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Privat insolvent in Bremen

Von Dr. Oliver Everling | 8.Februar 2017

In Bremen werden die meisten Anträge auf Privatinsolvenz gestellt. In der Hansestadt lag die Anzahl gestellter Insolvenzanträge von Privatpersonen nach aktuellen Zahlen bei 1,89 je 1.000 Einwohner. Damit rangiert Bremen an der Spitze aller 16 Bundesländer, gefolgt vom Saarland mit 1,51 je 1.000 Einwohner. Am Ende der Liste landeten Bayern (0,62) und Baden-Württemberg (0,59). Das ergab jetzt eine Berechnung des Fachportals Kreditvergleich.net.

Daten finden sich unter https://www.kreditvergleich.net/studien/ueberschuldung-in-deutschland/

Das Ergebnis ist überraschend, da die „harten“ Zahlen des Statistischen Bundesamts die Bremer mit 1.271 Verbraucherinsolvenzen eigentlich ganz unten in der Statistik sehen. Hier nimmt Nordrhein-Westfalen mit 20.445 Insolvenzen den ersten Platz der Negativskala ein. Die Reihenfolge lässt sich aber schnell mit der Bevölkerungszahl erklären. Werden die Einwohner der Bundesländer indes berücksichtigt, verabschiedet sich NRW mit 1,14 pro 1.000 eher ins Mittelfeld. Bemerkenswert: Niedersachsen bleibt in beiden Varianten oben – 1,39 pro 1.000 Einwohner ist ebenso ein „Spitzenwert“ wie 10.993 in der Gesamtzahl.

„Wir haben die Zahlen auf die Landesbevölkerung umgelegt, damit ein fairer Vergleich der 16 Bundesländer entsteht. Die reine Anzahl gibt lediglich ein verzerrtes Bild wider“, erklärt Marc Opitz, Projektleiter des Fachportals Kreditvergleich.net.

Die Analyse der Verbraucherinsolvenzen wurde im Rahmen einer umfassenden Studie zur Überschuldung durchgeführt. Kreditvergleich.net betrachtete die Verschuldung der Deutschen aus diversen Perspektiven und zieht eine eigene Bilanz aus der aktuellen Wirtschafts- und Marktentwicklung. Privatinsolvenzen sind die extremste Konsequenz für jeden Schuldner.

Themen: Bankinternes Rating, Privatkundenrating | Kein Kommentar »

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