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Social Trading als Anlageform der Zukunft

Von Dr. Oliver Everling | 10.September 2012

Wie sieht der Anleger 2.0 aus? Antworten auf diese Frage lassen sich aus dem Vortrag von Andreas Kern, Geschäftsführer der wikifolio Financial Technologies GmbH, deuten. Kern sprach beim MontagsMeeting des eff European Finance Forum in Frankfurt am Main. Kern führt in seinen Vortrag mit einem Blick auf www.smava.de und www.fidor.de ein und kommt auch auf www.covestor.com zu sprechen. „Auch recht spannend ist StockPulse“, sagt Kern. Hier fehle ein wichtiges Element, denn es fehle der finanzielle Anreiz für diejenigen, die mit ihren Tweets usw. Die Plattform möglich machen. StockPulse analysiert völlig unabhängig Social Media. Bei www.sharewise.com finanziere man sich nur aus der Werbung auf dem Portal.

„In Deutschland wird mehr für Kapitalmarkttransaktionen ausgegeben als für Brot“, macht Kern die Größe und Bedeutung des Marktes deutlich, den Wikifolio ansteuert. „Im Herzen des Geschäftsmodells ist eine Erfolgsprämie“, erläutert Kern das Geschäftsmodell von Wikifolio. „Hier sieht man real-time jeden Trade. Außerdem kann man sehen, welche Freunde von Facebook dabei sind“, sagt Kern.

Emittentin der wikifolio Indexzertifikate ist die Lang & Schwarz AG, die als Basiswert einen Index auf das jeweilige Wikifolio ausstellt. S Broker ist ein Partner von Wikifolio, da Anleger Wert legen auf Expertenmeinungen und Musterdeopts. Die Kundenbefragung zeigte: Das Potential für Social Trading Produkte ist groß. Bei der Suche nach einem Partner war für S Broker wikifolio.com überzeugend, da das Produkt sehr einfach zu verstehen ist, das Gebührenmodell ist transparent und Verknüpfung mit den Social Media Kanälen greift die Trends auf, hin zu Crowd Funding und Crowd Financing. Außerdem kann auch mit sehr kleinen Beträgen investiert werden.

„Wir haben weltweit das einzige Modell, wo wirklich eine ISIN vergeben und Investieren in das Portfolio nach Wahl des Anlegers erlaubt wird“, versucht Kern die Alleinstellungsmerkmale seiner Plattform herauszuarbeiten. Dies sei auch für das Handelsblatt eine Begründung für die Kooperation mit Wikifolio gewesen.

Die Gefahr von Marktmanipulationen udn Front-Running ist kein neues Problem, trifft Musterdepots und Börsenbriefe in gleichem Ausmaß. Volle Transparenz ist durch alle „Redakteure“ gegeben, da diese durch Ausweis legitimiert werden und die gesamte Historie ersichtlich bleibe. Außerdem werde das Anlageuniversum auf liquide Werte eingeschränkt bleiben. „Wir sehen schon eine große Anzahl von gewerblichen Anbietern, die Wikifolios mit großer Ernsthaftigkeit betreiben“, sagt Kern. Seit Oktober 2011 sei das Handelsblatt mit VHB Digital beteiligt. Im Dezember 2011 sei der Testbetrieb von beta.wikifolio.com gestartett worden. Der Marktstart erfolgte im August 2012. Die weitere Roadmap sei durch den Ausbau von Kooperationen und neue Funktionen für Anleger und Trader sowie Zusatzfunktionen für Vermögensverwalter gekennzeichnet. Ab 2013 soll die Internationalisierung angestrebt werden.

Themen: Wikifoliorating, Zertifikaterating | Kein Kommentar »

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