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Transparenzrating als Maßstab des Transparenzniveaus

Von Dr. Oliver Everling | 8.Januar 2012

Um Transparenzrating als Maßstab des Transparenzniveaus zu verstehen, ist die Unterscheidung der beiden Begriffe symmetrische und asymmetrische Informationen unerlässlich. Metehan Sen, befasst sich in seinem Beitrag zu dem Buch “Transparenzrating – Wege zur effizienten Analyse und Bewertung der Rechnungslegung von Unternehmen“ (herausgegeben von Dr. Oliver Everling, Peter Schaub und Rolf Stephan, Gabler Verlag – Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, www.gabler.de, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8349-3365-2) mit den entscheidenden Begriffen.

Metehan Sen ist Vorstandssprecher der Franconofurt AG (www.franconofurt.de) und dort zuständig für die Verantwortungsbereiche Finanzen, Investor Relations, Controlling und Steuern. In seinem Urteil stützt er sich auf Kapitalmarkterfahrung bei Sal. Oppenheim, Credit Suisse und Barclays BZW. Er ist außerdem Aufsichtsratsvorsitzender des Tochterunternehmens OperaOne AG.

Der Ausdruck „asymmetrische Informationsverteilung“ beschreibt, so Sen, dass Marktteilnehmerüber einen unterschiedlichen Informationenstand verfügen. Dies bedeutet, dass eine Seite einen bestimmten Informationsvorsprung gegenüber der anderen besitzt. Dem gegenüber steht die “symmetrische Information“ bei der die Akteure über den gleichen Kenntnisstand an Informationen verfügen und somit gleichermaßen informiert sind.

“Weiterhin kommt der Thematik des Insider und Outsider Problems eine besondere Rolle zu. Bei Insidern handelt es sich insbesondere um das Management und die Stakeholder,” schreibt Sen, “welche aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Unternehmen einen gewissen Informationsvorsprung besitzen. Zudem befinden sich auf der anderen Seite die Outsider, bei denen es sich um Eigenkapitalgeber/Aktionäre und Kreditgeber handelt und deren Investmententscheidungen grundlegend von der Informationspolitik der Unternehmen abhängig sind.”

Das Ziel sieht Sen darin, die Kommunikation zwischen beiden Akteuren zu erhöhen um somit das gleiche Informationslevel zu erreichen damit die operativen Erfolgsaussichten des Unternehmens von externen Investoren richtig eingeschätzt werden können.

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  • Dr. Oliver Everling

    Dr. Oliver Everling ist Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH in Frankfurt am Main.

    Als Gesellschafter, Beirat, Aufsichtsrat, Independent Non-Executive Director nach der EU-Verordnung über Ratingagenturen, Mitglied von Ratingkommissionen, Chairman des ISO-TC "Rating Services", Gastprofessor der CUEB in Peking und zum Beispiel als Herausgeber von mehr als 50 Büchern war oder ist er mit Ratingfragen befasst.

    Nach Promotion am Bankseminar der Universität zu Köln war Dr. Oliver Everling Referent des Arbeitskreises Rating der WM Gruppe und ab 1991 Geschäftsführer der Projektgesellschaft Rating mbH sowie von 1993 bis 1998 Abteilungsdirektor und Referatsleiter in der Dresdner Bank.