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Transparenz durch Wettbewerb um besten Geschäftsbericht

Von Dr. Oliver Everling | 13.Januar 2012

Der vom manager magazin ausgetragene Wettbewerb “Der beste Geschäftsbericht“ unter der wissenschaftlichen Gesamtleitung eines der Autoren (Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Baetge) lässt sich als Transparenzrating-Instrument interpretieren. Jörg Baetge, Markus May und Tatjana Oberdörster schildern in ihrem Beitrag zum Buch “Transparenzrating – Wege zur effizienten Analyse und Bewertung der Rechnungslegung von Unternehmen“ (herausgegeben von Dr. Oliver Everling, Peter Schaub und Rolf Stephan, Gabler Verlag – Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, www.gabler.de, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3365-2) den Wirkungszusammenhang zwischen Transparenz des Geschäftsberichts und Vertrauen der Geschäftsberichtadressaten in das Unternehmen und machen klar, dass der Geschäftsbericht als ein geeignetes Instrument zur Herstellung einer glaubwürdigen, d. h. einer authentischen und über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Selbstdarstellung eines Unternehmens genutzt werden kann (sollte).

Die inhaltliche Beurteilung der Geschäfts- und Zwischenberichte im Wettbewerb „Der beste Geschäftsbericht“ ist wegen der empirisch ermittelten und im Internet einsehbaren Bewertungskriterien und systematischen Bewertungsschritte und -methoden sehr transparent.

“Auffällig sind die zwischenbetrieblichen Unterschiede der hinsichtlich verschiedenster Checkpunkte erzielten Teil-Qualitätswerte der Geschäfts- und Zwischenberichte. Überdies besteht”, so das Fazit der Autoren in ihrem Buchbeitrag, “zwischen den best- und schlechtestbeurteilten Geschäfts- und Zwischenberichten eine erhebliche Diskrepanz in dem Gesamt-Qualitätswert. Der beste Geschäftsbericht erreicht in der Kategorie inhaltliche Qualität mehr als die doppelte Punktzahl des schlechtesten Geschäftsberichts; im Lagebericht des Geschäftsberichts beträgt die höchste erreichte Punktzahl sogar mehr als das Dreifache der niedrigsten. Die Zwischenberichte zeigen vergleichbar große Unterschiede.

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  • Dr. Oliver Everling

    Dr. Oliver Everling ist Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH in Frankfurt am Main.

    Als Gesellschafter, Beirat, Aufsichtsrat, Independent Non-Executive Director nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen, Mitglied von Ratingkommissionen, Chairman des ISO-TC "Rating Services", Gastprofessor der CUEB in Peking und zum Beispiel als Herausgeber von mehr als 50 Büchern war oder ist er mit Ratingfragen befasst.

    Nach Promotion am Bankseminar der Universität zu Köln war Dr. Oliver Everling Referent des Arbeitskreises Rating der WM Gruppe und ab 1991 Geschäftsführer der Projektgesellschaft Rating mbH sowie von 1993 bis 1998 Abteilungsdirektor und Referatsleiter in der Dresdner Bank.