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Stimmen der AllianzGI

Von Dr. Oliver Everling | 7.Februar 2018

Allianz Global Investors (AllianzGI) zieht auf Basis des eigenen Abstimmungsverhaltens eine gemischte Bilanz der Hauptversammlungssaison 2017. Um die Transparenz über die Ausübung der Aktionärsrechte zu erhöhen, bietet AllianzGI nun „in Echtzeit aggregierte und detaillierte Informationen über das Abstimmungsverhalten auf Aktionärsversammlungen“ an. Zusätzlich gibt es Erläuterungen bei Stimmenthaltung oder Ablehnung der Vorschläge des Vorstands.

Eugenia Unanyants-Jackson, Leiterin ESG Research bei AllianzGI, kommentiert: „Die Entwicklung dieses Reporting-Tools unterstreicht die Bedeutung, die AllianzGI einem aktiven Engagement sowie der Berücksichtigung ökologischer, sozialer und von Corporate-Governance-Faktoren bei der Unternehmensführung beimisst. Gleichzeitig ist es ein wichtiges Instrument für den aktiven Dialog mit Unternehmen.“

Insgesamt habe AllianzGI im vergangenen Jahr weltweit auf 7.961 Aktionärsversammlungen über 83.488 Anträge seitens der jeweiligen Unternehmensleitung oder von Aktionären abgestimmt. Auf mehr als zwei Drittel der Hauptversammlungen (68 Prozent) stimmte AllianzGI gegen mindestens einen Tagesordnungspunkt, so die Statistik. Insgesamt wurden 24 Prozent aller Tagesordnungspunkte abgelehnt. Das war immer dann der Fall, wenn die Anträge nach Überzeugung von AllianzGI nicht den Interessen der Aktionäre dienten.

Deutlich mehr Ablehnungen seitens AllianzGIs als im Vorjahr habe es 2017 bei den Themen Wiederbestellung von Vorstands-/Aufsichtsratsmitgliedern, Management-Vergütung und bei Kapitalmaßnahmen gegeben. Darüber hinaus trete AllianzGI weltweit regelmäßig in einen aktiven Dialog mit Unternehmen über Fragen der Strategie, der Corporate Governance, des Managements von Risiken, des Umweltschutzes, sozialer Standards sowie anderer für die Anlageentscheidung als wesentlich angesehenen Themen.

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.