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Praxishandbuch Ad-hoc-Publizität

Von Dr. Oliver Everling | 2.Januar 2008

Michael Märzheuser und Jochen Gutzy legen mit ihrem „Praxishandbuch Ad-hoc-Publizität“ im Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart (ISBN 978-3-7910-2228-4, www.schaeffer-poeschel.de) einen Titel vor, der schon durch das neue Recht der Ad-hoc-Publizität nach den Veränderungen durch das Anlegerschutzverbesserungsgesetz (AnSVG) und Transparenzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (TUG) gerechtfertigt ist. So fällt es Frank Stadtoewer, Geschäftsführer der news aktuell GmbH/euro adhoc in Hamburg, leicht, in seinem Geleitwort dafür zu argumentieren, dass das Buch „in jedes gut sortierte Bücherregal einer Investor Relations-Abteilung“ gehört.

Michael Märzheuser, M.A., ist Geschäftsführer der MärzheuserGutzy Kommunikationsberatung GmbH in Berlin und München. Seinem Studium der Theaterwissenschaft, Politischen Wissenschaft und Amerikanischen Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München schloss sich eine zehnjährige Tätigkeit als Journalist und leitender Redakteur bei regionalen und bundesweiten Hörfunk- und Fernsehsendern an. Seit 1993 betätigt er sich als Medienberater/Coach für Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik. Märzheuser war auch als Pressereferent im Deutschen Bundestag, Leiter Öffentlichkeitsarbeit & Investor Relations Travel24.com AG, Online Investor Relations EquityStory AG, Head of Web-TV.

Dipl. Oec. Jochen Gutzy, ebenfalls Geschäftsführer der MärzheuserGutzy Kommunikationsberatung GmbH, war nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hohenheim ebenfalls zehn Jahre als freier Journalist für verschiedene Lokal- und Regionalzeitungen tätig, PR-Berater in einer internationalen PR-Agentur und weist als weitere Stationen CMC/ Capayon Investor Relations, Geschäftsführer, und InTechnology plc, PR & Business Development Manager, auf.

Ihr Buch befasst sich mit den Grundlagen der Ad-hoc-Publizität, den Tatbestandsmerkmalen und Rechtsfolgen, besonderen Anwendungsfällen und mit Handlungsempfehlungen für die Praxis. Das Buch kommt nicht nur gut durchstrukturiert daher, sondern auch mit Schlagworten an den Seitenrändern, die das schnelle Auffinden relevanter Textstellen erleichtern. So steht der praktische Nutzen für den Anwender in der Unternehmenspraxis im Vordergrund.

Das Buch ist weder eine rechts-, noch ein wirtschaftswissenschaftliches, und zwar nicht nur, weil auf umfangreiche Fußnotenapparate verzichtet wird. Die kapitalmarkttheoretischen Überlegungen, die in Bezug auf Sinn und Zweck der Ad-hoc-Publizität die Betriebs- und Volkswirtschaftslehre beschäftigen, werden auf der einen Seite nur soweit skizziert, wie sie zwingend für das Verständnis der täglichen Anwendung der Vorschriften erforderlich sind – zum Beispiel Famas Thesen von der Informationseffizienz der Märkte. Auf der anderen Seite finden sich zwar stets genaue Nachweise über die einschlägigen Rechtsnormen, dennoch ist der Titel nicht für das juristische Studium geschaffen: Ein Praxishandbuch eben.


Oliver Everling und Jens Schmidt-Bürgel (Herausgeber): Kapitalmarktrating, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 1. Auflage Dezember 2005, http://www.gabler-verlag.de, gebundene Ausgabe, 318 Seiten, ISBN 3-409-14242-8.

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