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Portfolioaufbau überdeckt Ertragskraft

Von Dr. Oliver Everling | 30.Oktober 2015

In den ersten neun Monaten 2015 erzielte die Deutsche Fachmarkt AG (DEFAMA) nach eigenen Angaben bei Umsatzerlösen von 593 T€ ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 442 T€ und erwirtschaftete ein Ergebnis vor Steuern von 241 T€. Bei einer auf 20 Prozent geschätzten Steuerbelastung betrug das Nettoergebnis 193 T€ bzw. 0,09 Euro je Aktie. „Das Ziel eines profitablen Wachstums wurde damit klar erreicht“, freut sich die Vorstand der Aktiengesellschaft.

Für das Gesamtjahr rechnet DEFAMA mit einem Umsatz von rund 1 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern wird voraussichtlich gut 300 T€ erreichen, entsprechend einem Nettogewinn von 0,11 Euro je Aktie. Das Unternehmen will seine Aktionäre stark an den erzielten Ergebnissen beteiligen und strebt daher an, schon für das erste volle Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 10 Cent je Aktie auszuschütten.

Der „Innere Wert“ (Net Asset Value, kurz NAV) der DEFAMA-Aktie belief sich per 30.9. auf 2,71 Euro je Aktie. Da der jüngste Objektkauf erst nach dem Bilanzstichtag erfolgte, sind Effekte hieraus noch nicht im NAV enthalten. Die dabei zugrunde gelegte Bewertung der Immobilien entspricht durchschnittlich dem 9,5-fachen der Jahresnettomieten, weshalb der Vorstand die ermittelten „fairen Werte“ als sehr konservativ erachtet.

Durch den Portfolio-Aufbaueffekt spiegeln die Neunmonatszahlen die tatsächliche Ertragskraft der DEFAMA nur ansatzweise wieder. Die annualisierte Jahresnettomiete des bestehenden Portfolios beträgt einschließlich eines nach dem Bilanzstichtag erworbenen Objekts aktuell 1,67 Mio. Euro. Da einschließlich der benötigten Mittel für die Abwicklung der Transaktion Brand-Erbisdorf erst gut die Hälfte des verfügbaren Eigenkapitals investiert ist, hat DEFAMA noch über genügend Liquidität für mehrere weitere Zukäufe.

Nach fünf Objektkäufen seit Jahresbeginn verfügt DEFAMA über eine umfangreiche Pipeline weiterer potenzieller Objekte. „Angesichts der großen Zahl parallel vorangetriebener Projekte sind wir optimistisch, im laufenden Jahr noch mehrere weitere Transaktionen melden zu können“, sagt DEFAMA-Vorstand Matthias Schrade. „Das Ziel eines Portfolio-Volumens von mindestens 20 Mio. Euro bis Ende 2015 ist daher nach wie vor gut erreichbar.“

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