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Statistik zum Konjunkturaufschwung

Von Dr. Oliver Everling | 14.Februar 2017

Die europäische Statistikbehörde Eurostat ihre zweite Schätzung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone im IV. Quartal 2016 veröffentlicht. Demnach setzte sich der Konjunkturaufschwung wie erwartet fort. Entgegen der ersten Meldung von Ende Januar legte das preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt „nur“ um 0,4% im Vergleich zum Vorquartal zu, kommentiert Analyst Christian Lips vom NORDLB Research Volkswirtschaft. Allerdings liege die Abwärtsrevision im Bereich der zweiten Nachkommastelle, weshalb dies auch nicht überinterpretiert werden sollte. „Immerhin konnte das Wachstumstempo des Sommers gehalten werden. Für das Gesamtjahr 2016 ergibt sich ein Plus von 1,7%.“

Unter den großen Volkswirtschaften wiesen erneut Spanien (+0,7% Q/Q) und die Niederlande (+0,5% Q/Q) die höchsten Wachstumsraten auf, hebt Lips hervor. „Auch Österreichs und Portugals Wirtschaft expandierten mit jeweils 0,6% Q/Q recht kräftig zum Jahresende. Nach einer Verschnaufpause im Sommer erhöhte sich auch die Dynamik in den beiden Euroland-Schwergewichten Deutschland und Frankreich auf 0,4% Q/Q. Dies ist zwar ein solides Wachstum, gerade für Deutschland hatten die Monate Oktober und November aber Hoffnung auf eine noch bessere Entwicklung geweckt.“

„Das Quartalswachstum in Höhe von 0,4% Q/Q wurde vor allem vom öffentlichen Konsum sowie von den Bauinvestitionen gespeist“, schreibt Lips mit Blick auf Deutschland. „Auch der private Konsum legte zu, verlor aber etwas an Momentum. Die preisbereinigten Nettoexporte dämpften erneut die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich hingegen in Deutschland und der gesamten Eurozone schwach.“

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