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Unterschätzte Hedgefonds

Von Dr. Oliver Everling | 5.September 2019

Marcus Storr, Head of Alternative Investments der FERI Trust GmbH, erläutert die Strategie seines Hauses, frühzeitig in Hedgefonds zu investieren, die bis 100 Millionen US$ haben. Die Hälfte aller Investoren investiere aber nicht in Hedgefonds mit weniger als 100 Mio. US$. Für einen großen amerikanischen Pensionsfonds komme ein solcher Manager nicht in Frage, diese Investoren schauen sich solche Fonds erst gar nicht an.

Storr illustriert die Entwicklungsphasen eines Hedgefonds, von der ersten Anstellung über den Beginn der Wiedereinlagerung bis zum Ausbau des Teams. Erste Investoren werden mit “Friends and Family” gewonnen, dann kommt eine Phase mit vermögenden Privatpersonen, bis die 100 Mio. US§-Schwelle überschritten sei und die großen Investoren Interesse finden. Die meisten Gründer seien Ende 20 oder Anfang 30, wenn sie sich selbständig machen. Die meisten schaffen es nicht, in die exponentielle Kurve hineinzukommen.

Mit der Hypothese, dass Hedgefonds viel Geld verdienen, lasse sich eine Strategie für Kunden entwickeln. Die Umsatzbeteiligung ist eine zusätzliche, optionsähnliche Renditequelle neben der Fondsrendite. Kleine Hedgefonds bieten bessere Transparenz und Incentivierung. Der Renditebeitrag aus der Beteiligung an Umsätzen aus der Management Fee ist unabhängig vom Marktumfeld. Storr tritt den Vorurteilen entgegen, nach denen Hedgefonds z.B.  intransparent und zu teuer seien.

Storr zeigt die Bedeutung der Umsatzbeteiligung auf. Es gehe um langfristiges Investieren. Die Vorteile des klassischen Seedings sei der größere Einfluss auf den Hedgefonds hinsichtlich Anlagestrategie, Team und Fondsstruktur. Storr zeigt demgegenüber seinen neuen Ansatz auf. Ein Asset der FERI seien die weitreichenden  Managerkontakte, die zugunsten der Kunden eingesetzt werden.

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  • Die meisten Unternehmen messen ihre Erfolge auch heute noch in Währungseinheiten, in Euro oder Dollar zum Beispiel. Dabei lassen sich die Einflussfaktoren des Erfolgs nicht allein an einer Zahl abbilden. Zur Steuerung von Investitionen reicht es einerseits nicht aus, Investitionen lediglich zu beschreiben, andererseits sind viele Umstände nicht kardinal zu skalieren. Klassifizierungen mit Ratingskalen sind daher eine Methode, mehr Transparenz für praktische Entscheidungen zu schaffen. Seit Ende der 1980er Jahre arbeiten wir daran und deshalb gibt es seit 1998 diesen Blog. RATING EVIDENCE GmbH - Wofür wir stehen: Es ist unser Anspruch, Werte zu schaffen, indem wir den Nutzen von Ratings erschließen.