Frage eines systematischen Ratings der Beteiligungen des Landes befassen. Der Beteiligungsbericht des Landes Baden-Württemberg 2007 beinhaltet eine Reihe von Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern. „Der Beteiligungsbericht lässt leider keinen Schluss zu,“ heißt es im Antrag der Abgeordneten, „wie mehr oder weniger erfolgreich die einzelnen Unternehmen im Vergleich agieren. Da z.B. die Rückstellungen nur in einer Zeile ausgewiesen werden, bleibt auch offen, welche Risikovorsorge das einzelne Unternehmen trifft.“
Bestandteil jedes Veränderungsprozesses sei eine umfassende Bestandsaufnahme und Standortbestimmung. Ein Rating, das über die Prüfung der Kreditwürdigkeit hinausgeht, ist eine Voraussetzung dafür. „In der Privatwirtschaft gibt es Instrumente, um Beteiligungen an Unternehmen erfolgreich zu führen. Eines davon ist das Beteiligungscontrolling. Die Investitionsrechnung bietet Methoden an,“ stellen die Abgeordneten fest, „die Performance des jeweilig verantwortlichen Managements zu messen.“
Durch die damit gewonnene Transparenz hat das Land die Möglichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit seiner Beteiligungen zu steigern und kann bei den Unternehmen auf leistungsgerechte Vergütungssysteme hinwirken. Damit ist es auch in Zukunft möglich, in einem enger werdenden Bewerberfeld interessante Kandidaten für wichtige Positionen in diesen Unternehmen zu gewinnen. „Ohne ein Beteiligungscontrolling kann kein brauchbares Risikomanagement eingeführt werden.“
Die Landesregierung wird dem Landtag von Baden-Württemberg aufgrund des Antrags bald berichten, welchen Stellenwert die Landesregierung der langfristigen Entwicklung ihrer Beteiligungen an Unternehmen des privaten und öffentlichen Rechts beimisst, welche Maßnahmen die Landesregierung ergreifen will, um die Wertentwicklung der einzelnen Unternehmen und die Leistung des jeweiligen Managements transparent zu machen und ob sich die Landesregierung in der Lage sieht, für eine Bewertung und Klassifizierung der Unternehmensbeteiligungen ein umfassendes Rating der einzelnen Unternehmen durchführen zu lassen.
Darüber hinaus soll geklärt werden, ob die Landesregierung Möglichkeiten sieht, für die Beteiligungen des Landes an Unternehmen ein Beteiligungscontrolling einzuführen, das dem aktuellen Stand der Betriebswirtschaftslehre entspricht, wie die Landesregierung die Auswirkungen der Einführung eines Beteiligungscontrollings auf die langfristige Wertentwicklung ihrer Beteiligungen an Unternehmen beurteilt und ob die Landesregierung ihre Unternehmensbeteiligungen zu Strategischen Geschäftsfeldern zusammenfassen will, um damit in Zukunft die Möglichkeit zu haben, daraus einen oder mehrere Fonds zu bilden. Die Landesregierung soll ferner offen legen, „inwieweit sie die Möglichkeit nutzen will, zu momentan günstigen Bedingungen hochqualifizierte Vermögensverwalter unter Vertrag zu nehmen“ und ob die Landesregierung die Notwendigkeit sieht, einen tiefer gegliederten Beteiligungsbericht zu veröffentlichen, um mit Beteiligungen in der Privatwirtschaft vergleichbar zu sein.
Die Abgeordneten sprechen mit ihrem Antrag nicht das Kreditrating an, das nach Basel II von Banken als Einschätzung der einjährigen Ausfallwahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD) standardmäßig im Kreditgeschäft anzufertigen ist. Diese Ausfallwahrscheinlichkeit ist bei Betrieben mit staatlicher Beteiligung in der Regel gering, da erstens im Zweifel bei Schwierigkeiten der staatliche Träger in der einen oder anderen Form, beispielsweise durch Kapitalerhöhungen, Unterstützung leisten würde, und zweitens Kreditgeber ihre Mittel im Vertrauen darauf zur Verfügung stellen, dass gegebenenfalls Hilfe bereit stünde, so dass es erst gar nicht zu Liquiditätsengpässen kommt.
Zielrichtung des Antrags kann daher nur ein Beteiligungsrating sein, das auf die Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Effizienz der Beteiligung im Sinne eines Unternehmensratings zielt. Hierbei spielen Branchen- und Markteinschätzungen ebenso eine Rolle wie das Management, die Strategie usw. im Einzelfall des zu beurteilenden Unternehmens.
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Grossbankenfusion zwingt zum Handeln
Von Dr. Oliver Everling | 4.September 2008
Der verabredete Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank wird gravierende Auswirkungen auf viele mittelständische Unternehmen haben. „Grossbankenfusion – Mittelständler sollten jetzt handeln“, so die Schlagzeile des KMU-Berater Verband freier Berater e.V. Alle Firmenkunden beider Banken werden in unterschiedlicher Intensität betroffen sein. Welche Fragen sich Mittelständler stellen sollten, darauf weist die Fachgruppe Finanzierung-Rating im KMU-Berater-Verband (www.kmu-berater.de) hin: „Wer Firmenkunde bei einer der beiden Banken ist, wird die Folgen dieser Fusion merken – wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Klar auf der Hand liegt das für Unternehmen, die bei beiden Banken Kunde sind: Aus zwei wird eins! Wer bisher noch zwei Wettbewerber in seinem Kreditboot erlebt, wird 2009 einem Kreditgeber gegenüberstehen.“
Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating: „Dies kann einschneidende Folgen haben: Kreditvolumina und Blankoanteile, nicht gesicherte Kredite, addieren sich und können plötzlich die von der Bank im Rahmen des Risikomanagement gesetzten Grenzen überschreiten. Speziell bei nicht so guten Ratingnoten eine erhebliche Gefahr, sich plötzlich der Aufforderung zum Kreditabbau gegenüber zu sehen.“ Außerdem fehle dann natürlich ein Wettbewerber, der bisher für den Leistungs- und Preisvergleich zur Verfügung stand.
Die Fachgruppe empfiehlt daher allen Unternehmen, die beide Institute zu ihren Banken zählen, bereits jetzt eine ergänzende Bankverbindung neu aufzubauen, damit anschließend weiter Wettbewerb in der eigenen „Bankenlandschaft“ herrscht. Sander betont: für den Aufbau einer funktionierenden kreditgebenden Bankverbindung sollte man ein bis zwei Jahre einplanen. Dies bedeutet: sofort beginnen. Wichtig dabei sei, eine klare Eigenanalyse des Unternehmens und der Finanzierungssituation, um die „richtige“ Bank mit überzeugenden Informationen ansprechen zu können.
Doch auch wer „nur“ eine der beiden fusionierenden Banken in seinem Finanzierungskreis hat, sollte seinem Berater Fragen stellen, so die Empfehlung der KMU-Experten. Diese Fragen gelten natürlich auch für die Unternehmen, die bei beiden Häusern Kunde sind. Dietmar Schäfer, stellvertretender Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating der KMU-Berater, nennt die wichtigen Fragen: Veränderung der Kreditpolitik speziell in der eigenen Branche, der eigenen Kreditgrößenordnung und der eigenen Rating-Einstufung, Veränderungen in der Zuordnung der Betreuer und Filialzusammenlegungen.
„Mancher Mittelständler mag denken, dass diese Fragen doch noch Zeit hätten.“ Schäfer hält dagegen: wie frühzeitig die beiden Banken über die konkreten Auswirkungen für Mittelständler informieren werden, wird auch davon abhängen, welcher „Fragendruck“ aus dem Mittelstand kommt. Und sein ergänzender Hinweis: auch bei nur einer Bankverbindung zu den Fusionspartnern kann die eigene Stärken-Schwächen- und die Finanzierungsstruktur-Analyse jetzt der richtige Ansatz sein, um sich auf Bankgespräche vorzubereiten (neue Betreuer gilt es z.B. auch wieder neu zu überzeugen). Schäfer verweist dazu auf die kostenlose Software „MinD-Managementinstrumente und Dialog“, die Instrumente für alle erforderlichen Teilschritte liefert.
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Vermarktungshilfeprojekt „China“ des BMWi
Von Dr. Oliver Everling | 3.September 2008
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat sein Vermarktungshilfeprogramm 2009 um das Land China erweitert. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen aus den neuen Bundesländern der Branche Maschinen- und Anlagenbau, die für den Export ihrer Produkte Geschäftspartner in China suchen. Die mit dem Projekt verbundene Unternehmerreise wird vom 6.-11. Juni 2009 stattfinden und geht nach Shanghai und in die anliegenden Provinzen Shandong, Jiangsu und Zhejiang. Diese Standorte zeichnen sich dadurch aus, dass dort die meisten chinesischen Automobilzulieferer, Kunststoffspritzbetriebe, Werkzeugbauer, Druckgussbetriebe, Metallverarbeiter und Textindustrien angesiedelt sind.
Ziel und Inhalt des Förderprogramms ist die Verbesserung des Absatzes von Produkten und Leistungen aus den neuen Bundesländern in China. Klein- und mittelständische Unternehmen werden durch Beratungsleistung auf den Markt vorbereitet und unterstützt, wenn sie an dem Programm teilnehmen.
Auf einer Informationsveranstaltung in Berlin am 10. Dezember 2008 wird den Teilnehmern ein Überblick über die aktuellen Rahmenbedingungen eines wirtschaftlichen Engagements in China vermittelt. Zur Entwicklung der passenden Strategie erhalten alle Teilnehmer aktuelle Marktanalysen und eine individuelle Beratung um die Chancen Ihrer Projekte und Dienstleistungen auf dem Zielmarkt überprüfen zu können. Im Anschluss an die Veranstaltung haben alle Interessierten die Möglichkeit Fragen in einem bilateralen Gespräch zu klären.
Auf der Unternehmerreise nach China erhalten die Unternehmer die Möglichkeit, mit mindestens drei potentiellen chinesischen Geschäftspartnern Kooperationsgespräche zu führen. Darüber hinaus werden Gespräche mit Vertretern von Fachverbänden, Fachministerien sowie mit Entscheidungsträgern von Behörden Vorort stattfinden.
Gefördert werden Unternehmen (kleine und mittlere Unternehmen) der gewerblichen Wirtschaft, die ihren Geschäftsbetrieb in den neuen Bundesländern einschließlich Berlin (Ost) unterhalten, die weniger als 250 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. € oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. € aufweisen und die nicht zu mehr als 25% im Besitz eines Unternehmens stehen, das dieser Definition nicht entspricht. Bei dem Vermarktungshilfeprojekt handelt es sich um eine „De-minimis“-Beihilfe.
Die Finanzierung der Beratungsleistung, Anfertigung einer Marktstudie und die Kontaktherstellung potentieller Geschäftspartner erfolgt durch Haushaltsmittel des BMWi. Einzig ein Eigenanteil von 1.500 € sowie die entstehenden Reisekosten sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.
Interessierte Unternehmen können sich bis zum 31. Oktober 2008 bei Bremer Consulting GmbH zur Teilnahme anmelden. Bremer Consulting führt dieses Projekt im Auftrag des BMWi durch (http://www.brigitte-bremer.de/).
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Silver Capital: Besser Silber als Gold
Von Dr. Oliver Everling | 3.September 2008
Die Silver Capital AG präsentiert sich auf dem 43. Stock Day der Value Relations GmbH als „weltweit erste Silberbeteiligungsgesellschaft“: Oliver Frank, Vorstand und CEO der Gesellschaft, begründet diese klare Fokussierung insbesondere mit der Silberpreisentwicklung in den letzten fünf Jahren. Er sei von der Fortsetzung der Erfolgsgeschichte des Silbers überzeugt.
Silber dient auch als Krisenmetall in unsicheren Zeiten. Positive fundamentale Rahmendaten, starkes Angebotsdefizit in den vergangen Jahren und die historische Outperformance von Silber im Vergleich zu Gold mit einer doppelten bis fünffachen Hebelwirkung sprechen für dieses Edelmetall, so Frank. Der Vergleich der Kursentwicklung von Gold zu Silber von 2001 bis 2007 zeigt deutlich die bessere Performance von Silber.
Wer nicht selbst Silbermünzen oder -barren kaufen will, kann ETFs wie die iShares von Barclays kaufen. Die Investmentmöglichkeiten im Silberbereich sind analog zum Goldbereich, berichtet Frank: Silberaktien werden gehandelt in Kanada, Australien, Südamerika, USA und England, auch durch Pre-IPOs und Privatplatzierungen lässt sich an den Entwicklungen beim Rohstoff Silber partizipieren. Die Silver Capital AG engagiert sich darüber hinaus in Siblerprojekten auch durch Joint-Venture-Vereinbarungen, Earn in Deals, Silver Royalties, Fusionen bzw. Übernahmen und Claim Staking von neuen Gebieten.
Frank sieht für seine Gesellschaft überzeugende Pluspunkte: Investitionen in sämtliche an den weltweiten Märkten vorhandenen Anlagemöglichkeiten im Silbersektor, professionelles und erfahrenes Management sowie ein weltweites Kontaktnetzwerk zu führenden Persönlichkeiten im Silber- und Finanzmarkt. Das Hauptziel sei an den weiteren Steigerungen des Silberpreises zu partizipieren und eine entsprechende Hebelwirkung zu erzielen.
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AA- für Wallberg Real Estate
Von Dr. Oliver Everling | 3.September 2008
TELOS hat den Fonds Wallberg Real Estate geratet. Der Fonds erfüllt sehr hohe Qualitätsstandards und erhält die Bewertung „AA-“ auf einer Skala von A bis AAA (höchste Qualitätsstandards). Das Fondsrating von TELOS beurteilt auf qualitative Weise die Stringenz des Investmentprozesses, die Person des Fondsmanagers und sein Team sowie das Qualitätsmanagement innerhalb des Prozesses vor dem Hintergrund der Einhaltung ethischer Grundsätze wie Fondsklarheit und -wahrheit. Die Performanceergebnisse des Fonds dienen zur Beurteilung der Konsistenz des Investmentprozesses.
Der von München aus gemanagte Wallberg Real Estate P ist ein global anlegender Immobilliendachfonds. Der Multi-Manager-Ansatz der Wallberg Gruppe sorgt dafür, dass jede Anlageklasse von einem ausgewiesenen Experten betreut wird, berichtet die Ratingagentur. Durch die Zusammenarbeit mit internen und externen Fondsmanagern wird eine Auswahl der führenden in der Regel unabhängigen Asset Manager unter einem Dach vereint. Dabei wird eine breite Risikostreuung gewährleistet, glauben die Analysten.
Das innovative, seit mehreren Jahren bewährte, Anlagekonzept wird vom Bankhaus Reuschel & Co. KG umgesetzt, das beim Wallberg Real Estate P als Advisor auftritt. Dabei kombiniert der Fondsmanager Stefan Thomas- Barein Einzelfonds anderer Fondsmanager in einem Dachfonds. Der Fonds Wallberg Real Estate P ist als Alternative zu einzelnen Immobilienfonds positioniert. Immobilienaktien werden als Beimischung eingesetzt.
In die Auswahl der Zielfonds fließen u.a. folgende Faktoren ein, so der Bericht von Telos: Informationen aus dem Netzwerk von Wallberg Invest S.A., aus den Interviews mit Fondsmanagern sowie aus den Ergebnissen quantitativer Screenings. Dabei geht es insbesondere darum, welche Fonds oder Einzeltitel die gewünschte Struktur des Dachfonds am effizientesten abdecken. Eine hohe Bedeutung wird auch den derzeit etwa 25 jährlichen Besuchen bei den einzelnen Anbieter vor Ort beigemessen. Das Risikomanagement erfolgt in erster Linie durch Diversifikation. Um dies sicherzustellen, werden Anlagegrenzen auf folgenden Aggregationsstufen definiert: Länder, Nutzungsarten und Sektoren.
Seit Fondsauflegung konnte der Fonds Wertzuwächse in Höhe von 2.1% bei einer niedrigen Volatilität verzeichnen, wenngleich aufgrund der relativ kurzen Historie über die Performance und weitere Kennzahlen noch keine stichhaltigen Aussagen gemacht werden können. Sofern der Fonds seine interne Benchmark, den 1 Monats-Euribor, outperformed, fällt eine Performancefee von 20% der Returndifferenz zwischen dem Fonds und den Monatsdurchschnittsrenditen der Benchmark an. Beim Wallberg Real Estate P kommt dabei das High-Water-Mark Prinzip zum Tragen. Der Fonds ist in verschiedenen Anteilsklassen erhältlich. Das Fondsvolumen aller Anteilsklassen erreichte seit der Auflegung in rund neuneinhalb Monaten ein Volumen von 79,7 Mio. EUR.
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IVG reduziert Verbindlichkeiten durch Kavernen-Verkauf
Von Dr. Oliver Everling | 2.September 2008
Die IVG Immobilien AG will durch den Verkauf von 70 Kavernen an einen selbst gemanagten Fonds entstehenden Cash-flow zur Rückführung von Verbindlichkeiten nutzen und damit die Bilanzrelationen verbessern. Wie das Immobilienunternehmen am Dienstag mitteilte, werde der von IVG Funds strukturierte Spezialfonds 40 bestehende Kavernen und 30 in Bau befindliche, bereits langfristig vermietete Kavernen im Rahmen eines Asset Deals erwerben. Der Fonds zahle zwischen 2008 und 2014, entsprechend der Fertigstellung der noch zu errichtenden Kavernen, insgesamt etwas mehr als 1,7 Mrd. Euro für das Paket, davon 836 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr.
Das EBIT aus der abgeschlossenen Fonds-Kavernentransaktion wird laut IVG im Jahr 2008 voraussichtlich auf 261 Mio. Euro belaufen. Unter Berücksichtigung der entsprechenden Steuerbelastung ergebe sich hieraus ein Beitrag zum Konzernergebnis für 2008 in Höhe von 225 Mio. Euro, heißt es weiter.
Mit dem überraschende Kavernendeal kommt die IVG offensichtlich den Forderungen der Investoren nach, die hohe Verschuldung zurückzuführen, sagt Karl-Heinz Goedeckemeyer, Certified Real Estate Investment Analyst in einer am 2. September 2008 veröffentlichten Studie. [Ä]hnlich wie andere börsennotierte Immobilien hat die Finanzkrise der IVG einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zum einen konnte der für das Frühjahr 2008 anvisierte REIT noch immer nicht an den Start gehen. Auch die Ausführungen des IVG-Chefs Wolfhard Leichnitz, dass man sich für den REIT noch zwei Jahre Zeit lasse, dürften bei den ohnehin frustierten Investoren kaum Vorfreude entfachen, meint Goedeckemeyer.
Zum anderen verschlechtert sich das operative Geschäft zusehends. So musste der Geschäftsbereich Investment wegen Wertkorrekturen von 168 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2008 einen operativen Verlust von 27 Mio. Euro hinnehmen. Der Aktienkurs scheint diese Entwicklung bereits vorweg genommen zu haben, denn der Kurs entwickelte sich bislang deutlich schlechter als der MDAX, in dem die Aktie abgebildet wird. Der Analyst führt weiter aus, dass die IVG wegen der gesunkenen Börsenbewertung als Übernahmekandidat gilt. Immerhin offeriert die Gesellschaft wegen der vier Geschäftsbereiche ein hohes Zerschlagungspotenzial. Falls sich die Aktie auch in den nächsten Monaten weiterhin unterdurchschnittlich entwickeln sollte, werden erneut Übernahmefantasien aufkommen, denn Private Equity-Fonds sitzen auf hohe Milliardenbeständen die angelegt werden wollen, erklärt Goedeckemeyer abschließend.
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Für Knobloch kein Platz mehr
Von Dr. Oliver Everling | 2.September 2008
Auf eigenen Wunsch soll Bernd Knobloch von seinen Posten als Vorsitzender des Vorstands der Eurohypo und auch als Vorstand der Commerzbank zurückgetreten sein. In seiner Sitzung am 30. August 2008 habe der Aufsichtsrat der Eurohypo AG dem Wunsch von Bernd Knobloch entsprochen, ihn mit Wirkung zum 30. September 2008 von seinem Amt zu entbinden.
„Die frisch besiegelte Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank hat somit ihr erstes prominentes Opfer gefordert“, kommentiert Finanzanalyst Karl-Heinz Goedeckemeyer. Dass die Zeit von Knobloch im Vorstand der Commerzbank abzulaufen droht, war bereits mit der Besetzung von Martin Blessing als neuen Vorstandsvorsitzenden der Bank abzusehen, so Goedeckemeyer. Zwar will die „gelbe“ Bank mit der Übernahme der Dresdner ihr Wachstumstempo beibehalten, einzelne Bereiche werden jedoch einem Schrumpfungsprozess unterzogen, dazu gehört auch der Bereich Commercial Real Estate. Blessing hatte auch der gestrigen Analystenkonferenz verdeutlicht, dass das Geschäftsvolumen des Immobiliensegments nach der Übernahme der Dresdner Bank zurückgehen wird. Der Fokus der Bank werde künftig stärker auf die Erhöhung der Profitabilität bei gleichzeitiger Reduzierung der Risiken liegen.
„Zweifelsfrei haben sich mit der Erhöhung des Immobilienexposures auf inzwischen 83 Mrd. Euro (H1 2008) auch die Risiken des Portfolios der Eurohypo erhöht. Da die Großbank wegen der schwierigen Lage an den Immobilienmärkten insbesondere in Spanien, Großbritannien und USA sowie der stark eingeschränkten Möglichkeit der Syndizierung und Verbriefung einen deutlichen Rückgang des Neugeschäfts anstrebt, ist davon auszugehen, dass der Bereich Commercial Real Estate sukzessive zurückgefahren wird“, so Goedeckemeyer weiter.
Hier dürften auch die Gründe liegen, warum Knobloch sämtliche Posten beim Commerzbank-Konzern niederlegt hat, obwohl ihm Blessing eine Verlängerung seines Vertrages angeboten haben soll. Allerdings sollte Knobloch seinen Eurohypo-Chefposten aufgeben und künftig zum Chefaufseher der Tochter werden und einfacher Konzernvorstand bleiben.
Sein Nachfolger als Vorstandssprecher der Eurohypo wird zum 1. Oktober Dr. Frank Pörschke. Pörschke ist im September 2007 zur Eurohypo gekommen und verantwortet seitdem insbesondere die Marktaktivitäten der Bank in Kontinentaleuropa, Großbritannien und Lateinamerika. Bevor er zur Eurohypo ging, war er nach einer Beratungstätigkeit bei McKinsey & Company bei ECE Projektmanagement tätig, für die er die internationalen Projekte leitete. Danach war er Sprecher der Geschäftsführung der Commerz-Grundbesitz-Gruppe.
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Graf von Hardenberg verlässt Scope
Von Dr. Oliver Everling | 2.September 2008
Julian Graf von Hardenberg wird seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Scope Analysis GmbH zum 30. September 2008 beenden. Er verlässt die Scope Group im besten beiderseitigen Einvernehmen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Graf Hardenberg gehört Scope seit sechs Jahren an und hat den Vertrieb im Bereich Geschlossener Fonds als geschäftsführender Gesellschafter maßgeblich verantwortet.
„Ich danke Graf Hardenberg für sein außerordentliches Engagement in den vergangenen Jahren und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft,“ so Florian Schoeller, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Scope. Als Gesellschafter von Scope wird Graf Hardenberg Ende des Jahres ausscheiden. Chefanalyst Steffen Möller, derzeit bereits Mitglied der Geschäftsleitung von Scope, wird in die Geschäftsführung der Scope Analysis GmbH eintreten.
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Commerzbank – Gleichung mit Unbekannten
Von Dr. Oliver Everling | 1.September 2008
Die Commerzbank wird für 9,8 Mrd. Euro die Dresdner Bank übernehmen und damit am oberen Ende der von Analysten erwarteten Preisskala, berichtet Finanzanalyst Karl-Heinz Goedeckemeyer von den aktuellen Ereignissen. Abzüglich der Risikoabdeckung spezieller ABS-Anlagen der Dresdner Bank in Höhe von bis zu 975 Mio. Euro beträgt der Kaufpreis netto 8,8 Mrd. Euro. Mit einem Preis-/Buchverhältnis von 1,1 bewegt sich der Kauf dennoch im Rahmen.
Die Transaktion wird in zwei Schritten durchgeführt. In einem ersten Schritt erwirbt die Commerzbank bis spätestens Anfang 2009 mindestens 60,2 % der Dresdner Bank-Anteile. Finanziert wird der Deal durch die Ausgabe von 65,4 Mio. Aktien im Zuge einer noch nicht genau terminierten Kapitalerhöhung (ca. 3,4 Mrd. Euro) im Verbindung mit einer Anleihe sowie einer Barkomponente von rund 1,6 Mrd. Euro. Zusätzlich verkauft die Commerzbank wesentliche Teile der Asset Management-Aktivitäten (cominvest) für 700 Mio. Euro an die Allianz. Danach wird die Commerzbank 60,2 % und die Allianz 39,8 % der Aktien der Dresdner Bank halten. Im zweiten Halbjahr 2009 erfolgt der zweite Schritt indem die Dresdner auf die Commerzbank im Verhältnis 1:1,29 bis 1:1,56 verschmolzen wird. Da die Allianz darüber hinaus noch weitere Commerzbank-Anteile bekommt, wird sich deren Beteiligung auf zwischen 29,3 % – 30,4 % erhöhen, wobei der Versicherer zugesichert hat, das Anteilsverhältnis auf unter 30 % zu schrauben. Trotzdem dürften die Aktionäre der Allianz nicht begeistert sein, dass der Versicherer auf einem beträchtlichen Anteil an der neuen Bank sitzen bleibt. Hier droht der Allianz wegen des gesunkenen Buchwerts noch eine Abschreibung in Milliardenhöhe, berichtet Goedeckemeyer.
Die Commerzbank strebt Synergien von rund 5 Mrd. Euro an, davon 3,5 Mrd. operative Synergien und 1,4 Mrd. Euro infolge der Kapitalfreisetzung durch Risikoreduktion. Die Kostensynergien sollen sich auf rund 1,9 Mrd. Euro belaufen, was etwa 40 % der für 2009 geschätzten Kostenbasis der Dresdner entspricht. Der Großteil der Synergien wird jedoch erst in den Jahren 2010 (44%) und 2011 (82%) eingefahren werden, so Goedeckemeyer. Auf etwa 2 Mrd. Euro sollen sich auch die Restruktuierungskosten belaufen.
Ab 2011 sollen sich die Effizienzgewinne dann positiv auf den Gewinn auswirken, für 2009 und 2010 erwartet das Management noch einen negativen Effekt. Die mittelfristig angestrebte Zielrendite von 15 % nach Steuern hat der Vorstand bei 15 % belassen. Zugleich wird eine Kernkapitalquote von ca. 7,6 % im ersten und 7-8 % nach dem zweiten Schritt anvisiert.
Entgegen der Erwartung wurde die Investmentbank Dresdner Kleinwort nicht separat verkauft, sondern die Bank als Ganzes. Dresdner Kleinwort hat insbesondere durch Abschreibungen im Zusammenhang mit der Immobilienkrise der Dresdner in letzter Zeit hohe negative Gewinnbeiträge beschert. Offensichtlich war es im derzeitigen Marktumfeld nicht möglich, die operativ schwache Dresdner Kleinwort an einem Investor zu verkaufen. Daher ist die Absicht der Commerzbank, die Investmentbank nicht zuletzt durch Freisetzung von mehr als 2.000 Bankern deutlich downzusizen, folgerichtig und konsequent, urteilt Goedeckemeyer. Als Konsequenz daraus dürften die Erträge der Investmentbank um 60 %, das entspricht einer Reduktion (Dis-Synergien) von 1,1 Mrd. Euro, abschmelzen.
Insgesamt sollen 9.000 Mitarbeiter, davon 6.500 in Deutschland (sozialverträglich) abgebaut werden. Es bleibt allerdings abzuwarten, so Goedeckemeyer, ob im Zuge der Transaktion nicht noch mehr Stellen gestrichen werden müssen, denn zum einen werden sich die widrigen Bedingungen an den Kapitalmärkten wohl auch in 2009 nicht grundlegend ändern, zum anderen kommt dieser Deal in einer Zeit, wo die konjunkturelle Verlangsamung Deutschland spürbar erfassen wird.
Des Weiteren wird die erwartete Gewinnssteigerung auch davon abhängigen, meint Goedeckemeyer, inwiefern Überlappungen vor allem in den Konzernzentralen und den Front- und Back Offices-Abteilungen weitreichend abgebaut werden können. Wenn es dem Management darüber hinaus gelingt, die Investmentbank in dem Bereich Corporate & Markets erfolgreich zu integrieren und profitabel zu gestalten und darüber hinaus das schwächelnde Immobiliensegment durch Abbau von Risikopositionen wieder auf Kurs zu bringen, könnte in Deutschland eine überaus starke Retail- und Mittelstandsbank entstehen, wobei insbesondere die Segmente Privat- und Geschäftskunden, Mittelstandsbank (Marktanteil:11-13%) und das Osteuropageschäft sich als wesentliche Wachstumstreiber erweisen dürften. Somit besteht die Chance, neben der Deutschen Bank einen weiteren nationalen Champion zu kreieren, der auch international mitspielen kann, analysiert Goedeckemeyer. Abgesehen von Bernd Knobloch, der aus dem Vorstand ausscheiden wird, werden alle Commerzbank-Vorstände ihre derzeitige Position weiter bekleiden.
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